Freitag, 12. August 2016

[Fotoanleitung] Latexapplikationen gießen

Möchte man Details an Larpwaffen aufbringen, kann man sie entweder aus Schaumstoff modellieren und überlatexen, oder man latext erst die Waffe und setzt hinterher eine Applikation aus Latexguss darauf - letzteres hat den Vorteil, dass feine Linien nicht durch mehrere Schichten Latex geschluckt werden und scharfe, detailreiche Formen möglich sind.

Zwei Latexapplikationen als Varianten desselben Motivs


Zunächst braucht es eine Form - die kann z.B. aus Modelliermasse oder ebenfalls aus Latex gemacht werden.

Für die größere Form habe ich aus Modelliermasse ein Positiv geformt, dieses Positiv mit Latexmilch abgegossen und so die Negativ-Form erhalten.

Positiv - Negativ - Ergebnis

Für die kleinere Form habe ich direkt aus der Modelliermasse das Negativ erstellt, indem ich mit einer dicken Nadel die Linien in die Modelliermasse gedrückt habe. Man kann natürlich auch vorhandene Gegenstände (verzierte Schlüssel, Knöpfe, Schmuckanhänger ...) in die Modelliermasse drücken oder mit Latex abgießen.


Silikonspray, Latexform, Modelliermasseform

Als Trennmittel verwende ich Silikonspray (nicht Silikonöl).


Nachdem ich die Form mit dem Spray gut benetzt habe, fülle ich die gefärbte Latexmilch ein - erstmal streiche ich die Form aus, mit einem Pinsel oder Pinselstiel, damit überall Farbe hinkommt und sich keine Lücken bilden.

Zwei gefüllte Formen

Anschließend gieße ich Latexmilch nach, bis die Form voll ist. Ein paar Mal auf den Tisch klopfen, damit eventuelle Luftblasen nach oben steigen, dann gut trocknen lassen. Dazu am besten 1-2 Tage stehen lassen. Nach dem Trocknen vorsichtig den Guss entnehmen und eventuelle überstehende Ränder abschneiden.

Und das war's schon ... die fertigen Applikationen klebe ich mit Pattex Repair auf die letzte Schicht Latex, bevor ich alles mit Topcoat überziehe.
Meine Applikationen sind recht wulstig, aber es sind auch ganz flache, zarte Applikationen möglich - probiert es aus!

Viel Spaß beim Basteln und eine schöne Zeit wünscht
Hana

Dienstag, 9. August 2016

Daenerys am Meer - Shirt in maritimen Farben

Dieses Shirt war ein Ufo, das ich im März genäht habe und dessen endgültige Fertigstellung im August nur ein paar Minuten gedauert hat. Ist ja mal wieder typisch ...

2014 hat Hana an einem Game of Thrones-Swap teilgenommen und ein Shirt nach dem Daenerys-Kleid-Schnittmuster McCalls' 6941 genäht. Das habe ich wieder ausgebuddelt (bzw. Hana hat es wiedergefunden, nachdem es lange verschollen war) - ich suchte nämlich einen etwas interessanteren T-Shirt-Schnitt.

Happy End im Problemshirt!

Ich hatte gerade ein paar schon lange herumliegende Stoffe herausgerupft und vernäht.
Im März habe ich in der Ufokiste ein Paar Ärmel gefunden. Die sind aus blauweißem Streifen-Patchwork-Jersey, aus dem ich mal ein dünnes offenes Jäckchen genäht habe (vielleicht blogge ich das auch mal). Der Rest hat noch exakt für zwei Ärmel gereicht, die ich in einem Anfall von Motivation damals auch gleich zugeschnitten und genäht habe (und die allerletzten Reste weggeworfen, was fatal war - mehr dazu später). Denen fehlte dann aber das T-Shirt. Und ein ganz einfaches T-Shirt war mir zu langweilig dazu.

