Posts mit dem Label Sweatshirt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sweatshirt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 16. Juni 2026

Fiele fröhliche Fiecher - Kindersweatshirt Haselnuss von Firlefanz

Schon seit Dezember 2020 habe ich den Schnitt "Die Haselnuss" von Firlefanz in meinem Vorrat, über den Ebookmacher-Adventskalender. Jetzt habe ich das Teil endlich fürs Möndchen genäht! 


In diesen Sweat von Gina & U habe ich mich direkt verliebt - seht all die rundlichen Tiere! Momentan ist die Kinderkleidung-Mode überwiegend ziemlich trist. Die Hintergrundfarbe ist jetzt natürlich auch eher dezent, aber immerhin finde ich das Motiv sehr angemessen.

Der Schnitt "Haselnuss" von Firlefanz enthält diverse Varianten: Als Tunika/Kleidchen, als Sweatshirt, mit Brusttasche, Kängurutasche oder verschiedenen aufgesetzten Hüfttaschen, mit Passe (wahlweise gerafft), mit Knopfleiste ("echte" oder Druckknöpfe) oder ohne, jeweils mit Beleg oder Bündchen ...

Ich war ganz schön überfordert von der Auswahl und durch die vielen Möglichkeiten ist es leider auch ein bisschen aufwändiger, sich durch die Anleitung zu wühlen. Ein zweischneidiges Schwert!

Ich habe meine eigene Möglichkeit gemacht: Beidseitige Knopfleiste (für den großen Möndchenkopf), aber mit untergenähtem Druckknopfband, ähnlich wie man es mit Klett machen würde. Nicht so hübsch, aber kostet viel weniger Überwindung als die Variozange rauszuholen und es mit Jerseydruckknöpfen o.ä. zu versuchen. Das geht einfach so oft schief. 

Bei der Platzierung des Motivs gefällt mir die Rückseite eigentlich besser als die Vorderseite. Und der Beleg war auch keine so gute Wahl; das zieht sich komisch am Halsausschnitt. Zugegebenermaßen ist das Shirt aber auch noch reichlich groß fürs Möndchen - vielleicht wird die Passform besser, wenn es reinwächst.

Niedlich ist das Shirt allemal! 

Schnitt: Sweatshirt "Die Haselnuss" von Firlefanz, Gr. 74, Sweatshirt-Version mit (doppelter) Knopfleiste, Hals- und Armbündchen sowie Halsausschnittbeleg
Material: Baumwoll-Sommersweat "Farmbande" von Gina & U
Änderungen: 
Nachnähpotential:

Lg
Nria 

Mittwoch, 4. März 2026

Der letzte Crackle - Sweatshirt Hailey von Pattydoo

Normalerweise beginne ich das Blogjahr mit den Sewing Oscars. Aber im letzten Jahr habe ich wegen Schwangerschaft, Neugeborenem und Nähzimmer-Umzug so wenig genäht, dass ich nicht mal genug Teile dafür zusammenbekommen habe. Aber jetzt ist meine Nählust offenbar zurück!  

Das Sweatshirt Hailey von Pattydoo habe ich schon mal genäht - aber als Jacke. Und in Schwarz. Durch die dunkle Farbe kann man die Teilungsnähte leider gar nicht so gut sehen (live allerdings besser als auf den Fotos). Also wollte ich noch eins!
Eignete sich hervorragend als erstes größeres Projekt nach der Nähpause, weil der Schnitt bereits fertig angepasst rumlag.

Eigentlich mag ich überschnittene Schultern ja nicht so.

Der Schnitt bietet sich wirklich zur Resteverwertung an und das habe ich diesmal auch genutzt. Den weiße Sweat mit Crackle-Muster hat Hana vor vielen Jahren gekauft und 2017 zu einem Kleid vernäht. Ein Jahr später habe ich mir die Reste geschnappt und für eine Jacke genutzt (den Kragen finde ich immer noch viel zu weit, aber ansonsten trage ich die Jacke gerne). Und jetzt kommen wirklich die allerletzten Reste dran! 

Auch besonders gut: Der Schnitt hat Taschen. Ich finde die ein bisschen zu hoch, um die Hände drin unterzubringen, aber Taschen an Oberteilen nutze ich meistens sowieso nur, um kurz einen Schlüssel drin unterzubringen.  

Flatlay, damit man die Form der Nähte besser sieht.

Der rote Sweat ist "Eike" von Swafing in Bordeaux. Ich hatte ihn von einem schließenden Onlineshop bestellt, zusammen mit einem weiteren Stoff in Dunkelrot, aber aus Jersey, und zwei grünen Stoffen. Die grünen waren leider schon weg (schade, die hätte ich besonders gerne gehabt!). Dieser Rotton ist mir eigentlich zu angegraut, ich mag lieber richtig leuchtende und klare Farben. Aber reduziert war's schon okay, und der mitgekaufte Jersey hat genau meinen favorisierten Dunkelrot-Ton!

Das Crackle-Muster sieht wirklich hübsch aus als Detail!

Ich war unsicher, ob mir die Stoffe zusammen wirklich gefallen, daher hatte ich die vorderen Streifen auch erstmal aus dem roten Sweat zugeschnitten. Das wäre im Nachhinein nämlich schwieriger zu machen gewesen, weil die Schnittteile so gut ineinanderpassen. Aber mit dem weißen Sweat ist es doch ein bisschen interessanter.

Ein Grund für mein Anfang-Januar-Projekt war, dass ich angefangen habe, den neuen Stoffschrank einzuräumen. Und er war prompt voll, bevor alles drin war. Im letzten Jahr habe ich ja, wie gesagt, wenig genäht, aber weitergekauft, als hätte ich genauso viel genäht wie immer, das ging sonst immer gut auf ... Tja. Diverse Stoffladenschließungen kamen dann leider dazu, wie auch der, aus dem dieser Sweat stand.

