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Dienstag, 27. September 2022

Bärige Börse - Miniportemonnaie "Kleinkram" von shesmile

 Fürs Tauschpaket im Nähkromantenforum habe ich eine kleine flache Geldbörse genäht.

Ich mag den Außenstoff einfach!

Der Schnitt "Kleinkram" von shesmile war mal im Ebookmacher-Adventskalender, glaube ich ...

Aufgeklappt ist das Teil gar nicht so klein. Es enthält mehrere Kartensteckfächer, ein Reißverschlussfach, aber keine separaten langen Fächer für Scheine. Die müssen also gefaltet untergebracht werden.

Das Nötigste passt rein - dafür ist die Geldbörse relativ platzsparend.

Als Außenstoff habe ich einen kleinen Stoffschatz verwendet - ich liebe das Motiv mit Tannen und Bären! Stilisierte Muster gefallen mir ja sowieso.
Kombiniert habe ich es mit viel Uni-Blau, Restchen vom Wasser-Fotodruck von Buttinette und sowie einem schwarzen Reißverschluss und grauer Paspel.

Okay, die Paspel ist eigentlich gar keine, sondern die Unterseite des Reißverschlussfachs ist etwas zu groß geraten, sodass ich sie etwas vorstehend festgenäht habe. Passt aber sehr gut, finde ich!

Oberseite. Die Position für den Druckknopf habe ich erst verbaselt ...

Für eine Geldbörse ist das Ganze relativ schnell genäht. Es hilft aber, wenn man schonmal Portemonnaies genäht und das Grundprinzip dahinter verstanden hat.

Ich bin relativ zufrieden - aber es ist erst mein drittes Portemonnaie und ich erhoffe mir etwas mehr Perfektion bei weiteren!


 

Schnittmuster: Minigeldbörse "Kleinkram" von shesmile
Material: Baumwollstoffe. Wasserprint von buttinette, beim Rest weiß ichs nicht mehr.
Verlinkt bei DvD.

Lg
Nria

Dienstag, 17. Mai 2022

Herbstlicher Kreuzstich - Besticktes Fuchstäschchen

Letztes Jahr habe ich mir ein Readly-Abo gegönnt (dort kann man für einen monatlichen Betrag viele Zeitschriften lesen). Beim Stöbern habe ich begeistert festgestellt, dass es auch viele Handarbeitszeitschriften gibt – unter anderem für Kreuzstich. International ist die Auswahl natürlich größer (inkl. toller Halloween-Specials!), und besonders im Cross Stitcher gefällt mir so einiges. Hier habe ich mir aus der Ausgabe Oktober 2021 einen Fuchs im Winterschlaf ausgesucht. Unter dem Titel „Wake me up in Spring“ gibt es außerdem noch einen Dachs, einen Igel und ein Reh, aber der Fuchs war am niedlichsten. Gedacht sind die Motive eigentlich für Postkarten, aber ich finde, dass sie auch die perfekte Größe für kleine Täschchen haben.

Das Füchslein schläft jetzt auf Hanas Pinseln. Die haben ja auch flauschige Enden!

Besonders gut finde ich, dass direkt die Stickzeit dabei steht. Klar, das kann je nach Person abweichen, aber eine ungefähre Einschätzung hilft doch sehr! Ich erinnere mich an ein Motiv, das ich für einen Swap gemacht habe und an dem ich dann überraschenderweise 40 Stunden gesessen habe …

Die eher zarten Farben habe ich durch kräftigere ersetzt. Pastell liegt mir einfach nicht!

Statt Weiß habe ich mir einen grünen Untergrund gesucht (12-fädiges Leinen) und dementsprechend auch den Schatten durch einen Grünton ersetzt; das ursprüngliche Grau hätte da nicht so viel Sinn ergeben.

Rohfuchs ohne Linien. Ich bin jedes Mal verblüfft, WIE viel Unterschied die Umrandung macht!

