Mittwoch, 7. August 2024

Auf in neue Stilgefilde - Briarwood Top von Cashmerette

2007 habe ich ein blaues Kleid mit geraffter Brustpartie genäht. Damals war ich Nähanfängerin und hatte keine Ahnung von Schnittanpassung - und nicht mal davon, dass ich nicht Cup C, sondern Cup G trage. Die BH-Auswahl damals beschränkte sich aber auch auf Cup A-D ...

Das Ergebnis sieht man auf dem Foto weiter unten (es gibt leider kein Bild vom ganzen Teil mehr). Denn zuerst zeige ich euch mein Briarwood Top von Cashmerette, das mich mit dem damaligen Flop versöhnt hat:

Viel besser als der Versuch von 2007-Nria!

Das Top war der Club-Schnitt vom Mai und ist zumindest in der Facebookgruppe gar nicht soo beliebt ... die cropped-Länge des Originals ist aber auch etwas speziell. Ich habe das Teil um 10 cm verlängert und so gefällt es mir viel besser!

Und jetzt das Foto von 2007. Es war ein Schnitt von McCalls oder Butterick, und wie man sieht, passte meine Oberweite nicht mal ansatzweise rein. Es ist dann auch beim Probeteil geblieben ...

Ich schaue schon etwas skeptisch. Zu Recht.

Das Briarwood Top hat eine geraffte Brustpartie, sehr weite Raglanärmel mit "Rüsche" unten, ein schmales Unterteil (eigentlich mit nahtverdecktem Reißverschluss, aber für mich war es so weit genug, auch dank des Stoffs) und eine Gummiraffung rund um den viereckigen Ausschnitt.

Ich habe mich für Größe 12/14 (ab Taille abwärts) und Cupgröße E/F entschieden, um sicherzugehen, dass ich ohne den Reißverschluss auskomme. Da der Stoff aber Musselin ist, der eh gecrinkelt ist und daher Zusatzweite mitbringt, hätte ich mir da keine Sorgen zu machen brauchen.

Dass das leicht rauchige Mittelblau dem Kleid-Foto von 2007 so ähnlich sieht, ist übrigens reiner Zufall - ich habe den Stoff nicht mal gekauft, sondern Hana hat ihn aussortiert. Es ist der gleiche Musselin mit Knubbelchen, den ich für die Bluse meiner Erstes-Larpoutfit-Rekreierungsaktion verwendet habe. Keine Ahnung, was sie draus nähen wollte, aber offenbar hat sie die Pläne dann verworfen und ich habe den Stoff abgestaubt!

Ja, es war sehr hell an dem Tag ...

Ich finde, der Musselin passt sehr gut zum Schnitt. Die Krux ist aber, dass sich der Stoff schwer exakt zuschneiden lässt. Der Ausschnitt hat einen Beleg, der gleichzeitig als Tunnelzug fungiert, und da musste ich an einigen Stellen schon ziemlich tricksen, weil der Beleg nicht an allen Stellen gleich breit war.

Man sollte die Anleitung übrigens auch genau lesen: Ich musste mehrfach trennen, weil ich etwas übersehen hatte, zum Beispiel, dass man die vier Ecken des Ausschnitts zunächst offen lassen soll, weil dort die Gummibänder eingezogen werden. Es gibt für Vorder-, Rückseite und die beiden Ärmelteile jeweils ein separates Gummi, sodass man es überall auf die Länge kürzen kann, die man braucht. Ich musste das Schultergummi um ganze 10 cm kürzen, damit mir die Ärmel nicht von den Schultern rutschen und es ist immer noch grenzwertig - für mich müssten die Ärmel vermutlich weiter innen angesetzt sein, aber diese Änderung am Schnitt wäre aufwändig.

Hinten ist die Passform tatsächlich mal recht gut!

Auch das Einziehen und Anpassen der Gummibändern ist recht nervig. Trotzdem schön, dass man so individuell anpassen kann! Es gibt auch eine Variante mit Zugbändern, aber die ist fake: Die Schnur wird nur zwischen den beiden Knopflöchern im Vorderteil eingefädelt und ist funktionslos. Mangels passender Schnur habe ich die Knopflöcher zwar genäht, aber weiß noch nicht, ob ich sie nutzen werde.

Der Stoff trägt sich übrigens super angenehm, er ist sehr weich. Nur das Aufstützen der Arme oder Ellbogen auf Armlehnen etc. ist etwas unbequem mit den Knötchen ...


