Montag, 10. Oktober 2016

Was vom September übrig blieb

 Gleich mehrere Umzugshelfereinsätze haben wir im September getätigt. Sonst irgendwie nicht viel. Aber der Oktober wird dafür umso mehr zu bieten haben! Und ganz untätig waren wir auch nicht ...

Für uns selbst genäht im September:
Jerseykleid in Schwarz-Rot
Star Wars-Wäscheklammerbeutel
Kissen mit der Harry Potter-Stickerei vom August
Einen Larp-Schnürgürtel - na gut, nicht neu genäht, aber komplett überarbeitet
Magic-Shirt-Upcycling
Star Trek-Uniform (das Minikleidchen aus der 60er-Originalserie), erstmal als Probeteil

Für andere genäht im September: 
Nria für Hana: Eine Star Trek-LCARS-Stickerei. 
  
Na gut, außerdem hat Hana einen Pinguin auf Transferfolie gedruckt, auf weißen Stoff gebügelt und auf einen Kulturbeutel für Nria genäht. Als erwähnenswertes Projekt zählt das jetzt aber nicht wirklich ...


Angefangene Projekte:
Ein Tania-Culotte-Mini. Enthusiastisch angefangen und dann überlegt, dass ich das Teil wohl erst im nächsten Sommer tragen werde und es in Anbetracht des noch laufenden Abnehmens sinnvoller wäre, dann auch erst im nächsten Jahr die Bundweite festzulegen. Also Winterschlaf in der UfO-Kiste ...

Gescheiterte Projekte: -

Neue Schnittmuster, Anleitungshefte und Bücher:
50 Jahre Star Trek, das musste gefeiert werden! Mit tollen Neuanschaffungen:
John Lohman: Star Trek Cross Stitch - Explore strange new worlds of crafting
Paula M. Block: Star Trek Costumes (okay, kein Handarbeitsbuch, aber Inspiration)

Stoff gekauft: nix (echt wahr!)
Stoff vernäht: 3,5 m:1,50 m verschiedene Jerseys für ein Kleid, 50 cm Baumwoll-Webstoff für den Wäscheklammerbeutel, 1,50 m für den Culotte-Mini
Knöpfe vernäht: 3 Muschelknöpfe

Wir freuen uns im Oktober auf:       
Wir haben Geburtstag. Und machen eine Mottoparty. Noch Fragen? :D 
Außerdem ist Reenactor-Messe in Minden und Spielemesse in Essen. Und der Kampagnen-Abschluss unserer P&P-Runde ...

Sonntag, 9. Oktober 2016

7 Sachen 38/2016 - Spiele rein, Spiele raus

Immer wieder sonntags ... 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Spiele ausprobiert, hier: Space-Catan für zwei Spieler. Ein Bekannter hat Spiele ausgemistet und wir dürfen durchtesten, bevor wir sagen, welche wir behalten.


 Dem Liebsten PC-Spiele und CDs angereicht und aussortierte angehäuft.


Hüllen ohne auffindbaren Inhalt und richtig olle Teile weggeworfen.


Mehr Spiel ausprobiert: "Im Zeichen des Kreuzes" hat das genialste Kampfsystem ever. Man wirft eigene und gegnerische Holzwürfelchen in den Turm (mit labyrinthischen Innenleben) und der, von dem mehr Würfelchen unten rauskommen statt im Turm hängen zu bleiben, hat den Kampf gewonnen.


Altes Duschgel aufgebraucht und endlich das Straßburg-Souvenir-Duschgel im Bad platziert. Sorte ist anscheinend was Pfeffriges - da freuen wir uns schon auf die nächste Dusche, wir stehen total auf Pfeffer.


Memory gespielt Socken sortiert. Die violetten mit den Füchsen drauf sind meine Lieblingssocken.


Das Regal mit jetzt annehmbarer Menge Spielen und CDs ordentlich aufgefüllt. Viel besser als die wilden Stapel und Kisten im Schrank vorher!

Eine Sammlung von 7-Sachen-Blogeinträgen von heute findet ihr bei Grinsestern!