Warum ich das schreibe? Weil ausgerechnet dieser Schnitt nur 1,10 m Stoff verbrauchte! Da hab ich aber dumm geguckt. Gut, ich kürze natürlich immer ein bisschen und der Stoff liegt 1,55 m breit, aber auch mit einem schmaleren Sweat wäre ich damit wohl ausgekommen. 
Mal gucken, was ich dann mit dem Rest anfange. Vielleicht wird der auch Hana aufs Auge gedrückt?


Zum schnelleren Zuschneiden habe ich wieder hinten eine Mittelnaht eingefügt. Die mache ich sowieso häufig, eignet sich nämlich auch gut zur Hohlkreuzanpassung. Vor allem hatte ich aber keine Lust, den Stoff zweimal in den Bruch zu legen. Der Zuschnitt dauert bei diesem Schnitt ja gefühlt am längsten, weil er so kleinteilig ist.
Hier hat es nochmal länger gebraucht, weil die Cracklesweat-Reste wirklich sehr klein waren. Ich habe sie quer zum Fadenlauf zugeschnitten und musste einen Streifen sogar stückeln. Aber jetzt ist alles verbraucht!

Taschen sind richtig und wichtig.

Das Nähen geht erstaunlich fix, das hat mich bei der Jacke schon überrascht. Ich muss nur unbedingt dran denken, dass durch die überschnittenen Schultern (mag ich eigentlich nicht, aber sonst funktionieren die Designlinien halt nicht) der Ärmel offen einsetzt werden sollte. Geschlossen geht auch, ist aber kniffliger. Bin schon wieder drauf reingefallen, weil ich es erst gemerkt habe, nachdem ich routiniert die Ärmel geschlossen hatte ...
Außerdem werden die "Streifen" erst ans Seitenteil genäht, danach kommt die Tasche drüber und dann erst ans Mittelteil. Auch das ist für mich irgendwie unintuitiv. 

Den Halsausschnitt habe ich verkleinert bzw. die schon verkleinerte Option von der Jackenversion genutzt, die ich gebastelt hatte. Trotzdem könnte der Ausschnitt für mich glatt noch kleiner sein!
Ich habe aber auch das Bündchen ein bisschen zu lang gelassen. In meinem Vorrat fand ich noch farblich genau passende Bündchenware, aber dafür sollte man den Bündchenstreifen kürzer machen als für Jersey oder Sweat, das hatte ich nicht bedacht. Mit ein bisschen Bügeln gings aber und sieht nicht furchtbar aus.

Nachdem ich im letzten Jahr fast ausschließlich Kostüme genäht hatte, war das mal wieder ein schnelles, aber zufriedenstellendes Projekt!

Schnitt: Hoodie "Hailey" von Pattydoo, Gr. 42/F 
Material: roter Wintersweat Eike von Swafing in Bordeaux, dicker Wintersweat D300 mit Cracklemuster von Dresowka.pl 
Änderungen: Ärmel um 4 cm gekürzt, Schultern um 1,5 cm verschmälert, Ärmel- und Saumbund auf 4 cm verkürzt, Halsausschnitt verkleinert, rückwärtige Mittelnaht eingefügt
Nachnähpotential: Ja!

Verlinkt beim MeMadeMittwoch.

Lg
Nria

Mittwoch, 5. November 2025

Monochrom mit Silbersprenkel - Sweatshirt Faye von Pattydoo, die x-te

Ich habe mal wieder ein Faye-Sweatshirt von Pattydoo genäht. Ja, ich hab schon drei (und habe zusätzlich für Hana schon mehrere gemacht), aber die trage ich ausnehmend gerne und der Schnitt eignet sich einfach so gut für Reste und Halbmeterstücke!
 

Hier fing es mit einem gut abgelagerten Rest von Hana an: Sie hat 2020 einen schönen Blazer in Marmor-Optik genäht und brauchte von dem Halbmeter-Stück weißen Sweats mit silberfarbenem Sprenkelmuster von Astrokatze gerade mal einen Streifen von 7x34 cm für das Kragenbündchen. Das sieht auch sehr hübsch aus, aber der Rest lag dann dumm rum, weil der Stoff sehr speziell und schwierig zu kombinieren ist (auch eher steif durch den Metallic-Druck).
 
Dieses Jahr kam ein weiterer halber Meter dazu: Für die Storkben-Leggings meines SciFi-Outfits hatte ich mir zwei Reststücke Sommersweat in grauer Lederoptik gekauft, ebenfalls von Astrokatze, einmal 1 m und einmal 50 cm - zur Sicherheit, falls der Meter nicht reicht. Der Meter hat locker gereicht.
 

Auf die Idee, beides zu kombinieren, bin ich nicht sofort gekommen. Aber dann hatte ich ein Konzept vor Augen: Die Faye wird ja gerne im "Ombre-Look" genäht, was auch sehr schick ist - und hier bietet sich das gleich doppelt an: Weiß und Grau, dazu kann man gut Schwarz nehmen und hat die Farbabstufung. Dazu kommt dann das plastische, glänzende Muster des weißen Teils, das dezentere, matte Ton-in-Ton-Muster des Mittelteils und ein unifarbenes Oberteil.
Es ist keine Resteverwertung, es ist Schicksal!


Der weiße Teil ist nicht ganz so dehnbar und sitzt aktuell etwas eng (ich habe das Sweatshirt letzten Herbst vor der Schwangerschaft genäht). Und ich müsste die Schultern vielleicht doch mal etwas verschmälern. Ansonsten bin ich echt zufrieden! Dabei bin ich ja eigentlich gar kein Typ für Schwarz-Weiß, sondern für möglichst knallige Farben.
Vielleicht mal eine farbige Hose und bunte Kette dazu probieren ... 

