Sonntag, 19. April 2020

7 Sachen 16/2020

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Papp-Schränkchen und Papp-Regale ausgeschnitten. Ist viel einfacher auszurichten und Löcher anzuzeichnen als wenn man das schwere Original hochhalten muss.


Oktopus-Shirt zugeschnitten und Schubladen auf Oktopus-Stoff zusammengebaut.


Fertige Kommode in den Flur geschoben.


Potentielle interessante Hintergründe für zukünftige Blogfotos fotografiert. Weinberge und Bambus werden wir vermissen, aber die neuen Möglichkeiten sind doch auch sehr hübsch!


Zöpfe geflochten.


Ein paar Schnittmusterteile ausgeschnitten (ich hab mal wieder ein paar plotten lassen, weil klebefaul) und zur Belohnung selbstgebackenen Nusszopfkranz (er hat als Zopf nicht aufs Blech gepasst) gegessen.


Tollen neuen Glitzerlidschatten getestet: Funkelt schön. Glitzern dürfen bei uns ja nur Nagellack, Lidschatten und Würfel - die aber gerne viel und wild!

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.     

Freitag, 17. April 2020

Was vom März übrig blieb

Tja, der März ... besteht bei Hana aus lauter durchgestrichenen Terminen im Kalender. Immerhin, Nria war noch auf der Larpwerker-Convention, einer Rollenspielmesse - wohl der letzten Messe für geraume Zeit.
Und Hana ist umgezogen!

Link-Tipps im März:

Tschüss, Hirschberg!

Für uns selbst genäht im März:
Faltboot-T-Shirt

Angefangene Projekte:
Cardigan "Mrs. Torvi" mit Nautistoffen

Neue Schnittmuster, Anleitungshefte und Bücher:
Pattydoo Blusenkleid Holly
Birgitt und Dorothea Wilhelm: Mein selbstgenähtes Dirndl

Auf dem Weltenwerker-Konvent gab es interessante Dinge zu sehen. Hier: Zeitreise-Zubehör.


Stoff gekauft: Nria: 4,55 m, Hana: 7 m
Nria: 1 m gelber Sweat, 0,4 m Sommersweat "Loading" grün (war gratis bei einer Vorbestellung dabei), 1 m Sommersweat "Big Wave" Kombistoff marine (B-Ware), 1,35 m Nautistore-Sommersweat-Panel "Schiffbruch", 1,80 m Nautistore-Sommersweat-Panel "Deep Diving"
Hana: 2x je 1,5 m grüner Gradient-Sommersweat, 1,5 m lila Gradient-Sommersweat, 0,7 m dunkelblauer Smok-Webstoff, Nautistore-Leuchtturm-Panel (1,8 m)
Stoff vernäht: Nria: 1,65 m
Nria: 0,45 m Unisweat in Marine, 0,55 m Kombisweat "Wind", 0,65 m Jersey "Faltboot

Hupsi - ist da etwa ein leichtes Ungleichgewicht? 

Stoff abgegeben: Nria: 1,65 m, Hana: 1,5 m


Wir freuen uns im April auf:
Also, der halbe April ist ja schon rum und viel planen kann man aktuell sowieso nicht. Einen Mini-Osterbrunch hatten wir, der "richtige" wird nachgeholt, sobald es möglich ist!

Dienstag, 14. April 2020

Weißer Wollwahnsinn - Larpkleid mit viel zu vielen Knöpfen

Manchmal hat man ja so Ideen. Die hören sich in der Theorie ganz gut an. Und dann kommt die Praxis ...

Dieses. Kleid. Hat. Gedauert.

Ich wollte für meinen Larp-Charakter Olena ein schönes weißes Wollkleid. Einen entsprechenden Stoff hatte ich praktischerweise auch noch rumliegen (ungefähr 2 Jahre später fiel mir auf, dass ich einen dicken Wollstoff für ein Kleid und einen dünnen Wollstoff für einen Mantel verwendet hatte - umgekehrt wäre es viel besser gewesen!). Und ich wollte eine durchgängige Knopfleiste. Hier kommt mal wieder das Schlagwort "Des Wahnsinns fette Beute" ins Spiel ...

