Donnerstag, 3. September 2020

Lady Tasja von Mialuna als T-Shirt - perfekt zur Stoffreste-Verwertung

Es war einmal ein Palmblätter-Jersey, in den ich mich auf den ersten Blick verliebt habe. Leider gab es einen klitzekleinen Haken: Es gab nur noch ein 25 cm-Reststück davon. Tja, das kaufte ich also und wartete auf einen Schnitt, der sich zur Verwertung eignete ...

Palmblatt-Glück

Nachdem ich mein Lady Tasja-Spacekleid genäht hatte, wusste ich: Der schöne Stoff reicht genau für die Passe. Also habe ich probiert, den Schnitt, der eigentlich als Pullover oder Sweatkleid gedacht ist, als T-Shirt zu nähen - und das hat prima funktioniert.


Für die Ärmelbündchen hat der Palmblatt-Stoff auch noch gereicht - fürs Halsausschnitt-Bündchen wollte ich eigentlich den unifarbenen Jersey verwenden, Nria hat mich aber überzeugt, das es aus Palmblatt-Stoff schöner aussähe. Habe ich also gemacht und bin sehr zufrieden.


Im Nachhinein bin ich mir nicht ganz schlüssig, ob ich nicht die Platzierung von Vorder- und Rückenpassen auf dem Stoff hätte umgekehrt legen sollen, weil die Rückenpasse eine durchgängig grüne Kante hat und die Vorderpasse etwas "angeknabbert" aussieht, weil an den Kanten im Schulterbereich blaue Musterteile verlaufen. Aber da ichs sowieso nicht mehr ändern kann, erkläre ich das lieber zum interessanten Detail.


Ich überlege auch noch etwas, ob das Shirt vielleicht noch ein Details im Hüft- oder Taillenbereich vertragen könnte als Ausgleich zur Schulterpartie, ein einzelnes aufgesetztes Palmblatt o.ä. ... was meint ihr?
Material: 0,25 m Palmblatt-Jersey, 0,8 m Uni-Baumwolljersey
Schnitt: Lady Tasja von Mialuna, Gr. 40
Änderungen: kurze statt langen Ärmeln genäht, Halsbündchen statt Kragen oder Kapuze
Nachnähpotential: Ist bereits eine Wiederholung
Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag.

Mittwoch, 2. September 2020

Leslira, das Dschungelkleid - Pattydoo mit Patternhack [Leslie+Mira]. Plus kleines Tutorial für Hüftpassentaschen.

Ich liebe tropische Blättermuster. Als Kind hatte ich diverse Kleidungsstücke damit; besonders ist mir eins mit Zitrusfrüchten zwischen den Blättern in Erinnerung geblieben. Und ich bin immer noch stets auf der Suche nach solchen Stoffen.
Neulich bin ich bei Dresowka fündig geworden und habe einen schwarzgrundigen Baumwolljersey bestellt (Hana hat sich für einen mit Farn-/Palmwedelmuster entschieden, der ist auch toll).

Ein super Patternhack-Kleid!

Ein Blick in den Kleiderschrank zeigte mir: Ich brauche Kleider mit Kragen (und Shirts, aber dazu kommen wir ein anderes Mal). Ich habe aktuell nur eins, das mir passt, dabei haben Krägen viele Vorteile - man hat ein bisschen Sonnenschutz für den Nacken und es ist viel angenehmer beim Autofahren.

Die Tasche passte so gerade eben neben die äußere Falte.
 
Die meisten Schnittmuster für Kragenkleider sind auf Webstoff ausgelegt, den meide ich momentan ein bisschen (immer noch wegen Abnehmen. Ich sollte das einfach mal durchziehen!), aber Polokleider sind ja auch immer eine Option. Ich habe auch mehr als einen Schnitt dafür da und die Wahl fiel auf Leslie von Pattydoo.

Hinten habe ich je zwei Falten zu einer vereinigt. Vielleicht sollten sie noch weiter zur Mitte?