Habt ihr auch einen Go-To-Schnitt für Resteverwertung? Ich kann ja nicht immer nur Fayes tragen ...
Schnittmuster: Sweatshirt Faye von Pattydoo, Gr. 42/F
Material: Bio-Sweat "LavaLook" in Weiß-Silber von Astrokatze, Bio-Sweat "LeatherLook antique steingrau" von Astrokatze, schwarzer Sweat von Swafing (alles Baumwoll-Sommersweat)
Änderungen: Ärmel um ca. 3 cm gekürzt, Bündchen auf 5 cm gekürzt, Kragen durch Rundhalsausschnitt ersetzt und mit Bündchen versehen
Nachnähpotential:
Die wievielte ist das jetzt schon ...?
Verlinkt beim MeMadeMittwoch

Lg
Nria

Dienstag, 28. Oktober 2025

Beifang-Schneeflocken - Tobin Sweater von Cashmerette

Ich bin schon lange auf der Suche nach dem perfekten Sweatshirt-Schnitt. Und ich bin ihm jetzt einen großen Schritt näher gekommen! 
 
Der Stoff hat eher mich gefunden; ich wollte ihn ursprünglich gar nicht bestellen. Das kam so: Vor gut einem Jahr habe ich bei stoffkids.at mehrere Stoffe gekauft, unter anderem einen halben Meter "Bubble-Leinen". Dieser Stoff ist zu einer interessanten Struktur vernäht, ähnlich wie beim Smoken, und ich plante einen Schal daraus. Was ich nicht bedacht hatte: Dadurch wird der Stoff natürlich viel schmaler als ursprünglich (das Volumen für die "Bubbles" muss ja irgendwo herkommen) und für einen Schal hätte das nie im Leben gereicht. 
 

Im November letzten Jahres habe ich mich also endlich dazu durchgerungen, etwas von dem Stoff nachzubestellen, dazu einen wundervollen schwarzen Jersey mit Farbverlaufs-Mandalamuster, in den ich mich spontan ein bisschen verliebt hatte.
Tja. Für diese Liebe gab es leider keine Zukunft, denn er war ausverkauft, wie mir die Inhaberin des Shops erst nach der Bestellung mitteilen konnte (die Verfügbarkeitsangaben in Onlineshops sind ja nicht immer perfekt). Meine Betrübnis war groß, aber manchmal soll es eben nicht sein. Da der Versand aus Österreich nicht so günstig ist, hätte es sich aber definitiv nicht gelohnt, nur einen halben Meter Bubble-Leinen zu bestellen (ich wollte ja einen Schal), daher habe ich meinen Warenkorb anderweitig aufgefüllt.
 

Da ich momentan immer die gleichen paar Sweatshirts trage, habe ich einen Meter Wintersweat mit Schneekristall-Druck genommen (im Vertrauen darauf, dass sich das schon stückeln lässt). Fun Fact: Durch das richtungslose Muster und die Überbreite von 1,60 m hätte ich auch ein komplettes Sweatshirt daraus machen können - mit Kombistoff gefällt mir das wilde Muster aber besser.

Um den Tobin Sweater von Cashmerette bin ich schon eine Weile herumgeschlichen und die Version mit Teilungsnaht eignet sich super für Reste, sogar ziemlich kleine. Das ist gut, weil ich nämlich haufenweise kleinere Reste habe!

Ich habe wieder Gr. 12 oben und Gr. 14 von der Taille abwärts verwendet, dazu diesmal Cup G/H.
Den Ärmel habe ich um 6 cm gekürzt und mit 2 cm gesäumt. Unten habe ich den Torso wieder um ca. 2 cm verschmälert, weil die leicht ausgestellte Form nach dem Kürzen komisch aussah.


Das Nähen ging superfix - Abnäher und Teilungsnähte brauchen natürlich ein klein wenig Zeit, aber die Teilung ist ja sehr weit oben und die Stücke sind kurz. Nicht wie die geschwungenen Nähte der Faye, die toll aussehen, bei denen man sich aber nen Wolf näht ...
Man muss nur an den Ansatzpunkten der Teilungsnaht sehr gut aufpassen, dass die Nähte exakt aufeinandertreffen. Ich markiere mir dazu auf dem Ärmel und dem Torso die Nahtzugabe, stecke dann den Ärmel ein und pieke mit einer Stecknadel an der Nahtkreuzung der Teilungsnaht exakt durch beide Lagen, so dass sie genau aufeinanderliegen. Und dann fixiere ich das Ganze mit mehr Stecknadeln - wer auf Nummer Sicher gehen will, kann auch zwei, drei Handstiche setzen.

Eine Sache finde ich sowohl von der Optik als auch vom Tragekomfort merkwürdig: Der Torso sitzt locker, aber die Armausschnitte sind sehr klein und die Ärmel eng anliegend. Das ist etwas unbequem und macht eine komische Figur! Ich werde wohl beim nächsten Mal versuchen, die Armausschnitte und Ärmel von einem anderen legeren Sweater zu übernehmen, damit die Proportionen stimmiger sind. 

Oh, und im Nachhinein hätte ich die Länge auch ein bisschen weniger kürzen können. So passt es von den Proportionen, aber als "Designlänge" bin ich inzwischen doch etwas längere Teile gewohnt.
 
Schnitt: Tobin Sweater von Cashmerette, Gr. 12/14 Cup G/H, Version mit Teilungsnaht, Rundhalsausschnitt und normalem Ärmel
Material: Bio-Wintersweat mit Schneekristallen von stoffkids.at, unifarbener Wintersweat von Westfalenstoffe (beides Baumwolle)
Änderungen: Ärmel um 6 cm gekürzt und mit Bündchen versehen, Torso um 4 cm gekürzt und mit 3 cm gesäumt
Nachnähpotential: Definitiv! Für den nächsten Sweater werde ich den Abnäher um 2,5-3 cm nach unten verschieben sowie die Armausschnitte und Ärmel anpassen.

