Sonntag, 28. Februar 2021

7 Sachen 9/2020

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

 Gelesen.

Ein geheimnisvolles Swap-Päckchen ausgepackt. Den Inhalt darf ich leider noch nicht zeigen (weil es anderen die Überraschung verderben würde), aber die Karte verrät ja nicht viel :D

Eine Mammutaufgabe angefangen: Stickgarn aufwickeln. Ich hoffe, die Garnkärtchen erweisen sich als DIE Lösung für das Fadenwirrwarr und vor allem die unbeschrifteten Reste!

 Blogbeiträge geschrieben. Sneak Preview!

Bildbearbeitungsanleitung-Videos angeschaut, Lightroom-Probleme gegoogelt ...

... und dann doch eine Skype-Konferenz mit dem Kumpel abgehalten, der das Programm schon länger nutzt. Hat geholfen, danke J.!


Gasthände: Hanas Liebster hat den ersten Kartoffelsalat des Jahres gemacht.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.

Donnerstag, 25. Februar 2021

Spacige Resteverwertung - Sweater Calypso von Sinclair Patterns

Auf dem Stoffmarkt in Bielefeld im letzten Sommer habe ich ein Reststück roten Sweat gekauft. Die Farbe ist toll, aber es waren nur 1,10 m; das ist für ein Sweatshirt etwas zuwenig. Es sei denn, man setzt Teilungsnähte ein.

Die vom Shirt Calypso von Sinclair Patterns gefallen mit besonders gut: Es gibt mehrere Möglichkeiten; am schönsten finde ich die, zwei andersfarbige Stoffstücke einzusetzen. Dafür kann man auch sehr gut Reste verwenden!

Eine schöne Resteverwertung, gerade für Musterstoffe!

Natürlich hätte ich die Teilung selbst einzeichnen können, aber Sinclair Patterns bietet eine Besonderheit: Kurz- und Langgrößen sind ohne Aufpreis mit dabei (zumindest bei den neueren Schnittmustern; bei den ganz alten nicht unbedingt – nachschauen!). Das gehört belohnt! Außerdem hatten sie da eine 2 zum Preis von 1-Aktion …

Es ist auch eine Taschen-Option enthalten, außerdem ein Kragen und eine Kapuze. Ich wollte einfach nur ein Bündchen. 

Hinten dagegen schlicht.

Das Shirt fällt recht groß aus: Laut Tabelle hätte mir Gr. S (bzw. 8) gereicht – normalerweise trage ich eher L. Ich habe vorsichtshalber M genommen.Sitzt jetzt aber recht locker.

Zu meiner Begeisterung hat meine Stoffmenge prima gereicht (nur die Bündchen und Taschenbeutel hätten nicht mehr draufgepasst und ich hab sie einfach weggelassen). Für die Einsätze musste das Space-Sweatshirt dran glauben, das ich vor ein paar Jahren genäht hatte – ich habe es oft getragen, bin aber nie so ganz warm damit geworden. Dazu habe ich noch einen unifarbenen Streifen kombiniert. 

So gefällt mir der Space-Swea wirklich gut!

Es ist schon in Kurzgröße, ich habe aber die Saum- und Ärmelbündchen weggelassen, sonst wären mir Shirt und Ärmel zu lang gewesen. Dabei ist es auf meine Körpergröße ausgelegt …

Außerdem habe ich die Schultern um je 1 cm verschmälert. 

Hallo, neues Space-Sweatshirt!

Ich habe eine ganze Weile hin- und herüberlegt, welche Stoffe ich für die Einsätze nehmen. Es gab diverse Farb- und Musterkombinationen in meiner Restekiste, vieles davon schwarz-weiß, aber das war mir zu kalt. Letztendlich habe ich mich für einen Streifen in Grau und einen mit Spacemuster entschieden. Da ich die Reste des Sweats schon weitergegeben hatte, musste mein altes Space-Shirt dran glauben; so 100% mochte ich es sowieso nie und inzwischen war es auch nicht mehr so schön.

Wobei, wenn ich das Foto so ansehe, wäre es glatt einen Versuch wert, dort auch zwei Streifen einzufügen ...

Tschüssi, altes Space-Sweatshirt!