Leslie hatte ich schon als Poloshirt (mit Palmen) genäht; die Kleiderversion ist einfach ein verlängertes Shirt. Aber ich wollte eine Taillennaht und einen ausgestellten Rock, das ist vorteilhafter (besonders, wenn man keinen Pikee verwendet) und außerdem kann man dann meine favorisierte Taschenform einbauen - Hüftpassentaschen!
Den Rock habe ich vom Kleid Mira, ebenfalls von Pattydoo, übernommen. Der hat eine angenehme Weite und hat sich bewährt.

Mein Schlacht-Bastelplan!


Also habe ich fröhlich 3 Schnittmuster miteinander kombiniert.
Und so bin ich vorgegangen:

1. Ich habe mein Leslie-Shirt angezogen, mir eine Schnur um die Taille gebunden (ich habe dafür eine dickere Baumwollkordel, die funktioniert wunderbar) und mit Stecknadeln ringsherum die Taillenhöhe markieren lassen.
Diese Linie habe ich auf den Schnitt übertragen und ihn dort abgeschnitten (Achtung, die Pattydoo-Schnittmuster beinhalten bereits Nahtzugabe. Daher habe ich sie an dieser Stelle auch zugegeben). Eigentlich kann man es sich auch einfacher machen und schlicht die Länge vom Mira-Oberteil messen und übertragen, wenn einem das Kleid passt ...
2. Ich habe die neue Unterkante des Shirts sowie die Länge der Rockoberkante (mit zugeklappten Falten) ausgemessen - jeweils auf der Nahtlinie, nicht an der Schnittkante. Und diese Längen verglichen.
Beim Vorderteil passte es, beim Rückenteil war das Oberteil breiter als der Rock, also habe ich die Faltentiefe etwas reduziert, bis die Länge übereinstimmte.
3. Fehlen noch die Taschen! Ich brauche welche mit relativ schmalem Eingriff, weil die Falten des Rocks weit außen sitzen (aber ich mag den Eingriff lieber rund als gerade). Die vom 8 aus der Fashion Style 08/2016 eigneten sich dafür, davon habe ich zunächst den Tascheneingriff auf den Rock abgepaust. Dann ein großes Stück des Rocks rings um den Eingriff abgepaust (immer noch mit zugeklebten Falten), samt der Eingrifflinie, aber auch der Außenkante, und auf dieses abgepauste Stück Papier habe ich den Taschenbeutel angelegt und so aufgezeichnet, dass er an den Kanten passt (dafür musste ich einige Linien etwas verlängern). Die Rockform vom Fashion Style-Kleid ist nämlich etwas anders.

An dieser Stelle füge ich eine kleine Skizze ein, wie man Hüftpassentaschen in einen Rock einfügt. Es ist wirklich einfach! Nur bei sehr weit ausgestellten oder gerafften Röcken lasse ich das lieber.

Linien aufmalen, Passe abschneiden, Tasche mit und ohne Passe kopieren, fertig.


Und so sehen die tollen Taschen dann aus:

Die BESTE Taschenform.

Vor aufwändigen Sachen wie Paspeltaschen und Krägen drücke ich mich gerne, deshalb habe ich bewusst einen Pattydoo-Schnitt genommen. Da gibts ein Video und jede Menge Passzeichen!
Bei den Pololeisten habe ich viel geheftet, damit es ordentlich wird. Ich neige nämlich dazu, die Nahtzugabe zuviel zu stutzen (damit sie den Druckknöpfen oder Knopflöchern nicht im Weg ist) und dann lassen sie sich nicht mehr gut in die Leiste legen.

Die Pololeiste. Unten habe ich ein bisschen gepfuscht, da liegen die Leisten nicht exakt aufeinander. Nuja.

Die verkleinerten Falten beim Hinterrock sahen nicht gut aus und haben fürchterlich aufgetragen, also habe ich nochmal getrennt und jeweils zwei Falten zu einer einzigen größeren zusammengelegt. Das sieht deutlich besser aus.

A star in my Kleiderschrank is born!

Dieses Kleid kommt ziemlich nah an ein Traumkleid für mich heran. Vielleicht wäre ein Taillenband noch schön, oder ein Gürtel (aber ich trage nicht gern Gürtel, auch wenn sie mir rein optisch gefallen). Ich bin jedenfalls sehr zufrieden damit und freue mich jedes Mal, das Kleid zu tragen!

