Dienstag, 29. März 2022

Komischer Knoten - Top Coralie aus der La Maison Victor 4/2020

Ich scheine neuerdings eine Schwäche für Knoten zu haben - in meinem Schrank finden sich bereits das Knotentop Gloria (Pattydoo/Patternhack) und die Knotenbluse Tine (Berlinerie).

Den geknoteten Trägern von "Coralie" aus der La Maison Victor 4/2020 konnte ich auch gleich etwas abgewinnen. Eigentlich ist der Schnitt für ein Kleid, bei dem an ein kurzes weites Oberteil ein gekräuselter Rock angesetzt wird, aber meine Stoffmenge war begrenzt.

Tja, die Passform begeistert mich jetzt nicht so.

Letztes Jahr habe ich ein Überraschungspaket von Lillestoff gekauft, war aber vom Inhalt nur mäßig begeistert. Unter anderem fand sich darin ein dünner hellblauer Jersey. Reichte mit 70 cm Länge aber nicht für das Kleid, weil die Träger sehr viel Platz einnehmen beim Zuschnitt und das Oberteil eigentlich sogar gedoppelt wird. Ich hatte einen Plan für eine Kombination mit anderem Jersey, aber keinen Kombistoff gefunden, der mir dazu gefiel.

In diesem Jahr stellte ich dann fest, dass ich ja einfach das Oberteil zum Top verlängern könnte, weil ich sowieso mehr Bedarf für lockere Tops als für Kleider habe. Gesagt, getan!

An der Puppe ist die Passform irgendwie auch nicht besser ...

Wenn man ein Oberteil komplett doppelt, ist es natürlich kein so leichtes Sommertop mehr. Hätte so auch nicht auf den Stoff gepasst. Also habe ich einfach eine gefällige Linie draufgemalt und einen Beleg draus gemacht. Die Träger-Enden der Außenteile habe ich gestückelt, fällt beim Knoten sowieso nicht auf und so passt alles viel besser auf die Stoffmenge.

Das Nähen an sich geht superfix und ist simpel, nur das Feststecken und Annähen des Belegs (wahlweise Futter, wenn man doch doppeln möchte) und ggf. das Absteppen dauert ein bisschen. Die Strecke ist halt sehr lang.

Beim Knoten bin ich mir noch nicht so sicher, ob ich das bequem finde ... man hat halt einen Stoffknubbel auf der Schulter (ohne Doppelknoten hält es nicht). Zur Not nähe ich die Träger halt mittig zusammen und mache einen einfachen Knoten, der durch die Naht fixiert wird.

Beim Anprobieren stellte sich auch heraus: Hier wäre eine FBA dringend notwendig gewesen. Mit ein wenig Augenzudrücken komme ich bei manchen Shirts drumherum, aber dieser Jersey ist nicht sehr elastisch; die Zugfalten sind doch recht sichtbar und durch die fehlende Weite staut sich das Top oberhalb der Brust und es steht an den Armausschnitten ab.

Passformprobleme!

Änderungen wären so halbwegs möglich (wirklich gut aber nicht, denn mehr Stoff herbeizaubern geht ja schlecht), aber aufwändig. Mal gucken, obs für zu Hause reicht oder ob das Top zum Probestoffhaufen wandert ...

Schnitt: Kleid "Coralie" aus der LA Maison Victor 4/2020, Gr. 40
Material: Bio-Baumwolljersey von Lillestoff
Änderungen: Top verlängert, Rockteil weggelassen, Beleg statt gedoppeltem Top
Nachnähpotential: Nicht unbedingt.

Verlinkt bei DvD.

Lg
Nria

Sonntag, 27. März 2022

7 Sachen 13/2022

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

 
Pen&Paper gespielt, endlich wieder vor Ort.


Hackschnecken gegessen.

Kiepe ausgemessen.

Gelocht.


Das Flagellanten-Selbstgeißelungs-Peitschen-Requisit aus dem Larpschrank unauffällig um zwei Schnüre erleichtert (brauchte Lederbänder).


Ein etwas älteres Buch gelesen.