Im Stoffschrank lag noch ein dünner knallroter Viskosejersey, ein Coupon vom Holländischen Stoffmarkt. Aus dem hatte ich schon ein misslungenes Knotenshirt genäht und das Sedan-Shirt mit den geflochtenen Ärmeln und der Rest reichte genau für ein Daenerys-Shirt!

Das Nähen war trotz des etwas komplizierten Schnittes nicht so schwierig. Ab und an habe ich improvisiert - weil ich T-Shirts in der Regel nicht füttere, habe ich die überkreuzten Bänder einfach mit dem Ausschnitt verstürzt, was wunderbar funktioniert hat. Auf ein aufwändiges Rückenteil hatte ich keine Lust, also habe ich mein bewährtes Warm 'n Cozy-Rückenteil etwas angepasst, was überraschenderweise auch funktioniert hat. Hätte ich gar nicht gedacht; die Schulterteile vom Daenerys-Kleid sind ja recht breit.

Der Originalschnitt hat hinten ein Guckloch; mein Shirt ist hinten zu.

Eigentlich sind angeschnittene Flügelärmelchen vorgesehen, die hab ich einfach abgeschnitten, um die Ärmel einsetzen zu können. Und die gefundenen Ärmel eingesetzt.

Und dann stieß ich doch noch auf ein Problem: Wie eigentlich schon die ganze Zeit befürchtet, war der Ausschnitt viel zu tief. Der beneidenswerte flachbrüstige Teil der Damenwelt kann das Shirt ganz problemlos tragen (seufz), bei mir war selbst bei gleich großen Personen mühelos der BH-Steg sichtbar. Von größeren Personen (also 99,9 % der Erwachsenen) ganz zu schweigen, die hatten gleich Einblick auf den halben BH.

Die Lösung war ein Einsatz. Aber nicht aus dem roten Stoff, das hätte blöd ausgesehen, sondern aus dem blauweißen Ärmeljersey. Nur - von dem hatte ich ja selbst das letzte Fitzelchen entsorgt ...
Hektisches Durchwühlen der Muster-Restekiste förderte leider keine vergessenen Reste zutage und den Stoff gab es nicht mehr. Ausweichlösungen wie normaler gestreifter Jersey stellten mich nicht zufrieden, also flog das Shirt für ein paar Monate in die Ecke.

Und von dort habe ich es vor ein paar Tagen wieder rausgekramt.

Beim Anprobieren stellte ich fest: Die Ärmel sind überlang, von denen kann ich ein bisschen abschneiden. Aus den abgeschnittenen Stückchen konnte ich ein etwas größteres Stückchen zusammenpuzzeln (der Stoff ist ja sowieso zusammengestückelt), darauf habe ich die Ausschnittform abgemalt, die Oberkante gesäumt und das Stück einfach hinter den Ausschnitt genäht.
Die Ärmel sind jetzt etwas zu kurz, um sie noch zu säumen, die werden so gelassen. Diesen Stoff zu säumen macht sowieso keinen Spaß ...

Hier erkennt man den Schnitt samt Prinzessnähten besser.

Ich finde, der Ausschnitt sieht so aus, als wäre er nie anders geplant gewesen -- fügt sich schön ein!

So 100% glücklich bin ich mit dem Shirt trotzdem nicht. Das Rot ist zu tomatig-hell, ich fühle mich wohler in dunklerem Kirschrot. Und Viskosejersey zeichnet die Figur zu sehr nach. Aber jetzt wird das Shirt erstmal spazierengetragen, vielleicht freunde ich mich ja noch mit ihm an nach dem ganzen Ärger.

Verlinkt bei HandmadeonTuesday und Creadienstag.

Lg
Nria

Sonntag, 7. August 2016

7 Sachen 29-2016

Immer wieder sonntags ... 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

Die unbeliebtesten Merci-Sorten kleingehackt als Kuchenzutat (das sind bei uns "Herbe Sahne" und "Dunkle Mousse" - die beiden Vollmilch-Riegel brauchten wir dann noch, um die Menge voll zu kriegen).


