Sonntag, 13. Juni 2021

7 Sachen 24/2021

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

Die neue Brille aufgesetzt. Ich verrat lieber nicht, wie lange ich die alte hatte ...


Lauter Rechtecke ausgeschnitten und mit Vlieseinlagen aller Art versehen. Beim Nähen mag ich ja am liebsten, wie aus vielen einzelnen Teilen immer weniger werden und hinterher ein Ganzes!

 

Nria hat Knopflöcher gebraucht und ist daher zu Hana gefahren.


Eis geholt.


Neue Hosenschnitteile auf altem Futter verteilt.


Gasthände: Hanas Liebster hat sein neues Messer eingeweiht. Die Beilage, die es dazu gab, finden wir sehr durchdacht (er hat sie aber nicht gebraucht).


Cooles neues Washi-Tape auf D&D-Journal-Seiten geklebt.

Wir wünschen euch eine schöne neue Woche!
Hana & Nria

Donnerstag, 10. Juni 2021

Pattydoo-Knotenkleid Gloria als Trägershirt - Patternhack-Anleitung

In der Pattydoo-Gruppe auf Facebook hat neulich jemand gefragt, ob schon irgendwer das Knotenkleid Gloria als Trägertop mit Spaghettiträgern genäht hat. Hatte noch keiner. Kein Wunder, das ist auch etwas Arbeit. Woher ich das weiß? Mir ging die Frage nicht mehr aus dem Kopf und daher habe ich es einfach ausprobiert. Und wo ich grad dabei war, gibts auch gleich eine Anleitung! 


Das Kleid Gloria habe ich schon zweimal genäht - der Schnitt gefällt mir ziemlich gut! 

Für eine Trägerversion muss man aber einiges ändern. Ich habe breite Träger gemacht; über Spaghettiträger bin ich seit dem Teenageralter hinweg und meine BH-Träger sind auch viel zu breit dafür.
Ich habe grünen und schwarzen Viskosejersey verwendet. Zweifarbig aus Stoffmangelgründen! Jedenfalls eine prima Resteverwertung.

Zunächst mal: Ich empfehle, diese Abwandlung erst zu machen, wenn man schon eine normale Gloria genäht hat (egal, ob als Kleid oder gekürzt als Shirt-Version). Und besser erstmal günstigen Stoff zu verwenden ...

Außerdem ein Hinweis zur Fertigstellung: Eigentlich wollte ich das Top mit einem Beleg säumen. Leider hat sich bei der Anprobe herausgestellt, dass ich die Armausschnitte zu tief gezogen habe, sodass mein BH sichtbar war - deshalb habe ich stattdessen Schrägband verwendet (es war einfach kein Spielraum für Nahtzugabe mehr da). Bei angesetzten Trägern ist das ist problematisch, weil die Übergangsstellen sehr dick werden, ich habe dort jetzt unschöne Stoffknubbel.
Wenn man die Träger dagegen nicht ansetzt, sondern übergangslos anzeichnet (sodass die oberen Vorder- und Rückenteile aus einem Stück bestehen und zur Schulter hin einfach zu Trägern schmal zulaufen), ist das Einfassen mit Schrägband eine gute Option.

Schritt 1: Ausmessen.
Wer einen BH trägt, sollte unbedingt zuerst eine fertige Gloria anziehen und z.B. mit Stecknadeln darauf markieren, wo dessen Außenkanten verlaufen. Relevant ist, bis zu welcher Höhe mein BH-Träger-Ansatz reicht und wie breit das Körbchen an der Seite ist. Wenn die Unterwäsche rausguckt, ist das echt ärgerlich und lässt sich im Nachhinein schwer korrigieren.

