Montag, 18. Februar 2019

[Gespielt] Tubyrinth - ein Legespiel von Game Factory

Tubyrinth ist einfaches Spiel. Oder doch nicht so einfach?

Jeder Spieler bekommt einen Spielplan - die sind zweiseitig bedruckt und es liegt ein ganzer Haufen davon in der Packung.
Die Pläne zeigen Erdboden mit lauter Dingen drin (das sind Hindernisse) und zwei Wasseranschlüssen.

Wir bekommen einen Stapel schicke Rohre (ganz unterschiedliche Ausführungen! Aus Kupfer, aus Stahl, aus Holz, mit Elektrogebrizzel ...) und müssen die Anschlüsse verbinden, mit mindestens 5 Plättchen (mehr geben Extrapunkte). Offene Anschlüsse zu den Seiten weg sind egal, lassen sich auch nicht vermeiden.

Tubyrinth vom Game Factory-Verlag

Die Rohr-Plättchen dürfen wir dabei drehen und wenden, wie wir wollen (die Rückseite ist spiegelverkehrt bedruckt und darf verwendet werden), aber natürlich müssen die Anschlüsse immer aneinanderpassen und die dunklen Hindernis-Felder müssen frei bleiben.

Zwei der Spielpläne (es sind Vorder- und Rückseite bedruckt)

Wer als Erster seine Wasserleitung fertig hat, ruft "Wasser marsch!" und dreht die Sanduhr um - die Zeit für die übrigen Spieler läuft ab ...

Dann werden Punkte verteilt, für vollständige Rohrsysteme, Schnelligkeit (absteigend in der Reihenfolge, in der man fertig wurde) und für über die notwendigen fünf hinaus verwendeten Rohrplättchen - aber nur, wenn sie als notwendige Bauteile zum Rohrsystem gehören, nicht, wenn sie nur eine Extraschlaufe drehen.

Jeder rückt die entsprechende Punktezahl mit seinem Punktezählrohr auf der Skala vor und weiter gehts in die nächste Runde.

Tubyrinth - Spielaufbau

Man kann es nicht leugnen: Die Spielpläne sind unterschiedlich schwierig. Mal bekommt man einen mit großen freien Flächen, in dem es diverse Möglichkeiten für Rohrsysteme gibt, mal einen voll mit Hindernissen, in dem nichts klappen will.

Deshalb werden alle Spielpläne von allen Spielern verwendet: Nach einer Runde werden die Pläne auf die Rückseite gedreht, nach der zweiten Runde wieder umgedreht und an den Nachbarn weiter gegeben - und so weiter. So erhält jeder mal einen komplizierteren, mal einen einfacheren Plan, und jeder hat trotz unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden dieselben Chancen. Durchs Umdrehen der Pläne kann man sich nicht die Lösung des Vorgängers merken.

Rohre für jeden Geschmack!

Das Spielmaterial ist hübsch anzuschauen und liebevoll gestaltet - die einzelnen Rohrleitungen sind gut voneinander unterscheidbar, und auf den Spielplänen kann man wahrlich auf Entdeckungsreise gehen - halbverbuddelt findet man da allerlei historische, phantasische und spacige Schätze vom Dinosauerknochen bis zum Raumschiffteil.

Aber auch das Spielprinzip überzeugt - Tubyrinth macht Spaß zu spielen, ob gegen Mitspieler oder als Solo-Variante nur gegen die Zeit. Dank der einfachen Regeln ist Tubyrinth auch für Nicht- und Wenigspieler gut geeignet, aber auch für knobelfreudige Vielspieler ein nettes Spielchen zwischendurch. Unsererseits gibt es eine Empfehlung dafür!

Ein Spiel für:
Puzzlefreunde

Kein Spiel für:
Strategen

Autor: Martin N. Anderson
Titel: Tubyrinth
Verlag: Game Factory
Erscheinungsjahr: 2016
Mindestalter: 8 Jahre
Spieleranzahl: 1-6
Spieldauer: 20 Minuten

Sonntag, 17. Februar 2019

7 Sachen 7/2019

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Auf dem Rückweg von der Autowerkstatt unterwegs angehalten, um ein nettes Alpaka zu fotografieren. Muss mal recherchieren, ob es hier auch sowas wie Alpaka-Wanderungen gibt ...


