Donnerstag, 22. März 2018

Schnabelina Big - mit Schnäbeln

Manche Leute geben einem den Glauben an das Gute im Menschen wieder. Zum Beispiel die Leute, die einen superaufwändigen Taschenschnitt mit diversen Varianten in 4 Größen konstruieren, ein 90-seitiges Ebook erstellen - und das Ganze dann nicht verkaufen, sondern gratis ins Internet stellen.
Schnabelina ist so ein Mensch und sie bietet nicht nur die Schnabelina-Tasche, sondern auch Schnittmuster für andere Taschen sowie für diverse Kinder- und Erwachsenenkleidungsstücke. Alles gratis.

Runde Tasche voller Pinguine!

Die Schnabelina-Bag kenne ich schon seit ein paar Jahren; viele Blogger und Hobbyschneiderinnen haben sie rauf- und runtergenäht. Ich war bisher noch nicht dabei - die Tasche hat nicht so ganz meine bevorzugte Form, aber ich hätte schon länger gern eine Tasche für Schwimm- oder Sportzwecke und die Big-Version der Schnabelina sieht ziemlich geeignet aus!

Für den Oberstoff habe ich festen Baumwollstoff verwendet - ein "Reststück" (na gut, großer Rest) von meiner burda-Taillenshorts. Für die Details und als Futter habe ich einen Streichelstoff geopfert - er hat Punkte UND Pinguine! Und ist türkis. Und sowieso der großartigste Stoff überhaupt.


Einen Haken hat der Schnitt: Man muss erstmal 34 Seiten drucken und zusammenkleben - für eine schnöde Tasche ist das wirklich viel! Aber es ist zugegebenermaßen eine große Tasche.

Von dem blauen Stoff hatte ich noch etwa 1,30 m, von dem Pinguinstoff genau einen Meter. Hat haargenau ausgereicht (ich habe die Version ohne Zip-it genäht - klar, Volumenvergrößerung bei Bedarf ist eine nette Sache und mir gefällt eigentlich die Optik des Reißverschlusses im Taschenboden, aber da sammelt sich garantiert Dreck drin, wenn man die Tasche abstellt und ich mag das Futtergewurschtel der notwendigen Kellerfalte im Innenteil einfach nicht!).

Okay, ein bisschen mehr Vlieseline hätte gutgetan ...

Die Anleitung ist wahnsinnig ausführlich - da bleiben wirklich keine Fragen offen.

An einer Stelle wird nochmal extra drauf hingewiesen, dass die Stoffe hier rechts auf links gelegt wird statt wie üblich rechts auf rechts oder links auf links - sogar in Rot markiert. Ich habe das ignoriert, weil mein verwendeter Stoff keine Vorder- und Rückseite hat ... und dann nach dem Nähen festgestellt, dass es ausgerechnet das eine Teil war, dass ich stückeln musste (ich habe es als letztes Teil zugeschnitten) und jetzt die Nahtzugabe vom Stückeln sichtbar war. Arrgh!
War aber kein Drama; ich habe die Nahtzugabe schnell mit einem Schrägbandrest eingefasst und jetzt ist alles ordentlich. Zum Glück habe ich jetzt den Fehler gemacht - wenn ich die Tasche nochmal mit einem einseitig gemusterten Stoff als Futter nähe, weiß ich Bescheid. Mit so einem Stoff hätte ich nämlich trennen müssen (wäre ärgerlich gewesen, weil ich schon mühsam die dicke Nahtzugabe zurück- und eingeschnitten hatte).

Diese Unterteilung im Seitenstreifen gibt es, weil man unten den Zip-it-Teil einfügen kann.

Übrigens haben sich dann noch mehr Hürden aufgetan, nachdem ich dachte, ich sei fertig mit Zuschneiden - ein Teil habe ich glatt vergessen und konnte es dann nachträglich noch aus einer wegrationalisierten Innentasche zuschneiden (mit Mittelnaht, aber an einer wenig sichtbaren Stelle). Und dann habe ich festgestellt, dass ich an einer Stelle Taschenfutter und Taschenoberseite verwechselt habe: Aus irgendeinem Grund dachte ich, die "Innentasche" des Futters sei eine aufgesetzte Tasche. Stimmt aber gar nicht - mit dem Schnittteil ist das Futter der Innentasche gemeint.

