Donnerstag, 20. Juli 2017

Unsere liebsten Nähhelfer

Letztes Jahr war es offenbar Trend, seine tollsten Näh-Gadgets zu zeigen. Oder aufzulisten. Halten wir für einen super Trend, da müssen wir gleich aufspringen hinterherrennen!



Wir nähen ja nun schon einige Jahre (seit 2003). Und früher war alles schlechter - da kannten wir nämlich all die tollen Dinge noch nicht, die uns jetzt das Nähen erleichtern.
Diese Liste soll nicht die Standardteile beinhalten, die jeder sowieso schon kennt - die Aufzählung von Nähmaschine, Stoffschere und Stecknadeln sparen wir uns ;)

1. Schneiderkreidestift

Die Mine kann man super anspitzen, wenn man nicht gerade einen letzten Minenstummel aufbraucht.

Mein allerwichtigstes Näh-Utensil. Vorher habe ich diese Kreidescheiben benutzt, die quasi sofort nach der ersten Benutzung stumpf werden, sich nur umständlich schärfen und auch nicht so richtig toll anfassen lassen; dazu trocknen sie fix aus und sind dann gar nicht mehr zu gebrauchen. Irgendwann fand ich den Kreidestift - er lässt sich super halten, man kann die Minen austauschen, es gibt viele Farben und wenn man sie mit dem beiliegenden Anspitzer anspitzt, hat man eine präzisere Spitze als man es mit den ollen Scheiben je erreicht. Selbst in komplett stumpf sind die Minen noch dünner als die Scheiben in der Mitte. Ausgetrocknet ist mir auch noch nix. Nie mehr ohne! Einziger Nachteil: Es gibt Stift und Nachfüllminen nicht überall.

2. Nahttrenner mit dickem Griff

Links: Böh. Rechts: Yay!

Ich bin nie so recht mit Nahttrennern klargekommen und dachte, das gehört halt so. Und dann fand ich einen Nahttrenner, den man tatsächlich anfassen kann ...
Ja, er ist hässlich. Aber er hat einen dicken, griffigen, nicht-rutschigen Stiel und nicht so ein dünnes Plastikstäbchen wie die Standardteile. Gold wert! Gibts immer mal wieder bei Tchibo, auch in nicht-rosa, aber als ich ihn gekauft habe, war nur noch der in Rosa da und ich war so begeistert von der Form, dass ich das Teil sofort haben musste.

Und Pinzetten kann man auf den Rand stecken!

Bonus-Tipp 1: Kleinteile wie Nahttrenner, Stickscheren und Durchzugsnadeln bewahre ich in einem kleinen Gläschen auf, das mal ein bisschen Dessert enthielt (gibts im Winter bei Aldi&Co.). So sind sie griffbereit neben der Nähmaschine!
Daneben steht ein hohes Trinkglas für Wendenadeln, Scheren und Stifte. Sehr praktisch.

3. Stoffgewichte

Lauter kleine Helfer! Machen außerdem gute Laune.
 
Verwende ich ständig! Früher habe ich (die unzähligen alten, stumpfen) Stoffscheren benutzt, um das Schnittmuster auf dem Stoff zu fixieren, mittlerweile nehme ich die umhäkelten Unterlegscheiben (man kann auch einfach Stoff drumnähen) und alte Eishockey-Pucks. Nur bei langen, schmalen Teilen greife ich noch auf Scheren zurück. Man könnte das Schnittmuster auch mit Stecknadeln feststecken, aber das ist mir viel zu zeitaufwändig; außerdem verzieht sich der Schnitt durch die Stecknadeln und wird dann ungenau.

4. Prym-Wendeset

Rohr in den Stofftunnel, mit dem Stab die zugenähte Tunnelseite durchs Rohr schieben

Hand hoch, wer auch schonmal mit der Wendenadel gekämpft hat! Das Prinzip wäre ja gut, wenn die Öse nicht so verflixt leicht aufginge. Man muss schon richtig Zug auf der Nadel haben, damit das Stoffstück nicht abrutscht, und so richtig stabil ist das Teil auch nicht.
Dann kam das Wendeset in den Handel. Erst war ich skeptisch, aber inzwischen liebe ich es - nie konnte ich Stofftunnel so einfach wenden! Man muss allerdings eine Seite zunähen; offene Tunnel kann man damit nicht wenden (aber zur Not kann man ja die Naht wieder auftrennen oder abschneiden nach dem Wenden). Ich mag, dass es drei Größen gibt, die ich auch alle schon gebraucht habe. Es geht supereinfach und schnell und jeder Cent hat sich gelohnt.

