Freitag, 9. März 2018

Was vom Februar übrig blieb

Wir haben wie im Januar richtig reingehauen und endlich einige lange rumliegende UfOs beendet sowie lange geplante NaNOs umgesetzt. Die Listen unter "Selbstgemacht" sind lang und die Listen mit für den Blog zu fotografierenden Dingen noch länger ...
Außerdem: Pen&Paper! Einmal Mass Effect für uns beide, einmal D&D für Hana.

Dungeons&Dragons - jetzt neu mit niedlichen kleinen Palisaden!

Link-Tipps im Februar:

Für uns selbst gemacht im Februar:
(jetzt mal alle tief Luft und ne Tasse Tee holen) 
3 Mini-Utensilo-Körbchen
Geigen-Shirt nach Vogue-Schnitt (UfO vom Mai 2017)
Upcycling-Kirchenfensterkleid (UfO)
Sewera-Body (UfO vom Juli)
Asymmetrische McCalls-Sweatjacke (UfO vom Dezember)
Möwen-Shirt (Upcycling)
Gesticktes Hogwarts-Wappen vollendet :)
Larp-Tasche (UfO vom September)
grauer Plüschrock
Ottobre-Cordjeans "Lady Fit"
Leinenhose zur Pluderhose upgecycelt
Elemente-Kissen
Jerseyrock Yara
Arctic-Party-Shirt (UfO vom August)
Bilderrahmen-Upcycling mit Würfeln 
Roter Jeansrock
Maschinennadel-Nadelkissen
Chemise fürs Branle-Kleid
Vogelzwitscher-Kleid
Cockpit-Shirt
historisches Kleid Branle

Ganz viel abgehakt! Und noch mehr, was nicht draufstand ...

Für andere genäht im Februar:
Stift-Rollmäppchen für eine Tauschkette

Angefangene Projekte: -

Gescheiterte Projekte: -

Neue Schnittmuster, Anleitungshefte und Bücher:
Retro-Bluse "Elise" von Rosie and me
16. Jh.-Kleid "Branle" von Cecilia Theresa Design (Probenähen)

Stoff gekauft: Nria 4,3 m; Hana 2,7 m
Nria: 0,8 m mittelblauer Jersey, 0,2 m grauer Jersey, 0,7 m Sternbilder-Jersey, 0,5 m marmorierter Patchworkstoff, 1,3 m Lillestoff-Interlock "melange stripes" jeansblau-weiß, 0,8 m Lillestoff-Jersey "Piqué Jeans"
Hana:
1 m Marmor-Sweat, 70 cm Popeline (Streifen mit Sonnen), 0,4 m Schirmchenjersey blau, 0,7 m Schirmchenjersey gelb, 1 m lila Jersey
Stoff vernäht: Nria 3,6 m; Hana 4,4 m (dank Nrias tatkräftiger Unterstützung)
Nria: 1,20 m marineblauer Stretchcord, 0,8 m mittelblauer Jersey, ca. 1,20 m weiße Baumwolle, 0,2 m rotschwarzer Wollstoff, 0,2 m weißes Leinen, Reste
Hana: 55 cm graumelierte Wollmischung, 30 cm schwarze BW, 90 cm Flauschestoff (vernäht von Nria), 55 cm Cockpit-Jersey 2,10 m grüne Wolle (vernäht von Nria)
Stoff verkauft/vertauscht: 2,45 m
Knöpfe vernäht: 18 (yay!)


Wir freuen uns im März auf: 
Schon wieder Mass Effect-P&P! Ansonsten ist der März noch jungfräulich unverplant.

Donnerstag, 8. März 2018

Mrs. Klassik in Klassisch

Weil meine erste Mrs. Klassik mit Pünktchenkragen mein Lieblings-Nähwerk und eins der meistgetragenen Kleidungsstücke 2017 war (Hana hat sich auch schon zwei genäht), brauchte ich dringend mehr davon. Man kann schließlich nicht den ganzen Herbst, Winter und Frühling über nur das eine Sweatshirt anziehen!

Der Eisbär passt prima zum Shirt. Ist auch geometrisch.

