Freitag, 2. August 2019

Plüschdrache Hugo (und ein Gewinner!) - BeeZeeArt "Shoulder Dragon"

Zum 1000. Mondkunst-Beitrag haben wir einen Plüschdrachen verlost - jetzt möchte ich auch ein bisschen über das Nähen berichten!

Aber erstmal ... der Gewinner!

Die künftige Besitzerin ist *trommelwirbel* Ulrike Smaating! Herzlichen Glückwunsch! :)
Wir melden uns dann bei dir wegen der Adresse.
Vielen Dank an die Antworten an alle Teilnehmer!

Und jetzt zu Hugo: Der Schnitt ist von BeeZeeArt - den Hersteller kenne ich schon von der Wichtelfledermaus. Der Schnitt "Shoulder Dragon" ist übrigens auch als Papierschnitt bei Simplicity erschienen (Nr. 8715, "Stuffed Dragons").
Mit Stofftieren habe ich schon ein bisschen Erfahrung; die aufwändigsten bisher waren der sitzende Drache und der Ohnezahn. Und ich würde den Schnitt auch eher denjenigen empfehlen, die bereits ein paar Tierchen genäht haben. Dann ist er aber super umsetzbar - die Anleitung ist klasse!
Besonders gefällt mir, dass die Beine mit der Maschine angenäht werden statt per Hand ...

Fun Fact: Eigentlich gehören auf den Kopf kleine Stacheln und auf den Rücken größere.

Nachdem ich bisher immer mit Sweat gearbeitet hatte, wollte ich diesmal richtigen Plüsch - und habe ewig gesucht (ja, auch in Offline-Läden), bis ich auf einen einzigen Anbieter gestoßen bin, der in Deutschland stofftiertaugliche Plüschstoffe anbietet, nämlich Kullaloo. Ich hätte ja vermutet, dass es da etwas mehr Auswahl an Läden gibt, aber man nimmt, was man kriegen kann ...

Immerhin die Sicherheitsaugen konnte ich vor Ort in einem tollen Laden in Osnabrück kaufen, der viel Wolle und Unmengen Knöpfe hat.

Und dann konnte ich meine ersten Erfahrungen mit dem Nähen von Plüsch machen. Okay, ich habe schon öfter Samt und Nicki verwendet, aber der Plüsch war doch noch eine Nummer flutschiger.

Hier seht ihr das flauschige grüne Bäuchlein.

Was definitiv hilft: Auf der Rückseite mit Filzstift die Außenlinien der Schnittteile aufmalen (bei hellen Stoffen einfacher als bei dunklen) - und gleich die Nahtlinie dazu! Es ist zwar füßchenbreite Nahtzugabe im Schnitt enthalten, aber bei diesem Stoff ist das Freihandnähen nicht so einfach.
Bei den paar Seiten kann man den Schnitt ja auch gut ein zweites Mal abpausen und ohne Nahtzugabe ausschneiden.

Ein Häufchen Schnitt-Teile. Ein paar Stacheln hatte ich noch vergessen zuzuschneiden.

Beim Zuschneiden hat sich eine neue, scharfe Stoffschere bewährt; mit den alten abgenutzten (die mal wieder geschliffen werden könnten) war das eher ein Krampf.

Das Nähen war an einigen Stellen ein bisschen fummelig, aber machbar. Wenn man Schwierigkeiten hat: Per Hand heften statt Stecknadeln zu benutzen! Besonders bei den Beinen ist das hilfreich.
Beim Ausstopfen von Kleinteilen wie den Hörnern sind übrigens die Holzstäbe aus dem Wendeset von Prym (bei unseren liebsten Nähhelfern als Nummer 4 zu sehen) mein bester Freund! Bestimmt gehen auch Essstäbchen.

Stäbchen helfen stopfen!

Der schwierigste Schritt war das Wenden des Körpers: Ich hatte die "tolle" Idee, die Beinchen vor dem Zusammennähen des Torsos zu wenden und auszustopfen, weil das da noch leichter geht. Allerdings ist es danach wirklich knifflig, sie im Körper unterzubringen, während der zusammengenäht wird und danach alles durch die Wendeöffnung zu quetschen - es war wie eine Geburt! Die Beine blieben immer hängen und hinterher war ich schweißgebadet ... (gut, das könnte auch am bisher heißesten Tag des Jahres gelegen haben)

Auch das Ausstopfen erfordert etwas Geduld: Dieser Drache ist nunmal lang und bis man all die Füllwatte bis in den hintersten Winkel geschoben hat ...