5. Maßeinteiler

Für Knöpfe, andere Verschlüsse, Applikationen ...

Lässt sich zieharmonika-artig auseinanderziehen und hat Schlitze zum Markieren von Knopflöchern oder Knopf-Positionen. So praktisch! Ich nähe oft Larpsachen nach eigenem Schnitt, aber auch für Kleidung nach Schnittmustern kann ich das Teil oft gut gebrauchen, denn wenn man einen Schnitt stark kürzt, stimmen die Positionen der Knöpfe nicht mehr und mit dem Maßeinteiler kann ich mühelos die Knöpfe mit gleichem Abstand verteilen. Einziges Manko: Ich fände es gut, das Teil noch weiter auseinanderziehen zu können. Das Maximum ist 60 cm Länge.
Ich meine, ich hätte das Teil vor einigen Jahren bei Lutterloh gekauft, momentan scheint es den Maßeinteiler in Deutschland aber nicht zu geben. Man bekommt es im Ausland als "Expanding Sewing Gauge" vom Hersteller Simflex.

6. Offenes Applikationsfüßchen

Durch den breiten Durchlass ist jede Linie beim Nähen gut sichtbar.
 
Reißverschlussfüßchen (normal und verdeckt) lasse ich mal außen vor in der Liste, die sind ja recht Standard. Was aber unbedingt reingehört und ich nicht mehr missen möchte: Das offene Applikationsfüßchen. Ich nähe öfter mal friemelige Stellen, an denen ich die Nahtlinie genau sehen muss (z.B. Patchwork oder enge Kurven) - mit einem normalen Füßchen müsste ich blind nähen und hoffen, nicht zwei Millimeter daneben zu liegen. Das transparente Füßchen hilft wenig, denn das Plastik ist zu dick, als dass man glasklar durchschauen könnte. Das offene Applikationsfüßchen hingegen hat eine breite Aussparung (es gibt verschiedene Breiten), durch die der Stoff an der Stelle freiliegt und man wunderbar die Nahtlinie sehen kann. Der Haken: Das geht zu Lasten der Stabilität, der Stoff wird weniger gut fixiert. Im Zweifelsfall langsam nähen.

7. Tageslichtlampe

Es ist dunkel? Das hier ist die Rettung!

Schonmal versucht, im diffusen Winterlicht eine schwarze Naht aufzutrennen? Wenn eure Wohnungsbeleuchtung ebenso düster ist wie meine (irgendwas hab ich da falsch gemacht bei der Einrichtung), hilft eine Tageslichtlampe. Meine ist eine kleine Tisch-Stehleuchte, sie macht schön helles Licht und es gab sie für vielleicht 20-30 € bei einem Lebensmitteldiscounter. Kann ich empfehlen! Es gibt auch einfach entsprechende Glühbirnen, die man in seine Lampe eindrehen kann, aber da hätte ich die Befürchtung, dass es blendet.

8. Bügel-Ei und Ärmelbrett

Fleckiges Erbstück und fancy Neuanschaffung - aber beide so nützlich!

Es soll ja Leute geben, die gar nicht bügeln. Ich hoffe, die sind keine Hobbyschneider ...
Besser gehts mit hilfreichen Utensilien, die eine andere Form haben als das große flache Bügelbrett.
Das Ärmelbrett habe ich meiner Mutter gemopst, die es unverständlicherweise nie benutzt hat. Dabei kann man damit so super Ärmelnähte flachbügeln! Oder andere kleine Flächen und auch Hohlräume.
 
Ein Bügel-Ei besitze ich erst seit diesem Jahr (es ist von Schneiderherz) und es eignet sich hervorragend dazu, runde Nähte (z.B. Abnäher, Mützenteile oder Ärmelkugeln) zu bügeln.

9. Leuchtkasten 

Leuchtet von unten alles an.

Braucht man nicht zum Nähen, aber für Applikationen oder Stencilvorlagen sehr praktisch: Eine von unten beleuchtete Glasscheibe. Man kann darauf wunderbar Dinge abpausen, z.B. auf Klebefolie (für Stencils) oder Stoff (für Stickereien). Ganz einfach selberzubauen: Anleitung für einen DIY-Leuchtkasten

10. Fingerhutring

Trendy Accessoire? Nein, praktischer Ring!