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Von Elchen und Eulen - Farbenmix Adventskalendertasche 2012

2014 habe ich beim Farbenmix-Online-Adventskalender eine Tasche genäht. Das Prinzip: Jeden Tag gibts ein weiteres Stück Nähanleitung, und zwar kostenlos - später gibts das Gesamt-Ebook im Shop zu kaufen. Wer live mitnäht, kann jeden Tag ein paar Minuten dran arbeiten und hat an Weihnachten eine neue Tasche.
2013 hatte ich den Kalender irgendwie verpasst, aber 2012 habe ich zum ersten Mal eine Tasche nach dem Kalender genäht. Sie heißt "Alle(s) zusammen".
Kurze Übersicht über die Modelle, wens interessiert: 2012 - Alle(s)ZUSAMMEN, 2013 - Skippy, 2014 - Stoffschätzchen, 2015 - Fünf-Fach-Organizer.

Ich hoffe, dieses Jahr gibt es auch wieder einen Kalender! Aber erstmal präsentiere ich euch meine Tasche von 2012, besser spät als nie. "Später" finde ich bei Blogs oft sogar besser als "früher", weil man die Sachen schon einem Praxistest unterziehen konnte. Wie oft schreibt man begeisterte Dinge über Teile, die sich später doch als unbrauchbar erweisen ...

Dies ist nämlich ein Abschiedspost für die Tasche - das Teil wird zerlegt, weil ich es kaum benutzt habe, aber mehr dazu später.

Sie guckt ja schon nett!

Zunächst zu den Materialien: Der Oberstoff ist ein Dekostoff, der ursprünglich beige-grundig war. Das mochte ich nicht, also habe ich ihn blau eingefärbt, als ich gerade irgendetwas anderes gefärbt habe (könnte ein Rock gewesen sein, den ich auch mal posten könnte, falls ich ihn noch habe; der war nämlich auch nicht so der Hit und man soll ja auch nicht so gelungene Projekte zeigen ;)). In Blau gefällt mir der Stoff echt gut!
Gefüttert habe ich die Tasche mit einem dunkelblauen Leinen - vielleicht ein Reststück von der Ivanka-Tunika. Der Träger ist von einer gekauften Tasche, die Hana mir 2005 oder 2006 zum Geburtstag geschenkt hat, die ich sehr geliebt habe und bei der irgendwann die Trägerbefestigung ausgerissen ist und nach dem dritten Mal Flicken auch nicht mehr halten wollte. Ich glaube, sie ist an zu vielen Büchern gestorben (Ebookreader retten Leben Taschen!) ... Jedenfalls war ich glücklich über die Recycling-Möglichkeit!

Der Rest ist aus Resten.

Von hinten schlicht. Ein Reißverschlussfach wäre hier schön gewesen.

Der Schnitt ist relativ simpel, trapezförmig und am Boden mit Quer-Abnähern, um Tiefe reinzubringen. Der Clou dabei ist die vorne mit Karabinern befestigte Extratasche, die man abnehmen kann - und auch innen sie noch ein paar Täschchen zu finden.

Das Nähen war sehr entspannt, waren ja nur ein paar Minuten pro Tag. Ist nur unpraktisch für Leute, die keinen Extratisch zum Nähen haben und jedes Mal die Maschine aufstellen müssen, aber man kann ja sammeln und ein paar Tagesrationen am Stück nähen, und ich glaube, das habe ich auch gemacht.

Die Augenknöpfe sind aus einer Wühlkiste! Davon habe ich genau 3 bekommen. Unpraktische Zahl.

Ich glaube, es war meine erste aufwändigere Tasche, und ich habe einiges dabei gelernt. Ich weiß noch genau, dass viele Teilnehmer das mit den Querabnähern beim Taschenboden nicht verstanden haben, inklusive mir - ich habe mich durch mehrere Facebookgruppen und Foren gewühlt, bis irgendwann gute Bilder auftauchten.
Eine tolle und verständliche Anleitung gibt es dafür bei fraufertig!

Immerhin beim Innenteil gibts hinten eine Tasche!

Den in der Seitennaht des Futters mitgefassten Karabiner, um Kulis oder den Hausschlüssel dranzuhängen und schnell wiederzufinden, habe ich mir übrigens gemerkt und seitdem in fast jede Tasche genäht. Sehr praktisch! Bei einer offenen Tasche könnte man da auch das Portmonnaie dran befestigen, wenn es irgendwo eine Schlaufe oder einen Ring hat.