Schnitt: Mix aus Poloshirt Leslie (Oberteil), Gr. 38, und Kleid Mira (Rockteil), Gr. 40, von Pattydoo
Material: Baumwolljersey mit tropischen Blättern von dresowka.pl
Änderungen: Oberteil auf Taillenlänge gekürzt, Faltentiefe des hinteren Rockteils reduziert und dann auf 2 statt 4 Falten verteilt, Hüftpassentaschen eingefügt (vom Kleid 8 aus der Fashion Style 08/2016), Schultern um 1 cm verschmälert
Nachnähpotential: Garantiert.


Verlinkt beim Me Made Mittwoch.

Lg
Nria

Sonntag, 30. August 2020

7 Sachen 35/2020

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Stoffe gestreichelt (und ein paar eingepackt).


Ein Stoffmarkt-Foto gemacht - wie ihr seht, ist so richtig Abstand halten nicht möglich (selbst wenn man es versucht, irgendwer kommt immer in die Lücke), aber es war auch bei Weitem nicht soviel Gedränge wie sonst und alle haben brav ihre korrekt aufgesetzte Maske getragen.


Die Beute sortiert.


Im Auto auf dem Schoß ein paar Ideen des Liebsten notiert.


Getauscht.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.

Donnerstag, 27. August 2020

Ein toller Streifenschnitt - Annie von Emmilou

Das ist eins der Schnittmuster, die in den Facebook-Nähgruppen kurz nach Erscheinen vielfach gezeigt wurden - wegen all der Probenäherinnen.
Zuerst fand ich es nur ganz ok, aber dann sah ich einige Beispiele mit Streifenstoffen, bei denen sich durch die gebogene Schnittteilform eine interessante Optik ergibt, und habe den Schnitt gekauft!

Oben diagonal, unten waagerecht. Ich mag den Kontrast! Zu einer dunkelblauen Hose noch besser.

"Annie" von Emmilou ist ein Shirt/Kleid mit interessantem Detail - mittig ist ein Band eingefügt, das mit einem weiteren Band in der Seitennaht verknotet wird. Das Band kann lang oder kurz zugeschnitten werden, der Ausschnitt hoch oder tiefer und diverse Ärmelformen von Kappärmel bis langem Ärmel sind auch dabei.

Die Bänder sind jetzt vorne kurz, hinten lang.

Warum die Streifen ein Kaufargument waren: Im Schrank lag seit Anfang 2017 ein rotweißer Streifenstoff von Stick&Style, von dem Hana mal einen Meter gekauft hatte. Aber für diesen Schnitt war er perfekt!

So lustig ist das vordere Knotenband eingefügt!

Mit dem Fast-Meter bin ich auch locker ausgekommen (es waren nur 90 cm - ob zu kurz geschnitten oder beim Vorwaschen eingelaufen, lässt sich nicht mehr feststellen). Achtung, dieser Stoff hat Überbreite mit seinen 1,60 m - mit 1,50 m Breite wäre ich auch gut klargekommen, 1,40 m hätte knapp sein können.
Ich habe zunächst die langen Bänder zugeschnitten. Abschneiden geht ja immer noch.

Hinten echt unspektakulär.

Das Shirt ist tatsächlich sehr schnell genäht, obwohl es kompliziert aussieht (und ganz ehrlich: Viele Schnittmuster kaufe ich aus Faulheit, aber diesen Schnitt hätte ich NICHT selbst konstruieren können). Praktisch: Die Streifen müssen nur an der Hüfte passen, oben kann man getrost drauf pfeifen ...
Bei der ersten Anprobe stellte ich nur fest: Die langen Bänder sind an mir einfach zu lang. An größeren Leuten oder bei der Kleidversion sieht das vermutlich besser aus.

Ursprungsversion: Das hintere Band hängt mir bis weit übers Knie - eindeutig zu lang!

