Donnerstag, 8. Mai 2014

Yoho, Yoho, Piraten haben ... schöne Klamotten! [Bilderflut]

Noch einer meiner Larp-Charaktere, mit dem schönen (laut Internet friesischen) Namen Pöpke.
Die tollen Fotos (danke an Jochen Eyer!) wollte ich schon länger zeigen, aber irgendwie habe ich es immer vergessen ...

Pöpke stammt von einer Insel im Norden Danglars, etwas norddeutsch angelehnt und das soll ihre Kleidung widerspiegeln. Also: Rotweißblau (ich liebe diese Farbkombi sowieso), braune/naturfarbene Elemente, damits weniger künstlich wirkt, maritime Elemente.

Pöpke 1.0 sah so aus:

In der dänischen Nordsee! Ach ja, normalerweise trage ich Schuhe ;)
Unten: Zwei Leinenröcke - einer grau, einer hellblau-weiß gestreift und kürzer, beide sind oben sehr weit und haben einen Tunnelzug.
Oben: Eine kurze weiße Tunika (hier von Takko, ich hab auch eine selbstgenähte) und eine blaue, ungefütterte Leinenweste nach irgendeinem Internet-Schnitt.
Das alles trägt schon ziemlich auf und sitzt auch nicht gerade toll.

Accessoires: Roter Wickelgürtel und Kopftuch, Muschelkette von Bijoux Brigitte und ein toller Schlapphut aus brauner Wolle. Der hat ein Hutband aus schmaler blauweißer brettchengewebter Borte und dieses Patch:

Ja, das sind alles Kreuzstiche ...


Ich habe ein altes Kreuzstichbuch, da waren auch Schiffvorlagen drin. Dacht ich mir so, stick ich doch eins. Auf feinem Leinen. In Kreuzstich. Über 1x1 Faden. Finde den Fehler :D

Na gut, ein Fehler wars nicht unbedingt, aber schon eine Arbeit für jemanden, der Vater und Mutter totgeschlagen hat (hab ich nicht, ehrlich!). Nachdem ich Stunden allein für die paar untersten Reihen des Schiffsrumpfes gebraucht habe, hab ich das Ganze aber auch fertiggemacht, damit ich nicht umsonst diese Fummelarbeit gemacht habe. Und am Hut sieht es doch prima aus! Ein paar Handstiche, fertig.

Die restliche Klamotte hat aber eine Rundumerneuerung bekommen.

Meine Veränderungen:
  • Die Röcke habe ich oben enger gemacht, indem ich Abnäher rundherumgesetzt habe. Dadurch knubbelt sich weniger Stoff an der Hüfte.
  • Die Tunika habe ich neu gemacht, mit bestickten Ärmelaufschlägen, die aufknöpfbar sind, damit man sie besser hochkrempeln kann.
  • Die Weste wurde ebenfalls neu gemacht, diesmal mit richtigem Schnitt, Futter und rundherum bestickt.
  •  Eine Pelerine habe ich gewichtelt bekommen, die musste ich nicht selbermachen! :D
So sieht das Ergebnis aus:

Diesmal Ruhr statt Nordsee. Aber mit Bonus-Enten!


 Wirkt doch schon viel ordentlicher und einfach detailreicher! Aber zum Vergleich brauchts auch ein Gesamtbild:


Ohne Enten, dafür mit Bonus-Pusteblume.

Der Hüftbereich der Röcke ist viel schmaler geworden und liegt jetzt schön glatt an.
Die Weste habe ich nach einem burda-Karnevalsschnitt genäht (Mieder 140 aus der Ausgabe 1/2013), aus royalblauem feinem Baumwollstoff (der lag noch so im Schrank rum) und weißem Leinenfutter. Eiiigentlich gefiel mir der alte Westenstoff einen Tick besser, der war etwas dunkler, weniger knallig und gröber strukturiert, aber davon hatte ich nunmal nichts mehr und außerdem ist sowieso schon viel Leinen im Outfit, da tut ein bisschen Abwechslung auch ganz gut.
Eigentlich hätte ich sie kürzen müssen. Dazu war ich zu faul, deshalb wirft die Weste im Taillenbereich Falten. Merkt aber keiner, weil ich immer den Gürtel drübertrage. Ha!