Schritt 2: Vorderteil verändern.
Ich habe eine Querlinie für den Trägeransatz gezogen, Ausschnitt und Armausschnitt weiter zur Mitte verlagert und einen 3 cm breiten Träger mittig drangezeichnet.
Mein Trägeransatz wird dann gerafft, sodass er genauso breit ist wie der Träger. Sieht hübsch aus, aber man hat schon wirklich viel Stoff dort, wo die Träger angenäht werden ... Eine weitere Möglichkeit: Man spart sich das Ansatzen des Trägers und lässt das Oberteil direkt in einen schmalen Träger auslaufen.



Schritt 3: Rückenteil verändern.
Hinten habe ich einfach nur eine gerade Linie (etwa auf gleicher Höhe wie der vordere Trägeransatz außen) gezogen und ebenfalls gerade einen Träger aufgemalt.
Ja, so hat man außen eine Kante. Da ich noch nicht wusste, wo exakt der Träger hinten enden soll (um den BH zu verdecken und nicht zu rutschen), wird der rückwärtige Armausschnitt nachträglich angepasst.
Man kann das Rückenteil auch viel niedriger machen, z.B. auf Achselhöhe. Dann braucht man keinen Bogen zum Träger hin. Ich wollte aber relativ kurze Träger, damit sie weniger rutschen (das tun Träger bei meinen schmalen Schultern nämlich gerne).

Schritt 4: Ergänzende Anpassungen.
Ich habe das Einfassband für den vorderen Ausschnitt verkürzt (Achtung, es reicht jetzt natürlich nicht mehr einmal rundherum über den Halsausschnitt, sondern befindet sich nur an den beiden Vorderteilen, daher braucht man 2x das Stück vom "Zipfel" bis zum Trägeransatz!) und einen einzelnen Träger aus dem des Vorder- und des Rückenteils gemacht.
Wenn man den Träger nicht ansetzt, sollte man die Träger nicht verbinden, sondern auf der Schulter annähen. Und ausmessen, ob und wieviel man das Band für den Ausschnitt kürzen muss.

Schritt 5: Zuschnitt und Nähen.
Das Vorderteil wird wie gewohnt zusammengenäht, das Rückenteil auch, dann die Seitennähte und dem unterem Saum nähen. Jetzt die Träger fixieren - erstmal heften! Auf jeden Fall einen Stich wählen, den man leicht wieder auftrennen kann. Und dann könnt ihr das Ganze auch schon anprobieren!

Wie man sieht, habe ich für die Rückseite erstmal einen Probestoff (äh, ausgemustertes Werbe-T-Shirt) benutzt. Dort die endgültige Trägerposition festgelegt und einen neuen Armausschnitt angezeichnet.
Wenn ihr direkt den "richtigen" Stoff nehmt, verwendet dazu bitte keinen Filzstift! ;)

Schritt 6: Armausschnitte säumen.
Die Träger werden wieder entfernt und der Armausschnitt mit Jerseyschrägband eingefasst. Ich habe das Schrägband leicht gedehnt, damit es sich an der Rundung schön anlegt und nicht absteht.

Schritt 7: Rückenteil fertigstellen.
Ich habe ein Schrägband angenäht und die gerade Oberkante genauso gesäumt, wie man es bei Vorderteil der Gloria macht. Die Stellen des Trägeransatzes werden hier aber schon sehr dick - ein Beleg wäre besser gewesen.
Theoretisch kann man die Kante auch einschlagen und normal säumen, anschließend die Träger annähen - weniger dicke Stofflagen, aber der Trägeransatz ist dann eben innen sichtbar.


Schritt 8: Träger vorne annähen.
Jetzt werden die Träger vorne befestigt. Beim Raffen kommt da sehr viel Stoff zusammen, deshalb habe ich die Trägerenden lediglich versäubert, nach unten geklappt und mit ein paar Stichen an den Außenkanten fixiert, damit die Naht nicht hochklappt.

Fertig!

Sommer-Gloria!

Viel Spaß beim Nachnähen, falls ihr's auch mal versuchen wollt :)

Schnitt: Kleid "Gloria" von Pattydoo (nur als Basis), Gr. 40
Material: Grüner und schwarzer Viskosejersey
Änderungen: FBA, Raffung des unteren Teils entfernt, oben einiges gekürzt, Armausschnitt vergrößert, vorderes Oberteil gekräuselt und Träger angenäht, Oberteil mit Schrägband gesäumt
Nachnähpotential: Durchaus vorhanden.

Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag.

Lg
Nria

Dienstag, 8. Juni 2021

Mobiler Stauraum für Pinsel - Pattydoo-Rollmäppchen Daisy mit Rollenspieltouch

Neulich hatte Hanas Liebster Geburtstag und Hana merkte an, dass er ein mobiles Pinsel-Zuhause gebrauchen könnte. Fürs Anmalen von Miniaturen, nicht fürs Schminken! :D
Also habe ich mich rangesetzt. Hana hat schonmal das Rollmäppchen "Daisy" von Pattydoo genäht, eine Stiftemappe mit Vegvisir-Stickerei. Erprobte Schnittmuster sind immer gut!
 
Bunter Pinselreigen.
 
Statt Wollstoff habe ich aber simple Baumwollwebstoffe verwendet. Der blaue und der schwarze Stoff mit Pünktchen-Muster sind aus der Sprinkle-Reihe von Cotton&Steel, das schwarze Futter ist möglicherweise Ditte von Ikea und der Stoff mit Würfeln und anderem RPG-Zubehör stammt von Spoonflower - da gibt es jede Menge Rollenspiel- und D&D-Motive! Die passen auch prima, weil die zu bemalenden Miniaturen für Rollenspiel verwendet werden.
 
Aufgerollter Zustand. Der Verschluss ist einfach ein breites Gummiband.

Weil die Pinsel länger sind als die üblichen Filzstifte, musste ich den Schnitt um ca. 6 cm nach oben vergrößern. Außerdem habe ich die Länge des Stiftefachs etwa verdoppelt, das praktische Innenfach dagegen wegrationalisiert, weil Farben usw. sowieso separat aufbewahrt werden. Außerdem wäre das Fach durch die Verbreiterung zu flach geworden, weil das Volumen ja von den Seitenflügeln kommt.
Natürlich muss man beim Vergrößern der Breite daran denken, die "Klappe" mitzuverbreitern und beim Vergrößern der Höhe, ggf. das Steckfach mit zu erhöhen, damit der Inhalt nicht rausfällt.

Die Klappe schützt die Pinsel vorm Rausfallen, wenn das Mäppchen aufgerollt ist.

Die Verstärkung habe ich mir größtenteils gespart - lediglich eine Schicht Volumenvlies ist innen auf die Außenseite gewandert. 

Das Nähen war nicht allzu kompliziert; das Extrafach habe ich mir ja ebenfalls gespart. Was ein bisschen gedauert hat, ist die Aufteilung: Die Original-Aufteilung für Stifte passte nicht, also habe ich etwas herumprobiert und -gemessen, welche Breite für Pinsel geeignet ist. Einige Fächer habe ich breiter gemacht, damit auch Pinsel mit dickerem Stiel ihren Platz finden. 

Auch von der Seite hübsch.

Der Verschluss ist einfach ein Stück breites Gummiband, zum Ring geschlossen. 

Wie ihr seht, sind die Pinsel bereits eingezogen und scheinen sich sehr wohl zu fühlen!
Schnitt: Rollmäppchen "Daisy" von Pattydoo (Freebie)
Material: Patchworkstoffe mit Sprinkle-Muster von Cotton&Steel, unifarbene BW-Webware, Webware mit Würfeln von Spoonflower
Änderungen: in der Länge und Breite vergrößert, Innenfach weggelassen
Verlinkt bei DvD und Magic Crafts.
 
Lg
Nria

Sonntag, 6. Juni 2021

7 Sachen 23/2021

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

 

 Blättchen gestickt.


Blättchen vernäht - hier den Beleg an den Halsausschnitt. Ich habe gerade eine ausgeprägte Grün-Phase!


Einen Haufen Larpzeug für ein Foto zusammengesammelt.