Zum Glück ließ sich das sehr leicht korrigieren: Ich habe einfach das Band zurückgestülpt (war ja nichts abgesteppt), die kurze Bandversion aufgezeichnet, genäht, zurückgestülpt und nochmal gebügelt.
Eine der einfachsten Änderungen, die ich je nachträglich gemacht habe!
Bei künftigen Versionen werde ich wohl zwei kurze Bänder nehmen (das an der Seite habe ich lang gelassen, denn das zu ändern hätte etwas mehr Arbeit bedeutet).

Immer noch recht lang, aber nicht GANZ so lang wie vorher.

Nach dem Testfoto habe ich auch den Halsausschnitt noch etwas tiefer gezogen. Und dann die beigefügten Beleg-Schnittmuster völlig ignoriert und neue gezeichnet ;) was blieb mir auch anderes übrig. Zum Glück ist das einfach.

Mein neuer Ausschnitt. Wirkt auf dem Foto schief, weil das Shirt durchs Wandern mit Handtasche etwas verrutscht ist.

Mein Fazit:
Das Shirt gefällt mir erstaunlich gut! Ich bin ja nicht so der Streifen-Fan, aber die diagonalen Kritzelstreifen haben einfach das gewisse Etwas mit dem Knoten. Leider kommt aufgrund meiner Kürze der Kontrast zu den senkrechten Streifen an der Hüfte nicht so gut zur Geltung; das Shirt ist etwas zu lang und ich schiebe es daher hoch.
Aber zu einer dunkelblauen Hose finde ich es so oder so prima!

Knoten machen Spaß.
  
Schnitt: "Annie" von Emmilou, Gr. 40, Version: Shirt, Band vorne kurz/seitlich lang, hoher Ausschnitt, sehr kurze Ärmel 
Material: Baumwolljersey "Painted Stripes rot" von Stick&Style 
Änderungen: Ausschnitt um 2 cm pro Seite verschmälert und um 3 cm vertieft
Nachnähpotential: Vorhanden! Die Kleiderversion bringt den Streifenkontrast sicher noch besser zur Geltung, aber die würde ich etwas ausgestellt nähen statt eng anliegend. 

"Annie" von Emmilou - am besten aus Streifenstoffen


Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag.

Lg
Nria

Mittwoch, 26. August 2020

Dirndl-Pläne [WIP 1]

Schon seit 2012 liegt hier eine Dirndl Revue rum, eine Nähzeitschrift mit Dirndl-Schnittmustern mit  eher knapp gehaltenen Anleitungen. Mal aus reiner Neugier gekauft (und als Grundlage für mein Hobbit-Outfit verwendet - okay, die Passform ist diskutabel ...), bisher enthält mein Schrank aber kein Dirndl.

In letzter Zeit gab es bei Petersilie & Co. dann öfter welche zu sehen - z.B. dieses Exemplar aus einem tollen Stoff oder dieses in Schwarz mit V-Ausschnitt.

Ich wohne in der Nordhälfte von Deutschland, also nicht so richtig in einer Dirndl-Region, aber irgendwie las ich immer mehr zu dem Thema. Ich bin nunmal sehr an historischer Kleidung interessiert (wenn auch die hiesigen Trachten gar nicht sooo alt sind), vielleicht reizen mich auch die Verarbeitungstechniken.
Jedenfalls stieß ich dann auf ein frisch erschienenes Dirndl-Nähbuch ("Mein selbstgenähtes Dirndl" von Dorothea und Birgitt Hermann), in dem zwei Schnittmuster enthalten sind: Eins mit dem üblichen Balconette-Schnitt und dann genau so eins mit V-Ausschnitt und Stehkragen wie das oben verlinkte. Da beschloss ich, Nägel mit Köpfen zu machen und hab das Buch gekauft!

Viel besser als diese doofen tief ausgeschnittenen Dirndl!

Nach dem obligatorischen Probe-Oberteil setzte etwas Ernüchterung ein: Da wäre viel Anpassungsaufwand nötig gewesen, es war viel zu eng und saß an diversen Stellen einfach ziemlich blöd.
Also habe ich mir kurzerhand den Schnitt meiner im letzten Jahr genähten Larp-Festrobe geschnappt und den als Basis genommen. Wofür mach ich denn all die Probeteile, wenn ich das fertig angepasste Teil nicht nutze?