Marmoriert. Unter der Käsekuchenschicht ist noch eine Schicht Schokolade. Der Kuchen ist aus dem Backbuch "Cheesecakes, Pies & Tartes" von Cynthia Barcomi und wir fanden ihn super.


Schnittteile auf Stoff hin- und hergeschoben. Wie man's auch dreht und wendet - es passt nicht. Also stückeln. Demnächst keine 50 cm-Stücke mehr kaufen - das ist immer zu knapp, egal für was! Mindestens 60 cm nehmen!


Mehr gebacken: Flammkuchen. Links der vom Liebsten, rechts der von mir. Ich mag einfach immer möglichst viel Belag -  wie auf Pizza, so auf Flammkuchen. Und die halbe Dose Mais musste noch weg ...


Gasthände: Der Meister beim P&P hat uns den Aufbau eines Schwarzen Lochs erklärt, samt Querschnitts-Skizze. Um später im Spiel mit dem Raumschiff hinzufliegen. Lehrreiche Spielrunde!


Ein altes Bettlaken aus der Erbmasse der Oma einer Freundin in ein Larp-Nachtemd verwandelt.



Endlich ein Kleid gesäumt.

Eine Sammlung von 7-Sachen-Blogeinträgen von heute findet ihr bei Grinsestern!       

Freitag, 5. August 2016

Blogstöckchen Rollenspiel

Julia von Grüne Würfel hat uns getaggt - eigentlich bin ich nicht der größte Fans von Stöckchen/Tags, aber bei diesem Thema können wir einfach nicht Nein sagen!

Die Blechdose begleitet mich seit meinen P&P-Anfängen und beinhaltete immer Stifte, inzwischen auch Würfel.

1. Welches Rollenspielprodukt hat dich persönlich am meisten geprägt?
Angefangen haben wir mit freiem Chat- und Forenrollenspiel - ohne Meister oder Spielleiter, nach der einfachen Regel "Wer zuerst schreibt, hat Recht, und der Rest macht was draus". Beim ersten Pen&Paper-Versuch waren wir völlig irritiert, dass man nicht selber den Plot erfindet, während man spielt ...


2. Was war dein erster Rollenspiel-Charakter und würdest du ihn heute noch mal so spielen? Warum?
Hana: Ich kann mich gar nicht genau erinnern ... eine Elfe vielleicht? Und nein, eigentlich sind Elfen gar nicht meins.
Nria: Eine simple Zwergin. Und klar, würde ich!

So schöne Props hatten wir früher nicht!


3. Was vermisst du heute am Rollenspiel, was vor 20 Jahren (bzw. in den ersten Jahren, als du angefangen hast) noch anders und viel besser war?
Hana: Was Pen&Paper angeht - nichts, es ist heute viel besser als zu meinen Anfangstagen, ich habe eine regelmäßige Runde und fange gerade bei einer zweiten an - früher habe ich nur gelegentlich gespielt! Die Ausstattung wird auch immer besser - nicht zuletzt durch Inspiration und Materialverfügbarkeit aus dem Internet. Larp wird an sich auch immer besser, nur ziehen sich Leute aus dem Hobby zurück und es werden weniger Orgas ...

4. Welches Regelwerk würdest du gern spielen, aber bist bisher noch nicht dazu gekommen?
Hana: Kein bestimmtes Regelwerk, aber Genre: Ich hätte große Lust, mal Steampunk auszuprobieren, sowohl im P&P als auch im Larp!
Nria: Vielleicht probiere ich irgendwann mal Shadowrun aus. Bin allerdings etwas skeptisch, ob das System etwas für mich ist, mich reizt bloß das Setting ...

Manchmal müssen auch Würfel als Figuren herhalten.