Damit der Stoffschrank sich mal etwas leert, habe ich mir einen grauen Sweat von Hana gegriffen, den sie gekauft hat, weil er ein preisreduzierter Rest war. Dazu passte prima mein marineblauer Jersey mit weißem Dreiecksmuster - klassisches Muster, klassische Farben, das ist doch eine perfekte Wahl für diesen Schnitt!

Ich mag die Farbkombi!

Der Zuschnitt war ein bisschen herausfordernd, denn der Rest war nur 80 cm lang. Bei den breiten polnischen Sweats wäre das kein Problem, aber bei einem 1,40-1,50 m breiten Stoff passen da keine zwei Ärmel nebeneinander. Untereinander gelegt wurden die Ärmel relativ kurz, also habe ich eben das Bündchen verlängert. Und nebenbei noch ein neues gebastelt, weil ich das Schnittteil fürs Bündchen leider verlegt (weil noch nie benutzt) habe. Wo das wohl hin ist?

Aber den Kragen hab ich schonmal besser hingekriegt ...

Den Schnitt nähe ich ja inzwischen fast im Schlaf, allerdings werden die unteren Ecken des Kragenansatzes irgendwie bei jeder Version schlechter. Warum auch immer. An fehlender Mühe liegts jedenfalls nicht!

Von hinten: Schlicht.
 
Mit den Ärmeln war ich erst unzufrieden, irgendwie waren die Jerseybündchen zu klobig/"bulky", wie Fremdkörper. Ich habe sie dann einfach nochmal abgetrennt und enger genäht (auch auch die Ärmel ab dem Ellbogen abwärts) und jetzt ists viel besser!

Vorher:

Leider kein Tragefoto ... ich sollte öfter zwischendurch welche machen!

Besser:

So sollten Ärmel sitzen!



Schnitt: Mrs. Klassik von Konfetti Patterns in Gr. 40
Material: Wintersweat, Jersey von XY
Änderungen: (eigenes) Ärmelbündchen verlängert, Ärmel dafür gekürzt

Verlinkt bei Rund ums Weib.

Lg
Nria

Mittwoch, 7. März 2018

Roter Maxirock nach burda, gut abgelagert

Wo ich über diesen Rock Modell 106 aus der burda 5/2012 zum ersten Mal gestolpert bin, weiß ich gar nicht mehr genau. Auf Pinterest, oder auf einem Blog? Jedenfalls war ich auf der Stelle schockverliebt.


Der Rock schwingt ganz wunderbar beim Laufen! Oder beim Gleiten.

Maxiröcke trage ich selten, habe vor diesem aber auch nur einen recht kombiunfreundlich gemusterten reinen Sommer-Maxirock besessen. Dieses Modell wollte ich unifarben und allwettertauglich machen ... aber erstmal den Schnitt auftreiben, denn die Zeitschrift, die ihn enthält, war bereits einige Jahre alt.

Technische Zeichnung Mod. 106 burda 5/2012 - Version A ist ein Maxirock, Version B wadenlang


Im November 2016 habe ich die entsprechende burda bei eBay ergattert und im Februar 2017 einen passenden Stoff gefunden (Baumwoll-Webware mit Elastan-Anteil) - und direkt losgelegt. In einer unserer Oma-Knopfkisten habe ich sogar genau die passende Anzahl Knöpfe in genau dem richtigen Rotton gefunden!

Ein halber Tellerrock - hatte ich bisher nur bei kurzen Röcken.


Soweit war der Schnitt recht einfach und hat Spaß gemacht zu nähen - bis zum Anprobieren. Trotz elastischem Stoff und meiner Standard-Burdagröße war der Rock zu eng, und beim Bundbeleg fehlte ein Riesenstück. Tja, ihr könnt es euch denken ... der Rock landete in der UfO-Kiste.

Links ungekürzt, rechts gekürzt. Je nach Fall sieht der Rock etwas nach Hosenrock oder japanischer Tracht aus ...

Genau ein Jahr später, im Februar 2018, habe ich ihn dort wieder rausgeholt und mit nochmal mit dem Problem beschäftigt. Einerseits habe ich noch ein wenig Bauchumfang verloren (yay!), andererseits hatte ich ein wichtiges Detail der Anleitung falsch verstanden: Der Bundbesatz geht nicht komplett bis nach vorn, sondern die vorderen Kanten werden oben mit dem angeschnittenen Vorderkantenbeleg verstürzt. Plötzlich fehlten mir nur noch zwei Zentimeter am Bundbesatz - und die waren flott angestückelt.

