Montag, 5. Dezember 2016

Was vom November übrig blieb

Mitte November waren wir auf einem Con, der war schön, wenn auch saukalt. Ende November haben wir endlich mal den ersten Fall von T.I.M.E Stories durchgespielt (ein ganz besonderes Brettspiel) und Fantastische Tierwesen angeschaut. Ein toller Film! Und besonders schön war das jährliche Nähkromantenwichteln.

Winter ist coming!


Für uns selbst genäht im November:
Upcycling-Kleid mit grauer Passe (Beitrag folgt)

Für andere gemacht im November:
Pferde-Patchworktasche  
Wichtelgeschenk 1 von Nria - Genaueres folgt später, aus offensichtlichen Gründen ;)
Wichtelgeschenk 2 von Nria: Kleiner Stoffdrache (Beitrag folgt später)
Lauter Adventskalender! 

Was man halt so macht Ende November ...


Angefangene Projekte: -

Gescheiterte Projekte: -

Neue Schnittmuster, Anleitungshefte und Bücher:
burda 5/2012, bei eBay erbeutet

Stoff gekauft: 5,2 m: 1 m Pinguinstoff, 1,2 m grauer Zopf-Strickstoff, 1,5 gemusterter Romanitjersey, 1,5 m gemusterter Jacquardsweat
Stoff vernäht: 1,1 m: ungefähr 30 cm Sweatreste, ca. 30 cm Patchworkstoffe, 50 cm grauer Zopf-Strickstoff
Knöpfe vernäht: -

Wir freuen uns im Dezember auf: Adventskalender! Noch ein Con für Nria. Und das Jahresende hat natürlich auch immer viel zu bieten!

Sonntag, 4. Dezember 2016

7 Sachen 45/2016

Immer wieder sonntags ... 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Die zweite Kerze angezündet.


Neue Stoffe gestreichelt. Sind sie nicht fantastisch? Und ja, ich kaufe in letzter Zeit öfter Stoffe - mein Stoffschrank quillt über, aber es sind quasi nur Stoffe für Mittelalterzeug drin, fast gar keine für den Alltag. Da habe ich tatsächlich "einen Schrank voll nix anzuziehn" ...


Ein Schnittmuster zusammengepuzzelt. Wenn ihr den Hoodie "Nelly" von Pattydoo auch so toll findet (er hat ganz viele Teilungsnähte!), empfehle ich euch, auf die Printversion des Schnitts zu warten. 70 Seiten ausdrucken und zusammenkleben macht wenig Spaß ... (und das für ein Sweatshirt!! Liegt an den vielen Teilen wegen Teilungsnähten und daran, dass der Schnitt von Gr. 32-54 geht und deshalb Einzelteile 5-6 Blätter brauchen, für die in den kleineren Größen 2 reichen würden. Ein-Größen-Schnittmuster haben durchaus Vorzüge ...)


Endlich die neuen Larpmünzen ins Larp-Geld-Döschen umgefüllt. Das Tütchen lag seit dem Kauf auf dem Wohnzimmertisch rum, weil irgendjemand zu faul zum Aufräumen war. Ist die Dose nicht die passendste Münzenaufbewahrung der Welt? :D


Murks gemacht. Warum steht denn da was über? Her mit dem Nahttrenner ...


Zum Nähen Weihnachtsmusik rausgesucht (das Hörbuch war alle). Ist schließlich schon der zweite Advent!


Gelesen. Sabriel ist eins meiner absoluten Lieblingsbücher - ich sollte mal eine Rezension dazu schreiben, damit ihr es auch alle lest. Die Zeitschrift habe ich mir am Essener Bahnhof gekauft, um 20 Minuten Zugverspätung zu überbrücken (für 5 Minuten Zugfahrt hätte ichs nicht gebraucht) - war aber echt uninteressant. Ich hätte mir was anderes gekauft, aber der Zeitschriftenladen war winzig und ich hatte nicht mehr viel Geld (alles auf dem Weihnachtsmarkt in leckere Dinge investiert - ich kann die Lebkuchenwaffeln empfehlen!).

Eine Sammlung von 7-Sachen-Blogeinträgen von heute findet ihr bei Grinsestern!  

Freitag, 2. Dezember 2016

(Not So) Sweet Nelly - royalblaue Wolljacke

Ich wollte ja mal öfter über misslungene Dinge schreiben, wie den Firefly-Bolero oder die Farbenmix-Adventskalendertasche 2012. Habt ihr übrigens schon den Beitrag über unser Cake Pops-Desaster gelesen?

