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Donnerstag, 23. Juli 2020

Gondelshirt - Monino aus dem Lillemag 3

Im letzten August gab es bei Heibchenweise in einem Beitrag gleich zwei Modelle aus dem Lillestoff-Magazin 3 zu sehen: Das Kleid Minne und das Shirt Monino. 
Das Kleid habe ich auch schon genäht (in kurz, als Chilishirt), aber das Shirt war mir im Magazin gar nicht so aufgefallen. Dabei sind diese Zipfelchen um den Bogen hinten wirklich originell und an Sarah gefielen mir die beiden Teile sehr gut! Sie hat auch einen schönen Stoff verwendet.

Ich liebe den Stil des Stoffs!

Jetzt hat sie nunmal eine ganz andere Figur als ich, da ist es immer ein Risiko, sich inspirieren zu lassen. Aber als ich diesen Gondelstoff bei Kattun-Stoffe entdeckte, fiel mir sofort dieser Schnitt ein. Er hat angeschnittene Ärmel, das passt gut zu diesem Stoff, für den ich möglichst wenig Teilungsnähte wollte.

Okay. Hohlkreuzfalten. Aber seht nur das Schwänzchen!


Außerdem: Dieses aparte "Schwalbenschwänzchen"!

Mit den Ärmeln bin ich sehr unzufrieden, aber die Streifen passen. Immerhin.

Der Zuschnitt ging wirklich schnell: Es sind nur zwei Teile, plus Beleg und Bündchen.
Das Nähen ging einigermaßen schnell - beim Schwänzchen habe ich mehrere Versuche gebraucht, um den Beleg ordentlich abzusteppen. Da sind jetzt halt zwei parallele Nähte, wie mit einer Zwillingsnadel.

Hier sieht man das Ärmelproblem.

Der runde Saum ging auch ganz gut. Aber die angeschnittenen Ärmel ... die passen sowieso nicht soo gut zu meiner Figur (viel Oberweite plus schmale Schultern sind einfach schlechte Voraussetzungen dafür), aber ich habe vermutlich den Saum nicht ordentlich angeschnitten, das fällt nicht schön. Vielleicht trenne ich den Saum wieder ab und nähe stattdessen einen Beleg an.

Auch der Halsausschnitt war tückisch:

Neiiiin!






Ein Bündchen mit Streifen ist schick. Aber das muss wirklich sitzen! Wenns schief wird, fällt das sofort auf. Und trotz Bügelns habe ichs irgendwie verbockt. Natürlich musste das wieder aufgetrennt werden.

Besser!

Da hat sich die Arbeit gelohnt, der neue Ausschnitt ist deutlich besser. Nächstes Mal nehm ich gleich ein einfarbiges Bündchen ...

Zu einer dunkelblauen Hose ist das Shirt übrigens noch schöner. Müsst ihr mir jetzt unbesehen glauben.




Für so ein simples Shirt waren das erstaunlich viele Fallstricke!
Mein größtes Problem ist allerdings: Ich habe vergessen, den Schnitt zu kürzen. Und eigentlich finde ich das Shirt zu lang ...
Ärgerlicherweise ist es durch das Schwänzchen recht aufwändig, es jetzt noch zu kürzen, und wegen des Musters kann ich auch nicht einfach in der Taille eine Naht zum Kürzen machen.
An sich mag ich das Shirt gerne, aber vermutlich werde ich es erst dann gerne tragen, wenn ich die Problemstellen (Ärmel und Länge) korrigiert habe. Es kommt nicht soo oft vor, dass ich Fehler nach der Fertigstellung noch korrigiert habe, aber es hat sich bisher meistens gelohnt. Ich hoffe, dass ich mich dazu durchringen kann.


Material: Jersey "Gondolier Coord" von Katia Fabrics
Schnitt: Shirt "Monino" aus dem Lillemag 3, Gr. M
Änderungen: Keine. Ich werde es aber vielleicht noch kürzen und die angeschnittenen Ärmel mit Beleg oder Bündchen versehen.

