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Dienstag, 23. März 2021

Wunschwichtelswap - Katzen-MugRug und Eulenstrick

Vom Wunschwichtelswap hatte ich schon kurz erzählt - dafür habe ich nämlich das Mr Ryks-Portemonnaie genäht.

Um den Beitrag etwas kürzer zu halten, hatte ich in dem Beitrag das Ganze nur angerissen; hier folgt jetzt also ein possierliches Goodie und die Dinge, die ich bekommen habe :)

Abgelaufen ist der Swap so: Jeder Teilnehmer durfte eine Liste mit 3 Dingen zur Orga schicken, die er selbst gerne herstellen würde. Dann wurde die komplette Liste (ohne Namen) wild durcheinander veröffentlicht und jeder durfte 3-6 Favoriten aussuchen und zur Orga schicken. 

Anschließend wurde gewerkelt. Und dabei wild spekuliert, welche Teile wohl das Rennen gemacht haben ...

Guckuck!

Zusätzlich zur bunten Geldbörse habe ich noch einen Untersetzer mit Katzenmotiv (als Patchwork in Foundation Papier Piecing-Technik) genäht. Die Vorlage "Peeking Cat" stammt von PitchersBoutiqueLLC und ich habe sie noch auf 80% verkleinert gedruckt - puuh, das war ganz schön fitzelig. Anschließend habe ich noch die größeren Partien gekürzt, um ein untersetzergroßes Motiv zu erhalten.

Ja, auch diese ganz winzigen Teile an den Ecken mussten einzeln angenäht werden ...

 Von hinten: Unordentlich wie immer. Aber keine Sorge, ich hab noch eine Rückseite angenäht ;)

So viele Fädchen! Und winzige Rest-Papierschnipsel.

Was ich bekommen habe

Aber natürlich bin ich selbst auch nicht leer ausgegangen ...

Spielkind hat mir Stirnband mit Entrelacmuster gestrickt - schaut euch nur diese tolle Struktur an! Innen hat das Stirnband übrigens ein schlichtes Muster, damit es bequemer zu tragen ist. 

Und dazu habe ich noch zwei Paar kurze gestrickte Stulpen mit Eulenmuster bekommen. Eins in Grau ...

Große Augen!

... und eins in Schwarz. Möglicherweise muss ich mit Hana teilen!

Grüne Augen!

Sind die Sachen nicht wundervoll?

Das war ein toller Swap!

Verlinkt bei DvD.

Lg
Nria

Donnerstag, 22. Oktober 2020

Eine Leuchtturmtasche und der mühsame Weg dorthin - Lexa von Hansedelli

Per aspera ad astra sacciperium. Kein Weg zu einem genähten Teil war für mich jemals so steinig wie dieser hier. Und das lag nicht daran, dass es besonders anspruchsvoll gewesen wäre ...

Ich liebe die Paper Piecing-Vorlagen der niederländischen Designerin Janeen van Niekerk (Quilt Art Design). Ihre Stoffbilder sind wirklich Kunst, der Name ist Programm - schaut euch die Kategorie "Art with Fabric" an und ihr wisst Bescheid. Irgendwann nähe ich das Nachtcafé ... 
Der Chevrolet, den ich genäht habe, ist auch von ihr.

Jedenfalls, sie gibt auch ein vierteljährliches Digitalmagazin mit jeweils 9 Vorlagen (glaube ich) heraus und die Sommerausgabe 2020 #26 enthielt 9 Landschaftsbilder, die ich grandios fand. 
 
[Übrigens: Wie ihr seht, zahlt sich unser Online-Fotokurs voll aus. Wir legen jetzt Zeugs auf unsere Fotos.]
 
Immerhin: Hübsch ist die Tasche.
 
Jetzt stellt sich mir bei Patchworkarbeiten immer die Frage: Was damit anstellen? Die Anzahl der Kissen, die ich brauche, ist begrenzt, und sollte ich jemals Bedarf an einer Patchworkdecke haben, werde ich sofort die vom Star Trek-Quilt-Along nähen, deren Vorlage auf meinem Rechner liegt, aber mein Verstand sagt traurig, dass dieser Tag wohl niemals kommen wird :(
 
Aber neulich stellte ich fest, dass ich gern eine neue Tasche hätte. Ich besitze aktuell nur eine große Tasche und die geht langsam kaputt, also ist eine weitere total okay! 
Die Taschenschnittmuster von Hansedelli gefallen mir sehr. Die Vara habe ich schon genäht und ich muss zugeben, dass ich diverse andere bereits besitze, aber noch nicht ausprobiert habe ... dabei gibt es für manche sogar ein Video und die Lexa gehört auch dazu!
 
Mit den Steppnähten bin ich unzufrieden. Vom Grau bin ich daher zu Schwarz gewechselt.
 
Das Patchworkmotiv hat natürlich eine Weile gedauert, ging aber verhältnismäßig schnell, weil die meisten Segmente nur aus wenigen Teilen bestehen und das Motiv an nicht allzu vielen Stellen passen muss. Der Chevrolet war da weitaus aufwändiger ... Ich habe außerdem erfreut festgestellt, dass ich fast alle Farben dahatte; nur ein Dunkelrot und den hellblauen Himmelstoff habe ich zugekauft (für Hellblau habe ich ewige Zeiten lang mit doppelt gelegtem Batist improvisiert, supernervig, no more!). Für die mittelgrauen Schattierungen am Leuchtturm habe ich mal wieder unifarbene Partien aus einem Musterstoff zugeschnitten - auf Dauer lege ich mir vielleicht doch mal Patchworkstoff dafür zu. 
 
So sah das Motiv vollständig aus.

