Donnerstag, 31. Dezember 2020

Guten Rutsch und ein frohes neues Jahr 2021!

Wir wünschen einen guten Rutsch und ein fabelhaftes neues Jahr 2021!

Danke fürs Lesen und eure netten Kommentare an alle Blogleser!


Ein schönes und gesundes Jahr 2021 wünschen
Hana und Nria

Dienstag, 29. Dezember 2020

Die flauschigste Flauschjacke - "Mein Nuka" von Meine Herzenswelt

Ich kaufe echt selten Unistoffe. Aber neulich habe ich bei einer Stoffbestellung einfach so einen Stoff namens "Stricksweat Ben" in den Warenkorb gelegt. Er hat eine schöne Oberflächenstruktur und ist innen flauschig wie Sweat, und ich dachte mir, ein kuscheliges warmes Kleidungsstück kann man immer brauchen. Ein konkretes Teil hatte ich nicht vor Augen, daher habe ich einfach zwei Meter bestellt, vielleicht für ein Kleid.

Die Jacke ist sehr kuschelig!
 

Dann kam der Stoff an und ich fand ihn zu dick/fest für ein Sweatkleid.  Neuer Plan: Superflauschige Kuscheljacke. Fehlte nur noch ein Schnitt!

Praktischerweise startete da der tolle Adventskalender von "Die Ebookmacher" (eine Gruppe von Schnittherstellern, die verschiedene Aktionen starten und z.B. im Advent täglich eins ihrer Ebooks kostenlos zur Verfügung stellen, auf Facebook oder per Newsletter). Und gleich am Anfang kam die Steppjacke/-weste "Mein Nuka" dran. 

 

Mit Taschen! GROSSEN Taschen!

Gut, mein Sweat ist natürlich kein Steppstoff (gemeint sind hier richtige Jackensteppstoffe, nicht die Steppjerseys, die momentan modisch sind), aber er ist eben etwas steifer und da erschien mir dieser Schnitt genau richtig.
Nur als Zusatzhinweis: Im Schnitt ist sogar eine Anleitung enthalten, wie man sich einen Steppstoff selbst herstellen kann. Sehr mitgedacht!

Die Jacke wird gefüttert, das kam für mich nicht infrage. Da wäre ja der schöne Flausch weg! Stattdessen habe ich mir Belege aufgezeichnet. 

Der rückwärtige Beleg ist schwarz. Passt besser zum Kragen und man sieht ihn eh nicht.
 

Für die Taschenbeutel und Kragenfutter habe ich Sommersweat-Reste in Blau und Schwarz verwendet; der Originalstoff wäre mir dafür zu voluminös gewesen. Marineblau hatte ich leider nicht da (die blauen Reste musste ich fürs Taschenfutter nehmen, da hätte der schwarze nicht gereicht). Zuerst habe ich mich geärgert, weil ich es gern passend gehabt hätte, aber inzwischen mag ich die andersfarbigen Details.

Obligatorisches Rückseitenfoto.

Auch der Reißverschluss war eigentlich in Marineblau geplant, aber der kleine Handarbeitsladen vor Ort hatte nur einen in hellem Jeansblau. War mir dann auch recht. So sieht die Jacke etwas interessanter aus.

Alles schön abgesteppt. Der Stricksweat ist etwas sperrig.

Weil mein Stoff dann doch nicht ganz so dick und steif wie Steppstoff ist (und dehnbar), habe ich mich für Gr. 38 statt 40 entschieden. Eigentlich wollte ich 36 nehmen, aber ich bin beim Abpausen doch glatt in der Farbe verrutscht (die 38 war so ein praktisches gut sichtbares Schwarz) und hatte dann nach 2 Teilen keine Lust, es zu korrigieren.

Mit der Größe bin ich aber durchaus zufrieden; die Jacke könnte zwar enger sitzen, aber ich habe sie mit der Absicht genäht, sie mal über ein Langarmshirt oder ein dünnes Sweatshirt ziehen zu können und bei Zwiebellook mag ich es nicht, wenn die Lagen eng aufeinanderliegen.

