Sonntag, 27. September 2020

7 Sachen 39/2020

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

 Einen gut abgelagerten Schuppen-Sweat angeschnitten.

Stoffproben ausgepackt und befühlt. Der interessante Stoff ganz rechts heißt "Bubble-Leinen". Wenn ich wüsste, was ich draus machen könnte, würd ich vielleicht welchen bestellen. Ist ein bisschen wie gesmokt, aber trägt sicher sehr auf :-/

Ein lange geplantes Projekt angegangen: Ein Körbchen aus Steppstoff mit Spacefutter. Ist für meinen Kopfhörer, mobile Festplatte und ähnliches Technikgedöns, das bisher immer blöd in der Gegend rumlag.

Mal wieder Heckmeck am Bratwurmeck gespielt. Es gab nur 3 Fehlwürfe im ganzen Spiel - wir hatten wahnsinniges Würfelglück!

Eingeräumt.

Pattern gematcht.


Ein zerbrochenes Nupsi aus dem Auto (eigentlich die Endkappe bzw. das Anschlussstück eines Überdruckschläuchleins, aber da ich den Fachbegriff hierfür nicht kenne, ist "Nupsi" deutlich kürzer) in einen Probierstrumpf gepackt (Tütchen hatte ich nicht dabei) und zum Autoteilehändler getragen, um nach einem Ersatzteil zu fragen (inzwischen ist das Auto glücklich mit einem neuen Nupsi versorgt).

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.   

Donnerstag, 24. September 2020

Schon wieder das Palmwedelmuster - jusajuj Pastinaca-Shorts Nr. 3

Wo der Sommer jetzt in den Herbst übergeht, muss ich noch schnell die letzte kurze Hose zeigen! 
Nachmittags ist es noch ziemlich warm, das reicht gerade noch für Sommerkleidungsfotos.


Nachdem ich für die rote Recycling-Hose und die graue Resteverwertungs-Shorts herumliegende Stoffe verwendet habe, schwebte mir eine Hose mit Palmwedelmuster vor.
Diese Viskose-Leinen-Mischung mit Palmwedeldruck war Liebe auf den ersten Blick: Lieblingsstoff, Lieblingsmuster, super Farben - da stimmt einfach alles!

Hab sie gleich zusammen mit einem Lieblingsshirt angezogen.

Die Anleitung finde ich nach wie vor wirr und unverständlich, aber da ich die Hose schon zum dritten Mal genäht habe, musste ich nicht mal mehr reinschauen. Ich möchte trotzdem an dieser Stelle nochmal darauf hinweisen, dass es eine Videoanleitung zum Schnitt gibt, die möglicherweise super ist, aber ich mag keine Videoanleitungen und habe sie daher nicht angeschaut.

Keine Potaschen, aber wild gemustert.

Die Taschen dagegen finde ich fantastisch: Sehr groß, formschön, einfach zu nähen ...
Die Potaschen habe ich wieder weggelassen. Der Stoff hätte zwar locker gereicht, aber der Stoff ist so "bunt", dass man sie sowieso kaum sehen würde.

So tolle Taschen!

Den Gürtel finde ich etwas kurz; ich habe ihn verknotet, weil die Bänder sonst sehr lose gewesen wären. Aber so steht er komisch ab.
Na ja, ich trage ja fast immer ein Shirt drüber, also was solls!

Taschen. <3

Was soll ich also noch sagen? Ich liebe diese Hose. Ich überlege sogar, ob ich von dem Stoff noch mehr kaufe und noch andere Dinge daraus nähe ...

Schnitt: Shorts "Pastinaca" von jusajuj, Version mit Saumaufschlägen, Taschen, Gürtelschlaufen und Gürtel, Gr. 40
Material: Viskoseleinen, gekauft bei Stoffe Werning
Änderungen: Keine
Nachnähpotential: Schon die dritte Version :)

Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag.