Ich sticke ja sehr gerne mit digitalen Vorlagen. So kann ich am PC/Laptop sitzen und habe die Vorlage aufrecht und gut beleuchtet vor mir. Ich öffne sie in Paint und kann so bequem mit farbigen Punkten markieren, welche Kreuzchen ich schon gestickt habe. 

Angegeben waren 8 Stunden Stickzeit und ich glaube, damit bin ich auch hingekommen.

Irgendwo müssen die Fadenenden ja hin ... und Spannstiche für Details lassen sich nicht vermeiden.

Auf der Rückseite habe ich wieder nur vertikale Stiche - und immer noch keine gute Lösung für die Fadenenden gefunden.

Der Blätterstoff innen passt gut zum Motiv!

Dann habe ich mir ein paar Stoffreste geschnappt und ein simples Täschchen draus genäht. Das ging viel schneller als die ganze Stickerei!

Schwierig zu fotografierender Fuchs in etwas näher!

Und dann landete der Fuchs samt Täschchen in Hanas Adventskalender. Ich glaube, sie mag ihn.

Verlinkt bei DvD.

Lg
Nria


Dienstag, 11. Januar 2022

Fledermäuse auf Tour - Handtasche "MiniaT(o)ur" von min ziari

Es wurde wieder gewichtelt im Nähkromantenforum! Ich habe mir den Wunsch nach einer kleinen Tasche geschnappt; bei den Vorlieben stand: Schwarz und typische Gothic-Muster. Mit Totenköpfen kann ich nicht so viel anfangen, aber ich bin ein großer Fledermausfreund und hatte noch einen schönen Stoff mit grauen Wolken, Mond und Fledermäusen vorrätig. Und natürlich schwarze Stoffreste en masse.
 
Mit Mondeffekt!

Auf meinem Rechner lag seit anderthalb Jahren das Täschchen "MiniaT(o)ur" vom Label mīn ziarī (ein sympathischer althochdeutscher Name, der "meine Zierde" bedeutet, da freut sich das Germanistenherz :D). Offenbar mal im Sale gekauft, weil so niedlich, auch wenn ich kleine Taschen bisher meist einfach selbst konstruiert habe ...
Jedenfalls liegt der Schnitt in zwei verschiedenen Größen bei und ich glaube, ich habe die kleinere verwendet.
 
Von oben. Ich habe einen schönen griffigen Zipper aufgezogen.

Außen habe ich einen schwarzen Köper verwendet, innen einen Patchworkstoff mit Fledermäusen in Dunkelgrau.
Außerdem habe ich eine kreisrunde Negativ-Applikation hinzugefügt - der Mond-Effekt war gar nicht beabsichtigt; eigentlich sind das Wolken mit Fledermäusen davor :D

Blick in die Tasche: Ein bisschen kann man die Fledermäuse sehen!

Innen gibt es nur ein Steckfach und ein bisschen Gewurschtel ... ich finde es gar nicht so einfach, Rundungen mit festen Stoffen zu nähen! Aber ist ja nur innen ;)

 Mit der Anleitung bin ich im Großen und Ganzen gut klargekommen. Ich mag die durchdachte Aufhängung für die D-Ringe! Was mich aber ein bisschen gestört hat: Beim Reißverschluss ist nur die Raupenbreite angegeben, die ist aber völlig egal. Viel wichtiger wäre es, die Gesamtbreite anzugeben! Ein schmaler Reißverschluss mit breiter Raupe passt ja trotzdem nicht besser zwischen die Endstücke ..

So soll das aber nicht aussehen ...