Mangels Gummiband einen Verschluss improvisiert.


Hanas Liebstem beim Gnocchi selber Machen geholfen.


Gelesen. Der geschlechtslose Protagonist wacht jeden Tag im Körper einer anderen Person auf (buchstäblich, er hat keinen eigenen Körper). Interessante Idee!

Endlich einen neuen Bügelbrettbezug aufgezogen. Und gleich probegebügelt.

Wir wünschen euch eine schöne neue Woche!
Hana & Nria

Mittwoch, 2. Juni 2021

Per Doppeldecker in die Flopkiste - Sweatshirt Emilea von Schnittmuster Berlin

Es ist Juni, ich habe immer noch nicht meine Winterjacken in den Schrank geräumt (und zwar nicht aus Faulheit, sondern weil man sie bis vor wenigen Tagen tatsächlich noch brauchte) und deshalb gibts heute kein Sommerkleid, sondern ein flauschiges Sweatshirt ...
 
Den Stil der Bloggerin Emilea finde ich schon lange toll, und als sie in Kooperation mit Schnittmuster Berlin ihr erstes Schnittmuster, den Hoodie "Emilea", herausgebracht hat, habe ich es gleich gekauft. Besonders toll finde ich ihre Version in Weiß und Hellgrau - für mich ist die Farbkombi leider zu blass, und Kapuzen mag ich auch nicht (das finde ich manchmal etwas ärgerlich, weil es oft so toll aussieht).
 
Mit Doppeldeckern!
 
Das Sweatshirt hat diverse Teilungsnähte und zwei interessante Taschen, eine Brusttasche und eine am Ärmel. Auf letztere habe ich verzichtet, weil es mich wahnsinnig machen würde, an der Stelle schweren Extrastoff zu haben. 
 
Den Sweat mit Doppeldeckern habe ich schon länger online bewundert und dann zugegriffen, als ich ihn live in einem Laden sah. Die Suche nach einem passenden Kombistoff hat gedauert; Schwarz hätte gut zum Muster gepasst, war mir aber zu dunkel, Gelb dagegen zu knallig. Das dunkle Blau war dann der Kompromiss. Blau geht immer!

Die Teilung eignet sich gut für Reststücke.

Beim Papierschnittmuster ist eine schriftliche Anleitung enthalten, die aber kurz gehalten ist (ähnlich wie Burda-Anleitungen). Dafür gibt es auf der Homepage von Schnittmuster Berlin eine bebilderte Anleitung.
Das ist eine schöne Lösung! So kann man als erfahrene Hobbyschneiderin einfach kurz die Reihenfolge auf der Packung überfliegen und ein Anfänger kann sich alles Schritt für Schritt durchlesen.
 
Die Brusttasche ist praktisch für den Schlüssel. Oder sehr kleine Handys.

Ganz so schnell wie ein schlichtes Sweatshirt ist dieses hier natürlich nicht genäht: Gerade die Taschen brauchen ihre Zeit und auch die Teilung sorgt für Extra-Aufwand. 
Übrigens: Augen auf beim Reißverschluss-Einnähen! Ich hatte eigentlich geplant, den Zipper in der Mitte liegen zu haben, aber da hab ich wohl was verwurschtelt.

Leider bemerkte ich dann schon zwischendurch bei der Anprobe, dass ich mit diesem Hoodie wohl nicht warmwerde. So schön er ist, irgendwie ist das nicht mein Stil. Auch die Farbkombi gefiel mir nicht so richtig und das Muster mag ich offenbar auch nicht so an mir. Mist!
Es ist nicht so, dass ich den Hoodie hässlich finde, ich mag das Teil nur nicht an mir, weil es nicht zu mir passt. 

Hinten rechts kann man die Stückelung des Saumbunds erahnen, ist aber fast unsichtbar.

