Freitag, 12. Dezember 2014

Paper Piecing im Winterwald


Ich hab für Hana einen Adventskalender gebastelt. Und Hana brauchte Platzdeckchen, weil sie keine Tischdecke hat. Und ich habe bei Hab ich selbstgemacht ein hübsches kleines Paper Piecing-Erstlingswerk gesehen und es sah hübsch aus und klang gar nicht so schwierig ...


Also ran an den Speck das Papier!
Falls jemand noch nie davon gehört hat: Paper Piecing ist eine Patchworktechnik (schaut euch am besten dieses Video an). Patchwork hab ich auch noch nie gemacht. Hatte nämlich keine Lust, haufenweise Fitzelchen exakt zuzuschneiden (grob reicht). Genau das kann man sich bei Paper Piecing aber sparen und weil man alles an Papier festnäht, ist es auch viel weniger fummelig.


Ich habe mir zwei Vorlagen von Regina Grewe ausgesucht: Die "kleine Landschaft" (per Hand auf 200% vergrößert) und den "Winterwald".
Da ich weder im Besitz eines Rollschneiders bin noch Patchworkerfahrung hatte, hab ich ein bisschen improvisiert. Und festgestellt: "Nahtzugabe mit Kreide markieren und mit Schere abschneiden" geht auch, wäre bei einer ganzen Decke aber wohl irgendwann nervig. Für kleine Projekte funktioniert's aber gut.
Ich habe außerdem alle Linien vor Beginn vorgefalzt, weil das mit dem "An Postkarte entlangfalten" während des Nähens nicht gut funktioniert hat. Das hat sich als sehr sinnvoll herausgestellt!
Ansonsten sollte man nur darauf achten, dass das anzunähende Fitzelchen wirklich groß genug ist (ich musste ein paarmal stückeln) und nicht verrutscht. Aber im Prinzip ist Paper Piecing wirklich einfach!

Und nun das Ergebnis:



Der Pünktchenstoff sollte vor Jahren mal ein Neckholderkleid im Fifties-Stil werden. Da Stil und Form aber irgendwie nicht (zu mir) passen wollten, wurde der Stoff zu mehreren Probeteilen verarbeitet. Gut, dass noch was übriggeblieben ist, so kann es auf den Tischsets schneien :)
Bei den Tannen im Winterwald habe ich möglichst unterschiedliche Strukturen für einen plastischen Effekt verwendet. Einfacher geht Patchwork natürlich mit dünnen Baumwollstoffen gleicher Qualität, die lassen sich auch leichter bügeln.
Bei der Landschaft hätte ich gern für das mittlere Schneesegment einen ganz hell-pastellblauen Stoff verwendet, einen Zwischenton zwischen dem hellblauen und dem weißen Batist, aber es ließ sich keiner auftreiben, also habe ich weißes Leinen genommen und gehofft, dass es etwas dunkler wirkt, weil es grober gewebt ist.


Die Rückseite ist rote Ditte, die noch in der Stoffrestekiste rumlag und als Zwischenlage habe ich alten Frotteebademantel und altes Sweatkleid verwendet (ha, es lohnt sich doch, sowas aufzuheben!).
Fürs erste Mal Patchwork (und Paper Piecing) bin ich doch recht zufrieden. Die Kanten der Einfassung sind etwas improvisiert, weil ich keine Lust auf Briefecken hatten, sind aber irgendwie charmant. Ein bisschen denke ich, dass noch ein gelber Stern in den Himmel müsste. Aber das geht nachträglich ja immer noch, wenn ihn wer vermisst :)

Lg
Nria

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