Sonntag, 30. August 2020

7 Sachen 35/2020

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Stoffe gestreichelt (und ein paar eingepackt).


Ein Stoffmarkt-Foto gemacht - wie ihr seht, ist so richtig Abstand halten nicht möglich (selbst wenn man es versucht, irgendwer kommt immer in die Lücke), aber es war auch bei Weitem nicht soviel Gedränge wie sonst und alle haben brav ihre korrekt aufgesetzte Maske getragen.


Die Beute sortiert.


Im Auto auf dem Schoß ein paar Ideen des Liebsten notiert.


Getauscht.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.

Donnerstag, 27. August 2020

Ein toller Streifenschnitt - Annie von Emmilou

Das ist eins der Schnittmuster, die in den Facebook-Nähgruppen kurz nach Erscheinen vielfach gezeigt wurden - wegen all der Probenäherinnen.
Zuerst fand ich es nur ganz ok, aber dann sah ich einige Beispiele mit Streifenstoffen, bei denen sich durch die gebogene Schnittteilform eine interessante Optik ergibt, und habe den Schnitt gekauft!

Oben diagonal, unten waagerecht. Ich mag den Kontrast! Zu einer dunkelblauen Hose noch besser.

"Annie" von Emmilou ist ein Shirt/Kleid mit interessantem Detail - mittig ist ein Band eingefügt, das mit einem weiteren Band in der Seitennaht verknotet wird. Das Band kann lang oder kurz zugeschnitten werden, der Ausschnitt hoch oder tiefer und diverse Ärmelformen von Kappärmel bis langem Ärmel sind auch dabei.

Die Bänder sind jetzt vorne kurz, hinten lang.

Warum die Streifen ein Kaufargument waren: Im Schrank lag seit Anfang 2017 ein rotweißer Streifenstoff von Stick&Style, von dem Hana mal einen Meter gekauft hatte. Aber für diesen Schnitt war er perfekt!

So lustig ist das vordere Knotenband eingefügt!

Mit dem Fast-Meter bin ich auch locker ausgekommen (es waren nur 90 cm - ob zu kurz geschnitten oder beim Vorwaschen eingelaufen, lässt sich nicht mehr feststellen). Achtung, dieser Stoff hat Überbreite mit seinen 1,60 m - mit 1,50 m Breite wäre ich auch gut klargekommen, 1,40 m hätte knapp sein können.
Ich habe zunächst die langen Bänder zugeschnitten. Abschneiden geht ja immer noch.

Hinten echt unspektakulär.

Das Shirt ist tatsächlich sehr schnell genäht, obwohl es kompliziert aussieht (und ganz ehrlich: Viele Schnittmuster kaufe ich aus Faulheit, aber diesen Schnitt hätte ich NICHT selbst konstruieren können). Praktisch: Die Streifen müssen nur an der Hüfte passen, oben kann man getrost drauf pfeifen ...
Bei der ersten Anprobe stellte ich nur fest: Die langen Bänder sind an mir einfach zu lang. An größeren Leuten oder bei der Kleidversion sieht das vermutlich besser aus.

Ursprungsversion: Das hintere Band hängt mir bis weit übers Knie - eindeutig zu lang!

Zum Glück ließ sich das sehr leicht korrigieren: Ich habe einfach das Band zurückgestülpt (war ja nichts abgesteppt), die kurze Bandversion aufgezeichnet, genäht, zurückgestülpt und nochmal gebügelt.
Eine der einfachsten Änderungen, die ich je nachträglich gemacht habe!
Bei künftigen Versionen werde ich wohl zwei kurze Bänder nehmen (das an der Seite habe ich lang gelassen, denn das zu ändern hätte etwas mehr Arbeit bedeutet).

Immer noch recht lang, aber nicht GANZ so lang wie vorher.

Nach dem Testfoto habe ich auch den Halsausschnitt noch etwas tiefer gezogen. Und dann die beigefügten Beleg-Schnittmuster völlig ignoriert und neue gezeichnet ;) was blieb mir auch anderes übrig. Zum Glück ist das einfach.

Mein neuer Ausschnitt. Wirkt auf dem Foto schief, weil das Shirt durchs Wandern mit Handtasche etwas verrutscht ist.