Weil die Taschen außen alle aufgesetzt sind, dachte ich wohl, die innen sei es auch ...
 
Ärgerlich, denn: Dieses Schnittteil war das einzige, das nicht auf den Futterstoff (die Pinguine) passte. Deshalb habe ich eine Seite der Futtertasche nicht in einem Stück zugeschnitten, sondern in der Mitte ein Stück eingesetzt, weil ich dachte, da käme ja sowieso die aufgesetzte Tasche drüber.
Daher hatte ich dann eine überflüssige Stückelung im Futter und ein Futterteil, das unsichtbar gewesen wäre (Verschwendung, das aus Musterstoff zu nähen) - ich hätte es so einfach haben können! Wenn ich nicht zu faul gewesen wäre, die 90-seitige Anleitung vorm Nähen komplett zu lesen, hätte ich das vermeiden können ...

Aber zum Glück war das Innentaschen-Teil groß genug, um es statt des blauen Einsatzes doch noch ins Taschenfutter zu stückeln - mit Paspeln, damits wenigstens nach Absicht aussieht!

Grade nochmal gut gegangen!

Wenn man jetzt innen reinschaut, weiß kein Mensch, dass es eigentlich anders vorgesehen war.

Jaha, das war GENAU so geplant!

Besonders gefällt mir die Verarbeitung mit dem tiefergesetzten Reißverschluss - es ist tatsächlich ganz einfach und ich habe schon ewig nach einer Methode gesucht, den Verschluss so umzusetzen!
Übrigens sind die Handgriffe von mir hinzugefügt und nicht in der Anleitung enthalten. Die nähe ich nach Möglichkeit an alle Taschen; es ist SO praktisch!

Taschen ohne Verschluss kann ich nichts abgewinnen.

Eine fantastische Tasche also! Mit nur einem kleinen Haken ...

Ja huch!

Sie ist ein bisschen größer, als ich dachte. Auf diesem Foto ist sie ein bisschen zusammengedrückt, aber ich kann mich tatsächlich reinsetzen - immerhin, jetzt kann ich sie auch als Strand- oder kleine Reisetasche verwenden, es geht wirklich alles rein, was man für den Strandbesuch benötigt, inklusive aufblasbarer Schwimmbrezel.

Aber fürs Schwimmbad nähe ich mir dann doch noch mal die Medium-Version.

Schnitt: Schnabelina Bag, Version "Big" ohne Zip-it
Material: Baumwollköper, bedruckte Baumwoll-Popeline
Änderungen: Handgriffe hinzugefügt

Verlinkt bei RundumsWeib.

Lg
Nria

Dienstag, 20. März 2018

Flauschrock Volume 2

Hana hat sich Ende des letzten Jahres einen superflauschigen Rock genäht. Ich wollte auch einen. Sie hatte einen Meter Stoff übrig. Das ist Schicksal!

Also habe ich mir einen eigenen Flauschrock genäht. In noch einfacher. Ja, das geht.

Fotos auf dem Eis wären schön gewesen, aber es setzte schon Tauwetter ein ...

Der Schnitt ist so einfach, wie's nur geht - zwei Trapeze. Oben ein Bündchen. Fertig.

Lady in Grey?

Leider fehlt dem Bündchen ein wenig die Rücksprungskraft, um den ganzen Rockstoff auszugleichen - deshalb ist mir der Rock etwas zu weit. Ich werde also noch ein Gummi oder eine Kordel einziehen.

Doch nicht ganz grau!

Übrigens hat der Rock schon einen tollen Partner gefunden - den Sweatblazer Lady Grace in Crackle-Optik. Übrigens auch ein bisschen zu weit.

Mit roten Schuhen wäre es geradezu farbenfroh. Ich hab aber nur welche in Rotbraun.

So richtig praktisch ist der Rock zugegebenermaßen nicht. Er klebt auch ohne Strumpfhose an den Beinen und ist nicht weit genug, um wirklich ausreichend Bewegungsfreiheit zu lassen.
Dafür ist er richtig groß im Flauschigsein!

Verlinkt bei Creadienstag, HandmadeonTuesday, Dienstagsdinge.