An sich bin ich super zufrieden mit dem Shirt, auch wenn es eigentlich kein Stück meinem Stil entspricht. Man darf ja auch mal was Neues ausprobieren.

Im Nachhinein glaube ich, dass meine Größenwahl nicht ideal war - ich habe zur Sicherheit Gr. 12/14 genommen, also etwas größer als gewohnt. Aber durch die Crinkle-Oberfläche hat Musselin ja mehr Raum, da hätte ich besser eine Nummer kleiner als größer genommen oder die normale Größe und dazu Cup G/H.
Bei den Ärmeln hätten es 3 statt 5 cm weniger auch getan, die finde ich grenzwertig kurz. Durch die "Rüsche" aber nicht so dramatisch - und sollte es mich irgendwann wirklich stören, kann ich immer noch ein aufgehobenes Reststück als separat angesetzte Rüsche annähen.

Schnitt: Briarwood Top von Cashmerette, Gr. 12/14 E/F
Material: Musselin mit Knötchen
Änderungen: Unterhalb der Brust von Gr. 12 auf Gr. 14 gradiert, Top um 10 cm verlängert, Ärmel um 5 cm gekürzt, Schultergummis um ca. 10 cm gekürzt
Nachnähpotential: Von der Schnittmusterqualität her: Ja. Es ist aber nicht unbedingt mein Stil für den Alltag - fürs Larp könnte ich mir schon weitere Versionen vorstellen.

Verlinkt beim MeMadeMittwoch

Lg
Nria


Dienstag, 6. August 2024

Was vom Juli übrig blieb

Wir haben endlich mal wieder Shadowrun gespielt und es war super.

Link-Tipps im Juli:

Nria ist sehr zufrieden mit ihrer aktuellen Wohnzimmeraussicht voller Sonnenhüte.

Für uns selbst genäht im Juli:

Loring Dress aus Eukalyptus-Stoffen
Foxhill-Mira-Kleid mit Palmen
Briarwood Top aus blauem Dobby-Musselin
Cordjacke "Winterthur"
Reverie-Poloshirt (Ufo vom Juni)

Für andere genäht im Juli: 
Hemd James mit Palmwedelmuster
Blaues "Aquarell"-Herrenshirt aus der Ottobre family
Zwei Schultüten

Angefangene Projekte:
Honeybourne Dress aus blauer Viskose

Neue Schnittmuster, Anleitungshefte und Bücher:
Antrim Dress von Itch to Stitch
Dune Pants von Sinclair Patterns
Kleid Lilou von Pattydoo
Sequoia Cargohose von Itch to Stitch
Dana Point Top von Itch to Stitch

Stoff gekauft: Nria: 9 m
Nria: 1,5 m Bio-Obstjersey von "Der Smaragd", 3 m Viskose "Circle around indigo" und 1 m Viskose "Circle around ocean" von Mind the Maker, 0,5 m Sommersweat "Sewing Love", 1 m Kirschjersey, 1 m blauer Zitronen-Musselin, 1 m Cupcake-Jersey
Stoff vernäht: Nria: 9,15 m (plus 5 m von Hana)
Nria: 3 m blauer Viskose-Krepp, 0,9 m blaugemusterter Jersey, 1,5 m Palmwedel-Viskose-Baumwollstoff, 1,5 m Palmenjersey, 1,30 m Cord, 0,95 m Anker-Popeline
Hana: 2,4 m dunkelblaue Eukalyptus-Viskose, 1,2 m weiße Eukalyptus-Viskose, 1,4 m blauer Dobby-Musselin (alles vernäht von Nria)
Knöpfe vernäht: 10 (5 fürs Reverie-Poloshirt, 5 für die Firefly-Austinbluse)
Stoff abgegeben: Nria: 0,65 m Jerseypanel von MML

Wir freuen uns im August auf: 
Urlaub! Und das jährliche Epic Empires.

Sonntag, 4. August 2024

7 Sachen 31/2024

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, die wir an diesem Wochenende gemacht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden, ist unwichtig. 

 

Zimtschnecken gebacken.

Rummikub gespielt.

Bogenschießen geübt.

Gasthände: Großes Schwert anprobiert (als Larpwaffe).


Einen Würfelwürfel entdeckt! Leider scheint der nur Deko zu sein (wäre aber vermutlich auch echt teuer!).