Mein Fazit:
Das Shirt gefällt mir erstaunlich gut! Ich bin ja nicht so der Streifen-Fan, aber die diagonalen Kritzelstreifen haben einfach das gewisse Etwas mit dem Knoten. Leider kommt aufgrund meiner Kürze der Kontrast zu den senkrechten Streifen an der Hüfte nicht so gut zur Geltung; das Shirt ist etwas zu lang und ich schiebe es daher hoch.
Aber zu einer dunkelblauen Hose finde ich es so oder so prima!

Knoten machen Spaß.
  
Schnitt: "Annie" von Emmilou, Gr. 40, Version: Shirt, Band vorne kurz/seitlich lang, hoher Ausschnitt, sehr kurze Ärmel 
Material: Baumwolljersey "Painted Stripes rot" von Stick&Style 
Änderungen: Ausschnitt um 2 cm pro Seite verschmälert und um 3 cm vertieft
Nachnähpotential: Vorhanden! Die Kleiderversion bringt den Streifenkontrast sicher noch besser zur Geltung, aber die würde ich etwas ausgestellt nähen statt eng anliegend. 

"Annie" von Emmilou - am besten aus Streifenstoffen


Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag.

Lg
Nria

Mittwoch, 26. August 2020

Dirndl-Pläne [WIP 1]

Schon seit 2012 liegt hier eine Dirndl Revue rum, eine Nähzeitschrift mit Dirndl-Schnittmustern mit  eher knapp gehaltenen Anleitungen. Mal aus reiner Neugier gekauft (und als Grundlage für mein Hobbit-Outfit verwendet - okay, die Passform ist diskutabel ...), bisher enthält mein Schrank aber kein Dirndl.

In letzter Zeit gab es bei Petersilie & Co. dann öfter welche zu sehen - z.B. dieses Exemplar aus einem tollen Stoff oder dieses in Schwarz mit V-Ausschnitt.

Ich wohne in der Nordhälfte von Deutschland, also nicht so richtig in einer Dirndl-Region, aber irgendwie las ich immer mehr zu dem Thema. Ich bin nunmal sehr an historischer Kleidung interessiert (wenn auch die hiesigen Trachten gar nicht sooo alt sind), vielleicht reizen mich auch die Verarbeitungstechniken.
Jedenfalls stieß ich dann auf ein frisch erschienenes Dirndl-Nähbuch ("Mein selbstgenähtes Dirndl" von Dorothea und Birgitt Hermann), in dem zwei Schnittmuster enthalten sind: Eins mit dem üblichen Balconette-Schnitt und dann genau so eins mit V-Ausschnitt und Stehkragen wie das oben verlinkte. Da beschloss ich, Nägel mit Köpfen zu machen und hab das Buch gekauft!

Viel besser als diese doofen tief ausgeschnittenen Dirndl!

Nach dem obligatorischen Probe-Oberteil setzte etwas Ernüchterung ein: Da wäre viel Anpassungsaufwand nötig gewesen, es war viel zu eng und saß an diversen Stellen einfach ziemlich blöd.
Also habe ich mir kurzerhand den Schnitt meiner im letzten Jahr genähten Larp-Festrobe geschnappt und den als Basis genommen. Wofür mach ich denn all die Probeteile, wenn ich das fertig angepasste Teil nicht nutze?

Ich habe den Schnitt erstmal etwas mühsam auf Taillenlänge gekürzt und dann Arm- und Halsausschnitt übertragen. Gar nicht so einfach, weil die Schultern etwas anders sind und die Prinzessnähte ganz anders geformte Schnittteile ergeben. Hat geklappt, war aber gar nicht so unaufwändig.

Für den Rock habe ich eine Baumwollpopeline mit Wolkendruck auserkoren, die schon ein paar Jahre im Schrank lag. Ich habe mal vier Meter davon günstig bei Alfatex erworben, dann war mir aber das Muster too much für die meisten Projekte, gerade all over bei einem Kleid.
Das Oberteil wird schwarz. Ich habe noch einen nicht allzu dicken Jeansstoff, bin aber unsicher, ob der weich genug ist. Dafür dürfte er wirklich stabil sein.

Für die Schürze habe ich noch gar keine Ideen. Vielleicht ein schlichtes Dunkelblau aus Leinen?

Ihr dürft gespannt sein, worauf das hinausläuft (und ob ich das Teil jemals tragen werde :D). Ich bin es jedenfalls ...

Lg
Nria

Montag, 24. August 2020

Reading Habits-Tag



Diesen Tag habe ich mal gefunden. Wo, weiß ich nicht mehr - diesen Beitrag habe ich im Mai geschrieben und dann irgendwie vergessen. Aber was soll's, auf geht's!