Praktische Taschen, einfach einzunähen dank der Teilungsnähte.


Dafür waren aber die wundervollen, perfekt passenden Knöpfe verschwunden. Es ist ein Mysterium. Wir wollen ja unseren Knopfbestand reduzieren, aber doch nicht so! Falls sie wieder auftauchen, habe ich durchscheinend weiße Bestandsknöpfe verwendet (zwei verschiedene Sorten), denn neue kaufen wollte ich auch nicht. Die Knopfleiste ist ohnehin verdeckt, da ist die passende Farbe nicht so unheimlich wichtig.

Der Rock ist nicht bis unten durchgeknöpft, sondern die Knopfleiste beginnt etwa auf Kniehöhe


Der Rock ist ungefüttert, aber ich überlege, nachträglich noch ein Futter einzusetzen, denn der Stoff hängt schon etwas an Strumpfhosen und ich möchte ihn ja auch gern im Winter tragen.

Der halbe Kreis gibt viel Bewegungsfreiheit!


Ich bin sehr zufrieden. Durch die Weite schwingt der Rock ganz wunderbar und macht einfach Spaß zu tragen. Die Farbe leuchtet wunderbar an grauen Wintertagen!

Schnitt: Model 106 A, burda 5/2012, Gr. 40
Material:
2,7 m dünner, aber fester Baumwoll-Stretch
Änderungen: Ein wenig Bundweite zugegeben; ca. 7 cm gekürzt
Nachnäh-Potential: In Knielänge kann ich mir gut noch einen weiteren Rock dieser Art vorstellen; wenn ich feststelle, dass ich den Rock im Winter gern trage, gibts vielleicht auch noch einen zweiten Maxirock in dezenterer Farbe.
Nachtrag: Ich sehe gerade, Muriel von Nahtzugabe5cm hat den Rock als Rockteil eines Kleides genäht - das gefällt mir auch super und kommt auf meine Liste!


Verlinkt beim MeMadeMittwoch und AfterWorkSewing.

Montag, 5. März 2018

[Fünf Fragen am Fünften] März-Edition

Luzia Pimpinella stellt dieses Jahr jeden Monat fünf Fragen.



1. Wenn du ein Gericht zum Essen wärst, was wärst du dann?
Hana: Auf jeden Fall eine Süßspeise! Wahrscheinlich ein bunt verzierter Kuchen, vom Hobbybäcker, nicht vom Konditor, mit jeder Menge Nougatfüllung.
Nria: Weiß ich nicht. Aber wenn ichs mir aussuchen kann, wäre ich gern ein Marillenknödel.

2. Welches Buch oder welche Bücher liebst du so sehr, dass die es / sie mehr als einmal gelesen hast?
Hana: Mehr als einmal: Diverse. Mehr als zweimal: Die Abhorsen-Trilogie von Garth Nix - Herr Nix hat so eine wunderbare, düstere, phantasievolle Fantasy-Welt erschaffen, anders als viele andere Fantasy-Romane krankt es nicht an Kitsch. Ein Dauerbrenner! Grundsätzlich behalten wir nur Bücher, die wir vorhaben, nochmal zu lesen.
Nria: Ich lese sehr viele Bücher mehrmals. Und ich lese wirklich viel. Eine skurrile Vorstellung, dass jemand tatsächlich nur ein Buch nennen könnte für diese Frage ... Zu den Büchern, die ich immer und immer wieder lese (aber auch das sind sehr viele) zählen z.B. Walter Moers' Zamonienromane und Sergej Lukianenkos Wächter der Nacht-Reihe.



3. Entschuldigst du dich zu oft?
Hana: Nein, vermutlich eher tendentiell etwas zu selten. Tut mir Leid! Wenn ich mich entschuldige, meine ich es aber auch wirklich so.
Nria: Kommt drauf an. Was ich definitiv zu oft verwende, sind diese kleinen, abschwächenden Wörter, die sehr frauentypisch sind ...

