Donnerstag, 11. Februar 2021

5 years later - Nährückblick auf 2016

Wie schon 2019 und 2020 schaue ich zurück auf die Sachen, die ich vor 5 Jahren genäht habe. Beim Nähen werden so sehr die Neuerscheinungen gehypt, dass man oft den Blick darauf verliert, wie sich die Kleidungsstücke auf lange Sicht bewähren. Was nützt es, wenn einem 10 neue Hoodies pro Monat "von der Nadel hüpfen", wenn man doch nur einen davon regelmäßig trägt?

Im Vergleich zu den niedlichen 9 Kleidungsstücken, die ich 2015 genäht hatte, habe ich mich 2016 bereits auf 13 gesteigert (ok, SO ein großer Sprung ist das auch nicht). Und die Flopquote hat sich deutlich verringert! Flops waren auch eher Teile, bei denen mir Farbe oder Stoff nicht so gefiel.
Wieder lasse ich Larp-Dinge und Sachen für andere weg. Ich habe tatsächlich also mehr genäht, als man hier sieht.

Erstmal die Legende: Wieder habe ich markiert, welche Teile ich mochte und welche weniger; außerdem, welche bis heute durchhalten und welche ich aussortiert habe. Manche werden fröhlich von Hana weitergetragen!
Neu: Die Sachen, die ich noch besitze, sind jetzt unmarkiert. Das Häkchen ist in Paint zu schwierig zu malen ;)

Und so sieht meine Statistik von 2015 aus (die ausgeschnittene Stelle war ein versehentlich doppeltes Bild):

Wie man sieht, mochte ich die mehr als die Hälfte der Teile, 7 an der Zahl, sehr gerne! 5 waren zumindest okay, und nur 1 gefiel mir nicht so sehr. Die Star Trek-Uniform lasse ich mal außen vor, da sind die Anlässe zu begrenzt ;)

Im Detail (von links nach rechts):
Fuchsshirt: Trage ich heute noch gerne, auch wenn der Ausschnitt nicht perfekt sitzt. Die gemusterten Ärmel sind ein tolles Detail und unter einer Sweatjacke ist es ein schlichtes Kombiteil :)
Cityprint-Shirt: Ein paarmal getragen und dann an Hana weitergegeben, die es gerne trägt. Mir ist es zu pastellfarben, obwohl der Druck sehr schön ist.
Blauer Leinenrock: Ein schöner und bequemer Rock! Momentan zu eng, aber wartet auf neue Gelegenheiten. 
Pfeilsweatshirt: War lange mein Lieblingssweatshirt und liegt auch jetzt noch im Schrank, wird aber nur noch gelegentlich getragen. Mir ist der Kragenstoff etwas zu steif; vielleicht ersetze ich den mal, falls es mir dann nicht schon zu abgetragen dafür ist. 
Rotes Wickelkleid: Ach, das rote Wickelkleid ... es sah schön aus. Aber ich musste feststellen, dass mir Romanitjersey von den Trageeigenschaften einfach nicht gefällt und ich habe bei Wickelkleidern immer Angst vor ungewollten Einblicken. Wurde recycelt. Das schönste Kleid nützt nichts aus blödem Stoff.
Ananaskleid: Top. Auch wenn ich im Nachhinein den Ananansring um den Hals weggelassen hätte, ein beliebtes Sommerkleid in meinem Schrank.
Daenerys-Shirt
: Wie das rote Wickelkleid ein Opfer seines Stoffs. Weder der hellrote Viskosejersey noch der weißblaue Effektjersey gefielen mir so richtig, und auch wenn ich es ein paarmal getragen habe, wurde es kein Dauerbrenner.
Magic-Shirt: Ich glaube immer noch an die Magie des Upcyclings ;) Das Shirt ist super, erfreut sich besten Aussehens und unsere Wege trennen sich hoffentlich nicht so bald.
Rautenkleid: Gefällt mir eigentlich gut. Aber ich trage einfach ungern Schwarz. Habe es an Hana weitergereicht.
Flamingokleid aus 2 Takkokleidern: War ganz bequem, sah aber einfach unvorteilhaft aus.  Nachdem ich das eingesehen habe, erfüllte es seinen Zweck als Material für mehrere Probeteile.
Kaktusshirt: Eine Weile gerne und viel getragen, irgendwann etwas ausgeleiert und aussortiert. War mir dann auch schon etwas zu unbunt.
Upcycling-Kleid mit grauer Passe: Wenig getragen, aber ich finde es wirklich schön! Nur ist mir der graue Zopfstrickstoff nicht weich genug. Bisher fehlte mir die Motivation, den durch angenehmeres Material zu ersetzen. Vielleicht bekommt es 2021 eine neue Chance?
Issy-Kleid: Wundervoller Stoff, wundervolles Kleid. Trage es gerne.  