1) Hast du einen bestimmten Platz zu Hause zum Lesen? 
Auf dem Sofa, im Bett, in der Badewanne (letzteres mit dem E-Reader - meiner ist wasserdicht). 

2) Lesezeichen oder ein willkürliches Stück Papier? 
Ich bevorzuge Lesezeichen, aber übergangshalber tuts auch ein Zettel oder irgendein flacheres Objekt. 
Hana merkt sich manchmal auch die Seite, auf der sie aufgehört hat, wenn gerade gar nichts zur Hand ist.

3) Kannst du irgendwo aufhören in einem Buch zu lesen oder wartest du bis ein Kapitel zu Ende ist oder bis du 50 - 100 Seiten gelesen hast? 
Ich hasse Bücher ohne Kapitel! Normalerweise versuche ich zumindest bis zu einem Absatz zu lesen (nicht notwendigerweise bis zum Kapitelende). Zumindest eine Gedankenpause oder ein Handlungswechsel ist hilfreich. Mitten im Geschehen breche ich ungern ab. 
Hana hingegen sind Kapitel völlig wurscht! Sie hört aber am liebsten auf Seitenzahlen mit 10er-Endung auf und liest manchmal noch eine Seite mehr, um auf eine runde Seitenzahl zu kommen.

4) Isst oder trinkst du während des Lesens? 
Ich trinke nichts dabei - hauptsächlich deshalb, weil ich i.d.R. an Orten lese, wo ich nicht bequem im Sitzen zu einem Glas greifen kann und extra aufstehen müsste. Blöd eigentlich.
Manchmal esse ich Weingummi beim Lesen. Das ist praktisch, weil es nicht krümelt und keine Flecken macht und ich mag einfach Weingummi. Aber ich versuche das zu vermeiden, damit ich mich nicht zu Süßkramkonsum beim Lesen konditioniere (bei Kinobesuchen merke ich durchaus eine gewisse Konditionierung!)

5) Multitasking: Musik oder Fernsehen während du liest? 
Geht gar nicht. Als Kind konnte ich das, inzwischen nicht mehr.

6) Ein Buch oder mehrere Bücher gleichzeitig? 
Fast immer mehrere gleichzeitig. Oft kann ich mich einfach nicht entscheiden oder will ein neues Buch sofort anfangen (aus verschiedenen Gründen - Büchereibücher kann ich ja einfach nicht lange behalten). Ich lese auch oft parallel Sachbücher und Romane, und anspruchsvollere Bücher in einer Fremdsprache sind keine so gute Bettlektüre. Den lateinischen Harry Potter habe ich z.B. definitiv parallel zu anderen Sachen gelesen!

7) Zuhause lesen oder überall? 
Überall! Für unterwegs mag ich meinen Ebook-Reader sehr. Mit dicken Büchern kann man sich seine Handtaschen ruinieren. 

8) Laut lesen oder still im Kopf ("normales" Lesen)? 
Wer liest denn bitte laut Romane? 
Es gibt EINE Sache, die ich laut lese: Gedichte. Da macht es einen Unterschied, besonders bei fremdsprachigen Gedichten (die manchmal in Romanen enthalten sind). Oh, und bei englischen Romanen (oder Passagen in einer Fremdsprache) kommt es gelegentlich vor, dass ich einen Satz laut vorlese, weil ich ihn nicht verstehe. Oft liegt das daran, dass der Satzbau seltsam ist und lautes Lesen hilft mir dann. 


9) Überspringst du Passagen aus einem Buch oder sogar Seiten? 
Selten, aber es kommt vor. Neulich habe ich z.B. einen Roman gelesen, in dem es die Autorin für nötig hielt, ihre Leser eine halbe Seite lang mit einer Inhaltsangabe eines Twilight-Films zu beglücken. Ein halber Satz hätte auch gereicht ... 
Ich überspringe dann etwas, wenn mir die Passage keinerlei neue Informationen bietet, wie eben Inhaltsangaben, redundante Rückblicke o.ä. Spricht halt i.d.R. nicht für die Qualität des Buchs. 
Hana überspringt nicht, aber überfliegt langweilige Passagen (vor allem Kampfszenen), scannt also die Seite nach Informationen und ist so dann sehr schnell an einer Stelle angelangt, wo's wieder interessant wird.