Nachnähpotential: Mit den genannten Änderungen möglicherweise.
Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag.

Lg
Nria

Mittwoch, 1. April 2020

Mustermonk und Bügelkatastrophe - Kleid/Shirt Minne mit Chilis aus dem Lillemag 3

Aus dem Lillestoff-Magazin 3 gefielen mir mehrere Teile - eins davon ist das Jersey-Kleid "Minne".
Relativ simpel und schnell zu nähen, aber mit einem gewissen Kniff, nämlich einer geschwungenen Fake-Knopfleiste entlang einer Ausschnittseite.
Die man in Schwarz auf Fotos gar nicht so gut erkennt, live aber schon deutlich.

Hier erkennt man die Leiste halbwegs. Weiter unten gibts noch ein besseres Foto.

Nun bedingt dieses Detail eine vordere Mittelnaht und das sieht nicht bei jedem Stoff gut aus, deshalb war ich eine Weile auf der Suche nach einem passenden Stoff.
In dieses Chilimuster habe ich mich sofort verliebt, als ich es gesehen habe - auf hellgrau meliertem Untergrund fand ich es grandios, leider war diese Farbe nur als Alpenfleece erhältlich (Sweat mit Plüschrückseite) und das ist mir zu kunstfaserig, sprich, man schwitzt sich drin tot. Also, ich zumindest.
Auf Jersey war nur ein mittlerer unmelierter Grauton da, der mir nicht so gefiel. Später fand Hana die Chilis auf dunkelblauem Untergrund, was mir auch sehr zusagte, aber der war fast vergriffen und der Rest hätte nicht gereicht. Also habe ich die Chilis auf Schwarz gekauft und bin damit jetzt ganz zufrieden.



Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, dass das Muster bei der vorderen Mittelnaht unbedingt aufeinandertreffen sollte - das war vielleicht ein Akt! Ich habe zwar beim Zuschnitt darauf geachtet, dass es passt, aber war nicht so sorgfältig mit der gleichmäßigen Breite der Nahtzugabe, wie ich es hätte sein müssen. Das heißt, ich habe beim Nähen der Mittelnaht zigmal getrennt und korrigiert, getrennt und korrigiert ... 100% passt es immer noch nicht, aber irgendwann hatte ich keine Lust mehr. Ich habe etwa 10-12 Versuche gebraucht. Muss reichen.


Die Knopfleiste dagegen war gar nicht schwierig. Meine ist fake - es gibt keine Knopflöcher. Hurra! Ich hasse es, Knopflöcher zu machen.



Dann war ich quasi fertig, es musste nur noch der Beleg am Halsausschnitt gebügelt werden.
Und da passierte es:
Offenbar klebte irgendein Vlieselinerest am Bügeleisen. Und jetzt hab ich am Ausschnitt Kleberflecken.


Seltsamerweise habe ich davor andere Sachen (ohne Vlieseline) gebügelt und die waren sauber ...
Ich finde das Shirt wirklich toll, aber die Flecken ärgern mich gewaltig. Für Rettungsideen bin ich offen ... (bei so ziemlich jedem anderen Shirt hätte ich einfach ein Bündchen drangenäht, aber hier will ich den Ausschnitt nicht verändern, weil dann die Proportionen der Knopfleiste hopsgehen :-/ ).

Schnitt: Kleid Minne (als Shirt) aus dem Lillestoff-Magazin 3, Gr. 40
Material: Baumwolljersey (über snaply)
Änderungen: Gekürzt
Nachnähpotential: Nur aus Unijersey oder einem wirklich wild gemusterten Stoff, sonst ist mir das zu nervenaufreibend ... und definitiv nur mit frischgereinigtem Bügeleisen.
Verlinkt beim MeMadeMittwoch.