Genäht war das Ganze dann in Nullkommanix. Lediglich das Halsbündchen sorgte für etwas Ärger: Ich hatte nur eine einzige halbwegs passende Jerseyfarbe und die ist zu wenig dehnbar, was man an den Zugfalten sieht (beim liegenden Shirt besser erkennbar). So gaaanz glücklich bin ich mit dieser Lösung nicht, aber an sich finde ich mein Space-Sweatshirt 2.0 super und hoffe einfach, dass keiner ganz so genau hinguckt :D

Mit mittelgutem Bündchen.

Schnitt: Shirt Calypso von Sinclair Patterns, Kurzgröße, Version mit Bündchen und ohne Taschen, Gr. M
Material: Wintersweat vom Stoffmarkt, Reste
Änderungen: Ärmel- und Saumbündchen weggelassen, Schultern um 1 cm verschmälert
Nachnähpotential: Immer her mit den Resten!

Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag.

Lg
Nria

Sonntag, 21. Februar 2021

7 Sachen 8/2020

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

Hackschnecken verspeist (die hat Hanas Liebster gemacht).


Die weltbeste Aufräumerin tätig werden lassen ...


... und Hanas Larpschrank aufgeräumt.
 

Den Anweisungen des Schwalbenliebe-Schnittmusters gefolgt: schnipp schnapp und kleb kleb. Werden weitere Schnitte dieses Herstellers kaufen!


Blattvergoldet. Ähm. Goldfarben verblattmetallt.

Leicht beschämt Schnittmuster aus einer großen Sammeltüte geholt, sortiert und in einzelne Hefterhüllen gepackt.


Auch mal diesen neuen Trend ausprobiert. Geht mit gewichteten Reifen auf jeden Fall schonmal besser als mit den superleichten Billig-Plastikdingern aus unserer Kindheit ...

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung

Donnerstag, 18. Februar 2021

[Gelesen] G. J. Lewis: Drachenfall / Orkenwinter (Die Kinder des Drachen-Reihe)

Eine Gruppe Abenteurer überlebt eine Drachenjagd und kommt zu Geld. Richtig, richtig viel Geld, ein enormer Drachen-Schatz eben. So viel Geld, dass es sich damit nicht mehr bequem leben lässt, wenn bekannt wird, wieviel sie haben. Jeder Gauner des Landes würde  ihnen gern dafür nachts die Kehle aufschlitzen. Sie stehen also vor der Wahl: Nehmen sie nur ein kleines Vermögen mit, einen kleinen Teil der Beute, und setzen sich in Frieden zur Ruhe - oder nehmen sie alles und bauen sich eine kleine Baronie damit auf, mit Bauern, die die Ländereien bestellt, nehmen Gardisten unter Vertrag und gestalten einen Landstrich ganz nach ihren Vorstellungen? Die (ehemaligen) Drachenlande sind aus Angst vor der Bestie leergefegt und günstig zu erstehen, solange der Tod des Drachen noch nicht bekannt ist ...

Vorab muss ich anmerken, dass ich den Autor persönlich kenne und gern habe - entsprechend wird meine Rezension dieses Buches sicher nicht völlig objektiv sein, denn natürlich wollte ich die Romane von Anfang an gern mögen (das möchte ich natürlich bei jedem Buch, für das ich Geld ausgegeben habe - aber hier natürlich noch etwas mehr). Zum Glück haben es mir die Bücher aber auch leicht gemacht!

Bis hierher hatte der Plan funktioniert. So wie sie es verstanden hatte, sollten sie nun hier abwarten bis der Drache wieder ausflog. Dann wollten sie seine Höhle auskundschaften und sich vorbereiten und wenn möglich eine tödliche Falle anlegen, um das Untier zur Strecke zu bringen. Wenn er wiederkam, würden die ganzen Kämpen auf ihn warten.
Ein Klacks.
Ein Kinderspiel.
Piet schluckte.

Das Setting ist ungewöhnlich, denn normalerweise enden Geschichten mit dem Tod der Bestie - diese fängt dort erst an. Ein Buch mit einem solchen Thema habe ich noch nie gelesen. Wer Pen&Paper spielt und sich schonmal gefragt hat, wie die Reise seiner Heldengruppe mal enden wird, dem kann ich die Romane direkt schonmal empfehlen!

Erzählt wird aus der Sicht von Peter, genannt Piet, einem der Kämpfer aus der Abenteurergruppe, den ich mir als eine Art Plänkler vorstelle. Piet ist pragmatisch, gutmütig und ideenreich, muss aber erst einmal in die neuen Aufgabenfelder hineinwachsen - als ehemaliger Seefahrer, aufgewachsen in einem kleinen Fischerdorf, hätte er sich nie träumen lassen, einmal die Verwaltung einer Baronie in die Hand zu nehmen. Die restlichen Mitglieder der Heldengruppe lernt man eher oberflächlich kennen, hier sehe ich in den Folgebänden noch Potential, diesen auch noch etwas mehr Tiefe zu verschaffen.