Ich habe mich mit dem hellen Reißverschluss dann doch angefreundet!

Die Anleitung fand ich gut strukturiert und sehr verständlich. Ich mag die runden Teilungsnähte und wie der Tascheneingriff darin übergeht (an dieser Stelle muss man sehr sorgfältig nähen, damit man den Eingriff nicht mit der Teilungsnaht mitfasst). 

Ich bin sehr zufrieden und glücklich mit der Jacke! Sie ist warm und kuschelig, tatsächlich mal (fast) unifarben und damit gut kombinierbar, und mir gefällt die Optik. Lediglich bei den Ärmeln habe ich mich beim Kürzen doch ein wenig verkalkuliert, die könnten durchaus etwas länger sein. Aber ich habe noch reichlich Stoff übrig, um das zu korrigieren, falls es mich stören sollte.

Schnitt: Steppjacke/-weste "Mein Nuka" von Meine Herzenswelt, Gr. 38, Version mit Ärmeln und Kragen (es gibt auch eine Kapuze)
Material: Stricksweat "Ben"
Änderungen: Torso und Ärmel deutlich gekürzt, Futter weggelassen, Belege hinzugefügt
Nachnähpotential: Könnte ich mir schon vorstellen.


 Verlinkt bei Sew your Wardrobe Basics, Dings vom Dienstag und Handmade on Tuesday

Lg
Nria

Samstag, 26. Dezember 2020

Weihnachtskleid 2020 - das Ergebnis!

Auf ins Finale!

Kurzer Rückblick für alle, die die bisherigen Beiträge (Teil 1 und Teil 2) nicht gelesen haben: Ich habe die Maßbluse Nadeshiko von Kiribana (Oberteil, gekürzt) mit dem Rockteil sowie Kragen/Knopfleiste vom Hemdblusenkleid Holly von Pattydoo gekreuzt. Das Material ist Baumwollflanell.

Vorweg: Die Detailfotos sind etwas krüppelig, weil ich dachte, der 27. wäre der letzte Termin für die Verlinkung und jetzt auf den letzten Drücker gibts kein Tageslicht mehr ;) 

Endlich fertig!

Der Rock ließ sich doch ganz gut ansetzen. Die Kragen- und Knopfleistenverarbeitung lief problemlos; ich mag es bei kniffligen Stellen, dass ich bei den Pattydoo-Videos einfach stumpf nach Anleitung arbeiten kann, ohne selbst nachzudenken ;) 

Und das Wichtigste: Taschen.

Bei der ersten Anprobe fiel allerdings auf: Das Ganze ist doch deutlich zu weit, gerade am Rücken und in der Taille. Komischerweise war das beim Probeteil nicht so - vielleicht ist der Flanell nachgiebiger als der fest gewebte Baumwollstoff des Probeteils? 

Der Kragen. Ja, der oberste Knopf ist nicht am Steg. Gründe siehe unten ...
 
Ärgerlich, aber schwierig zu ändern, wenn man niemanden zum Abstecken hat. Also habe ich beschlossen, vorerst damit zu leben und halt mit einem Gürtel nachzuhelfen, den ich ja sowieso wollte.

Bei den Ärmeln habe ich die Armschlitzvariante von Kiribana ausprobiert, zu finden in der Anleitung für Nadeshiko (sagte ich schon, dass ich es etwas eigenartig finde, dass die Anleitung auf der Homepage zu finden ist statt mit dem Schnitt runtergeladen zu werden?). Muss aber sagen, ich bin nicht zufrieden. Gut, Flanell ist vermutlich auch nicht der Welt einfachstes Material für exakte Verarbeitung ...

Mittelgute Manschette, aber mit Knopfdetail.

Nachdem Kragen, Knopfleiste, Ärmel und Saum fertig waren, habe ich mich vor den Knopflöchern gedrückt. Wie immer. Und dann hat meine Schwester das an Weihnachten freundlicherweise übernommen, es sind schließlich 14 Knöpfe (so viele waren gar nicht geplant, aber ich hatte sie nunmal und Hana meinte, so kämen die Uhren besser zur Geltung).