Also: Von 13 Teilen sind 7 noch in Gebrauch, plus 2, die in Hanas Schrank umgezogen sind, die meisten trage ich sehr gerne. Schon ein deutlich besserer Schnitt als 2015.

Und 2017 waren es dann schon viel mehr Teile ... wir sehen uns an dieser Stelle 2022 ;)

Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag.

Lg
Nria

Dienstag, 9. Februar 2021

Nautistore für den Herrn - Sweater "Quarter Zip" aus der Ottobre family 7/2018

Die Maritim Tattoo-Reihe von Nautistore bietet sehr abwechslungsreiche (aber immer maritime) Motive: Bei der Version 4.0 sind einerseits ein Leuchtturm samt Sextant, andererseits eine Flaschenpost vorm Sonnenuntergang und die Aufschrift "Route is Goal" mit einem Männerauge dazwischen abgebildet. Der Kombistoff besteht aus Streifen in Blau- und Grautönen und ich dachte mir gleich, dass die Farben meinem rothaarigen Freund gut stehen könnten ...
Den Rest vom Panel könnt ihr in einem anderen Beitrag sehen ;)


Ich habe noch unifarbenen Sommersweat in Dunkelblau dazugekauft für die Ärmel und so reichte es für zwei Sweatshirts (ein großes für ihn, ein kleines für mich :)). 

Herrenschnittmuster sind ja Neuland für mich. Aber in manchen meiner Zeitschriften sind welche enthalten, z.B. in der Ottobre family 7/2018. Das Modell Nr. 3, Sweatshirt "Quarter Zip", besticht eigentlich durch Details wie Kragen mit Reißverschluss, vorverlegte Schulternähte und Ellbogenpatches, aber die habe ich wegrationalisiert, weil der Stoff durch einen schlichten Schnitt besser zur Geltung kommt (vor allem ist es bei Motivstoffen immer heikel, einen Reißverschluss einzubauen ...).

Gut, hinten könnte die Passform noch optimiert werden.

Der Zuschnitt erfolgte wie immer einlagig mit einem leicht transparenten Seidenpapier-Schnitt; so sieht man das Motiv durch. Ich markiere auf dem Schnitt die Mitte und messe die auch beim Motiv auf, dann wird sie mit Stecknadeln markiert. Jetzt muss ich das Motiv nur noch in der Höhe positionieren, die Breite ergibt sich von selbst.

Dramatisches Blitzfoto for the win!

Ganz ideal sitzt das Sweatshirt nicht; vielleicht müsste es unten weiter sein? Mit der Passform von Herrenschnittmustern kenne ich mich noch nicht so aus. Aber die Optik mag ich trotzdem sehr :)

Schnitt: Mod. 3 "Quarter Zip" aus der Ottobre family 7/2018, Gr. 56
Material: Sommersweat "Maritim Tattoo 4.0 von Nautistore, unifarbener Sommersweat
Änderungen: Kragen und Reißverschluss weggelassen, Schulternähte auf die Schulter rückverlegt
Nachnähpotential: Könnte Standardpulli-Potential haben. 

Verlinkt bei DvD.