Stoffrestverbrauch! Ein Stück Cord wird zur "Jeans" Gloria von Freuleins. Ja, ich habe kurze Beine.


Eierlikörkuchen gefrühstückt. Mjam.


Gelesen. Römer im Weltraum - interessante Genre-Mischung!


Einen Haufen grüne Larp-Klamotten an eine Freundin ausgeliehen.


Die Stoffgewichte gleich nochmal eingesetzt - diesmal für die Futter-Bestandteile der Hose. Ich finde, sie sehen begeistert aus!


An einem Ufo herumgebastelt. Ich hoffe, diesmal wird das was!

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung

Samstag, 16. Februar 2019

Wir misten unsere Blogroll aus.

... das ist ja so ein Blogger-Tool, das man einmal einrichtet, vielleicht noch ein, zweimal einen neuen Blog hinzufügt und dann für die nächsten Jahre ignoriert.

Bis man irgendwann feststellt, wie wenig in der Blogroll noch passiert ... es gibt ja immer diese Blogs, da hofft man noch lange, dass den Blogautor irgendwann wieder die Schreiblust packt, aber meistens leider doch vergebens.
Bei anderen Blogs sehen wir oft Blogrolls, in denen die meisten "Letzten Beiträge" 3, 5 oder gar 10 Jahre zurückliegen - nicht so hilfreich.



Also wird unsere Liste jetzt* mal angepackt. In alphabetischer Reihenfolge.

Die alte Liste:
Centi bastelt - Aktiv, lesen wir sehr gern, bleibt natürlich!
Cry of the Scissorbird - Letzter Post: 13. Juni 2017. Nachdem das Projekt Natron&Soda eingestellt wurde und Soda schon länger nicht mehr bloggt, ist Natron auch nicht mehr aktiv ... sehr schade. Immerhin gibt es das Natron&Soda-Forum als Nähkromanten-Forum noch. Blog muss aber raus aus der Liste.
Mara Macabre - Letzter Post: 26. Januar 2019, darf bleiben
Mass Effect Pen, Paper and Tabletop - Letzter Post: 15. November 2016. Darf aus Nostalgiegründen bleiben - reinschauen lohnt sich immer noch für Pen&Paper-Freunde!
Fr.Ausverkauft! - Letzter Post: 16. Dezember 2018, darf bleiben
Tortentantes Tortenwelt - inzwischen auf privat gestellt, kommt also weg. Ihre Rezeptesammlung konnten wir uns vorher glücklicherweise noch sichern ...
Palandurwens Imaginarium - Letzter Post: 20. März 2018, muss leider gehen
ULRIKES SMAATING - Aktiv und bisher der neueste Blog in unserer Blogroll, bleibt!

Dafür ist Platz für Neues, also kommen frisch dazu neue Blogs, die wir gerne mögen.

Die Neuzugänge:
Grüne Würfel - Julia handarbeitet für Alltag und Larp.
PeterSilie&Co - hier bloggen auch zwei Schwestern über Selbstgenähtes (allein deshalb verlinken wir den Blog doch gern!), dazu noch die Mutter, und alle drei präsentieren tolle Sachen. Lesen wir sehr gern!
Beswingtes Allerlei - Mode der 30er, 40er und 50er Jahre - und die besten Beiträge über Schnittmusteranpassung, die wir je gesehen haben!
Celefindels Creations - hier findet ihr fantastische (in vielerlei Wortsinn ;)) Kostüme.
Sorores Historae - Alltagsleben im 13. Jahrhundert -
Sleepless In Bavaria - Bianca ist unheimlich produktiv und näht tolle Sachen!

Beim Raussuchen der neuen Blogs bin ich gleich mal die Liste der Blogs, denen ich folge, durchgegangen und habe Blogs daraus gelöscht, die entweder nicht mehr existierten oder deren letzte ein Jahr oder länger her ist - die Liste ist jetzt um 70 Blogs kürzer.

