Sonntag, 17. Januar 2021

7 Sachen 3/2021

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

 

Komische Deko-Kettenteile von einer Kette entfernt.

Mit Abrissarbeiten begonnen. 

Äpfel geschnitten.


Apfelstrudel gegessen.

Gasthände: Schneeengel gemacht.

Black Sails gebingewatched.


Durch den Schnee spaziert und dabei die Finger (fast!) abgefroren.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.  

Donnerstag, 14. Januar 2021

Farbenmix Adventskalendertasche 2020 - Just Be

Auch dieses Jahr gab es wieder eine Farbenmix-Adventskalendertasche! Jeden Tag wird ein Teil der Anleitung kostenlos veröffentlicht (diesmal mit Pausentagen) und am 18.12. hat man eine fertige Tasche. Bis Ende Dezember konnte man sich dann noch die vollständige Anleitung kostenlos runterladen, inzwischen nur noch kaufen.

In ihrer ganzen Pracht!

Ich habe 2011 zum ersten Mal mitgemacht und da tatsächlich täglich genäht - weil die erste Tasche für mich aber ein Flop war, schaue ich mir seitdem zunächst an, wo die Reise hingeht, bevor ich anfange. Zudem sind die Farbenmix-Taschen mir oft zu groß und beutelig; seit einigen Jahren werden aber im Vorhinein die Maße angegeben, sodass man zumindest die Größe vorher kennt.
Nur einen Teil der Taschen habe ich tatsächlich genäht, die letztjährige ist aber aktuell meine liebste Alltagstasche.

Ein kleiner Rückblick auf die bisherigen Farbenmix-Adventskalendertaschen:
2011 - Alle(s)Zusammen (ich habe eine Elchtasche genäht)
2013 - Skippy (nach dem Pausenjahr 2012 habe ich damals nicht gesehen, dass es weiterging - diesen Schnitt habe ich nicht, er gefällt mir aber sowieso nicht)
2014 - Stoffschätzchen ( ich habe eine rote Jeanstasche mit Handarbeitsmotiv genäht)
2015 - Fünf-Fach-Organizer (ich habe - erst 2020 - einen grünschwarzen Organizer genäht)
2016 - PacksEin
2017 - Strandläufer
2018 - MixMich (ich habe eine Mass Effect-P&P-Tasche genäht)
2019 - Marisa (ich habe eine Star Trek-Tasche genäht)
2020 - Just Be

Erste Materialwahl - den Gondor-Canvas werde ich aber doch anderweitig verwenden.

Als Obermaterial habe ich einen flauschigen marineblauen Taschenstoff auserkoren, den ich secondhand gekauft habe. Er war als "Taschenstoff Rom" ausgeschrieben und das ist ein Canvas, aber was ankam, war kein Canvas ... nun ja. Reklamieren wollte ich für den Preis nicht und bei Privatverkauf ist das sowieso schwierig (zudem für die paar Euro den Aufwand nicht wert). Nachdem das Weiterverkaufen auch nicht geklappt hat, wurde jetzt halt doch eine Tasche draus.

Mit schickem silberfarbenem Reißverschluss.

Dazu habe ich einen gestickten Patch mit einem Zitat aus Der Herr der Ringe verwendet, den ich 2012 (!!) bei einem Swap in meinem Lieblingsnähforum bekommen habe. So lange hat er auf seinen Auftritt gewartet und jetzt schlägt seine große Stunde!
Ich habe mich dann auch gleich für ein Tolkien-Thema bei der Tasche entschieden. Wenn schon, denn schon.

Für das Futter habe ich einen Patchworkstoff von Buttinette verwendet. Die Wolken haben mich an die großartigen Landschaftsaufnahmen im Film erinnert.
Dazu habe ich noch Endlos-Reißverschlüsse mit silberner Raupe und ein paar Bortenreste aus dem Vorrat kombiniert. Die passen nicht immer 100% zum Rest, aber solange die Farben ungefähr stimmen, soll mir das recht sein.

Die Rückseite: Keine perfekte Borte, aber passt zumindest farblich gut.
 

