Sonntag, 18. August 2019

7 Sachen 33/2019


Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

Heute nur 6 Sachen, dafür eine aus zwei Perspektiven.


Das schicke neue Stiftszelt vollgestellt.


Same procedure as every year - Zeltabbau. Man beachte Nrias begeisterten Blick.


Gasthände: Der Liebste hat einen Preis für einen Meme-Wettbewerb erhalten. Der Gesichtsausdruck des Vogels ist jawohl großartig. Der Gesichtsausdruck des Liebsten, als er mit dem Ding ankam, war's auch.


Auf der Rückfahrt nochmal angehalten und das Veranstaltungs-Begrüßungs-Aufstellerding fotografiert. Ich mag ja platte Witze.


Nasse Wimpel aufgehängt. Zum Glück hat's am Samstag und nicht am Sonntag geregnet (andersrum war es angekündigt), aber die Dinger waren noch nicht trocken.


Geschaut, wie die Handykameraqualität bei Nachtfotos (extrem heller Vollmond) so ist. Naja, geht so.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.

Montag, 12. August 2019

Was vom Juli übrig blieb

Wir waren im Urlaub und hatten viel Spaß! Und Nria war zum ersten Mal Dungeon Master.

Link-Tipps im Juli:


Für uns selbst genäht im Juli:
Shirt Santa Barbara
Blutorangenkleid
Festrobe
Kelchstola für meine Larp-Priesterin

Für andere genäht im Juli:
Fuchspanel-Shirts für Kleinkinder

Angefangene Projekte:
Maxikleid aus der Nähtrends

Neue Schnittmuster, Anleitungshefte und Bücher:
Pattydoo Poloshirt "Leslie"

Stoff gekauft: Nria: 4,85 m, Hana: 0,7 m
Nria: 1 m blaugelb gemusterter Jersey, 1,4 m Wellenjersey, 0,9 m Globus-Sweat, 0,9 m Jersey "Valerie", 0,8 m Palmenjersey, 0,5 m Stormtrooper-Jersey
Hana: 1,5 m Jersey mit Kreisen, 1 m Flugzeugjersey, 1 m Bienenjersey, 2 m roter Punkte-Jersey, 0,7 m Kirschenjersey, 0,7 m Tropfenjersey, 1 m Pandajersey, zwei Panels mit Fuchsmotiv (~ 30 cm)
Stoff vernäht: Nria: 7,1 m, Hana: 0,7 m
Nria: 2,1 m hellblauer Viskosechambray, 0,7 m Orangenjersey, 3,05 m schwarzer Wollstoff, 0,6 m dunkelgraues Leinen (+Ärmelfutter)
Hana: 0,3 m Fuchs-Panels, 0,3 m weißer Jersey, 0,1 m roter Jersey



Wir freuen uns im August auf: 
Das Epic Empires steht wieder bevor!

Sonntag, 11. August 2019

7 Sachen 32/2019

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.



Endlich den schon seit einer Weile lagernden Kringeljersey zugeschnitten. 50 cm-Stücke sind immer etwas schwierig zu verarbeiten.


Das ebenfalls schon seit einer Weile rumliegende Sweatkleid gesäumt. Muss noch gebügelt werden.


Gasthände: Rüstungsteile vermessingt. An diesem Wochenende eigentlich den Helm, aber davon habe ich kein so schönes Vergleichsfoto.
Für die DIY-Variante erhitzt man das Metall mit einem Brenner und geht dann mit einem Messingbürstenaufsatz eines Akkuschraubers drüber. 


Zum ersten Mal einen klassischen Rasierer ("Rasierhobel") mit klassischer Rasierklinge ausprobiert. Nachdem es für meinen vorherigen modernen Rasierer keine Klingenaufsätze mehr zu kaufen gab, hab ich mich durchgerungen (ich hatte vorher Horrorstorys gelesen, wie sehr sich Leute damit geschnitten haben - allerdings hab ich mich auch mit modernen Rasierer noch nie geschnitten).
War gar kein Problem, ging super und ich lebe noch. Ab jetzt kein Plastikmüll mehr beim Rasieren!


Larp-Gepäck zur Abwechslung mal in die Kiepe statt in die Reisetasche gestopft. Ich kann erst später kommen und muss mitten durchs Spiel über ein großes Gelände, da will ich nicht mit modernem Gepäck stören.