Für die Negativ-Applikation habe ich zwei Anläufe gebraucht. Ich verstürze die Form gern mit Vlieseline, so bleibt sie schön dünn, und nähe dann den Stoff drunter. Beim ersten Versuch habe ich aber nicht gut genug drauf geachtet, den unterlegten Stoff straffzuziehen - das Ergebnis seht ihr beim Bild oben: Unschöne Stoffwülste. Ich hab dann nochmal getrennt ... jetzt siehts besser aus :)

Ansonsten war das kleine Täschchen relativ schnell genäht und die Empfängerin hat sich sehr gefreut!
Schnitt: Tasche "MiniaT(o)ur" von mīn ziarī, kleine Version
Material: schwarzer Canvas, Patchworkstoff mit Fledermäusen von Buttinette
Änderungen: Cutoutmotiv hinzugefügt
Nachnähpotential: Vorhanden! Vielleicht für mich die größere Version.
Verlinkt bei DvD.

Lg
Nria

Dienstag, 23. November 2021

Flauschige Füllungen - selbstgenähte Adventskalender-Inhalte

Für den letztjährigen Adventskalender-Swap im Nähkromanten-Forum habe ich einige Kleinigkeiten genäht - für die gibt es hier einen Sammelpost als Füllungs-Inspiration für eure Adventskalender - vielleicht fehlt euch ja auch noch eine Idee für ein kleines Nikolaus- oder Weihnachtsgeschenk?


Einen Oktoputz habe ich ja schon öfter genäht, daher kein Detailfoto - wenn der euch interessiert, schaut euch mal die vorherigen Versionen an.

Nach einem Stirnband-Schnitt mit Ohrenklappen habe ich ja lange gesucht - geworden ist es einfach der untere Teil der Ohrenklappen-Mütze (Freebook von Schnabelina). Oberen Teil weglassen, fertig ist das prima Stirnband!

Das Utensilo von Pattydoo hat mich wegen der praktischen Unterteilung schon länger angelacht - so ganz gelungen ist es aber nicht, ich habe das Gefühl, der Zwischensteg ist mir etwas zu kurz geraten? Beim nächsten Mal werde ich vielleicht etwas mit der Größe rumprobieren ... vielleicht ist aber auch eine Verstärkung des Futterstoffs notwendig und macht es besser.
Der Außen-Schriftzug ist per Negativ-Applikation aufgebracht und natürlich ein Zitat aus "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams ...

... und ein nettes Zitat aus dem Buch habe ich auch innen mit dem Schriftprogramm der Nähmaschine aufgestickt.
Komplett lautet das Zitat:
"In the beginning, the universe was created. This has made a lot of people very angry and has been widely considered a bad move."


Ein Paar Jersey-Stulpen - im Prinzip nur zwei Schläuche, die sich zur Handfläche und zum Unterarm hin erweitern. Ich habe sie zweifarbig genäht und auf den Übergang per Hand jeweils einen 4er-Flechtzopf aus dünnen Jerseystreifen gesetzt (4er-Zöpfe finde ich in zweifarbiger Flechtung harmonischer als 3er-Zöpfe, weil die Farben dann gleichmäßig verteilt sind).

Das Nadelkissen könnte auch auch bekannt vorkommen, so eins habe ich 2018 schonmal genäht. Mit Sternen-Muster gefällt es mir aber auch besonders gut!
Das Schnittmuster dazu könnt ihr im Original-Post herunterladen.


Und zu guter Letzt: Ein geknöpfter Halswärmer. Das Schnittmuster hierzu will ich schon seit 5 Jahren mal gradieren und bloggen - mal sehen, ob das 2022 was wird ...

Und, wäre in diesem Adventskalender was für euch dabei gewesen?

Verlinkt bei DvD.

Eine schöne Zeit wünscht
Hana

Dienstag, 7. September 2021

Many Sides to A Story - Würfel-Stickbild

Heute mal eine Kleinigkeit: Hana hat letztes Jahr beim Adventskalender-Swap im Nähkromanten-Forum mitgemacht und ich habe sie ein bisschen unterstützt - mit einem Stickbild!

Ich habe nur ein einziges Foto gemacht, da ist die Stickerei noch ungebügelt und liegt auf dem bunten Bügelbrett. Aber zeigen möchte ich sie jetzt trotzdem!