Lg
Nria

Dienstag, 22. September 2020

[WIP] Neuer Larp-Charakter: Die Monsterjägerin. Teil 1: Konzept und Material

Ich bastle einen neuen Larp-Charakter und Florian Schäfer von Forgotten Creatures ist Schuld.

Er hat nämlich ein Monsterjäger-Konvent-Larp veranstaltet (auf dem ich leider nicht war) und mich mich seitdem immer mal wieder belabert, ein danglarischer Monsterjäger wär doch ganz cool. Steter Tropfen hölt den Stein und nachdem dieses Jahr fast alles an Larp-Veranstaltungen ausfällt, ist immerhin Zeit zum Basteln (und Geld zum Einkaufen) übrig.

Erster schneller Entwurf

Als Hintergrund nehme ich den Danglar-Claner-Hintergrund, mit stilistischer Anlehnung an kasachisch/mongolische Nomaden (hier klicken für mehr Claner-Projekte).

Als erstes stand die Haarfarbe: Ich stehe total auf rote Haare und wollte schon immer mal einen rothaarigen Charakter spielen.

Als nächstes das Farbschema: Mein bisheriger Claner-Charakter trägt senfgelb-braun-rot, davon möchte ich mich abheben, um nicht mit der anderen gespielten Figur verwechselt zu werden. Die Haare sieht man ja nicht immer!

Entschieden habe ich mich für angegraute Grüntöne (grün verwende ich nämlich ziemlich selten fürs Larp, habe aber noch einige grüne Stoffe angesammelt - außerdem transportiert das natürlich das Jägerthema gut), mit Akzenten in rot, orange und gelb.

Das Farbschema

Als nächstes: Material-Bestandsaufnahme.
Ich habe alles an Naturfaser-Stoffen in passenden Farbtönen aus diversen Schränken, Schubladen und Truhen gefischt und gesammlt ...

Stoffvorrat!

... das dürfte wohl reichen. Offensichtlich sollte ich wirklich Stoff abbauen ... aber das tue ich ja jetzt, und das Portemonnaie freut sich. Zugekauft habe ich nur ein Stück dunkelbraunes Leinen (der 3. Stoff von oben), damit ich auch etwas dunklen Unterzieh-/Futterstoff habe.

Auch an Zierrat ist noch einiges vorhanden:

Perlensammlung aus Naturmaterial


Knochenperlen und Hornperlen, Fischwirbel, und kleine Metall-Vogelschädel, für die ich mal in irgendeinem Modegeschäft eine Handvoll reduzierter 1€-Armbänder gekauft und geschlachtet habe.


Zu guter Letzt: Einige Kaninchenfelle und eine Opossum-Felltafel (Ziegen- und Kuhfell ist auch noch vorhanden).

Eine selbstgemachte Rüstung aus gehärtetem Leder wird es auch geben ... aber dazu gibt es dann einen Extra-Post.

Im nächsten Teil geht es weiter mit Ideensammlungen und Entwürfen!


Sonntag, 20. September 2020

7 Sachen 38/2020

 Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

 

 Ein neues (großes!) Mittelalter-Zelt zur Besichtigung beim Verkäufer ausgebreitet.

 

Morgens Proviant zubereitet und unterwegs gegessen - ich steh ja total auf diese Zwetschgen-Streusel-Taler und esse unvernünftig oft welche.

Das frisch gekaufte Zelt ins Auto gepackt.

Zuschnitt am Limit: Laut Anleitung hätte ich viel mehr Futterstoff für die zu nähende Tasche gebraucht, aber wenn ich das Innere der Reißverschlusstaschen mit anderem Stoff ersetze, kriege ichs so gerade eben hin. Ich hab dann noch ein bisschen umgeschichtet, sodass das Teil oben links ganz draufpasst.

Pudding entpellt und in eine Portion ohne Pelle und eine Portion mit doppelt Pelle aufgeteilt.