Lg
Nria

Sonntag, 18. März 2018

7 Sachen 11/2018

Immer wieder sonntags. 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Hefe-Häschen gefrühstückt. Auf Essen in lustigen Formen springen wir ja total an.


Eine Jacke zugeschnitten. Ist gerade noch Platz für eine Taschenklappe!


Schnee gefegt am Elternhaus des Liebsten, wo wir das Wochenende waren. Eckhäuser haben echt ne Menge Bürgersteig zu fegen ...


Lederkanten geglättet und versiegelt mit Gum Tragacanth.


Auf den Mittelaltermarkt gefahren und eine Eule gehalten. Issenichthübsch?


Der eigentliche Grund, weshalb wir Mittelaltermärkte mögen, ist ja das Essen. Hier: Apfelringe. Das im Hintergrund sind übrigens keine Leute, sondern so scheußlich pseudo-mittelalterlich verkleidete Schaufensterpuppen in so klischeehaften Szenen, dass sie schon wieder lustig sind.


Die neue Okarina ausprobiert, die der Liebste fürs Pen&Paper spendiert hat (ich spiele eine Bardin mit dieser Art von Flöte, da werd ich dann mal ein paar kleine Melodien einüben ...)

Verlinkt bei Cherry's World.    

Mittwoch, 14. März 2018

1W100 Random Blog Encounters

Der Rollenspiel-Blog Gelbe Zeichen hat eine tolle Blogger-Aktion gestartet: 100 W100 random Blog-Encounters - hundert Fragen zum Thema Rollenspiel, Blog und Nerdtum, von denen man sich beliebige Fragen mit einem hundertseitigen Würfel (oder zwei zehnseitigen, oder einem Online-Tool) auswürfeln und beantworten kann. Wir mögen es beide, zu würfeln, also machen wir doch gerne mit!


Hanas ausgewürfelte Fragen:

60. Deutsch, englisch oder… ? In welcher Sprache sollte dein Grundregelwerk sein? Ist englisch in Ordnung? Welches Spiel würdest du gerne übersetzt sehen?
Das Problem an englischen Regelwerken ist für mich, dass man die englischen Begriffe übernimmt und die Spielsprache dann ein seltsames Denglisch wird - so läuft's in unserer D&D-Runde. M.W. ist das Regelwerk inzwischen auch auf Deutsch erhältlich, aber jetzt wird sich wohl nicht jeder nochmal die deutsche Version zulegen (v.a. weil es die englische im Digitalformat gibt, das einige Mitspieler gern nutzen), der Drops ist gelutscht.
Daher bevorzuge ich ganz klar Rollenspiel-Bücher auf deutsch.

39. Hattest Du schon einmal Phasen, in denen du keine Lust aufs Spielen hattest?
Ich glaube, die meisten Hobbys machen durchs Ausüben Lust auf mehr; in Flautenphasen beschäftigt man sich anders und hat dann auch weniger Lust aufs Hobby - das kenne ich von mir (und anderen) vom Larp und auch vom P&P. Ist die "Jetzt vermiss ich's aber!"-Zeit vorbei, kommt die Lustlosigkeit (oder die Trägheit). Zeiten, in denen ich weder Larp noch P&P betrieben habe, gab es bei mir seit Beginn aber nicht. Dass ich speziell auf eine einzelne Veranstaltung mal doch keine Lust hatte, kam bei mir nur beim Larp vor - was wohl daran liegt, dass wir P&P im kleineren Kreis spielen und ich das als introvertierter Mensch weniger anstrengend finde als größere Menschengruppen.

91. 3 Kupfer für ein Bier in der Taverne, einen Dollar für einen Whisky in der Flüsterkneipe. Wie handhabst du ingame die Finanzen? Gruppenkasse für größere Ausgaben oder jeder für sich? Wie wichtig ist Geld im Spiel oder ist es eher ein nebensächlicher Aspekt?
Ich könnte komplett drauf verzichten und mir würde nichts fehlen ... ich bin aber auch kein Charakter-Optimierer und habe meist schon zu Spielbeginn alles, was ich für den Charakter brauche und haben möchte. "Geld beschaffen" ist für mich auch nicht unbedingt der reizvollste Spielinhalt.