Der Schnitt ist frei Schnauze gezeichnet - ein langes, vorn offenes Larpkleid halt. Ich wollte es im Stil des 15. Jahrhunderts ziemlich eng haben, und das stellte sich als großer Fehler heraus: Obwohl ich es Schritt für Schritt und nicht auf einmal enger gemacht habe, war es irgendwann plötzlich zu eng. VIEL zu eng.

Die Knopfleiste ist teilweise fake. Also, die Knopflöcher. Die Knöpfe sind alle echt.

Fertigstellen wollte ich es trotzdem; ich habe das Kleid gesäumt, die Kanten mit einem schwarzen Vorstich umstickt und vorn einen Untertritt für die Knopfleiste angenäht, um etwas mehr Weite zu gewinnen (außerdem hätte ich sonst eine sehr dicke Knopfleiste gehabt - für den Untertritt habe ich einen deutlich dünneren Stoff verwendet).
Das war im Herbst/Winter 2017. Es fehlten nur noch ("nur noch"!) die Knopflöcher und Knöpfe.
Genauer gesagt: 56 Knöpfe selbst herstellen, annähen und Knopflöcher dafür nähen.
Uff.

Dann kam der Hitzesommer 2018, der schon im April begann, und ich hatte wirklich keine Lust, längere Zeit ein Kleid aus dicker Wolle auf dem Schoß liegen zu haben. Also flog es in die Ufo-Kiste.
Immerhin habe ich irgendwann brav angefangen, die Knöpfe zu machen. Ich bin nach dieser Anleitung für Stoffknöpfe vorgegangen - mit einem dünneren Wollstoff funktionierte das sehr gut, der Originalstoff wäre zu dick gewesen.

Mit Schummelstreifen.

Sehr, sehr sporadisch habe ich dann 2019 mal den einen oder anderen Knopf angenäht (ich glaube, die meisten hat Hana angenäht, Anfang 2020 waren etwa 8 Knöpfe dran) und auch so 2, 3 Knopflöcher. Aber richtig Lust hatte ich nicht. Gerade, weil ich mir inzwischen über die etwas ungünstige Stoffwahl für Kleid und Mantel (siehe oben) im Klaren war und mir das Teil eben immer noch deutlich zu eng war.

Schließlich wurde es 2020 und unsere nächste selbst organisierte Larp-Veranstaltung rückte näher. Wir brauchten einige weiße Pelerinen dafür und ich erinnerte mich an die diversen weißen Wollstoffreste, die ich von diversen Larpkleidungsstücken noch rumliegen hatte - alle zwischen 80 und 90 cm lang, daraus kann man echt nicht viel machen (außer vielleicht einem Alltagsrock und da hatte ich keinen Bedarf). Also eine super Pelerinenmenge!
Aber um den Reststoff des Kleids aufzubrauchen, musste ich erstmal überlegen, ob ich noch irgendetwas davon für das Kleid selbst bräuchte. Ich habe mich dann entschieden, es aufzugeben, doch irgendwann reinzupassen (mir war es ja selbst mit 8 kg weniger zu eng und ein Wollkleid trägt man i.d.R. nicht auf nackter Haut) und einfach auf jeder Seite einen breiten Streifen eingesetzt. Ging erstaunlich schnell. Jetzt passte es. Aber da war ja immer noch die Verschluss-Angelegenheit.

So sieht der Halsausschnitt aus (ohne Perücke, damit man auch was sieht).


Als ich einen Tag vorm Con mit den Vorbereitungen fertig war, hatte ich abends nix mehr zu tun (kennt ihr das, wenn ihr wochen- und monatelang mit einer langwierigen Aufgabe beschäftigt seid und wenn die irgendwann erledigt ist, wisst ihr nichts mit euch anzufangen?). Also habe ich mir kurzerhand das Kleid vorgeknöpft (pun intended).

Ich glaube, ich habe einige Podcasts und Youtube-Sendungen verbraucht, aber irgendwann waren alle Knöpfe angenäht. Sehr nervige Arbeit! Nur noch getoppt von den Knopflöchern. Immerhin, da habe ich irgendwann geschummelt: Ab der Hüfte sind die Knöpfe "fake", die beiden Rockhälften sind innen per Hand zusammengenäht und die Knöpfe stecken nicht in Knopflöchern. Nur oberhalb der Hüfte ist das Kleid tatsächlich zu öffnen.

Und hier sieht man alle Knöpfe auf einmal!