Die Romane sind nicht professionell lektoriert - das heißt, die Sprache ist nicht so glattgeschliffen, der Sprachstil nicht so perfektioniert, wie es mit einem Lektor erfolgt wäre (Rechtschreibung und Grammatik sind in Ordnung, hier braucht ihr keine Sorge zu haben). Gespräche werden zum Beispiel oft komplett in indirekter Sprache geführt (Piet meinte, das könne man schon so machen), was ich etwas unelegant und schade finde, vor allem, da mir die tatsächlich direkt wiedergegebenen Gespräche besonders gut gefallen:

 Piet fragte ihn nach den Versorgungsbooten.
"Joo," sagte der Alte, "die sind fertig"
"Hat es keine Schwierigkeiten mit der fürstlichen Verwaltung gegeben?" fragte Piet ihn.
"Joo," sagte der Alte, "die gab es schon."
"Worin haben die denn bestanden?" hakte Piet nach.
"Joo," sagte er, "ich darf euch keine Schiffe verkaufen. Und ich darf euch keine Schiffe bauen."

Die Obrigkeit ist in den Romanen meist der Antagonist, skrupellose, gierige Grundbesitzer, die ihre Bauern grundlos in die Leibeigenschaft zwingen. Die Helden sind dagegen die Freiheitskämpfer, die Sklaven aus dem benachbarten Imperium befreien und ihre eigene Baronie in Freiheit und Gleichheit aufbauen. Das ist mir manchmal ein wenig einseitig, ich würde mir ein paar mehr Adlige, Landbesitzer und andere hohe Herren wünschen, die ihren Job einfach gut machen und in deren Ländereien zwischen Bauern und Grundbesitzer ein faires Geben und Nehmen herrscht, einfach, weil der garstige Herrscher mit den ausgebeuteten Untergebenen so ein verbreitetes Mittelalter-Klischee ist - da tut ein bisschen Abwechslung von meiner Erachtens immer gut.

Natürlich sind die Geschichten nicht spannungsgeladen wie ein Thriller, aber dennoch nehmen sie den Leser mit und ich hatte ständig das Buch in der Hand, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht.

Ich hatte Spaß beim Lesen und freue mich auf weitere Bände - wer mal etwas anderes lesen möchte als die klassische Heldenreise, den erwartet hier eine tolle Geschichte mit einer unkonventionellen Idee.

Autor: G. J. Lewis
Titel: Die Kinder des Drachen: Drachenfall / Orkenwinter
Seiten: 300 / 433
Erscheinungsjahr: 2020
Die deutsche Ausgabe ist die Originalfassung

Dienstag, 16. Februar 2021

Des Knappen neuer Wappenrock

2019 habe ich meinem Freund einen neuen Wappenrock zum Geburtstag geschenkt. Also - einen Gutschein dafür, mangels Stoff und zu kopierendem Wappenrock. Und wie immer war ich spät dran damit ... er hat das Teil kurz vorm nächsten Geburtstag bekommen :D

Neu und strahlend und so!

Der alte Wappenrock ist aus Leinen, ungefüttert und mit Filz-Applikationen. Für den neuen wollte ich richtig schöne Materialien, leichtes Wolltuch mit Leinenfutter und Applikationen aus dünnem gefilztem Wollstoff.

Wappenrockvergleich!

Leider hat die Suche nach Material eine ganze Weile gedauert. Abgesehen von Anbietern für Mittelalter-Bedarf gibt es quasi niemanden, der Wolltuch verkauft - es wollen halt alle nur noch Baumwolljersey :(

Die Borte ist laaang.

Schließlich bin ich wieder bei Tuch & Stoff gelandet, wo ich schon meinen orangefarbenen Wollstoff fürs Alfride-Kleid gekauft hatte. Dort habe ich einen wundervollen blauen Wollstoff gefunden - bei 35 €/m denkt man schon eine Minute länger über den Kauf nach, aber es hat sich absolut gelohnt. Schon beim Zuschnitt habe ich mich bei dem Gedanken ertappt: "Ich will nie wieder ein anderes Material vernähen!"
Immerhin hatte ich noch einen Vorrat sehr günstig gekauften Leinens für das Futter im Schrank, sodass ich dafür nicht tief in die Tasche greifen musste.  