D&D-Bücher von Hanas Liebsten - nur echt mit Millionen Post-Its drin

99. Dein Internetzugang funktioniert nicht und/oder dein Rechner ist abgeschmiert. Schlimm oder aber das Leben geht weiter? Was machst du? Lesen, spazieren gehen, weinen?
Wenn das Internet unerwartet ausfällt, ärgere ich mich, weil das "schnell mal etwas nachschauen" wegfällt und ich nicht mit Nria skypen kann. Dann verkrümele ich mich mit einem Buch auf unsere großartige Couch oder setze mich an ein aktuelles Näh- oder DIY-Projekt - und vermisse das Internet solange nicht, bis ich eine englische Vokabel nachschlagen oder etwas in einer Anleitung nachschauen will. Auf Larp-Wochenenden bin ich die kompletten 2-5 Tage offline und vermisse gar nichts.

72. Rollenspiel ist doch nicht nur fun, oder? Was macht dir wenig bis gar keinen Spaß am Hobby?
Charaktererschaffung ist für mich ein notwendiges Übel - nicht, was die Idee und Ausgestaltung angeht, aber die regeltechnische Zahlenverteilung finde ich langweilig (wie ich schon weiter oben schrieb, bin ich kein Optimierer). Die Gruppenzusammenführung einer neuen Gruppe finde ich auch meist eher anstrengend ...

44. Jedes System hat Gegner, in Form von Monstern, Kultisten, Verbrechern. Welche Gegner sind dir die liebsten oder brauchst du die Herausforderung eines Kampfes gar nicht?
Brauchen tue ich Kämpfe im Pen&Paper tatsächlich nicht - ich könnte mir gut vorstellen, Abenteuer ganz ohne Kampf zu spielen. An die Dynamik von Larp-Kampf kommt man dabei halt nicht ran - allerdings können Kampfszenen schöne Spannung erzeugen, das gefällt mir wieder.
Wenn Kampf, mag ich Abwechslung - deshalb gefallen mir Magie-Elemente in Kämpfen und auch Mischungen von tumben Zombies mit gerisseneren Kultisten, und ähnliches. Ein großer Taktiker oder Stratege bin ich nicht, weshalb Gegner das für mich auch nicht sein müssen.

36. PDF oder Totholz?
Wenn ich die Wahl habe, greife ich immer zum gedruckten Buch. Gerade bei Regeln und Nachschlagewerken habe ich immer drei Finger irgendwo im Buch, um schnell hin- und herblättern zu können - selbst mit Lesezeichen-Funktion ist das bei digitalen Texten einfach umständlicher. Dazu bin ich ein haptisch orientierter Mensch, mag das Gewicht des Buches in der Hand, das Gefühl vom Blättern, und stehe total auf haptisch ansprechende Cover mit geprägten Buchstaben oder unterschiedlich glatten, satinierten oder raueren Texturen.

Nrias komplette Würfelsammlung - alle sind hübsch, keiner ist heilig.

Nrias ausgewürfelte Fragen:


80. Worüber bloggst du? Was inspiriert dich, was findest du an Themen spannend? Auch auf anderen Blogs?
Übers Nähen und Basteln für Alltag und Rollenspiel (mit Ausflügen zu anderen Themen). Inspiration finde ich überall - natürlich kommt vieles aus dem Internet. Bei anderen Blogs freue ich mich besonders über neue Ideen, aber auch über Erfahrungen und Problemlösungen. Dabei mag ich es besonders, wenn auch ausführlich drüber berichtet wird und nicht nur ein Bild und drei Sätze zu sehen sind. Dafür gibts Instagram.

16. Rituale: Würfel sind für einige Spieler ein fast schon sakraler Gegenstand, den niemand außer ihnen berühren darf. Einige schweißen den Charakterbogen ihrer verstorben Helden in Laminat ein. Es gibt so manchen Spleen, hast du selber einen oder ist dir das zu nerdig?
Mit Würfelaberglauben kann ich nichts anfangen (okay, manchmal hassen mich meine Würfel. Aber vielleicht hasst mich manchmal auch nur das Schicksal). Und alte Charaktere werden einfach abgeheftet. Einen "Spleen" habe ich: Ich kann es nicht leiden, wenn ein Mitspieler einen Charakter mit anderem Geschlecht als er selbst spielt und würde es selbst auch nicht tun.