Für den Patch musste ich die Klappe der aufgesetzten Vordertasche etwas verändern; für die Originalklappe wäre er zu groß gewesen. Bei der Form habe ich mich von der runden Tasche inspirieren lassen. Die Form des Patches ist etwas "wonky", daher wirkt er etwas schief, aber das ist schon okay.

Im Übrigen ist das Zitat (in etwas anderer Form) Teil eines Gedichts:

All that is gold does not glitter,
Not all those who wander are lost;
The old that is strong does not wither,
Deep roots are not reached by the frost.

From the ashes a fire shall be woken,
A light from the shadows shall spring;
Renewed shall be blade that was broken,
The crownless again shall be king.

Bei der Verstärkung habe ich zum Volumenvlies H630 für den Oberstoff und zur Vlieseinlage H250 fürs Futter gegriffen. Die Originaltasche wird nicht verstärkt, aber ich mag labberige Taschen nicht so gerne.
Der Boden sollte wirklich Stand haben, da habe ich Decovil light verwendet. 

Schließlich habe ich dann noch zwei Elbenblatt-Applikationen bei 1A-Kurzwaren bestellt. Das Tolle ist, dass es sie gespiegelt gibt! Also, man kann sie einzeln bestellen, aber wenn man beide Versionen nimmt, hat man ein gegengleiches Paar. Das ist so mitgedacht!

Test ergibt: Patch steht über!

Ich habe erst Ende Dezember mit dem Nähen begonnen, als die Anleitung schon vollständig veröffentlicht war. Das hat den Vorteil, dass man auch Änderungen leichter vornehmen kann (wie die besagte Taschenklappe). Bei der Originaltasche kann man die nämlich nicht verbreitern, weil die Träger direkt links und rechts der Klappe befestigt werden. Ich mag aber sowieso keine zwei Träger, sondern lieber einen, den man quer über der Brust trägt (meine Schultern sind zu schmal für Doppelträger, die rutschen einfach sofort runter). Dafür wurde eine Anleitung nachgereicht und die habe ich sofort begeistert benutzt.

Innen habe ich noch ein extra Reißverschlussfach eingefügt.
 

Die Designerin hat an der Schultergurt-Befestigung noch ein Bändchen mit Ring angenäht, um ein paar Bänder zur Dekoration festknoten zu können. Ich bin ja nicht so der Fan von Taschenbaumeldekorationen, aber hier kam mir dann ein Geistesblitz: Das wäre eine prima Stelle für einen Karabiner, um den Einen Ring dranzuhängen ...
Die Dinger sind selbst heute noch nicht spottbillig zu haben (außer man bestellt bei Wish&Konsorten, aber wer weiß, was man da kriegt, und eigentlich will ich diese Läden auch nicht unterstützen). 30 € ist nicht so viel für einen Ring, aber schon viel für eine spontane Taschenverzierung. Ich habe dann aber einen für einen akzeptablen Preis gebraucht bekommen. Immerhin ist hierfür die Größe wirklich egal :D

Ein Ring, sie zu ... dekorieren?
 

Meine kleine Ringaufhängung beinhaltet einen Karabiner von einem Werbe-Schlüsselband, ein Stückchen Schrägband und einen wirklich kleinen Bortenrest, der dadurch restlos aufgebraucht wurde. Hier vollständig zu sehen mit einem Ring-Dummy ;)

 
Es ist wirklich interessant, bei der Taschenkonstruktion anderer Leute live dabeizusein - es gibt genug, die Tag für Tag mitnähen und mittlerweile existieren sogar zwei Facebook-Gruppen dafür, eine langjährige inoffizielle und seit diesem Jahr eine offizielle von Farbenmix. Man sieht dabei, dass sich Taschen-Anfänger oft noch etwas schwertun mit manchen Schritten, aber ich habe mittlerweile einige Erfahrung in diesem Bereich, sodass es mir recht leicht fiel. 

Das Futter - in der Tasche ist es schwer zu fotografieren.

Man stellt zunächst jeweils die Vorder- und Rückenteile von Oberstoff und Futter mit allen Details fertig (ich habe die Rückentasche mit Reißverschluss statt Magnetverschluss genäht und innen noch ein simples Reißverschlussfach eingenäht, das benutze ich immer für Schlüssel, damit ich sie nicht ewig in der Tasche suchen muss), dann einen Ring aus Boden, Seiten und dem Reißverschlussstreifen oben und schließlich werden Seitenstreifen und Vorder-/Rückenteil aneinander befestigt.