Beim Rollenspiel geht es ums Geschichtenerzählen (okay ... und oft genug ums Kämpfen ;)). Die Figuren werden von den Spielern frei dargestellt, die Umwelt (und Nebenfiguren) vom Spielleiter, und vielerlei Würfel mit verschiedener Seitenzahl bringen noch ein zusätzliches Zufallselement ins Spiel.

Ich finde das Bild schlicht, aber ausdrucksvoll, schnell gestickt ist es außerdem (so kleine Schriftzüge sind da echt dankbar) und Regenbogenfarben können sowieso nie schaden!

Die Vorlage stammt von StitchyAesthetic auf Etsy.

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Lg
Nria

Dienstag, 23. März 2021

Wunschwichtelswap - Katzen-MugRug und Eulenstrick

Vom Wunschwichtelswap hatte ich schon kurz erzählt - dafür habe ich nämlich das Mr Ryks-Portemonnaie genäht.

Um den Beitrag etwas kürzer zu halten, hatte ich in dem Beitrag das Ganze nur angerissen; hier folgt jetzt also ein possierliches Goodie und die Dinge, die ich bekommen habe :)

Abgelaufen ist der Swap so: Jeder Teilnehmer durfte eine Liste mit 3 Dingen zur Orga schicken, die er selbst gerne herstellen würde. Dann wurde die komplette Liste (ohne Namen) wild durcheinander veröffentlicht und jeder durfte 3-6 Favoriten aussuchen und zur Orga schicken. 

Anschließend wurde gewerkelt. Und dabei wild spekuliert, welche Teile wohl das Rennen gemacht haben ...

Guckuck!

Zusätzlich zur bunten Geldbörse habe ich noch einen Untersetzer mit Katzenmotiv (als Patchwork in Foundation Papier Piecing-Technik) genäht. Die Vorlage "Peeking Cat" stammt von PitchersBoutiqueLLC und ich habe sie noch auf 80% verkleinert gedruckt - puuh, das war ganz schön fitzelig. Anschließend habe ich noch die größeren Partien gekürzt, um ein untersetzergroßes Motiv zu erhalten.

Ja, auch diese ganz winzigen Teile an den Ecken mussten einzeln angenäht werden ...

 Von hinten: Unordentlich wie immer. Aber keine Sorge, ich hab noch eine Rückseite angenäht ;)

So viele Fädchen! Und winzige Rest-Papierschnipsel.

Was ich bekommen habe

Aber natürlich bin ich selbst auch nicht leer ausgegangen ...

Spielkind hat mir Stirnband mit Entrelacmuster gestrickt - schaut euch nur diese tolle Struktur an! Innen hat das Stirnband übrigens ein schlichtes Muster, damit es bequemer zu tragen ist. 

Und dazu habe ich noch zwei Paar kurze gestrickte Stulpen mit Eulenmuster bekommen. Eins in Grau ...

Große Augen!

... und eins in Schwarz. Möglicherweise muss ich mit Hana teilen!

Grüne Augen!

Sind die Sachen nicht wundervoll?

Das war ein toller Swap!

Verlinkt bei DvD.

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Nria

Dienstag, 12. Januar 2021

Die ganze Welt auf einem Täschchen - Stifte-/Pinselbox von Malamü

Dieses praktische Behältnis ist eigentlich eine Stiftebox. Warum praktisch? Weil es ein ganz normales Täschchen ist, aber wenn man die seitlichen Laschen nach unten zieht, stülpt sich der obere Teil über den unteren und man hat ein Gefäß, in dem man gut an den Inhalt rankommt.

Also ideal für Stifte, wo man ja öfter die Farbe wechselt. Für mich nicht so interessant, aber dann kam ich auf die Idee, dass man auch gut Pinsel reinpacken kann. Hana besitzt schon ein Pinselbehältnis für unterwegs, aber sie hat viele Pinsel und so habe ich ihr die Box in den Adventskalender gepackt :)

Außen: Landkarte. Innen: Wasser. Magma wäre natürlich passender gewesen ...