Waren trotzdem noch so einige Knopflöcher zu nähen, die sollte man auch lieber nicht von Nahem anschauen ... immerhin sieht man dünnes weißes Garn auf weißem Grund kaum. Ich weiß schon, warum ich keine fancy Knopflöcher mit dicht an dicht gesetztem dickem Garn genäht habe!

Mal gucken, ob ich die fehlenden Knöpfe unten noch mache ...

Es hat nur so mittelviel Spaß gemacht, es hat gedauert, mir sind auf den unteren paar Zentimetern die Knöpfe ausgegangen (vermutlich habe ich sie einen Hauch dichter gesetzt als geplant) und so 100% ordentlich ist die Reihe auch nicht. Ist mir jetzt aber alles vollkommen egal, das Kleid ist tragbar (leider ein bisschen kratzig), wurde bereits kurz ausgeführt und ich hake das Ding jetzt ab, bevor es mich tatsächlich wahnsinnig macht!

Verlinkt bei Creadienstag und DvD.

Lg
Nria

Sonntag, 12. April 2020

7 Sachen 15/2020

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Hefezopf gebacken. Im Backbuch schreibt die Frau, die das Rezept beigesteuert hat, den hätte es in ihrer Familie immer am Karfreitag gegeben.


Ein Probedirndl aus einem, äh, sehr attraktiven Stoff genäht. Zum Glück - obwohl es laut Maßtabelle passen müsste, ist es viel zu eng.


Eine Schrankrückwand ersetzt.


Gasthände: Lampe angeschraubt. Hana hat immerhin auf den Zehenspitzen auf einem Stuhl gestanden und die Lampe festgehalten. Also, außer als sie das Foto gemacht hat.


Zwei halbe Sonnenbrillen aus der Handtasche gefischt. Ich weiß schon, warum ich keine sehr teuren Modelle kaufe ... schade, aber ich war sowieso nicht ganz zufrieden mit der Tönung der Gläser.
Lustig finde ich aber, dass das Schokoküken die gleiche Sonnenbrille trägt. Also - trug ...


Osterbrunch im kleinen Kreis - der traditionelle große Freundeskreis-Osterbrunch wird nachgeholt, wenn's wieder erlaubt ist.


Schonmal die DVD für heute Abend rausgesucht. Weil die Osternacht in "Krabat" so ein wichtiges Ereignis ist, schauen wir den Film immer gerne zu Ostern.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.    

Donnerstag, 9. April 2020

Ein Kleid aus dem 16. Jahrhundert - Branle

[Vielleicht Werbung für ein nicht kaufbares Produkt] Mich nervt es etwas, wie sehr die "Nähbloggerszene" von Werbung überschwemmt wird. So viele Leute nähen überwiegend Stoffe als "Designnähen" und Schnittmuster vom "Probenähen" (sprich, sie bekommen die Sachen umsonst; beim Probenähen wird wohl auch noch korrigiert). So sieht man immer die gleichen Sachen und den persönlichen Geschmack des Bloggers erkennt man auch nicht mehr so recht, wenn sowohl Schnitt als auch Stoff nicht selbst gekauft wurden.
Aber so ein Probenähen wollte ich mir aus reiner Neugier mal anschauen (einmalig!) - und bei diesem Kleid bin ich auch sehr froh drüber, denn bisher ist der Schnitt nicht erschienen und ich kann auch nicht sagen, ob das noch passieren wird (aufgrund Jobwechsels der Designerin).

Anfang 2018 sah ich einen Probenähaufruf für ein historisches Kleid (16. Jahrhundert), für eine "normale" und eine (halbwegs?) historisch korrekte Version. Weil ich das Kleid wirklich schön fand, als Larperin auch Gelegenheit habe, sowas zu tragen und neugierig war, wie so ein Probenähen eigentlich abläuft, habe ich mich beworben und wurde genommen.

Also: Diesen Schnitt habe ich kostenlos erhalten. Das hier wird aber kein kommerzieller Blog - ich habe nicht vor, irgendwann an einem weiteren Probenähen teilzunehmen.
Vielleicht ist das hier daher Werbung. Vielleicht auch nicht, denn kaufen könnt ihr den Schnitt halt nicht ...