Das Material ist so wundervoll! Der Inhalt neigt zum Necken.

Das Schnittmuster habe ich einfach vom alten Wappenrock abgenommen - der Wappenrock hat seitlich einen oben abgeflachten Keileinsatz und keine Seitennähte. Ärgerlicherweise gab es keine Vorlagen mehr vom Ursprungswappenrock, das hätte mir Arbeit erspart, aber nun ja. Bei der Gelegenheit habe ich auch noch etwas Weite hinzugefügt, da der vorhandene Wappenrock über Gambeson und Kettenhemd doch etwas eng war.

Der Schlitz ist praktisch. Und jetzt sieht man auch ein schönes Futter.
 
Für die gelben Applikationen habe ich einen Wollstoffrest von Hana genommen. Man braucht hier unbedingt einen Stoff, der nicht franst, denn die Kelchborte am Saum ist nur oben und unten festgenäht, nicht in den Zwischenräumen. Das Aufmalen und Ausschneiden all der kleinen Kelche dauert wirklich lange genug.

Durch das Gewicht kann der neue Wappenrock richtig gut fliegen!

Aber die Wirkung ist sehr schön. Das Design stammt übrigens von meinem Freund (den alten Wappenrock hat er selbst gemacht).

Hier sieht man, wieviel das Material ausmacht! Schlecht war der alte Wappenrock nicht, aber Wollstoff fällt einfach schöner und das Futter kommt auch gut zur Geltung. Wie eine Schattierung :)

Mein Freund ist zufrieden und ich bins auch!

Material: Leichtes Wolltuch von Tuch&Stoff, Leinen
Schnitt: eigener

Verlinkt bei DvD.

Lg
Nria

Sonntag, 14. Februar 2021

7 Sachen 7/2021

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

 

Fürs Videokonferenz-Pen&Paper passend zu meiner Shadowrun-Figur geschminkt (nach dieser Pinterest-Idee, aber mit weißen Wimpern)

Einen Jumpsuit fertiggestellt. Ist für den Sommer, aber angefangen habe ich das Teil 2018 und langsam hats mich genervt ...

Ein taschenförmiges Teil aus einem T-Shirt geschnitten. Der Druck ist toll, aber leider ist das eins dieser Motive, für die man einen flachen Männerkörper braucht. An einer kurvigen Frau sieht das einfach doof aus.

Mit "DungeonDraft" Dungeon gedraftet.


 Gastfüßchen: Durch den Schnee gehüpft.

Experimentiert. An einem online gebraucht gekauften Gürtel war zu meiner Überraschung kein Verschluss dran ... ich vermute also, dass man da ein Band durchfädeln soll? Hatte aber bloß Gummiband da.

Mehr Gastfüße: Sich aufs Eis begeben. Hoffentlich nicht auf dünnes ... jedenfalls hat es alle ausgehalten, die drauf waren.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.

Donnerstag, 11. Februar 2021

5 years later - Nährückblick auf 2016

Wie schon 2019 und 2020 schaue ich zurück auf die Sachen, die ich vor 5 Jahren genäht habe. Beim Nähen werden so sehr die Neuerscheinungen gehypt, dass man oft den Blick darauf verliert, wie sich die Kleidungsstücke auf lange Sicht bewähren. Was nützt es, wenn einem 10 neue Hoodies pro Monat "von der Nadel hüpfen", wenn man doch nur einen davon regelmäßig trägt?

Im Vergleich zu den niedlichen 9 Kleidungsstücken, die ich 2015 genäht hatte, habe ich mich 2016 bereits auf 13 gesteigert (ok, SO ein großer Sprung ist das auch nicht). Und die Flopquote hat sich deutlich verringert! Flops waren auch eher Teile, bei denen mir Farbe oder Stoff nicht so gefiel.
Wieder lasse ich Larp-Dinge und Sachen für andere weg. Ich habe tatsächlich also mehr genäht, als man hier sieht.