4. Wann und über was hast du das letzte Mal laut gejubelt?
Hana: Über die Ehe für alle! Ich hab mich riesig über diesen längst überfälligen Akt der Gerechtigkeit gefreut (und danach gleich meine Nägel regenbogenfarbig bemalt).
Nria: Keine Ahnung. Äh, ich freu mich eher leise ...?



5. Wenn Geld keine Rolle spielen würde, wo würde deine nächste Reise hingehen und wie würde sie aussehen?
Hana: Neuseeland. Abgesehen von der wundervollen Landschaft (und KIWIS!) möchte ich unbedingt auch Hobbingen anschauen. Am liebsten wäre mir eine Rundreise mit Wohnmobil ... und nachdem ich Claudias Sabbatical-Reiseberichte über Australien verfolgt habe, würde ich dahin wohl auch einen Abstecher machen wollen für ein paar Highlights (auch wenn ich vorher nie nach Australien wollte ...).
Nria: Ich komm mit nach Hobbingen. Oder in die Antarktis zu den Pinguinen (aber da wollen zuviele hin, das wird langsam ein Problem). Und wenn das Weltraumreisen irgendwann mal etwas bequemer wäre als heute: Spaaace.

Jetzt interessiert uns aber doch brennend: Was für eine Speise wärt denn ihr?

Sonntag, 4. März 2018

7 Sachen 9/2018

Immer wieder sonntags. 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Einen Rock gekürzt.
(Ja, es war ein sehr langer, sehr weiter Rock ...)


Auf dem Teich hinterm Elternhaus rumspaziert, Fotos gemacht und Beweise gefunden, dass es noch mehr Teichspazierer gab.


Die Beute aus dem Mittelalter-Tauschpaket endlich weggeräumt. Das stand seit November bei mir, weil sich nicht genügend Teilnehmer fanden - jetzt kann's weitergehen!


Einen Batarianer*-Party-Kuchen gebacken.
*In unserer P&P-Runde hatte jemand Geburtstag, der ein vieräugiges Alien spielt :)


Vierundzwanzig Nestellöcher gemacht (Hana für Nria).


Dafür ein Kleid zugeschnitten (Nria für Hana).



Probehalber zwei Stoffe aufeinandergelegt - soll eine Schnabelina Big werden. Bin aber noch nicht ganz sicher, ob die Farben harmonieren; die Punkte des Pinguinstoffs sind grüner als auf dem Foto ...
Dafür habe ich aber schon reichlich das Schnittmuster gepuzzelt :)

Verlinkt bei Cherry's World.   

Freitag, 2. März 2018

Yara auf Speed - Jersey-Volant-Rock aus der Fashion Style

Sandra von Zufall, wenns klappt hat eine tolle Aktion gestartet: Der Favorit des Monats - jeden Monat sucht man sich einen Schnitt aus der aktuellen Burda oder Fashion Style aus und näht ihn. So liegen die Zeitschriften nicht nur ungenutzt rum - besonders sinnvoll natürlich für diejenigen, die ein Abo haben!
Und nicht nur das: Für alle anderen ist es auch toll zu sehen, wie bestimmte Modelle umgesetzt wirken, während die Zeitschrift noch erhältlich ist. So muss man nicht umständlich nach längst vergriffenen Ausgaben suchen, wenn man irgendwo ein tolles Kleidungsstück sieht.

Der Volant glockt so vor sich hin!

Ich kaufe nur ab und zu mal eine Ausgabe, schließlich habe ich schon eine ansehnliche Sammlung und der Platz in meinen Regalen ist auch endlich. Aber die Fashion Style 01/2018 bietet genug schöne Modelle, um sie meiner Sammlung hinzuzufügen!

Besonders angetan hat es mir der Rock Yara, Nr. 24. Richtig gelesen, ab dieser Ausgabe haben die Modelle in der Fashion Style Namen! Wie in der Ottobre. Finde ich super, so kann man sie viel besser googeln oder zuordnen. Und irgendwie haben sie auch gleich mehr Persönlichkeit ...

Der Rock ist wirklich simpel: Nur 4 Schnittteile (plus ein Bündchen), asymmetrisch, unten glockig (es ist eine Art schräger Volant angesetzt). Erst dachte ich, der Rock wäre vorn und hinten identisch und ich müsste nur 2 Schnitt-Teile abpausen; leider wurde ich enttäuscht ;)

Asymmetrisch! Ich mag asymmetrisch.