Ein Wort zu Strukturstoffen beim Patchwork: Bei den Felsen habe ich unterschiedlich dicke strukturierte Stoffe genommen: Grobes Leinen, dicker Jeans, unterschiedlich gewebte Baumwollstoffe ... das ist schwieriger zu nähen und man kann Probleme mit den sehr dicken Nahtzugaben bekommen, aber erstens hatte ich keinen braunen Patchworkstoff da und zweitens fand ich die Strukturstoffe perfekt für die Felsenoptik! Die dunkelsten Meerpartien sind aus Satin, das glänzt schön. Ich habe auch schon Taft für Laternenscheiben benutzt, was auch einen coolen Effekt gibt. Aber ganz allgemein empfehle ich doch dünne glatte Baumwollstoffe für Patchwork und andere (vor allem dicke) Stoffe nur im Ausnahmefall. Bei großen Flächen mit wenig Nähten wie den Felsen geht das. Bei winzigen Teilen mit vielen Nähten wie bei den Leuchtturmfenstern und dem Geländer hätte das eine Katastrophe gegeben. Also nur mit Bedacht einsetzen.

Die Tasche habe ich aus schwarzem dünnerem Jeans genäht. Ich wollte eine eher sportliche als edle Optik, der Stoff lag rum und ich brauchte eine unaufgeregte Farbe als Rahmen für das Motiv.

Innenansicht: Der Reißverschluss reicht nicht bis zum Rand.

Als Futterstoff habe ich einen grauen Patchworkstoff mit sehr symmetrischem Dreieckmuster von Robert Kaufman ("Remix Triangles Scatter Grey") auserkoren - Paper Piecing macht ja ebenfalls eine geometrisch-eckige Optik, passt also prima. Den Stoff hatte ich mal bei Pepelinchen zu einer Bestellung dazugenommen, weil ich ihn so schön für ein Taschenfutter fand und jetzt kam seine große Stunde.
Gab nur ein Problem: Es war eigentlich viel zu wenig. Und ich meine VIEL: Das Stück war knapp über 50 cm lang und nur 110 cm breit. Laut Anleitung hätte man aber 100x150 cm gebraucht, das ist mehr als die doppelte Fläche!
 
Was für eine Puzzelei ... mit etwas Umstellen hat auch das Fach oben links draufgepasst.
 
Aber zu meinem Glück sieht das Muster eben aus allen Richtungen gleich aus, so konnte ich die Schnittteile sehr platzsparend draufquetschen. Nur für das Futter der Innentaschen hätte es beim besten Willen nicht mehr gereicht, die habe ich mit einem Wasser-Fotoprintstoff von buttinette gefüttert. 

Mag den Futterstoff. Passt auch thematisch.

Verstärkt habe ich den Jeans mit Vlieseline S320 (dünne Schabrackeneinlage) und das Futter mit H250 sowie H640 (glaube ich - ein Volumenvlies). Es ist in der Anleitung vorgesehen, statt des aufgebügelten Volumenvlieses kaschierten Schaumstoff einzunähen (kann man online bestellen, alternativ StyleVil), aber erstens wollte ich den Futterstoff nicht mit Nähten versehen und zweitens habe ich hier im Laden weder StyleVil noch Schaumstoff bekommen und fürs Bestellen war die Zeit zu knapp.

Unter der Blende ist ein Reißverschlussfach versteckt.


Das Nähen lief eher unter dem Motto "Pleiten, Pech und Pannen": Ich kann nicht mehr zählen, wie oft ich etwas aufgetrennt habe; ständig habe ich Dinge falschherum angenäht oder Absteppnähte wurden krumm und schief oder passten nicht aneinander (blöd bei Kontrastgarn). Zwischendurch war ich kurz davor, das Projekt in die Tonne zu hauen ...

Der größte Stolperstein war, dass die Korpusteile des Futters nach oben breiter werden. Das ist für mich unintuitiv und ich habe sie immer falschrum hingelegt, was bei der eingenähten Reißverschlusstasche dazu führte, dass ich mit einem nach oben gerichteten Taschenbeutel und einem viel zu weit unten sitzenden Reißverschluss dastand. So ein Mist! Leider habe ich nur ein unscharfes Bild, aber man sieht das Problem:

Links: Auf dem Kopf. Rechts: Richtigrum. Obendrauf gehört noch das Teil mit den schrägen Ecken.


Hier konnte ich wirklich nichts kaschieren, die Tasche funktioniert so einfach nicht. Also alles wieder aufgetrennt. Dummerweise hat man bei dieser eingesetzten Innentasche einen Schnitt mitten im Stoff. Den habe ich erst per Hand und dann nochmal mit dem Stopfstich der Maschine zugenäht und schließlich einen Webbandrest in dezentem Grau (der war noch von der Rauten-Sweatjacke übrig) drübergenäht, um die Naht zu verstecken. Total ärgerlich, weil viel Zusatzarbeit - die Tasche musste ich ja trotzdem neu einnähen -, aber immerhin sieht das Jacquardband aus, als gehöre es dahin.

Was mir gut gefällt, ist das Gummibandfach innen: Eigentlich nur ein Quadrat, das oben und unten mit Gummiband zusammengezogen wird. Man kann z.B. eine Flasche dort aufbewahren, die dann nicht durch die Tasche kullert.

Praktisches Flaschenfach. Rechts unten sieht man das Jacquardband ein bisschen.

Die Träger waren auch so eine Sache für sich: Ich habe diverse Stoffläden abgeklappert, bevor ich welches in 2,5 cm Breite gefunden habe - überall gab's nur 3 cm. Breitere Träger wollte ich aber nicht, um weniger vom Motiv zu verdecken. 

Ich habe dann welches in Dunkelgrau bestellt, mich umentschieden und schließlich doch dunkelblaues in der richtigen Breite in einem Stoffladen gefunden. Die Träger habe ich nicht innen an der schräg-senkrechten Teilungsnaht angenäht wie vorgesehen, wie es die Anleitung vorsieht, sondern mittig auf die Teilungsnaht gesetzt. Sonst wäre zu viel vom Motiv verlorengegangen; ich habs ausprobiert und es sah nicht gut aus. 