10) Den Buchrücken brechen oder ihn so belassen, dass er im besten Falle wie neu aussieht? 
Ich bemühe mich allein schon deshalb, meine Bücher in gutem Zustand zu belassen, weil ich die wenigsten behalte. Zum Weiterverkauf oder Tauschen sind Gebrauchsspuren ungünstig. Aber ein komplett verknickter Buchrücken beeinträchtigt auch die Lesbarkeit des Titels. Und sieht halt nicht schön aus.
Leserillen sind bei dicken Büchern meist unvermeidlich, aber mutwillig zerstöre ich das Buch nicht, auch nicht mit Eselsohren.

11) Schreibst du in deine Bücher? 
Im Wesentlichen nur dann, wenn ich dazu gezwungen werde (Schullektüre, anyone?). Auch in Sachbücher schreibe ich nicht. Eine Ausnahme bilden Kochbücher und Notenhefte (bevor ich eine Note zum hundertsten Mal falsch spiele oder mein Essen versaue, schnappe ich mir halt nen Bleistift). 

Lg
Nria

Sonntag, 23. August 2020

7 Sachen 34/2020

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Einen Schnurrbart aufgemalt. Wir haben ein Krimidinner gespielt und ich war Arjen, der niederländische Werbefuzzi mit Luxuswohnmobil.


Obststücke und Apfelsaft (mit Agar-Agar) in eine ausgehöhlte Melone gefüllt. Wenn das fest wird, sieht das aufgeschnitten sehr hübsch aus. Bei uns ist das Ganze etwas auseinandergefallen (das Gelee klebte irgendwie nicht gut am Melonenrand), war aber lecker.


Viele Dinge fürs überwiegend vegane Grillbuffet vorbereitet. Gut, die Kinderriegel (super, um zu grillende Bananen damit zu füllen) und die Steaks waren dann nicht vegan. Satt geworden sind jedenfalls alle.



Knöpfe angenäht. Die waren vor 2 Jahren ein Urlaubssouvenir aus einer dänischen Stoff&Stil-Filiale! Zu dem dünnen Stoff passen leichte Kunststoffknöpfe super, aber man muss aufpassen, dass man alle in der gleichen Richtung annäht.


Porridge gemacht. Ich hatte dieses "Oatmeal-Gewürz" schon vorletztes Jahr im Adventskalender von Freunden, und dann irgendwie ewig keine Lust auf Porridge. Jetzt aber und das Gewürz ist super!
Gibts morgen wieder.


Einen Stoffhaufen zur Bestandsaufnahme gemacht.


Mit dem Entwurf von neuen Larp-Projekten angefangen.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.    

Donnerstag, 20. August 2020

Pattydoo Gloria als Maxikleid - Hana trägt Van Gogh

Den Jersey von Dresowka mit Van Goghs Sternennacht-Muster wollte ich lange haben, und dann lag er lange im Schrank auf der Suche nach dem perfekten Maxikleid-Schnitt dafür. Entschieden habe ich mich schließlich für das Modell Gloria von Pattydoo, von dem Nria bereits eine knielange Version genäht hat (im verlinkten Beitrag seht ihr auch, wo bei diesem Schnitt die FBA angesetzt wird).


Vorgesehen sind für den Schnitt weich fallende Jerseys (z.B. Viscose- oder Polyesterjersey), aber wie ihr seht, funktioniert auch normaler Baumwolljersey sehr gut, es braucht keinen superfließenden Stoff.

Besonderes Augenmerk habe ich übrigens auf die Platzierung der Brust-Schnittteile gelegt - seit ich mal in einer Anleitung für einen Bauchtanz-BH den Hinweis gelesen habe "Vermeide bei der Verzierung kreisrunde Motive in der Brustmitte, das sieht i.d.R. merkwürdig aus", achte ich da immer sehr drauf, wo große Kreismotive sitzen.


Diese Art von Knoten-Oberteil hat immer einen ziemlich tiefen Ausschnitt, weil der Knoten unter der Brust sitzt. Ich fühle mich nicht so recht wohl mit so tiefen Einblicken und habe die Oberteilhälften daher noch einmal ca. drei Fingerbreit über dem eigentlichen Ausschnittende per Hand zusammengenäht: Der Ausschnitt ist immer noch sehr harmonisch geformt (das ist ein großer Pluspunkt bei diesem Schnitt - nicht bei jedem Knotenausschnitt funktioniert das so problemlos!) und hat jetzt eine sehr hübsche Größe.