Mehr Gasthände: Der Liebste hat Lederschuhe gefettet und Hanas Handtasche gleich mit. Wie ihr seht, hatte die es echt nötig!


Zukünftige Knöpfe ausgeschnitten.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.   

Mittwoch, 7. August 2019

Jacke aus Resten - "Holly" von Schnittchen

Manchmal kaufe ich Stoffe etwas unüberlegt. Zum Beispiel Reststücke - sie sind reduziert und sie sehen so handlich und praktisch aus, da muss man doch einfach zugreifen!
Tja, man spart vielleicht Geld gegenüber dem Originalpreis, aber man sollte auch wissen, was man mit dem Stoff anfangen will ...

... vielleicht eine schicke Jacke?


Dieses Reststück Steppjersey von Lillestoff fand ich sehr verlockend. Aber ich war ziemlich ideenlos, was die Verwendung betrifft: Aus 55 cm Jersey kann man ein T-Shirt nähen, aber dafür ist der gefütterte und gesteppte Stoff nicht sehr geeignet, er ist recht dick und hat viel Stand. Er hätte einen guten Rock abgegeben, nur besitze ich bereits einen Rock aus dunkelblauem Steppjersey!
Da lag er nun, seit dem letzten April - bis mir wieder der Jackenschnitt "Holly" von Schnittchen (was für ein süßer Name!) über den Weg lief, den ich mir schon länger geistig notiert hatte. Mein Blick fiel auf den Steppjersey-Rest, ich sah, dass "Holly" auf der Schnittchen-Homepage gerade nur 2 € kostete - das muss Schicksal sein!

Die blauen Knöpfe passen gut dazu.

Erfreulich beim Schnittchen-Schnittmuster: Es gibt eine ausführliche Maßtabelle. Nicht nur Brust-Taille-Hüfte, wie bei 99% aller Schnittmusterhersteller (selbst Burda hat die Tabelle ziemlich kastriert), sondern alles Mögliche von Schulterbreite bis Taillenlänge ... super!
Nicht ganz so super: Im Schnitt ist 1 cm Nahtzugabe enthalten, aber die Info muss man sich erst aus dem Text der Anleitung rauspicken. Und da steht es zwischen Infos wie "Lege dir vorher alle Materialien zurecht" - was für Fortgeschrittene ja eher irrelevanter Text ist.
Es wäre doch nun wirklich kaum Mehraufwand gewesen, die Info auf den Schnitt zu drucken.

Die gestückelten Ärmel fallen gar nicht so sehr auf!

Der Torsoteil passte wirklich prima auf den Steppjersey - und der Oberkragen (Moment mal, ihr seht da gar keinen Kragen? Ja, das stimmt. Mehr dazu später ...) ging auch noch drauf! Als Kombipartner hatte ich einen Rest vom Mrs. Klassik-Shirt aus petrolfarbenem Sweat vorgesehen - als ich ihn aus der Sweatrestetüte nahm und ausbreitete, musste ich aber feststellen, dass er nicht lang und schmal, sondern breit und kurz war. Mist!

Als ich den Ärmel aber um 5 cm gekürzt habe, passte der Schnitt in 2 Teilen doch noch drauf. Auch für die Kragenunterseite war noch Platz, wenn auch ebenfalls gestückelt. Dafür habe ich einen Stoffrest verwertet, mehr Platz in der Sweatrestetüte und keinen neuen Stoff gekauft!



An Vlieseinlage habe ich aber nicht gespart - der Jersey ist trotz der Absteppung dehnbar, was für Kragen und Beleg kontraproduktiv wäre. Auch entlang der vorderen Mitte habe ich einen Streifen Vlieseline gebügelt, sodass die Knopfleiste verstärkt ist.

Zusätzlich zur schriftlichen Anleitung, die akkurate Zeichnungen statt Fotos enthält, gibt es auch noch eine Videoanleitung - super! Da blieben wirklich keine Fragen mehr offen.

Hinten etwas weit, aber das passt zum Collegejackenstil.

Der Schnitt ist aber eher für Breitschultrige gedacht - ich habe insgesamt satte 6 cm Schulterbreite weggenommen und finde immer noch, dass die Schulter etwas zu weit außen sitzt.

Als ich den Kragen zwischen Jacke und Beleg angenäht habe, stellte ich aber schon fest, dass ein Beleg aus dünnem Stoff sinnvoller gewesen wäre: Gerade bei den Nahtzugaben stapelten sich da wirklich viele Lagen (und dazu besteht der verwendete Stoff in einer einzigen Lage ja bereits aus mehreren Schichten).