Erstmal die Legende: Wieder habe ich markiert, welche Teile ich mochte und welche weniger; außerdem, welche bis heute durchhalten und welche ich aussortiert habe. Manche werden fröhlich von Hana weitergetragen!
Neu: Die Sachen, die ich noch besitze, sind jetzt unmarkiert. Das Häkchen ist in Paint zu schwierig zu malen ;)

Und so sieht meine Statistik von 2015 aus (die ausgeschnittene Stelle war ein versehentlich doppeltes Bild):

Wie man sieht, mochte ich die mehr als die Hälfte der Teile, 7 an der Zahl, sehr gerne! 5 waren zumindest okay, und nur 1 gefiel mir nicht so sehr. Die Star Trek-Uniform lasse ich mal außen vor, da sind die Anlässe zu begrenzt ;)

Im Detail (von links nach rechts):
Fuchsshirt: Trage ich heute noch gerne, auch wenn der Ausschnitt nicht perfekt sitzt. Die gemusterten Ärmel sind ein tolles Detail und unter einer Sweatjacke ist es ein schlichtes Kombiteil :)
Cityprint-Shirt: Ein paarmal getragen und dann an Hana weitergegeben, die es gerne trägt. Mir ist es zu pastellfarben, obwohl der Druck sehr schön ist.
Blauer Leinenrock: Ein schöner und bequemer Rock! Momentan zu eng, aber wartet auf neue Gelegenheiten. 
Pfeilsweatshirt: War lange mein Lieblingssweatshirt und liegt auch jetzt noch im Schrank, wird aber nur noch gelegentlich getragen. Mir ist der Kragenstoff etwas zu steif; vielleicht ersetze ich den mal, falls es mir dann nicht schon zu abgetragen dafür ist. 
Rotes Wickelkleid: Ach, das rote Wickelkleid ... es sah schön aus. Aber ich musste feststellen, dass mir Romanitjersey von den Trageeigenschaften einfach nicht gefällt und ich habe bei Wickelkleidern immer Angst vor ungewollten Einblicken. Wurde recycelt. Das schönste Kleid nützt nichts aus blödem Stoff.
Ananaskleid: Top. Auch wenn ich im Nachhinein den Ananansring um den Hals weggelassen hätte, ein beliebtes Sommerkleid in meinem Schrank.
Daenerys-Shirt
: Wie das rote Wickelkleid ein Opfer seines Stoffs. Weder der hellrote Viskosejersey noch der weißblaue Effektjersey gefielen mir so richtig, und auch wenn ich es ein paarmal getragen habe, wurde es kein Dauerbrenner.
Magic-Shirt: Ich glaube immer noch an die Magie des Upcyclings ;) Das Shirt ist super, erfreut sich besten Aussehens und unsere Wege trennen sich hoffentlich nicht so bald.
Rautenkleid: Gefällt mir eigentlich gut. Aber ich trage einfach ungern Schwarz. Habe es an Hana weitergereicht.
Flamingokleid aus 2 Takkokleidern: War ganz bequem, sah aber einfach unvorteilhaft aus.  Nachdem ich das eingesehen habe, erfüllte es seinen Zweck als Material für mehrere Probeteile.
Kaktusshirt: Eine Weile gerne und viel getragen, irgendwann etwas ausgeleiert und aussortiert. War mir dann auch schon etwas zu unbunt.
Upcycling-Kleid mit grauer Passe: Wenig getragen, aber ich finde es wirklich schön! Nur ist mir der graue Zopfstrickstoff nicht weich genug. Bisher fehlte mir die Motivation, den durch angenehmeres Material zu ersetzen. Vielleicht bekommt es 2021 eine neue Chance?
Issy-Kleid: Wundervoller Stoff, wundervolles Kleid. Trage es gerne.  

Also: Von 13 Teilen sind 7 noch in Gebrauch, plus 2, die in Hanas Schrank umgezogen sind, die meisten trage ich sehr gerne. Schon ein deutlich besserer Schnitt als 2015.

Und 2017 waren es dann schon viel mehr Teile ... wir sehen uns an dieser Stelle 2022 ;)

Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag.

Lg
Nria

Dienstag, 9. Februar 2021

Nautistore für den Herrn - Sweater "Quarter Zip" aus der Ottobre family 7/2018

Die Maritim Tattoo-Reihe von Nautistore bietet sehr abwechslungsreiche (aber immer maritime) Motive: Bei der Version 4.0 sind einerseits ein Leuchtturm samt Sextant, andererseits eine Flaschenpost vorm Sonnenuntergang und die Aufschrift "Route is Goal" mit einem Männerauge dazwischen abgebildet. Der Kombistoff besteht aus Streifen in Blau- und Grautönen und ich dachte mir gleich, dass die Farben meinem rothaarigen Freund gut stehen könnten ...
Den Rest vom Panel könnt ihr in einem anderen Beitrag sehen ;)


Ich habe noch unifarbenen Sommersweat in Dunkelblau dazugekauft für die Ärmel und so reichte es für zwei Sweatshirts (ein großes für ihn, ein kleines für mich :)). 