Lg
Nria

Donnerstag, 1. August 2019

Fint mit der Falte - Jerseykleid aus dem Lillestoff-Magazin

Nach dem Shirt Kosmo habe ich mir das Kleid Fint aus dem Lillestoff-Magazin Nr. 2 vorgenommen.

Das war (mal wieder) ein Experiment: Locker fallende Kleidungsstücke sehen meistens nicht sehr vorteilhaft an mir aus. Aber dieses Kleid fällt nur vorne locker; außer der interessanten Falte bietet es Brust- und Rückenabnäher und sitzt außer vorn mittig eigentlich recht körpernah.

Ja, eine FBA hätte nicht geschadet, aber irgendwie mag ich das Kleid.

Also habe ich mir mal (nicht so) mutig einen billigen graumelierten Jersey geschnappt und es einfach mal drauf ankommen lassen.

Der Zuschnitt ist nicht ganz so bequem wie bei anderen Schnittmustern - es wird einlagig zugeschnitten (sonst bräuchte man eine hintere Mittelnaht, was mich persönlich ja kein Stück stört, und ggf. passen die Teile nicht gut auf einen normalbreiten Stoff). Im Nachhinein habe ich festgestellt, dass mein Stoff etwas Überbreite hat und ich vermutlich doppellagig hätte zuschneiden können ... na ja, was man nicht immer so im Nachhinein merkt, nicht wahr?

Die Falte ist wirklich interessant!

Der angeschnittene Beleg des V-Ausschnitts gefällt mir: Hey, weniger Arbeit beim Zuschnitt!
Dafür hat mich die Falte Nerven ohne Ende gekostet. Ich habe sie diverse Male zugelegt, gebügelt und verwirrt wieder geöffnet ... bis ich irgendwann kapiert habe, wie es funktioniert. So sieht die Falte von hinten aus:

Der melierte Stoff ist da undankbar zu fotografieren ...


An sich ist das gar nicht so schwierig, ich stand nur auf dem Schlauch ...

Der Rest war eigentlich ganz fix genäht. Abnäher finde ich immer etwas nervig bei Jersey, aber nützt ja nichts; entweder man ärgert sich damit rum oder mit Passformmängeln.

Es hat sogar Taschen! Aber die kann man nur erahnen.

Der Halsausschnitt wird hinten mit einem nach innen geklappten Schrägband gesäumt. Ich mag die Methode und finde die Kombination mit dem Beleg beim Vorderteil interessant. Normalerweise wird ja der komplette Halsausschnitt auf die gleiche Weise gesäumt.

Was mich aber beim Lillestoff-Magazin ziemlich ärgert: Die Länge der Bündchen wird nicht angegeben, man soll selbst den Halsausschnitt messen und eine bestimmte Prozentzahl subtrahieren. Bitte was? Das ist m.M.n. der Job des Schnitterstellers. Ich habe das auch noch nie bei einem Hersteller gesehen, dass man das selbst machen muss ...

Dank Rückenabnähern und seitlicher Taillierung kein Wallewalle-Monster.

Mit der Ärmellänge habe ich etwas gehadert: Im Magazin wird das Kleid aus Sommersweat genäht, dazu passen lange Ärmel natürlich gut. Aber bei einem Kleid aus ziemlich dünnem Jersey? Aber ich wollte gern die Gesamtwirkung sehen, bevor ich ggf. einen teureren Stoff dafür zerschneide und kürzen kann man lange Ärmel im Nachhinein natürlich immer noch.

Mit Abnähern. Aber tatsächlich etwas zu eng an der Brust.


Ob ich eine Temperatur finde, zu der die Stoff-Ärmellängen-Kombi passt, ist noch fraglich, aber an sich gefällt es mir überraschend gut! Mit den langen Ärmeln ist es irgendwie harmonischer, als ich es mir mit kurzen Ärmeln vorstelle ...
Und an sich mag ich den Schnitt. Dadurch, dass das übrige Kleid eher figurbetont sitzt, macht die Falte nicht so einen Walle-Walle-Effekt, der aus meiner Figur ein Tönnchen zaubert. Mit Baucheinziehen sieht es trotzdem schöner aus, aber hey, ich arbeite dran ...