Versuch eines Kragendetails mit versteckten Knopflöchern.

Tjaaa ... und dann hat sie aus Gewohnheit sie oberen beiden Knöpfe waagerecht statt senkrecht genäht. Hupsi! Auftrennen war unmöglich, der Flanell verzeiht das bei so einem dichten Stich nicht und man sieht den einfach zu gut passenden dunkelblauen Faden zwischen dem flauschigen Gewebe einfach kaum ... also hab ich's so gelassen (und aufs Knopfloch im Kragensteg verzichtet). Praktischerweise sieht man es sowieso kaum, weil der Stoff so dunkel und eben angeraut ist. 

 

Hinten ist zuviel Stoff ...

Zum Schluss habe ich noch den schon lange geplanten Gummigürtel umgesetzt. Das handbedruckte Gummiband ist von Lotte Martens und lag schon ein paar Jahre in der Kiste, weil ich nirgends eine passende Gürtelschnalle in 5 cm Breite gefunden habe. Neulich kam mir die Erleuchtung und ich habe eine in Schwarz gefunden (ich glaube, das ist die einzige 5 cm breite schwarze Schnalle auf dieser Welt, denn mehr Auswahl als diese eine gabs nicht!). Immerhin: Dieses Projekt war binnen zwei Minuten abgehakt ...

Bonusfoto mit Blitz, damit jeder sieht, wie schön der Gürtel glänzt.

Für Weihnachten ist das Kleid zu spät fertiggeworden. Aber mit den Uhren passt es auch prima zu Silvester :)

Und noch ein Foto der Schnalle, weil man die sonst wirklich nicht erkennt.

So richtig zufrieden bin ich nicht; es ist einfach zu weit (die Ärmel sind auch einen Hauch zu kurz, aber zur Not könnte ich mir da noch mit breiteren Manschetten behelfen; ein Stückchen vom Stoff ist noch übrig und auch genau zwei Knöpfe). Aber was solls, die tollen Uhren reißen es raus und Stoff/Knöpfe/Gummiband lagen so lange rum, dass ich allein schon froh bin, dass dieses Kleid endlich fertig ist :)

Schnitt: Kombi aus Bluse Nadeshiko von Kiribana und Hemdblusenkleid Holly von Pattydoo, Gr. 40/E (vord. Rockteil Gr. 50/J oder so?)
Material: dunkelblauer Baumwollflanell von Karstadt, goldfarbene Uhrenknöpfe von knopfparadies.de
Änderungen: Bluse gekürzt und den Holly-Rock angesetzt, Ausschnitt+Kragen+Knopfleiste der Holly auf Nadeshiko übertragen, Hüftpassentaschen hinzugefügt
Gürtel: Handbedrucktes Gummiband von Lotte Martens, schwarze 5 cm breite Schnalle von Prym
Nachnähpotential: Mal gucken. Ich bin mit der Passform noch nicht zufrieden; der Rücken ist zu weit, die Taille auch und die Quernaht sitzt zu tief.

Verlinkt beim Weihnachtskleid-Sew-Along vom MeMadeMittwoch.

Lg
Nria

Donnerstag, 24. Dezember 2020

Frohe Weihnachten!

 Wir wünschen euch frohe Weihnachten und hoffen, ihr habt trotz allem schöne Feiertage!


 Eine schöne Zeit wünschen

Hana und Nria

Mittwoch, 23. Dezember 2020

Crochet Tales - ein Häkelwerkzeug-Mäppchen in Buchform

Nria hat ja bereits geschrieben, dass in unserem Lieblings-Nähforum in diesem Jahr wieder gewichtelt wurde, und ich habe natürlich auch mitgemacht!

Der Wunsch, den ich erfüllt habe, ist ein Etui für Häkel-Utensilien. Ich selbst kann nicht häkeln, aber ich mache liebend gern Täschchen mit praktischem Innenleben!
Da die Userin gerne liest, habe ich ein Etui in Buchform genäht.