Dieser letzte Schritt ist der schwierigste: Man muss einen geraden Streifen an die Rundungen nähen, ohne Falten einzunähen oder krumme Nähte zu produzieren.

Ein paar Tipps dazu:

  • Der gerade Streifen muss an den Stellen eingeschnitten werden, wo die beim Vorder-/Rückenteil die Rundungen sind. Wie tief die Einschnitte sein müssen, wie weit voneinander entfernt und bis wohin sie reichen müssen, hängt vom Stoff ab. Man kann erstmal vorsichtig anfangen und mehr/tiefer knipsen, wenn es notwendig ist. Es ist dabei wie beim Einschneiden von Ecken: Schon ein halber Millimeter mehr Tiefe kann den Unterschied zwischen einem perfekten Ergebnis und blöden Falten ausmachen!
  • Am einfachsten geht es bei nachgiebigen, weichen Stoffen (z.B. Wollstoff), richtig schwierig dagegen mit festen, dicht gewebten Baumwollstoffen. Mein Jeansstoff letztes Jahr und das Futter  waren knifflig, mein weicher Taschenstoff außen dagegen war an diesen Stellen super-easy.
  • Die Rundung ist tatsächlich leichter zu nähen, wenn der Seitenstreifen oben liegt beim Nähen. So kann man den eingeschnittenen Teil sanft in Form ziehen, Falten wegstreichen und hat trotzdem die unten liegende Rundung der Tasche gut im Blick, sodass man sie sauber nähen kann.
  • Auf die Reihenfolge achten! Die Teile sind umso schwieriger anzunähen, je mehr Teile bereits angenäht sind (besonders, wenn die Tasche verstärkt wurde und sehr steif ist). Daher ist es sinnvoll, mit dem Part zu beginnen, der am schönsten werden soll: Der äußeren Vorderseite. Wenn die Rundungen im Futter später nicht perfekt werden, ist das relativ unwichtig, die sind man ja kaum. 
  • Bei fiesen Materialien wie dichten Baumwollstoffen hilft es mir, viele Stecknadeln zu verwenden. Bei einfachen, weichen Materialien lasse ich die Stecknadeln an der Rundung dagegen manchmal ganz weg. Stoffklammern finde ich knifflig, weil die sehr im Weg sind und leicht abrutschen können, aber bei Kunstleder sind Stecknadeln natürlich schwierig. 
  • Langsam nähen. Ja, man will die schwierigen Stellen schnell hinter sich bringen, aber das macht sie noch schwieriger und oft muss man trennen und es dauert noch länger. 
  • Es kann helfen, zunächst die geraden Partien einzeln zusammenzunähen und die Rundungen zunächst offen zu lassen und erst im zweiten Schritt zu nähen. Auf diese Weise sind die Teile schonmal verbunden und man hat weniger pieksige Stecknadeln oder Stoffklammern, die wegrutschen können.
  • Darauf achten, die Nahtzugabe genau einzuhalten, auch an den Rundungen. So bekommt man ein sauberes Ergebnis. 

Die Wendeöffnung habe ich statt in der Seitennaht des Futters in die Reißverschluss-Innentasche verlegt, die ich hinzugefügt habe. Das hat gleich zwei Vorteile:
1. Sie ist wirklich unsichtbar.
2. Ich kann sie länger lassen als in der Seitennaht des Futters (die Bodennaht des Futters nehme ich nur ungern für Wendeöffnungen) und habe eine lange gerade Strecke, die auch nicht durch Vlieseinlage versteift ist.

Achtung, man muss wirklich unbedingt die Reißverschlüsse von Innentasche und Hauptfach öffnen vorm Zusammennähen!

Meine Wendeöffnung befindet sich zwischen den Stecknadeln.

Mir gefällt meine neue Tasche sehr. Ich bin noch nicht ganz sicher, ob sie genug Fächer für meine Bedürfnisse hat, aber die Optik ist toll und sie hat eine gute Größe (die Marisa ist mir manchmal etwas zu klein).
Ach ja, die Träger sind noch nicht festgenäht, weil mir noch eine Leiterschnalle fehlt. Irgendwas ist ja immer.