Fröhlich Schnittmuster gemixt.

Wir wünschen euch eine schöne neue Woche!
Hana & Nria   

Dienstag, 22. März 2022

Meine Bergwelle - Adventskalendertasche 2021 "Bugwelle" von Farbenmix

Auch 2021 gab es wieder eine Adventskalendertasche von Farbenmix!

Farbenmix veröffentlicht seit 10 Jahren im Advent täglich einen Teil einer Taschenanleitung und am Ende hat man eine vollständige Tasche genäht und kann das Ebook meist bis Ende Dezember kostenlos komplett herunterladen, danach ist es käuflich zu erwerben. 

Sehr maritim ist meine "Bugwelle" nicht ...

Ich habe schon oft mitgemacht - mittlerweile schaue ich mir erst ein paar Tage an, wohin die Reise geht, bevor ich eine für mich unbrauchbare Tasche produziere.

Folgende Taschen konnte man in den letzten Jahren nähen:

2011 - Alle(s)Zusammen (ich habe eine Elchtasche genäht)
2013 - Skippy (nach dem Pausenjahr 2012 habe ich damals übersehen, dass es weiterging - diesen Schnitt besitze ich nicht)
2014 - Stoffschätzchen ( ich habe eine rote Jeanstasche mit Handarbeitsmotiv genäht)
2015 - Fünf-Fach-Organizer (ich habe - erst 2020 - einen grünschwarzen Organizer genäht)
2016 - PacksEin
2017 - Strandläufer
2018 - MixMich (ich habe eine Mass Effect-P&P-Tasche genäht)
2019 - Marisa (ich habe eine Star Trek-Tasche genäht)
2020 - Just Be (ich habe eine Mittelerde-Tasche genäht)
2021 - Bugwelle: Bergtasche

Zu meiner Freude ging Farbenmix in den letzten Jahren weg von den früheren Riesentaschen, die für meinen Alltag zu groß sind. Und nachdem ich einige Nerdtaschen genäht hatte, brauchte ich diesmal eine neutralere Alltagstasche (meine gekaufte schlichte Ledertasche ist den Weg alles Irdischen gegangen ...).

Ich mag die leicht bauchige Seitenansicht!

Die Bugwelle ist quadratisch mit abgerundeten Ecken, dafür recht tief und hat ein leicht plastisch eingenähtes Vorderfach.

Weil ich schon länger gern eine braune Tasche wollte und bei Snaply mal eine Art Kunstleder bestellt hatte (leider habe ich erst nachträglich gesehen, dass es quasi ein Kunstlederjersey ist ...), war der Außenstoff schnell gefunden. Ganz so farblose Sachen gefallen mir nicht, daher steckt innen ein Canvas-Tischläufer in Türkis mit unregelmäßigen weißen Punkten, der irgendwie den Weg in meinen Stoffschrank gefunden hat. Nun ist er ein Taschenfutter, das hat er jetzt davon.

Fröhliches Punktefutter! Und Innentasche.

Ich habe erst im neuen Jahr angefangen zu nähen, weil ich ewig nach einem passenden Aufnäher gesucht habe. Ohne wars mir zu schlicht und der Aufnäher, der bei den diesmal angebotenen Nähpaketen enthalten war, ist leider nicht zu erwerben. Was aber irgendwie auch sonst nirgends zu erwerben war, sind (erwachsene) Aufnäher in passender Größe ... 

Einige Applikationen hatte ich vorrätig, aber die waren entweder nerdig oder hätten der Tasche einen zu mädchenhaften Look gegeben. Schließlich habe ich einen Reflektoraufnäher mit schlichtem Bergmotiv gekauft. Der war im Durchmesser zu klein, aber da sich in meinen Vorräten noch ein einsamer Leder-Ellbogenflicken fand (was auch immer mit dem zweiten passiert ist), wurde selbiger kurzerhand als Applikationsunterlage zweckentfremdet. 

Dankbarerweise war der Patch vorgelocht und ließ sich auch gut per Maschine aufnähen.