Verlinkt bei DvD.
 
Lg
Nria

Mittwoch, 3. September 2025

Planeten und Passen - FeeFeeDesign Kleid Issy 2.0

Heute gibt es einen Beitrag, den ich schon im Frühjahr angefangen und dann irgendwie vergessen hatte - in den letzten Monaten der Schwangerschaft und jetzt mit Baby war/ist es mit Nähen etwas schwieriger. Gut, wenn man da noch ältere Teile "auf Halde" hat! 

Im Jahr 2016 habe ich schonmal das Kleid Issy von FeeFee Design genäht (im Dezember, deshalb erst 2017 gebloggt). Knappe 7,5 Jahre später habe ich den Schnitt wieder hervorgekramt, als ich mal wieder Lust auf eine schräge Passe hatte.

Ich hatte nämlich noch einen Space-Sweat von Rebecca ReckArt rumliegen, der mir als komplettes All-Over-Muster zuviel war. Eine Passe und ein Ärmel aus schwarzem Unisweat erschienen mir da sehr passend!


Was leider nicht passend war, war der Schnitt: Damals hatte ich nämlich ein paar Kilo weniger drauf und dummerweise den Schnitt in Gr. 38 ausgeschnitten - ich weiß genau, warum ich das eigentlich nie mache ...  Also alles nochmal ausgedruckt und geklebt statt schlicht die nächste Größe abzupausen.

Immerhin ist auf jeder einzelnen Seite des Schnitts aufgedruckt, zu welchem Schnittteil es gehört, und man klebt alle einzeln zusammen, so konnte ich mir zumindest nicht benötigte Teile wie die Kapuze sparen. Aus irgendeinem Grund sind die Größenlinien übrigens nicht durchgehend als verschiedene Punkt- und Strichlinien (und schon gar nicht in Farbe) gezogen, sondern teilweise einfach als schlichte schwarze Linie, was das Abpausen etwas mühsamer macht. Bei dem noch relativ simplen Schnitt geht das aber.


Das Muster enthält viele kleine runde Motive. Was hier ganz wichtig ist: Beim Schnitt den eigenen Brustpunkt einzeichnen und gut drauf achten, dass dort kein Planet landet! Runde Motive auf der Brustmitte sehen ... fragwürdig aus. Und es passiert ganz schnell, wenn man nicht aufpasst.


Es gibt nur eine Kleid- und eine Tunikalänge; ich habe selbst zur Sweatshirtlänge gekürzt. Dabei sitzt das Shirt an Bauch und Hüfte ziemlich locker, wenn man es nicht gerade während der Schwangerschaft trägt.
 

Mit der Passform bin ich nur mäßig zufrieden, auch wenn ich das Design liebe. In Zukunft werde ich wohl meinen bewährten Manuc-Sweatshirtschnitt nehmen und einfach die Passe der Issy darauf übertragen!

Schnitt: Kleid Issy von FeeFee Design, Gr. 42?
Material: Baumwoll-Wintersweat mit Galaxy-Print von Rebecca ReckArt, schwarzer Uni-Wintersweat
Änderungen: Abnäher hinzugefügt, auf Sweaterlänge gekürzt
Nachnähpotential: Nächstes Mal übertrage ich die Passe lieber auf ein gut sitzendes anderes Sweatshirt!

Verlinkt beim Me Made Mittwoch.

Lg
Nria

Donnerstag, 26. Juni 2025

Resteverwertung mit Abnäher-Rotation - Sternhimmelshirt Meine Manuc von Meine Herzenswelt mit Teilungsnähten

Die Stoffe von Rebecca ReckArt sind so schön, da muss man einfach alles von verwerten! Von meinem Starry Night-Sweatshirt ist ein größeres Stück übrig geblieben, das fast für ein ganzes weiteres Sweatshirt reichte.

Aber eben nur fast. 

Bisschen ungebügelt, aber so hübsch!

Was macht man da? Natürlich Teilungsnähte! Es war reichlich Platz für ein Rückenteil und zwei Ärmel, aber fürs Vorderteil war der verbleibende Rest dann zu schmal. Genau für den wollte ich auch das kleine Stück Baum-Bordüre nutzen, das noch da war. 

Ärmel und Rückenteil sind im richtigen Fadenlauf, das Vorderteil folgt der Bordüre. 

Zunächst mal habe ich meinen aktuellen Standard-Sweatshirtschnitt, "Meine Manuc" von "Meine Herzenswelt" rausgesucht. Der hat nämlich Abnäher! Und das Praktische an Teilungsnähten ist: Wenn man sie über den Brustpunkt verlaufen lässt, kann man die Abnäher wunderbar in die Naht rotieren, sodass man die Abnäher nicht mehr nähen muss und trotzdem eine Form entsteht.

Ich habe den Schritt fotografiert, aber dank Bleistiftlinien sieht man nur mäßig viel - wer genau hinguckt, kann schon die Form des Einsatzes erahnen!

Teilungsnaht in der Entstehungsphase. 

Dafür habe ich die Breite des Stoffrests auf den Schnitt abgepaust (natürlich unter Berücksichtigung dessen, dass ich noch Nahtzugabe brauche) und die senkrechten Linien zur Mitte hin schmal zulaufen lassen.Finde ich ansprechender, als einfach einen "Block" einzusetzen.

Ok, die Schwarztöne sind nur fast gleich, aber macht ja nichts!

Den oberen Teil der Teilungsnaht habe ich dann bis zur Abnäherspitze eingeschnitten, den Abnäher in die Naht gedreht und den Rest der Teilung auseinandergeschnitten. Als "Rahmen" für die Bordüre habe ich dann schwarzen Uni-Sweat verwendet.

Für den hinteren Teil des Sweatshirts habe ich die Sternhimmel-Bereiche ohne Baumbordüre verwendet, ist aber auch genug Muster:

Genäht war das Ganze dann schnell. Musste ja keine Abnäher machen!