Lg
Nria

Montag, 8. Februar 2021

Nrias Nähpläne 2021

Nachdem Hana schon vorgelegt hat, präsentiere ich auch mal meine diesjährigen Nähvorsätze! Zwei Ufos habe ich sogar schon fertig.


Nrias Nähpläne für 2021:

- doch eine Joggpants nähen :D habe auch schon Jeansoptik-Sweat dafür gekauft.
- mehr Reste verbraten oder aussortieren ... besonders der Puhzzle-Pulli bietet sich an.
- Ufos fertigstellen. Da liegen einige rum, die mich nerven!
- Papierschnittmuster verwenden. Manche davon sind halt eher schicke Webstoffkleider, aber vielleicht kann man ja eins aus Sweat oder Jersey nähen?
- ein paar von den Recycling-Projekten angehen: Ich habe eine Kiste von aussortiertem Zeug, aus dem ich neue Klamotten machen will. Dummerweise ist das mehr Arbeit, als einfach ein Stück Stoff zu verwenden.
- ... und natürlich die Bionic Gear-Bag ;)

... und die Larp-Nähpläne:

Ich dachte ja, ich hätte gar keine. Aber dann fielen mir doch ein paar Dinge ein:
- letztes Jahr habe ich ein Wolltuch-Überraschungsrestepaket gekauft. Dieses Jahr will ich aus den Resten ein Kleid nähen. Mal gucken, wie gut das klappt ... es sind lauter Grüntöne und i.d.R. kleinere Stücke, die aber oft nicht perfekt harmonieren.
- aus einem der Reste soll mein Freund ein Deel bekommen. Diese Jacke im mongolischen Stil ist schick und passt super zu seinem neuen Charakter!
- Diechlinge stehen schon lange auf meiner Rüstung; sieht einfach etwas doof aus, wenn man am Oberkörper Rüstung trägt und die Beine sind "nackig". Ist halt etwas Arbeit, die zu nähen.
- Ich brauche einen Halswärmer. Hana hat schon einen und ich bin neidisch ...
- endlich genähte Strümpfe. Ich hatte mal perfekt passende Probeteile und dann habe ich sie auseinandergenommen und nie wieder richtig hinbekommen. Ob es dieses Jahr was wird?
- eine neue schwarze Gugel. Ich hab schon eine, aber der Wollstoff ist zu dünn.- eine gescheite Gürteltasche mit Verschluss. Ich besaß mal welche, die waren aber nicht so toll.
- ein roter Wollmantel. Vor zwei Jahren habe ich eine tolle Löwenschnalle dafür gekauft und seitdem suche ich passenden Wollstoff. Der muss doch zu finden sein!

 Rückblick auf die Nähpläne 2020:

- Adeona-Mantel: Nope. Aber das mit dem Abnehmen hat halt doch nicht geklappt – wer konnte schon im Januar ahnen, was kommen würde?
- Aus der Burda nähen: Na ja, immerhin ein Kleid, wenn auch aus Jersey … (noch nicht gebloggt)
- Webstoffe vernähen: Ein Hemdblusenkleid und ein paar Taschen (Lexa, 5-Fach-Organizer, Rikka, Magic Pouch, Just Be)! Andere sind zwar noch nicht vernäht, aber zugeschnitten, und ich habe durchaus einige Meter Webstoff verbraucht. Ich würde sagen: Teilerfolg.
- Bionic Gear Bag: Reden wir nicht drüber. Das wird wohl mein Standard-“Ach, nächstes Jahr“-Projekt.
- Kabel-Aufbewahrungstasche: Jawohl, mission completed!
- Joggingbuxe: Nope. Aber 2 „Joggpants“ im Jeanslook gekauft, da wurde das Nähen etwas obsolet.
- Dirndl: Bereits zugeschnitten und ein Probeteil gabs auch!
- weniger Stoff kaufen: Ich breite das Mäntelchen des Schweigens über die Sache.