*ok, in den nächsten Tagen. Damit ihr unsere alte Liste nochmal bewundern könnt ;)

Hand aufs Herz: Hätte eure Blogroll das auch mal nötig?

Freitag, 15. Februar 2019

Vergleich: Der große Nähzeitschriften-Überblick

Wir nähen seit Anfang des Jahrtausends und seitdem sind uns viele Nähzeitschriften über den Weg gelaufen - momentan ist Nähen ja hip und es werden gerade immer mehr! Pauschal können wir nicht sagen, welche wir am besten finden; das wechselt und zudem haben alle auch irgendwelche Nachteile.

Also vergleichen wir heute!

Für Zeitschriften, die ausschließlich Plusgrößen oder Kindermodelle enthalten, sind wir (aktuell) nicht die Zielgruppe. Daher führen wir sie in dieser Übersicht nicht auf.


Am Vergleich nehmen teil:
Burda Style
Burda Easy
Ottobre Woman
Fashion Style (= Knipmode)
Nähtrends (= Patrones)
Meine Nähmode
My Image
NähStyle (ehemals DianaModen)
Lillestoff-Magazin

Es fehlen, weil wir sie noch nicht getestet haben:
La Maison Victor
MilliBlu's 

Wichtig ist für uns, dass die Zeitschrift eine Schnittmusterübersicht hat - die können wir kopieren für unser Nähzeitschriften-Management. Sehr empfehlenswert! Wenn man schon eine größere Sammlung hat, dauert das Erstellen zwar etwas, aber es spart danach sooo viel Zeit, wenn man einen Schnitt sucht!

Auf der Seite Schnittmustersammlung findet ihr unsere komplette Sammlung aus Nähzeitschriften und Einzelschnitten samt Links zu dem daraus Genähten.

Ein Hinweis vorab:  Wir schildern unsere subjektiven Eindrücke. Dass wir einen Schnittbogen als übersichtlich oder eine Anleitung als unverständlich empfinden, muss nicht auf alle Nutzer zutreffen! Schaut euch die Hefte einfach selbst an, vielleicht entdeckt ihr ja unerwartet ein Juwel!
Noch ein Hinweis zur Modell-Anzahl: Oft werden Varianten eines Modells als verschiedene Modelle präsentiert. Da Varianten sehr unterschiedlich (z.B. zwei Kleider mit gleichem Oberteil, aber unterschiedlichem Rockteil), aber auch sehr ähnlich (eine Borte zusätzlich aufgenäht) ausfallen können und es schwierig ist, eine Grenze zu ziehen, zählen wir die Modelle i.d.R. einzeln, es sei denn, sie sind wirklich quasi identisch.

Burda Style
Besonderheit: wohl die verbreitetste und beliebteste deutsche Schnittmusterzeitschrift. Viele Schnittmuster sind auch als PDF-Einzelschnitt erhältlich und Burda bietet zusätzlich zum Magazin ein großes Sortiment Einzelschnittmuster sowohl als Papierschnitt als auch als PDF an. Die Burda versteht sich auch als Fashion-Magazin, weshalb auf den Fotos "schicke Pose" vor "Erkennbarkeit des Kleidungsstücks" geht und im Gegensatz zu quasi allen anderen Nähzeitschriften viele Kombiteile abgebildet sind, die nicht als Schnitt im Heft enthalten, sondern gekauft sind.
Preis: ca. 7 €
Modellanzahl:  ca. 40 (wobei zwischen manchen Modellvarianten kaum ein Unterschied besteht)
Erscheinungsweise: monatlich
Stil: stark an aktuellen Modetrends orientiert, dadurch teils aber geschmacklich sehr polarisierend. Oft eher auf Büro- oder Partykleidung ausgelegt als auf Alltags-Freizeitmode, aber das wechselt.
jeder Schnitt in jeder Größe enthalten? nein
Größenumfang: 36-42, manche Modelle auch in 32, 34 oder 44, dazu in jeder Ausgabe einige Plusgrößenmodelle in 44-52, einige Kindermodelle (unterschiedliche Größen) und meist je ein Schnitt in Kurz- und Langgröße; gelegentlich einige Herrenmodelle
ausgelegt auf Körpergröße: 1,68 m
Schnittbogen: groß, 4-farbig, relativ übersichtlich für die Menge an Schnittmustern
Anleitungen: meist verständlich (vorausgesetzt, man kennt die notwendigen Fachbegriffe), eine farbig bebilderte Anleitung pro Ausgabe, ausführliche Angaben zur Stoffwahl
Homepage: https://www.burdastyle.de/ 