Fingerhüte habe ich immer eher ungern benutzt. Gerade bei Larpteilen: festen Stoffen, vielen Schichten (und Leder!) brauche ich sie oft, um die Nadel durch den Stoff zu schieben, aber ich kann Nadeln mit Fingerhut schlecht greifen, sie sitzen schlecht auf meinen Fingern und wenn die Fingernägel mal ein, zwei Millimeter länger sind, finde ich Fingerhüte furchtbar unbequem. Seit ich einen Fingerhutring besitze, liebe ich ihn. Man kann damit greifen wie mit nackten Fingern, besser damit Kraft aufwenden als mit einem Fingerhut, der nur auf der Fingerspitze sitzt, und er hält besser auf dem Finger als ein normaler Fingerhut.

Bonus-Tipp 2: Auf meinem Nähtisch steht ein Tischmülleimer. Okay, eigentlich ist es ein Snackschüsselchen. Es ist second hand, aus Plastik und innen leuchtet es in fröhlichem Orange. Ich könnte einen Mülleimer unter den Tisch stellen, aber ich finde es mühsamer, richtig zu zielen und nicht die Hälfte des Mülls auf den Boden zu werfen als einfach ein Schälchen neben das Stecknadeldöschen zu stellen und da abgeschnittene Fädchen, Stoff-Ecken oder stumpfe Nadeln reinzuwerfen. Es hat auch einen praktischen Griff und ich entleere es immer mal wieder zwischendurch.

Jeder sollte eine Tischmüllschüssel haben!


Kennt ihr schon alles? Besitzt ihr auch so viele tolle Gadgets? Oder seid ihr Näh-Minimalisten?

Lg
Nria

Dienstag, 18. Juli 2017

5. Bloggeburtstag - Johannisbeermuffins

Heute wird unser Blog 5 Jahre alt. Hurra! Ungefähr 660 Beiträge später haben wir immer noch Spaß an der Sache. Mit tollen Erkenntnissen, wie sehr wir, unsere Fotofähigkeiten und der Blog sich in der Zeit verändert haben, können wir leider nicht dienen, wir bloggen immer noch genauso fröhlich und mäßig professionell vor uns hin wie am Anfang :D

Aber wie schon so oft (einmal haben wirs vergessen) gibts Geburtstagskuchen! Diesmal: Sehr fluffige Muffins. Mit Obst, deshalb gesund ;)

Johannisbeermuffins mit Extras



Ergibt ca. 20 kleine Muffins

Zutaten:
150 g Johannisbeeren (gerne mehr)
1 EL Kokosflocken
125 g Butter oder Margarine
80 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker (optional)
1 Prise Salz
1 EL Sirup oder Likör nach Belieben (vorgesehen ist Kokoslikör. Crème Brûlée-Sirup erwies sich als lecker.)
2 Eier
160 g Mehl
69 g gemahlene Mandeln
1 EL Backpulver
1-2 EL Milch

1. Backofen vorheizen, 200°C Ober-/Unterhitze oder 180°C Umluft.

2. Beeren waschen und entästeln.

3. Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig schlagen, ca. 2-3 Minuten lang. Geht am besten mit der Küchenmaschine und sorgt für Fluffigkeit.
Likör und Eier unterrühren. Dann Mehl, Mandeln und Backpulver mischen und mit der Milch unterrühren. Zum Schluss die Beeren und Kokosflocken vorsichtig unterheben. Alternativ: Die Kokosflocken zum Schluss obendrauf streuen.

4. Den Teig in Förmchen (gut gefettet oder mit Papierförmchen ausgelegt) füllen, ca. 20-25 Minuten lang backen.

Viel Spaß beim Nachbacken!

Lg
Hana & Nria

Sonntag, 16. Juli 2017

7 fleißige Sachen 29/2017 mit viel blauem Stoff

Immer wieder sonntags ... 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Einen Herbstkragen ausgeschnitten.


Eine Stoff-Trockenständerkonstruktion aus zwei Wäscheständern, einem Stuhl, einem Tisch und einem Hocker aufgebaut.