5. Wie würdest du deinen Spielstil/Spielleiterstil beschreiben? Bist du ein Freund des Power Gaming oder des Atmosphärenspiels?
Hana: Im Larp reizt mich am meisten die Atmosphäre - beim Pen&Paper schaue ich viel mehr auf Fähigkeiten und es macht mir Spaß, Fähigkeiten zu verwenden, die im Larp nicht darstellbar wären. Trotzdem, ohne schöne Atmosphäre ist das alles nix - und es käme mir nicht in den Sinn, Gegner nach Beute zu durchsuchen, das ist mir einfach zu Computerspiel-mäßig!
Nria: Ich mag Atmosphäre. Ich würfle sehr gerne - ich lege aber überhaupt keinen Wert auf Optimierung. Wenn mein Charakter bei irgendwas versagt, kann ichs ja auf die Würfel schieben :D

6. Welchen Charakter würdest du nie spielen? [Frage ausgetauscht]
Hana: Garstige, böse Charaktere sind nichts für mich. Ich fühle mich mies dabei, längere Zeit z.B. unfreundlich zu sein, selbst im Spiel - ich bin wohl einfach zu nett.
Nria: Dito! Ich möchte nicht gern meine Mitspieler-SCs hintergehen bzw. gegen sie arbeiten, zumindest nicht dauerhaft. Und aus irgendeinem Grund hab ichs nicht so mit Magie. Aber "nie" ist zuviel gesagt, ich hab sogar schon einen Magiercharakter ausprobiert. Ist nur nie meine erste Wahl.
Oh, und ich spiele aus Prinzip nur Frauen. Finde es zu verwirrend, wenn ein Charakter ein anderes Geschlecht hat als der Spieler - vielleicht bin ich da inzwischen auch sehr vom Larp geprägt.

Wie immer: Nur Mädchencharaktere!

7. Hast du eher Glück oder Pech beim Würfeln? Wie gehst du mit Würfeln um, die immer schlecht würfeln?
Hana: Eher Pech - im Gegensatz zum Liebsten, der ständig bombastisch würfelt, vor allem bei der Charaktererstellung. Ich glaube aber vor allem an den Zufall und werfe es Würfeln nicht vor, wenn sie schlecht würfeln - die verwende ich einfach normal weiter. Würde ein undurchsichtiger Würfel wirklich auffällig würfeln, würde ich aber wohl im Wasserglas testen, ob Luftblasen drin sind.
Nria: Spontan würde ich sagen: Meine Würfel hassen mich. Aber man behält ja immer eher die Gelegenheiten im Kopf, bei denen was nicht geklappt hat, also schätze ich mal: So mittel. Immerhin, mir misslingen zwar oft und gerne die Proben (was mit meiner Abneigung gegen Optimierung zusammenhängen könnte ...), aber ich würfle so gut wie nie Patzer.
Ich glaube nicht an Würfel, die gut oder schlecht würfeln (außer seltene Produktionsfehler). Wenn ich mal ständig schlecht gewürfelt habe, nehme ich für den nächsten Wurf aber manchmal schon einen anderen Würfel. Aus Rache.

8. Welches ist dein Lieblingswürfel und warum?
Hana: Ein transparenter W20 mit verschiedenfarbigen Glitterpartikelwolken im Innern, der ein wenig nach Weltraumnebel aussieht. Meine heimlichen Liebinge sind aber W4, die Form ist so un-würfelig und man braucht sie so selten, dass es mich immer freut, damit zu würfeln!
Nria: Mein W2, ohne jede Frage. Nichts ist nützlicher für entscheidungsunfreudige Leute!

Unsere Lieblinge! Hanas Spacewürfel war leider nicht anwesend fürs Foto.

9. In welchem Film-/Serien-/Buch-/Computerspiel-Universum würdest du am liebsten ein paar Monate Urlaub machen (vorausgesetzt, man garantiert dir, dass du überlebst?)
Hana: Im Star Trek-Universum, ohne jede Frage.
Nria: Ich nehm das Auenland. Aber bitte nicht während des Ringkriegs!