Das "Titelbild" habe ich aus Piktogrammen zusammengebastelt, auf Transferfolie ausgedruckt, auf hellen Stoff aufgebügelt und dann aufgenäht.
Links seht ihr meinen ersten Versuch, direkt mit Schreibfehler. Hoppsala, zum Glück hat Nria nochmal drübergeschaut!

Damit das Etui von der Seite den typischen "Buchschnitt"-Look bekommt, wollte ich einen schmal gestreiften Stoff - habe aber keinen bekommen. Dafür habe ich diesen Webstoff mit Architektur-Print mitgenommen. Schaut euch die Säulen an - was seht ihr? Genau! Streifen! Ha!

Seitlich ist ein Reißverschluss eingesetzt - leider bei Weitem nicht so sauber, wie ich es gern gehabt hätte, aber immerhin erkennt man den Buch-Look. Ein nahtverdeckter Reißverschluss wäre schöner gewesen, aber wieder - keiner in passender Farbe zu bekommen.

Das Wichtigste: Das Innenleben. Im Wichtelwunsch war genau aufgeführt, welche Teile untergebracht werden sollten, und ich hoffe, es passt alles gut rein. Auf der linken Seite sind Steckfächer für Häkelnadeln und Nahttrenner, auf der rechten Seite können Maschenmarkierer auf Bändchen gehängt werden und auf einem unterpolsterten Stück ein paar Nadeln untergebracht.
Der Architektur-Stoff hatte erfreulicherweise auch ein paar "Text"-Motive zu bieten, die ich sehr passen für die "Buchseiten" fand.

Mit der Rückseite bin ich ganz und gar nicht zufrieden - ich hatte aber auch keinen Nerv, den Reißverschluss nochmal rauszutrennen und neu einzusetzen. Ich hoffe, dass die Beschenkte an dem Etui trotz ein bisschen schief geratener Form Freude haben und es gute Dienste leisten wird!

Eine schöne Zeit wünscht
Hana

Sonntag, 20. Dezember 2020

7 Sachen 51/2020

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

Das Wandgitter überm Schreibtisch mit fabelhaften Winterpostkarten behängt. Der Maulwurf und die rötlichen Winterfotos sind von Unicef und der Bowtruckle und die Glückliche Fruchtfliege aus meinen Adventskalendern!

Den Adventskalenderstern weitergerollt und "Weihnachten zu Hause" (Netflix) gebingewatched. Eine norwegische Serie, wunderbar skandinavisch (und all der schöne Schnee!)


Nussmakronen-Nachschub gebacken, diesmal mit gehackten gerösteten Haselnüssen zusätzlich drin. Fehlt da etwa schon eine? Neeeein, kann gar nicht sein ...

 

Geschenke eingepackt. Gibt es beim Aldi Nord auch dieses fantastische Möhren-Geschenkpapier?

Die vierte Kerze angezündet.

Applikationen auf dem Schnitt anprobiert und eine größere Taschenklappe gebastelt.

Endlich das olle Badschränkchen ersetzt. Das alte fiel schon auseinander.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.

Dienstag, 15. Dezember 2020

Das Wichteln ist zurück! - Bauchtasche Rikka von Hansedelli

Nach 4 Jahren konnte ich endlich wieder das Label "Wichteln" bei einem Blogbeitrag auswählen - das Forumswichteln im Nähkromantenforum ist zurück!

Früher gab es ein tolles Skript dafür, aber das funktionierte nicht mehr und es gab niemanden, der Zeit oder Fähigkeiten zum Reparieren hatte. Dieses Jahr lief es daher manuell, aber alle waren sehr glücklich.
[Es funktioniert so: Wer will, schickt 3 Wünsche, dann gibt es eine anonyme Liste für alle zum Aussuchen, aber von jedem wird nur 1 Wunsch erfüllt. Man kann wünschen, ohne zu wichteln, und wichteln, ohne zu wünschen, und es gibt keine Garantie, etwas zu bekommen.]

Ich habe direkt morgens auf die Wunschauswahl gelauert und mir dann fix einen Wunsch ausgesucht, der mich direkt angesprochen hatte: Eine Bauchtasche.