Probestoff zugeschnitten. Hana hat inzwischen lauter Stoffgewichte für Nria und ein Tauschpaket gemacht, aber selbst benutzt sie bisher nur Unterlegscheiben. Könnte sie eigentlich mal ändern.
(Das ist übrigens nicht der Stoff vom Wäscheständer, sondern ein Polyesterungetüm)


Einen Wappenrock geklont.


Einen Schlitz in den neuen Wappenrock geschnitten. Das ist die einzige Zuschneidearbeit, die Hana gerne macht, Schlitze sind super!
(Das ist der Stoff vom Wäscheständer)


Den neuen Spiderman-Film angeschaut. War sehr lustig, aber man sollte kein Problem mit Teenager-Naivität haben ...


Auf nach Deponia!

Eine Übersicht aller 7-Sachen-Beiträge findet ihr bei Grinsestern.      

Donnerstag, 13. Juli 2017

Stoffmarkt-Beute vom Expo Concept in Rheda

Wir sind Stoffmarkt-Freunde!

Nicht, weil man da super sparen könnte (ja, ein paar wenige Schnäppchen gibt es, aber meist sind die Preise durchschnittlich bis teuer und man muss bei gerollten Stoffabschnitten aufpassen, dass man nicht veräppelt wird). Sondern wegen der riesigen Auswahl. Die hat man online auch, aber da zahlt man Versandkosten (und zwar zigmal, wenn man bei verschiedenen Läden bestellt) und kann den Stoff nicht anfassen. Und das ist mir gerade bei Unistoffen wichtig.

Normalerweise besuchen wir die Märkte vom Stoffmarkt Holland, z.B. in Osnabrück, Bochum oder Mannheim. Es gibt aber noch die von Expo Concept (überwiegend in NRW, aber auch einige außerhalb), die ich gar nicht so auf dem Schirm hatte. Vor Jahren war ich auf dem in Münster und fand ihn enttäuschend klein. Aber Rheda-Wiedenbrück liegt um die Ecke, ich wollte neue Stoffe und unser "Stamm"-Stoffmarkt macht Sommerpause, also gaben wir dem anderen eine neue Chance!

Und was soll ich sagen, wir wurden nicht enttäuscht. Der in Rheda war viel größer als der in Münster damals und auch viel weniger überlaufen. Und wir haben Beute gemacht, oh ja ...

 Erstmal der Kleinkram:


Hana hat drei Knöpfe gekauft - eigentlich als Hut-Dekoration, nicht zum Nähen, zwei Planeten- und einen Eis-Aufnäher, Nria sieben Ankerknöpfe, einen Knebelknopf, einen Palmen- und einen Vogelaufnäher und eine Kette mit Schnittmustermotivperle.

Hanas Beute:


Grüner angerauter Sweat, der zusammen mit einem Herbstlaub-Jersey zu einem Herbstsweatshirt mit Kragen werden soll, entweder Farbenmix Mara oder Konfetti Patterns Mrs. Klassik, die Nria beide schon genäht hat, ein Streifen flaschengrüner Baumwoll-Webstoff für einen Streifen-Einsatz in einem schwarz-grünen Kleid, vielleicht McCall's 6891 - der schwarze Stoff fehlt aber noch noch ...


... Space-Jersey für einen Schlafanzug,
Regenwolken-Jersey für ein Longsleeve,
Schaf-Jersey für einen Schlafanzug (brauche wirklich dringend kurze Schlafanzüge!),
Kirsch-Webstoff für ein Fiftieskleid (was sonst?) - vielleicht McCalls 7081 oder ein Burda-Modell
und beschichteter Webstoff für einen Rock.

Auf Hanas Einkaufsliste stand vorher:
- hellblaue Knöpfe: gabs leider quasi gar nicht
- Wachstuch für eine Kulturtasche - gab eine tolle Auswahl, leider wollte der Verkäufer erst ab 1 m abschneiden und ich brauche nur sehr kleine Stücke
- schwarzer dünner Webstoff mit Elastan - leider nicht gefunden
- grüner Kontraststreifen - check! Hurra!
Ergebnis: wenig erfolgreich, wenn man auf die Liste schaut, aber trotzdem tolle Dinge bekommen!

Nrias Beute:


Royalblauer Wollstoff für eine Pelerine (ja, ich brauch noch eine! Wirklich wahr!), ganz rechts zu sehen, rotweißgestreifter Jersey, der mit anderen Stoffen das Pattydoo-Freestyle-Sweatshirt Nelly werden soll.