34. Tavernenspiel oder Hack n’Slash?
Weder noch - irgendwas dazwischen. Ich mag Abwechslung (aber auf Kämpfe würde ich ungern verzichten wollen).

Ein Charakterbogen von mir und einer von Hana. Ungefähr meine ersten 15 Charaktere waren Zwerge.
47. Vergisst du manchmal die Zeit während des Spielens? Wie wichtig ist Zeitmanagement als Spielleiter?
Ja - da guckt man einmal nicht auf die Uhr und schwupps, 6 Stunden rum. Und keine Ahnung, ich war noch nie Spielleiter.

97. Besitzt du Haustiere? Gab es schon einmal bemerkenswerte Vorkommnisse mit einem Tier im Rollenspiel?
Ich habe keine Haustiere und will auch keine. Aber einer meiner Charaktere ist mal an einen Dackel namens Waldi gekommen. Irgendwann musste sie ihn von irgendwem hundesitten lassen, hat ihn noch nicht wieder abgeholt und der Spielleiter macht immer mal wieder fiese Andeutungen, dass Waldi längst in der Wurst gelandet sei ... armer Waldi!
Und dann war da noch ein belebtes Set aus Eimerchen und Schäufelchen, das die Gruppe von irgendeinem Zauberer geklaut hat. Heißen Flupp und Wupp. Nützlich und niedlich!

81. Siehst du dich als Nerd/Geek? Könnten andere dich so sehen und welches Gefühl hast du bei diesen Begriffen?
Ja - meine Freizeit ist schon sehr geprägt durch nerdige Dinge. Allerdings habe ich mit Computer- oder Videospielen nicht viel am Hut (ich würde sie gern spielen, aber das ist aufwändig zu lernen, wenn man nichtmal mit Tastatursteuerung klarkommt) und bin auch kein Technikfreak.
Mit den Begriffen verbinde ich eher etwas Positives - die typischen Nerdcliquen in amerikanischen Collegefilmen habe ich immer beneidet, da hätte ich mich gern dazugesetzt (meine Schule war weitestgehend nerdfrei). Albern finde ich den aktuellen Trend von Nicht-Nerds, sich als solche zu bezeichnen (es gibt da ja diesen Trend zu entsprechender Beschriftung auf Kleidung usw.) und ich mag auch den Begriff "Nähnerd" nicht, der in der DIY-Szene etwas verbreitet ist.
77. Dein erster Charakter?
Mein allererster Rollenspielcharakter war eine Klingonin beim Star Trek-Chatrollenspiel, N'ria Éka're (damals habe ich Akzente und Apostrophe noch wie mit dem Salzstreuer verteilt. Zu meiner Verteidigung, ich war 16). Ähnlichkeiten zu meinem Nickname sind nicht zufällig ;)
Mein erster "richtiger" Rollenspielcharakter mit Regeln, Charakterbogen und allem war die Zwergin Nount, sowohl beim Pen&Paper als auch beim Liverollenspiel. Beide Versionen hatten keinen wirklichen Charakterhintergrund, was mich irgendwann sehr gestört hat.

Habt ihr nicht auch Lust, bei der Aktion mitzumachen? Verlinkt euren Post dazu gern in den Kommentaren; wir würden uns freuen, eure Fragen und Antworten zu lesen!

Eine schöne Zeit wünschen
Hana und Nria

Dienstag, 13. März 2018

Stiftemappe mit Vegvisir

Alle Arten von Taschen, Mäppchen, Beuteln nähe ich echt gerne. Als bei einer Tauschkette im Nähkromanten-Forum eine Stiftmappe gewünscht wurde, hab ich mich also sofort gemeldet!

Nordisches Stifte-Rollmäppchen

Ich hatte eigentlich vor, selbst einen Schnitt zu erstellen (das ist ja ziemlich simpel), aber Nria hat mich drauf hingewiesen, dass es den Rollmäppchen-Schnitt Daisy bei Pattydoo gratis gibt ... also hab ich den genommen. Das Mäppchen bietet einige einfache Steckfächer für Stifte, Pinsel oder ähnliches, innen eine Extratasche und über den Stiftfächern eine Lasche, damit die Stifte nicht rausfallen, auch wenn man das geschlossene Mäppchen auf den Kopf stellt.