Der Träger wird im Original weiter innen angenäht, dann ist der Ring weniger nah an der Kante.

Eine Sache habe ich dabei aber nicht bedacht: Da die Kante schräg ist, rücken die Träger dabei bei gleicher Höhe näher an die Kante und damit auch der Vierkantring. Das Verstürzen der oberen Kante mit dem Futter gestaltete sich dadurch ziemlich abenteuerlich ... einen Schönheitspreis gewinnt die Absteppnaht sicher nicht, aber hoffentlich gucken die Leute eher aufs Motiv.

Die Träger habe ich von 68 auf 100 cm verlängert. Gut, dass ich vorsichtshalber einen Meter Gurtband mehr gekauft hatte! Ich mag es nicht, wenn eine Tasche quasi unter der Achsel klemmt.

Als die Tasche fertig war, musste ich allerdings feststellen: Sie ist riesig. Für mich kleines Persönchen ist das nicht optimal ... ob ich sie tatsächlich verwenden werde, kann ich daher noch nicht sagen. Mit der Optik bin ich trotz aller Mängel (manche Nähte darf man echt nicht von Nahem anschauen!) dann doch zufrieden.
 
Die Tasche ist wirklich nicht klein ...

Schnitt: "Lexa" von Hansedelli; außerdem: "Lighthouse" aus dem digitalen Paper Piecing-Magazin #26 von Quilt Art Design 
Material: Außenstoff: Schwarzer Jeans, verschiedene Stoffe fürs Paper Piecing-Motiv, Futter: Baumwollpopeline. Verstärkung: S320 beim Außenstoff, H250+H640 beim Futter.
Änderungen: Leuchtturmmotiv auf 79% verkleinert, oberes und unteres Mittelteil zusammengefügt, Gurtband etwas weiter nach außen gerückt, Träger um 32 cm verlängert
Nachnähpotential: Die Optik gefällt mir, aber die Tasche ist schon sehr groß. Weiß ich also noch nicht.


Lg
Nria

Dienstag, 28. Juli 2020

Tasche mit Paper Piecing-Chevrolet von Quilt Art Design - plus: Tipps fürs Foundation Paper Piecing

In diesem Jahr hatte der Mondpapa einen runden Geburtstag. Der Mondpapa ist ziemlich schwierig zu beschenken - weil er Oldtimer mag, habe ich ihn kurzerhand (gut - "kurz" ist eine Lüge) eine Oldtimertasche genäht. Da kann er sein Autobastelzeug reinpacken.

Neben der Tasche präsentiere ich weiter unten übrigens ein paar Tipps für fehlerfreieres Paper Piecen!

Gar nicht so wenige Stoffstückchen!

Die Vorlage stammt von QuiltArtDesign, heißt "'57 Chevy Convertible" und ich schlussfolgere daraus messerscharf, dass ein Chevrolet aus dem Jahr 1957 abgebildet ist.

Die Vorlage ist schon eher für Fortgeschrittene - es sind ziemlich viele Teile und an einigen Stellen muss man gut aufpassen, dass die Linien aufeinandertreffen (z.b. dort, wo die grauen Metallteile an den Seiten weitergeführt werden - an dieser Stelle habe ich getrennt, als es nicht gepasst hat).
Wenn man keinen großen Patchworkstoff-Vorrat besitzt, ist es auch erstmal so eine Sache, ausreichend Stoffe in ähnlichen Farben für die Farbabstufungen zu finden.

Für das Anthrazit habe ich Schnipsel aus einem gemusterten Stoff ausgeschnitten, weil ich keinen einfarbigen hatte, und für das Dunkelgrau der Räder musste eine Larp-Tischdecke herhalten (die ist jetzt 5 cm kürzer ...). Die Scheibe habe ich aus einem leicht glänzenden strukturierten Stoff gemacht, dann hat man einen kleinen Effekt drin (wie bei der Lampe des Dumbledore-Kissens, wo ich einen Seidenstoff eingesetzt habe).

So sieht das Design unverarbeitet aus.


Das Ganze hat ein Weilchen gedauert ... ich habe das mal dokumentiert:

Vorbereitung (Papiersegmente drucken, ausschneiden, beschriften, vorfalzen): mind. 1 Stunde
Nähen der einzelnen Segmente: 7 Stunden
Bügeln und Zurechtschneiden: 0,5 Stunde
Zusammenfügen der Segmente: 3,5 Stunden
Papier entfernen:1,5 Stunden

Tasche nähen: 0,5 Stunde

Insgesamt: 14 Stunden (plus 45 Minuten Korrekturen wegen Unachtsamkeit)

Besonders überrascht mich jedes Mal wieder, wie langwierig es ist, das Papier aus der Rückseite rauszufriemeln! Und jedes Mal nehme ich mir vor, dünneres Papier zu kaufen, mit dem die Prozedur vermutlich beschleunigt wird.

Was mit "Korrekturen gemeint ist?
Einerseits Stellen, an denen durchgehende Linien nicht richtig zusammengefügt sind. Andererseits solche Klöpse hier:

Sollte ein Lenkrad nicht rund sein ...?

Um möglichst wenig trennen zu müssen, gibt es ein paar Sachen, auf die man schon bei der Vorbereitung und später beim Nähen achten kann.