Mein Schnitt für die Stiftebox ist von Malamü (es gibt noch andere, die genau so aussehen - möglicherweise gab es irgendeine internationale Vorlage?) und war ganz okay. Was ich gut finde: Vorweg gibt es eine Kurzanleitung, sodass man bei erneutem Nähen nicht alles nochmal lesen muss, sondern einfach kurz zur Erinnerung draufschauen kann. Aber ein paar Kritikpunkte habe ich:
Etwas nervig: Im Schnitt ist die Nahtzugabe enthalten. Die ist nicht eingezeichnet und der einzige Hinweis, wieviel Nahtzugabe enthalten ist, findet sich indirekt (!) in der Anleitung im Fließtext (als "die Nahtzugabe 1 cm umbügeln".
Generell finde ich die Anleitung nicht sonderlich gut, sie ist recht ungenau. Z.B. steht gleich an mehreren Stellen, man solle Teile zusammenstecken, aber es wird vergessen zu erwähnen, dass man im Anschluss auch gleich nähen soll (das ist bei Taschen nicht selbstverständlich!)

Die Anleitung ist nicht unbrauchbar, aber ich sehe schon Verbesserungspotential.

So sieht die Box aus, wenn der obere Teil nach unten gezogen wird.

Weil das Täschchen für unterwegs gedacht ist, habe ich ein kleines Stück Weltkarten-Canvas verwendet, das gerade gereicht hat. Erst wollte ich diesen Stoff für den oberen Teil nehmen, aber da der gedoppelt wird, hätte man nicht so viel vom Motiv gesehen.

Vom Weltkartenstoff war echt nicht viel da!
 

Der zweite Oberstoff ist fester schwarzer Jeans, damit das Ganze nicht zu bunt wird. Als Futter habe ich wieder meinen schönen Wasser-Fotodruckstoff von buttinette verwendet.
Die Laschen sind "Stoffetiketten" mit französischem Vintage-Motiv, die mal bei irgendeiner Bestellung beilagen und schön breit und griffig sind. 

Unerwartet gelegen kommende Stoffetiketten. Und der Futterstoff.
 

Der Zuschnitt vom Weltkartenstoff erwies sich als gar nicht so einfach - er hat ein Raster, das nicht genau im Fadenlauf verläuft. Könnt ihr euch auch so drüber aufregen, wenn ein Stoff schief bedruckt ist? Dieses Dilemma - dem Muster oder dem Fadenlauf folgen!

Geschlossene Ansicht.

Eigentlich bin ich nicht so der Fan von überstehenden Reißverschlüssen bei Taschen, aber hier passt es irgendwie. Das Täschchen hat ja sowieso schon "Zipfel".Für die Einfassung des Endes habe ich noch ein Restchen vom Weltkartenstoff verwendet.

Mit den künftigen Bewohnern.

Das Nähen war nicht so kompliziert. Man sollte aber nicht auf die Verstärkung verzichten und bei Motivstoffen gut über die Platzierung nachdenken. Der untere Teil ist beim Runterstülpen nicht mehr sichtbar, der obere Teil wird längs halbiert, da zeichnet man sich beim Schnittteil am besten gleich den Umbruch ein, damit man nicht plötzlich ein geteiltes Muster beim fertigen Mäppchen vorfindet. 

Hanas Pinsel scheinen sich recht wohlzufühlen in ihrem neuen Zuhause und ich bin mit dem Schnitt ganz zufrieden.

Verlinkt bei DvD und HoT.

Lg
Nria

Dienstag, 5. Januar 2021

Noch eine Wichteltasche - Magic Pouch mit Herbstlaub

Wie schon öfter habe ich dieses Jahr auch wieder einen zweiten Wichtelwunsch erfüllt. Nach der Rikka-Bauchtasche mit Monden habe ich ein Transporttäschchen für Tonie-Figuren genäht.