Den Außenstoff habe ich mit Volumenvlies (H 630) verstärkt, das Futter mit Bügeleinlage (H 250). Gerade bei Volumenvlies dauert das Aufbügeln ewig, aber immerhin ist das eine recht kleine Tasche. Bei meiner Reisetasche habe ich buchstäblich Stunden gebraucht ...

Vorm Loslegen habe ich mich eine Weile gedrückt, weil die Vorderseite so kompliziert aussah. Da hätte das tägliche Mitnähen im Advent schon Vorteile gehabt!
War dann aber gar nicht so wild. Reißverschlüsse in Kurven einzunähen ist halt immer so eine Sache, vor allem in Kombination mit dem durchs Vlies recht dicken Material, aber es lief dann ganz gut. Das seltsame Stretchkunstleder hatte immerhin den Vorzug, dass Fehlstiche im Gegensatz zu "richtigem" Kunstleder nicht sichtbar bleiben!
Die Anleitung führt einen gut durch den ganzen Prozess, auch wenn mich die Länge erstmal abgeschreckt hatte.

Beim hinteren Fach gucken die Punkte lustig raus!

Nach der Vordertasche ging der Rest wie von selbst; das habe ich bei den letztjährigen Taschen ja auch schon zur Genüge geübt. Nur das Annähen der letzten inneren Taschenteile ist immer eine Tortur, weil die sperrigen verstärkten Außenteile schon in Form genäht wurden und beim Annähen ziemlich im Weg sind.
Ich war schon ganz dankbar, dass mein Kunstleder sehr weich war und nur durchs Vlies voluminös. Mit einem starren Stoff macht das Ganze vermutlich weniger Spaß ...

Ich war skeptisch, ob das Patch-Echtleder zum Kunstleder komisch wirkt, aber es passt ganz gut.

Ein paar kleine Änderungen habe ich vorgenommen: Das hintere Taschenfach wird eigentlich mit der ganzen Tasche gedoppelt, aber so ein riesiges Fach brauchte ich nicht, also habe ich ein kleineres rechteckiges eingesetzt. Im hinteren Futter habe ich noch eins genäht - und dann die Tasche durch eine Wendeöffnung in ebendiesem Fach gewendet (Achtung, dafür müssen der Reißverschluss des Fachs und der Haupttasche offen sein!). Funktioniert prima und ich finde das viel einfacher, als die Tasche durch eine Wendeöffnung im Futter zu wenden: Durch die Rundung könnte man nämlich nur eine eher kleine Öffnung lassen; die Reißverschluss-Innentasche dagegen hatte eine breitere gerade Fläche, durch die sich die Tasche locker wenden ließ. Dazu kommt: Eine Wendeöffnung in einem Innenfach ist wirklich unsichtbar, auch wenn man in die Tasche hineinschaut.
Und das Steckfach vorn in der Tasche habe ich in der Höhe etwas gekürzt, damit ich mein Handy leichter rausnehmen kann.

Einblick ins Vorderfach. Da passt gar nicht so wenig rein!

Durch das knifflige Nähen der Hauptteile an den Seitenstreifen ist mein Futter ein bisschen zu groß (es wird ja nach dem Oberstoff angenäht und weil man nicht mehr an alle Stellen so gut rankommt, habe ich wohl nicht überall 1 cm Nahtzugabe erwischt). Aber ich denke, damit komme ich klar.

Insgesamt habe ich etwa einen Tag für die Tasche gebraucht. Die Anleitungen von Hansedelli finde ich mittlerweile zwar besser (die sind einfach unübertroffen gut und unbedingt zu empfehlen), aber das Design ist schon schön (und obwohl schlicht, dann doch nicht so alltäglich), daher könnte ich mir vorstellen, noch eine zweite zu nähen. 

Schnitt: "Bugwelle" von Farbenmix
Material: Stretch-Kunstleder von Snaply (verstärkt mit Volumenvlies H 630), Tischläufer aus Canvas als Futter (verstärkt mit Bügeleinlage H 250),  Aufbügelpatch von Elvelyckan, Lederflicken
Änderungen: Hinteres Reißverschlussfach verkleinert, Reißverschluss-Innentasche hinzugefügt (und durch selbige gewendet), Einsteckfach etwas gekürzt
Nachnähpotential: Vorhanden!