10. Eine Film- oder Fernsehadaption deines Lebens … was für ein Genre hätte sie?
Hana: Science Fiction - das war doch meine erste große Liebe, noch vorm Fantasygenre. Und das Larp-Hobby ließe sich auch am einfachsten auf Star Trek-Holodecks darstellen ...
Nria: Ja bitte, ich auch!

Wenn ihr auch Lust habt, die Fragen zu beantworten, verlinkt euren Post gern in den Kommentaren - wir würden uns freuen, eure Antworten zu lesen!
Wie die Antworten unseres Mass-Effect-Meisters Heinz ausfallen würden, fänden wir natürlich besonders spannend ... aber auch, falls nicht: Er postet immer wieder neue, spannende Ideen fürs P&P in seinem Blog; wenn euch das Thema interessiert, schaut doch mal bei ihm rein!

Dienstag, 2. August 2016

Was vom Juli übrig blieb

Der Juli fing an mit unserem selbstveranstalteten Con, ging weiter mit der Hochzeit unserer Cousine und endete mit einer Woche Urlaub im Schwarzwald - ein wirklich schöner Monat, viel zum Nähen und Basteln sind wir allerdings nicht gekommen. Mager siehts aus an der Selbermachfront!

Blick aus der Ferienwohnung. Hach!


Für uns selbst genäht im Juli:
Culottes "Tania"

Für andere genäht im Juli: -

Angefangene Projekte:
Ein Gambeson - zwei gekaufte habe ich schon, jetzt gibts einen dritten selbstgemachten

Gescheiterte Projekte: -

Treppenhaus-Abschluss im Hochzeitshotel. Wir haben uns jedesmal gefreut, wenn wir hoch gegangen sind ...


Neue Schnittmuster, Anleitungshefte und Bücher:
Tatsächlich mal wieder eine Diana, Nr. 60. Die heißt jetzt "NähStyle" und in der aktuellen Ausgabe sind ein paar interessante Sachen drin.

Stoff gekauft: 15,50 m
Stoffe.de hatte Sale ... 2 m dunkelblauen Cord, 3 m dunkelblauen Batist, 2,5 m dunkelblauen Köper (man könnte meinen, ich hätte Farbvorlieben!), 2,5 m gemusterte Popeline, 3 m brauner Köper, 1 m gemusterter Samt; 1,5 m royalblaues Leinen 
Stoff vernäht:  2,5 m
2,5 m gemusterte Popeline
Knöpfe vernäht: -

Wir freuen uns im August auf:     
Larp - das Epic Empires findet wieder statt! Fürs Pen&Paper finden wir hoffentlich auch wieder ein paar Termine ... und nach dem vollen Juni und Juli ist auch endlich wieder Zeit, viel für uns selbst zu nähen. 

Sonntag, 31. Juli 2016

7 Sachen 28/2016

Immer wieder sonntags ... 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Beim Foodtruck-Festival leckere Dinge gekauft ...


... und vom Urlaub nach Hause gefahren. Und uns gewundert, was dieser Wagen da auf dem Dach hat - der Liebste tippt auf einen aufgerollten Regenbogen.


Ein Urlaubssouvenir entbommelt. Die Schuhe habe ich in einem Schwarzwald-Andenkenladen fürs Larp gekauft, aber auch wenn ich Bommeln wirklich mag, an den Schuhen waren sie mir doch etwas zu speziell.

 

Gratis-Schnittmuster ausgeschnitten. Bei meiner letzten Bestellung war ein Werbeprospekt dabei, in dem auch ein Schnittmuster für eine große Tragetasche enthalten war. Wird gleich ausprobiert!


Die (alte) Perücke mit alter Mütze fürs Larp in anderthalb Wochen getestet. Die Mütze passt super zur Rolle, ist allerdings über der Perücke zu klein - also wird sie nochmal eine Nummer größer genäht. Und Wahnsinn, wie jung die Perücke macht ...