Praktisches Innenfach

Die Seitenteile des Innenfachs sind gefaltet und so bietet es ordentlich Platz!
Das Stiftefach-Teil habe ich in seiner Länge verdoppelt, da mir die Anzahl der Stiftfächer sonst etwas mager erschien. Ansonsten habe ich die Standard-Ausführung gemacht.

Platz für viele Stifte! Die Schlaufe rechts hab ich später noch ordentlich festgenäht. Ehrlich!

Als Verzierung hatte sich die Tauschkettenteilnehmerin nordische Runen gewünscht, deshalb habe ich einen Vegvisir aufgestickt (dieses Symbol finde ich richtig hübsch!), mit einem Runenkreis außenrum - keine Ahnung, was da steht, das Motiv ist ergoogelt ... hoffentlich etwas thematisch Passendes! Ein Vegvisir ist tatsächlich (wer hat es sich schon gedacht?) ein Wegweiser - ein "magisches" Symbol, vom dem sich die Seefahrer bei schlechtem Wetter wohl gewünscht haben, dass es ihnen den Weg zur Heimatküste weist.

Gut verschlossen - und dank Lasche über den Stiften fällt nichts raus.

Ich habe Stickgarn in drei verschiedenen Grautönen verwendet. Der mittlere (für die Kreise) sieht dem hellsten (für den Vegvisir) ziemlich ähnlich (im Strang wirkten die beiden Töne doch deutlich unterschiedlicher), aber ich bilde mir ein, dass es dem Motiv trotzdem ein wenig mehr Tiefe verleiht. Die Runen im äußeren Ring habe ich dunkler gestickt, damit sie hinter dem Hauptmotiv zurücktreten und das Motiv nicht ganz so wild wirkt.

Eigentlich wollte ich das Rollmäppchen mit schwarzem Satinschrägband einfassen, das ist aber mysteriöserweise verschwunden, daher habe ich zu grauem Schrägband im Used-Look gegriffen. Tatsächlich ist das recyceltes Schrägband, das mal schwarz war und an einem Larp-Wappenrock angebracht, der dann oft gewaschen wurde - zum altnordischen Motiv fand ich den "gebrauchten" Look sehr passend (und dass das Schrägband schon Schlachten gesehen hat - gut, gespielte Larp-Schlachten, aber der Gedanke zählt!)

Seht ihr? Festgenähte Schlaufe!

Jetzt hoffe ich, dass die Mappe der Empfängerin gefällt und gute Dienste leistet!

Verwendet ihr Rollmäppchen? Ich selbst bevorzuge eigentlich klassische Taschenformen, aber für Schminkpinsel unterwegs könnte ich mal drüber nachdenken ...

Verlinkt bei Creadienstag, HandmadeonTuesday, Dienstagsdinge.

Eine schöne Zeit wünscht
Hana

Montag, 12. März 2018

Stoffdiät - Zwischenstand März. Mit Problemstoffen.

Bei Küstensocke läuft wieder die Stoffdiät! Und wir stoffdiäten bereits fleißig.

Wir haben uns nicht unbedingt vorgenommen, gar keinen Stoff mehr zu kaufen - aber bewusster. Und vor allem: Endlich all die Schrankleichen verbrauchen! Ist doch furchtbar, wenn einen der gleiche Stoff schon seit fünf Jahren vorwurfsvoll anschaut, wenn man die Schranktür öffnet.
Es wäre auch schön, mal wieder neuen Stoff reinfüllen zu können, denn der Schrank ist einfach voll.

Was schonmal positiv ist: Wir haben bereits 9 Ufos vollendet! Damit ist eindeutig Platz für neue Problemfälle und wir können fröhlich zuschneiden.

Außerdem haben wir 13 Striche auf der UWYH (Stoffe aus dem Schrank verbraucht)-Liste zu verzeichnen! Plus 1 Aufnäher (auch die will ich nicht immer nur kaufen, sondern auch mal benutzen). Plus 5 ungetestete Schnittmuster endlich benutzt. Plus ein Häufchen Knöpfe (wieviele genau, kann ich nicht sagen; irgendwie habe ich mir widersprüchliche Angaben notiert. Aber es sind um die 20. Vielleicht müssen sich bald endlich nicht mehr 2-3 Knopfsorten ein Fach im Kästchen teilen ...).