Abendliche Whirlpoolstimmung genossen.


Buchteln gebacken.


Sehr mühsam ein neues Buch auf den Ebook-Reader geladen (die Shopfunktion ging bei dem alten Modell nicht mehr problemfrei und die Dateiübertragung von PC auf Reader gestaltete sich unerfreulich aufwändig)

Wir wünschen euch eine schöne neue Woche!
Hana & Nria 

Donnerstag, 1. August 2024

[Gelesen] "Ahead of the Curve" von Jenny Rushmore (Cashmerette) plus: Kersoe Top

Dieser Beitrag ist zweiteilig: Ich beginne mit einer Review zum Buch "Ahead of the Curve", einem englischen Nähbuch über Schnittanpassung, das fünf Schnittmuster enthält, und schreibe weiter unten über das Kersoe Top, das ich daraus genäht habe:

 
Jenny Rushmore: Ahead of the Curve

Ich bin ja ein großer Fan der Cashmerette-Schnittmuster (genau wie das Buch sind sie auf Englisch, wie der Titel schon verrät). Von Jenny Rushmore gibt es mittlerweile zwei Bücher - im ersten, "Ahead of the Curve", geht es um Schnittanpassungen, das zweite, "Sewing the Curve",  ist an Nähanfänger gerichtet und erklärt die Grundlagen des Nähens. Beide enthalten außerdem 5-6 sehr alltagstaugliche (d.h. eher schlichte) Schnittmuster.

Zu den Schnittmustern schreibe ich weiter unten mehr, wenn ich die Teile zeige, die ich bereits genäht habe. Hier nur so viel: Es sind die Größen 44-64 enthalten (also leider keine kleinen Größen), jeweils mit den Cupgrößen C-H.

Was direkt auffällt: Das Buch ist sehr bunt! Der vordere Schnitt und die Seitenränder sind je nach Kapitel in verschiedenen Farben gehalten, sodass man sich leicht zurechtfindet und sehr gezielt z.B. das Kapitel mit den Brust-Anpassungen aufschlagen kann. Das ist etwas, das mir etwa beim Burda-Nähbuch fehlt, da muss ich viel länger suchen.

Vorne drauf ist übrigens das Honeybourne Dress.

Im Buch geht es zunächst um die Grundlagen der Schnittanpassung, zum Beispiel Größenwahl und Umgang mit Probeteilen.
Danach werden nach Körperzone sortiert "Problemstellen" präsentiert - mit Vorher-Nachher-Fotos! Übrigens anhand genau der im Buch enthaltenen Schnittmuster, ein schönes Gesamtpaket. Und auch sehr praktisch, denn so kann man direkt gucken, ob für das gerade genähte Teil ein Foto von exakt dem an sich selbst vorhandenen Problem an exakt dem Kleidungsstück, das man gerade näht, vorhanden ist!
Neben den Fotos gibt es eine Beschreibung der typischen Passformprobleme. Die typischen Probleme sind abgedeckt, aber das Buch geht nicht extrem ins Detail (bei der Zone "Arme" wird die Anpassung für starke Oberarme und für einen klaffenden Armausschnitt behandelt, aber nicht die Tiefe des Armausschnitts oder die Höhe der Armkugel).

Die notwendige Änderung wird anhand von sehr klaren und verständlichen Zeichnungen dargestellt. Ich bin allerdings kein Anfänger, was Schnittanpassung betrifft, und kann daher nicht beurteilen, wie gut die Anleitungen für in diesem Bereich völlig Unerfahrene ist.

Ein Blick ins Buch mit den farbigen Kapitelmarkierungen.

Aufgelockert wird das Buch durch Interviews mit den Models (Normalo-Hobbynäherinnen mit Plus Size-Figur) und durch einen sehr natürlichen und informellen Schreibstil. Dafür, dass es ein Sachbuch über ein eigentlich trockenes Thema ist, liest es sich wirklich gut!

Am Schluss findet man die Anleitungen für die enthaltenen Schnittmuster. Auch die Anleitungen sind mit (sehr klaren) Skizzen, nicht mit Fotos bebildert. Für mich sind solche Zeichnungen meist verständlicher als Fotos und ich bin mit gut damit klargekommen. Aber auch hier: Ich bin keine Anfängerin.