Hier sind also meine  

Tipps fürs Foundation Paper Piecing:

  •  Bei der Vorbereitung: Nach dem Ausschneiden sollte die Papiersegmente anmalen oder sorgfältig beschriften - so sieht man auf einen Blick, welches Teil welche Farbe bekommt. Dabei wirklich gut darauf achten, dass jeder Fitzel richtig bemalt/beschriftet ist!
  • Es hilft sehr, alle späteren Nahtstellen vorzufalzen (in Richtung bedruckte Papierseite). So kann man wesentlich leichter überstehenden Stoff bis zur Nahtzugabe zurückschneiden und neue Stoffstücke anlegen.
  • Bei einseitig bedruckten statt durchgefärbten Stoffstücken auf die Richtung achten: Das allererste Stoffstück eines Segments wird so an das Papier gepinnt, dass die unbedruckte Seite Richtung Papier zeigt, die bedruckte von ihm weg. Jedes weitere Stoffstück wird so aufgelegt, dass die bedruckte Seite Richtung Papier zeigt (also rechts auf rechts zum vorhandenen Stoff)
  • Man muss wirklich ständig darauf achten, dass jedes neu angenähte Stoffstück "aufgeklappt" wird, sodass die Nahtzugabe nicht mehr zu sehen ist - idealerweise wird nach jedem Fitzel gebügelt; praktisch sollte man zumindest die Naht glattstreichen, damit das Teil nicht zurückklappt oder eine Wölbung bildet.
  • Benutzt eine sehr kleine Stichlänge, damit das Papier beim Nähen perforiert wird (ich nehme 1 mm). Allerdings: Ein Fehler ist dann blöd, so eine Naht ist wirklich ätzend aufzutrennen! Bei längeren Nähten nähe ich daher zuerst mit größtmöglicher Stichlänge und kontrolliere, ob alles richtig ist, bevor ich die Naht mit kleiner Stichlänge fertignähe. Niemand möchte 20 cm Naht mit 1 mm-Stichlänge trennen ...

Ich hoffe, die Tipps sind hilfreich und euch gefällt die Tasche - der Mondpapa hat sich gefreut :)

Verlinkt bei DvD und Creadienstag.

Lg
Nria

Dienstag, 13. November 2018

Deluminator und Seidenlaterne - ein Kissen aus dem Potterversum

Vor einigen Jahren habe ich Hana ein Kissen mit einer Eule geschenkt, die lustig aus der Ecke herausguckt. Das ist mittlerweile aber ein bisschen zerfleddert und außerdem nicht sehr nerdig. Wer will denn nicht-nerdige Kissen in seiner Wohnung haben? Das kann ich ja gar nicht nachvollziehen!

Also braucht Hana dringend eine Kissenhülle und weil die alte von mir ist, kriegt sie jetzt eine neue!
 
Mit Sternenhimmel!

Jede Menge Vorlagen (und das völlig kostenlos!) gibt es wie immer bei Fandom In Stitches. Für das Potterversum gibt es inzwischen ganze vier Kategorien! Hana hat sich ein Motiv mit Dumbledore und seinem Deluminator ausgesucht. Bestimmt nur, weil die Laterne so schön gelb leuchtet!

Nach all den komplizierteren Patchworksachen, die ich in letzter Zeit genäht habe, fand ich dieses Motiv doch relativ überschaubar, auch wenn es natürlich mehr als eine Handvoll Teile sind. Weil das Handarbeitsbingo es verlangte, habe ich auch mal Tee und Lebkuchen dazu kombiniert ...


Nimmt aber viel Platz auf dem Nähtisch weg und ich muss immer aufpassen, nix runterzuwerfen und keine Schokoladenkrümel auf Stoff oder Nähmaschine zu hinterlassen. Nicht sehr praktisch!

Eigentlich hat diese Vorlage gar nicht so lange gedauert. Blöderweise habe ich nach dem Nähen aller Einzelteile festgestellt, dass ich bei den beiden oberen Laternenstücken Schwarz statt Grau vernäht habe ... bei ähnlichen Farben schreibe ich in Zukunft lieber den Farbnamen auf die Rückseite statt sie nur anzumalen. Beim zweiten Nähen ist die Laternenspitze etwas schief geworden, weil ich keine Geduld mehr hatte, damit muss die Welt Hana jetzt leben.

Und mit Glanzlaterne.


Für die Laternenscheiben habe ich keinen Baumwollwebstoff, sondern einen Seidenrest verwendet. Eigentlich aus der Not heraus (mein einziger gelber Patchworkstoff war zu blass und der einzige andere leuchtend gelbe Stoff war Sommersweat), aber ich finde die Wahl richtig gut - schließlich ist die Laterne (buchstäblich!) das Highlight des Motivs und so glänzen und leuchten die Farben richtig und der Bereich fällt auch durch die andere Struktur ins Auge.

In der Höhe habe ich das Motiv ein wenig verkleinert (die 45x30 cm eignen sich eher für eine Tragetasche als für eine normale Kissenhülle, aber bei diesem Motiv kann man problemlos unten die Straße abschneiden) und in der Breite einfach noch ein bisschen Häuserreihe und Himmel ergänzt. Wobei - so "einfach" war das gar nicht. Technisch schon; es sind ja schlichte Formen und die lassen sich mit ganz wenigen Linien machen. Aber erstmal die Entscheidung, wie das Motiv weitergehen soll, ohne dass die Perspektive verdreht wird ...


Die Rückseite hat einfach einen Hotelverschluss. Ich habe die Höhe so angelegt, dass der schwarze Bereich ungefähr mit der Häuserzeile der Vorderseite übereinstimmt.

Jetzt darf das Kissen auf Hanas Sofa vor sich hin leuchten!


Und ich kreuze das Kissen-Feld vom Herbst-Handarbeitsbingo an. Und "etwas für einen lieben Menschen machen". Und "Bei Kaffee und Gebäck handarbeiten" (auch wenn ich den Kaffee variiert habe).
Schon ganz schön voll! Trotzdem wirkt es irgendwie so, als würden wir zielsicher um die Bingo-Reihen drumrum arbeiten ...