Schnitt: "Just Be" von Farbenmix, Version mit Schultergurt und Reißverschluss-Außentasche
Material: flauschiger Taschenstoff, Patchworkstoff mit Wolkendruck von buttinette, Blatt-Applikationen von 1A-Kurzwaren, Reißverschlüsse/Gurtband/Schrägband/Bortenreste von Werweißwoher, Der Eine Ring von Frodo geklaut Elbenwald ;)
Verstärkung: Oberstoff mit H630, Futter mit H250, Boden mit Decovil light
Änderungen: Taschenklappe in Größe und Form verändert, Innentasche mit Reißverschluss hinzugefügt, Trägerenden mit Schrägband statt Gurtband verdeckt und dafür gekürzt
Nachnähpotential: Prinzipiell ja. Ich brauche halt nur begrenzt viele Taschen.


Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag und der Magic Crafts-Linkparty.

Lg
Nria

Dienstag, 12. Januar 2021

Die ganze Welt auf einem Täschchen - Stifte-/Pinselbox von Malamü

Dieses praktische Behältnis ist eigentlich eine Stiftebox. Warum praktisch? Weil es ein ganz normales Täschchen ist, aber wenn man die seitlichen Laschen nach unten zieht, stülpt sich der obere Teil über den unteren und man hat ein Gefäß, in dem man gut an den Inhalt rankommt.

Also ideal für Stifte, wo man ja öfter die Farbe wechselt. Für mich nicht so interessant, aber dann kam ich auf die Idee, dass man auch gut Pinsel reinpacken kann. Hana besitzt schon ein Pinselbehältnis für unterwegs, aber sie hat viele Pinsel und so habe ich ihr die Box in den Adventskalender gepackt :)

Außen: Landkarte. Innen: Wasser. Magma wäre natürlich passender gewesen ...

Mein Schnitt für die Stiftebox ist von Malamü (es gibt noch andere, die genau so aussehen - möglicherweise gab es irgendeine internationale Vorlage?) und war ganz okay. Was ich gut finde: Vorweg gibt es eine Kurzanleitung, sodass man bei erneutem Nähen nicht alles nochmal lesen muss, sondern einfach kurz zur Erinnerung draufschauen kann. Aber ein paar Kritikpunkte habe ich:
Etwas nervig: Im Schnitt ist die Nahtzugabe enthalten. Die ist nicht eingezeichnet und der einzige Hinweis, wieviel Nahtzugabe enthalten ist, findet sich indirekt (!) in der Anleitung im Fließtext (als "die Nahtzugabe 1 cm umbügeln".
Generell finde ich die Anleitung nicht sonderlich gut, sie ist recht ungenau. Z.B. steht gleich an mehreren Stellen, man solle Teile zusammenstecken, aber es wird vergessen zu erwähnen, dass man im Anschluss auch gleich nähen soll (das ist bei Taschen nicht selbstverständlich!)

Die Anleitung ist nicht unbrauchbar, aber ich sehe schon Verbesserungspotential.

So sieht die Box aus, wenn der obere Teil nach unten gezogen wird.

Weil das Täschchen für unterwegs gedacht ist, habe ich ein kleines Stück Weltkarten-Canvas verwendet, das gerade gereicht hat. Erst wollte ich diesen Stoff für den oberen Teil nehmen, aber da der gedoppelt wird, hätte man nicht so viel vom Motiv gesehen.

Vom Weltkartenstoff war echt nicht viel da!
 

Der zweite Oberstoff ist fester schwarzer Jeans, damit das Ganze nicht zu bunt wird. Als Futter habe ich wieder meinen schönen Wasser-Fotodruckstoff von buttinette verwendet.
Die Laschen sind "Stoffetiketten" mit französischem Vintage-Motiv, die mal bei irgendeiner Bestellung beilagen und schön breit und griffig sind. 

Unerwartet gelegen kommende Stoffetiketten. Und der Futterstoff.
 

Der Zuschnitt vom Weltkartenstoff erwies sich als gar nicht so einfach - er hat ein Raster, das nicht genau im Fadenlauf verläuft. Könnt ihr euch auch so drüber aufregen, wenn ein Stoff schief bedruckt ist? Dieses Dilemma - dem Muster oder dem Fadenlauf folgen!