Fertiggenäht habe ich das Teil dann trotzdem, zum Wegwerfen fand ich den Stoff zu schade. Dafür habe ich die letzten Reste Stoff ausgenutzt, als ich nachträglich noch die Kapuze zugeschnitten habe - der Kapuzen-Mittelstreifen musste dann mit der Quer-Position vorlieb nehmen, da habe ich den Fadenlauf ignoriert. An der Stelle ist die Dehnbarkeit aber auch wirklich nicht so wichtig.
Kapuzenfreund bin ich ja so gar nicht, aber sie passt super zum Stil des Hoodies und wenn ich ihn sowieso nicht behalte, kann ich auch eine Kapuze drannähen.
Ach ja, könnte auch daran liegen, dass ich partout keinen passenden Bündchenstoff gefunden habe ...

Apropos Bündchen: Das Saumbündchen fand ich viel zu kurz. Mein Sweat ist aber auch nicht so super dehnbar. Weil ich das erst nach dem Zuschnitt bemerkt habe, habe ich beim Bündchen einfach ein Stück eingesetzt. Die Stückelung habe ich auf der gegenüberliegenden Seite zur Brusttasche positioniert, so sieht es vielleicht sogar nach Absicht aus, wobei man sie ohnehin kaum sieht :)
 
Hier kann man links unten die Saumbundnaht erahnen.

Und mein Fazit? Hübscher Hoodie, nur halt nicht für mich. An anderen finde ich diesen Schnitt aber wirklich toll.
 
Detailfotos sind immer gut.
Schnittmuster: "Emilea" von Schnittmuster Berlin, Version mit Kapuze, ohne Ärmeltasche, Gr. 40
Material: Sweat mit Flugzeugen über Elsbeth&Ich, blauer Sweat von Stoffe Hemmers
Änderungen: Saumbündchen verlängert
Nachnähpotential: Der Schnitt ist nicht schlecht, aber leider nichts für mich.
Verlinkt beim MeMadeMittwoch.

Lg
Nria

Sonntag, 30. Mai 2021

7 Sachen 22/2021

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

 

Einen Halsausschnitt eingefasst (die Rundung legt sich nach dem Bügeln hoffentlich besser, angezogen ist es auch schon schöner). Leider ist der Ring doch zu groß ...


Den Mittagessen-Teller gänzlich ungeniert auf lauter Pen&Paper-Journal-Ideensammlungs-Zetteln platziert. Und danach fleißig weiternotiert.

Mit dem "Critical Role: Pub Draw - Head Basics"-Video zeichnen geübt.

Einen lang geplanten Leinen-Jumpsuit zugeschnitten. Bin noch nicht sicher, ob der gut aussieht, aber den Stoff habe ich für 1 €/m bekommen.


Rhabarberkuchen und nicht so anspruchsvolle Lektüre konsumiert. Man kann ja nicht immer Hornblower lesen!


Sticker fürs Pen&Paper-Journal gebastelt und ausgedruckt.

Bambus aufgestempelt.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung

Freitag, 28. Mai 2021

[Schnittreview] Wie sind Schnittmuster von ... Nautistore?

Habt ihr auch längst den Überblick über die Massen an Indie-Schnittmusterherstellern verloren, die auf den Markt drängen? In unserer neuen Blogserie stellen wir verschiedene Hersteller vor und erklären euch, was ihr von dessen Schnitten erwarten könnte.

Wir fangen an mit Nautistore:

Nautistore ist ein deutscher Schnitthersteller aus Stralsund, der neben Schnittmustern auch Stoffe (fast immer mit maritimen Motiven) bedrucken lässt und Stickdateien anbietet.

Es gibt ein Ladengeschäft in Stralsund.