Blau, aber Flop!

Die Jacke Sweet Nelly aus der Ottobre Woman Herbst/Winter 2008 ist kein Desaster. Mehr eine Mischung aus "passt nicht gut", "steht mir nicht gut" und "nicht mein Stil."

Hier erkennt man den gerüschten Kragen besser.


Ich werde bei Schnittmusterzeitschriften immer magisch von den Jacken angezogen. Ich mag Jacken einfach. Sie haben hübsche Formen und schöne Materialien zu bieten und praktisch sind sie auch noch ... und wie schick sie auf Technischen Zeichnungen aussehen!
Besonders schön sah Sweet Nelly aus. Bei "war ursprünglich eine Kinderjacke" hätte ich ja schon misstrauisch werden müssen, aber grundsätzlich mag ich Puffärmel halt.

Puffige Jacke!

Jedenfalls habe ich ein Probeteil aus grauer Baumwolle genäht - sah nicht schlecht aus, war mir aber etwas zu groß (Disclaimer: Die blaue Jacke ist mir heute auch zu groß, aber als ich sie genäht habe, hatte ich noch eine Kleidergröße mehr und die Jacke hat mir gepasst). Die "richtige" Jacke habe ich aus relativ dünnem royalblauem gewalkten Wollstoff genäht. Den hatte ich mal in großer Menge im Ausverkauf erstanden und auch meine historisch inspirierte Pöpke-Friesenjacke (ziemlich weit unten zu sehen im Beitrag) daraus genäht.

Das Futter ist blauer Futtertaft, dazu habe ich schnörkelige Knöpfe verwendet.

Die Knöpfe und Innenansicht der Vorderkante.

Für die Ärmel habe ich die gleichen Knöpfe in kleiner verwendet.

Hübsche Knöpfe. Die aufgesetzte Tasche überzeugt mich weniger.


Und das Ergebnis? Sieht ja nicht schlecht aus. Ist aber nicht Ich. Zu kindlich, irgendwie. Manchmal sollten Kinderschnitte wohl einfach Kinderschnitte bleiben ...
Schon schade, meine erste und einzige selbstgenähte Jacke (abgesehen von Larp-Jacken) und ich trage sie nicht.

Raffungen allüberall: An den Passen, Kragen, Ärmeln, Taschen ... dann doch too much.

Das Probeteil, das nicht mehr existiert, gefiel mir dagegen recht gut - der deutlich dünnere Stoff ließ die Ärmel weniger bauschig fallen und der graue Baumwollstoff war ein Kontrast zum "romantisch-niedlichen" Schnitt. Aber es passte nunmal nicht und ich glaube, die Verarbeitung war auch nicht so dolle, wegen Probeteil.

Diesem Schnitt zeige ich die kalte Schulter!

Aber ich habe draus gelernt: Aufgesetzte Taschen mag ich offenbar nicht, Puffärmel an Jacken auch nicht (an Shirts finde ich sie dagegen gut). Wenigstens waren die Stoffe nicht teuer.

Schnitt: Jacke "Sweet Nelly" aus der Ottobre 5/2008
Stoff: gewalkter Wollstoff, Futtertaft
Änderungen: keine

Lg
Nria

Mittwoch, 30. November 2016

Upcycling: Kauf-Sweatshirt mit neuer Schulterpasse

Im Schlussverkauf Anfang des Jahres habe ich in der Herrenabteilung ein flauschiges Sweatshirt gefunden, dessen Motiv ich sehr mochte. Für unter fünf Euro habe ich es mitgenommen, schon mit dem Gedanken "Das ist ein Bastelstück, kein fertiges Teil" - wie schön ist es, nähen zu können! Bevor ich zu nähen angefangen habe, hätte ich es bedauernd im Laden hängen gelassen.

Ihr seht die Misere ...

Über der Brust war das Sweatshirt etwas zu weit und hat Falten geworfen - das ist flott zu beheben. Die Ärmellänge ebenfalls. Mehr Sorgen machte mir der Grundschnitt: Raglan-Schnitte mag ich an mir nicht besonders - sie verschmälern optisch die Schultern und meine Schultern sind ohnehin schon so schmal. Durch den flauschigen Stoff sind die Nahtschatten sehr deutlich und die Nähte real auffälliger als auf den geblitzten Fotos.