Durch die Urlaubsbilder geklickt - ich mochte die Zwergziegen. Jetzt wird sortiert, bearbeitet und ein Fotobuch erstellt.


Mikro eingestöpselt zum Skypen - letzte Dinge vorm Con klären!

Eine Sammlung von 7-Sachen-Blogeinträgen von heute findet ihr bei Grinsestern!       

Donnerstag, 28. Juli 2016

Das Buch und ich - 25 Fakten über unser Verhältnis



Diesen "Tag" habe ich von Centi geklaut :)

Fakt 25 wird euch schockieren! Echt jetzt!

1. Als Kind habe ich die Jugendabteilung der Bücherei fast ganz durchgelesen (ein paar Bücher interessierten mich nicht). Am eindrücklichsten ist mir in Erinnerung geblieben: „Kinder, die vom Himmel fielen“ von Dagmar Galin, über zwei kleine kolumbianische Straßenkinder, die in ein westliches Land (Deutschland?) adopiert werden.

2. Ich habe als Kind Otfried Preußlers Bücher geliebt. Aber Krabat habe ich damals nicht in die Hand bekommen. Ich muss mal meine Mutter fragen, warum nicht! Ob sie den selbst nicht kannte?

3. Ich sammle keine Bücher. Die meisten hole ich mir aus der Bücherei, einige kaufe ich und wenn sie mir nicht total gut gefallen, werden sie weitergegeben. Ich habe auch keine Hemmungen, Bücher wegzuwerfen (z.B. vollgeschriebene Schullektüren, die nun wirklich keiner mehr will), das sind keine heiligen Kühe!

"Kein Schiff trägt uns besser in ferne Länder als ein Buch." - Emily Dickinson
 
4. Als Teenie habe ich wahnsinnig viel Science Fiction gelesen, mittlerweile lese ich mehr Fantasy als SF. Aber eigentlich lese ich so ziemlich alles, außer Liebesromanen und Krimis/Thrillern.

5. Ich lese im Schnitt 80 Bücher im Jahr und für mich klingt es seltsam, wenn Leute sich als „Bücherwurm“ oder „Vielleser“ bezeichnen, die nur ein oder zwei Bücher im Monat lesen. Aber selbst die heben (leider) wohl den Schnitt der Gesamtbevölkerung an …

6. Ich kann absolut nicht sagen, was mein Lieblingsbuch ist. Ich habe Dutzende – die sind so unterschiedlich, wie soll ich sie vergleichen? Ich habe übrigens auch nicht nur den einen Lieblingsfilm, das eine Lieblingsessen oder die eine Lieblingsfarbe.
Ich versuchs mal (in loser Reihenfolge): Ich mag Walter Moers‘ Zamonienbücher, „1984“ von Aldous Huxley, „Der Name des Windes“ von Patrick Rothfuss, Harry Potter, „Clockwork Orange“ von Anthony Burgess, Sergej Lukianenkos Wächter-X-logie (es werden immer mehr, ich hab aufgegeben, zu zählen), „Kuchen backen in Kigali“ von Gaile Parkin, „Kleine Tierkunde Ostafrikas“ von Nicholas Drayson (das ist kein Sachbuch!), die „Keys to the Kingdom“-Heptalogie sowie die Sabriel-Trilogie von Garth Nix, „Das Lied von Eis und Feuer“ (Game of Thrones, falls es einer tatsächlich nicht weiß …) und jetzt hör ich lieber auf, bevor ich noch drei Seiten aufliste.
  
Ich habe keine Ahnung, warum da ein Spiel im Bücherstapel ist. Hana fands apart.