Zwei Wolkenjerseys mit mintfarbenem Untergrund für das Schnittbox-Wickelkleid Loures (bereits genäht, ich war fix!), toller Dinosaurier-Jersey, mehr maritimer Jersey für das Nelly-Shirt, blauer Anker-Batist für ein Wickelkleid.


Verbrecherische Dinosaurierschurken! Ich weiß noch nicht, was ich draus mache. Aber ist er nicht toll?


Auf Nrias Einkaufsliste standen:
- Jersey fürs Loures-Kleid - check!
- Musterstoffe fürs Nelly-Shirt - check!
- Blauer Stoff, am liebsten Wolle, für eine Pelerine - check!
- Viskosewebstoff oder weich fallender Baumwollstoff für das Blusenkleid Irene von Lotte&Ludwig. Keinen passenden gefunden, aber ich habe online schon einen tollen im Auge.
- Probejersey für einen Body - alle schönen waren teure 20 €-Biojerseys, mir zu schade für ein Probeteil.
- Stoffe für zwei Webstoff-Kleider, Rooibos von Colette und Simplicity 7619. Ich glaube, ich bin mir einfach noch nicht mit mir selbst einig, was genau ich da möchte ...

Gastbeute:


Eine Freundin war spontan mit auf dem Stoffmarkt und hat ordentlich zugeschlagen. Demnächst wird zusammen genäht - wir freuen uns schon!

Dienstag, 11. Juli 2017

Feuer, Erde, Luft - Elemente-Swap

Dieser Swap stand seit einigen Jahren im Swap-Vorschläge-Thread im Nähkromantenforum und endlich wurde er umgesetzt!

Ich habe mich sehr darauf gefreut und mich sofort eingetragen.

Und dann ... bekam ich einen Steckbrief, mit dem ich mich schwergetan habe. Der Stil von Pyrophilia gefällt mir zwar, aber er ist doch weit entfernt von meinem und die Umsetzung fiel mir nicht leicht.

Mein Päckchen für Pyrophilia

Nach langem Hin- und Herüberlegen habe ich dann doch eine Feuerfächer-Tasche genäht, die im Steckbrief als Wunsch stand. Aus schwarzem Baumwollköper, sowohl als Oberstoff als auch als Futter, mit einem Bogen aus Fotoprint-Popeline mit Feuermotiv (von Buttinette) und meinem ersten Endlos-Reißverschluss.

Fächertasche mit Feuerstreifen!

Pyrophilia mag Makramee und ich hätte sehr gerne Makramee über den applizierten Streifen geknüpft. Leider habe ich nach diversen Versuchen festgestellt, dass das wohl nix wird - die Technik ist auch eher für gerade Linien gedacht als für Bögen, glaube ich.
Also habe ich stattdessen Schlaufenband oben und unten angenäht, Kordeln durchgefädelt und geflochten. Auch nicht so einfach, denn durch die Kurve sind oben mehr Schlaufen als unten! Ich habe zweimal oben zwei und unten eine Schlaufe benutzt, um das auszugleichen.

Die Kordeln habe ich mittig miteinander verdreht. Leider waren sie etwas widerspenstig.

Um etwas Volumen zu schaffen (diese Feuerfächer haben "Propfen" oben, die ein paar Zentimeter Platz brauchen), habe ich seitlich einen langen Streifen eingesetzt, der unten ganz schmal ist und zur langen Rundung hin breiter ausläuft. Den Reißverschluss habe ich ebenfalls in einen Streifen eingesetzt.

 
Reißverschluss-Detail.

Den Reißverschluss-Streifen habe ich nicht gefüttert. Um einen sauberen Abschluss zu bekommen, habe ich das Futter am oberen Rand eingeschlagen und per Hand an der langen Kante angenäht. Die Rundung ist 80 cm lang und etwa 7 cm breit, d.h. knapp 1,70 m Handnaht - hat ein Weilchen gedauert ...

Viel Handarbeit.

Und jetzt hoffe ich, dass die Fächer auch reinpassen!

Als kleinen Bonus gab es noch ein kleineres Täschchen und Knabberkram. Letzteren wollte ich selberbacken, das ist aber schiefgegangen (weil nicht geduldig genug), deshalb habe ich welchen gekauft.

Noch mehr Feuerstoff!

Das Päckchen für mich von Fussel

Natürlich habe ich auch selbst etwas bekommen - und zwar von Fussel!