Die Kanten sind komplett mit Schlingstich umstickt. Sieht man nur von etwas näher ran, aber gibt schön Struktur und Detail. Davon habe ich nur ein WIP-Bild:


Ich hatte zufällig farblich 100% passenden Faden da!

Mein Lieblingsteil ist natürlich die Tunika.  Die ist aus Stretchleinen, weil man das etwas enger machen kann (das ist von Vorteil, wenn man immer eine Weste drüberträgt - weniger Stoff, der unangenehme Falten bilden kann!). Die Manschetten sind aus einem anderen Leinen, weil sie mit Kreuzstich bestickt sind.

Die Vorlage ist wieder aus "Here be Wyverns" von Nancy Spies (daraus - oder aus dem Folgeband? - war auch die Tischläufer-Vorlage). Die hier kaum sichtbaren Schattierungen hab ich selbst dazugemalt, im Buch gabs nur die Umrisse. Und der Drache hatte eigentlich vier Füße, die hab ich amputiert und durch einen formschönen Fischschwanz ersetzt :D

An der Stickerei habe ich ca. 20-25 Stunden gearbeitet. Kommt mir im Vergleich zum Tischläufer jetzt gar nicht mehr viel vor ...

Meerdrache und Nixerich - links fehlt noch ein dunklerer Blauton.




Die Farben wurden etwas mit Grün aufgelockert, damit das Farbschema der Kleidung ein bisschen aufgebrochen wird. Passt außerdem zum Motiv.
Die Manschetten habe ich mit dem blauen Westenstoff gefüttert, damit die Fäden innen nicht sichtbar sind, zur Stabilisierung, um sichtbare Verschmutzung zu vermeiden und damit man das Ganze hochklappen kann - dafür gibt es Knöpfe, in schicker Muschelform:

Hier erkennt man etwas die unterschiedlichen Stoffe.

 Auf diesem Bild hatte ich den letzten Knopf noch nicht angenäht, damit der beim Annähen der (kammgewebten) Borte nicht im Weg ist. Die hat mir meine Schwester gemacht (danke!), um den Unterschied zwischen Manschetten- und Tunikastoff zu kaschieren. Diesen Zweck erfüllt die Borte auch wirklich gut und zusätzlich ist sie ein weiteres schönes Detail :)

Sogar fast gleichmäßig!

 An den Schultern habe ich seitlich ein paar "Strahlen" mit Kettstich aufgestickt. Die Idee kam mir, als ich über Trachtenkostüme nachdachte - irgendwie schien es mir passend, um das Outfit traditioneller und weniger "kostümig" wirken zu lassen (da hilft Kreuzstich auch). Außerdem wirkt dann der Oberarm-/Schulterbereich weniger leer.

Und wo ich grad dabei war, habe ich auch noch den Halsausschnitt mit Kettstich umrandet:

Der Rand ist mit weißem Zierstich abgesteppt, sieht aber keiner.

 Das Gesamtoutfit sah dann schon gut aus, aber die Rockregion erschien mir etwas schlicht. Also habe ich mir nochmal den grauen Unterrock vorgenommen und drei Reihen rote Stiche ringsrum gesetzt:

Die Farbkombi finde ich sehr reizvoll!

 Hat einen sehr schönen Effekt, finde ich. Relativ subtil, aber lockert die Fläche auf.

Und wenns kalt wird, habe ich noch eine Wolljacke im gleichen Farbschema. Die ist sogar quasi fast authentisch historisch-friesisch :D


Die rotweißen Muster sind mit Maschinenzickzackstich aufgenäht - psst! ;)

 Zur Abrundung des Ganzen und für einen warmen Halsbereich habe ich dann noch eine Pelerine gewichtelt bekommen, die eine neue Farbnuance reinbringt, die ich aber sehr harmonisch finde. Außerdem auf dem Bild zu sehen: Pöpkes Säbel und die schöne Woll-Muschel-Schwertscheide, die ebenfalls meiner Schwester für mich gemacht hat - beides! :D

Bewaffnet und gefährlich!