Das Ahornblatt mag ich besonders!

Lange war ich unsicher, ob ich nun eine richtige Tragetasche mit Riemen mache oder
sozusagen eine Stoffbox zum Transport und habe mich schließlich für letzteres entschieden. Aus blauem Baumwollwebstoff mit gelbem Futter und Herbstlaub.
 
Hier sind die Blätter etwas langweiliger, aber nicht minder liebevoll, jawohl.

Das hier ist eine Magic Pouch. Und was ist daran so magic? 
Wenn man den Reißverschluss öffnet, klappt sie komplett auf und man kommt gut an den Inhalt heran.
 
It's magic! Und das Futter hat schöne Strichlein.

Für die Blätter habe ich verschiedene Stoffe mit Vliesofix versehen, dann die Formen ausgeschnitten, das Papier abgezogen und die Blätter aufgebügelt. So geht Applizieren ganz leicht!
 
Einmal Draufsicht bitte. Das Täschchen liegt aber immer auf der Seite.

Wobei, alles ist relativ. Ein bisschen habe ich mich beim Nähen der Umrandung schon gehasst; die ganzen Kurven und Zacken sind echt nicht ohne!
Und hinterher habe ich dann festgestellt, dass ich mir den Schnitt vorher genau hätte ansehen sollen - die schönsten Blätter sind nämlich auf der Unterseite gelandet und die langweiligen oben am Reißverschluss. Arrgh!

Erfahrene Magic-Pouch-Näher hätten gleich gesehen, dass die Verteilung ungünstig ist. Tja.

Na ja, war dann nicht mehr zu ändern und immerhin liegt die Tasche quasi auf der Seite.

Durch die Form sehr dreidimensional: Es passt viel rein!

 Und wo sind jetzt all die Blätter hin? Na, daaa:

Hier sieht man die meisten und schönsten Blätter. Leider ist das die Unterseite.
 
Durch die Form hat sie viel Platz innen! Und an den Seiten sind "Klappen" angenäht, damit nichts rausfallen kann beim Öffnen. Aber die zu nähen ist leider gar nicht so einfach ... denn so sollte es aussehen:
 
Diese Seite ist schön.
 
... und so sieht sie aus, wenn man es nicht richtig hinkriegt:

Diese Seite ist ... auf andere Weise schön?

So riiichtig begeistert bin ich vom Ergebnis nicht, aber besser wurd's nicht und meistens ist ja eh was drin, dann fällt es hoffentlich weniger auf. Ich hoffe jedenfalls, dass es der Empfängerin gefallen hat :)

Schnitt: Magic Pouch, es gibt viele Anleitungen. Ich habe den Schnitt für die Magic Pouch von Stitch n Study verwendet, aber die Anleitung von der Magic Pouch bei Springflut finde ich etwas besser.
Material: Verschiedene Baumwollwebstoffe und etwas Leinen.
Änderungen: Keine
Nachnähpotential: Weiß nicht. War schon etwas mühsam und das Endergebnis gefällt mir nicht an allen Stellen so gut ...

Verlinkt bei HoT und DvD.

Lg
Nria

Dienstag, 18. Februar 2020

Hemdentaschen-Trickserei - Upcycling für mehr Handystauraum

Das Tolle am Nähen ist, dass man sich alle Textilien so hinbiegen kann, wie man will. Auch fertig gekaufte. Ich mache das öfter. Und manchmal auch für meine Eltern und andere liebe Menschen.

Der Mondpapa steckt sein Handy gern in die Brusttasche seines Hemdes. Jetzt hatte dieses Hemd da aber ein Problem: Es hat eine Klappentasche. Und die ist nicht hoch genug fürs Handy. Was tun?

Wir machen eine Tricktasche draus! Damit wird die Tasche verlängert, die Optik erhalten und gleichzeitig ist sie oben nicht mehr geschlossen, sodass man das Handy leicht greifen kann.