Ich habe den Schnitt erstmal etwas mühsam auf Taillenlänge gekürzt und dann Arm- und Halsausschnitt übertragen. Gar nicht so einfach, weil die Schultern etwas anders sind und die Prinzessnähte ganz anders geformte Schnittteile ergeben. Hat geklappt, war aber gar nicht so unaufwändig.

Für den Rock habe ich eine Baumwollpopeline mit Wolkendruck auserkoren, die schon ein paar Jahre im Schrank lag. Ich habe mal vier Meter davon günstig bei Alfatex erworben, dann war mir aber das Muster too much für die meisten Projekte, gerade all over bei einem Kleid.
Das Oberteil wird schwarz. Ich habe noch einen nicht allzu dicken Jeansstoff, bin aber unsicher, ob der weich genug ist. Dafür dürfte er wirklich stabil sein.

Für die Schürze habe ich noch gar keine Ideen. Vielleicht ein schlichtes Dunkelblau aus Leinen?

Ihr dürft gespannt sein, worauf das hinausläuft (und ob ich das Teil jemals tragen werde :D). Ich bin es jedenfalls ...

Lg
Nria

Montag, 24. August 2020

Reading Habits-Tag



Diesen Tag habe ich mal gefunden. Wo, weiß ich nicht mehr - diesen Beitrag habe ich im Mai geschrieben und dann irgendwie vergessen. Aber was soll's, auf geht's!

1) Hast du einen bestimmten Platz zu Hause zum Lesen? 
Auf dem Sofa, im Bett, in der Badewanne (letzteres mit dem E-Reader - meiner ist wasserdicht). 

2) Lesezeichen oder ein willkürliches Stück Papier? 
Ich bevorzuge Lesezeichen, aber übergangshalber tuts auch ein Zettel oder irgendein flacheres Objekt. 
Hana merkt sich manchmal auch die Seite, auf der sie aufgehört hat, wenn gerade gar nichts zur Hand ist.

3) Kannst du irgendwo aufhören in einem Buch zu lesen oder wartest du bis ein Kapitel zu Ende ist oder bis du 50 - 100 Seiten gelesen hast? 
Ich hasse Bücher ohne Kapitel! Normalerweise versuche ich zumindest bis zu einem Absatz zu lesen (nicht notwendigerweise bis zum Kapitelende). Zumindest eine Gedankenpause oder ein Handlungswechsel ist hilfreich. Mitten im Geschehen breche ich ungern ab. 
Hana hingegen sind Kapitel völlig wurscht! Sie hört aber am liebsten auf Seitenzahlen mit 10er-Endung auf und liest manchmal noch eine Seite mehr, um auf eine runde Seitenzahl zu kommen.

4) Isst oder trinkst du während des Lesens? 
Ich trinke nichts dabei - hauptsächlich deshalb, weil ich i.d.R. an Orten lese, wo ich nicht bequem im Sitzen zu einem Glas greifen kann und extra aufstehen müsste. Blöd eigentlich.
Manchmal esse ich Weingummi beim Lesen. Das ist praktisch, weil es nicht krümelt und keine Flecken macht und ich mag einfach Weingummi. Aber ich versuche das zu vermeiden, damit ich mich nicht zu Süßkramkonsum beim Lesen konditioniere (bei Kinobesuchen merke ich durchaus eine gewisse Konditionierung!)

5) Multitasking: Musik oder Fernsehen während du liest? 
Geht gar nicht. Als Kind konnte ich das, inzwischen nicht mehr.

6) Ein Buch oder mehrere Bücher gleichzeitig? 
Fast immer mehrere gleichzeitig. Oft kann ich mich einfach nicht entscheiden oder will ein neues Buch sofort anfangen (aus verschiedenen Gründen - Büchereibücher kann ich ja einfach nicht lange behalten). Ich lese auch oft parallel Sachbücher und Romane, und anspruchsvollere Bücher in einer Fremdsprache sind keine so gute Bettlektüre. Den lateinischen Harry Potter habe ich z.B. definitiv parallel zu anderen Sachen gelesen!

7) Zuhause lesen oder überall? 
Überall! Für unterwegs mag ich meinen Ebook-Reader sehr. Mit dicken Büchern kann man sich seine Handtaschen ruinieren. 