Aber immerhin: 3 von 4 abgebildeten Sachen vom letztjährigen Beitrag verwendet. Und bis auf 3 Patchworkstoffe und den Mantelstoff habe ich inzwischen alle 2019 gekauften Stoffe verbraucht oder weitergegeben.

Lg
Nria

Sonntag, 7. Februar 2021

7 Sachen 6/2021

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

Pudding gemacht und über den Schokobiskuit mit Bananen gegossen. Danach kam noch Eierlikör-Schmand-Sahnecreme drauf. Ist übrigens dieses Rezept und wirklich sehr lecker! Mehr als 1 Stück auf einmal geht aber nicht ...

Morgendliches Workout absolviert.

Ein Geschenk genäht: Ein Badeanzugbeutel, so wie der links, nur etwas größer. 

Die Mandalorian-Lidschattenpalette benutzt. So niedlich! Drin sind lauter Grüntöne.

Neue Stecknadeln zu den alten gefüllt! Die blau-gelben bleiben im separaten Kästchen, das sind extrafeine.

Die Curly-Hair-Waschmethode ausprobiert und festgestellt: Macht tatsächlich curly (allerdings hätte ich vielleicht das Foto machen sollen, bevor ich zwei Stunden auf der Couch rumgefläzt habe ...)


Perlen aufgestickt. Morgen muss ich erstmal eine neue Packung von den kleinen kaufen.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.

Samstag, 6. Februar 2021

Was vom Januar übrig blieb

 Immer noch Lockdown. Nria war im Winterwunderland unterwegs. So viel Schnee! Und keine Leute :D

Link-Tipps im Januar:
 
Für uns selbst genäht im Januar:
Nebelwaldjacke (Ufo vom November)
Federjacke (Ufo vom Oktober)

Der verschneite Truppenübungsplatz in Münsingen.

Neue Schnittmuster, Anleitungshefte und Bücher:
Lumali Bag
Sweatpants Lola von FadenFactory
Regenbogenkleid von ManjiPuh

Stoff gekauft: Nria: 3,5 m
Nria: 2 m-Artbox von Rebecca ReckArt: 1 m Vogeljersey "Birds & Blossoms", 0,5 m Rankenjersey "Greenery", 0,5 m abstrakter Jersey "Meadow"; 0,8 m dunkelblaue5 French Terry, 0,7 m dunkelblaue5 Canvas
Stoff vernäht: Nria: 3,2 m
Nria: 0,5 m schwarzer Sommersweat, 1,10 m roter Sweat, 1,60 m kupferfarbener Jeans


Wir freuen uns im Februar auf:
Mal wieder einen Swap!

Mittwoch, 3. Februar 2021

Ganze Granatäpfel - Blouson "Brooklyn" von Pattydoo

Ich bin immer auf der Suche nach ausgefallenen Stoffen. Wenn man die üblichen Blumenmuster nicht mag, ist das gar nicht so einfach ...aber bei Rebecca ReckArt wird man leicht fündig; die Stoffe dort sind ziemlich originell. Leider auch nicht billig, aber lieber mal einen Stoff weniger kaufen und dafür einen richtig schönen.

Beim Granatapfel-Sommersweat habe ich zugeschlagen, als es im November etwas Rabatt auf die Stoffe gab. Ich hatte gleich ein Jäckchen im Kopf; bei so wild gemusterten Stoffen finde ich es nämlich schön, wenn man sie mit einem unifarbenen Shirt kombinieren kann, dann wirkt es harmonischer.

Das Muster ist mal was anderes. Und Hana mag Granatäpfel.

Dummerweise habe ich schon Tonnen von Sweatjacken, also habe ich einfach eine für Hana genäht. Da wir uns Gene und Blog teilen, ist es fast das gleiche, als hätte ich sie für mich selbst genäht :D

Nach einem Bündchenstoff habe ich ewig gesucht. Eigentlich hatte ich mir Rot in den Kopf gesetzt, aber versucht mal, einen passenden Rotton für einen vorhanden zu finden! Ich bin (als es noch möglich war) mit einem Stoffschnipsel durch 4 Stoffläden gelaufen und habe mich durchprobiert und nichts hat auch nur ansatzweise gepasst. Dann habe ich aufgegeben und bin zu Hellgrau gewechselt. Im Nachhinein eine gute Wahl; so wirkt es etwas erwachsener. 