Ursprünglich hatte ich mal geplant, noch eine Tardis irgendwo zu applizieren (es gibt eine Dr Who-Folge, in der van Gogh die Tardis malt), aber mir hat dann doch die Muße gefehlt, eine Tardis im van Gogh-Stil dafür zu malen. Vielleicht überkommts mich irgendwann nochmal ... bis dahin bin ich äußerst zufrieden mit meinem Maxikleid!
Schnitt: Knotenkleid "Gloria" von Pattydoo, Gr. 40
Material: 2,3 m Van Gogh-Baumwolljersey von Dresowka
Änderungen: FBA (etwa 3,5 cm schräge Länge hinzugefügt), Schultern um 1 cm verschmälert
Nachnähpotential: Ist bereits eine Wiederholung
Pattydoo-Gloria - volle Kaufempfehlung von uns!

Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag.

Eine schöne Zeit wünscht
Hana

Dienstag, 18. August 2020

Tolles Shirt für kleine Stoffe - Meine Vivien von Meine Herzenswelt mit Brezeln

Ich mag Brezeln. Schon als Kind fand ich die Optik äußerst faszinierend und natürlich esse ich sie auch gerne: Als Laugenbrezel, mit Käse überbacken, mit Butter und Schnittlauch, als Puddingbrezel, als Salzbrezel in Schokolade (klingt seltsam, aber probiert es! Die sind fantastisch!) ...

Eigentlich wollte ich Fotos mit Brezel in der Hand, konnte aber keine auftreiben. Tragisch: Am Tag nach diesen Fotos bin ich an einer Brezelbäckerei vorbeigelaufen, hatte aber ein anderes Shirt an ...

Diesem Brezeljersey von Lillestoff konnte ich ebenfalls nicht widerstehen, auch wenn dieses Lila nicht ganz meine Farbe ist. Ich habe ein Halbmeterstück bei Tauschticket ergattert, aber für ein ganzes Shirt ist das ein Tick zuwenig.

Im Schrank lag aber noch ein anderes kleines Jerseystück: "Painted" von Mamasliebchen in Dunkelblau, mit interessantem Druck, der wie eine Pinselstruktur wirkt. Hab ich "gebraucht" bei Facebook erworben. Ein toller Kombistoff für Muster!
Obwohl der eine Stoff lila ist und der andere Dunkelblau, passen sie perfekt zusammen. Vielleicht geht das Blau einfach etwas in die Blurple-Richtung?


Stoff-Dreamteam. Ich mag, dass auch der Kombistoff ein - wenn auch dezentes - Muster hat.

Ich war dann eine Weile unschlüssig, welchen Schnitt ich nehmen sollte. Ich wäre auch bereit gewesen, einfach selbst eine Teilungsnaht in ein Shirt zu basteln, konnte mich aber nicht entscheiden.
Als ich kürzlich ein neues Freebook mit Querteilung sah, beschloss ich, einfach das zu nehmen. Also habe ich "Meine Vivien" von Meine Herzenswelt genäht (meine Güte, wie kommt man auf solche Shopnamen?!).

Flatlay: Oben passen die Brezeln, unten wandern sie davon, trotz exakt gleichlanger Seitennähte.

Beim Rückenteil habe ich mich verleiten lassen, es im Bruch zuzuschneiden weil weniger Arbeit. Natürlich ist es dadurch etwas schief geworden (aber nicht so schlimm wie befürchtet).
Beim Vorderteil bin ich dann doch lieber zum einlagigen Zuschnitt übergegangen und es hat sich gelohnt. Bei einer exakt waagerechten Passe fällt es einfach auf, wenn die Brezeln verrutschen.
Aber: Offenbar ist der Stoff etwas verzogen, denn trotz sorgfältigstem Zuschnitt ließen sich die Brezeln unten nicht in eine Reihe bringen. Aber oben finde ichs wichtiger.

Den Ausschnitt habe ich dabei pro Seite um 1 cm verkleinert - bei meinen schmalen Schultern sieht man bei zu breiten Ausschnitten schnell die BH-Träger.

Hinten passen die Brezeln unten, aber nicht oben. Sieht man auf dem Foto leider, äh, zum Glück nicht.

Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Das Shirt sitzt nicht knalleng, aber figurnah - nicht spektakulär, aber brezelig.

Schnitt: "Meine Vivien" von Meine Herzenswelt (Freebook), Gr. 40
Material: Baumwolljersey "Brezeln" von Lillestoff, dunkelblauer Baumwolljersey "Painted" von Mamasliebchen
Änderungen: Den Ausschnitt an den Schultern um je 1 cm verkleinert
Nachnähpotential: Vielleicht, ich finde den Schnitt nicht schlecht!