8) Laut lesen oder still im Kopf ("normales" Lesen)? 
Wer liest denn bitte laut Romane? 
Es gibt EINE Sache, die ich laut lese: Gedichte. Da macht es einen Unterschied, besonders bei fremdsprachigen Gedichten (die manchmal in Romanen enthalten sind). Oh, und bei englischen Romanen (oder Passagen in einer Fremdsprache) kommt es gelegentlich vor, dass ich einen Satz laut vorlese, weil ich ihn nicht verstehe. Oft liegt das daran, dass der Satzbau seltsam ist und lautes Lesen hilft mir dann. 


9) Überspringst du Passagen aus einem Buch oder sogar Seiten? 
Selten, aber es kommt vor. Neulich habe ich z.B. einen Roman gelesen, in dem es die Autorin für nötig hielt, ihre Leser eine halbe Seite lang mit einer Inhaltsangabe eines Twilight-Films zu beglücken. Ein halber Satz hätte auch gereicht ... 
Ich überspringe dann etwas, wenn mir die Passage keinerlei neue Informationen bietet, wie eben Inhaltsangaben, redundante Rückblicke o.ä. Spricht halt i.d.R. nicht für die Qualität des Buchs. 
Hana überspringt nicht, aber überfliegt langweilige Passagen (vor allem Kampfszenen), scannt also die Seite nach Informationen und ist so dann sehr schnell an einer Stelle angelangt, wo's wieder interessant wird.

10) Den Buchrücken brechen oder ihn so belassen, dass er im besten Falle wie neu aussieht? 
Ich bemühe mich allein schon deshalb, meine Bücher in gutem Zustand zu belassen, weil ich die wenigsten behalte. Zum Weiterverkauf oder Tauschen sind Gebrauchsspuren ungünstig. Aber ein komplett verknickter Buchrücken beeinträchtigt auch die Lesbarkeit des Titels. Und sieht halt nicht schön aus.
Leserillen sind bei dicken Büchern meist unvermeidlich, aber mutwillig zerstöre ich das Buch nicht, auch nicht mit Eselsohren.

11) Schreibst du in deine Bücher? 
Im Wesentlichen nur dann, wenn ich dazu gezwungen werde (Schullektüre, anyone?). Auch in Sachbücher schreibe ich nicht. Eine Ausnahme bilden Kochbücher und Notenhefte (bevor ich eine Note zum hundertsten Mal falsch spiele oder mein Essen versaue, schnappe ich mir halt nen Bleistift). 

Lg
Nria

Sonntag, 23. August 2020

7 Sachen 34/2020

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Einen Schnurrbart aufgemalt. Wir haben ein Krimidinner gespielt und ich war Arjen, der niederländische Werbefuzzi mit Luxuswohnmobil.


Obststücke und Apfelsaft (mit Agar-Agar) in eine ausgehöhlte Melone gefüllt. Wenn das fest wird, sieht das aufgeschnitten sehr hübsch aus. Bei uns ist das Ganze etwas auseinandergefallen (das Gelee klebte irgendwie nicht gut am Melonenrand), war aber lecker.


Viele Dinge fürs überwiegend vegane Grillbuffet vorbereitet. Gut, die Kinderriegel (super, um zu grillende Bananen damit zu füllen) und die Steaks waren dann nicht vegan. Satt geworden sind jedenfalls alle.



Knöpfe angenäht. Die waren vor 2 Jahren ein Urlaubssouvenir aus einer dänischen Stoff&Stil-Filiale! Zu dem dünnen Stoff passen leichte Kunststoffknöpfe super, aber man muss aufpassen, dass man alle in der gleichen Richtung annäht.


Porridge gemacht. Ich hatte dieses "Oatmeal-Gewürz" schon vorletztes Jahr im Adventskalender von Freunden, und dann irgendwie ewig keine Lust auf Porridge. Jetzt aber und das Gewürz ist super!
Gibts morgen wieder.


Einen Stoffhaufen zur Bestandsaufnahme gemacht.


Mit dem Entwurf von neuen Larp-Projekten angefangen.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.