Burda Easy
Besonderheit: wenige Modelle, bebilderte, ausführliche Anleitungen. Die Modelle sind nicht immer einfach für Nähanfänger, das "easy" bezieht sich eher auf die Anleitungen!
Preis: ca. 7 €
Modellanzahl: ca. 22
Erscheinungsweise: 2x jährlich (Frühjahr und Herbst)
Stil: wie Burda Style
jeder Schnitt in jeder Größe enthalten? ja
Größenumfang: 34-44
ausgelegt auf Körpergröße: 1,68 m
Schnittbogen: enthält einzelne, nicht überschneidende Schnittmuster wie bei Einzelschnittmustern - maximale Übersichtlichkeit
Anleitungen: farbig (!) bebildert, gut verständlich. Achtung: Die Burda Easy ist "easy" nur in Relation zu anderen Zeitschriften - man hat den Komfort von Einzelschnittmustern zum Preis einer Zeitschrift. Das bedeutet nicht, dass jedes der Schnittmuster für einen absoluten Anfänger leicht machbar ist. Sehr komplizierte Schnittmuster wird man hier trotzdem nicht finden.
Homepage: siehe Burda Style


Ottobre Woman
Besonderheit: aus Finnland, tatsächliche Durchschnittsfrauen als Models (große, kleine, dicke, dünne, alte, junge ... das finden wir großartig!)  
Preis: 10,75 € (der Preis steigt allerdings öfter mal)
Modellanzahl: ca. 20
Erscheinungsweise: 2x jährlich (Frühjahr und Herbst)
Stil: sehr alltagstauglich, oft eher schlichte Modelle und oft etwas weiter geschnitten, manchmal etwas eigenwillig
jeder Schnitt in jeder Größe enthalten? ja!
Größenumfang: alle Modelle in 34-54
ausgelegt auf Körpergröße: 1,68 m
Schnittbogen: sehr festes Material, 5-farbig, leider sehr dicke Linien (erschwert das Auffinden der richtigen Linien bei Überschneidungen)
Anleitungen: Ganz gut, manchmal etwas kompliziert, mäßig hilfreiche Stoffangaben (nur Angaben zum tatsächlich verwendeten Material, nicht für andere mögliche Stoffe). Manchmal sind Kleinteile wie Belege nicht extra auf dem Bogen, sondern müssen vom Hauptteil abgezeichnet werden. Was mir fehlt: Zuschnittpläne!
Homepage: https://www.ottobredesign.com/de/ (dort kann man sämtliche Modelle auch älterer Ausgaben anschauen und die Zeitschrift virtuell durchblättern)


Fashion Style (= Knipmode)
Besonderheit: deutsche Ausgabe der niederländischen Knipmode (enthält aber nicht die gelegentliche Extrabeilage der Knipmode, außerdem fehlen manchmal Sondermodelle wie Karnevalskostüme). Die Modelle sind auch online als PDF-Einzelschnitt auf Niederländisch erhältlich.
Preis: 6 €
Modellanzahl: ca. 25
Erscheinungsweise: monatlich (die deutsche Ausgabe erscheint einen Monat später als die niederländische)
Stil: Modern, aber alltagstauglich, viele Kleider
jeder Schnitt in jeder Größe enthalten?  ja
Größenumfang: alle Modelle in 34-54
ausgelegt auf Körpergröße: 1,72 m (aber: Die 4 cm Mehrlänge zu den üblichen 1,68 m stecken nur in den Beinen!)
Schnittbogen: Mittelmäßig übersichtlich. Achtung: Oft sind kleinere Teile wie Besätze, Taillenband, Knopfleiste o.ä. nicht als eigenes Schnittteil auf dem Bogen zu finden, sondern direkt an den größeren Teilen angezeichnet.
Anleitungen: Gute Anleitungen. Super: In der Schnittübersicht sind Modelle aus dehnbaren Stoffen markiert. Und alle Kanten der Schnittteile sind mit einem Buchstaben benannt, was oft das Zusammensetzen und das Verstehen der Anleitung sehr erleichtert.
Homepage: https://knipmode.nl/ (auf Niederländisch, aber dort kann man die Schnittübersicht anschauen, auch von älteren Ausgaben)