Verlinkt beim Creadienstag und Handmade on Tuesday.

Lg
Nria

Samstag, 10. November 2018

Somewhere over the rainbow ... ist eine Patchworktasche.

Auf craftsy gibt es viele großartige Paper Piecing-Schnittmuster - auch kostenlose. Schon länger hatte es sich mir das Schirmmädchen angetan. Ich mag das abstrahierte Motiv und die gedeckten Farben - und dazu die knalligen Farbkleckse!

Alles so schön bunt hier!

Jetzt habe ich mich endlich mal rangesetzt. Gar nicht so einfach, ich habe nämlich keine Angaben zur Reihenfolge des Zusammennähens gefunden. Kann man sich aber ganz gut erschließen.

Bunte Schnipsel hatte ich noch rumliegen, beim Lila musste ich aber auf einen gesprenkelten Stoff zurückgreifen und beim Türkis auf Leinen. Tut dem Ganzen aber keinen Abbruch, finde ich - ein bisschen Abwechslung ist doch ganz nett.

Das Paper Piecing-Motiv hat gerade mal 1,5 Stunden in Anspruch genommen und war endlich mal keine frickelige Angelegenheit voller Mini-Teilchen, sondern angenehm groß! Das Teil ist ein Stück größer als ein DIN A4-Blatt.
Ich hätte ja nicht gedacht, dass die Tasche drumherum länger dauern würde ...

Ist ja auch normalerweise schnell genäht. Aber ich wollte nicht nur vorne Regenbogen, sondern überall. Vorne, hinten, rechts, links, außen, innen ...

Der schmale bunte Streifen gefällt mir richtig gut.

Hinten habe ich frei Schnauze bunte Restchen zu einem Streifen zusammengesetzt und zwischen Ober- und Unterhälfte gesetzt. Eigentlich habe ich damit nur aus der Not eine Tugend gemacht, weil mein schwarzer Leinenrest nicht für eine komplette Rückseite gereicht hätte.
Vorne habe ich ringsum schwarze Leinenstreifen angesetzt, um das Motiv einzurahmen.
Und das Futter besteht aus vier bunten Streifen, die ich aneinandergesetzt habe - kein ganzer Regenbogen (ich hatte nicht mehr von allen Farben ausreichende Stoffmengen übrig), aber immerhin!

Ich glaube, an der Tasche habe ich dann nochmal 1,5 bis 2 Stunden gesessen ... aber ich wollte es ja so. Und die Arbeit hat sich gelohnt. Ich bin wirklich zufrieden mit dem Ergebnis!

Auch innen bunt!

Hergeben werde ich es trotzdem, es kommt ins Selbermach-Tauschpaket im Nähkromantenforum und so kommt hoffentlich bald eine glückliche neue Besitzerin in den Genuss voller Regenbogendröhnung!

 Ich krieg dafür eine Bingo-Dröhnung :D ich habe nämlich eine Einkaufstasche gemacht. BINGO!



Schnitt: Quiltvorlage "Spring Fling Mini 2015" - gratis bei Craftsy erhältlich
Material: Außentasche aus Leinen, verschiedene Reststücke aus unterschiedlichem Material, überwiegend Baumwoll-Webstoffe
Nachnähpotential: Ich nähe ja selten Quiltvorlagen mehrfach, aber hier könnte ich nochmal ...

Lg
Nria

Dienstag, 16. Oktober 2018

Fellowship of the ring-Paperpiecing-Tonne

Dieses Projekt wirkte so aufwändig, dass ich es mehr als ein halbes Jahr vor mir hergeschoben habe. Warum eigentlich? Soo umfangreich war es dann gar nicht.

Zur Fertigstellung motiviert hat mich ein Tonnen-Näh-Wettbewerb von Vlieseline - hier seht ihr meinen Beitrag und hier findet ihr alle Beiträge! Als Nerd kommt von mir selbstverständlich ein Nerd-Beitrag ...
Übrigens: Wer abstimmt, kann ein Vlieseline-Set gewinnen. Ihr dürft natürlich auch für jeden anderen Beitrag abstimmen ;)

Die tapferen Gefährten laufen immer im Kreis ...



Auf Fandom in Stitches habe ich mal wieder eine tolle Vorlage entdeckt - die ikonische Ansicht der neun Gefährten aus Der Herr der Ringe, die malerisch hintereinander im Gegenlicht herumspazieren. Hach! Ich mag dieses Bild sehr und habe es schon diverse Male bewundert, z.B. als Stickerei oder Stencil. Und jetzt auf meiner Tonne!
Ich hatte auch über Harry Potter nachgedacht, aber da mangelte es mir an länglichen Motiven.

Das Motiv ist - wie alle Dinge auf Fandom in Stitches - gratis und ich habe mir schon im Dezember 2016 die Vorlage heruntergeladen, gleich beim Erscheinen. Danach habe ich eine Ewigkeit damit verbracht, einen passenden Stoff für den Himmel zu suchen. Das Original hat einen schönen Dämmerungshimmel, in meiner Version ist's eher helles Morgenlicht. Ich habe nämlich einen hellblau-weiß marmorierten Patchworkstoff gefunden, der genau die natürliche Himmelsoptik bietet, die ich haben wollte. Ein dunklerer Stoff wäre mir ursprünglich lieber gewesen, aber sowas war nicht zu finden und ich bin jetzt auch ganz zufrieden.

Das vollständige Motiv, noch mit Fädchen.

Warum ich das Motiv für so aufwändig gehalten habe? Weil alle Teile zweimal vorhanden sind - einmal mit Farbmarkierungen drauf, einmal ohne. Das ist mir beim Drucken und Ausschneiden nicht aufgefallen und daher hielt ich das Projekt logischerweise für doppelt so umfangreich, wie es tatsächlich war ...
Die Markierungen fand ich aber wenig hilfreich, die einzelnen Felder sind nämlich sehr klein und wenn die Markierung halb (oder mehr) im Nachbarfeld platziert ist, macht das die Zuordnung nicht einfacher. Also habe ich wie immer die Farben mit der Vorlage als Vergleich markiert und könnte das Motiv gleich nochmal nähen - genug Himmelstoff ist jedenfalls übrig ...