Aus den Originalstoffen ist der Kragen schön, aus Steppjersey einfach zu dick.

Meine Nähmaschine hat das aber ganz gut hingekriegt. Leider kam mir beim Anprobieren die Erkenntnis, dass generell ein dünner Stoff für den Kragen geeigneter gewesen wäre ... es sah einfach nicht so toll aus, wie ich's mir vorgestellt hatte. Ich glaube, bei einer hüftlangen Jacke fände ich es harmonischer; bei der Kurzjacke ist es einfach too much.
Außerdem - und das ist der ausschlaggebende Punkt - ist die Kragenansatznaht durch die vielen Stofflagen wirklich dick, unflexibel und drückt unbequem im Nacken.

Das erschlägt die Jacke etwas ... lieber mit Collegekragen!
 
Aber kein Problem - der Schnitt hat auch noch eine Collegekragenversion dabei. Da spare ich mir diverse Stofflagen und es fällt auch besser.

Hellgrauen Bündchenstoff hatte ich noch rumliegen, war mal bei einem Materialpaket dabei. Beim Saum fällt er etwas labberig; ich hätte vielleicht ein breites Gummi einziehen können, um das zu verhindern. Oder ein stabileres Bündchen verwenden, aber dieses hier hatte ich nunmal da.

Immerhin war der Steppjersey sehr dankbar beim Fixieren des Belegs mit Handstichen: Durch die vielen Lagen muss man nicht aufpassen, dass der Faden auf der Außenseite unsichtbar bleibt und das war wirklich schnell gemacht!

Endlich eine Jacke, die eine gute Länge für Röcke hat!

Und endlich hatte ich mal wieder Verwendung für meine KamSnaps! In Hellgrau hätten sie prima zum Bündchen gepasst, aber das sah mir zu klassisch aus, deshalb habe ich mich für welche in Taubenblau entschieden.


Fazit: Ein günstiges und praktisches Projekt - der Schnitt war auf 2 € reduziert und ich habe ausschließlich Reste und herumliegende Dinge verwendet. Mir gefällt der collegejackenähnliche Look, gerade durch die andersfarbigen Ärmel, aber an die Ärmel muss ich mich noch gewöhnen (die Naht im hinteren Drittel statt unter der Achsel und die Stückelungsnaht ergeben Nahtzugaben an ungewohnter Stelle). Die Anleitung finde ich jedenfalls prima!

Schnitt: Jacke Holly von Schnittchen Patterns, Variante mit spitzem Kragen, Gr. 38
Material: Steppjersey von Lillestoff, Wintersweat von dresowka.pl, Bündchen, KamSnaps
Änderungen: Ärmel um 5 cm gekürzt, Schultern um 3 cm pro Seite verschmälert
Nachnähpotential: Prinzipiell finde ich den Schnitt gut. Ist allerdings recht speziell. Aber falls ich nochmal Reste in ähnlicher Größe rumfliegen habe ...

Verlinkt beim MeMadeMittwoch.

Lg
Nria

Dienstag, 6. August 2019

Larp-Festrobe Teil 5 - fertig!

Als nächstes habe ich den Saum genäht. 4 m dauern eine Weile - das habe ich nicht per Hand gemacht. Lohnt bei langen Kleidersäumen auch nicht so richtig, weil das einfach mäßig haltbar ist.
Die Länge habe ich zunächst mit Stecknadeln abgesteckt und anprobiert, denn niemand will diese Saumlänge auftrennen! War auch gut so, denn mit Schuhen und Gürtel ist das Kleid doch deutlich kürzer als barfuß und gürtellos. 

Anschließend habe ich mir die Kanten des Oberteils vorgenommen. Die Klappe habe ich mit weißem Stickgarn 6-fädig umstickt (Festonstich), damit man die Form sieht. Beim "Original" ist diese Stelle mit Schrägband eingefasst, aber ich wollte einen historischeren Look.
Den Kragen habe ich in Schwarz mit dem gleichen Stich eingefasst, beim Untertritt habe ich die beiden Lagen mit einem einfachen Vorstich fixiert. Da sieht man halt nicht viel von, wofür also viel Arbeit investieren?

Sieht doch ganz hübsch aus.