Ich habe als "meine" Elemente Luft und Wasser angegeben. Und das war drin im Paket:

Ein Holz-Muschel-Mobile - es ist im Paket leider etwas auseinandergefallen; eigentlich besteht es aus Muschelreihen, die links am längsten (mit 6 Muscheln) und rechts am kürzesten (mit 1 Muschel) sind. Ist also noch ein Bastel-Objekt ;)


Improvisiert - wird noch schön gemacht!

Eine batikgefärbte Jerseyhose mit Farbverlauf - wundervolle Farben! Sie ist noch ungesäumt, damit ich sie auf passende Länge bringen oder eine Pluderhose draus machen kann. So toll zu Weiß!

Fehlt nur noch ein Karibik-Hintergrund!

Eine Tragetasche mit Segelschiff als Nitrofrottage - links sieht man das Motiv besser, das ist ja immer so eine Sache mit dem Fotografieren. So ein tolles Motiv!
Außerdem eine Wolkenpostkarte mit netten Worten und eine Tafel "blaue" Rittersport-Schokolade.

 
"Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen."

Ich bin sehr glücklich mit meinen neuen Schätzen - da hat sich der Swap doch gelohnt! :D

Und jetzt auf zu Handmade on Tuesday!

Lg
Nria

Sonntag, 9. Juli 2017

7 Sachen 28/2017 mit Spiel und Stoffmarkt

Immer wieder sonntags ... 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

 

Endlich mal wieder "Ursuppe" gespielt. Hier sieht man schön den Vergleich zwischen Original-Amöben (eckig) und gewichtelten DIYSuper-Amöben.


Beim "Ab in die Tonne"-Spielen am letzten Apfelrest gescheitert.


Hellblaue Knöpfe aus der Knopfsammeltüte (vom Tedi) sortiert.


Das Mondmobil nach Rheda-Wiedenbrück zum Stoffmarkt gesteuert. Der Parkplatz, an dem wir da gerade vorbeifahren, heißt übrigens "Am Berge" und hier seht ihr, was man in Westfalen so als Berg betrachtet.


Im siebten Knopfhimmel geschwebt und fleißig das Auswahlschälchen vollgepackt.


Eine Eispause eingelegt.


Stoffmarkt-Beute auf einen Haufen geworfen. Jetzt wird noch gezackelt und dann ab in die Waschmaschine!

Eine Übersicht aller 7-Sachen-Beiträge findet ihr bei Grinsestern.     

Mittwoch, 5. Juli 2017

Kurz behost - Burda-Shorts

Hosen nähe ich wirklich selten.

Okay, Larp-Pluderhosen schon. Aber richtige Hosen, mit Bund und Reißverschluss und Taschen und allem? Davon habe ich in den 14 Jahren, in denen ich jetzt nähe, nur 2 genäht, das waren weite Leinenhosen.

Trägt sich super! Der Body ist von Asos.


Aus irgendeinem Grund habe ich nämlich ziemlich Schiss vor den halbseitig verdeckten Hosen-Reißverschlüssen. Von den beiden Leinenhosen hatte eine den Reißverschluss in der Seitennaht, also habe ich bisher nur eine "richtige" Hose genäht. Im Vergleich zu all den Shirts, Röcken und Kleidern ist das wirklich wenig.

Jetzt stellte ich aber plötzlich einen ziemlichen kurze Hosen-Mangel im Schrank fest, zeitgleich mit etwas verfrühtem Hochsommerwetter. Da lag es nahe, doch mal in den Stoffschrank zu schauen ...


Aber erstmal brauchte ich einen Schnitt. In all den vielen Burdas, die ich besitze, gibt es tatsächlich nur etwa 5 Schnittmuster für kurze Hosen und die meisten davon sind unförmig. Einer erschien mir aber reizvoll: Modell 127A aus der burdastyle 7/2016,

Der Schnitt ist eher leger, taillenhoch, hat hinten eine Taschenklappe ohne Tasche und vorne zwei große, runde aufgesetzte Taschen, die in Gürtelschlaufen für den Bindegürtel übergehen.

Hinten: Diverse Abnäher und eine Fake-Taschenklappe.

Vom Entschluss, diese Shorts zu nähen bis zur fertigen Hose in meiner Hand sind nur etwa 24 Stunden vergangen, davon war etwa ein halber Tag Nähzeit und die übrige Zeit habe ich damit verbracht, mich vorm Reißverschluss zu drücken ...