Stil: Sportlich, leger, figurbetont
Zielgruppe: Überwiegend Frauen, wenige Schnitte für Herren und Kinder
Größenspektrum: Damengröße 30-56
Ausgelegt auf Körpergröße: 1,68
Medium: Ausschließlich Papierschnitte, Anleitung online
Nahtzugaben: Enthalten mit 0,7 cm
Preisniveau: ~ 10 € pro Schnitt (Stand: 2021)
Erstellt von Schnittdirectricen? Ja
Lizenz: Bis zu 10 genähte Einzelstücke dürfen gewerblich verkauft werden
Webseite: www.nautistore.de


 Passform,
Größen und Stoffempfehlung:

Nautistore bietet aktuell ausschließlich Schnitte für elastische Stoffe an. Typisch für Nautistore-Schnitte sind viele Teilungsnähte sowie eine sehr figurnahe Schnittführung mit sehr engen Ärmeln. Wer es nicht ganz so eng mag, dem empfehlen wir, lieber eine Nummer größer zuzuschneiden.

Es gibt Fertigmaßtabellen, aber keine Körpermaßtabellen. Wer aktuell kein gut sitzendes vergleichbares Kleidungsstück zur Verfügung hat, steht also dumm da. Für uns ein großes Manko!

Das Größenspektrum lässt keine Wünsche offen. Der Stoffverbrauch ist für alle Schnittvarianten pro Größe angegeben und kommt in etwa hin (für meinen "Schietweer Trööje"-Pulli habe ich 1,45 m Stoff verbraucht, angegeben waren 1,65 m).

Stoffempfehlungen sind für alle Schnittteile angegeben.

Schnittteile und Übersichtlichkeit:

Die Schnittteile sind auf einen sehr festen, nicht durchscheinenden Papierbogen gedruckt, durch verschiedene Farben für die verschiedenen Größen ist der Druck sehr übersichtlich. Allerdings gibt es durch das umfangreichen Größenspektrum Dopplungen bei den Farben; hier muss man bei Markierungen und Passzeichen etwas aufpassen.

Belege sind als separate Teile ausgedruckt und nicht platzsparend auf den Torsoteilen "angeschnitten". Auch rechteckige Schnittteile wie z.B. Bündchen sind auf dem Bogen aufgedruckt (manche Firmen geben hierfür ja nur Maße an).

Knipse/Passzeichen: Die wichtigsten sind vorhanden, aber eher sparsam gesetzt.

In der Anleitung sind Auflagepläne für alle Varianten in allen Größen enthalten. Ebenso sind alle im Schnitt enthaltenen Teile sortiert nach Variante und Zweck abgebildet, zusätzlich gibt es eine Tabelle, in der alle Schnittteile aufgelistet sind mit Anzahl der Zuschnitten und Angabe, ob das Teil im Bruch zugeschnitten wird. Auch Anfänger kommen hier sicher nicht durcheinander!

Nautistore-Schnittbogen

Anleitung:

Eine Besonderheit zur Anleitung: Diese gibt es ausschließlich online im Nautistore-Shop. Kauft man direkt bei Nautistore, hat man Zugriff darauf übers Kundenkonto - kauft man den Schnitt bei einem anderen Anbieter, erhält man den Schnitt für 1 € weniger und muss die Anleitung für 1 € bei Nautistore dazu kaufen. Insgesamt zahlt man daher den gleichen Preis - besonders elegant ist die Lösung aber nicht; wer das nicht weiß, ist sicher frustriert, nochmal die Anleitung kaufen zu müssen, weil er sie nicht in den Gesamtpreis einkalkuliert (der Hinweis steht auf der Packungsrückseite, ist aber leicht zu übersehen). Einen Code bei der Anleitung - wenn auch technisch aufwändiger - hätte ich sinnvoller gefunden.

Die Anleitung ist sehr ausführlich und zu jedem Arbeitsschritt gibt es ein Foto. Hier sollte jeder Anfänger zurecht kommen. Auch eine Anleitung, wie man Schnittteile kürzt oder verlängert, ist enthalten.

Unsere Nautistore-Stücke:

Sweatjacke "DeJack": Leuchtturmjacke, Jacke "Roter Sand, Shirt-Abwandlung Palmwedelshirt
Pulli/Kleid "Schietweer Trööje": Seafarer-Sweater

Wie ist eure Meinung zu Nautistore?
Habt ihr bereits Nautistore-Schnitte (oder Nautistore-Stoffe) vernäht?