Damit es ordentlich wird, habe ich übrigens eine Hilfslinie verwendet: Mit rotem Faden habe ich füßchenbreit entlang der Kante gesteppt, mit 6 mm Stichlänge. So konnte ich mich in Länge und Breite der Stiche an der Linie orientieren - 100% gleichmäßig ist es trotzdem nicht geworden, dafür hätte ich eine spitze Nadel und mehr Sorgfalt aufwenden müssen. Aber es sieht zumindest nicht wie Kraut und Rüben aus.

So hilfreich!

Und dann konnte ich mich nicht länger vor den Ärmeln drücken. Ich habe mich letztendlich für kurze Ärmel entschieden; wenn ich lange will, kann ich immer noch Ansteckärmel nähen. Momentan bin ich da aber zu faul für und voraussichtlich ist es beim Epic Empires sowieso zu warm dafür.

Sie sind gefüttert, was das Einsetzen schwieriger macht (Wolle lässt sich sehr einfach faltenfrei einsetzen, dicht gewebter Baumwollstoff fast gar nicht), aber ich will mir die Option offenhalten, das Kleid ohne irgendwas drunter zu tragen und der Stoff ist etwas kratzig.
Aus irgendeinem Grund (zuviel Nahtzugabe gegeben? Schlampig zugeschnitten?) hatte der Ärmel auf einmal eine Menge Mehrweite, deshalb ist es jetzt ein leichter Puffärmel. Na ja, ich habe noch ausreichend Stoff übrig, um einen neuen Ärmel zu machen, wenns mich zu sehr stört.

Weil das lose Futter sich beim Anziehen sehr sträubt, habe ich das noch mit Handstichen am Kleid befestigt und dann war das Kleid auch schon (bis auf den Verschluss) fertig!

Dieses Futter rutscht nirgendwo mehr hin! Und hier sieht man endlich mal den Untertritt.

Ursprünglich hatte ich geplant, die Ärmelnähte mit Schrägband einzufassen, damit es schöner aussieht. Aber falls ich die Ärmel nochmal abtrenne, ist das mehr Arbeit und es guckt ja auch keiner rein, deshalb lasse ich es erstmal so.

Und dann ... kam der Moment, an dem ich mich nicht länger vor den Knopflöchern drücken konnte.
Lange habe ich überlegt, was für Knöpfe ich haben möchte. Die Festrobe vom "Ausbilder" meines Charakters hat flache Metallknöpfe mit sanduhrähnlichem Motiv, aber erstens sind die für mich zu groß, zweitens kriegt man die vermutlich nicht mehr zu kaufen (außer man findet durch viel Glück irgendwo noch welche) und drittens wollte ich sowieso einen weniger modernen Look.
Historische Kugelknöpfe aus Zinn hätten mir gefallen, die sind aber zu klein für meinen Einsatzzweck. Stoffknöpfe wären passend gewesen, aber ich wollte es etwas edler (und nachdem ich für ein anderes Kleid 68 Knöpfe genäht habe - und diese Zahl meine ich wörtlich, das ist KEINE Übertreibung! -, hatte ich keine Lust mehr).
Der örtliche Stoffladen hatte Kugelknöpfe mit Satinüberzug zu bieten, auf die fiel schließlich meine Wahl.

Lauter Knöpfe! Und ein Ersatzknopf.

Als erstes hieß es, die Knopflöcher aufzumalen. Dabei hat mir mein toller Maßeinteiler (findet man auch als "expanding gauge" sehr geholfen!
Die Knopflöcher habe ich nach meiner Quick&Dirty-Methode genäht: Schlitz schneiden, normales Nähgarn nehmen, einmal drumrum nähen, damit nichts ausfranst, fertig. Ist nicht schön, aber funktioniert und bei Larpkleidung bin ich manchmal faul. Sieht man halt auch kaum unter großen Knöpfen. Aber man hat dabei ja die Option, später schöne "richtige" Knopflöcher mit dickerem Garn drüberzunähen.

Es ist unmöglich, diese Robe flach hinzulegen, dafür ist sie zu 3D ...

Nach den Knopflöchern habe ich die Robe angezogen und die Knopfpositionen markiert. Das ist, wenn mans alleine macht, nicht ganz einfach ... und irgendwas ist dabei schiefgelaufen: Ich habe 9 Knopflöcher gemacht und 10 Knöpfe angenäht. Irgendwo scheine ich verrutscht zu sein und hatte dann zwei Markierungen statt einer oder so? Mal sehen, ob ich einen Knopf abtrennen kann oder alle neu annähen muss.