Verlinkt bei DvD.

Lg
Nria

Sonntag, 20. März 2022

7 Sachen 12/2022

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

Quasi das ganze Wochenende auf der Larp:machen-Online-Konferenz teilgenommen und Notizen gemacht.

 


Den seit vielen Monaten vermissten schwarzen Würfel im (defekten) Drucker wiedergefunden. Ich hatte alles abgesucht und mich wirklich gewundert, wo dieser Würfel bloß hin ist ...


Noch schnell ein Nachtschränkchen zusammengebaut ...


... und die Schubladen eingesetzt.


Noch nicht ganz fertig - es soll noch ein Brett drunter, damit ich Rollen drunterschrauben kann, aber das muss ich noch zuschneiden. Immerhin sind schon die Linien aufgezeichnet.


Wenigstens ein bisschen bewegt dieses Wochenende.

Eine sehr besondere Art Rollenspiel ausprobiert: In "Alice is missing" stellt man eine Gruppe Teenager dar, die ihre verschwundene Freundin suchen und ausschließlich per Chat kommunizieren. Idealerweise spielt man per Handy, aber ich war selbst als Teenie miserabel im Tippen am Handy, daher war PC angesagt :D

Wir wünschen euch eine schöne neue Woche!
Hana & Nria  

 


Donnerstag, 17. März 2022

Tannenzweige-Shirt - Ava Adore von Schwalbenliebe

Hana hat sich ein Stehkragen-Shirt mit Winterlandschaft genäht und ich wollte auch eins! 

Ohne Winterlandschaft, dafür mit Tannenzweigen. Der Sommersweat "Fir Twigs II" ist von Rebecca ReckArt. Ich hatte aus unerfindlichen Gründen 1,50 m gekauft (obwohl ich genau dieses Shirt geplant hatte), bin dann aber doch mit 75 cm ausgekommen ...
 
Jaa, ok, der tiefere Ausschnitt macht etwas mehr her als mein höherer ... gibts dann im Sommer.

Weil ich von Hana gelernt habe, habe ich die Taillierung so ziemlich rausgenommen. Die war ziemlich ausgeprägt und das passt nicht zu meinem ausgeprägten Bäuchlein :D

Was ich aber übernommen habe, ist der um 5 cm höhergezogene Ausschnitt. Ich bin, was tiefe Ausschnitte angeht, sowieso ziemlich kälteempfindlich, und das hier wird eher ein Wintershirt. Sieht sicher super mit schwarzer Sweatjacke aus!
 
Untailliert ist es mehr ein Wohlfühlshirt!

Dankbarerweise muss man bei dem wilden Muster wirklich nicht drauf achten, dass das Muster an den Seiten passt. Einfach ignorieren und fröhlich drauflosschneiden!

Das Nähen geht verblüffend schnell - der Stehkragen ist halt direkt angeschnitten. Nur vorm Aufbügeln der Vlieseline auf die Belege drücke ich mich immer ewig ...
 
Hihi, mit dem Stehkragen hab ich von hinten keinen Hals mehr! :D

Im Gegensatz zu Hana habe ich die Belegkante abgesteppt (mit Geradstich). Das nächste Mal würde ich für den verkleinerten Ausschnitt eher den blitzförmigen Stretchstich nehmen oder Zickzack - mein Kopf passt jetzt so gerade eben durch den Ausschnitt! 
 
Ist aber schön warm.

Die Ärmel habe ich auf die halbe Länge gekürzt. Falls ich eine Sweatjacke drüberziehe, finde ich lange Ärmel dabei lästig.

Jetzt bräuchte ich eine locker sitzende schwarze Sweatjacke ...

Schöner Stoff, schöner Schnitt, schnell genäht und zufrieden. Was will man mehr!
 