Und weil ich kein zweites Shirt mit dem gleichen Motiv brauchte, hat Hana das Teil bekommen. Für mehr Zwillingslook!

Schnitt: "Meine Manuc" von Meine Herzenswelt, Gr. 42
Material: "Starry Night"-Wintersweat von Rebecca ReckArt, schwarzer Wintersweat von Swafing
Änderungen: Teilungsnaht eingefügt und die Abnäher dort hineinrotiert, um 6 cm verlängert
Nachnähpotential: Wird langsam mein Standardschnitt für Sweatshirts.

Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag

Lg
Nria 

Dienstag, 22. April 2025

Schrankleichenchallenge März 2025 - Sweatshirt Cleo von Pattydoo

Momentan habe ich ein kleines Näh-Tief. Das könnte daran liegen, dass ich gerade richtig Lust auf Sommerkleider habe, aber noch nicht weiß, welche Größe ich in ein paar Monaten tragen werde. Es gibt nämlich Neuigkeiten im Hause Mondkunst (die sich langsam auch nicht mehr so gut verstecken lassen): Wir erwarten im Sommer ein Möndchen.

Die Schrankleichenchallenge einer Facebook-Nähgruppe ist da perfekt geeignet, um einen wieder an die Maschine zu nötigen! Schließlich gibt es eine Deadline. Und jetzt hätte ich notfalls auch mal mit Kinderstoffen etwas anfangen können.
 
Jeweils zwei Tauschpartner schicken sich einen Fehlkauf zu. Ich falle immer wieder vom Hocker, wenn ich sehe, was für ... äh ... originelle Stoffe da offenbar mal gekauft wurden! Manches stammt offenbar aus Überraschungspaketen, da frage ich mich dann bloß, was der Designer sich dabei gedacht hat ...
 
 
Diesmal habe ich den einfachsten Stoff überhaupt bekommen: Unifarbenen Sweat. Eine Herausforderung ist das jetzt nicht so richtig. Der mittlere Lilaton ist zwar nicht mein bevorzugtes Beuteschema, aber da lässt sich schon was draus machen. Es freut mich auch, dass das eine Stoffart ist, die zur Jahreszeit passt - es ist etwas schade, wenn man im Spätherbst einen Sommerstoff zugeschickt kriegt und dann viele Monate warten muss, bis man das Teil tatsächlich tragen kann (und bis dahin passt man nicht mehr rein ...).

Meine Tauschpartnerin war übrigens tatsächlich so nett und hat gefragt, ob ich Kinder habe! Und dementsprechend den Stoff ausgesucht. Das finde ich wirklich toll, denn die Schrankleichen sind zwar immer Geschmackssache, aber Kinderstoffe für Erwachsene sind halt richtig schwierig.
 

Ein kleiner Haken war dabei: Die Mindestmenge beim Schrankleichentausch ist 1 Meter - es gibt auch Einschränkungen wie "keine Gardinen-, Futterstoffe o.ä."   - und mehr war es auch nicht. Für einen kompletten Sweater reicht das nicht (vielleicht für Kinderkleidung, aber wer weiß, womöglich hat das Möndchen rote Haare wie sein Papa ...).

Aber es gibt ja jede Menge Shirts mit Teilungen! Ich wollte eigentlich einen Schnitt nehmen, den ich schon habe, aber dann habe ich die Cleo von Pattydoo gesehen und hatte eine Vision!
Der Schnitt bietet eine gerundete, asymmetrische Teilung und wahlweise Kapuze oder Rundhalsausschnitt. Er sitzt etwas locker und hat überschnittene Schultern, was ich nicht so gerne mag, aber zur Passform passt. 
 

Ich hätte wirklich gern einen gemusterten Kombistoff verwendet, wollte aber nichts extra kaufen und dummerweise passten meine vorhandenen Stoffe farblich nicht oder waren zu kurz. Also wurde es doch wieder Schwarz, denn davon lag noch ein Stück im Schrank.
 
Die Größenauswahl fiel mir wegen Gewichtszunahme etwas schwer - habe mich dann für F/42 entschieden und nachträglich beim Zuschnitt an den Seiten unten 1 cm breiter auslaufen lassen, weil das Teil bei mir länger ist und meine Hüfte reinpassen muss. 
 
Der Schnitt ist wirklich erstaunlich schnell und einfach genäht! Nur beim runden Saum sollte man sehr sorgfältig vorgehen und jede Menge Stecknadeln verwenden. Ich habe allerdings statt der doppelten Seraflex-Naht eine einfache Zickzacknaht für den Saum verwendet und hoffe, dass diese Naht auch wirklich dauerhaft hält ...
 

Ärgerlicherweise hat die Maschine ausgerechnet bei dieser gut sichtbaren Naht Stiche ausgelassen. Immerhin in relativ regelmäßigen Abständen - mal gucken, ob ich wirklich Lust habe, das noch zu korrigieren.
 
Und ja, wie immer wäre eine FBA sinnvoll gewesen. Bei Sweatshirts ist mir die Passform aber nicht sehr wichtig und momentan sitzt das Teil sowieso enger als (hoffentlich) Ende des Jahres.
 
Ansonsten bin ich erstaunlich zufrieden mit dem Ergebnis! Mit normalen statt überschnittenen Schultern wäre es wirklich perfekt, und obwohl ich nicht so die Lila-Trägerin bin, gefällt mir die kontrastreiche Farbkombi. Das Teil sitzt aktuell allerdings etwas enger als von Pattydoo vorgesehen.
Für mich bisher sowohl das einfachste als auch das tragbarste Schrankleichenprojekt bisher (ok, das Pikeejerseykleid vom Sommer wurde auch schon oft getragen) bzw. das, was am meisten meinem Stil entspricht. Freue mich auf etwas wärmere Temperaturen, damit ich den Sweater ausführen kann!
 