Die Schnittmusterbögen liegen in einer separaten flachen Schachtel bei, die mit dem Buch fest verklebt ist. Hat den Vorteil, dass sie weniger leicht verloren gehen, aber es macht das Buch unhandlich.
Bei einem Buch zum Thema Schnittanpassung finde ich eine Ringbindung wie beim Burda-Grundlagenbuch auch deutlich praktischer - nach etwas Überzeugungskraft bleibt das Cashmerette-Buch auch offen liegen, aber die Bindung wird auf Dauer dadurch mehr beansprucht.
Übrigens: Das Buch ist auch als Ebook erhältlich, dann kann man die Schnittmuster herunterladen anstatt sie abzupausen. 

Die Schnittmusterbögen sind etwas schwieriger als Einzelschnittmuster, aber gut nutzbar.

Die Bögen bestehen aus festem Papier und zweifarbig. Da die Schnittmuster überlappen und die Bögen beidseitig bedruckt sind, kommt man ums Abpausen nicht drumherum, aber sie sind sehr übersichtlich und die Größenlinien klar unterscheidbar.

An Schnittmustern sind enthalten: 

  • Trägertop "Kersoe" aus Webware
  • Kleid "Honeybourne" aus Webware mit Abnähern, Dreiviertelärmeln und weitem, angekräuseltem Rock
  • Raglan-T-Shirt "Stanway"
  • Jerseykleid "Foxhill" mit durchgängigen Teilungsnähten, schmalem Rockteil und Kappärmeln
  • Webware-Hose "Magna"mit schmalem Bein und elastischem Bund

Die Kleidungsstücke sind relativ schlicht, aber damit sehr alltagstauglich - und mit Stoffwahl und selbst hinzugefügten Details kann man viel variieren! Ich habe jetzt bereits alle Teile aus dem Buch genäht bis auf die Hose, und die ist schon in Planung ...

Fazit: 
Ein schön aufgemachtes und angenehm lesbares Schnittanpassungsbuch mit gut verständlichen Skizzen - als Bonus gibt es eine Handvoll Schnittmuster für kurvige Frauen, mit denen bestimmt die meisten etwas anfangen können.
Klare Empfehlung für alle, die nicht vor englischen Büchern zurückschrecken!

Und jetzt zeige ich eins der Teile, die ich aus dem Buch schon genäht habe:

Kersoe Top

Eigentlich nähe ich ja am liebsten Kleider. Aber die sind nicht immer praktisch und wenn es warm ist, sind Shorts und Tanktop eine schöne Alternative. Statt Jerseyshirts möchte ich aber öfter Tops oder Blusen aus Webware tragen, weil das "angezogener" und weniger nach Sportplatz aussieht. 


Das Kersoe Top sprach mich direkt an, weil es locker geschnitten ist - ich habe im letzten Jahr ein paar Kilo zugenommen und fühle mich daher in enger Kleidung momentan nicht so wohl.
Das Top hat Abnäher, ursprünglich vorne und hinten einen V-Ausschnitt und ist eigentlich bis hinunter zur Taille gefüttert. 

Weil ich sehr unsicher bei der Größenwahl war, habe ich einen günstigen Probestoff erworben oder eher zwei: Eine navyblaue Viskosepopeline mit kleinen "Kernchen" (passenderweise heißt er "Seeds"), in zwei 50 cm-Stücken als Reststücke.
Eigentlich ist der Stoffbedarf aufgrund des Futters viel höher als 1 m, aber ich habe das Futter zu Belegen verkleinert. Hat natürlich den Nachteil, dass sich bei dünnen Stoffen der Beleg durchdrücken kann.


Um den Halbmeterstücken gerecht zu werden, habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und den gleichen Trick wie beim Kranichtop angewendet und die Abnäher in einer Teilungsnaht verschwinden lassen.
Das hat gleich zwei Vorteile:
1. Man spart sich das Nähen der Abnäherspitze, die gerade bei feinen Stoffen schwierig ist.
2. Das Top wird auf zwei kleinere Teile aufgeteilt, die prima auf die 50 cm passen. Und für die Belege hat's auch noch gereicht!