Ziemlich teuren Stoff angeschnitten (der live aber auch nochmal bombastisch viel besser aussieht als auf dem Foto)

Gepatcht und Taschenstoffe ausgesucht.


Gasthände-Bonusfoto: Hanas Liebster hat sich viel Mühe mit dem Abendbrot gegeben.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.  

Donnerstag, 17. September 2020

Ein Klon vom Lieblingskleid (mit Bienchen)

Ich stehe ja total auf schwarze Kleider mit weißen Punkten. Davon habe ich immer mehrere im Schrank hängen, und irgendein schwarzes Kleid mit weißen Punkten ist immer mein Lieblingskleid. Aktuell ist es eins mit tiefem Rückenausschnitt und grüner Halsausschnitteinfassung.

Leider hat schwarzer Jersey so die Eigenschaft, mit der Zeit (und den Wäschen) zu verblassen, und es ist absehbar, dass es irgendwann im nächsten Sommer nicht mehr schön aussehen wird. Also musste ich es schnell nachnähen!

Außerdem stehe ich auf dieses Graffiti-Strichmännchen

Diesmal aber mit Bienchen statt Punkten, und auch wenn man es auf den Bildern schlecht erkennt, der Stoff ist tief dunkelblau und nicht schwarz.

Passend zu den Bienen wollte ich leuchtend gelbe Bündchen und habe diese anders als beim Original nicht nur am Halsausschnitt, sondern auch den Ärmeln angebracht. Und ich habe das Kleid um eine Handbreit verlängert - Knielänge finde ich aktuell einfach am schönsten.

Original und "Fälschung"

Ein Meter Stoff war ein wenig knapp bemessen - im Original ist der Rockteil vorn durchgehend und nur hinten geteilt, dafür hat mein Stoff nicht gereicht und ich musste auch vorne teilen. Außerdem musste ich den Rock ein paar Zentimeter verschmälern (ich denke, 15-20 cm weniger werden es sein), aber das fällt doch kaum auf, oder?

Kurz zum Schnittabnehmen bzw. Kopieren von Kaufkleidung: Das habe ich schon vor vielen Jahren gemacht, allerdings habe ich dank des Tipps eines Makerist-Kurses jetzt ein enorm hilfreiches Werkzeug: Ein extra spitz gezahntes Kopierrädchen.

Kopierrädchen, besonders pieksig
Damit kann man (auf einer weichen Unterlage, Pappe, Schneidermatte o.ä.) bequem durch den Stoff hindurch die Nähte auf Schnittmusterpapier übertragen (ich Geizkragen verwende ja Papiertischtecken oder Packpapier) - weitaus präziser, als wenn man den Stoff an den Nähten zur Seite klappt und mit einem Stift abzeichnet oder mit Transparentpapier "abpaust", wie ich es früher gemacht habe.

Für kompliziertere Schnittmuster empfehle ich den Makerist-Kurs Schnitte von Kleidung abnehmen - Kopiere dein Lieblingskleid von Swantje Wendt, die auch erklärt, wie man Abnäher, Falten und ähnlich schwierige Stellen abnimmt. Es gibt auch die Kurse "Kopiere deine Lieblingshose" und "Kopiere dein Lieblingsshirt" - wobei ich mich da frage, was beim Shirt erklärt wird, das beim Kleid nicht enthalten ist? Wer beide Kurse, Kleid und Shirt, kennt, möge mich aufklären!


Tiefer Rückenausschnitt - aber hoch genug, dass noch der BH verdeckt wird

Wie man sieht, ist mir das rückwärtige Oberteil etwas zu lang geraten, das werde ich noch etwas kürzen, wenn mich die Muße überkommt, den mühseligen Elastikstich aufzutrennen


Wie sieht es bei euch aus - habt ihr schon Schnitte von Kaufkleidung abgenommen?
Material: 1 m Bienen-Jersey, 0,1 m gelber Uni-Jersey
Schnitt: Abgenommen von gekauftem Kleid
Nachnähpotential: Ja, aber dann mit gekürztem Rückenteil

Verlinkt bei Du für Dich am Donnerstag.