7. Ich habe Harry Potter auf Englisch, Deutsch und Latein gelesen. Über die altgriechische Version denke ich noch nach. Auf Deutsch finde ich ihn furchtbar, was auch der Grund ist, warum ich ihn als Teenie nicht gelesen  habe: In der Buchhandlung reingelesen und weggelegt. Lieben gelernt habe ich die Bücher erst mit knapp über 20, als mir am Silvestermorgen langweilig war und ich die englische Ausgabe einer Freundin in die Finger bekam.

 8. Ebookreader halte ich für eine sinnvolle Ergänzung zum Papierbuch. Für die Badewanne (es gibt welche in wasserdicht), für Zugfahrten (im Bus wird mir leider schlecht beim Lesen :(), für Büchereibücher, sehr dicke oder englische Bücher (integriertes Wörterbuch zum Antippen!).

9. Ich mag gute historische Romane. Ich hasse historische Romane, die eigentlich Liebesromane vor pseudohistorischer Kulisse sind. Leider machen genau die etwa 95% der historischen Romane aus und die „richtigen“ sind schwer zu finden dazwischen.

Zweireihig. Da hinten stehen verschämt Geschichtsbücher.

 10. Ich besitze genau 2 Bücher (bzw. 3) sowohl auf Deutsch und auf Englisch: „Pathfinder“/“Schicksalspfade“  von Jeri Tailor, ein Star Trek-Roman über die Vorgeschichten der Figuren aus Star Trek: Voyager und „Dirk Gently’s holistische Detektei“ +“Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele“ von Douglas Adams (im Englischen als Doppelband). Normalerweise gebe ich eine Version ab, wenn ich sie mir in einer anderen Sprache kaufe. Warum ausgerechnet bei diesen nicht, weiß ich nicht. Vermutlich war ich einfach zu faul.

11. Meine Bücher sind im Regal völlig ungeordnet – sie stehen nach Größe sortiert, aber nur deshalb, damit sie nicht so leicht umfallen. Das einzige, was ich mache, ist Mehrteiler nebeneinanderzustellen – falls ich zufällig dran denke. Manchmal fände ich farblich sortiert schön, aber das ist zu kompliziert mit mehrfarbigen Büchern.

12. Ich würde gerne mehr englische Bücher lesen als ich es aktuell tue, nur ist die Auswahl in der Bücherei sehr klein und wenn ich welche kaufe, ist es schwierig, sie wieder loszuwerden.

Mein Schatzzzzz!

13. Ich betrachte und kaufe leidenschaftlich gern Backbücher. Das gehört eigentlich nicht so richtig zu diesem Thema. Aber es sind auch Bücher, sie haben auch Gefühle und ich liebe meine Backbücher alle sehr!
 
14. Comics mag ich eigentlich ganz gerne. Aber ich besitze kaum welche. Erstens sind das oft lange Reihen (so viel Platz habe ich nicht und mich nervt es, etwas vollständig haben zu müssen) und zweitens streite ich mich während des Lesens die ganze Zeit mit mir selbst, weil ich einerseits in Ruhe die Bilder betrachten und andererseits schnell die Story weiterlesen will. 

 15. Ich lese eigentlich gern Bücher zu meinen Lieblingsserien und –spielen, z.B. Star Trek oder DSA (Das Schwarze Auge). Leider sind die qualitativ sehr oft mies.  Also lese ich sie manchmal und ärgere mich hinterher.
 
To boldly read what no man has read before ...

16. Ich lese jeden Abend vorm Schlafengehen und fast jeden Morgen vorm Aufstehen, auch wenn ich dadurch weniger Schlaf bekomme.

17. Bei Buchverfilmungen schaue ich lieber erst den Film und lese dann das Buch. Im Buch ist nämlich meist „mehr“ drin, d.h. ich hab beim Lesen dann mehr Dinge, die ich noch nicht kenne, als wenn ichs umgekehrt täte und mich ärgern müsste, dass meine Lieblingsstellen fehlen. Nur bei der Hobbitverfilmung habe ich das Buch vorher (ein zweites Mal, aber das erste Mal war so lange her, dass ich den Inhalt vergessen hatte) gelesen und mich dann etwas geärgert, dass ich das Ende schon kannte beim Film. Ich hätte mich im Film lieber überraschen lassen.