Viel Rock, wenig Ärmel.


Und dann war die Robe auch schon fertig - nach nicht ganz 2 Jahren Arbeit und nur ein Jahr später tragbar als geplant! Aber pünktlich zum Epic Empires, das nächste Woche startet.
Tragefotos kann ich nächste Woche machen. Ich freu mich darauf, die Robe endlich anziehen zu können!

Hier sind die bisherigen Teile des WIPs:
Teil 1: Planung (2017)
Teil 2: Planung/Neustart (2019)
Teil 3: Probeteile und Anpassungen
Teil 4: Zuschnitt und Nähen
Teil 5: Fertigstellung

Verlinkt beim Creadienstag.

Lg
Nria

Sonntag, 4. August 2019

7 Sachen 31/2019

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Tequila Sunrise an der Cocktailbar gemixt.


Alle Salate probiert. Musste mehrfach gehen, es haben nicht alle auf den Teller gepasst - war eine große Mitbring-Party!


Das Terrarium des Gastgebers fotografiert. Die Schnecken sind ca. 12 cm lang!


Knopflöcher markiert. Mit dem weltbesten Knopflochabstandmarkierdings.


Ein Palmenpoloshirt zugeschnitten. Ich hatte die richtige Stoffmenge bestellt, aber der Händler war offenbar großzügig oder verpeilt ... (ja, den zweiten Ärmel habe ich später auch noch aufgelegt ;) passte durch Umschichten auch noch gut rein)


Nonogramme gelöst. Ich habe im Monatsfavoriten-Video einer Youtuberin erfahren, dass es Nonogramme (die ich sonst nur in Heftform kannte) auch als App gibt. Und dafür extra einen Touchscreen-Stift gekauft. Wollte eigentlich einen simplen normalen, aber es gab nur Dackel.


Obwohl eigentlich zu warm dafür, neue Socken angezogen. Ihr könnt euch denken, warum ... :D

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.  

Freitag, 2. August 2019

Plüschdrache Hugo (und ein Gewinner!) - BeeZeeArt "Shoulder Dragon"

Zum 1000. Mondkunst-Beitrag haben wir einen Plüschdrachen verlost - jetzt möchte ich auch ein bisschen über das Nähen berichten!

Aber erstmal ... der Gewinner!

Die künftige Besitzerin ist *trommelwirbel* Ulrike Smaating! Herzlichen Glückwunsch! :)
Wir melden uns dann bei dir wegen der Adresse.
Vielen Dank an die Antworten an alle Teilnehmer!

Und jetzt zu Hugo: Der Schnitt ist von BeeZeeArt - den Hersteller kenne ich schon von der Wichtelfledermaus. Der Schnitt "Shoulder Dragon" ist übrigens auch als Papierschnitt bei Simplicity erschienen (Nr. 8715, "Stuffed Dragons").
Mit Stofftieren habe ich schon ein bisschen Erfahrung; die aufwändigsten bisher waren der sitzende Drache und der Ohnezahn. Und ich würde den Schnitt auch eher denjenigen empfehlen, die bereits ein paar Tierchen genäht haben. Dann ist er aber super umsetzbar - die Anleitung ist klasse!
Besonders gefällt mir, dass die Beine mit der Maschine angenäht werden statt per Hand ...

Fun Fact: Eigentlich gehören auf den Kopf kleine Stacheln und auf den Rücken größere.

Nachdem ich bisher immer mit Sweat gearbeitet hatte, wollte ich diesmal richtigen Plüsch - und habe ewig gesucht (ja, auch in Offline-Läden), bis ich auf einen einzigen Anbieter gestoßen bin, der in Deutschland stofftiertaugliche Plüschstoffe anbietet, nämlich Kullaloo. Ich hätte ja vermutet, dass es da etwas mehr Auswahl an Läden gibt, aber man nimmt, was man kriegen kann ...

Immerhin die Sicherheitsaugen konnte ich vor Ort in einem tollen Laden in Osnabrück kaufen, der viel Wolle und Unmengen Knöpfe hat.

Und dann konnte ich meine ersten Erfahrungen mit dem Nähen von Plüsch machen. Okay, ich habe schon öfter Samt und Nicki verwendet, aber der Plüsch war doch noch eine Nummer flutschiger.