Eine schöne Zeit wünscht
Hana

Dienstag, 15. September 2020

Oldie, not goldie - Kleid 41 aus der Meine Nähmode 2010

Kürzlich habe ich mein Strumpfhosenfach im Schrank ausgeräumt. Und ich habe doch tatsächlich ein Kleid wiedergefunden, das ich vor 10 Jahren genäht habe!
Ich dachte ja, ich hätte es entsorgt. Aber so kann ich es euch zeigen, bevor ich es entsorge (oder recycle) ;)
 
Zunächst möchte ich euch an der Beschreibung aus dem Heft teilhaben lassen: "Besonders schmeichelnd ist das Neckholderkleid mit leicht ausgestelltem Rock, da er Rundungen vorteilhaft zur Geltung bringt. Aber auch der Wohlfühlfaktor kommt bei diesem Modell nicht zu kurz." 
Also ehrlich: Nichts davon ist wahr!
 
Dieses Modell stammt aus der allerersten "Meine Nähmode"-Ausgabe, im Jahr 2010. Die Zeitschrift mit Simplicity-Schnittmustern war damals noch recht beliebt; mir scheint, dass die Beliebtheit etwas nachgelassen hat. Die Schnittmuster aus den neuen Heften begeistern mich auch nicht mehr, die werden immer simpler und beliebiger und es sind auch weniger Varianten drin.

Sehen so für euch "vorteilhaft zur Geltung gebrachte Rundungen" aus??


Früher war mehr Lametta eine größere Auswahl auch origineller Schnittmuster enthalten. Habe die erste Ausgabe mal durchgeblättert und spontan einige Schnittmuster gefunden, die ich eigentlich mal nähen könnte ...
Aber zurück zum Kleid: Durchgeblättert habe ich die Ausgabe, weil ich nicht mehr wusste, welchen Schnitt ich verwendet habe. Es ist ziemlich sicher diese Ausgabe, aber der einzige Schnitt, der genau die Charakteristika des Kleids aufweist, fängt bei Größe 44/46 an. Habe ich tatsächlich diesen Schnitt genommen und so viel verkleinert?!

Jedenfalls: Das Kleid hat ein schlauchförmiges Oberteil, in der Mitte durch eine Schlaufe gerafft, eine Kräuselung unter der Brust, vorne Teilungsnähte, in denen Taillenabnäher versteckt sind und Neckholder-Träger.
Ich habe offensichtlicherweise normale Träger draus gemacht.

Von hinten ists ja ganz okay ...

Und ich glaube, ich habe die kurze Version verwendet, die vermutlich eine Tunikalänge sein soll, für mich aber ein Minikleid abgibt. Ja, der Saum ist nur versäubert, weils einfach schon recht kurz war.
 
Am Model im Heft, das eine viel größere Größe trägt als ich, aber ganz sicher auch eine deutlich höhere Körperlänge als ich besitzt (so 30 cm), sieht das Kleid in der langen Version fantastisch aus. Zugegeben, Viskosejersey ist bei Raffungen meist schmeichelhafter. Aber so an sich erscheint mir das Kleid - wie so oft - geeigneter für Birnentyp-Frauen mit weniger Oberweite. Das geraffte Vorderteil lässt die Bauchregion sehr kompakt erscheinen ... nein, nicht mein Ding.
 
Ich gebe zu, dass das Kleid aus Viskosejersey und in Maxilänge besser aussehen könnte. Aber generell empfinde ich Kleider mit separatem Brustteil bei viel Oberweite einfach als schwierig.
Und das hier ist wohl mit gutem Grund ganz unten im Strumpfhosenfach gelandet ;)
 
Schnitt: Kleid/Tunika 41 aus der Meine Nähmode 2010, auf Gr. 40 verkleinert (von 44/46)
Material: Marineblauer Baumwolljersey
Änderungen: Verkleinert, rückwärtige Mittelnaht eingefügt, Träger statt Neckholder
Nachnähpotential: Ganz sicher nicht!