Diese Knopfaugen!

Eine einfachere Möglichkeit wäre es, eine Bauchseite offen zu lassen und die nach und nach per Hand zu schließen, während man gleichzeitig ausstopft.

Beim Annähen der Rückenstacheln habe ich übrigens festgestellt, dass ich Spike 1 und Spike 2 verwechselt habe, deshalb sieht mein Drache etwas anders aus als die Vorlage.

Ebenfalls eine Herausforderung war wie immer das Annähen des Kopfes per Hand (die Hörner sind auch nicht so einfach - ich war sehr dankbar für die maschinengenähten Beine ...), aber diesmal ist es mir ganz gut gelungen. Man muss sehr aufpassen, dass das Ganze symmetrisch wird!

Übrigens noch eine Warnung zu den Sicherheitsaugen: Die sind so gemacht, dass Kinder sie nicht abreißen können. Das bedeutet, dass man (also auch ein Erwachsener) sie wirklich nicht mehr unzerstört aufkriegt, sobald Oberteil und Unterteil vereinigt sind. Keine zweite Chance, falls man eine Stofflage zuviel erwischt oder das Auge falsch positioniert hat, also passt wirklich gut auf, wenn ihr sie verwendet!

Von oben sieht er ein bisschen lustig aus.

Beim nächsten Mal würde ich definitiv mehr heften und mir mehr Zeit für die Vorbereitungen lassen; diesmal war ich doch ein kleines bisschen unter Zeitdruck. Aber ich könnte mir schon vorstellen, noch mehr Schulterdrachen zu produzieren.

Schnitt: "Shoulder Dragon" von BeeZeeArt (englisch), Variante "Winged Dragon"
Material: Plüschstoff "SuperSoft" 15 mm von Kullaloo, Sicherheitsaugen in 12 mm Größe
Änderungen: Die kurzen und die langen Rückenstacheln versehentlich vertauscht ... und ich habe selbige ein wenig mit Füllwatte aufgeplustert.
Nachnähpotential: Auf jeden Fall!

Verlinkt beim Freutag. Hier kann sich ein glücklicher Gewinner freuen und wir freuen uns über ein weiteres niedliches Tierchen, das die Welt verschönert :)

Lg
Nria

Donnerstag, 1. August 2019

Fint mit der Falte - Jerseykleid aus dem Lillestoff-Magazin

Nach dem Shirt Kosmo habe ich mir das Kleid Fint aus dem Lillestoff-Magazin Nr. 2 vorgenommen.

Das war (mal wieder) ein Experiment: Locker fallende Kleidungsstücke sehen meistens nicht sehr vorteilhaft an mir aus. Aber dieses Kleid fällt nur vorne locker; außer der interessanten Falte bietet es Brust- und Rückenabnäher und sitzt außer vorn mittig eigentlich recht körpernah.

Ja, eine FBA hätte nicht geschadet, aber irgendwie mag ich das Kleid.

Also habe ich mir mal (nicht so) mutig einen billigen graumelierten Jersey geschnappt und es einfach mal drauf ankommen lassen.

Der Zuschnitt ist nicht ganz so bequem wie bei anderen Schnittmustern - es wird einlagig zugeschnitten (sonst bräuchte man eine hintere Mittelnaht, was mich persönlich ja kein Stück stört, und ggf. passen die Teile nicht gut auf einen normalbreiten Stoff). Im Nachhinein habe ich festgestellt, dass mein Stoff etwas Überbreite hat und ich vermutlich doppellagig hätte zuschneiden können ... na ja, was man nicht immer so im Nachhinein merkt, nicht wahr?

Die Falte ist wirklich interessant!

Der angeschnittene Beleg des V-Ausschnitts gefällt mir: Hey, weniger Arbeit beim Zuschnitt!
Dafür hat mich die Falte Nerven ohne Ende gekostet. Ich habe sie diverse Male zugelegt, gebügelt und verwirrt wieder geöffnet ... bis ich irgendwann kapiert habe, wie es funktioniert. So sieht die Falte von hinten aus:

Der melierte Stoff ist da undankbar zu fotografieren ...