Nähtrends (= Patrones)
Besonderheit: deutsche Ausgabe der spanischen Patrones, recht wenige Modelle inkl. einiger Kindermodelle
Preis: 6 €
Modellanzahl: ca. 40
Erscheinungsweise: monatlich
Stil: modern
jeder Schnitt in jeder Größe enthalten?  nein
Größenumfang: insgesamt 38-56, aber pro Modell nur 3 Größen (immer unterschiedliche), vereinzelt noch größere/kleinere Größen. Aufteilung in 2-Größen-Sprünge (z.B. 38,42,46), Zwischengrößen muss man sich selbst zurechtbasteln
ausgelegt auf Körpergröße: 1,65 m
Schnittbogen: ziemlich klein, übersichtlich (wegen der wenigen verfügbaren Größen), 5-farbig. Kaum Markierungen und Passzeichen auf den Schnittmustern.
Anleitungen: Enttäuschend sparsam. Bei den Materialangaben wird die Reißverschlusslänge nicht angegeben, auch die Länge von Raffungen muss man selbst ausmessen. M.M.n. nicht gut geeignet für Nähanfänger. Stoffangaben beziehen sich nur aufs jeweilig fürs Foto genähte Beispiel-Modell und sagen nichts darüber aus, welche Stoffe sonst möglich sind.
Homepage: -  


Meine Nähmode
Besonderheit: Enthält Simplicity-Modelle (die sonst als Einzelschnittmuster erhältlich sind), daher bebilderte Anleitungen
Preis: 6 €
Modellanzahl: ca. 22 (jeweils in verschiedenen Längen- und anderen Varianten)
Erscheinungsweise: 6x jährlich, manchmal zusätzliche Spezialhefte
Stil: manchmal modern, manchmal ausgefallen, oft eher klassisch bis etwas bieder. Basismodelle (glockige Röcke, weite Hosen, schlichte Jacken) wiederholen sich oft in sehr ähnlichen Varianten
jeder Schnitt in jeder Größe enthalten?  nein!
Größenumfang: unterschiedlich - ca. 36-54, aber oft nur 2-3 Größen pro Modell, also aufgepasst beim Kauf! Wenn das Wunschmodell nicht in der eigenen Größe verfügbar ist, kann man aber immer noch den entsprechenden Simplicity-Einzelschnitt kaufen (falls noch erhältlich - und suchen muss man ihn selbst; die passende Nummer ist nicht im Heft angegeben)
ausgelegt auf Körpergröße: 1,68 m
Schnittbogen: 2-farbig (rot/schwarz), eher unübersichtlich.
Anleitungen: bebildert und ausführlich, verständlich
Homepage: -  


My Image
Besonderheit: Modellübersicht (teilweise) bereits auf der Titelseite. Vom niederländischen Designerteam Made by Oranges, das auch Einzelschnittmuster anbietet.
Preis: ca. 6 €
Modellanzahl: ca. 16
Erscheinungsweise: 2x jährlich, manchmal zusätzliche Spezialhefte
Stil: eher schlicht, aber modern; recht wenige Modelle, die dafür in verschiedener Ausführung gezeigt werden, inkl. einiger Kindermodelle
jeder Schnitt in jeder Größe enthalten?  nein
Größenumfang: 32-52
ausgelegt auf Körpergröße: 1,70 m
Schnittbogen: 5-farbig, mittelmäßig übersichtlich
Anleitungen: noch nicht getestet
Homepage: http://www.imagewearpatterns.com/index.php/de/  (dort kann man sämtliche Modelle auch älterer Ausgaben anschauen und die Zeitschrift virtuell durchblättern)