Geschafft! Pöpke habe ich auf dem letzten Epic Empires ausgeführt und kam mir gut angezogen vor :D

Lg
Nria

Sonntag, 4. Mai 2014

Von den 80ern ins Mittelalter

Mein geliebtes Woll-Deel (Was ist ein Deel?) hat ein tragisches Schicksal erlitten: Als es in der Waschmaschine lag, zusammen mit anderen Woll-Teilen, hat meine Mutter versehentlich das 60°-Programm eingestellt. Tja, einer hypothetischen 12jährigen Schwester würde es jetzt noch passen ...
Ich hatte vor, es zu vergrößern mit Besätzen, das ist aber viel Aufwand. Als ich mich aufgerafft habe, war es noch eine Woche Zeit bis zum nächsten Larp, wo ich es brauchte (Anfang Mai kann es doch noch sehr frisch werden ...), daher hatte ich schon vorsichtshalber ein paar Meter Wolle für ein Ersatz-Deel gekauft, als mir folgendes gute Stück einfiel:


Diesen aussortierten Wollmantel (Fledermausärmel, Schulterpolster - ich schätze, aus den 80ern oder frühen 90ern) hat mir meine Schwiegermutter in spe mal geschenkt - nicht zum Tragen (wie sie mehrfach betont hat), sondern als Rohstoff zum Nähen. Ich hatte freudig angenommen und im Geiste schon ein paar Gugeln daraus entstehen sehen, aber stattdessen möchte ich jetzt probieren, ihn zum Deel umzuarbeiten. Also, los gehts!

Liegend in seiner ganzen Pracht - Vorderseite
Die Problemstellen: Die Eingrifftaschen müssen weg, und die doppelte Knopfreihe, außerdem der Kragen. Die Dopplung auf der Vorderseite für die doppelte Knopfreihe bietet genügend Stoff, um den asymmetrischen Deel-Schnitt herzustellen. Wie gut, dass sich die Schwiegermutter nicht für einen Einreiher entschieden hatte, damals beim Kauf!

Liegend - Rückseite
Auch auf der Rückseite gibt es eine Knopfleiste, hier sind es aber nur Zierknöpfe ohne Knopflöcher. Die müssen weichen, außerdem muss der Rücken verschmälert werden.
Ach ja - das Polyesterfutter inklusive Schulterpolstern muss auch raus.


Das Futter hat sich glücklicherweise als stabil und die Futternaht als unstabil genug herausgestellt, um das Futter mit der bewährten "Reißtechnik" entfernen zu können - eine Tatsache, für die ich wirklich dankbar war.
Der Rücken ging recht fix schmaler zu machen - davon gibts kein Foto, weil unspektakulär.
Danach habe ich mutig den Überlappteil der doppelten Knopfleiste abgeschnitten (oben etwas abgerundet, wie man sieht) ...



... und am Unterlapp wieder angenäht (die neue Außenkante habe ich auf dem Bild markiert, da sie auf dem Foto schlecht zu sehen war). Problemstellen sind nun noch: Die 4 Knopflöcher (siehe blaue Pfeile) und der prägnante Tascheneingriff (die zweite Tasche wird erfreulicherweise von der neuen Front verdeckt).
Weiter gehts mit Futter!


Den Schnitt vom Mantel abzunehmen war etwas friemelig, aber machbar, das Futter zusammen- und einzunähen dann relativ fix gemacht. Ich habe als Futterstoff übrigens die Rückseite von einem Waschleder (textiles Wildlederimitat aus Polyester) verwendet und plädiere dafür, die Rückseiten von Stoffen nicht immer unbeachtet zu lassen!
Zur Betonung der neuen Frontform wird vorn ein Streifen aus kontrastfarbiger Wolle aufgesetzt. Das erledigt schonmal drei der Knopflöcher, die Lösung für das vierte wird folgen.
Aber nanu, wo ist denn die Tasche hin verschwunden? Den Besatz habe ich abgetrennt und den Eingriffschlitz per Hand flach zusammengenäht. Man sieht jetzt noch den Nahtschatten, aber es ist deutlich unauffälliger als vorher.