Die Taschenform ist auch super.

Ich hätte mich ja für eine eng anliegende Jacke entschieden, aber Hana mag sie lieber etwas lockerer. Weil mich die dreieckige Teilungsnaht mit integrierter Tasche beim Blouson "Brooklyn" von Pattydoo schon lange gereizt hat, habe ich mich dann für diesen Schnitt entschieden.
Der Zuschnitt war etwas knifflig: Ich wollte, dass die vordere Mitte ein genau passendes Muster ergibt, wenn die Jacke geschlossen ist (ich bin gar nicht sicher, ob Hana ihre Sweatjacken so oft schließt ...). Da der Rapport etwas größer ist, erforderte das etwas Tetris beim Zuschnitt, denn man kann so ja nicht beide Vorderteile direkt aneinanderlegen, weil dann durch Nahtzugabe oder Knopfleiste ein Stück Muster fehlt. 

Das Muster passt. Auch wenn die Jacke eher offen getragen wird ...
 
So bin ich vorgegangen: Erst schneide ich ein Vorderteil zu (aber nicht blindlings drauflos; bei einem großen Rapport muss man schauen, ob es zu genau diesem Teil noch ein Gegenstück irgendwo gibt!). Dann falte ich die einzuschlagende Knopfleiste bzw. Nahtzugabe der vorderen Mitte weg (sowohl beim Schnitt als auch beim fertigen Vorderteil) und lege das zugeschnittene Teil so an, dass es an einer anderen Stelle genau ins Muster passt und der gespiegelte Schnitt fürs zweite Vorderteil danebengelegt werden kann. Das fixiere ich dann gut auf dem Stoff und falte die Zugaben der vorderen Mitte wieder auf.
Manche malen sich das Muster auf den Schnitt ab, so kann man vielleicht noch etwas exakter vorgehen.

Übrigens habe ich die "Seitenteile" absichtlich nicht im Muster zugeschnitten, weil es mir so besser gefiel und man die Teilung besser sieht.

Hinten verläuft die Musterrichtung andersrum, weil ich doof war. Aber psst!

Dank der ausführlichen Anleitung war das Nähen nicht weiter problematisch. Den Kragen habe ich versehentlich mit Nahtzugaben statt im Bruch zugeschnitten, aber psst. 

Einzig mit der oberen Bündchenecke vorne bin ich nicht zufrieden. Nach dem Nähen sah sie prima aus; seit der Fertigstellung des Blousons schiebt sich da der Stoff nach unten. Ich vermute, dass ich beim Festnähen des Belegs etwas vermurkst habe (ich nähe alle Belege per Hand im Kleidungsstück fest, weil ich lose rumschlabbernde Belege nicht leiden kann), aber Hana stört es nicht, also lasse ichs jetzt so.

Der graue Kragen passt doch recht gut dazu.


 Verlinkt beim Me Made Mittwoch.

Schnitt: Blouson "Brooklyn" von Pattydoo, Gr. 40, Version mit Knopfleiste und Taschen
Material: Sommersweat "Pomegranate" von Rebecca ReckArt
Änderungen: Keine
Nachnähpotential: Durchaus!

Lg    
Nria

Dienstag, 2. Februar 2021

Kreuzstich mit Niedlichkeits-Overkill - Cotton Kitties

Ist dieses Motiv nicht großartig? Ich hatte zuerst die Assoziation zu Weidekätzchen, aber Baumwollkätzchen sind natürlich noch viel puscheliger.

Auch Hana fand es toll und ich habe es ihr zu Weihnachten gestickt.

So niedlich!