Verlinkt bei DvD.

Lg
Nria

8. Bloggeburtstag (leicht verspätet) - Sfogliatelle leicht variiert

Unser 8. Bloggeburtstag ist ein bisschen spät dran. Aber in diesem Jahr ist sowieso nichts normal!
Also, hurra, unser Blog wird 8 Jahre und 1 Monat alt! Geburtstag ist super, besonders, wenns Kuchen gibt. Auch verspäteten Kuchen nehmen wir gerne. 

Und weil wir nicht noch mehr Zeit verlieren wollen, legen wir gleich mit dem Rezept los. Diesmal: Italienische Teigtaschen in vereinfachter Form für Leute, die auch keine Zeit haben.

Simplifizierte Sfogliatelle


Wir haben ohne Muffinblech gebacken. Geht auch, kann ich aber nicht empfehlen.

Orientiert haben wir uns an diesem Rezept, aber mit Blätterteig und nur der Hälfte der Füllung.

  • 2 Pck. Tiefkühl-Blätterteig in Rechteckform
  • 25 g Hartweizengrieß
  • 250 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Ricott
  • 75 g Zucker
  • 1 Eigelb
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • ¼ TL Zimt
  • 1 TL geriebene Orangenschale
  • Puderzucker
  • Muffinblech, wenn vorhanden

Grieß, Wasser und Salz in einen Topf geben und zu einem geschmacksneutralen Grießpudding kochen (ca. 10 Minuten). Keine Angst, der wird noch aromatisiert!
Abkühlen lassen.

Ricotta, Zucker, Eigelb, Vanilleextrakt und Zimt verrühren, Grießbrei dazugeben und unterrühren.

Den Blätterteig etwas auftauen lassen und jede Scheibe in 2-3 Stücke teilen, ggf. etwas ausrollen.
Jedes Stück in eine Mulde im Muffinblech drücken, Füllung hineingeben (etwa ein bis anderthalb Esslöffel, je nach Muffinmulden- und Esslöffelgröße).

Im vorgeheizten Backofen bei 175° Umluft ca. 15 Minuten backen.

Leicht abkühlen lassen, mit Puderzucker bestreuen und noch warm servieren!

Es backen und bloggen fröhlich vor sich hin
Hana & Nria

Sonntag, 16. August 2020

7 Sachen 33/2020

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Mich vor der Hitze in Höhlen geflüchtet (das hier ist die Nebelhöhle in Sonnenbühl).
Was sich beim Höhlenbesuch im Hochsommer empfehlen kann: Lange Leinenhose (luftig genug draußen, warm genug für 8°C), Turnschuhe, Socken und Jacke einpacken und erst kurz vorm Besuch anziehen.
Bonus: Sneak Peak aufs Brezelshirt.


 Auf einen Höhlenbären gestoßen (hätte man sich in der Bärenhöhle, um die Ecke der anderen Höhle), aber auch irgendwie denken können.

Neue Fotografieskills vom Online-Fotokurs an dekorativem Höhlenmoos erprobt. Schade, dass ich keine kleinen Miniaturen dabei hatte, die hätten die Szenerie hervorragend bevölkern können.


Einen Schnitt mit einer seeehr pieksigen Nadelrolle abgenommen.
Falls ihr euch übrigens wundert, wieso in letzter Zeit so oft ein leichter Rotschleier auf meinen Fotos liegt: Wir haben eine orangefarbene Markise und ich bin bei 7-Sachen-Fotos zu faul für Farbkorrekturen.


 Rocksäume am Schnitt umgeklappt, damit alle Teile auf den Stoff passen.


Auf nen Sprung vorbeigekommen.


Einen Spind befüllt. Was hab ich lange gesucht, bis ich die Spinde gefunden habe! Die waren alle bei den Herrenumkleiden. Aber hübsch orange.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.   

Donnerstag, 13. August 2020

Die Verlegenheitsbuxe - Pastinaca von Jusajuj

Das hier ist schon die zweite Hose nach diesem Schnitt. Die erste habe ich aber noch nicht fotografiert, daher kommt zunächst diese Version an die Reihe.

Dank gewisser Coronapfunde (super Ausrede) passe ich nicht in meine Sammlung kurzer Hosen. Das ist echt blöd, wenn der Hochsommer naht, also habe ich ein paar neue genäht.