Hier seht ihr das flauschige grüne Bäuchlein.

Was definitiv hilft: Auf der Rückseite mit Filzstift die Außenlinien der Schnittteile aufmalen (bei hellen Stoffen einfacher als bei dunklen) - und gleich die Nahtlinie dazu! Es ist zwar füßchenbreite Nahtzugabe im Schnitt enthalten, aber bei diesem Stoff ist das Freihandnähen nicht so einfach.
Bei den paar Seiten kann man den Schnitt ja auch gut ein zweites Mal abpausen und ohne Nahtzugabe ausschneiden.

Ein Häufchen Schnitt-Teile. Ein paar Stacheln hatte ich noch vergessen zuzuschneiden.

Beim Zuschneiden hat sich eine neue, scharfe Stoffschere bewährt; mit den alten abgenutzten (die mal wieder geschliffen werden könnten) war das eher ein Krampf.

Das Nähen war an einigen Stellen ein bisschen fummelig, aber machbar. Wenn man Schwierigkeiten hat: Per Hand heften statt Stecknadeln zu benutzen! Besonders bei den Beinen ist das hilfreich.
Beim Ausstopfen von Kleinteilen wie den Hörnern sind übrigens die Holzstäbe aus dem Wendeset von Prym (bei unseren liebsten Nähhelfern als Nummer 4 zu sehen) mein bester Freund! Bestimmt gehen auch Essstäbchen.

Stäbchen helfen stopfen!

Der schwierigste Schritt war das Wenden des Körpers: Ich hatte die "tolle" Idee, die Beinchen vor dem Zusammennähen des Torsos zu wenden und auszustopfen, weil das da noch leichter geht. Allerdings ist es danach wirklich knifflig, sie im Körper unterzubringen, während der zusammengenäht wird und danach alles durch die Wendeöffnung zu quetschen - es war wie eine Geburt! Die Beine blieben immer hängen und hinterher war ich schweißgebadet ... (gut, das könnte auch am bisher heißesten Tag des Jahres gelegen haben)

Auch das Ausstopfen erfordert etwas Geduld: Dieser Drache ist nunmal lang und bis man all die Füllwatte bis in den hintersten Winkel geschoben hat ...

Diese Knopfaugen!

Eine einfachere Möglichkeit wäre es, eine Bauchseite offen zu lassen und die nach und nach per Hand zu schließen, während man gleichzeitig ausstopft.

Beim Annähen der Rückenstacheln habe ich übrigens festgestellt, dass ich Spike 1 und Spike 2 verwechselt habe, deshalb sieht mein Drache etwas anders aus als die Vorlage.

Ebenfalls eine Herausforderung war wie immer das Annähen des Kopfes per Hand (die Hörner sind auch nicht so einfach - ich war sehr dankbar für die maschinengenähten Beine ...), aber diesmal ist es mir ganz gut gelungen. Man muss sehr aufpassen, dass das Ganze symmetrisch wird!

Übrigens noch eine Warnung zu den Sicherheitsaugen: Die sind so gemacht, dass Kinder sie nicht abreißen können. Das bedeutet, dass man (also auch ein Erwachsener) sie wirklich nicht mehr unzerstört aufkriegt, sobald Oberteil und Unterteil vereinigt sind. Keine zweite Chance, falls man eine Stofflage zuviel erwischt oder das Auge falsch positioniert hat, also passt wirklich gut auf, wenn ihr sie verwendet!

Von oben sieht er ein bisschen lustig aus.

Beim nächsten Mal würde ich definitiv mehr heften und mir mehr Zeit für die Vorbereitungen lassen; diesmal war ich doch ein kleines bisschen unter Zeitdruck. Aber ich könnte mir schon vorstellen, noch mehr Schulterdrachen zu produzieren.

Schnitt: "Shoulder Dragon" von BeeZeeArt (englisch), Variante "Winged Dragon"
Material: Plüschstoff "SuperSoft" 15 mm von Kullaloo, Sicherheitsaugen in 12 mm Größe
Änderungen: Die kurzen und die langen Rückenstacheln versehentlich vertauscht ... und ich habe selbige ein wenig mit Füllwatte aufgeplustert.
Nachnähpotential: Auf jeden Fall!

Verlinkt beim Freutag. Hier kann sich ein glücklicher Gewinner freuen und wir freuen uns über ein weiteres niedliches Tierchen, das die Welt verschönert :)

Lg
Nria