Pferdchen.

Als Schwierigkeitsgrad sind 5 von 5 Ringen angegeben - "advanced". Es sind natürlich recht viele Teile und das dauert ein Weilchen, aber eigentlich fand ich es nicht so schwierig. Das Lichtschwerter-Motiv oder der BB8, die ich genäht habe, fand ich beide deutlich anspruchsvoller.

Das liegt daran, dass beim Herr der Ringe-Motiv nur sehr wenige Linien aufeinandertreffen müssen; viele Linien sind eher "zackig" statt durchgängig, das verzeiht kleine Ungenauigkeiten und man muss den Anstoß nicht auf den Millimeter exakt treffen.

Was es ebenfalls erleichtert (auch wenn es Extraarbeit ist): Die feinen Details der Waffen - Gimlis Axtstiel, Legolas' Bogen, Gandalfs Stab - werden per Hand aufs fertige Motiv aufgestickt. Patchwork und Sticken habe ich noch nie kombiniert, aber es ist schon sinnvoll!

Die Rückseite habe ich mit eigener Vorlage zusammengebastelt.

Ursprünglich wollte ich ein Kissen nähen. Aber die Vorlage wird etwa 60 cm lang und ich habe gar keinen Platz für so ein langes Kissen (generell sind meine Sofas schon eher überfüllt mit Kissen, ich nähe die zu gerne ...). Und dann fand ich den Tonnenwettbewerb von Vlieseline. Mit gratis Tonnenvorlage! Eine Tonne kann ich viel besser gebrauchen (z.B. zum temporären Lagern von Dingen, die ich bisher eher in rumfliegende Kartons stopfe. Das sieht ziemlich unaufgeräumt aus!).

Foto von der Mitte - damit hier auch keine Hobbits unterschlagen werden!

Dafür fehlte mir aber ein Stück Rückseite, denn die Tonne hat mehr Umfang als das Motiv Länge. Ich habe also ein Stück Papier genommen, die Höhe des Bodens an der vorderen und der hinteren Kante aufgemalt (die Gefährten laufen ja bergauf, also brauchte ich einen Bogen) und wild Patchworklinien reingemalt. Total professionell :D
Das Verbindungsstück sollte nämlich auch in Patchwork-Optik gehalten sein, damit es zum Rest passt. Frei Schnauze war das Ganze gar nicht so einfach; man sollte daran denken, dass beim Paper Piecing die Vorlage spiegelverkehrt sein muss (hab ich natürlich zuerst vergessen und falschherum angefangen; leider ist das Verbindungsstück ja nicht symmetrisch) und die Reihenfolge der Linien ist wichtig, damit man das Ganze zusammennähen kann. Hat aber irgendwie funktioniert.

Futterstoff-Schätzchen!


Dann habe ich mir schwarzen Baumwoll-Webstoff geschnappt, die Tonnenvorlage ausgeschnitten und das Patchworkmotiv draufgenäht. Dann nur noch Decovil (das ist eine ganz feste aufbügelbare Einlage, so dick und stabil wie dünne Pappe) aufgebügelt und die Tonne genäht. Hat an sich nicht lange gedauert, aber man sollte schon sehr exakt arbeiten, denn gerade eine dicke und feste Einlage muss man ohne Nahtzugaben zuschneiden und diese dann dementsprechend genau treffen beim Nähen.

Ringsherum habe ich Fächer improvisiert - dafür habe ich nur den unteren Teil der Tonne zugeschnitten und etwas trapezförmig ausgestellt. So richtig perfekt hat das nicht funktioniert, ich bin eben eher die Kleidungsnäherin und nähe nur sporadisch Wohnungsdeko ...

Als Futter habe ich einen lange gehegten petrolfarbenen Patchworkstoff mit Sternhimmelmuster verwendet. Das Schrägband habe ich aus dem Himmelstoff gemacht und innen per Hand festgenäht, damit bin ich ziemlich zufrieden!

Von oben ist meine Tonne eher eiförmig als rund. Na ja, ich nenne das charmant :)

Damit kann ich gleich zwei Bingofelder ankreuzen! "Etwas aus vielen kleinen Teilen handarbeiten" und "inspiriert von einem Buch oder Film handarbeiten".



Schnitt: Tonne (gratis-Vorlage von Vlieseline),  Fellowship-Vorlage von Fandom in Stitches
Material: Patchworkstoffe, Decovil zur Stabilisierung
Änderungen: Verbindungsstück gepatcht, Zusatzfächer

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Lg
Nria

Dienstag, 17. Juli 2018

Unter oder in die Tasse? Coffee-MugRug

Eigentlich wollte ich dieses Teil schon für die Two Colours-Challenge von Maikäfer bloggen, war aber zu spät dran. Diesen Monat waren Grün und Weiß die Farben der Wahl - klingt machbar, aber bei den Vorbereitungen ging so viel schief, dass ich's nicht rechtzeitig geschafft habe. Macht nichts, Hana hatte einen Schafanzug (ja, genau so) parat!

Na, wer erkennt das Molekül?