An sich ist die Tasche ja nicht schlecht geworden. Und warum benutze ich sie jetzt nicht?
Da gibt es viele Gründe:
- das Design ist mir insgesamt zu kindlich mit den Eulen - die waren damals auch noch angesagter als heute; der Trend ebbt ja langsam etwas ab und wird durch Flamingos ersetzt ;)
- generell überzeugt mich die Stoffwahl nicht so ganz; es war halt meine erste Tasche und mir fehlte es an Erfahrung.
- die Tasche ist mir zu labberig und unstabil und gleichzeitig zu groß und voluminös. Ich finde Sachen drin schlecht wieder.
- die Unstabilität liegt auch daran, dass seitlich neben den Trägern noch zuviel Tasche übersteht, da gefällt mir die Positionierung nicht
- die Form ist nicht so das Wahre - große Taschen sind an mir kleiner Person sowieso schon schwierig, und wenn sie dann nicht mal perfekt sind ...
- der obere Reißverschluss ist mir zu fein für eine Tasche bzw. für diese Stelle an der Tasche.

Ihr seht: Jede Menge Kritikpunkte. Ein- oder zweimal habe ich die Tasche ausgeführt, seitdem hängt sie am Haken und staubt ein.
Für andere mag der Schnitt prima geeignet sein, für mich ist er nicht sehr tauglich und mit dem Design bin ich auch unzufrieden. Also wird der Stoff gerettet! Ich habe auch schon einen Plan - mal gucken, ob der besser funktioniert.

Mit der Adventskalendertasche "Stoffschätzchen" von 2014 bin ich dagegen übrigens sehr zufrieden, sowohl vom Schnitt als auch vom Design!

Lg
Nria

Sonntag, 2. Oktober 2016

7 Sachen 37/2016 auf der Reenactor-Messe

Immer wieder sonntags ... 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Gestempelt (worden) - beim Eintritt in die Reenactor-Messe. "min + din", mittelhochdeutsch für "mein und dein" und vermutlich eine Anspielung auf die Stadt Minden, in der die Messe stattfindet.


Anprobiert - einen Helm. Leider werden die meisten Helme von der Stange nur in Einheitsgröße angeboten und sind damit nichts für kleine Köpfe ... der Liebste hat sich den Helm eingesackt, der hat den passenden Kopf.


Gewühlt - durchs Angebot. Hätten gern alles gekauft. So viele so tolle Dinge!


Geklatscht - bei der Samurai-Vorführung.


Festgehalten - Spieße beim "Schmaushaus" und beim Essen alles vollgetropft.


Ohren zugehalten - bei der Vorführung der Landsknechte. Die Muskete ging noch ganz gut, richtig laut waren die schönen Kanonen!


Geknipst - ganz viele Fotos von Greifvögeln. "Barnaby" war unser Liebling - ist er nicht goldig strubbelig?

Die Reenactormesse geht noch heute und morgen, wegen des Feiertags - wenn ihr in der Gegend wohnt und das Thema interessant findet, geht unbedingt hin, es ist ein tolles Event und so viel besser als die üblichen Mittelaltermärkte!

Eine Sammlung von 7-Sachen-Blogeinträgen von heute findet ihr bei Grinsestern!

Donnerstag, 29. September 2016

Das Licht in der Dunkelheit - Harry Potter-Kissen

Ich hab mal wieder gestickt! Wie so oft Kreuzstich. Die Vorschau gabs neulich schon in den 7 Sachen.

Diesmal: Ein Harry Potter-Zitat! Die Vorlage habe ich von etsy, aus einem Shop mit dem ansprechenden Namen PopGoesTheNeedle.

Da sitzt es und glänzt vor sich hin!


Den dunklen Hintergrund fand ich sehr ansprechend und zum Glück lag auch noch ein großes Stück in Dunkelblau herum, von dem ich ein kleines Stück abgeschnitten habe. Ich musste auch nur eine einzige Garnfarbe kaufen, das Hellgelb; für den Rest hatte ich angemessen ähnliche Farben herumliegen (ich halte mich nicht unbedingt an genau die vorgegebenen Farben, nur harmonieren müssen sie natürlich). Für den unteren Teil des Zauberstabs habe ich eine deutlich hellere Farbe genommen als vorgeschlagen, damit das Teil überhaupt sichtbar ist.

Dummerweise muss ich immer wieder feststellen, dass das Sticken auf dunklem Untergrund Nachteile hat:
- man sieht die Löcher zwischen den Fäden schlechter - dadurch verzählt man sich schneller.
- wenn es draußen gerade Hochsommer ist und daher die Jalousien unten sind, sieht man die Löcher gar nicht mehr. Lösung: Nur frühmorgens sticken, wenn es noch kühl draußen ist, oder den Stoff ständig gegen eine Lichtquelle (i.e.: Laptopbildschirm ...) halten.
- bei hellen Farben schimmert der Stoff mehr durch. Okay, dafür leuchten sie dann schön.