Verlinkt bei DvD und Creadienstag.

Lg
Nria

Montag, 14. September 2020

7 Sachen 37/2020

Immer wieder sonntags (umständebedingt heute am Montag): 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

 Mal wieder eine Amphicar-Tour gemacht. Anschließend in der "Zuckerscheune" in Volkach Zitronentorte gegessen. Der Name des Cafés hält, was er verspricht :D


 Beim Spazierengehen einen Mäusebussard im Apfelbaum erwischt. 


Pflaumenkuchen mit Zimtstreuseln gebacken. Entschuldigung, Zwetschgenkuchen ... in unserer Familie wurden die Begriffe immer synonym verwendet, ich habe erst sehr spät gelernt, dass Pflaumen und Zwetschgen nicht dasselbe sind! Hier ist das Rezept.

Mich verblüfft über das Geländer gebeugt, um die unerwarteten Koi-Karpfen und Goldfische im winzigen Dorfweiher in Stammheim zu betrachten. Habe unten ein Bild fast des gesamten Weihers angehängt ...

Außerdem einen riesigen dreidimensionalen Werbe-Apfel fotografiert.

Gastfüßchen: Als blinder Passagier am Scheibenwischer festgehalten. Ging im Stau ganz gut.

 

Die erste Kastanie gefunden und nach Hause getragen. Ich erkläre den Herbst damit offiziell für eröffnet.

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Donnerstag, 10. September 2020

Nachhaltiges Nähen aka Die Recycling-Buxe - jusajuj Pastinaca Shorts

Heute mal nachhaltig und ressourcenschonend: Diese Hose war mal ein Deel. Das ist diese typisch mongolische Mantelform, Bild folgt weiter unten! Ich habe mir für die Turniertage, ein Larp im heißen Sommer 2009 ein Leinendeel genäht, um mich nicht totzuschwitzen, das Teil aber danach kaum noch getragen, weil ich nie so recht zufrieden damit war.
Letztes Jahr habe ich es schulterzuckend aufgetrennt und die Einzelteile in den Stoffschrank gelegt. Verwendet habe ich hier das Futter, ein Leinenstoff, den ich überfärbt habe in ein pinkstichiges Himbeerrot (es hatte vorher einen blassen Rotton, glaube ich).

Ein zweites Leben für den Stoff!

In meinem Schrank fehlten nämlich Shorts. Meine geliebten roten Leinenshorts nach Burdaschnitt sind leider aktuell zu eng, da musste eine neue Hose her. Falls das mit dem Abnehmen klappt, muss ich immerhin nur das Gummi enger machen :)
Diese Hose habe ich schon einmal genäht: Aus einem grau gefärbten Schrankleichen-Leinen. 

Das Ausgangsmaterial. Aus dem Oberstoff mache ich vielleicht eine Bluse.

Zugeschnitten habe ich natürlich einlagig (weil die Stoffteile nicht symmetrisch waren). Das ist etwas mühsam, lohnt sich aber: Man kann oft viel mehr aus dem Stoff rausholen.
Alle Teile haben prima auf die Stoffstücke gepasst, nur einen Taschenbeutel musste ich "falschrum" auflegen, was aber völlig egal ist. Das Leinen ist auf beiden Seiten gleich und der Taschenbeutel ist sowieso innen.
Nur für Saumaufschläge und Gürtel hat's nicht gereicht, aber die sind sowieso optional.

Fröhliche Puzzelei! Das hier ist noch nicht der Endstand.