Rikka mit Monden.

Das Ebook Rikka von Hansedelli lag schon auf meiner Festplatte und wartete ... sogar den Schnitt hatte ich vor einiger Zeit bereits gedruckt und ausgeschnitten! Es konnte also direkt losgehen.

Xhex wünschte sich "Schwarz in Schwarz mit Schwarz". Krieg ich hin! Na ja, fast.

Hier sieht man das Volumen der Tasche.

Von Hansedelli habe ich bereits die Taschen Lexa und Vara genäht - ich mag die Designs sehr! Und die Schnittmuster sind sehr durchdacht: Es gibt z.B. Fotos von allen Seiten der Tasche, auch innen, mit Schnittteil-Beschriftung, damit man genau sieht, welches Teil wohin gehört. Das erleichtert die Sache sehr, wenn man verschiedene Stoffe/Farben verwenden will! Auch die kleinen Knipse, um das Teil im Stoffbruch auflegen und gleichzeitig die Mitte markieren zu können, sind eine gute Idee. Und die Anleitungen sind sehr ausführlich und klar. Ich bin einfach begeistert von Hansedelli! :D

Das Futter ist dunkelgrau.

Als Material habe ich mir kleine Reste von stabilem schwarzem Jeans und einen Rest Steppstoff geschnappt, der von dem Travel Essentials-Reiseorganizer übrig war. Das ist wirklich ein tolles Resteverwertungsprojekt, weil man selbst ziemlich kleine Stücke noch ausnutzen kann. 

Das Futter ist in Dunkelgrau gehalten. Erstens findet man bei schwarzem Futter in der Tasche nix wieder und zweitens macht es einfach mehr Spaß zu nähen, wenn man nicht nur Schwarz unter der Nähmaschine hat ... ich hoffe, Xhex kann damit leben :) 

Die Rückseite mit dem oberen Fach.

Vorne habe ich aus Wollstoff die Mondphasen appliziert. Ich hatte es mit Schwarz auf Schwarz ausprobiert, aber das sah leider nicht gut aus. Erst habe ich die Monde nach innen gerichtet und es waren nur 3, sah auch nicht gut aus, also wieder abgetrennt, umgedreht und noch zwei weitere ergänzt. 

Hinten ist ganz oben ein weiteres Reißverschlussfach integriert; alternativ kann man dieses Fach auch innen einfügen. Eins von beidem muss aber sein, weil darin die Wendeöffnung versteckt ist.
Die Tasche wird nämlich auf spezielle Weise genäht, damit das Innenfutter komplett an der Seitennaht befestigt ist statt lose drin rumzuhängen. Dabei kann man allerdings nun keine Wendeöffnung in der Futter-Seitennaht (oder eher: Rundnaht) integrieren.

Hier kann man die vorderen Steckfächer erahnen.

Vorne enthält das Futter zwei kleine Steckfächer für Karten. Mehr Innenfächer wären etwas schwierig unterzubringen, weil der Inhalt ja Volumen einnimmt. Wenn man eher flache Dinge in einer Innentasche verstaut, könnte man hinten aber durchaus noch ein kleines Reißverschlussfach einbauen.

Das Nähen war weniger kompliziert, als ich befürchtet hätte; lediglich das Annähen der Deckelrundung und die oberen Ecken, wo Deckel, Taschenkorpus und Rückseite zusammentreffen, waren etwas kniffliger. Die Ecken sind mir auch nicht so richtig perfekt gelungen, aber man kann halt nicht alles haben.

Insgesamt bin ich recht zufrieden. Die Anleitungen von Hansedelli sind wirklich super!

Schnitt: "Rikka" von Hansedelli, Variante mit Außen-Rückfach
Material: fester schwarzer Jeans, Taschen-Steppstoff "Moskau", leichtes Baumwollfutter
Änderungen: Keine
Nachnähpotential: Durchaus vorhanden!

Verlinkt bei DvD und Creadienstag.