NähStyle (ehem. Diana)

Preis: 6 €
Modellanzahl:  ca. 33
jeder Schnitt in jeder Größe enthalten? ja
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Stil: oft interessante Details, aber oft etwas bieder und untailliert
Größenumfang: 38-48
ausgelegt auf Körpergröße: 1,68
Schnittbogen: 2-farbig (rot/schwarz), recht unübersichtlich
Anleitungen: Relativ verständlich.
Homepage:


lille-Magazin

Besonderheit:  Vom Lillestoff-Hersteller, daher sind alle Modelle dessen Stoffen genäht
Preis: 11,80 €

Modellanzahl: 12 Damenmodelle (ggf. wenige Kindermodelle)
jeder Schnitt in jeder Größe enthalten? nein
Erscheinungsweise: zweimal jährlich? (gibt es erst seit 2018)
Stil: modern, sehr alltagstauglich
Größenumfang: 32-46 (vieles auch bis 54), einige Modelle nur in Doppelgrößen
ausgelegt auf Körpergröße: 1,68 m
Schnittbogen: sehr übersichtlich
Anleitungen: Sehr ausführlich. Haben wir aber noch nicht getestet.
Homepage: https://lillestoff.com/



Andere Übersichten: 
Constanze vom Blog Nahtzugabe hat bereits 2013 eine Übersicht der Schnittmusterzeitschriften angelegt, aber seitdem hat sich das Angebot doch sehr verändert und zudem hat sie eine andere Herangehensweise. Ihre Beiträge findet ihr hier:
Teil 1: Deutsche Zeitschriften
Teil 2: Fremdsprachige Zeitschriften

Wie sind eure Erfahrungen?

Donnerstag, 14. Februar 2019

La Glenna in Space - Sweatkleid nach Schnittgeflüster

Was war ich glücklich, als ich diesen Sommersweat mit Space-Druck fand! Ich liebe nämlich Science Fiction und den Weltraum. Das passt doch super zum Valentinstag.

Space!
 
Solche Muster sind gar nicht so einfach zu finden. Um 2012 habe ich mal einen blau-/schwarzgrundigen Space-Jersey bei Spoonflower bestellt. War nicht billig und ich war etwas enttäuscht - der Druck war recht blass und hätte schärfer sein können.
Genäht habe ich daraus nur Akzente für ein Nicki-Shirt (ich habe keine Ahnung, was ich mit dem Rest gemacht habe; ich hatte 2 Meter davon!):

Nicht mein Lieblingsshirt.

Richtig viel Auswahl an Space-Stoffen gibt es immer noch nicht (ok, viele sind mir einfach nur zu kitschig bzw. nicht realistisch), aber Metryicentimetry hat einen tollen Druck, der sogar in vielen verschiedenen Stoffarten angeboten wird (leider nicht als einfacher Baumwollwebstoff; er wäre perfekt für Patchwork!). Und ständig ausverkauft ist. Kein Wunder!
Die einzige Chance, an die Stoffe zu kommen, ist, sich per Email benachrichtigen zu lassen und nicht lange zu zögern ;)

Was mich etwas stört: Hinten ist der Rapport nicht schön verteilt. Da hätte ich besser einlagig zugeschnitten.


Beim letzten Restock habe ich aber 3 Meter gekauft und sofort angeschnitten (nach dem Vorwaschen natürlich).

Ich habe mich für den Schnitt "La Glenna" von Schnittgeflüster entschieden, ein Sweatkleid mit Prinzessnähten. Laut Anleitung soll man den Elasthananteil prozentual von seinen Maßen abziehen und danach die Größe wählen, aber das wäre für meinen Geschmack viel zu eng. Ich mag knallenge Kleidung einfach nicht. Also habe ich schlicht meine normale Größe nach Maßen ausgesucht.

Die Schultern sind vielleicht einen Tick zu breit?