Die Vorlage von WhimsandFancies hatte ich schon länger ins Auge gefasst, als Tassenuntersetzer für eine liebe Freundin. Ich habe sie aber nicht sofort gekauft (der Grund ist recht banal: Gefunden habe ich die Vorlage zunächst auf Craftsy, aber nur für amerikanische Kunden. Nicht-Amerikaner wurden auf etsy verwiesen, wo man die Vorlage auch kaufen kann - aber teurer. Da musste ich erstmal eine Weile schmollen.
Jetzt habe ich sie doch noch gekauft. War aber nicht so einfach: Paypal geht dort ebenfalls nur für amerikanische Kunden und beim Versuch, mit SofortÜberweisung zu bezahlen, kam zwar die Bezahlung an, aber ich konnte die Bestellung nicht abschließen. Zum Glück wurde sie ein paar Tage später automatisch zurückerstattet.

Die Umrandung bringt ein bisschen mehr Rot rein.

Dann hätte es eigentlich losgehen können. Beim Drucken stellte ich fest, dass die Vorlage erstens deutlich größer war, als ich erwartet hatte (eher Tischsetgröße als MugRug) und zweitens keine Nahtzugabe enthält. Bei Kleidungsschnittmustern finde ich das sinnvoll, bei Patchwork ärgerlich. Da muss man nämlich exakt sein und da ist eine per Computer eingezeichnete Nahtzugabe hilfreich. Von dieser Herstellerin kaufe ich definitiv keine Vorlagen mehr ... (schade, sie hat wirklich tolle Motive im Angebot!)

Also ein zweites Mal verkleinert ausgedruckt und die Nahtzugabe angezeichnet. Und dann wollte ich fröhlich anfangen - da verhakte sich ein Fädchen in der Fadenspannung der Nähmaschine und nichts ging mehr. Daher häuften sich zwei Wochen lang die unfertigen Projekte ...

Streifen! Und ... ein bisschen schepps.

... bis ich  mich dann doch mal ransetzte. Meine Güte, sind das in der kleinen Version winzige Teilchen! Zum Glück muss man die beim Paper Piecing nicht passend zurechtschneiden.

Als das Ganze fertig war, kam noch eine gestreifte Rückseite dran - leider lässt die bestens erkennen, dass das Motiv ein bisschen verzogen und nicht mehr so richtig quadratisch ist. Na ja, diese Seite ist ja unten!

 Zwei Versionen will ich jetzt noch machen - eine für die Freundin (ich schulde sie ihr eigentlich noch zum letzten Geburtstag und jetzt steht schon der nächste an ...) und eine fürs Tauschpaket, denn die große Version ist jetzt schon ausgedruckt, da will ich das Papier auch benutzen.

Vorlage: coffee chemistry von whims and fancies
Material: Baumwollpopeline
Änderungen: verkleinert (ich glaube, auf 50%, aber sicher bin ich mir nicht mehr)
Nachnäh-Potential: Jau, s.o.

Verlinkt bei: Handmade on Tuesday, Creadienstag, Dienstagsdinge

Lg
Nria

Dienstag, 15. Mai 2018

Ein Leuchten auf dem Sofa - Kissen mit Lichtschwertern

Hanas Liebster mag Star Wars. Ich mag Star Wars und Nähen. Ideale Voraussetzungen für ein Geburtstagsgeschenk!

Auf dem Sofa von Hana und ihrem Liebsten tummeln sich einige Kissen und manche davon könnten so laaangsam mal ersetzt werden ... also hab ich ein neues genäht!

Why not both? Star Trek-Stickkissen und Star Wars-Paper Piecing-Kissen in trauter Einigkeit.

Die Vorlage stammt mal wieder von Fandom in Stitches. Und sie ist wirklich aufwändig! Fast 60 einzelne Segmente, die wiederum aus bis zu 23 Einzelteilen bestehen (ok, eine Menge davon bestehen nur aus 2-5 Schnipseln).

Erstmal alle sortieren, damit jedes Lichtschwert aus den richtigen Bestandteilen besteht:

Bloß kein Teil verlieren!

Dann alle Einzelteile nähen. Vorm Bügeln nochmal schöne Häufchen bilden, damit nichts durcheinandergerät ...

Immer noch  kein Teil verlieren! Ist ja wie beim Puzzeln!

Und die einzelnen Schwerter zusammensetzen. Puuh, danach muss man nicht mehr so viel aufpassen!

Kein Teil verlorengegangen, alles an seinem Platz.

Na, das sieht doch schon nach richtig was aus!

Glückliche Schwerter-WG!

Inklusive Vorbereitung (Ausschneiden, Falten und Markieren der Papierschablone) habe ich ganze 8 Stunden dafür gebraucht. Hat sich aber tatsächlich nach weniger Zeit angefühlt.

Ich hab nicht überall die richtige Farbe getroffen, aber merkt keiner!

Bei so vielen Teilen kann auch mal was schiefgehen - bei ein oder zwei Details an den Schwertern habe ich zur falschen Farbe gegriffen. Geht im Gesamtbild aber hoffentlich unter.
Für die "Klingen" hätte ich gern überall eine richtig knallige, helle Farbe gehabt, aber für zwei Schnipsel extra eine größere Menge Stoff kaufen ... Aber wie gesagt, ich finde, das Gesamtbild stimmt schon.

Beim Hintergrund habe ich mich einfach für schlichten blauen Stoff entschieden. Andere haben oft Weltraum-Muster dafür vernäht, aber ich hatte keins, das einen ausreichend großen Kontrast geboten hätte. Ich finde aber, so kommen die Schwerter auch gut zur Geltung.

Das Geburtstagskind hat sich gefreut und das Kissen hat seinen Platz auf dem Sofa im Nerdhaushalt gefunden!

Verlinkt bei Handmade on Tuesday und Creadienstag.

Lg
Nria

Dienstag, 13. Februar 2018

Sonic Screwdriver-MugRug

Und noch eine Kleinigkeit fürs Selbermach-Tauschpaket im Nähkromanten-Forum!

Diesmal ein MugRug, ein Tassenuntersetzer. Und wieder Paper Piecing!

Quasi 3D! Und schon mit Namensschildchen versehen.