Bei der Kordel bin ich noch nicht so ganz sicher, aber die Hose mag ich.

 Ich hatte ein paar feste Vorstellungen dazu:
- Gummizug (zum Rumsitzen, insbesondere auf längeren Fahrten in Auto, Bus oder Bahn)
- etwas längere Beine (erstens, damit die Beine auf längeren Fahrten nicht so zusammenkleben, zweitens, damit man sich weniger eincremen muss. Ich hasse Sonnencreme. Längere Kleidung ist mein Freund.)
- nicht zu tief geschnitten, sonst rutscht die Hose gern so tief runter
- Taaaschen! Ich nutze die nie dauerhaft, aber bringe da gerne mal kurz einen Schlüssel unter.
- hübsch

Zuerst gucke ich natürlich immer in meiner Zeitschriftensammlung, aber da war nichts Passendes zu finden. Die meisten Shorts hatten einen festen Bund und der Rest sah mir sehr schlabberig aus. Ich hätte nochmal die Summer-Shorts von Pattydoo nähen können (die hat Hana in Gelb und ich in Türkis genäht), aber da mussten wir feststellen, dass uns die lange Version nicht so steht.

Taaaschen!

Also habe ich mich anderweitig umgeschaut und bin bei der Pastinaca-Shorts von jusajuj hängengeblieben. Ist das nicht ein toller Name für einen Schnitt?! (den Shopname finde ich mal wieder doof, aber mich fragt ja keiner.)
Die hat einen Paperbag-Bund (aber eher moderat, nicht mit superviel Stoffgeknubbel), Gummizug, sehr schicke und große Taschen, hinten eine Passe und optionale Beinaufschläge sowie Gürtelschlaufen und einen Gürtel. Finde ich super! Was sie leider nicht hat: Potaschen. Aber ich bin ja flexibel.

Keine Taschen :(


Das Zusammenkleben des Schnitts finde ich so mittelpraktisch - die Blätter werden nirgends abgeschnitten, sondern einfach so überlappend aneinandergelegt. Das ist sicher super, wenn man einen Drucker hat, der randlos drucken kann. Ansonsten hat man Lücken in den Linien. Also so mittelpraktisch.

Die Anleitung fand ich leider schlecht. Oft wusste ich überhaupt nicht, was gemeint ist, obwohl ich schon diverse Hosen genäht habe und wirklich keine Anfängerin bin. Die Bilder waren nicht hilfreich oder passten schlicht nicht zu dem beschriebenen Schritt.
Und die Verarbeitung - der Bund wird einfach doppelt gelegt und angenäht. Sieht von innen nicht sonderlich schön aus. Wirkt auch nicht professionell.
Von diesem Hersteller werde ich definitiv nichts mehr kaufen.
 
Etwas unscharf, aber dafür Detailaufnahme!

Jetzt aber zum Stoff (und zur Erklärung des Beitragtitels): Vor einer Weile habe ich irgendwo ein Reststück weißes Leinen mitbestellt, ungefähr 1,10 m. Eine schöne dicke und strukturierte Qualität, aber irgendwie in dieser Menge nicht gut brauchbar: Der Stoff ist einfach recht fest und hat viel Stand.
Für eine Tunika, die mir ursprünglich vorschwebte, ist der Stoff zu stabil. Für andere Zwecke wie eine Jacke oder ein Kleid reichte die Stoffmenge aber nicht. Ich war ratlos und der Stoff lag traurig im Schrank herum. Irgendwann hat jemand dann offenbar kleinere Stücke davon abgeschnitten, für Belege oder sowas, irgendwelche Kleinteile, als ein anderer Stoff nicht gereicht hat. Und der Stoff wurde noch kleiner. Für eine Shorts vielleicht noch genug, aber von weißen Hosen lasse ich wohlweis(s)lich die Finger.

Im Juni habe ich dann mal Nägel mit Köpfen (oder eher: Hosen aus Leinen) gemacht: Aus dem Materialtauschpaket des Nähkromantenforums hatte ich eine Packung Textilfarbe in Grau getauscht und den Stoff zusammen mit einem anderen (weißer fester Pikee - dazu fiel mir echt nichts ein!) in die Waschmaschine gesteckt. Sie kamen viel tauglicher in freundlichem Grau wieder heraus!

Hat so geraaade eben draufgepasst.

