Die Bluse Austin habe ich schonmal gebloggt, aber eigentlich die zweite Version davon, nämlich die Glühwürmchen-Bluse. Das hier ist das erste Teil. Es lag jetzt fast 2 Jahre im Schrank, bis ich endlich zum Fotografieren gekommen bin ... leider ungebügelt, aber ich wollte das jetzt endlich mal erledigen!
Ich liebe Jerseyblusen - sie teilen sich mit Sweatblazern Platz 1 der besten Kleidungsstücke: Bequem, aber gleichzeitig etwas "angezogener" als T-Shirts oder Kapuzen-Sweatjacken.
![]() |
| Ich mag das Muster. Aber es ist eigentlich zu blass für mich, und die Passform der Bluse ist auch nicht so toll. |
Leider sind Schnittmuster dafür eher selten. Ich kannte bisher genau drei - einmal mein absoluter Favorit Umeko_B (habe ich schon ganze viermal genäht, hier meine liebste Version aus blauem Viskosejersey), dann eine Bluse aus der Ottobre 5/2007 und schließlich die Bluse Leanna von Lillesol & Pelle, was allerdings eine Marke ist, die ich bisher nicht ausprobiert habe (dass es nur eine Fertig- und keine Körpermaßtabelle gibt, ist ein eher schlechtes Zeichen).
![]() |
| Die Idee der Ärmel gefällt mir. Aber die Umsetzung nicht. Gebügelt auch nicht besser. |
Jetzt habe ich bei Herzenssachen die Bluse "Austin" von Schnittmuster Berlin gesehen - und sofort nachgekauft! Die Bluse hat einen Reverskragen und sehr ungewöhnliche Puffärmel mit tulpenförmigem Saumabschluss, was noch ein Bonuspunkt ist.
Was ich beim Schnittmuster schön finde: Es gibt ein richtiges Deckblatt zum Drucken, auf dem eine Schnittskizze (vorne und hinten), der Schnittname mit Größenspektrum und hinterer Länge, Stoffempfehlung, Stoffverbrauch und sonstigen benötigten Zutaten zu finden ist. Außerdem eine farbige Skizze auf der Figurine, aber die habe ich vorm Drucken entfernt. Wäre wirklich super, wenn jeder Hersteller so etwas anbieten würde - mein Schnittordner wäre so übersichtlich!
![]() |
| Hier sieht man das schöne Muster etwas besser. |
Was ich weniger gut finde: Es sind Abnäher enthalten, aber erst ab Gr. 42. Versteh ich einfach nicht, was das soll.
Praktischerweise kommt man bei meiner Kleidergröße gut mit einem Meter Stoff aus (1,10 sind angegeben, aber ich schneide Musterstoffe einlagig zu). In meinem Schrank liegen nämlich einige Ein-Meter-Stücke mit besonderen Jerseys, für die mir ein normaler T-Shirt-Schnitt zu schlicht ist!
Weil ich nicht sicher war, ob meine FBA ausreicht, habe ich erstmal mit einem eigentlich aussortierten Stoff probegenäht: Ein reiner Baumwolljersey ohne Elasthan, weiß mit gestrichelten Hexagons in Türkis. Der lag schon geschlagene 7 Jahre im Schrank! Vermutlich war mir schon beim Kauf klar, dass so helle Farben nicht mein Ding sind, aber das Wabenmuster hatte es mir einfach angetan.
Nach dem Nähen habe ich tatsächlich mehrere Monate nach den richtigen Knöpfen gesucht. Ich wollte keine türkis- oder petrolfarbenen, weil die Farbe sowieso nicht so mein Ding ist, und da war mir ein Kontrast lieber. Ich habe aber einfach nirgends das Richtige gefunden.
Schließlich bin ich - meiner Erinnerung nach im Bochumer Laden "Elsbeth und ich" - auf dunkelbraune glasierte Knöpfe gestoßen, die mir gefielen. Knopflöcher habe ich mir dann gespart; es ist sowieso ein Jerseyshirt, das man einfach überziehen kann. Und Jerseyknopflöcher machen definitiv keinen Spaß.
Aber ganz ehrlich: Ich schätze, ich werde die Knöpfe retten und vielleicht irgendwas fürs Möndchen aus dem Shirt nähen. Die Farbe gefällt mir nicht an mir, mit der Passform bin ich super unzufrieden und da ich wirklich nicht zuwenig Shirts habe, sehe ich mich dieses hier einfach nicht tragen.
Schade - ich verbuche es als Erfahrung!
Schnitt: Jerseybluse "Austin" von Schnittmuster Berlin, Gr. 40/42
Material: Reiner Baumwolljersey mit Hexagonprint
Änderungen: Oben Gr. 40, ab Taille Gr. 42, FBA um ca. 3 cm
Nachnähpotential: Schon geschehen, aber das wars dann auch
Verlinkt bei DvD.
Lg
Nria



