Aber es ist ja noch ein Knopfloch mitten auf dem Vorderteil übrig, und die abgesteppten Frontnähte erinnern eher an moderne Kleidungsstücke als einen an traditionelle Kleidung angelehnten Fantasy-Schnitt. Meine liebe Schwester hatte eine prima Lösungsidee für beides, daher habe ich zunächst Streifen aus Wolle ausgeschnitten ...


... und aufgenäht. Lenkt auch von der Tascheneingriff-Naht weiter ab, so dass diese optisch völlig verschwindet.


Noch gesäumt, und im Gesamtkostüm sah der Mantel dann so aus. Die Verschlüsse waren ein Schnellschuss und werden noch ausgetauscht, die Ärmelaufschläge werden noch ersetzt und die Streifen fehlen noch auf dem Rücken, dafür war keine Zeit mehr. Ich war aber sehr zufrieden und glücklich über den Mantel, der schön warm gehalten hat. Danke, Schwiegermama!

Nochmal der Direktvergleich:


Im Endeffekt war es die Umarbeitung mehr Arbeit, als wenn ich einen komplett neuen Mantel genäht hätte - aber die Umarbeitung hat einen Schnitt und Details ergeben, die ich sonst nie so gemacht hätte. Und ich habe einen neuen Mantel nur aus einem Wegwerf-Teil und einigen Resten, zum Nulltarif. 

Eine schöne Zeit wünscht
Hana

Freitag, 2. Mai 2014

Tolles Projekt: Atlas der deutschen Alltagssprache

Diesen Beitrag wollte ich schon länger schreiben. Heute ist er ein Verlegenheitspost, weil er keine Bilder braucht.
Ich hätte so viel zu zeigen, nur ist es unmöglich, mit meiner alten, kaputten Kamera scharfe Fotos von meinen Projekten zu machen - das ist soo frustrierend, aber Beiträge ohne Fotos sind leider sinnlos. Außer diesem hier :)

Also stelle ich heute ein tolles Projekt der Universität Augsburg/Salzburg/welche auch immer (die Seite ist umgezogen und ich bin verwirrt) vor:

Den Atlas der deutschen Alltagssprache.

Dort werden regelmäßig neue Umfragen veröffentlicht, in denen man angeben soll, wie man in seiner Region einen bestimmten Gegenstand benennt (zum Beispiel, ob man "Marienkäfer" oder "Junikäfer" oder "Mutschekiebchen" sagt). Oder ob es dort ein grammatisches Phänomen gibt (zum Beispiel, ob man in dem total wahren Satz "Die Nria schreibt die weltbesten Blogbeiträge" den bestimmten Artikel vor den Namen setzt oder ob das da keiner macht).

Die unterste Runde, hinter der "Fragebogen" steht, ist jeweils die aktuelle Umfrage. Da könnt ihr mitmachen.

Wenn ihr auf die früheren Umfragerunden klickt, könnt ihr hingegen die Ergebnisse sehen.

Ein Beispiel: Hier kann man sehen, in welchen Regionen von Deutschland, Österreich und Schweiz man das Wort "König" wie "Könich" (das sag ich), "Könik" (das sagen hauptsächlich die komischen Leute aus dem Süden :-P) oder "Könisch" (ganz exotisch für mich :D) ausspricht.
Teilweise kann man das Ergebnis schon erahnen, teilweise kommen für mich ganz überraschende Ergebnisse heraus und manchmal lernt man auch ganz neue Phänomene kennen, von denen man noch nie gehört hatte.

Ganz unten in der Umfrage kann man übrigens Phänomene/Benennungen/o.ä. vorschlagen, die man noch abfragen könnte.

Viel Spaß beim Mitmachen und Lesen!

Lg
Nria

Dienstag, 29. April 2014

[Gelesen] Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims (Roman)

... von Annabel Pitcher.