Nur ein Ausschnitt und auch nicht gut gestapelt, deshalb sind nicht alle verbrauchten Stoffe drauf.

Genaue Zahlen:
Stoff verbraucht bisher: 21,2 m.
Stoff gekauft bisher: 17,5 m. Gar nicht so wenig - aber im Januar haben wir tatsächlich quasi nichts gekauft. Danach immerhin sehr ausgewählt - schon lange begehrte Stoffe, alles mit konkretem Plan, für notwendige Dinge und Basics. Schwarzer Unijersey ist im Schrank kein Problem; spontan gekaufte Musterstoffe haben schon eher das Potential, wie Blei im Regal zu liegen.
Stoff aussortiert: Ein 2 m-Stück. 

Ein Minus von 3,7 m (5,7 m, wenn man Aussortiertes dazuzählt). Ich hätte mir mehr erhofft (vor allem weniger Neukäufe), aber da waren einige sehr dicke Stoffreste von anderen Projekten bei (voluminöse Wolle und noch voluminöserer Plüsch) sowie Sweatstoffe - Dinge, die trotz geringer Menge richtig viel Schrankplatz beansprucht haben. Deshalb ist der Schrank schon ein bisschen leerer geworden.

Vor einigen Stoffen stehen wir aber noch etwas ratlos, auch wenn es nicht wirklich Gruselstoffe sind:


- 1 m cremefarbener Cord - hat Hana für ein Cordkleid gekauft in der Annahme, der Stoff wäre elastisch. Isser aber nicht, und ein unelastisches Cordkleid findet sie zu unbequem
- 2 m orangefarbenes Leinen. Hat Hana mal für eine Hose gekauft, dann aber festgestellt, dass sie keinen Bock auf Hosennähen hat. Als Oberteil/Kleid kommt es nicht infrage, weil uns die Farbe nicht steht
- roter und gelber Samt (und blauer, nicht auf dem Foto), jeweils ~ 0,5 m - Hana wollte Star Trek-Kissen nähen, der Liebste findet die Haptik von Samt aber nicht etwa flauschig, sondern fies. Schlechte Voraussetzungen für Sofa-Kuschelkissen ...
- 1,3 m blauer Polyesterstoff mit schwarzem, glänzenden Aufdruck - hat Hana auf dem Stoffmarkt für einen Rock gekauft, ist ihr aber doch zu schick


- 2 m Woll-Fischgrät in Hell- und Dunkelbrauntönen, mit interessantem organischem Muster beflockt. Für einen Rock gekauft und dann festgestellt, dass der Stoff weder zum Schnitt noch zu mir passt ...
- etwa 1 m dunkelrotes Wollmischgewebe oder so - einen Teil hatte ich schon verarbeitet, für den Rest habe ich keine Ideen.

Für Ideen oder Abnehmer sind wir aufgeschlossen..

Hoffentlich geht es weiter gut voran! Inzwischen wird es schwieriger - einige Stoffe sind einfach Sommerstoffe, für die es noch zu früh ist; andere sind Stoffschätzchen, die auf den perfekten Schnitt warten, weil wir sie für nichts anderes verschwenden wollen (oh je!). Vielleicht ist ja einer der noch unbenutzten Schnittmuster aus dem Vorrat der Richtige - mal mit kritischem Auge durchschaue.

Sonntag, 11. März 2018

7 Sachen 10/2018

Immer wieder sonntags. 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Gefrühstückt: Tomaten mit Hanfsamen, Pfeffer, Chili-Flocken und dazu Vielsaft-Trank grüner Tee.


Nestelspitzen an Nestelschnüre genäht. Wird Zeit, die Spitzen liegen schon seit Oktober hier rum!


Paspelnaht abgesteppt. Natürlich nähe ich immer nur mit farblich abgestimmtem Nagellack, was denkt ihr denn!


Kuchen gebacken. Und gegessen.


Nestellöcher für die weltbeste Fibel gemacht (wieder Hana für Nria. Aber diesmal waren es nur zwei, das ging flott)!


Elise zugeschnitten. Schnittmuster sieht schonmal lustig aus.


Anna durch die Gegend gescheucht in Anna's Quest - hier foppen wir den Schwanenprinzen.

Verlinkt bei Cherry's World.