An sich ist das gar nicht so schwierig, ich stand nur auf dem Schlauch ...

Der Rest war eigentlich ganz fix genäht. Abnäher finde ich immer etwas nervig bei Jersey, aber nützt ja nichts; entweder man ärgert sich damit rum oder mit Passformmängeln.

Es hat sogar Taschen! Aber die kann man nur erahnen.

Der Halsausschnitt wird hinten mit einem nach innen geklappten Schrägband gesäumt. Ich mag die Methode und finde die Kombination mit dem Beleg beim Vorderteil interessant. Normalerweise wird ja der komplette Halsausschnitt auf die gleiche Weise gesäumt.

Was mich aber beim Lillestoff-Magazin ziemlich ärgert: Die Länge der Bündchen wird nicht angegeben, man soll selbst den Halsausschnitt messen und eine bestimmte Prozentzahl subtrahieren. Bitte was? Das ist m.M.n. der Job des Schnitterstellers. Ich habe das auch noch nie bei einem Hersteller gesehen, dass man das selbst machen muss ...

Dank Rückenabnähern und seitlicher Taillierung kein Wallewalle-Monster.

Mit der Ärmellänge habe ich etwas gehadert: Im Magazin wird das Kleid aus Sommersweat genäht, dazu passen lange Ärmel natürlich gut. Aber bei einem Kleid aus ziemlich dünnem Jersey? Aber ich wollte gern die Gesamtwirkung sehen, bevor ich ggf. einen teureren Stoff dafür zerschneide und kürzen kann man lange Ärmel im Nachhinein natürlich immer noch.

Mit Abnähern. Aber tatsächlich etwas zu eng an der Brust.


Ob ich eine Temperatur finde, zu der die Stoff-Ärmellängen-Kombi passt, ist noch fraglich, aber an sich gefällt es mir überraschend gut! Mit den langen Ärmeln ist es irgendwie harmonischer, als ich es mir mit kurzen Ärmeln vorstelle ...
Und an sich mag ich den Schnitt. Dadurch, dass das übrige Kleid eher figurbetont sitzt, macht die Falte nicht so einen Walle-Walle-Effekt, der aus meiner Figur ein Tönnchen zaubert. Mit Baucheinziehen sieht es trotzdem schöner aus, aber hey, ich arbeite dran ...

Eigentlich nur ein Probeteil, aber ich glaube, "Fint" darf in meinen Kleiderschrank einziehen!

Schnitt: Kleid "Fint" aus dem Lillestoff-Magazin 2/18, Gr. 38
Material: Leichter Baumwoll-Singlejersey
Änderungen: Ärmel gekürzt
Nachnähpotential: An sich vorhanden - aber ob ich mehrere dieser doch recht speziellen Kleider brauche?

Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag.

Lg
Nria

Dienstag, 30. Juli 2019

Larp-Festrobe Teil 4

Nach einer kleinen Urlaubspause gings weiter! Das Epic Empires rückt näher, die Frequenz der Beiträge dazu steigt ...

Ein Probeteil müsst ihr euch noch angucken, das ist aber das letzte, versprochen! Ich habe nämlich mit dem richtigen Kleid angefangen.

Hier habe ich eine Klappe drangebastelt und die Ärmel. Was man vermutlich nicht erkennt auf dem Foto: Ich habe auf einer Seite den Armausschnitt unten etwas verkleinert und vorn/hinten weiter nach "innen" gezogen, für mehr Beweglichkeit. Der Ausschnitt soll so dicht wie möglich am Arm sitzen, aber gleichzeitig freie Bewegung in alle Richtungen ermöglichen. Dann musste ich für das neue Armloch einen neuen Ärmel konstruieren, aber immerhin wusste ich ja jetzt, wie das geht.

Die Ärmelunterschiede sind auf dem Foto leider kaum sichtbar, live sieht man es schon.

Diesmal war ich clever und habe die Kante mit schwarzem Filzstift angemalt, damit man sie auf dem Foto erkennt!
Anschließend habe ich noch den Halsausschnitt ein bisschen tiefer gesetzt (sonst drückt der Stoff etwas am Hals) und die Klappe verkürzt, die geht jetzt nur noch bis zur Taille. Ich habe mich nämlich die ganze Zeit gefragt, warum die Proportionen so komisch aussehen. Die Lösung: Die Klappe war einfach zu lang!