Die Abnäher "verschwinden" zu lassen, ist prinzipiell simpel. Man verbindet die Abnäherspitzen mit einer geraden Linie - oder welche Form auch immer man haben will: Geschwungen geht auch, aber man sollte aufpassen, dass sich die Linie harmonisch aus dem unteren Abnäherwinkel ergibt. Jetzt schneidet man die Abnäher aus und die Linie durch. Fertig!
Wenn man aus Resteverwertungsgründen auch hinten eine Teilungsnaht will, sollte man die Seitennähte aufeinanderlegen und auf dem Rückenteil markieren, wo die Teilung vorne beginnt. Bei diesem Top habe ich auf diese Abstimmung verzichtet, weil ich den oberen Teil möglichst klein halten wollte - dadurch hatte ich mehr Stoff für die Belege übrig.


Weitere Änderungen:
Es sind 2,5 cm Saumzugabe enthalten - mir war das Top noch etwas zu lang, ich habe dann 2 cm abgeschnitten umd 4 cm Saumzugabe benutzt, also insgesamt 3,5 cm gekürzt.
Außerdem habe ich den Halsausschnitt nur mit 6 mm Nahtzugabe genäht statt mit 12, um die Träger ein bisschen breiter zu halten. Ich hoffe, dass dadurch die BH-Träger verdeckter sind.
Ach ja, und ich mag V-Ausschnitte am Rücken nicht so, deshalb habe ich dort einfach einen normalen Rundhalsausschnitt eingezeichnet.

Und ich muss sagen, ich bin doch sehr zufrieden mit dem Top! Es fällt locker, aber nicht zu sackartig, das Kernchenmuster mag ich sehr und es trägt sich angenehm. Was will man noch mehr?

Schnitt: Top "Kersoe" aus dem Buch "Ahead of the Curve von Jenny Rushmore, Gr. 12 E/F (?)
Material: Viskose-Popeline "Seeds" in navyblau über lidani.net
Änderungen: Top um 3,5 cm gekürzt, Abnäher in Teilungsnaht verschwinden lassen, hinteren Halsausschnitt höher gezogen, Halsausschnitt um 6 mm weiter nach innen gezogen
Nachnähpotential: Vorhanden, der Schnitt gefällt mir gut!

Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag.

Lg
Nria

Sonntag, 28. Juli 2024

7 Sachen 30/2024

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, die wir an diesem Wochenende gemacht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden, ist unwichtig.


Auto gefahren und im Geiste diesem LKW-Fahrer gratuliert.


Frühe Fähre genommen.

Endlich die Cordjacke genäht, die ich schon seit Monaten plane. Ich glaube, ich habe selten SO viel geflucht beim Nähen ...


... was unter anderem daran lag, dass irgendwas an meiner Nähmaschine kaputt ist und ich mir immerhin das Modell meiner Mutter aus den 70ern ausleihen durfe (danke, Mondmama!). Das Problem: Die ist wirklich sehr spartanisch, relativ zickig und hat nur einen einseitigen, mäßig hilfreichen Reißverschlussfuß, der auch noch zur falschen Seite zeigt. Ach ja, und keinen Freiarm.
Ich denke aktuell sehr ernsthaft über eine eigene Zweitnähmaschine nach. Und hoffe, dass meine vorhandene sehr schnell repariert wird.

Das Kennerspiel des Jahres 2024 "E-Mission" getestet und für fabelhaft befunden.


Späte Fähre genommen.

Wir wünschen euch eine schöne neue Woche!
Hana & Nria  

Donnerstag, 25. Juli 2024

Eukalyptisches Maxikleid - Loring Dress von Cashmerette

Neulich habe ich vergessen, mein Cashmerette Club-Abo rechtzeitig zu kündigen. Aber nicht so schlimm, das diesmonatige exklusive Schnittmuster habe ich sofort genäht, da waren die die ca. 9 € gut investiert! Die normalen Cashmerette-Schnittmuster sind deutlich teurer.
[Keine Werbung, nur Info!] Also kurz vorweg: Falls ihr den Schnitt haben wollt, könnt ihr ihn bis Ende Juli über den Cashmerette-Club bekommen (das geht auch für nur 1 Monat, aber ans Kündigen denken!) - danach nur noch im Jahresabo.


Und was war der Juli-Schnitt? Ein knielanges oder Maxikleid mit Abnähern, Nahttaschen, Tunnelzug in der Taille und optionalen Rüschen - hier könnt ihr die verschiedenen Versionen im Cashmerette-Blog sehen. Jetzt bin ich nicht so der Rüschentyp, aber die Basisversion gefiel mir.