Und die diagonalen Linien finde ich nervig ... aber das Motiv war's wert!

Die Knötchenstiche sind geschummelt, weil ich Knötchenstiche nicht hinkriege.

Das Ganze sollte dann ein Kissen werden - dafür brauchte ich wieder Randstreifen. Ich könnte auch ein Kissen ganz aus dem bestickten Stoff nähen, aber diese Stoffe sind i.d.R. sehr teuer (oft so 20 €/m und dabei liegen sie gerne nur 80 cm breit).
Erstmal habe ich eine Weile nach einem Kombistoff gesucht - gar nicht so einfach, die Blau-Restekiste enthielt hauptsächlich Jersey, Sweat und ähnliche Spezialstoffe, die ich ungern für Kissen benutzen möchte und die passenden Stoffreste waren zu klein. Schließlich habe ich dann aber einen schönen Taft gefunden, der wohl noch vom Loveliness-Kleid übrig war.

Diesmal habe ich mich dafür entschieden, die Randstreifen versetzt anzunähen, sodass immer eine Seite in der Mitte anfängt und eine bis zum Rand reicht. Diese Optik finde ich am schönsten, aber ich vergesse immer, wie's geht, obwohl es eigentlich ganz einfach ist. Also schreibe ich hier mal eine kleine Gedächtnisstütze für mich auf und vielleicht eine Hilfe für alle, die auch immer einen Knoten dabei im Kopf haben:

1. Ersten Streifen nicht ganz bis zum Ende annähen.

Schritt 1: Ich nähe die erste Seite an - ich fange an der Seite an, an der Randstreifen und Mittelteil gleichauf liegen und ende an der Seite, die übers Mittelstück hinausreicht. Am Ende nähe ich aber nicht bis zum Mittelstück, sondern höre so 2 cm vorher auf. Zur Verdeutlichung habe ich auf dem Foto mal das überstehende Stück ab Nahtende zur Mitte geklappt.

2. Zweiten, dritten und vierten Streifen nacheinander ganz bequem annähen.

Schritt 2: Ich bügle den ersten Streifen an der Naht flach. Dann nähe ich den zweiten Streifen an, den ich jetzt komplett vom Mittelteil an bis zum Rand durchnähen kann.

Schritt 3: Ab hier habe ich vergessen zu fotografieren, aber es geht jetzt immer so weiter. Ich bügle den zweiten Streifen flach und lege den dritten unten an, den ich jetzt auch komplett annähen kann.

Schritt 4: Ich bügle den dritten Streifen flach und nähe den vierten an - dabei passe ich auf, dass ich nicht den übrigen Zipfel vom ersten Streifen erwische!

Schritt 5: Ich bügle den vierten Streifen flach und kann jetzt das letzte Stück vom ersten Streifen annähen. Fertig.

Wie spannend: Eine Kissenrückseite!


Die Rückseite habe ich wie immer gemacht - zwei Streifen, Reißverschluss dazwischen, annähen. Nur noch ein Kissen reinstopfen und fertig. Yay!

Nur das Fotografierlicht wollte nicht so recht. Ist vielleicht nicht so glücklich.

Dauer der Stickerei: Ca, 13,5 Stunden
Die Kissenhülle zu nähen hat dann inkl. Zuschneiden vielleicht noch ne Stunde gedauert. Wohnt jetzt auf meinem Sofa und sieht nerdig aus.

Verlinkt bei Rund ums Weib.

Lg
Nria

Sonntag, 25. September 2016

7 Sachen 36/2016 (leider ohne Hammeltanz)

Immer wieder sonntags ... 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.



Die Wohnungstür auf Herbst umgestellt.


Kosmetik "umgetopft". Das Rouge war Teil eines Sets und in die große Box links eingeklebt, was aber wirklich nicht gut in mein Rouge-Schälchen passt. Also hab ich es rausgelöst und in eine alte, kleinere Plastikbox geklebt. Passt nicht perfekt, ist aber jetzt deutlich handlicher.



Den Schminktisch aufgeräumt und geputzt.


 Gelesen. Ein Fantasybuch von 2000, nur noch gebraucht erhältlich und wirklich gut! Nur hat das Cover mal wieder absolut nichts mit dem Inhalt zu tun: Bis jetzt kommen weder Drachen noch Wölfe noch Magier noch Regenbögen vor. Immerhin ist die Protagonistin weiblich. Aber trägt kein Kleid und auch kein Schwert.