Und dann ... hier Trommelwirbel einfügen ... konnte ich endlich zuschneiden!
Wurde auch Zeit. Die Unmengen an Wollstoff, die hier rumliegen, versauen meine Stoffstatistik.

Der Zuschnitt ist mein ungeliebtester Teil beim Nähen. Erst muss man den ganzen Stoff ordentlich ausbreiten. Dann die Teile auflegen - hier war das ziemlich aufwändig, weil meine korrigierten Teile nicht in voller Länge abgepaust waren und ich sie passend auf die Original-Schnittteile auflegen musste. Danach sauber zuschneiden, und die ganze Zeit krabbelt man auf dem Boden rum! Echt anstrengend, aber vermutlich wäre jeder Zuschneidetisch zu klein gewesen für die Stoffmenge.

Hier sieht man, wie die Schnittteile "gestapelt" sind. Alte Scheren sind übrigens fantastische Stoffgewichte.

Ich habe 3,70 m Stoff gebraucht - ohne die Klappe wäre ich mit 3,20 m ausgekommen, weil ich deshalb das vordere Mittelteil nicht platzsparend auflegen konnte.
Der Originalschnitt verlangt 4,35 m Stoff und ich wäre ohne Klappe und mit kurzen Ärmeln mit 2,80 m ausgekommen, selbst mit ungekürzten Teilen - also lieber vorm Stoffkauf mal ausprobieren, wieviel Stoff man wirklich braucht, gerade, wenn es eine große Menge ist!

Vorm Wegpacken der Schnittteile habe ich übrigens die Gelegenheit genutzt und die restliche Länge drankopiert, damit ich die doppelte Auflege-Arbeit kein zweites Mal habe, falls ich den Schnitt nochmal nähen will.

Die Klappe habe ich nur an einem mittleren Vorderteil angeschnitten, beim anderen habe ich einen großzügigen Untertritt gelassen. Oben ist das nicht notwendig, aber am Bauch konnte man beim Klappenansatz reingucken, wie mir das Probeteil gezeigt hat.

Die Klappe erkennt man noch fast gar nicht auf dem dunklen Stoff.


Dann hieß es, lange Stoffbahnen nähen und versäubern. Die umgekehrte Reihenfolge wäre einfacher gewesen, weil ich die Kanten einzeln versäubern wollte statt zusammen (damit es nicht so aufträgt), aber das fällt einem natürlich immer erst hinterher ein.

Ärmel und der obere Teil des Kleides werden gefüttert, damit ich kein Unterkleid druntertragen muss (und weil die Klappe sowieso gefüttert werden muss). Dafür habe ich einen dunkelgrauen Stoff aus dem Schrank verwendet. Eigentlich wollte ich schwarzes Leinen nehmen, das ich noch dahatte, aber bei genauerem Blick oder eher Fühlen war es mir für ein Futter zu kratzig.

Minifutter.


Das Futter habe ich dann mit der Klappe auf der einen Seite und dem Untertritt auf der anderen Seite verstürzt und am Halsausschnitt dazwischen den Stehkragen angenäht (das ist einfach nur ein gerader Streifen, der an den Enden etwas nach unten gebogen ist).
Hmm, vielleicht mache ich auf Dauer mal eine Stehkragen-Anleitung ...

Die Klappe ist erstmal mit großen Stichen geheftet; dann hat man beim Sticken keine pieksigen Stecknadeln drin.

Und dann ... konnte ich schonmal anprobieren! Einmal mit, einmal ohne Gürtel. Der ist übrigens wichtig - denn durch den Gürtel wird der Stoff etwas nach oben gezogen, das muss man bei der Saumlänge berücksichtigen.

Ohne Ärmel siehts eigentlich auch schon gut aus.

Was fehlt jetzt noch?
  • der Saum. Das ist immerhin nicht kompliziert, nur ein bisschen Fleißarbeit.
  • die Stickerei um die Klappe herum
  • Knöpfe und Knopflöcher (ich habe im örtlichen Stoffladen schon tolle schwarze Kugelknöpfe gesichtet!)
  • Ärmel. Seufz. Ich bin noch nicht sicher, wie ich das letztendlich mache ... ein ärmelloses Kleid mit separaten Ärmeln zum Annesteln oder ein Kleid mit kurzen Ärmeln und langen Ärmeln zum Dranstecken. Die Ärmelpassform stellt mich jedenfalls noch nicht zufrieden. Schlimmstenfalls säume ich die Armausschnitte auf eine beliebige Weise, trage eine Tunika drunter und verschiebe das Problem auf später.