Im Schrank lag noch ein leichter Baumwollköper in dunklem Blau, super kombinierbar und für nichts anders vorgesehen (er war reduziert ...). Nix wie los!

Ein Grund, mich für diesen Schnitt zu entscheiden, war die (sogar farbig) bebilderte Anleitung. Sowas gibts in jeder Burda und diesmal war ich wirklich dankbar dafür; das Prinzip ist zwar einfach, aber so ganz Standard ist der Schnitt halt doch nicht.

Die aufgesetzten Taschen gehen in Gürtelschlaufen über - raffiniert!

Irritiert haben mich die 1,5 cm Nahtzugabe, die in einigen vermaßten Teilen enthalten war - ich sehe ja ein, dass es sinnvoll sein kann, an der Taille mehr Nahtzugabe zu haben, aber wofür so viel an einem Bindegürtel, den man dann näht und von dem man anschließend die Nahtzugabe schmaler schneidet? Das erschließt sich mir nicht so ganz.

Was sich mir dafür doch erschloss, war der Reißverschluss - erst habe ich mich nicht so recht rangetraut, aber dann lief es für den zweiten Versuch doch recht gut.

Die Taschen habe ich vorne aufgesetzt, an der Seite dann in der Seitennaht mitgefasst. Eigentlich sollen sie komplett aufgesetzt werden, aber so erschien es mir einfacher und stabiler.

Eigentlich hätte ich gern einen Formbund gehabt, habe aber bei den ungewöhnlichen Gürtelschlaufen doch lieber nicht riskiert, was am Bund zu ändern. Wäre aber wohl nicht schlecht gewesen; wie immer steht er ein bisschen ab, vor allem sitzt die Hose aber etwas arg hoch. Ans Kürzen hatte ich natürlich auch nicht gedacht. Es ist nicht unbequem, aber mein Oberkörper sieht sehr kurz aus, wenn ich den Bund zeige, und wenn ich ein Oberteil über den Bund ziehe, trägt das Ganze auf. Nun ja.

Detailbilder: Durch Klicken vergrößerbar!


An einer Stelle hakte es dann doch: Die an der Tasche angeschnittenen Gürtelschlaufen waren mehrere Zentimeter zu kurz, dabei habe ich sehr exakt gearbeitet. Ich würde jedem empfehlen, die prophylaktisch ein gutes Stück nach oben zu verlängern; abschneiden kann man sie immer noch problemlos, nur dranstückeln geht halt schlecht. Von außen ists kein Problem, von innen siehts etwas komisch aus.

Am Bund vorn habe ich noch zwei KamSnaps ergänzt, weil der Reißverschluss sonst etwas aufklaffte.
Bis auf die Sache mit den Gürtelschlaufen bin ich mit Schnitt und Verarbeitung diesmal aber wirklich zufrieden!
Schnitt: Modell 127A aus der burdastyle 7/2016, Gr. 38 (Taille Gr. 40)
Material: Hosenstoff aus Baumwolle, müsste ein leichter Köper sein
Änderungen: Taschen in der Seitennaht mitgefasst, zusätzliche Knöpfe am Bund

Ab zum MeMadeMittwoch!

Lg
Nria

Sonntag, 2. Juli 2017

7 Sachen 27/2017

Immer wieder sonntags ... 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.



Johannisbeer-Kokos-Crème Brûlée-Muffins gebacken. Eigentlich sollten es Johannisbeer-Kokos-Muffins werden, aber was ich da im Keller für Kokossirup gehalten habe, entpuppte sich als Crème Brûlée-Sirup. Auch gut.
Und eigentlich sollten es 18 Muffins werden. Wurden 40. Argh, diese Backbuch-Angaben!


Der Freude über die Bundestagsentscheidung zur Ehe nagellacktechnischen Ausdruck verliehen.


Ein Geschenk verpackt.


Muffins hochgestapelt und das Geschenk für den Besuch platziert.


In mütterlichen und großmütterlich geerbten Knopfkissen nach passenden Hosenknöpfen gewühlt. Mit Gasthand.


Einen Ärmel enger gesteckt.


Gewendet.

Ein schöner produktiver Sonntag ... und jetzt suchen wir uns ein nettes Adventure raus!

Eine Übersicht aller 7-Sachen-Beiträge findet ihr bei Grinsestern.