Glücklich in der Neuerrungenschaft geblättert. Links ist der Schutzumschlag - aber seht nur, wie toll das Buch darunter aussieht!


Etwas unbegeistert den Schnitt für eins dieser Mikrominikleidchen aus Star Trek: Enterprise gebastelt (in Nahaufnahme fotografiert, weil man von Weitem die dünnen Striche nicht mehr sieht). Unbegeistert deshalb, weil gestern den ganzen Tag Umzugshilfe angesagt war, treppauf und treppab, und mit dem heutigen Muskelkater die Arbeit im Knien auf dem Fußboden kein Spaß war ...



Beim Festumzug der "Storchekerwe" schnell die Kamera gezückt. Ein kleiner Storch und ein Schaf - wie schön! Leider wollte der Liebste nicht mehr bleiben, um den "Hammeltanz" anzugucken und ich werde nie erfahren, wie der aussieht ...

Eine Sammlung von 7-Sachen-Blogeinträgen von heute findet ihr bei Grinsestern!

Donnerstag, 22. September 2016

Kragen-Recycling mit Vögeln und Pünktchen

Vor Jahren habe ich ein ärmelloses Jersey-Shirt mit Webstoff-Kragen gekauft. Und oft und gern getragen - bis es den Weg aller Jersey-Shirts gegangen ist: Nach unzähligen Wäschen ist es in der Länge eingelaufen.

Auch wenn Crop-Shirts angesagt sind - hier möchte ich keine Bauchblitzer!
Einfach etwas anstückeln mochte ich nicht - aber den Kragen wollte ich auf jeden Fall weiterverwenden, denn den Schnitt davon mochte ich total gern.
Weil ich generell mehr Shirts mit ausgeformterer Brustpartie möchte, habe ich aus der Kragenform und einem Kaufschnitt einen passenen Schnitt zurechtgebastelt. Mit doppelten Brustabnähern - sitzt gut, leider habe ich vergessen, welches Schnittmuster ich als Vorlage dafür verwendet habe.

Nria hatte noch einen gemusterten grauen Stoff  - allerdings nur 50 cm ("Ja, der war halt teuer! Sei froh, dass du meinen tollen teuren Biojersey kriegst!"). Passte hinten und vorne nicht. Ich hab hin- und herprobiert, Skizzen gemacht mit verschiedenen Kominationsmöglichkeiten mit dem Rest vom alten Shirt ...

Entwürfe ... letztlich ist es noch eine andere Version geworden

... und Schnittmuster auf dem Stoff hin- und hergeschoben wie wild. Schließlich habe ich die obere Rückenhälte aus dem alten Shirt zugeschnitten und den unteren Rücken nochmal zweigeteilt, um alle Schnittteile auf den Stoff zu bekommen.

Auf links gedreht erkennt man das Gestückel am Rücken - und den doppelten Abnäher vorn

Nach all dem Gepuzzle bin ich jetzt zufrieden - der Stoff, der eigentlich für meinen Typ viel zu blass und gar nicht meine Farbe ist (aber ... Vögelchen und Punkte!), und vermutlich aus genau diesem Grund ewig im Schrank lag, wird durch den dunkleren Kragen tragbarer.

Auch der unifarbene Rückeneinsatz gefällt mir als Detail ganz gut ...


... und die waagerechte Teilungsnaht, die dadurch entsteht, eignet sich obendrein noch vorzüglich, um hohlkreuzbedingten Stoffüberschuss rauszunehmen. T-Shirts, die im Rücken keine Falten werfen, sind bei mir ja rar!


Ich hatte erst Sorge, ob der helle Stoff am Ausschnitt zu sehr rausblitzt, vorher war der Kragen ja an einen gleichfarbigen Stoff angenäht - aber das hält sich doch sehr in Grenzen.

Ich blinzle die ganze Zeit in die Sonne, daher das unentspannte Gesicht. Aber ist die Kragenform nicht schön?
Tja, als Kombipartner zu Musterhosen taugt das Neues-Leben-für-alten-Kragen-Shirt nun nicht mehr - aber ich bin viel zufriedener als mit seinem eingelaufenen Vorgänger. Und hach, all die Punkte!

Vorher - nachher. Man beachte den Abstand vom Saum zum Schritt!

Schnitt: selbst erstellt
Stoff: Fester Jersey, Jersey von altem Shirt, Webstoff-Kragen von altem Shirt

Verlinkt bei RundumsWeib.