Das Oberteil ist mit einer Spiralschnürung verschlossen, nicht über Kreuz.
Es wurde genäht, Fragen gestellt, Erfahrungen ausgetauscht, ich habe großzügig Kommas in die Anleitung geworfen (warum ist alle Welt bloß so sparsam damit? Ich finde die Kommaregeln eigentlich nicht schwierig, aber nun ja, ich bin halt Germanistin ...) und Stoffe aus dem Schrank vernäht:

Der etwas grobe rotschwarze Woll-Fischgrät war ein Reststück von einer Tunika, die ich vor einer Weile als Geschenk genäht habe. Der feinere grüne Wollstoff stammt von einem 14. Jahrhundert-Kleid, das Hana genäht und irgendwie noch gar nicht gebloggt hat - jedenfalls lagen noch gut zwei Meter davon im Schrank und wurden jetzt ein Rockteil (der wird in Falten gelegt und ist super zum restlosen Aufbrauchen!). Als Futter habe ich Leinenreste verwendet.

Die Ärmel sind annestelbar, je nach Wetterlage.

Die Anleitung war ungelogen eine der besten, die ich je zu Gesicht bekommen habe - ausführlich, gut geschrieben, bei mir blieben keine Fragen offen und ich bin absolut begeistert. Das kommt selten vor. Nein, ich werde für diese Worte nicht bezahlt ;)

Es werden verschiedene Versionen angeboten; ich habe mich für die ohne Stäbchen und mit etwas modernerer Verarbeitung entschieden. Fürs Larp ist es sowieso egal und wenn das Oberteil eng sitzt und geschnürt wird, bietet es auch ohne Stäbchen Halt.

Der Rockschlitz sollte eigentlich nicht offen stehen ...


Für die Chemise, das Unterkleid, war kein Schnitt dabei – im Internet findet man zwar einiges, aber irgendwie gefiel mir das alles nicht so und weil ich es sowieso nicht authentisch gemacht habe, habe ich einfach meinen Standard-Unterkleid-Schnitt verwendet und modifiziert (Ausschnitt verändert und die Ärmel unten mit einer Manschette gerafft).
An sich gefällt es mir gut, aber das Häkchen (inzwischen durch eins in Weiß ersetzt) sitzt zu hoch und zu eng, da muss eine modifizierte Verschlusslösung her.

Hier erkennt man endlich mal den roten Stoff! Aber der Rockschlitz ist ein echtes Problem.

Wenn Ärmel dran sind, werden die Träger bei mir sehr zur Seite gezogen, weil meine Schultern so schmal sind - bei einer Folgeversion würde ich die Träger daher etwas weiter nach innen versetzen. Und mein Rockschlitz braucht Knöpfe oder etwas Ähnliches, das geht ja mal gar nicht! ;)

An sich bin ich aber ziemlich zufrieden. Weitere Branle-Kleider nicht ausgeschlossen!

Schnitt: Kleid Branle von Cecilia Theresa Design (kostenlos erhalten zum Probenähen), selbst erstelltes Unterkleid
Material: Woll-Fischgrät, Wolltuch, Leinenfutter, feiner Baumwollstoff
Änderungen: Das Rückenteil habe ich ein wenig verkürzt, um mein leichtes Hohlkreuz auszugleichen.
Nachnähpotential: Oh ja, ich mag den Schnitt sehr!
Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag.

Lg
Nria

Sonntag, 5. April 2020

7 Sachen 14/2020

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Die selbstgemachte Kleiderstangen-Hutablagen-Konstruktion angebracht und drunter und drüber Hakenleiste und Regalbrett. Garderobe steht! Äh, hängt!


Zwei Kartons zu einem noch größeren Karton vereinigt, um die Schneiderpuppe zu versenden. Wird hier einfach nicht verwendet.


Lauter Umzugskartons ausgeräumt und die leeren erstmal auf den Dachboden gebracht. Plus eine Tür (die wurde durch eine Schiebetür ersetzt und stand jetzt rum).


Gestärkt mit Hase. Eine Kollegin hat erzählt, dass die Ostersüßigkeiten-Umsätze wegen der Kontaktverbote sehr niedrig sind - da wollen wir mal gegensteuern.


Nähtisch-Positionen ausprobiert. Gewonnen hat die untere.