Lg
Nria

Sonntag, 13. Dezember 2020

7 Sachen 50/2020

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

 Einen bunten Stoffreigen rausgesucht und verarbeitet. Das Ergebnis ist aber noch geheiiim.

Knappkantig abgesteppt. Ich war bei dem Füßchen erst ratlos, bis ich drauf kam, dass ich die Nadel zur Seite stellen muss, damit es funktioniert!

Material für die Farbenmix-Adventskalendertausche ausgesucht. Den Gondor-Stoff werde ich aber wohl doch anderweitig verwenden.

Weihnachtsmänner auf die Nägel gestempelt.

Mal wieder die Herr-der-Ringe-Trilogie durchgeschaut. Natürlich unter der Mittelerde-Flauschedecke!


Teig für Gewürzplätzchen vorbereitet.

... und dann einen Schnitt vorbereitet. Ich argwöhne ja, dass es bei diesem Stoff unmöglich ist, Kringel auf der Oberweite zu vermeiden ...

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.


Samstag, 12. Dezember 2020

Was vom November übrig blieb

Hanas Plätzchenbackwut wurde definitiv befriedigt (siehe Foto unten)! Nria hat nicht viele spannende Dinge gemacht. Außer Plätzchen zu essen.

Link-Tipps im November:
 
Für uns selbst genäht im November:
Herrensweater zur Damenversion umgenäht
Nautical Steern-Kleid

Für andere genäht/gemacht im November:
Einige Geschenke für ein Adventskalender-Wichteln, z.B. Stirnband
Weltkarten-Pinselbox
Elefantentäschchen
Cotton Kitties-Stickbild

Granatapfel-Blouson
Herrensweater mit Leuchtturm

Angefangene Projekte:
Gugel

Neue Schnittmuster, Anleitungshefte und Bücher:
Blouson.Jacke von Leni Pepunkt
Bluse Nadeshiko von Kiribana
Blouson Brooklyn von Pattydoo
Maxikleid Mira von Graustufenstoffe
Stretchhose Pia von Schnitte4Friends

Stoff gekauft: Nria: 18,95 m (Eskalation!), Hana: 3,5 m
Nria: 3 m kupferfarbener Jeans, 2 m Stricksweat "Ben" in Navy, 0,8 m Sweat in Anthrazit, 1,5 m Granatapfelsweat, 0,5 m grüner Viskosejersey, 0,7 m Raketenjersey, 2 m Ahornsweat von Glitzerpüppi (ja, furchtbarer Name), 1,8 m Nautistore-Sommersweat "Maritim Tattoo 9.0 - Allein gegen den Wind", 2 m dunkelroter Schneeflocken-Jersey, 1 m schwarzer Sommersweat; Tuch&Stoff-Wolltuch-Restepaket: 2 m in Mittelbraun, 1,5 m in Flaschengrün, 1,05 m in anderem Flaschengrün, 0,75 m in anderem Flaschengrün, 0,8 m in Dunkelgrün, 0,75 m in Olivgrün; je 0,5 m Nietenoptik-Kunstleder "Xenia" in Altrosa und Brombeere
Hana: 1 m Sweat in Dunkelrot, 2 m Sweat in Dunkelblau, 0,5 m Igeljersey
 
Stoff vernäht: Nria: 4,5 m (immerhin), Hana: Reste
Nria: 1,5 m Nautical Steern-Sommersweat, 0,85 m grauer Wollstoff, 0,2 m graue Popeline, 0,9 m Nautistore-Maritim Tattoo-Sommersweat, 1,05 m MML-Sweat "#fog darkgreen"
Hana: Nur lauter Reste verwertet ...
Knöpfe vernäht: 4
Stoffe abgegeben: 0,4 m Comicstoff

Wir freuen uns im Dezember auf:
Weihnachten natürlich! Hana verbringt eine Woche bei Nria und freut sich schon riesig drauf. Und Nria legt eine zweite dritte Plätzchenbackrunde mit einer Freundin ein.