Geschlossene Ansicht.

Eigentlich bin ich nicht so der Fan von überstehenden Reißverschlüssen bei Taschen, aber hier passt es irgendwie. Das Täschchen hat ja sowieso schon "Zipfel".Für die Einfassung des Endes habe ich noch ein Restchen vom Weltkartenstoff verwendet.

Mit den künftigen Bewohnern.

Das Nähen war nicht so kompliziert. Man sollte aber nicht auf die Verstärkung verzichten und bei Motivstoffen gut über die Platzierung nachdenken. Der untere Teil ist beim Runterstülpen nicht mehr sichtbar, der obere Teil wird längs halbiert, da zeichnet man sich beim Schnittteil am besten gleich den Umbruch ein, damit man nicht plötzlich ein geteiltes Muster beim fertigen Mäppchen vorfindet. 

Hanas Pinsel scheinen sich recht wohlzufühlen in ihrem neuen Zuhause und ich bin mit dem Schnitt ganz zufrieden.

Verlinkt bei DvD und HoT.

Lg
Nria

Sonntag, 10. Januar 2021

7 Sachen 2/2021

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


 Einen Berliner mit Nougatfüllung gefrühstückt, nachdem ich am Freitag hocherfreut festgestellt habe, dass noch welche zu bekommen sind.

Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Erinnert ihr euch noch an den Entfärbetest aus den 7 Sachen 49/2020? Die Aktion hat etwas Überwindung gebraucht ...
Leider wurden die Stoffe nicht komplett entfärbt wie der Fitzel, aber alle roten Farbflecken sind raus und die Farben sind verblasst, sodass ich jetzt mehr Spielraum habe, wenn ich die Stoffe mit wintertyptauglicher Textilfarbe neu färbe.

Ein Vlies mit integrierten Fäden zur Kantenstabilisierung ausprobiert. Funktioniert super! Blöderweise war der Reißverschluss ein Mü zu lang, da hätte mir die Längselastizität des Stoffs doch etwas geholfen ... irgendwas ist ja immer.


Die Stirnpartie einer Lace Front-Perücke zugeschnitten.

Bündchen gebügelt. Das Kragenholz eignet sich hervorragend dazu!

Mal wieder "Satinavs Ketten" gespielt, ein DSA-Adventure. Das letzte Durchspielen ist so lange her, dass ich alle Rätsel wieder vergessen habe!

Gelesen.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung

Samstag, 9. Januar 2021

Was vom Dezember übrig blieb

Tja, der Dezember war ... Lockdown. Immerhin hatte Nria vorher noch ein Plätzchenback-Date mit einer Freundin und Weihnachten haben wir zusammen mit Nrias Freund verbracht und jede Menge Brettspiele gespielt! Und tatsächlich waren wir beide noch vom wilden Glücksschwein gebissen: Hana hat bei zwei Adventskalender-Gewinnspielen ein Buch und ein High End-Schminkset gewonnen und Nria ein DSA-Abenteuer bei einem Adventskalender-Gewinnspiel und einen Butlers-Gutschein von einem Puddingbecher-Code (Da habt ihr's: Esst mehr Pudding!)
An Silvester haben wir dann vorm PC gehockt und statt Party gabs Skype-Konferenz mit lauter lieben Freunden. Frohes neues Jahr!


Link-Tipps im Dezember:
 
Für uns selbst genäht im Dezember:
Nuka-Jacke aus Stricksweat
Maritim Tattoo-Sweatshirt
Zuckerstangen-Weihnachtskleid (Kleid Fint, Lillestoff-Mag)
Holly/Nadeshiko-Kleid
Schneeflockenkleid
Just Be-Tasche mit Tolkien-Thema

Für andere genäht/gemacht im Dezember:
Über Weihnachten haben wir viel gespielt. Hier: "Paleo".