So passt das Handy rein! Ja, das Muster der Tasche WAR nie passend ... Ich hätts beim Selbernähen besser gemacht.
 
Ach ja: Das war nicht meine Idee. Die kam von der Mondmama. Ich hab's nur umgesetzt :)

Diese Tasche ist eindeutig nicht für moderne Smartphones gemacht!


Schritt 1: Taschenklappe abtrennen, Tasche am Eingriff ca. 2-3 cm abtrennen.

So kommt man gut ran!


Schritt 2: Wenn nötig, Taschenklappe oben säumen (wo sie vorher angenäht war). Taschenklappe an die Tasche knöpfen.
Ich denke, das kriegt man ohne Foto hin ;)


Schritt 3: Taschenklappe an der Tasche festnähen. NICHT am Hemd festnähen!
In der Mitte ist es etwas knifflig, weil da der Knopf direkt neben der Naht ist. Da gibt es mehrere Möglichkeiten: A) Man verwendet den Reißverschlussfuß. B) Man näht die Mitte per Hand an. C) Man sticht die Nadel in den Stoff, hebt das Füßchen, klemmt hinten ein mehrfach gefaltetes Stück Stoff oder Pappe unters Füßchen (man nennt das "Hebamme") und senkt das Füßchen wieder ab. Dann ganz vorsichtig und ggf. mit dem Handrad weiternähen.

Ich nähe genau auf der vorhandenen Naht und nur die abgeschrägte und die waagerechte Naht fest; die senkrechte folgt gleich.

Die Hebamme klemmt hinten unter dem Füßchen. Ich nähe die Strecke zwischen den beiden senkrechten Nähten.


Schritt 4: Fertig verlängerte Tasche schön flach und faltenfrei aufs Hemd legen, feststecken, wieder bis oben annähen. Gut verriegeln, damit nichts ausreißt! Ggf. die oberen Ecken noch mit einer zweiten Naht sichern.
Ich nähe übrigens die Naht seitlich auf der Klappen und die Taschennaht einzeln, damit man den Betrug nicht sieht - dadurch entsteht eine kleine Lücke, aber das macht nichts.

Jetzt sind die senkrechten Nähte dran. Ich nähe beide separat!

Fertig. Das Handy hat wieder Platz und alle sind zufrieden!

Verlinkt beim Creadienstag und DvD. 

Lg
Nria

Dienstag, 26. November 2019

"Can't Stop" in der Clanerversion - Larp-Brettspiel

Manchmal hat man im Larp nicht viel zu tun. Wie gut, wenn man dann ein Spiel dabei hat! Ein Spiel im Spiel, sozusagen.

In dem Beutel lässt sich das Spielmaterial verstauen.

Ein Brettspiel, das wir noch gar nicht so lange kennen, aber begeistert spielen, ist Can't Stop.
Es handelt sich dabei um ein Wettrennen mit Glücksfaktor - man kann immer mehr riskieren (und nicht aufhören - deshalb "Can't stop"), aber wenn dann die Würfel nicht so fallen wie erhofft, fällt man wieder zurück.
Das Spiel ist schon fast 40 Jahre alt, aber auch wieder nicht alt genug, um in ein Mittelalter-/Fantasy-Setting zu passen. Also habe ich es larptauglich nachgebaut.

Neben der hässlichen roten Plastikausgabe des amerikanischen Originals gibt es eine hübsche Bergsteiger-Version vom franjos-Verlag. Ich wollte das Spiel passend für meine Clanerin und habe mich deshalb für ein Herden-Thema entschieden.

So könnte ein Spielstand mitten im Spiel aussehen.

Dazu habe ich zunächst eine grobe Skizze gezeichnet, damit ich schonmal die Proportionen der Felder habe. Eigentlich wäre es besser gewesen, den Plan ein bisschen größer zu machen, aber dafür war's dann zu spät ...