Immerhin, meine Befürchtung, der Rock sei schwierig zu kürzen, traf nicht zu: Ich habe einfach den oberen Teil oberhalb des asymmetrischen Bereichs um 3 cm gekürzt und beim unteren Teil die Saumzugabe weggelassen. Jetzt ist die Länge gut!
Dank des Kürzens bin ich mit den bestellten 80 cm Stoff (vorgesehen sind 90 cm für Gr. 38) locker hingekommen.

Ich habe einen etwas festeren Jersey vernäht, die Farbe ist ein mittleres Petrol. Online gekauft; eigentlich hätte ich lieber ein richtiges Türkis oder Mittelblau gehabt, weil leichter zu kombinieren, aber immerhin ist der Stoff nicht so dünn und labberig wie die meisten Jerseys, die man so kaufen kann. Der Rock soll ein Ersatz für einen türkisfarbenen Jersey-Bananenrock werden, den ich vor bestimmt 10 Jahren genäht habe, aber den tollen festen, aber weichen Jersey von damals gibt es natürlich nicht mehr, der war ein Glücksgriff. Der alte Rock ist inzwischen sowohl zu weit als auch schon etwas unansehnlich (Pilling und solche Sachen), da kann auch mal ein neuer her.

An der Seite bildet der Volant eine Ecke.

Erstaunlicherweise war der Rock in der Taille ein gutes Stück zu weit, obwohl ich an der Taille normalerweise 1-2 Größen mehr brauche als an der Hüfte. Die angegebenen 76 cm (ungedehnt!) für das Bündchen haben mich schon ziemlich überrascht und waren dann auch ein gutes Stück zuviel. Möglicherweise soll der Rock viel hüftiger sitzen, aber dann hätte ich noch deutlich mehr kürzen müssen, außerdem sehen höher sitzende Röcke bei mir sowieso besser aus. Also habe ich Bündchen und Oberkante des Rocks um ein paar Zentimeter enger genäht, sodass der Rock auf der Taille sitzt.

Und es ist ein richtiges Speed-Projekt! 4 Nähte plus Saum und Bündchen, auch die Rundungen des Volants waren kein Problem. "Yara" ist wirklich ein schnelles Erfolgserlebnis :)

Schnitt: Rock Nr. 24 "Yara" aus der Fashion Style 01/2018, Gr. 38
Material: Festerer Single-Jersey
Änderungen: Bündchen und Taille des Rocks enger gemacht, gekürzt

Verlinkt bei Der Favorit des Monats Februar.

Lg
Nria

Donnerstag, 1. März 2018

Rot-lila - ein praktisches Maschinennadel-Nadelkissen (mit Printable)

Liebe Selbsthilfegruppe, ich bin Hana und wechsle zu selten meine Nähmaschinennadeln und mache mir dadurch unnötig das Nähleben schwer.
Schuld daran ist meine Faulheit unter anderem die Nadelbeschriftung - ich meine, könnt ihr diese winzigen Ziffern auf gebogener Fläche entziffern? Wenn ja, beglückwünsche ich euch zu euren Adleraugen ... jedenfalls erinnere ich mich oft nach dem Nadelwechsel nicht mehr, was für eine Nadel in der Maschine war, kann die Zahl nicht erkennen und entsprechend wird sie dann nie mehr benutzt. Als Einmal-Produkt sind mir Nähmaschinennadeln aber doch etwas zu teuer!
[Keine Sorge, wir verwenden die Nadeln nicht für 10 Großprojekte, aber nach einem Saum sind sie ja noch nicht stumpf.]

Nadelkissenliebe! Sogar mit passendem Nagellack.

Für Nria habe ich mal ein Nähmaschinennadel-Nadelkissen mit Ordnungsfeldern genäht - nicht selbst ausgedacht, sondern in den Weiten des Internets gefunden - selbst hatte ich bisher aber keins. Ihres ist ganz schlicht, weiß mit schwarzer Beschriftung, meins wird fancy!

[Die Sternchen-Stecknadel markiert, welche Nadel sich gerade in der Maschine befindet]

Bei Nrias Nadelkissen gelernt: Die Zahlen nicht zu nah an den Rand setzen, sonst kippen sie durch die Wölbung weg!