Die Vorlage "Cotton Kitties" ist von Maria Matveeva, die man als auf Etsy findet, und ich finde sie hervorragend umgesetzt:

Es ist sowohl eine farbige als auch eine schwarz-weiße Vorlage enthalten (beide mit Symbolen), das Raster ist deutlich und die Motivmitte markiert. Dazu kommt, dass sich die Ausschnitte auf den einzelnen Seiten um 3 Kästchenreihen überlappen (durch einen Grauschleier gut sichtbar markiert); das erleichtert die Arbeit sehr, wenn man die Seiten nicht ausdruckt, sondern am PC sitzend stickt.

So sah das Ganze vor der Umrandung aus.

Man braucht gar nicht so viele unterschiedliche Garnfarben! Einige werden nämlich durchs Mischen (ein Faden der einen und ein Faden der anderen Farbe; gestickt wird wie immer zweifädig) hergestellt. Das sorgt außerdem für sehr harmonische Farbverläufe.

Der Haken, wie so oft: Das Motiv ist für DMC-Garne gemacht. Die kriegt man durchaus auch in Deutschland, aber das macht es schwieriger, vorhandene Garne zu nutzen (ich will meine Vorräte ja auch mal benutzen!) und ich müsste online bestellen. Dabei unterstütze ich viel lieber meinen winzigen Handarbeitsladen um die Ecke! Die schon etwas betagte Besitzerin freut sich auch immer; vermutlich senke ich den Altersdurchschnitt der Kundschaft um einige Jahrzehnte ;)


Die Zweige. Der Anfang dauert immer am längsten, weil man noch mehr zählen muss.

Man kann online Tabellen anschauen, in denen DMC- und Anchorfarben einander zugeordnet werden, aber das ist nur begrenzt nützlich: Es handelt sich ja nicht um identische Farbpaletten nur mit unterschiedlichen Nummern, sondern es sind unterschiedliche Farben mit ein paar Überschneidungen. Das macht Farbabstufungen etwas knifflig und daher gehe ich dann am liebsten in den Laden und schaue mir das persönlich an statt ergänzende Farben zu bestellen.

Das einzige, was mich übrigens an der Vorlage stört: Die benötigten Farben sind nach Nummern geordnet und zwar jeweils drei Farben nebeneinander. Ich fände es viel übersichtlicher, nach Farben (hier: Grau- und Brauntöne) zu sortieren, um Farben aus einer Familie direkt vergleichen zu können.

Rückseitenfoto. Ein paar Spannstiche lassen sich nicht vermeiden.

Die Farbabstufung, die ich mithilfe der Ladenbesitzerin ausgesucht habe, gefällt mir sehr gut, aber im Winter zu sticken hat einen Nachteil: Man hat weniger Tageslicht (ich habe mich lange nicht über meine furchtbare Lampensituation beschwert, oder? Vielleicht sollte ich einfach mal in vernünftige Deckenbeleuchtung investieren …). Im Kunstlicht sehen die Farbtöne sehr ähnlich aus und man sollte es tunlichst vermeiden, die Garne zu nah aneinanderzulegen, sobald man einzelne Fäden abgeschnitten hat …

Ohne ein Ordnungssystem wäre es nicht möglich gewesen: Ich hab ein paar Zettelchen aufgerollt, mit Nummer und Symbol beschriftet und jeweils einen Faden der entsprechenden Farbe aufgewickelt. So konnte ich beim Farbwechsel einfach zugreifen. Meine übliche Vorgehensweise, einfach ein paar Stränge der in der aktuellen Sektion verwendeten Farben wild um mich herum zu verteilen, hätte wirklich nicht funktioniert.

Gesamtzeit: 41 Stunden
Zweige: 15h 25
1. Kätzchen: 5h 15
2. Kätzchen: 5h 20
3. Kätzchen: 10h (diese Katze ist deutlich größer als die anderen)
Fertigstellen: 5 Stunden

Verlinkt bei DvD und HoT.

Lg
Nria