Hier sind die anderen Teile des WIPs:
Teil 1: Planung (2017)
Teil 2: Planung/Neustart (2019)
Teil 3: Probeteile und Anpassungen
Teil 4: Zuschnitt und Nähen
Teil 5: Fertigstellung
Lg
Nria

Sonntag, 28. Juli 2019

7 Sachen 30/2019

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Das Sinnvollste getan, was man bei an die 40° so tun kann.


Schnittmuster vom Shirt abgenommen. Bei simplen Schnitten mache ich das so: Drumrummalen (bei den Armausschnitten muss man etwas zuppeln), halb ausschneiden, zusammenfalten und die Mittellinie der beiden abgemalten Linien der rechten und linken Hälfte übernehmen.


Kanadische Mikados probiert. Gibt es in vielen fancy Sorten.


Zum ersten Mal Ramen gegessen. 


Tolle Leuchtwürfel aufgeladen - mit UV-Taschenlampen gehts am besten.


Durch einen verstrahlten Reaktorraum gekrabbelt. Bzw. die Figürchen durch einen hindurchgeschoben.


Einen Schnitt ausgedruckt und zusammengeklebt.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung. 

Donnerstag, 25. Juli 2019

Da mach ich viele Kreuzchen! - Summer-Shorts von Pattydoo

Schon vor genau einem Jahr habe ich diese Shorts genäht. Hose und Schnitt-Name passen gerade wirklich gut zum Wetter!

Keine Sorge, es kommen noch Nahaufnahmen ;)

Die "Summer"-Shorts von Pattydoo ist wirklich ein toller Schnitt! Vorne glatt, hinten mit Gummizug, also gleichzeitig bequem und nicht zu sehr auftragend und den Reißverschluss spart man sich auch noch.
Es gibt eine lange und eine kurze Version; die lange geht dabei etwa bis zur Mitte des Oberschenkels. Ich überlege, ob man vielleicht auch Bermudas draus machen könnte ...

Nachteil des Stoffs: Er ist sehr knitteranfällig.


Das hier ist bereits die dritte Version: Zuerst habe ich aus einem Rest weißem Cord die lange Version in 38 genäht. Weißer Cord ist zwar nicht der ideale Stoff für so eine Hose, aber er war übrig und hatte genau die richtige Menge. Also ein tragbares Probeteil!
War aber gut, dass ich eins gemacht habe: Die Hose fällt für mich nämlich zu groß aus. Hana ist reingeschlüpft und ihr passte sie und sie hat sich gleich eine gelbe Shorts genäht.

Von der Seite finde ich den Schnitt besonders hübsch.

Ich dagegen habe den Schnitt nochmal in Gr. 36 abgepaust (so, Leute, und DAS ist der Grund, weshalb ich ausgedruckte Schnittmuster nie ausschneide, sondern immer abpause!). Auch ein passender Stoff fand sich im Schrank: Ein türkisfarbener Baumwollwebstoff mit kleinen weißen Kreuzchen, eigentlich für Patchwork gekauft (er war reduziert!). Ich hatte einen Meter davon und der hat exakt gereicht, weil Patchworkstoffe oft schmaler sind als andere Stoffe (ca. 110 cm).

Kleine Restchen fürs Patchworken sind noch übrig!


Das Nähen geht ziemlich schnell, wenn man den Schnitt schonmal genäht hat: Beim ersten Mal ist die Verarbeitung des Bunds etwas tricky, aber wenn man's erstmal verstanden hat, ist es einfach. Dankbarerweise lässt sich der Patchworkstoff auch wesentlich besser bügeln als der Cord, und gebügelt wird hier ziemlich viel.
Diesmal hatte ich ein festeres Gummiband als beim ersten Versuch; das weiche Gummi ließ sich sehr schwer in den Cord-Bund einziehen. Augen auf beim Gummibandkauf!

Das Gummiband rafft den Stoff nur ein wenig, so trägt es nicht zuviel auf.