Schnitt: Sweatshirt Cleo von Pattydoo, Gr. F (42), Version ohne Kapuze
Material: Unifarbener Baumwoll-Sommersweat
Änderungen: Schultern um 2 cm verschmälert, Ärmel um 3 cm gekürzt
Nachnähpotential: Ja! Vielleicht probiere ich mal, die Schultern auf eine "normale" Form umzubasteln.
Verlinkt bei DvD.
 
Lg
Nria

Donnerstag, 25. April 2024

Hailey-Halsausschnitt-Hack als Jacke - Sweatshirt Hailey von Pattydoo

Als das Sweatshirt Hailey von Pattydoo herauskam, war ich sofort begeistert. Ich mag die klaren Linien, die ins Muster eingebauten Taschen (ab und zu brauche ich etwas, wo ich kurz mal einen Schlüssel reinstopfen kann) und die lockere Form.

Was ich gar nicht mag, sind überschnittene Schultern, deshalb habe ich erst gezögert. Aber dann sah ich eine Sweatjacke, die jemand aus dem Schnitt gemacht hat, und wollte unbedingt auch so eine! 
 
Eine schwarze Jacke mit interessantem Schnitt zu fotografieren, ist eine Sache für sich ...

Eigentlich ist der Schnitt für Colourblocking gedacht, aber einfarbig finde ich ihn noch schöner. Ob gerade Schwarz da die beste Wahl war, darf man infrage stellen, denn die Farbe schluckt viel vom Design. Der Grund war aber simpel: Ich habe keine andere Farbe bekommen. Ich wollte nämlich nicht den normalen dünnen Wintersweat, den man momentan überall bekommt, sondern einen dickeren - und vor allem einen, der nicht zu 30% aus Polyester besteht. Das ist leider inzwischen Standard.
 
Da! Jetzt seht ihr auch mal was.

Aber ich habe mich an den d300-Sweat von dresowka.pl erinnert - immerhin nur 10% Kunstfaseranteil, außerdem sehr dick und warm. Leider waren die meisten Farben eine ganze Weile vergriffen, mit den dazu bestellten Alternativfarben war ich unzufrieden (viel zu blass für mich) und so blieb es bei Schwarz.
Paspeln wären vielleicht eine gute Möglichkeit gewesen, aber der Stoff ist wirklich dick, da wollte ich nicht noch mehr Volumen reinbringen.

Taschen finde ich super, um mal kurz Schlüssel oder Handy unterzubringen.

Was ich aber reinbringen musste, war ein Kragen: Im Schnitt ist nur eine Kapuze und ein Rundhalsausschnitt enthalten. Ich habe mich für einen Schnitt aus einer Meine Nähmode-Sonderausgabe von 2013 entschieden, ein Troyer, aus dem ich damals das Kranichshirt genäht habe. Also den Halsausschnitt dieses Schnitts an die Hailey übertragen, Kragenteil übernommen, Belege freihand angezeichnet.
 
Hier kann man die Teilungsnähte wirklich nur noch erahnen ...

 Das Nähen war dann nicht weiter wild. Ich mag ja solche Taschenkonstruktionen! Einfach gemacht, sieht gut aus, passt viel rein. Und viel weniger riskant als Paspeltaschen, bei denen man den Stoff einschneiden muss!

Offen getragen trägt sie etwas weniger auf, hihi!

Ich mag die Jacke. Durch den dicken Stoff schön warm, hat Taschen, trägt sich gut. Nur die überschnittenen Schultern, die mag ich immer noch nicht. Um darauf zu verzichten, müsste ich aber wohl einen ganz neuen Schnitt mit den gleichen Teilungsnähten zeichnen. Also lebe ich jetzt damit.
Schnitt: Hoodie "Hailey" von Pattydoo, Gr. 42/F 
Material: Dicker Wintersweat D300 in Schwarz von Dresowka.pl 
Änderungen: Ärmel um 4 cm gekürzt, Schultern um 1,5 cm verschmälert, Kragen/Ausschnitt von Sweatshirt 4 aus dem Sonderheft Meine NähMode MN013 in Gr. 40 angesetzt, vorn nicht im Bruch zugeschnitten, sondern Reißverschluss und Beleg angesetzt, Ärmel- und Saumbund auf 4 cm verkürzt
Nachnähpotential: Weiß noch nicht.

Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag.

Lg
Nria

Donnerstag, 11. April 2024

Fragwürdige Flügel - Sweatshirt Serafine von Schnittduett

Langsam frühlingt es ja vor sich hin, aber ein paar Wintersachen müsst ihr euch noch anschauen!

Ich bin einfach empfänglich für ausgefallene Schnittdetails. Die Flügel an dem Sweatshirt "Serafine" von Schnittduett sprachen mich sofort an - so etwas habe ich schon an Larpkleidung gemacht, aber gelegentlich sehe ich sie inzwischen auch an Alltagskleidung. Es kommt einfach alles wieder! Sogar Höllenfensterkleider und Bundschuhe habe ich schon gesehen, ich war verblüfft ...

Das Bild ist eigentlich ein "Outtake", aber tatsächlich sieht man hier die Flügel am besten!

Leider wurde das Label Schnittduett eingestellt, und die Torschlusspanik trieb mich endgültig zum Kauf. Ich war aber sehr unsicher, ob mir diese Art Schnitt steht, also habe ich einen sehr günstigen wollweißen Sweat gekauft und war bereit, ihn für ein tragbares Probeteil zu nutzen. Die weiße Variante des Modellfotos gefiel mir sowieso am besten! Damit hat es einen etwas futuristischen Look.

Hinten gehen die Flügel dann in eine Teilungsnaht über und reichen bis zum Saum.