:
Worum es geht:
Jamie ist zehn und seine große Schwester Rose kam vor 5 Jahren bei einem Terroranschlag ums Leben - jetzt "wohnt" sie bzw. ihre Urne auf dem Kaminsims und wird bei jedem Geburtstag mit Kuchen und Geschenken bedacht.
Die Familienmitglieder gehen sehr unterschiedlich mit der Trauer um:
Die Mutter hat die Familie verlassen und lebt jetzt mit einem Mann aus der Trauergruppe zusammen.
Der Vater flüchtet sich in den Alkohol statt sich um seine Kinder zu kümmern und versucht jedes Jahr am Todestag seiner Tochter, deren Asche ins Meer zu streuen, aber schafft es nicht, loszulassen.
Roses Zwillingsschwester Jasmine färbt sich die Haare rosa, um nicht mehr wie ihre tote Schwester auszusehen.
Nur Jamie hat seit Roses Tod kein einziges Mal geweint. Er erinnert sich kaum an sie und wünscht sich eigentlich nur, dass seine Familie wieder zusammenhält. Da lernt er in seiner neuen Klasse die Muslimin Sunya kennen ...




Worum es wirklich geht:
Um Trauer und den Umgang mit dem Tod auf verschiedene Arten - gute und weniger gute. Um Außenseitertum, den Umgang mit einer anderen Kultur und Freundschaft. Um Kinder, die früh erwachsener sein müssen als ihre Eltern, weil die am Leben zerbrechen. Um Geschwisterliebe und die Fähigkeit, einander in sehr schwierigen Zeiten Halt zu geben. Und ganz besonders: Um den Mut, für andere und nicht zuletzt sich selbst einzustehen


Meine Meinung: 
Wow, was für ein Buch - und das bei knapp 220 Seiten! Jamie versteht die Welt nicht immer, lernt aber sehr viel in diesem eher dünnen Büchlein: Dass Erwachsene manchmal lügen, auch sich selbst gegenüber, und dass sie nicht immer Recht haben. Dass man loslassen muss. Und dass man manchmal etwas riskieren muss.
Ich bin nicht mit jeder Lösung einverstanden - ehrlich, Gewalt ist keine! ;) -, aber es ist eben eine Kinderperspektive, die sich aber für Erwachsene sehr gut und flüssig lesen lässt. Obwohl es kein überflüssiges Gefasel gibt (wofür ich sehr dankbar bin!), sind die Figuren ziemlich prägnant charakterisiert, verhalten sich nachvollziehbar und ich fühle wirklich mit ihnen.
Ein wirklich, wirklich tolles Buch!

Sonntag, 27. April 2014

7 Sachen [81]

 Immer wieder sonntags ... 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag (tatsächlich mal wieder nur heute) unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Ein Ärmelloch per Hand verstürzt.


Im Saisonkalender angekreuzt, was der Liebste und ich (nicht) mögen - zur leichteren Koch-Abstimmung.


Einen nahtverdeckten Reißverschluss eingenäht.


Vorlagen gemalt. Benutzt ihr dafür auch so gern Zeitungspapier? Ich finde es immer interessant, was in den alten Zeitungen grad so aktuell war ... wenn ichs eilig habe, sollte ich lieber unbeschriftetes Papier verwenden ... ;)


Stickgarn rausgesucht. Leider fehlt mir ein Mittelgrau, davon waren nur Restfädchen übrig.


Schnittmuster mit Eishockey-Pucks beschwert. Eignen sich super.


Wolle in Falten gelegt für einen Mantel. Ein ziemlich nählastiger Sonntag ist es heute!

Eine Sammlung von 7-Sachen-Blogeinträgen von heute findet ihr bei Grinsestern!   

Dienstag, 22. April 2014

Was ist türkis und halbfertig? [WIP]

Das Hemdblusenkleid, von dem ich Anfang April das Probekleid gezeigt habe :)

Ich habe erfolgreich (na ja, mehr oder weniger) die FBA durchgeführt: Meine Oberweite passt rein (mehr), dafür sehen die Abnäher etwas merkwürdig aus (weniger). Ich glaube, die Abnäherspitzen sind zu dicht aneinander. Aber das Kleid ist nicht gefüttert, deshalb kann ich das auch problemlos noch ändern, wenn es fertig ist.

Noch ists eher eine Hemdbluse als ein Hemdblusenkleid ...

Bei dem Foto sieht man die Abnäher nur, wenn man genau hinguckt*. Der seitliche Brustabnäher beginnt direkt unter dem Ärmel und endet knapp neben dem senkrechten Abnäher, daher ist der Stoff dort etwas spitztütig.