Das Kleid fällt dennoch etwas lockerer als vorgesehen, weil ich eine etwas zu geringe Nahtzugabe genommen habe (der Schnitt hat eine Version mit und eine ohne Nahtzugaben dabei, toll!) - 1 cm waren drin, 0,7 cm habe ich genäht. Das hat man davon, wenn man mehrere Dinge gleichzeitig näht,
man kommt durcheinander ... weil ich aber keine Lust hatte, die Nähte aufzutrennen, habe ichs halt so gelassen und einen etwas lockereren Sitz in Kauf genommen.

Ich mag die Musterverteilung am Oberteil!


Es gibt eine Version mit (großen) Taschen; ich wollte das Kleid lieber schlicht. Ich habe einfach oben ein Bündchen angesetzt, alles gesäumt, fertig.

Ich mags!

Schnell genäht, bereits getragen und ich liebe es sehr!

Schnitt: "La Glenna" von Schnittgeflüster, Gr. 38, Version ohne Taschen und mit Bündchen
Material: Sommersweat "Galaktyka" von metryicentimetry.pl
Änderungen: Ärmel gekürzt
Nachnähpotential: Gerne! Dann mit der richtigen Nahtzugabe.
Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag und Sew La La.

Lg
Nria

Mittwoch, 13. Februar 2019

3 Nähhelfer, die sich für uns NICHT bewährt haben

Fehlkäufe gibt es nicht nur bei Kleidung - so wie wir praktische Nähhelfer besitzen, die wir niemals missen wollen, haben wir auch einige Dinge, die uns beim Kauf superpraktisch erschienen, die wir aber nie benutzen.

1. Kreiderad & Kreiderad mit Abstandhalter


Die Theorie:
Was erschien uns beides verlockend! Keine Minen anspitzen, spielend leicht über den Stoff gleiten, statt fest mit Kreidestiften aufzudrücken und dabei den Stoff zu dehnen ...
Die Praxis:
Der Kreidestaub liegt nur locker auf dem Gewebe aus und verpulvert sich oft schon, wenn man den Stoff leicht anhebt, um ihn mit der Schere zuzuschneiden (wir sind keine Rollschneider-Besitzer). Das einzelne Kreiderad ist zu schwergängig - Stoffe verrutschen oder verziehen sich damit genauso wie mit normaler Schneiderkreide (es funktioniert auf Webstoffen ganz gut, wenn man auf dem Tisch zuschneidet, aber das ist eine Kombi, die bei uns selten vorkommt). Und der Abstandhalter - in der Praxis schätzen wir die Nahtzugabe entweder, oder nehmen 1-2-3 Finger als Maß, oder messen den Abstand doch ab, wenn es ganz präzise ein bestimmtes Maß sein muss (der Abstandhalter kann ja nur 3 verschiedene Festmaße)

2. Selbstlöschender Markierstift


Die Theorie:
Praktisch - Markierungen, die man nicht auswaschen muss!
Die Praxis:
Leider kann man sich nicht aussuchen, wann die Markierungen verschwinden. In der Regel tun sie das zu schnell. Oft wird man unterbrochen, vom Postboten oder das Essen ist fertig, und die Markierungen sind weg. Reden wir erst gar nicht davon, dass ein Teil zum UfO wird und erst nach Wochen oder Monaten wieder angefasst ...

3. Zwillingsnadel



Die Theorie:
Superschöne Shirtsäume, wie gekauft!
Die Praxis:
Erstmal ist es gar nicht so verlockend, von einem teuren Garn in spezieller Farbe, die man selten braucht, gleich zwei Rollen zu kaufen (oder auf eine leere Rolle umzuspulen, auf der dann immer viel zu viel oder zu wenig Garn fürs Projekt ist), die dann beide ewig rumliegen. Und dann ... wird nicht jeder Zwillingsnaht-Saum schön. Je nach Stoff erfordert es ewiges Rumprobieren, damit der Stoff zwischen den beiden Nähten keine Wulst bildet - und da greifen wir dann meist doch zur normalen Nadel und einem dekorativen breiten Stich in Overlock-Optik, der so gut wie immer gelingt, ohne erst irgendwelche Einstellungen vornehmen zu müssen.
Der Grund für die Wülste ist übrigens, dass die Zwillingsnadel eigentlich gar nicht für glatte Säume, sondern für Biesen gemacht ist.