Mein Plan sah dann vor, die Felder statt als Bergcamps (wie beim Originalspiel) als Hufspuren darzustellen und die Zielfelder als kleine Jurten. Noch eine Umrandung, fertig war das Design.

Leider musste das dann auch noch umgesetzt werden und davor habe ich mich eine ganze Weile gedrückt. Bis Hana mir ein paar Tage vor einem Con sagte, dass sie das (noch nicht existierende) Spiel gerne mitnehmen würde ...

Ein Stück Bomull (der naturfarbene Baumwollwebstoff von Ikea) hatte ich schon passend zugeschnitten und mit Bleistift die Form des Spielbretts markiert. Bomull hat den Vorteil, dass es dünn und etwas durchscheinend ist, daher konnte ich den Stoff einfach auf die Vorlage legen (deren Linien ich mit dickem Filzstift nachgezogen hatte) und musste nicht alles gegen eine Lichtquelle durchpausen.

Die Vorlagenlinien schimmern leicht durch.

Die Felder wollte ich aufstempeln. Spart viel Arbeit und ich mag die Optik! Dazu habe ich einen Huf-Stempel aus Pappe und Moosgummi gebastelt. Erfüllt seinen Zweck ganz gut, auch wenn etwas hochwertigere Materialien besser wären, wenn man den Stempel oft benutzen will. Ein bisschen sieht die Form außerdem nach Kaffeebohne aus, aber das nehme ich einfach mal so hin.

Gestempelt habe ich mit brauner und schwarzer Acrylfarbe. Nicht jeder Stempelabdruck ist gut geworden, bei einigen hat die Farbe arg geschmiert, aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Ich habe erst Braun und dann Schwarz gestempelt - ich glaube, man sieht schon, dass zum Ende hin die Stempelabdrücke immer unsauberer werden; da ließ irgendwann die Qualität des Stempels ziemlich nach.

Als die Farbe getrocknet war, habe ich die Außenlinien aufgemalt und nachgestickt. Ränder kann man nicht gut im Stickrahmen einspannen, also ist der Stoff welliger geworden, als mir lieb wäre. Ich habe in Dunkelrot, dunklem Orange und Senfgelb gestickt und bin von außen nach innen immer heller geworden.

Stickerei in Farbabstufung.

Anschließend habe ich die elf Jurten aufgezeichnet und in Schwarz nachgestickt. Ursprünglich hatte ich innen noch ein paar Details wie die Tür aufgemalt, bis mir auffiel, dass da ja die Zahl reingehört ... die habe ich dann stattdessen aufgestickt, im gleichen Dunkelrot wie die Umrandung.

Danach musste ich nur noch eine Rückseite annähen (ich habe ein Stück braunen Baumwollstoff aus der Restekiste gefischt) und dann habe ich noch schnell ringsum mit Cremeweiß einen Vorstich genäht, um die Naht zu fixieren.

Fertig! Die Tonfigürchen stammen aus dem Haithabu-Museum und dann habe ich für die Marker der einzelnen Mitspieler einen Stapel Wollstoffquadrate ausgeschnitten. Eine schönere Lösung überlege ich mir vielleicht später noch, aber erstmal erfüllen die ihren Zweck.

Überbelichtete Verpackung ...

Einige Hornwürfel hatte ich bereits bestellt und alles findet prima in dem nadelgebundenen Beutel Platz, den ich schon vor einiger Zeit aus dem Mittelalter-Tauschpaket im Nähkromanten entnommen habe :)

Auf dem Con, vor dem ich das Spiel fertiggestellt habe, kam es dann übrigens gar nicht zum Einsatz. Macht nichts, dafür habe ich den Plan endlich mal umgesetzt und in Kürze wird es dann hoffentlich ausprobiert!

Fürs Herbst-Handarbeitsbingo habe ich angekreuzt:
- etwas sticken

Verlinkt bei Dings vom Dienstag, Handmade on Tuesday und Creadienstag. 

Lg
Nria