Neue Schnittmuster, Anleitungshefte und Bücher:
Burda Style 01/2021
Burda Style 02/2016
Kindersweater/-kleid "Die Haselnuss" von Firlefanz
Steppjacke "Mein Nuka" von Meine Herzenswelt
Herrensweater "Mr. Cozy" von Nähcram
Babybody "Tilt" von Kleiner Polli-Klecks
Shirt/Kleid "Tilt" von Kleiner Polli-Klecks
Herrensweatjacke "Mr. Sky" von Mialuna
Bluse "Lady Cassidy" von Mialuna
Mantel Miss Jacky Coat von HandmadeKultur
Kindershirt "Sari" von Näähglück
Bademantel "Mornyng Star" von K.triny Lingerie
Sportset (Leggings+Top) von Berlinerie
Sweater "PuhzzlePulli" von ManjiPuh
Schlaghose "Woodstock" von ManjiPuh
Kleid "Ginger" (Winter Edition) von UnendlichSchön
"KnickerSHO!cker" von SHO!
"Triangular Pants" von SHO!
"Bow Cut Hoodie" von Paulina näht
Herren-Joggpants "Micha" von Boerlinerin
Kindersweater "Frosty" von Rosalieb&Wildblau
Täschchen "MiniaT(o)ur" von mīn ziarī
Minigeldbeutel "Kleinkram" von shesmile
(Adventskalender-)Tasche "Just Be" von Farbenmix

Der Ebookmacher-Adventskalender hat mal wieder reingehauen, aber wenigstens spart man da Geld ;)

Stoff gekauft: Nria: 5,6 m, Hana: 2 m
Nria: 1,6 m grüner Cord, 0,7 m dunkelblauer Sommersweat, 1,2 m Jeansoptik-Sommersweat, 0,5 m Sommersweat Bäume Biobunt, 0,8 m hellgrauer Sommersweat, 0,8 m Reihersweat
Hana: 1 m Sommersweat "Rockabilly Candy" (Mamasliebchen), 0,5 m grüner Sommersweat, 0,5 m roter Sommersweat
 
Stoff vernäht: Nria: 7,6 m, Hana: 1,25 m
Nria: 1,25 m Stricksweat "Ben", 2 m blauer Flanell, 0,9 m Maritim Tattoo-Sweat, 0,7 m dunkelblauer Sommersweat, 0,25 m gelber Patchworkstoff, 0,5 m Taschenstoff in Dunkelblau, 1,5 m Schneeflockenjersey, 0,5 m Wolkenbaumwollstoff
Hana: 1 m Rockabilly Candy Sommersweat, 0,25 m grüner Sommersweat

Knöpfe vernäht: 16

Wir freuen uns im Januar auf:
Eine jungfräuliche Stoffstatistik mit lauter Nullen am Anfang, vor allem auf der Kaufseite. Habt ihr schon Vorsätze? Unsere haben vor allem mit unserem Stofflager zu tun ...

Donnerstag, 7. Januar 2021

Hanas Weihnachtskleid: Rockabilly-Fint mit Zuckerstangen

Nicht nur Nria hat sich ein Weihnachtskleid genäht, sondern auch ich. Nachdem Nrias Freund so viele tolle Brettspiele mitgebracht hatte, war das Kleid dann auch pünktlich nach Weihnachten fertig - egal, an Heiligabend wurde der Weihnachtspulli vom letzten Jahr nochmal angezogen.

Eigentlich hatte ich gar kein Weihnachtskleid geplant, bis ich über diesen Stoff mit dem schönen Namen "Rockabilly Candy" von Mamasliebchen gestolpert bin. Ich wollte einen flotten, unkomplizierten Schnitt, und habe mich für das Modell "Fint" aus dem Lillestoff-Magazin 2/2018 entschieden. Nria hat dazu bereits ein Probeteil genäht - allerdings aus Jersey; da mein Sommersweat etwas fester ist, habe ich meine Version eine Nummer größer genäht. Wie ihr seht, zieht es sich immer noch über der Brust, aber ich hoffe, dass im nächsten Jahr ein paar Corona-Kilos wieder purzeln ...


Wie bereits Nria habe ich mich auch wieder geärgert, dass man die Beleg-Länge selbst ausmessen soll, statt dass sie im Schnitt angegeben wäre - aber gefreut, wie ordentlich die Ausschnittverarbeitung aussieht. Der Besatz am hinteren Halsausschnitt ist, wie auch die Taschenbeutel, aus Jersey, damit beides weniger aufträgt.