Herrenschnittmuster sind ja Neuland für mich. Aber in manchen meiner Zeitschriften sind welche enthalten, z.B. in der Ottobre family 7/2018. Das Modell Nr. 3, Sweatshirt "Quarter Zip", besticht eigentlich durch Details wie Kragen mit Reißverschluss, vorverlegte Schulternähte und Ellbogenpatches, aber die habe ich wegrationalisiert, weil der Stoff durch einen schlichten Schnitt besser zur Geltung kommt (vor allem ist es bei Motivstoffen immer heikel, einen Reißverschluss einzubauen ...).

Gut, hinten könnte die Passform noch optimiert werden.

Der Zuschnitt erfolgte wie immer einlagig mit einem leicht transparenten Seidenpapier-Schnitt; so sieht man das Motiv durch. Ich markiere auf dem Schnitt die Mitte und messe die auch beim Motiv auf, dann wird sie mit Stecknadeln markiert. Jetzt muss ich das Motiv nur noch in der Höhe positionieren, die Breite ergibt sich von selbst.

Dramatisches Blitzfoto for the win!

Ganz ideal sitzt das Sweatshirt nicht; vielleicht müsste es unten weiter sein? Mit der Passform von Herrenschnittmustern kenne ich mich noch nicht so aus. Aber die Optik mag ich trotzdem sehr :)

Schnitt: Mod. 3 "Quarter Zip" aus der Ottobre family 7/2018, Gr. 56
Material: Sommersweat "Maritim Tattoo 4.0 von Nautistore, unifarbener Sommersweat
Änderungen: Kragen und Reißverschluss weggelassen, Schulternähte auf die Schulter rückverlegt
Nachnähpotential: Könnte Standardpulli-Potential haben. 

Verlinkt bei DvD.

Lg
Nria

Montag, 8. Februar 2021

Nrias Nähpläne 2021

Nachdem Hana schon vorgelegt hat, präsentiere ich auch mal meine diesjährigen Nähvorsätze! Zwei Ufos habe ich sogar schon fertig.


Nrias Nähpläne für 2021:

- doch eine Joggpants nähen :D habe auch schon Jeansoptik-Sweat dafür gekauft.
- mehr Reste verbraten oder aussortieren ... besonders der Puhzzle-Pulli bietet sich an.
- Ufos fertigstellen. Da liegen einige rum, die mich nerven!
- Papierschnittmuster verwenden. Manche davon sind halt eher schicke Webstoffkleider, aber vielleicht kann man ja eins aus Sweat oder Jersey nähen?
- ein paar von den Recycling-Projekten angehen: Ich habe eine Kiste von aussortiertem Zeug, aus dem ich neue Klamotten machen will. Dummerweise ist das mehr Arbeit, als einfach ein Stück Stoff zu verwenden.
- ... und natürlich die Bionic Gear-Bag ;)

... und die Larp-Nähpläne:

Ich dachte ja, ich hätte gar keine. Aber dann fielen mir doch ein paar Dinge ein:
- letztes Jahr habe ich ein Wolltuch-Überraschungsrestepaket gekauft. Dieses Jahr will ich aus den Resten ein Kleid nähen. Mal gucken, wie gut das klappt ... es sind lauter Grüntöne und i.d.R. kleinere Stücke, die aber oft nicht perfekt harmonieren.
- aus einem der Reste soll mein Freund ein Deel bekommen. Diese Jacke im mongolischen Stil ist schick und passt super zu seinem neuen Charakter!
- Diechlinge stehen schon lange auf meiner Rüstung; sieht einfach etwas doof aus, wenn man am Oberkörper Rüstung trägt und die Beine sind "nackig". Ist halt etwas Arbeit, die zu nähen.
- Ich brauche einen Halswärmer. Hana hat schon einen und ich bin neidisch ...
- endlich genähte Strümpfe. Ich hatte mal perfekt passende Probeteile und dann habe ich sie auseinandergenommen und nie wieder richtig hinbekommen. Ob es dieses Jahr was wird?
- eine neue schwarze Gugel. Ich hab schon eine, aber der Wollstoff ist zu dünn.- eine gescheite Gürteltasche mit Verschluss. Ich besaß mal welche, die waren aber nicht so toll.
- ein roter Wollmantel. Vor zwei Jahren habe ich eine tolle Löwenschnalle dafür gekauft und seitdem suche ich passenden Wollstoff. Der muss doch zu finden sein!