Eigentlich nur ein Probeteil, aber ich glaube, "Fint" darf in meinen Kleiderschrank einziehen!

Schnitt: Kleid "Fint" aus dem Lillestoff-Magazin 2/18, Gr. 38
Material: Leichter Baumwoll-Singlejersey
Änderungen: Ärmel gekürzt
Nachnähpotential: An sich vorhanden - aber ob ich mehrere dieser doch recht speziellen Kleider brauche?

Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag.

Lg
Nria

Donnerstag, 9. Mai 2019

Knotenshirt mit Fehlern - Lillestoff-Shirt Kosmo

Mal wieder ein Flop-Beitrag ...
Wobei ich darauf hinweisen möchte, dass "Flop" relativ ist. Ich nähe schon eine Weile und viele der Dinge, die ich heute in die Tonne kloppe (sprichwörtlich; meist wird eher Probeteil-Material draus), hätte ich damals als Näh-Anfängerin wohl unbekümmert angezogen.

Als ich das Lillestoff-Magazin 2/18 gekauft habe, war zugegebenermaßen mein Hauptgrund der schöne Ausschnitt des Shirts Marika. Den habe ich auch gleich bei meinem Chloe-Kleid eingesetzt - "Marika" ist nämlich ansonsten nicht so ideal, hat keine Abnäher und komische Manschetten.

Aber ein, zwei andere Schnittmuster gibt es schon, die mir in dem Heft gefielen. Eins davon ist das Shirt "Kosmo".

Ich mag einfach Shirts mit diesem Knotenelement vorne. Sehr viele haben dabei aber einen sehr tiefen Ausschnitt - wer nach "Knipmode Knotenkleid" googelt, sieht, was ich meine.
Das liegt daran, dass bei vielen Shirts Ober- und Unterhälfte des Vorderteils miteinander verdreht werden. Besser sind da Techniken wie bei meinem Kleid Loures, bei dem an der Oberhälfte des Vorderteils zwei Stoffstreifen hängen, die verdreht werden.

Sorry für die Bildqualität; das Weiß ist schwierig zu fotografieren.

Auch bei Kosmo sind vorne mittig beim oberen Vorderteil Stoffstreifen verdreht. Wie genau sie angenäht werden, habe ich erst nicht verstanden - der Blogbeitrag von Blaukariertes hat mir dabei sehr geholfen! Wenn man da erstmal durchgestiegen ist, ist das Shirt echt schnell fertig.

Das Shirt ist aus einem weißen Baumwolljersey genäht, den ich günstig als Probestoff gekauft habe - ich hatte einfach nur noch Lieblingsjerseys im Schrank, mit denen ich nicht experimentieren wollte.

Doofe Stoffbeule.

So richtig überzeugt bin ich auch nicht: In der Mitte fällt der drapierte Stoff eher seltsam, er macht bei mir eine Beule über dem verdrehten Teil. Nicht so hübsch.
Und was mir sehr missfällt, sind die offenen Kanten der verdrehten Stoffteile - bei sehr gemustertem Stoff wie beim Original im Heft merkt das keiner; bei unifarbenem Stoff sieht man es schon. Kann man verhindern, indem man das obere Vorderteil ganz oder an der unteren Kante füttert wie beim Loures-Kleid, aber so ganz sicher bin ich nicht, ob das noch gut aussieht ...

Na ja, einen Versuch war's wert!

Schnitt: Shirt Kosmo aus dem Lillestoff-Magazin 02/2018, Gr. 38
Material: Leichter Baumwolljersey
Änderungen: Ärmel gekürzt
Nachnähpotential: Eher nicht, da habe ich vielversprechendere Schnittmuster

Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag.

Lg
Nria