Dienstag, 25. Mai 2021

Nautistore Schietweer Trööje

Die meisten kleinen Indie-Stoffproduzenten drucken (bzw. lassen drucken) so gut wie ausschließlich auf Sommersweat - was mich ärgert, denn Sommersweat benötige ich eigentlich nur selten. Ich habe mich also sehr gefreut, als Nautistore endlich mal ein schönes Panel auf Wintersweat produziert hat!


Auch mein Schnitt ist von Nautistore, und zwar der "Schietweer Trööje": Ein Sweatshirt mit Prinzessnähten vorn und hinten, 3-teiligen Ärmeln und geschwungenem Saum.

Es gibt 3 Längenvarianten als Pulli, Longpulli (mit geradem Saum) oder Kleid, von denen ich die kürzeste gewählt habe, und neben meiner normalen Ausschnitt-Variante mit Beleg noch einen Rollkragen oder eine Kapuze.

Dank Belegen muss man sich keine Gedanken ums Säumen des geschwungenen Abschlusses machen: Mir gefällt die Saumform richtig gut! Ich habe fürs Absteppen mal den Coverlock-Stich meiner Nähmaschine ausprobiert - sieht 1:1 aus wie das Ergebnis einer Coverlock-Maschine, verbraucht allerdings sehr viel Garn (eine volle Unterfadenspule für den Saum!) und braucht ziemlich lange. Nächstes Mal nehm ich wieder den Overlock-Stich, der geht viel schneller ...


Wie üblich bei Nautistore-Schnitten habe ich eine Größe größer gewählt als üblich und die Taille nochmal eine weitere Nummer größer, weil Nautistore sehr figurnah designt und ich Kleidung lieber nicht ganz so hauteng trage. Und da der Schnitt so figurbetont sitzt, habe ich nicht wie sonst bei Pullis am Saum gekürzt, sondern die Taille an meine Taillenhöhe angepasst, bei mir mit meinen 1,60 m 3 cm nach oben.


Im Rücken enden die Prinzessnähte nicht an der Schulter, sondern an einer Passe.

Ein Wort noch zu den Ärmeln: Es gibt ein äußeres Teil und ein vorderes und hinteres Mittelteil - die Mittelteile könnt ihr aber zusammenlegen und als ein Teil ausschneiden. Die beiden Teile sind nur deshalb getrennt, damit man eine Ziernaht am Übergang zwischen innerem und äußeren Teil anbringen kann (Nautistore verwendet Ziernähte quasi immer und überall als Designelement) - wer das ohnehin nicht vorhat, kann sich hier eine Naht sparen.


Schnitt:
"Schietweer Trööje" von Nautistore, Gr. 42
Material: 1/2 Wintersweat-Panel (0,85 cm) "Seafarer" von Nautistore, 0,6 m Uni-Wintersweat
Änderungen:
Über der Taille 3 cm gekürzt (Taille nach oben versetzt), Taille auf Gr. 44 erweitert
Nachnähpotential: Definitiv vorhanden

 Verlinkt bei DvD.

Eine schöne Zeit wünscht
Hana

Sonntag, 23. Mai 2021

7 Sachen 21/2021

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

 
Eine Vorlage für ein Shadowrun-Charakterportrait ausgedruckt und abgepaust. Freihändig kann ich leider nicht so gut zeichnen ... aber wie ihr seht, wollte ich ein Kaugummi statt eines Lollis.

Eine Papierbestellung ausgepackt und über nette Goodies gefreut.

Noch mal Gloria von Pattydoo genäht. Diesmal in ziemlich experimenteller Weise.

Nach ewigen Zeiten mal wieder "Galaxy Trucker" gespielt. Musste erstmal die Regeln nachlesen.

Holo-Tabs ausgestanzt.

Einen hervorragenden Würfel-Pin an die Kappe gepinnt.


Endlich ein Schwerlastregal im Keller aufgebaut.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.