 Rückblick auf die Nähpläne 2020:

- Adeona-Mantel: Nope. Aber das mit dem Abnehmen hat halt doch nicht geklappt – wer konnte schon im Januar ahnen, was kommen würde?
- Aus der Burda nähen: Na ja, immerhin ein Kleid, wenn auch aus Jersey … (noch nicht gebloggt)
- Webstoffe vernähen: Ein Hemdblusenkleid und ein paar Taschen (Lexa, 5-Fach-Organizer, Rikka, Magic Pouch, Just Be)! Andere sind zwar noch nicht vernäht, aber zugeschnitten, und ich habe durchaus einige Meter Webstoff verbraucht. Ich würde sagen: Teilerfolg.
- Bionic Gear Bag: Reden wir nicht drüber. Das wird wohl mein Standard-“Ach, nächstes Jahr“-Projekt.
- Kabel-Aufbewahrungstasche: Jawohl, mission completed!
- Joggingbuxe: Nope. Aber 2 „Joggpants“ im Jeanslook gekauft, da wurde das Nähen etwas obsolet.
- Dirndl: Bereits zugeschnitten und ein Probeteil gabs auch!
- weniger Stoff kaufen: Ich breite das Mäntelchen des Schweigens über die Sache.

Aber immerhin: 3 von 4 abgebildeten Sachen vom letztjährigen Beitrag verwendet. Und bis auf 3 Patchworkstoffe und den Mantelstoff habe ich inzwischen alle 2019 gekauften Stoffe verbraucht oder weitergegeben.

Lg
Nria

Sonntag, 7. Februar 2021

7 Sachen 6/2021

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

Pudding gemacht und über den Schokobiskuit mit Bananen gegossen. Danach kam noch Eierlikör-Schmand-Sahnecreme drauf. Ist übrigens dieses Rezept und wirklich sehr lecker! Mehr als 1 Stück auf einmal geht aber nicht ...

Morgendliches Workout absolviert.

Ein Geschenk genäht: Ein Badeanzugbeutel, so wie der links, nur etwas größer. 

Die Mandalorian-Lidschattenpalette benutzt. So niedlich! Drin sind lauter Grüntöne.

Neue Stecknadeln zu den alten gefüllt! Die blau-gelben bleiben im separaten Kästchen, das sind extrafeine.

Die Curly-Hair-Waschmethode ausprobiert und festgestellt: Macht tatsächlich curly (allerdings hätte ich vielleicht das Foto machen sollen, bevor ich zwei Stunden auf der Couch rumgefläzt habe ...)


Perlen aufgestickt. Morgen muss ich erstmal eine neue Packung von den kleinen kaufen.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.

Samstag, 6. Februar 2021

Was vom Januar übrig blieb

 Immer noch Lockdown. Nria war im Winterwunderland unterwegs. So viel Schnee! Und keine Leute :D

Link-Tipps im Januar:
 
Für uns selbst genäht im Januar:
Nebelwaldjacke (Ufo vom November)
Federjacke (Ufo vom Oktober)

Der verschneite Truppenübungsplatz in Münsingen.

Neue Schnittmuster, Anleitungshefte und Bücher:
Lumali Bag
Sweatpants Lola von FadenFactory
Regenbogenkleid von ManjiPuh

Stoff gekauft: Nria: 3,5 m
Nria: 2 m-Artbox von Rebecca ReckArt: 1 m Vogeljersey "Birds & Blossoms", 0,5 m Rankenjersey "Greenery", 0,5 m abstrakter Jersey "Meadow"; 0,8 m dunkelblaue5 French Terry, 0,7 m dunkelblaue5 Canvas
Stoff vernäht: Nria: 3,2 m
Nria: 0,5 m schwarzer Sommersweat, 1,10 m roter Sweat, 1,60 m kupferfarbener Jeans


Wir freuen uns im Februar auf:
Mal wieder einen Swap!

Mittwoch, 3. Februar 2021

Ganze Granatäpfel - Blouson "Brooklyn" von Pattydoo

Ich bin immer auf der Suche nach ausgefallenen Stoffen. Wenn man die üblichen Blumenmuster nicht mag, ist das gar nicht so einfach ...aber bei Rebecca ReckArt wird man leicht fündig; die Stoffe dort sind ziemlich originell. Leider auch nicht billig, aber lieber mal einen Stoff weniger kaufen und dafür einen richtig schönen.