Donnerstag, 10. Dezember 2020

Sweatshirt-Transition - Lebkuchensweater auch für Damen

Hana und ich kaufen ja manchmal gnadenlos Dinge, die uns nicht passen. Manchmal sieht man einen richtig tollen Druck oder ein Muster, aber leider ist das dazugehörige Kleidungsstück für Kinder gedacht, für Frauen mit einer anderen Kleidergröße oder eben für Männer.

 
So war es bei diesem tollen weihnachtlichen Sweatshirt, das Hana letztes Jahr bei Aldi gekauft hat (ja, gelegentlich kaufen wir Kleidung im Aldi. So auch diese fantastische Hose!). War ein Herren-Sweater, aber sie mochte das Muster. Und zu große Dinge lassen sich oft ziemlich einfach anpassen (wir reden hier nun nicht von einem gefütterten Blazer).

Das Sweatshirt lag dann eine Weile unmotiviert rum und irgendwann hat Hana es mir überlassen. Auch bei mir lag es unmotiviert rum, denn wer hat schon im Sommer Lust, ein Weihnachtsshirt umzuarbeiten?

Passt bequem drauf.

Aber dann wurde es November, die Spekulatius zogen wieder in meinen Haushalt ein und ich nahm mir vor, das Sweatshirt endlich kleinerzunähen, um dann den ganzen Advent in einem kuscheligen Weihnachtspulli herumlaufen zu können.

Passt noch bequemer drauf. Der Ärmel ist symmetrisch, das ist praktisch.

Gesagt, getan. Im Endeffekt hat das bloß eine halbe Stunde gedauert und ich frage mich wirklich, warum ich das nicht schon viel früher erledigt habe ...

Ich habe einfach den Schnitt meines Standard-Sweatshirts (Mrs. Klassik von Konfetti Patterns, ohne den Kragen) auf den Torso gelegt und ausgeschnitten. Dann Schulter- und Seitennähte geschlossen und das Bündchen wieder angenäht (das habe ich nicht abgetrennt, sondern knapp abgeschnitten, so habe ich bloß ein paar Millimeter verloren).

Das gleiche mit den Ärmeln: Geht natürlich am einfachsten mit einem symmetrischen Ärmel, sonst muss man das Bündchen ab- und die Ärmelnaht aufschneiden. 

Dankbarerweise konnte ich den fertigen Halsausschnitt übernehmen!

Wie gesagt: Schnell gemacht. Die Ärmel sind leider immer noch etwas zu lang und ich fürchte, das Sweatshirt wird auch nicht ewig halten, es fängt schon an zu pillen (aber von Discounterware erwarte ich auch nicht soo viel) - die Saison, in der ich es anzuziehen gedenke, ist allerdings sowieso begrenzt. Von daher bin ich zufrieden!

Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag.

Lg
Nria

Mittwoch, 9. Dezember 2020

Weihnachtskleid 2020 - Schnitthacking und Zuschnitt

Weiter gehts! Nach der Planung sind wir beim Weihnachtskleid-Sew-Along heute bei der Frage "Auf der Zielgeraden oder noch kurzfristig für was ganz anderes entschieden?" angekommen, bevor es am 20.11. ins Finale geht.

Den aufwändigsten Part, nämlich die Anpassung des Schnittmusters und den Zuschnitt, habe ich schon hinter mir. Die durchgehende Knopfleiste verdränge ich noch, aber nachdem ich Anfang des Jahres das Larp-Kleid mit über 50 (selbstgemachten) Stoffknöpfen fertiggestellt habe, sollten mich die paar Dinger hier doch nicht mehr schrecken!
 
Auf dem Probeteil habe ich meine Taillenlinie markiert (gar nicht so einfach, wenn man das rundherum alleine machen muss; ich werde dort mit der Nahtzugabe etwas großzügiger sein, um Fehler ausgleichen zu können) und auf den Schnitt übertragen.