Schnitt: Ava Adore von Schwalbenliebe, Gr. 40
Material: Baumwoll-Sommersweat "Fir Twigs II" von Rebecca ReckArt 
Änderungen: Taille relativ begradigt, Ausschnitt 5 cm nach oben versetzt, Ärmel gekürzt
Nachnähpotential: Durchaus vorhanden - vielleicht eine Sommerversion mit tieferem Ausschnitt?

Lg
Nria

Dienstag, 15. März 2022

Was vom Februar übrig blieb

Hana war auf einem Con (Histo-Adelscon in schöner kleiner Runde), Nria war im Schwarzwald.

Link-Tipps im Februar:

Aussicht aus dem JuHe-Zimmer auf Burg Steinegg bei Pforzheim

Für uns selbst genäht im Februar:
Tuba-Sweater
Grüne Leather Gradient-Shorts
Tannenzweigshirt Ava Adore
Vogelbluse (vom Januar)

Angefangene Projekte:
Frostknöl-Jacke mit Pünktchen

Neue Schnittmuster, Anleitungshefte und Bücher:
Burda Style 11/2014

Burda Style 03/2017


Stoff gekauft: Nria: 0,7 m, Hana: 3 m
Nria: 0,7 m Entlein-Jersey, 1 m Fischgrät-Jeansoptik-Sweat
Hana: 1 m Tautropfenblätter-Sommersweat, 1 m Fischgrät-Jeansoptik-Sweat, 1 m blauer Jeansoptik-Sweat
Stoff vernäht: Nria: 2,15 m
Nria: 1,4 m Sommersweat mit Pünktchen, 0,75 m Fir Twigs-Sommersweat
Knöpfe vernäht: 7 (Vogelbluse)

Wir freuen uns im März auf:
Hana hat endlich mal wieder eine Pen&Paper-Runde im Wohnzimmer statt nur auf dem Bildschirm. Hurra! Und die Eisdielen machen wieder auf ...

Sonntag, 13. März 2022

7 Sachen 11/2022

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

 Zusammen mit dem Liebsten das Balkongeländer gestrichen.

Kreppband abgezogen und übers schöne Geländer gefreut.
Jetzt, wo das Geländer wieder schön ist, sehen die Platten irgendwie auch aus, als ob sie nen Anstrich brauchen ...

Eine lustige Schokoladentafel in Eierform in Stückchen gebrochen.

 

 Schöne bunte Deckenschirmchen im China-Restaurant fotografiert.

Zweite Runde beim Dessertbuffet geholt, die gebackenen Bananen hatte ich da schon. Für die restlichen 2 Sorten Kuchen, Puddings und ca. 11 von den ca. 12 Sorten Eis war ich dann doch zu satt!

Zum Abschluss noch Chinesischen Duftblütenwein getrunken, der klang so interessant - war ehrlich gesagt aber nicht so mein Fall.

Unterdessen bei Nria: Hübsche Folien auf die Nägel geklebt. Sonst nix gemacht :D
(Die Folien von "Colour Flash" bestehen aus echtem Nagellack und sind teuer, halten aber hervorragend und lassen sich zum Entfernen einfach mit Nagellackentferner ablackieren)

Wir wünschen euch eine schöne neue Woche!
Hana & Nria  




Donnerstag, 10. März 2022

Schrankleichenchallenge mit Rippjersey - Jaeckchen Pearl aus der Ottobre 2/2012

In einer meiner Näh-Facebookgruppen gibt es regelmäßig die Schrankleichenchallenge: Man meldet sich an, kriegt einen Partner zugelost, schickt sich gegenseitig einen Stoff-Fehlkauf (mindestens 1 m) zu und näht innerhalb von 2 Wochen was draus. 


Man kann dabei Glück haben oder Pech - manche schicken richtig tolle Stoffe weg, andere ausgesuchte Scheußlichkeiten. Es ist halt alles Geschmackssach!
Ich habe diesmal auch mitgemacht ... und hatte so mittelviel Glück: Bei mir kam ein hellgrauer Rippjersey mit vielfarbigen Streifen u.a. in Neontönen an. Ich spüre 80er-Vibes! Der Stoff war bei meiner Tauschpartnerin wohl in einem Näh-Adventskalender enthalten. Ich weiß schon, warum ich sowas nicht kaufe ;) Helle Töne (insbesondere Hellgrau) stehen mir leider meist so gar nicht, aber zur Not kann ich später versuchen, das Teil einzufärben.
Aber immerhin besser als komische Polyesterstoffe mit Blumendruck, die bei anderen Leuten angekommen sind!
 