Mit meiner neuen Hose bin ich sehr zufrieden: Bequem und türkis, was will man mehr!
Ob es eine gute Idee war, Patchworkstoff zu verwenden, wird sich allerdings irgendwann zeigen - aber erstmal erfreue ich mich an der Hose, solange sie schön aussieht.

Schnitt: Shorts "Summer" von Pattydoo, Gr. 36
Material: Patchworkstoff aus Baumwolle ("Safari Foto 8" von LeQuilt)
Änderungen: keine (heureka!)
Nachnähpotential: Aber hallo!

Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag und SewLaLa.

Lg
Nria

Sonntag, 21. Juli 2019

7 Sachen 29/2019

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Viele Meter Stoff festgehalten. Beim Nähen von langen Kleidern, Mänteln o.ä. bin ich immer sehr froh, so klein zu sein! Ich habe ausgerechnet: Wäre ich 30 cm größer, hätte ich fast 5 m mehr Stoffkanten versäubern müssen. Glück gehabt!


Zutaten in einen Kessel geworfen. "Die Quacksalber von Quedlinburg" kann ich trotz des sperrigen Namens sehr empfehlen! Ist übrigens Kennerspiel des Jahres 2018 geworden.


Geschwommen. Okay, nicht wie die Meerjungfrauen, mehr so ganz normal.


Schnittteile eines pdf-Schnitts zusammengeklebt. Hatte ich schonmal, kann die Teile vom letzten Mal aber nicht wiederfinden. Da ich sowieso eine andere Größe brauche als beim letzten Mal und deshalb sowieso neu abpausen müsste, ists nicht so wild.


Ziemlich kleine Teile für Kinderkleidung zugeschnitten.


Kopfkissen gewaschen und in die Sonne gestellt.


Ein Produktionsmuster in interessanter Verpackung probiert. War lecker. Und Eis gegessen. Das war aber zu schnell weg.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.

Freitag, 19. Juli 2019

Was vom Juni übrig blieb

Wir sind diesmal etwas spät dran, weil wir unseren 1000. Beitrag (fast) pünktlich zum Bloggeburtstag planen wollten.
Im Juni war viel los - u.a. war Nria mal wieder im Stuttgarter Zoo, der Wilhelma.

Link-Tipps im Juni:
Und Sommer ist es auch geworden ... (dieser herzige kleine Kerl war ganz unerwartet bei einer Strickjackenbestellung dabei!)

Für uns selbst genäht im Juni:
Schwalbenshirt (Ufo vom Mai)
Schiffchen-Elise (Ufo vom März 2018)
Jerseykleid "Marie" (Ufo vom September 2018)
Shirt 101 aus der Burda 7/19
Streifenshirt 119 aus der Burda 7/19

Ihr seht: Wir haben uns an die Ufokiste gesetzt! Dazu sind einige Teile, bei denen nur noch ein paar Knöpfe oder letzte Korrekturen fehlten, nichtmal erwähnt ...

Für andere genäht im Juni:
Den Plüschdrachen Hugo - den wir zu unserem 1000. Blogbeitrag verlosen!

Angefangene Projekte:
Shirt "Santa Barbara"

Neue Schnittmuster, Anleitungshefte und Bücher:
Burda Style 06/2019
BeeZeeArt Plüschtier "Axolotl"
BeeZeeArt Plüschtier "Shoulder Dragon"
Pattydoo Tanktop Kate
Tinalisa Kleid Sally
Tinalisa Kleid Kelly

Stoff gekauft: Nria: 3 m; Hana: 2,9 m
Nria: 1 m marineblauer Jersey, 1 m dunkelgrüner Jersey, 1m Orangenjersey

Hana: 2 m Bananenstoff, 0,45 m Schokoladenstoff, 0,45 m Space-Stoff 
Stoff vernäht: Nria: 1,75 m
Nria: 0,5 m Ringeljersey, 0,5 m olivfarbener Viskosejerse, 0,10 m marineblauer Jersey, 0,65 m dunkelgrüner Jersey (ich hätte erst messen sollen, um wieviel ich das Shirt kürzen will ...)

Knöpfe gekauft: 25 
Knöpfe vernäht: 17 (8 Ankerknöpfe, 4 dunkelrote Knöpfe, 5 apricotfarbene Knöpfe)

Wir freuen uns im Juli auf: 
Die Ostsee! (schon vorbei - weil dieser Beitrag halt spät dran ist, aber schön war's :))