Welche Flop-Erfahrungen habt ihr mit Nähhelfern gemacht? Oder seid ihr rundherum zufrieden mit all eurem Zubehör?

Dienstag, 12. Februar 2019

Anker, Schwalben und Dreiecke - mehr Mini-Utensilos

Ich habe im letzten Jahr schon mal einige Mini-Stoffkörbchen genäht. Jetzt fielen mir noch ein paar Gegenstände ein, die dringend einen Aufbewahrungsort brauchen. Und die Stoffreste waren mir noch nicht ausgegangen ...

Ich experimentiere gerade mit Fotohintergründen. Wundert euch nicht ;)

Angefangen habe ich mit Körbchen aus Wachstuchresten (die hat mir eine Freundin geschenkt, danke!).
Der Schwalbenstoff war geradezu großzügig bemessen; ich hätte glatt zwei ganze Utensilos samt Futter daraus nähen können.
Zuerst wollte ich ihn mit dem anderen Wachstuch kombinieren, habe mich aber dann für zwei einzelne Körbchen mit jeweils einfarbigem Futter entschieden.
Das Schwalbenkörbchen ist mit Türkis gefüttert und bietet jetzt Platz für kleine Handcremetuben. Die lagen bisher verstreut auf meinem Regal herum und sahen sehr unordentlich aus!

 

Der Ankerstoff dagegen war wirklich nur ein kleines Stück und ich musste eine zusätzliche Naht in Kauf nehmen, um das Schnittmuster unterzubringen. Der winzige Rest könnte vielleicht noch eine Applikation werden, sonst ist das Stöffchen aufgebraucht.
Hier habe ich mich für ein rotes Futter entschieden, das einen wunderbaren Kontrast zum dunkelblauen Wachstuch bietet. Eingezogen sind meine Glasmarkierer (das sind gar nicht alle - einige konnte ich gar nicht finden; höchste Zeit, dass ich eine Sammelstelle für die Dinger habe!).


Und dann war da noch das ganz kleine Stück Kunstleder, mit dem ich erst gar nichts anfangen konnte. Es war bei einem Jerseystoff dabei, den ich gewonnen habe, ist handbedruckt und soll laut Packung eigentlich zu einer Ansteckblume verarbeitet werden. Ich bin aber nicht so der Blumenträger und war daher ziemlich ratlos. Zum Wegwerfen wars auch zu schade ...

Als ich die Wachstuch-Utensilos zugeschnitten habe, kam mir dann die Idee: Ich habe den Utensilo-Schnitt auf den Kunstlederstreifen gelegt und siehe da, von der Länge her passte er ziemlich exakt drauf! Oben habe ich den Schnitt oben etwas gekürzt, aber der Umschlag, den ich bei den ersten Utensilos hatte, ist ja sowieso optional.

Wie dafür gemacht! Eigentlich ist der blaue Druck ziemlich dunkel, glänzt aber im Licht, wie man hier erahnen kann.


Gefüttert habe ich das Körbchen mit einem blauen Pikee (ein Rest von meinem schönen, aber sehr speziellen Rüschenkleid), mit Vlieseline verstärkt, weil das Kunstleder wirklich sehr weich und labberig war. Jetzt beherbergt es ein Häufchen Jeansknöpfe und gefällt mir ziemlich gut!


So schön kontrastreich ist das Muster nur, wenn Licht drauffällt; eigentlich ist das Blau sehr dunkel. Aber die Knöpfe scheint das nicht zu stören :)

Die Körbchen stehen jetzt herum und verbreiten Farbe und Ordnung. Und mir fallen schon einige neue Dinge ein, die lose rumfliegen und ein Körbchen gebrauchen könnten ...

Verlinkt beim Creadienstag, Handmade on Tuesday und Wir machen klar Schiff im Nähzimmer.

Lg
Nria