Beim Granatapfel-Sommersweat habe ich zugeschlagen, als es im November etwas Rabatt auf die Stoffe gab. Ich hatte gleich ein Jäckchen im Kopf; bei so wild gemusterten Stoffen finde ich es nämlich schön, wenn man sie mit einem unifarbenen Shirt kombinieren kann, dann wirkt es harmonischer.

Das Muster ist mal was anderes. Und Hana mag Granatäpfel.

Dummerweise habe ich schon Tonnen von Sweatjacken, also habe ich einfach eine für Hana genäht. Da wir uns Gene und Blog teilen, ist es fast das gleiche, als hätte ich sie für mich selbst genäht :D

Nach einem Bündchenstoff habe ich ewig gesucht. Eigentlich hatte ich mir Rot in den Kopf gesetzt, aber versucht mal, einen passenden Rotton für einen vorhanden zu finden! Ich bin (als es noch möglich war) mit einem Stoffschnipsel durch 4 Stoffläden gelaufen und habe mich durchprobiert und nichts hat auch nur ansatzweise gepasst. Dann habe ich aufgegeben und bin zu Hellgrau gewechselt. Im Nachhinein eine gute Wahl; so wirkt es etwas erwachsener. 

Die Taschenform ist auch super.

Ich hätte mich ja für eine eng anliegende Jacke entschieden, aber Hana mag sie lieber etwas lockerer. Weil mich die dreieckige Teilungsnaht mit integrierter Tasche beim Blouson "Brooklyn" von Pattydoo schon lange gereizt hat, habe ich mich dann für diesen Schnitt entschieden.
Der Zuschnitt war etwas knifflig: Ich wollte, dass die vordere Mitte ein genau passendes Muster ergibt, wenn die Jacke geschlossen ist (ich bin gar nicht sicher, ob Hana ihre Sweatjacken so oft schließt ...). Da der Rapport etwas größer ist, erforderte das etwas Tetris beim Zuschnitt, denn man kann so ja nicht beide Vorderteile direkt aneinanderlegen, weil dann durch Nahtzugabe oder Knopfleiste ein Stück Muster fehlt. 

Das Muster passt. Auch wenn die Jacke eher offen getragen wird ...
 
So bin ich vorgegangen: Erst schneide ich ein Vorderteil zu (aber nicht blindlings drauflos; bei einem großen Rapport muss man schauen, ob es zu genau diesem Teil noch ein Gegenstück irgendwo gibt!). Dann falte ich die einzuschlagende Knopfleiste bzw. Nahtzugabe der vorderen Mitte weg (sowohl beim Schnitt als auch beim fertigen Vorderteil) und lege das zugeschnittene Teil so an, dass es an einer anderen Stelle genau ins Muster passt und der gespiegelte Schnitt fürs zweite Vorderteil danebengelegt werden kann. Das fixiere ich dann gut auf dem Stoff und falte die Zugaben der vorderen Mitte wieder auf.
Manche malen sich das Muster auf den Schnitt ab, so kann man vielleicht noch etwas exakter vorgehen.

Übrigens habe ich die "Seitenteile" absichtlich nicht im Muster zugeschnitten, weil es mir so besser gefiel und man die Teilung besser sieht.

Hinten verläuft die Musterrichtung andersrum, weil ich doof war. Aber psst!

Dank der ausführlichen Anleitung war das Nähen nicht weiter problematisch. Den Kragen habe ich versehentlich mit Nahtzugaben statt im Bruch zugeschnitten, aber psst. 

Einzig mit der oberen Bündchenecke vorne bin ich nicht zufrieden. Nach dem Nähen sah sie prima aus; seit der Fertigstellung des Blousons schiebt sich da der Stoff nach unten. Ich vermute, dass ich beim Festnähen des Belegs etwas vermurkst habe (ich nähe alle Belege per Hand im Kleidungsstück fest, weil ich lose rumschlabbernde Belege nicht leiden kann), aber Hana stört es nicht, also lasse ichs jetzt so.

Der graue Kragen passt doch recht gut dazu.


 Verlinkt beim Me Made Mittwoch.

Schnitt: Blouson "Brooklyn" von Pattydoo, Gr. 40, Version mit Knopfleiste und Taschen
Material: Sommersweat "Pomegranate" von Rebecca ReckArt
Änderungen: Keine
Nachnähpotential: Durchaus!

Lg    
Nria