So viele Bücher, so wenig Platz!

18. Ich kaufe immer Bücher und Hana liest die dann alle. Ich finde das leicht schmarotzerisch. Hana findet’s super.

19. Hana fühlt sich allerdings manchmal leicht gestresst, wenn ich zuviele Bücher auf einmal kaufe (oder die sich so ansammeln, bis ich sie ihr in die Hand drücke mit den Worten „Die musst du jetzt lesen, ich will mit dir drüber reden!“).

20. Ich habe sehr viele Lesezeichen. Die vermehren sich auch irgendwie. Nachdem Hana mir mal zwei Lesezeichenkalender geschenkt hat, nahm das etwas überhand, aber jetzt habe ich für jeden Monat mindestens zwei. Das ist gut, weil ich bis zu drei oder vier Bücher gleichzeitig lese, wenn’s mich überkommt. Meine beiden Lieblingslesezeichen sind aus Blech. Auf dem einen ist Schokolade und auf dem anderen sind Pinguine und drunter steht: „Weiß einer, wie’s jetzt weitergeht?“

Ja, wir haben einen Zonk.

21. Ich liebe Science Fiction-Kurzgeschichten. Die besten stammen aus den 70ern.  Besonders mag ich Ray Bradbury. Wie konnte ich in der Lieblingsbuchauflistung bloß „Fahrenheit 451“ vergessen?! (nein, das ist keine Kurzgeschichte)
 
22. Ich gebe einem Buch so an die 100 Seiten. Wenns mich dann nicht überzeugt hat, breche ich ab. Früher habe ich das nie gemacht, aber nachdem ich ausgerechnet habe, wie wenige Bücher ich in meinem Leben nur lesen kann, selbst wenn ich mich auf 100 pro Jahr im Schnitt steigere, habe ich beschlossen: Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher.
Den Rekord hält eine Ausgabe von „Neuromancer“: Da habe ich nach 5 Seiten abgebrochen, weil die Übersetzung die schlechteste aller Zeiten war. Ganze Wörter wurden nicht mitübersetzt. „Er griff den Telefonhörer mit seiner pink Hand.“ (sic) WTF?
In alten Büchern liest man interessanterweise häufiger sowas wie „er tastete den Code ein“ (statt „er tippte den Code ein.“).

23. Hana liest am liebsten im Zug. Ich lese am liebsten am Strand.

24. Das langweiligste Buch, das ich je gelesen habe, war „Der Nachsommer“ von Adalbert Stifter. Das habe ich von meiner Oma geerbt und freiwillig gelesen. Es ist ein sehr dicker Bildungsroman (das sind Romane, die vom (humanistischen/kulturellen) Bildungsprozess einer Figur handeln) und es wird über satte 100 Seiten die Einrichtung bzw. Kunstgegenstände eines Hauses und dessen Garten beschrieben. Ich war gleichermaßen gelangweilt und hochfasziniert. Und ich bezweifle, dass meine Oma dieses Buch jemals gelesen hat.

Das ist ein Kartoffelkind. Ich habs als Kind im Urlaub bekommen. Es ist super.

25. Wir sind böse Menschen. Wir haben mal Bücher verbrannt.
Es war eine Larp-Szene über eine fiese Inquisition, die „Magier-Bücher“ verbrennt. In Wirklichkeit waren es alte vollgekritzelte (und echt verhasste) Schullektüren und völlig veraltete Lexikonbände. Wir haben peinlich darauf geachtet, dass nichts irgendwie Politisches dabei war und ganz bestimmt keine Bücher, die von den Nazis verbrannt wurden. Ein klitzekleines bisschen schlecht fühlt man sich trotzdem dabei. Aber ein bisschen hats auch Spaß gemacht …

Lg
Nria