Dann kam ein kniffliger Part: Das Holly-Oberteil mit der Nadeshiko-Bluse verheiraten.
Ich möchte den Kragen der Holly übernehmen; dafür brauche ich deren Halsausschnitt, aber die Holly hat außerdem nach vorne verlegte Schulternähte und eine angeschnittene Knopfleiste (bei der Nadeshiko gibt's stattdessen einen Beleg).
Das erforderte etwas Bastelei: Zunächst habe ich die Holly-Schulternaht wieder zurückverlegt, dann beide Oberteile aufeinandergelegt und den Halsausschnitt übertragen. Schließlich noch die angeschnittene Knopfleiste an die Nadeshiko angeklebt.
 
Die Knopfleiste steht über und der Halsausschnitt ist enger. Man sieht auch die verlegte Schulter.
 
Die Rockansatzlinie hat beim Rückenteil perfekt ans Oberteil gepasst, beim Vorderteil war der Rock satte 5,5 cm zu schmal - pro Seite.  Ich habe dann den Vorderrock einer deutlich größeren Größe übernommen und auf die richtige Länge gekürzt.

Leider musste ich mich von dem Plan verabschieden, den Taschenbeutel auf einer Linie mit dem Taillenabnäher anzufügen - der Abnäher sitzt viel zu weit innen dafür, das wäre ein riesiger Tascheneingriff geworden.

Als nächstes stand der Zuschnitt auf dem Programm. Ich weiß wirklich nicht, wofür man hier 2,80 m Stoff brauchen soll; meine 2 m haben locker gereicht. Gut, ich habe den Gürtel und die Brusttaschen weggelassen, aber die hätten doch keine 80 cm gebraucht?


Wie man sieht: Sogar ohne ein Teil umzudrehen oder einlagig zuzuschneiden, geht problemlos alles auf den Stoff. Er ist auch nicht breiter als der von Pattydoo, also ... 
Spätestens, als ich feststellte, dass ich für die Manschetten ja auch noch Knöpfe brauche, ging mir auf, dass meine 8 Uhrenknöpfe nicht reichen werden. Glücklicherweise sind sie aber noch erhältlich und ich habe schnell welche nachbestellt! 

Weil es bei Pattydoo eine Art Hemd-Kleider-Baukasten gibt, sind die Videos leider recht verstreut. Wobei ich sowieso nur für Details reinschaue, da kann mir das eigentlich egal sein.
Wird sowieso eine Anleitungs-Puzzelei: Für die Manschetten brauche ich die Nadeshiko-Anleitung, weil sie irgendwie mit einem Beleg verarbeitet werden und ich sowas noch nie gesehen habe. Aber hey, warum nicht.
Bei Kiribana stört mich etwas, dass die Anleitung nicht beim Schnitt verlinkt ist - die ist separat im Blog zu finden und man muss sie erstmal suchen (und dazu wissen, dass sie überhaupt existiert!).

Das Nähen hat bisher noch gar nicht so lange gedauert, aber ich bin auch noch nicht bei den Knopflöchern angekommen - und kennt ihr das, wenn euch pünktlich zum Ladenschluss am Samstagnachmittag die Vlieseline ausgeht? Der Stoffladen vor Ort hat übrigens montags zu, was die Sache nicht besser macht ...

Ich habe vergessen, die rückwärtige Passe zu doppeln und hoffe jetzt einfach, dass mich keiner dafür steinigt. Das ist mir nämlich erst aufgefallen, als ich schon alles eingenäht und versäubert hatte.

Aktueller Stand: Der Kragen muss ans Oberteil, der Rock ebenso, die Ärmel fehlen noch komplett.

Beim Rockannähen stieß ich dann doch auf ein Problem: Obwohl ich die Nahtlinie bei Rock und Oberteil exakt ausgemessen habe (minus die Abnäher natürlich!), ist der Rock viel zu groß ...?
Erstmal probiere ich, ob ich ihn ein bisschen einhalten kann, die Strecke ist ja recht lang. Um den Rock zu verkleinern, müsste ich nämlich entweder die Taschen oder die Knopfleiste neu machen und auf beides hab ich keine Lust. Wie die Sache ausgegangen ist, seht ihr nach der nächsten Maus beim nächsten Treffen ;)

Ich liebe übrigens das Gefühl, wenn aus 1000 Einzelteilen nach und nach ein großes Ganzes entsteht!


Lg
Nria