Das Motiv ist der Schallschraubenzieher des Doktors aus Doctor Who. Jeder sollte einen haben! Und wenn man keinen hat, dann doch hoffentlich immerhin einen Untersetzer. Den kann auch jeder brauchen.
Ich habe die Vorlage wie so oft von Fandom in Stitches. Die Doctor Who-Abteilung dort hat zwar deutlich mehr Stickereien als Patchwork zu bieten, aber dieses Motiv gefiel mir sofort. Und passende Farben hatte ich auch noch rumliegen.

Das Rückseitenfoto ist mehr pro forma. Gequiltet ist hier nix, aber immerhin ist der Stoff hübsch?

Für das Motiv habe ich nicht nur dünne Baumwollstoffe, sondern auch dunkelgraues, etwas dickeres Leinen verwendet. Das macht einen tollen 3D-Effekt! Dieser blaue Streifen ist nämlich beim "realen" Pendant des Schraubenziehers (dieser ist übrigens vom 10. Doktor) ebenfalls vertieft.Den Höhenunterschied kann man beim Untersetzer deutlich sehen und fühlen :)

Damit das Motiv ein bisschen mehr Abstand zum Rand hat und nicht direkt an den Außenkanten "klebt", habe ich noch ein paar Streifen drumrumgenäht. Und für etwas Saugfähigkeit (falls man mal was verschüttet oder danebengießt) enthält der MugRug zwei Lagen Molton. Davon habe ich sowieso immer Reststücke rumliegen, weil ich Gambesons und ähnliche wattierte Larpsachen damit fülle.

Zum Schluss habe ich ein größeres Stück vom lila Stoff (ein "falscher Uni" übrigens - ich mag es, wenn der Hintergrund nicht komplett einfarbig ist, sondern etwas Struktur zu bieten hat) unterlegt und die Ränder hochgeklappt. Viel einfacher als Schrägband!

Mal gucken - vielleicht erweitere ich meine eigene MugRug-Sammlung auch noch ein wenig ...

Verlinkt bei Creadienstag, DienstagsDinge, HandmadeonTuesday und der Paper Piecing-Linkparty.

Lg
Nria

Dienstag, 6. Februar 2018

R2-D2 mal ganz weich - Patchworktäschchen

Gerade ist im Nähkromanten-Forum ein neues Selbermach-Tauschpaket gestartet! Und ich habe zur Startfüllung beigetragen, unter anderem mit dem Brontosaurus-Stofftier.

Weil die bisherigen Teile recht stricklastig waren, dachte ich mir, das Paket könnte noch etwas Genähtes vertragen. Und Paper Piecing mache ich gerne - Fandom in Stitches bietet eine große Fülle an coolen und kostenlosen Vorlagen! Ich habe mich in der Star Wars-Rubrik bedient. Genauer gesagt: Star Wars-Lego. Deshalb habe ich mir das Ergebnis irgendwie viel kleiner vorgestellt, als es letztendlich geworden ist - Legofigürchen sind ja klein ...

*unverständliches Piepsen*

Diese Vorlage lädt man nicht direkt bei Fandom in Stitches, sondern bei Craftsy runter. Beim ersten Drucken habe ich übersehen, dass die erste Seite zwar im Hochformat ist, die übrigen aber im Querformat und habe es prompt falsch gedruckt (mein Drucker übernimmt das nicht automatisch). Beim zweiten Versuch mit Querformat-Einstellung hats aber geklappt und ich konnte loslegen.

Ich muss ja sagen, dass ich BB-8 lieber mag als R2-D2. Und C-3PO konnte ich noch nie leiden. Aber die Vorlage gefällt mir gut - es gibt wenige Linien, die man genau treffen muss beim Zusammenfügen der einzelnen Segmente (wenn die grauen Parts aneinanderpassen, ist das nett, aber wenn sie auf den weißen Bereich treffen, fällts auch nicht groß auf) und alle Nähte an den Segmenten sind waagerecht und senkrecht, nicht schräg. Wenn ich da an das BB-8-Kissen denke - da musste ich einiges per Hand nachkorrigieren, damit der Roboter wirklich rund wurde ...

So sieht das Patchworkteil fertig aus:

*mehr unverständliches Piepsen*

Wirkt eigentlich ganz harmlos. Wieviel Arbeit drinsteckt, erahnt man eher auf der Rückseite:

Die einzige Nähtechnik, bei der ich mir das Fädchenabschneiden spare ...

Da sieht man übrigens auch, dass ich nie alle Papierreste komplett entfernt kriege. Aber ist ja nur die Rückseite und ein Futter braucht man bei dieser Technik sowieso.
Übrigens: Diesmal habe ich nur dünne Baumwollwebstoffe vernäht. Damit geht Patchwork so viel einfacher, als wenn man alles nimmt, was da ist ...

Schlichte Rückseite, neutrales Futter. Man muss es ja nicht übertreiben.

Als Futterstoff habe ich Baumwollwebstoff mit Streifen verwendet - übrigens ein Rest vom Livorno-Rock. Der Blauton ist nicht der gleiche wie beim Motiv, aber mir gefiel das geometrische Muster zum geometrischen Motiv und ich wollte etwas Neutrales.

Das Motiv ist übrigens eigentlich quadratisch, aber ich habe es auf Taschenformat gekürzt. Noch einen Reißverschluss dran und alles zusammengenäht, schwupps, fertig ist das nerdige Täschchen!

Passt doch fast! R2-D2 hat auch Streifen!

Zugegeben, größer als ein Legofigürchen ists dann doch geworden. Aber es gefällt mir - hoffentlich den Tauschpaketnutzern ebenfalls!*

Verlinkt bei Creadienstag, Handmade on Tuesday und der Paper Piecing-Linkparty.

*Nachtrag: Es wurde gleich als erstes entnommen :D

Lg
Nria