Genäht war das Sweatshirt wirklich schnell! Es sind ja nicht viel mehr Teile als bei einem klassischen Sweatshirt; man muss nur die Flügel zwischen das mittlere und die seitlichen Rückenteile nähen. Das Raffen der Ärmel hat aber ein bisschen gedauert, weil der Stoff etwas steif ist und es nicht ganz so einfach funktioniert hat wie bei gewebten Stoffen. 

Hier sieht man das besonders gut!

Den Saumbund habe ich direkt verlängert - der "ballonige" Look sieht an mir ziemlich blöd aus, deshalb bevorzuge ich eine Bündchenlänge, die nur unwesentlich kürzer als der Saumumfang des Sweatshirts ist und nur für etwas Stabilität sorgt, ohne wirklich viel zu raffen. 

Von der Optik des Shirts bin ich positiv überrascht - es steht mir besser als gedacht! Das Problem: Irgendwie schränkt es die Bewegung der Arme ein. Ich habe noch nicht herausgefunden, ob der Armausschnitt zu groß (das ist am wahrscheinlichsten) oder die Form der Armkugel falsch ist, oder ob einfach der Flügel im Weg ist. Das ist ziemlich ärgerlich, auch wenn man das Shirt immerhin völlig problemlos für Schreibtischarbeit nutzen kann. 
Vielleicht kann ich probehalber den Armausschnitt verkleinern? Ich weiß aber noch nicht, ob ich große Lust auf Experimente habe.

Bei den Puffärmeln weiß ich noch nicht genau, was ich davon halten soll.

Auch die Puffärmel finde ich zwar schön, aber nicht sehr bequem. Es ist wirklich schade, weil ich den Schnitt eigentlich schick finde, aber so richtig gut konstruiert wirkt er leider auch nicht ...

Na ja. Schnitt und Stoff waren reduziert und daher günstig, den Versuch war's mir wert!

Schnitt: Pullover Serafine von Schnittduett (eingestellt), Gr. 42
Material: Baumwoll-Wintersweat
Änderungen: Ärmel um 7 cm gekürzt, Saumbund verlängert
Nachnähpotential: Nein, da leider unbequem. Es sei denn, ich kriege den Armausschnitt gerettet!
Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag.

Lg
Nria

Mittwoch, 3. April 2024

Emiliea-Sweatshirt, der zweite Versuch - "Deep Diving" in blau-orange

Ich habe einen lang gehegten Streichelstoff vernäht: Deep Diving von Nautistore. Den hat Nria im März 2020 gekauft und irgendwie ist er bei mir gelandet. Ich liebe Orange, leider steht mir die Farbe überhaupt nicht, aber als Kombifarbe zu Marineblau ist sie okay.

Nria hat bereits eine Version des Emilea-Sweatshirts von Schnittmuster Berlin genäht: Flugzeug-Emilea mit Kapuze. Das Ergebnis hat ihr ja leider nicht so gut gefallen, ich finde den Schnitt aber super, deshalb hab ich's auch mal probiert!

Damit meine Emilea diesmal kein Flop wird, habe ich erstmal analysiert, was das Problem bei Nrias Version war, und bin zum Schluss gekommen: Für uns besser kein Colourblocking an der Passe, sondern lieber Ton in Ton.

So cool ich Colourblocking finde - 1. staucht die Teilung optisch (unvorteilhaft für kleine Personen) und 2. wirkt das Sweatshirt damit sehr sportlich, was zu schlanken Figuren einfach besser passt als zu unserem eher kurvigen, weicheren Figurtyp.

Erfreulicherweise hatten wir auch noch einen farblich perfekt passenden Rest da: Einen Stepp-Sweat mit orangefarbenem Strichmuster.


Die Platzierung des Taucherglocken-Motivs hat mich Zeit gekostet, weil es etwas schräg auf den Stoff gedruckt ist - bei solchen Motiven halte ich mich nicht sklavisch an die Mitte, sondern probiere lieber etwas herum, um den optischen Schwerpunkt zu finden. Es wäre ärgerlich, wenn das Motiv genau mittig platziert wird, aber dennoch schief oder seitlich verrutscht aussieht!

Mit der Zentrierung bin ich zufrieden, leider ist mir das Motiv ein wenig zu hoch geraten. Möglicherweise habe ich die Nahtzugabe an der Oberkante vergessen, vielleicht ist mir auch das Schnittteil beim Auflegen etwas nach unten verrutscht, jedenfalls klebt ein Teil des Steuerrades etwas zu nah an der Passe. Ärgerlich, aber nicht mehr zu ändern.

Anders als Nria habe ich auch die aufgesetzte Ärmeltasche genäht. Ich war so begeistert von den zweifarbigen Reißverschlüssen, da musste ich einfach jede Verwendungsmöglichkeit mitnehmen! 

Da die Reißverschlüsse beide in Teilungsnähte eingefasst sind, ist das Sweatshirt auch ein gutes Übungsobjekt für Reißverschluss-Anfänger.

Die Schnitterstellerin hat für die beiden Reißverschluss-Taschen eine ausführliche Foto-Anleitung auf ihrem Blog, da kann eigentlich nichts schiefgehen ...

... eigentlich. Faktisch habe ich die Anleitung am Vorabend gelesen, dann am nächsten Morgen nicht mehr reingeschaut und vergessen, dass als erster Schritt die Reißverschlussenden eingefasst werden. Das ist mir dann erst beim Aufnähen der Tasche auf den Ärmel aufgefallen, also alles nochmal retour und bei Schritt 1 der Ärmeltasche anfangen.

Aber sonst kann echt nix schiefgehen!


Statt Kapuze habe ich die Bündchen-Variante für den Halsausschnitt gewählt. Vorgesehen ist ein recht breites Bündchen, was ich eher altbacken finde. Ich habe es trotzdem einmal ausprobiert und ... wie erwartet gefiel es mir überhaupt nicht. Also habe ich die Bündchenbreite halbiert und so finde ich es viel harmonischer.