Für die Pastinaca-Shorts hat der schon angeknabberte Stoff so ganz gerade eben gereicht, sogar inklusive Beinaufschläge. Was nicht mehr draufgepasst hat, war der Innenbund (und auf Potaschen musste ich auch leider verzichten). Den habe ich dann mit naturfarbenem dünnerem Leinen ersetzt; sowieso besser bei dem dicken Stoff.

Das Nähen ging beim zweiten Mal schon einfacher als beim ersten Mal; immerhin wusste ich ja, wie das Endergebnis aussehen sollte.
Der Paperbagbund ist aus diesem Material nicht sehr paperbaggig, er wellt sich nur sacht vor sich hin. Aus dünnerem Material funktioniert es prima, aber der Stoff ist wohl zu dick und zu steif. Na ja, kann man nix machen, aber meist trage ich eh ein Shirt drüber.

Trotz aller Schwierigkeiten: S(c)höne Shorts!

Mein Fazit:
Ich habe jetzt schon drei Pastinaken im Schrank - noch Fragen? Den Schnitt kann ich empfehlen, die Anleitung fand ich nicht gut. Es gibt wohl ein Anleitungsvideo, aber mit Videos komme ich nicht gut klar und für mich hats ja auch so geklappt.
Und der Stoff hat endlich einen guten Verwendungszweck gefunden!

Schnitt: Pastinaca Shorts von jusajuj, Version mit Taschen und Gürtel, Gr. 40
Material: recht festes und dickes Leinen (recycelt von einem alten Kleidungsstück),
Änderungen: Gürtelschlaufen im Bund mitgefasst, andere Bundverarbeitung, Potaschen hinzugefügt
Nachnähpotential: Schon geschehen. Empfehlung für den Schnitt, keine Empfehlung für die Anleitung.

Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag.

Lg
Nria

Montag, 10. August 2020

Was vom Juli übrig blieb

Hana hat sich endlich mal wieder mit ihrer Pen&Paper-Runde getroffen und hat ein paar Tage Urlaub am Bodensee verbracht (große Empfehlung!)
Nria war nicht im Urlaub, hat aber dafür ihrem Rotbart mehr vom Münsterland gezeigt.

Link-Tipps im Juli:


Italien? Nein, Deutschland am Bodensee!
 
Für uns selbst genäht im Juli:
Leslira-Dschungelkleid
Brezelshirt
Palmwedel-Pastinaca
dunkelblaues Larp-Wollkleid (Ufo vom November)
Kranich-Top
Nautical-Sweatshirt

Angefangene Projekte:
Leuchtturm-Sweatjacke
Hurray-Shirt

Neue Schnittmuster, Anleitungshefte und Bücher:
Jerseybluse "Mariechen" von Sugarcoat
T-Shirt "Meine Vivien" (Freebook) von Meine Herzenswelt
Fashion Style 08/2020
"Silk n Stars"-Kleid und Jumpsuit von Sewera (Freebook)
Kleid Annie von Emmilou
Shirt "Raffaelle" von Schnittmusterlounge

Stoff gekauft: Nria: 8,2 m; Hana: 1 m
Nria: 1,5 m Tropenblätterjersey, 1,5 m weißer Orangenjersey, 1,3 m blauer Orangenjersey, 3,90 m fließender blauer Stoff
Hana:1 m Dino-Jersey
Stoff vernäht: Nria: 4,9 m; Hana; 1,8 m
Nria: 1,5 m Tropenblätterjersey, 0,5 m Brezeljersey, 0,25 m Painted-Jersey, 1,2 m Nautical-Sommersweat, 0,5 m bedrucktes Leinen, 0,95 m Hurray-Jersey
Hana: 1,8 m Sommersweat-Panel "Red Sand"


Wir freuen uns im August auf:
Das alljährliche Epic Empires muss ausfallen :( Aber der Monat fängt gleich mit Shadowrun an und Nria plant wieder den Schwarzwald zu besuchen (dort ist es hoffentlich schön kühl!).

Sonntag, 9. August 2020

7 Sachen 32/2020

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Eine Kiste für den Neffen-in-spe beklebt und gepackt und mit wichtigen Schulkind-Utensilien wie Papierflieger-Bastelset und Hai-Schleim befüllt.


Gasthände: Hanas Liebster hat Limonade gemacht (Glas vorne) und Eistee (Flaschen hinten). Mit Eiswürfeln. Vielen Eiswürfeln.


Sendung mit möglichst kühlem Inhalt eingeschaltet (gibts auf Netflix).


Spaghettieis gekauft und in thematisch passender Kühltüte nach Hause getragen.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.