Während Hana noch vorbereitet, frönt Nria weiterhin den Näh-Freuden:


Schnittteile auf ein weiteres Nautistore-Panel aufgelegt (das Vorderteil wird natürlich mittig auf dem Schiff-und-Kraken-Motv liegen). Es ist ein Rest, der Streifenteil ist kürzer als normal, deshalb muss ich das Rückenteil etwas auf den blauen Teil schieben, aber ich finde das sehr schick. Die Ärmel kriegen dann halt breite Bündchen oder so.
Ich persönlich finde ja, dass der türkisfarbene Teil in Knit-Optik rechts oben überhaupt nicht zu den Blockstreifen passt. Das werde ich anderweitig kombinieren oder abgeben. Wer sich das ausgedacht hat ...


Diverse Papierschablonen mit Inch-Maßen angefertigt und zugeschnitten.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.     

Mittwoch, 1. April 2020

Mustermonk und Bügelkatastrophe - Kleid/Shirt Minne mit Chilis aus dem Lillemag 3

Aus dem Lillestoff-Magazin 3 gefielen mir mehrere Teile - eins davon ist das Jersey-Kleid "Minne".
Relativ simpel und schnell zu nähen, aber mit einem gewissen Kniff, nämlich einer geschwungenen Fake-Knopfleiste entlang einer Ausschnittseite.
Die man in Schwarz auf Fotos gar nicht so gut erkennt, live aber schon deutlich.

Hier erkennt man die Leiste halbwegs. Weiter unten gibts noch ein besseres Foto.

Nun bedingt dieses Detail eine vordere Mittelnaht und das sieht nicht bei jedem Stoff gut aus, deshalb war ich eine Weile auf der Suche nach einem passenden Stoff.
In dieses Chilimuster habe ich mich sofort verliebt, als ich es gesehen habe - auf hellgrau meliertem Untergrund fand ich es grandios, leider war diese Farbe nur als Alpenfleece erhältlich (Sweat mit Plüschrückseite) und das ist mir zu kunstfaserig, sprich, man schwitzt sich drin tot. Also, ich zumindest.
Auf Jersey war nur ein mittlerer unmelierter Grauton da, der mir nicht so gefiel. Später fand Hana die Chilis auf dunkelblauem Untergrund, was mir auch sehr zusagte, aber der war fast vergriffen und der Rest hätte nicht gereicht. Also habe ich die Chilis auf Schwarz gekauft und bin damit jetzt ganz zufrieden.



Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, dass das Muster bei der vorderen Mittelnaht unbedingt aufeinandertreffen sollte - das war vielleicht ein Akt! Ich habe zwar beim Zuschnitt darauf geachtet, dass es passt, aber war nicht so sorgfältig mit der gleichmäßigen Breite der Nahtzugabe, wie ich es hätte sein müssen. Das heißt, ich habe beim Nähen der Mittelnaht zigmal getrennt und korrigiert, getrennt und korrigiert ... 100% passt es immer noch nicht, aber irgendwann hatte ich keine Lust mehr. Ich habe etwa 10-12 Versuche gebraucht. Muss reichen.


Die Knopfleiste dagegen war gar nicht schwierig. Meine ist fake - es gibt keine Knopflöcher. Hurra! Ich hasse es, Knopflöcher zu machen.



Dann war ich quasi fertig, es musste nur noch der Beleg am Halsausschnitt gebügelt werden.
Und da passierte es:
Offenbar klebte irgendein Vlieselinerest am Bügeleisen. Und jetzt hab ich am Ausschnitt Kleberflecken.


Seltsamerweise habe ich davor andere Sachen (ohne Vlieseline) gebügelt und die waren sauber ...
Ich finde das Shirt wirklich toll, aber die Flecken ärgern mich gewaltig. Für Rettungsideen bin ich offen ... (bei so ziemlich jedem anderen Shirt hätte ich einfach ein Bündchen drangenäht, aber hier will ich den Ausschnitt nicht verändern, weil dann die Proportionen der Knopfleiste hopsgehen :-/ ).

Schnitt: Kleid Minne (als Shirt) aus dem Lillestoff-Magazin 3, Gr. 40
Material: Baumwolljersey (über snaply)
Änderungen: Gekürzt
Nachnähpotential: Nur aus Unijersey oder einem wirklich wild gemusterten Stoff, sonst ist mir das zu nervenaufreibend ... und definitiv nur mit frischgereinigtem Bügeleisen.
Verlinkt beim MeMadeMittwoch.

Lg
Nria