Den zweiten Emilea-Versuch finde ich richtig gelungen und freue mich drauf, das Sweatshirt zu tragen - ein tolles Resteverwertungs-Projekt. Davon kann ich mir definitiv mehr Varianten vorstellen!

Eine schöne Zeit wünscht
Hana

Schnittmuster: "Emilea" von Schnittmuster Berlin, Version mit Bündchen statt Kapuze, Gr. 40
Material: Panel "Deep Diving" mit Taucher-Motiven und Blockstreifen von Nautistore, Rest Steppjersey von Nrias Mialuna-Blazer
Änderungen: Breite des Halsbündchens halbiert
Nachnähpotential: In dieser Form auf jeden Fall

 


Verlinkt beim MeMadeMittwoch.


Donnerstag, 28. März 2024

Winterliches Restefest - Sweatshirt Linnea von Sinclair Patterns

Ich habe mal wieder in der Restekiste gewühlt! Und herausgekommen ist ein winterliches Sweatshirt, das ich jetzt noch schnell bloggen muss, bevor es Frühling wird ...

Ende 2022 hat Hana ein gekauftes Croptop zu einem richtigen Sweatshirt verlängert und dafür Sweatstoffe mit Wintermotiven von dresowka.pl gekauft. Verwendet hat sie dann den mit verschiedenen Nadelbäumen - ich glaube, der andere war zur Auswahl mitbestellt? Jedenfalls wollte sie ihn nicht mehr und das Reststück vom anderen durfte ich auch haben, hurra!

Lustigerweise sieht man hier die Taschen gar nicht. Die und das zu helle Muster seht ihr später besser!

In meinem Besitz finden sich so einige Sweatshirtschnittmuster, die sich gut zur Resteverwertung eignen. Einer davon ist Linnea von Sinclair Patterns - auf der Homepage sprechen mich die unifarbenen Versionen mehr an, aber ich dachte mir, mit Muster kann man's doch auch mal probieren!
 
Ich habe Gr. M (10) genommen. Irgendwie fallen die Sweatshirts von Sinclair riesig aus! Vielleicht auch Ultra-Schmeichelgrößen?
Dafür haben sie standardmäßig Kurz- und Langgrößen in ihren Schnittmustern inkludiert! Ich finde das absolut großartig und habe diesmal sogar dran gedacht, die petite-Version statt der normalen zu drucken.
Trotzdem habe ich die Ärmel noch um 4 cm gekürzt und finde sie immer noch etwas lang - ich scheine echt kurze Ärmchen zu haben!

Hier ist die Tasche!

Vom Gebirgs-Sweat hatte ich gut einen Meter zur Verfügung, der prima für Vorder- und Rückenteil und meine gekürzten Ärmel gereicht hat. 
Aus dem Nadelbaumreststück hätte ich gern die großen Unterteilungen zugeschnitten, aber probeweise aneinandergelegt sahen die beiden Musterstoffe einfach zu wild aus! Ich habe dann einen grünen Sweat dazwischengesetzt mutmaßlich ein Reststück von einer Sweatjacke, die Hana 2011 (!) für eine Freundin genäht hat ... Die grünen Teile hinten (eins davon gestückelt) sowie die Taschenbündchen bestehen aus einem Rest vom Stanton Hoodie, weil ich dummerweise ein wirklich großes Stück vom erstgenannten Sweat ganz unten in der Kiste übersehen habe, auf das definitiv alles draufgepasst hätte. Egal, ist sowieso alles wild gepuzzelt! Ganz oben wurde ein kleines graues Reststück angesetzt, weil nichts anderes farblich passte.

... und hier erkennt man das Muster gut.

Der Tannensweat fand weiter oben in der Teilung und in den Ärmelbündchen seine Bestimmung. Ich hätte ihn auch noch für die Taschenbeutel verwenden können, aber wollte dort nicht noch mehr Muster einbringen - im Nachhinein denke ich mir, dass es doch harmonisch hätte aussehen können.
 
Ihr seht, bei uns kommt nix weg ... Fun Fact: Die weißen Taschenbeutel stammen von einem Panelstoff, bei dem Schnittmusterteile direkt auf den Stoff aufgedruckt waren. Lustigerweise war auch dieser Stoff mit Gebirgsmotiv!


Die Rückseite hat eine etwas andere Aufteilung, trotzdem ziehe ich das Shirt ständig fast falschrum an.

Bis auf die wilde Zuschnittaktion war das Ganze relativ fix genäht. Es ist sehr winterlich und flauschig!

Die Sinclair-Schnittmuster haben ziemlich viele Größen dabei, das hat nur einen Haken: Wenn man das Ganze in Schwarz-Weiß druckt (z.B. weil das beim Plottenlassen billiger ist), ist es gar nicht so einfach, das richtige Passzeichen für seine Größe zu finden ... ich öffne im Zweifelsfall einfach die farbige A0-Version im PDF-Reader und vergleiche meinen S/W-Druck damit. 
 
Weißen Bündchenstoff habe ich seltsamerweise in rauen Mengen. Wofür auch immer.

Einziges Manko für mich bei dem Shirt: Ich finde die Ärmelbündchen zu lang, ich mag kürzere mit maximal 4-5 cm Länge lieber. Mal schauen, ob ich da noch was dran rumbasteln werde.
 
Schnittmuster: Sweatshirt Linnea von Sinclair Patterns, Version mit Taschen, Gr. M (10) petite
Material: Baumwoll-Wintersweats mit Gebirge und mit Tannen von dresowka.pl, Reststücke
Änderungen: Ärmel um 4 cm gekürzt und den Schnitt möglicherweise etwas verlängert (ich habe nicht so richtig verstanden, welches die reguläre Saumlinie ist ...).
Nachnähpotential: Vorhanden. Ist aber eine Kunst, die richtige Reststück-Größe zu finden.
Lg
Nria