Diesmal gehe ich genau nach Anleitung vor (fast - bei den Ärmeln habe ich geschummelt und den faulen Ansatz statt des schönen verfolgt :D den Kragen habe ich innen aber schön per Hand angenäht.) und nähe erst den Reißverschluss ein und danach den unteren Rockteil an (und vor dem Säumen desselbigen graut mir schon - runde Säume sind furchtbar! Mal gucken, obs mit Kräuseln funktioniert).
Deshalb ist das Kleid auch halbfertig: Die Auswahl an nahtverdeckten Reißverschlüssen in Stoffläden ist erstaunlich gering. Auf 20 Reißverschlüsse kommt etwa 1 nahtverdeckter, wenn man Glück hat, und dann nur in 3-4 Farben und genausovielen Längen. Ein schwarzer RV mit 25 cm Länge hilft mir aber grade nicht weiter ... Und 55 cm stand gar nicht erst zur Auswahl, in keiner Farbe und RV-Qualität. Ist halt nur ein Kleinstadtstoffladen.

Also habe ich im Internet bestellt (bei Dawanda - dort kaufe ich immer meinen nicht vor Ort erhältlichen Kleinkram, weil man bei den meisten Dawanda-Shops nur die tatsächlichen Portokosten bezahlt und nicht für ein 1 €-Teil 5-6 € Versandkostenpauschale hinlegt) und harre der Reißverschlüsse, die da kommen werden.

Fortsetzung folgt!

Lg
Nria

*ich bitte die mäßige Fotoqualität zu entschuldigen; mein Kameradisplay ist kaputt und auch wenn die Kamera einen Sucher hat und man sie daher noch benutzen kann, sind die Einstellungen doch Glückssache, die werden nämlich auf dem Display angezeigt. Bzw. sollten dort angezeigt werden ...

Sonntag, 20. April 2014

7 Sachen [80]

 Immer wieder sonntags ... 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


 Tiramisu gemacht für die abendliche Geburtstagsfeier vom Liebsten. Ich die Creme, er die Kaffee-Bisquit-Manscherei. Die Mascarpone habe ich großzügig mit Frischkäse gestreckt.


 Eine Stiefelstange im Schuhschrank angebracht. Der Ikea-Mensch wollte sie uns erst gar nicht für den Schrank verkaufen: "In den 40er-Pax können Sie keine Stange machen!" - "Warum nicht? Der ist doch genauso breit wie der 60er?" - "Das ist aber nicht dafür gemacht, da passen ja keine Kleiderbügel rein!" - "Ich will auch Stiefel dran aufhängen, Kleiderbügel sind mir egal" - "Aber da ist keine Bohrung in der Mitte!" - "Ich habe eine Bohrmaschine ..."
Stellte sich aber raus, die habe ich gar nicht gebraucht. Stiefelstangen kann man wunderbar in der hinteren Regalbrettbohrung anbringen, mittig wäre da sowieso blöd, weil die Stiefel vorn ja länger sind als hinten.


Gefühlt hunderte Schrankbretter ausgepackt und die Regalbodenhalternupsis in einem Glas gesammelt.


Die Doppelzwiebel fotografiert, die mir der Liebste hingehalten hat: "Guck mal, zwei Zwiebeln, die sich eine Schale teilen! Wie sie sich aneinanderschmiegen!"


 Schrankscharniere wieder abgeschraubt, weil falsch angebracht. Man sollte doch erst die Anleitung lesen und nicht davon ausgehen, dass alle Schrankscharniere gleich zu befestigen gehen ...


Eine Larpaxt in Sicherheit gebracht. Die Kumpels des Liebsten waren sehr fasziniert davon (immer interessant, wenn Nicht-Larper bemerken, was für tolles Spielzeug Larper doch besitzen), aber sie ist schön hiergeblieben.


Teile eines sehr großen Ostereis gegessen, und Teile der Pralinenfüllung. Mjam. In der Familie des Liebsten gibt es tolle Oster-Traditionen!

Eine Sammlung von 7-Sachen-Blogeinträgen von heute gestern findet ihr bei Grinsestern!