Das Schleifen-Motiv habe ich seitlich neben dem Ausschnitt platziert und schließlich den angeschnittenen Beleg am Ausschnitt von 3 cm auf 2 cm reduziert, damit die Schleife nicht an der Kante klebt.

Überhaupt, die Schleifen stören mich etwas auf dem Stoff, ich finde sie ungünstig platziert:

Für ein Kleid in Erwachsenengröße, das ohne Taillennaht zugeschnitten wird, sitzen die unteren Schleifen entweder auf dem Po oder vorn auf Schritthöhe. Beides finde ich wenig vorteilhaft - und habe daher möglichst drumherum zugeschnitten, daher hat mein Kleid auch eine mittlere Rückennaht, die im Schnitt eigentlich nicht vorgesehen ist.


Ärmel und der breite grüne Streifen am Saum sind aus einem Kombistoff, ohne den hätte der Stoff nicht gereicht und ich bei dem plakativen Muster finde ich es auch ganz schön, wenn die Ärmel etwas ruhiger sind.

Und jetzt schaut euch nochmal den Rücken an: Wie schön faltenfrei sitzt das Kleid bitte hinten, ohne Hohlkreuzanpassung? Die kleinen Falten, die sichtbar sind, stammen nur von der Bewegung, im Stillstand lässt sich alles glatt ziehen. Ich bin begeistert, so eine schöne Rücken-Passform habe ich selten.

Schnitt: Kleid "Fint" aus dem Lillestoff-Magazin 2/18, Gr. 40
Material: 1 m Sommersweat "Rockabilly Candy" von Mamasliebchen, 0,5 m dunkelgrüner Uni-Sommersweat, Reststücke roter Jersey
Änderungen: Ärmel mit Bündchen verarbeitet, Halsausschnitt etwas schmaler umgeschlagen
Nachnähpotential: Vielleicht fürs nächste Weihnachtskleid ...?

Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag.

Eine schöne Zeit wünscht
Hana

Mittwoch, 6. Januar 2021

Sewing Oscars 2020 - Nria

Heute ist der erste Me Made Mittwoch des Jahres! Und weil hier traditionell die Favoriten des letzten Jahres gezeigt werden, kombiniere ich das gleich mit den diesjährigen Sewing Oscars von Vervliest&Zugenäht. Die geben dem Ganzen so einen lustigen Rahmen :) 
 

01. Beste/r HauptdarstellerIn - das liebste bzw. am häufigsten getragene Kleidungsstück

Mein Leslira-Kleid! Ein Hybrid aus dem Poloshirt Leslie und dem ausgestellten Rockteil des Kleids Mira von Pattydoo, dazu Hüftpassentaschen. Dieses Kleid hat einfach alles, was ich mag: Einen Kragen, meine Lieblingstaschenform, eine vorteilhafte Silhouette und Blätterprint! Wurde rauf- und runtergetragen.


02. Beste/r NebendarstellerIn - das am besten zu kombinierende Kleidungsstück 

Gut kombinierbar sind natürlich meine diversen Shorts, aber zweimal den gleichen Schnitt zu zeigen (siehe unten), wäre ja langweilig. Also mein Faltboot-Shirt. Passt einfach zu allem und obwohl ich gar kein Streifenfan bin, mag ich das Muster sehr!

03. Beste Regie - die aufwändigste Verarbeitung bzw. die technischste Herausforderung 

Nicht unbedingt eine Herausforderung, aber schon aufwändiger als das generische Jerseykleid war mein
Weihnachtskleid Holly. Wie bei Nr. 1 ein Hybrid aus mehreren Schnittmustern - hier von der "Maßschnitt"-Bluse Nadeshiko von Kiribana und dem Hemdblusenkleid Holly von Pattydoo. Plus Hüftpassentaschen, mon amour. Und Uhrenknöpfe. Viele Uhrenknöpfe.


04. Bester Schnitt - das Lieblingsschnittmuster

Ich mag Knotenshirts und -kleider. Bei viel Oberweite ist das aber schwierig; es trägt einfach auf und tiefe Einblicke mag ich eigentlich auch nicht. Der erste Schnitt, der mir dazu gefällt, ist das Kleid Gloria von Pattydoo. Ich habe es aus niederländischem Lichtpunkte-Jersey genäht und ein Probeteil mit Pünktchen und beide gefallen mir sehr!
Hana hat sich auch gleich eins genäht, in Maxilänge und mit van Gogh-Druck.