Denn bei Maikäfers Two-Colours-Jahreschallenge hat sie die Februar-Farben rot und lila gezogen. Schwierige Farbkombi, oder? Ich besitze einen Ringel-Pulli in rot-lila mit zusätzlichen schwarzen und weißen Streifen - da wirkt das sehr harmonisch. Mein Nadelkissen bekommt daher auch schwarze und weiße Akzente.

Farbschema auf Inspirationspulli

In unseren Stoffrestekisten lagert aktuell nicht ein einziger lilafarbener Stoffrest - ich war platt! Da sind sonst alle Farben ... aber Nria hat eine alte Tunika, die sie mir erlaubt hat zu zerschneiden. Rote Stoffreste waren en masse vorhanden - ich würde zu Lila immer kühle Rottöne kombinieren und habe entsprechend ein kühles Weinrot ausgewählt.
Also: Zwar nur wenig Stoff, trotzdem ein Strich auf der "Stoffreste verwerten"-Liste!

Die Beschriftung nur in schwarz

Eigentlich hatte ich eine schwarze Satinpaspel geplant, aber das entsprechende Schrägband liegt bei Nria und ich wollte loslegen. Deshalb habe ich mich für schwarz-weiße Nähte entschieden - die Linien einfach doppelt genäht; bei der Schrift habe ich dann "weiße Maschinenschrift direkt neben die schwarze gesetzt" und "schwarze Maschinenschrift mit weiß per Hand übergestickt" ausprobiert ...
 
Schrift-Tests

... und mich dann für ersteres entschieden. Die weißen Buchstaben habe ich etwas versetzt nach links oben gestickt, so dass die schwarzen Buchstaben eine Art Schatten ergeben. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden!

An manchen Stellen hat die Maschine Stiche ausgelassen - das ließ sich mit der weißen Schrift gut kaschieren.

Die Rückseite ist schlicht gehalten - ich wollte, dass die Rückseite ebenfalls geteilt ist und die roten und lilafarbenen Ecken aneinander stoßen, hatte aber keine Lust, nochmal eine friemelige Kurve zu nähen und deshalb einfach ein Dreieck angesetzt.

Rückseite mit Label

Die Nähte treffen nicht ganz aufeinander, sondern sind um 2 mm verschoben; mit der Schräge war es schwierig, das ganz passgenau zu treffen - bei einem Nadelkissen bin ich da allerdings auch nicht ganz so päpstlich und habe es nicht nochmal aufgetrennt.

Die Ecke vorn und hinten "aus einem Guss", wie ich es mir vorgestellt hatte.

Und das Ergebnis? Ich bin richtig zufrieden. Und freue mich über die tolle 2 Colours-Challenge- ohne die Aktion hätte ich diese Farben nicht so kombiniert und kein zweifarbiges Nadelkissen in diesem Design genäht (ach, seien wir mal ehrlich: Vermutlich wäre ich noch ewig zu faul für dieses Nadelkissen gewesen und hätte Ende des Jahres noch keins gehabt ...)

Hier sind die Zahlen auch mittig genug, dass sie nicht hinter der Kissenwölbung verschwinden wie bei Nrias Kissen!

Also: Fettes Yeah!

Falls ihr auch ein Maschinennadel-Nadelkissen nähen möchtet:

Wie sortiert ihr eure Nähmaschinennadeln? Schreibt ihr auf, welche sich gerade in der Maschine befindet, könnt ihr etwa die winzigen eingeprägten Ziffern lesen oder packt ihr gar die Nadel nach jedem Projekt wieder in ihre Verpackung zurück?

Schnitt: Eigener, siehe Printable
Material: Fester roter Baumwollköper, lilafarbenes feines Leinen
Nachnäh-Potential: Ich selbst brauche natürlich nur eins von diesen Nadelkissen - aber es eignet sich auch prima als Geschenk, also mal sehen ...

Verlinkt bei RundumsWeib, Maikäfers Jahres-Sew-Along-Märzsammlung und bei Wir machen klar Schiff

Nachtrag vom 13.12.2018: Bei Schneiderherz gibt es inzwischen eine Freebie-Vorlage für den Plotter - ideal, falls ihr einen Plotter, aber keinen Schrift-Zierstich auf eurer Nähmaschine habt.