Was beim Stoff-Recycling ein Problem sein kann, ist der fadengerade Zuschnitt. Stoffe verziehen sich einfach gerne (das kann auch das Abnehmen eines Schnitts erschweren), deshalb liegen meine Schnittteile eventuell nicht alle vollständig gerade im Fadenlauf. Aber bei so einer Buxe stört das hoffentlich auch keinen.

Hinten rüscht sich der Bund zumindest ein bisschen. Und ja, Taschen wären vorteilhaft.

Ein Makel dieses Schnitts: Er hat keine Potaschen. Das geht so natürlich nicht. Ich hab mir eine eigene gebastelt und sogar zugeschnitten.. Aber immer noch nicht angenäht - die Platzierung ist gar nicht so einfach. Vielleicht mache ich das irgendwann noch. Oder ... vielleicht auch nicht.

Zu meinem Missfallen an der Anleitung habe ich mich im letzten Beitrag schon ausgelassen: Ich finde sie unübersichtlich, unklar und die Verarbeitung nicht professionell.
Aber der Schnitt an sich gefällt mir.

Flatlay mit Beispielkordel. Leider beißen sich die Rottöne; ich habe mir eine graue bestellt, aber noch nicht eingefädelt.

Bei dieser Hose ist der Paperbag-Bund am deutlichsten sichtbar, der Stoff kräuselt sich ganz hübsch. So richtig ausgeprägt ist der Effekt bei keiner meiner Hosen; ich habe vermutlich schlicht zuviel Bauch, sodass der Stoff sich nicht ausreichend zusammenziehen kann. Muss ich mit leben (ja, ich könnte das ändern, aber halt nicht von heute auf morgen :D ).

Also ... meistens trag ich die Buxe halt so!

Aber getragen wird die Hose gerne - und nachhaltiger geht Nähen nicht!

Schnitt: Pastinaca Shorts von jusajuj, Version mit Taschen und Gürtel, Gr. 40
Material: Leinen (recycelt von einem alten Kleidungsstück)
Änderungen: Gürtelschlaufen im Bund mitgefasst, andere Bundverarbeitung, Potaschen hinzugefügt
Nachnähpotential: Schon geschehen. Empfehlung für den Schnitt, keine Empfehlung für die Anleitung.


Verlinkt bei Du für Dich am Donnerstag.

Lg
Nria

Sonntag, 6. September 2020

7 Sachen 36/2020

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Einen Schreibtischstuhl zusammengeschraubt.


Gasthände: Der Liebste hat einen Baum gefällt. Ich hab zugeguckt.


Mikrowellen-Tassenkuchen gemacht (30 g geschmolzene Butter, 1 Ei, 2 EL Zucker oder Süßmittel, 2 EL Haferflocken, 3 EL Mehl, 1/4 TL Zimt, 1/4 TL Backpulver, 3 kleine oder 2 große kleingeschnittene Zwetschgen (oder 1/4 Apfel oder sonstiges Obst) in einer großen Tasse verrühren, für 1,5 Minuten auf höchster Stufe in die Mikrowelle, fertig)


Viele kleine Kelche ausgeschnitten und als Borte aufgenäht.


Viele schöne Dinge aus dem Material-Tauschpaket im Nähkromantenforum entnommen und aussortierte Dinge dafür reingelegt. Die schönen Dinge dann ansprechend drapiert und fotografiert. Und weggeräumt. 


Schnittteile auf dem Federsweat anprobiert. Fühlt ihr euch auch so veräppelt, wenn ihr Stoff bestellt und dann zwei 10 cm breite Streifen pro Seite unbedruckt sind?


Endlich Bilderregale im Nähzimmer aufgehängt. Ich musste zusätzliche Löcher reinbohren, weil hinter der einzigen Stelle, wo man die Regale hätte positionieren können (am Schatten rechts ist ein Schrank, man kann also nicht beliebig weit nach rechts schieben), ein breiter Kabelkanal verläuft.
Jetzt kann ich beim Nähen lauter liebe Menschen angucken.

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