05. Bestes Drehbuch - die beste Anleitung bzw. das beste Ebook

Die Anleitungen von tinalisa sind wirklich super. Gerade beim Kleid Sally ist mir das sehr positiv aufgefallen; die schrägen Taillenbänder sind nicht ganz trivial, weil es hier wirklich auf die Reihenfolge der Nähte ankommt, aber dank der hervorragenden Visualisierung in der Anleitung war es ganz einfach. Und ich mag mein Kleid. Auch wenn ich neidlos gestehen muss: Hanas Stoffwahl finde ich für diesen Schnitt noch besser.



06. Ehrenoscar - das schönste für jemand anders genähte Kleidungsstück

Der Granatapfelblouson für Hana nach "Brooklyn" von Pattydoo ist mein Favorit. Der Stoff ist einfach toll und ich mag die Taschenform! Übrigens: Zugeknöpft passt das Muster genau aufeinander.



 07. Beste Kamera - die schönsten Bilder von eurem genähten Werk

Ich nehme hier ausnahmsweise mal eine Tasche. Und dann interpretiere ich das Ganze gleich doppelt - das schönste Bild VON und AUF meinem Werk. Ich habe die Mittelteile der "Lexa" von Hansedelli nämlich zusammengefügt, um ein etwas verkleinertes und angepasstes Patchworkmotiv einzufügen. Und dann habe ich ein sehr hübsches Flatlay-Bild gemacht :)


 
08. Beste Visuelle Effekte - nach Belieben interpretierbar ;-)

Hier gewinnt das Knotenshirt Annie von Emmilou. Durch das gebogene Vorderteil für den angeschnittenen Knoten ergibt sich gerade bei Streifenstoffen ein wirklich toller Effekt! In der Kleiderversion wäre er noch deutlicher.

 
09. Bestes Kostümdesign - gibt es hier vielleicht leidenschaftliche Faschingsfans / Cosplayer / Steampunks Larper?

Das ist einfach, ich habe 2020 nur ein Larpteil für mich genäht: Ein im Jahr 2017 begonnenes weißes Wollkleid. Warum ich es erst jetzt fertiggestellt habe? Drei Wörter: 56 selbstgemachte Knöpfe. Die waren sogar schon fertig, aber vorm Annähen und den Knopflöchern habe ich mich gedrückt ... dann war es fertig und fast alle Cons fielen ins Wasser. Im Februar war mein einziges Con und bei dem war ich Orga, sodass ich meine Charakterklamotten nicht getragen habe ... aber für einen zehnminütigen Kurzauftritt habe ich dieses Kleid getragen. Immerhin.



10. Bester Dokumentarfilm - habt ihr ein tolles Tutorial im Bereich Kleidung Nähen erstellt dieses Jahr?  
Hab ich nicht. Ich ersetze wieder:

10. Bestes Remake
- das beste Re- oder Upcycling

Ganz klar: Die Pastinaca-Leinenshorts. Die waren mal eine Larpjacke, die ich irgendwie kaum getragen habe. So wurde sie zum Stoffvorrat umdeklariert und schließlich habe ich dieses Jahr die Shorts draus genäht. Und nach nur einem Sommer schon öfter getragen als die vor 11 Jahren genähte Jacke ...
(die ursprüngliche Jacke könnt ihr im Beitrag zur Hose sehen, ich wollte hier nicht so viele Bilder reinstellen)



 

11. Goldene Himbeere (Anti Oscar) - der größte Reinfall

Reinfälle gab es wenige dieses Jahr. Was mich aber geärgert hat, war der Schnitt für die Ahornjacke. Ich finde den Stoff wirklich toll, aber der Sweatblazer hat mich enttäuscht (nicht unbedingt die Schuld des Schnitts, sondern meiner Schnittwahl). Mal sehen, ob ich durch Anpassung und ggf. ein Futter noch was retten kann.

 Verlinkt bei den Sewing Oscars und beim MeMadeMittwoch.  

Lg
Nria