Ohjeohje ...
 
Ich habe mich dann aufgemacht, um in meiner Ottobresammlung ein schräges Schnittmuster für den schrägen Stoff zu finden: Gelandet bin ich dann bei einem gar nicht so schrägen Schnitt, dem Jersey-Cardigan "Pearl" aus der Ottobre 2/2012. Er ist verschlusslos und hat eine zipfelige Front. Ein simpler Schnitt, der für den Stoff gut geeignet ist, denn selbiger ist so weich und flutschig, dass ich für komplexere Sachen wenig Chancen sehe ...


Es war aber ein Zeichen: Der Stoff war knapp über 1 m lang und hat ganz exakt ausgereicht! Wie man hier sieht, hätte ich aber auf die Nahtzugabe verzichten müssen, also habe ich das Rückenteil umgedreht. Eigentlich bei diesem Stoff nicht sinnvoll, weil die Streifen nicht symmetrisch angeordnet sind, das Muster also dann auf dem Rücken "kopfsteht", aber das dürfte wirklich niemandem auffallen.


Der Stoff war etwas schief abgeschnitten, was ich aber auf Anhieb nicht gesehen habe. Daher habe ich zunächst nicht darauf geachtet, die Streifen exakt aufeinanderzulegen und auf der Rückseite verlaufen die Streifen dadurch etwas schräg. Beim Vorderteil ists durch die Stoffmassen eh wurscht und bei den Ärmeln habe ich das dann korrigiert! Einlagiger Zuschnitt wäre wie so oft eine bessere Idee gewesen ;)
 

Die Halsausschnittkante wird hinten mit einem Jerseystreifen versäubert, die übrigen Säume werden eingeschlagen. Verwirrenderweise ist bei Ottobre die Saumzugabe enthalten, nicht aber die Nahtzugabe!
Die Ärmel sind ursprünglich gedoppelt (also an der Unterkante gespiegelt zugeschnitten), aber dafür hätte a) mein Stoff nicht gereicht und ich fand ihn b) auch zu dick dafür. Also habe ich sie normal zugeschnitten und gesäumt.

Zum Schluss habe ich mit ein paar Handstichen die beigelegten Häkelblumen aufgenäht.
 
 
Die Jacke war wirklich ein superschnelles Projekt, ich habe inklusive Zuschnitt keine 2 Stunden gebraucht. Aber hat es sich gelohnt?


Ich fürchte, das ist einer dieser Schnitte, für die man flachbrüstig sein muss ... bei mir steht das Ganze eher zeltartig ab und trägt auf. Alles, was untailliert ist, ist für mich etwas problematisch ... Ich hatte überlegt, den Stoff überzufärben, wenn der Schnitt was wird; möglicherweise probiere ich das noch, wenn ich mal was in Schwarz einfärbe. Ansonsten wandert das Teil halt in die Ex-Probeteilkiste, um sich in kleinere Probeteile zu verwandeln :)
Schnitt: Jerseyjäckchen "Pearl", Mod. 9 aus der Ottobre 2/2012, Gr. 42
Material: gestreifter Rippjersey
Änderungen: keine
Nachnähpotential: nope

Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag.

Lg
Nria

Montag, 7. März 2022

7 Sachen 10/2022

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


"Kitchen Rush" gespielt. Sehr ansprechende Essens-Pöppelchen!


Nach all der Brettspiel-Kocherei immerhin noch nen Salat gemacht.

Stoffe im Stoffregal neu gefaltet und sortiert.


Ein Adventure namens "Gaslight City" gespielt.


Balkongeländer zum Streichen abgeklebt.


Jede Menge Wäsche gewaschen.

Neue CD eingelegt.

Wir wünschen euch eine schöne neue Woche!
Hana & Nria