Wie es der Zufall so wollte, hatte Hana neulich Stoffe aussortiert, darunter ein leicht strukturierter, mit Eukalyptus bedruckter Viskose-Webstoff in zwei Farben: 2,4 m in Marineblau und 1,2 m in Weiß; kaum sichtbar ist die eingewebte Karostruktur. Keine Ahnung, was Hana ursprünglich daraus nähen wollte: Jetzt wird es ein Loring Dress! Der dunkelblaue Stoff reicht exakt für die Basisversion und der weiße exakt für die Rüsche (nachdem ich selbige gekürzt hatte).

Das Nähen war nicht schwierig, dauert aber ein bisschen - es sind lange Nähte und es gibt viel zu versäubern! Bei der Saumrüsche habe ich den oberen gerüschten Teil weggelassen und den Stoffstreifen einfach nur gerafft ans Kleid genäht. "Einfach" ist gut; bei 2,5 m Saumumfang dauert das ein Weilchen ...
 


Ich habe das Kleid selbst nicht gekürzt, sondern nur die Höhe der Saumrüsche um 2,5 cm verringert (und die obere Rüsche weggelassen, aber das ändert ja an der Gesamtlänge nichts). Das Originalkleid hat offenbar nur Knöchellänge.
 
Ursprünglich war ich ja skeptisch, ob ein Kleid mit andersfarbiger "Stufe" gut aussieht, aber mit dem passenden Muster finde ich es richtig toll! Der superleichte Viskosestoff mit leichter Webstruktur trägt sich dazu äußerst angenehm. 
Das Schnürband im Tunnelzug hat hinten ein großzügiges Stück Gummiband eingesetzt, sodass es bequem ist und man trotzdem die Weite der Taille regulieren kann. Eine tolle Idee! 



Ein kleiner Problempunkt sind die Taschen - die sitzen für mich deutlich zu weit unten. Ist aber kein Drama, weil ich Kleidertaschen sowieso nur nutze, um kurzfristig einen Schlüssel drin zu deponieren.
Außerdem bin ich mit der Tiefe des Halsausschnitts nicht so ganz glücklich und die Armausschnitte müssten etwas höher sein.

Aber an sich: Das könnte ein Lieblingskleid werden! Bequem zu tragen, nicht zu eng in der Körpermitte, aber durch das Zugbändchen tailliert. Weitere Versionen nicht ausgeschlossen - es ist nur nicht so einfach, den richtigen Stoff für diese Art Kleid zu finden.



Schnitt: Loring Dress von Cashmerette, Gr. 12 (oben) bis 14 (ab Taille) E/F 
Material: Viskosewebware in Marine und Weiß mit Eukalyptusmuster und leichter Struktur
Änderungen: Schultern um 1 cm verschmälert, rückwärtige Mittelnaht eingefügt, Saumrüsche nur 35 cm hoch zugeschnitten (inkl. 1 cm Naht- und 1,5 cm Saumzugabe)
Nachnähpotential: Definitiv - ich find's super! Dann aber mit veränderter Taschenposition.
Lg
Nria

Sonntag, 21. Juli 2024

7 Sachen 29/2024

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, die wir an diesem Wochenende gemacht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden, ist unwichtig. 

 

Hosen gekürzt.


Gegrilltes Käsewürstchen verspeist.


Paket mit fabelhaftem Aufreißer geöffnet. Wäre da jetzt noch Stoff drin gewesen, wär's perfekt gewesen!

Neue Wundattrappen fürs LARP gebastelt.

Pizza gemacht und mit lauter Kräutern aus dem Garten begrünt.


Einen "Streberstreifen" genäht. Der verdeckt die Kragenansatznaht des Poloshirts (wird auch gerne bei normalen T-Shirts gemacht, aber mir ist das meist eine zu dicke Stofflage im Nacken). Mit dem Musterstoff am einfarbigen Kragen sieht das aber richtig hübsch aus!

Anschließend verschiedene Knöpfe anprobiert - natürlich hatte ich keine schlichten blauen oder roten in passender Menge da, das wäre ja zu einfach. Diese transparenten dicken Knöpfe gefallen mir aber sehr gut dazu - leider habe ich nur 4 davon. Den unteren roten werde ich durch einen schlichten blauen ersetzen und ggf. austauschen, falls ich irgendwann einen passenderen finde.

Wir wünschen euch eine schöne neue Woche!
Hana & Nria