Ich habe eine Weile rumskizziert und verschiedene Möglichkeiten von Schulter-Aufsätzen probiert, die die Schultern optisch wieder in die Breite ziehen sollen. Ursprünglich wollte ich einen rot-weiß gestreiften Stoff, das fand Nria aber "too much". Daher habe ich mir einen Rest von einem schwarzen Musterjersey geschnappt, aus dem Nria bereits ein Kleid genäht hat. Mit dem Reststück bin ich gerade so eben hingekommen - der Stoff ist jetzt wirklich restlos verbraucht!

Geometrie-Passe - danke an Nria für den Stoffrest!

Den Schnitt für die Schulterpasse habe ich einfach vom Sweatshirt abgenommen, Jersey ist ja passformtechnisch sehr dankbar. Nachdem ich an den Raglannähten vorn auf Brusthöhe etwas Weite rausgenommen habe, habe ich die Kanten der schwarzen Passe schmal umgeschlagen und dicht entlang den Kanten drübergesteppt.

Jerseybündchen sind so wunderbar weich und anschmiegsam ...

Damit sich der Musterstoff nochmal wiederholt (und weil ich die Ärmel ohnehin kürzen musste) habe ich die Ärmelbündchen des Sweatshirts durch Bündchen aus dem Musterjersey ersetzt.
Zum ersten Mal ausgeführt habe ich mein neues Lieblingsstück dann auf der Reenactormesse:


Nicht nur, dass das Sweatshirt jetzt besser passt und die Schultern optisch breiter werden ...


... das Sweatshirt ist jetzt auch viel interessanter und sieht insgesamt einfach viel mehr nach "Hana" aus. Letztens habe ich jemand mit dem Original-Pulli rumlaufen gesehn und hab mich gewundert, wie langweilig der plötzlich wirkte ...


Wie sieht's bei euch aus - näht ihr nur komplett neu, oder widmet ihr euch auch ab und an dem Upcycling?

Verlinkt beim MeMadeMittwoch.

Eine schöne Zeit wünscht
Hana

Dienstag, 29. November 2016

Zelda-Adventskalender

Ein letzter Adventskalender von mir dieses Jahr!


Beim Ausmisten habe ich ein altes Zelda-Computerspiel-Lösungsheft gefunden. Es lag jahrelang tief irgendwo vergraben und der Liebste hätte wohl auch nicht mehr reingeschaut, mochte sich aber nicht vom Heft trennen - ich fand die Illustrationen so schön und wirklich zu schade, um weitere Jahre in Kisten zu liegen und habe ihn gefragt, ob ich ihm aus dem Heft einen Zelda-Adventskalender basteln dürfte. Nach kurzem Überlegen seinerseits durfte ich!


Ich wollte die grünen Tüten oben spitz formen, so dass die Zelda-Figuren vor einer Gebirgslandschaft stehen. So richtig kommt die Assoziation nicht rüber, finde ich, dazu sind wohl die Figuren zu groß und die Tüten zu klein ... trotzdem gefällt es mir so besser als schnöde rechteckige Päckchen.


Schnippschnapp! Freigestellt sehen die Figuren noch schöner aus als zwischen den Texten im Heft ...


Für die Nummerierung wurde es diesmal etwas Besonderes: Jeweils ein Symbol aus dem Spiel klebt auf einer Zahlenleiste und auf den Päckchen. So sieht man nicht sofort, welches Geschenk für welchen Tag ist und darf jeden Morgen ein wenig suchen.


Der Adventskalender ist ziemlich einfach herzustellen und doch vor allem für Fans sehr effektvoll - wer kein altes Heft mit Motiven zur Hand hat, findet sicher auch viele Motive im Internet zum Ausdrucken.


Der Liebste freut sich nun, dass er das Heft zum "Ernten" freigegeben hat - er liebt seinen Kalender sehr und kann den ersten Dezember kaum abwarten ...

Wie sieht's bei euch aus - habt ihr auch altes Spielezubehör, von dem ihr euch nicht trennen könnt? Und habt ihr Zelda gespielt? Ich nämlich nicht ...

Verlinkt bei HandmadeonTuesday und Creadienstag.

Eine schöne Zeit wünscht
Hana

Sonntag, 27. November 2016

7 Sachen 44/2016

Immer wieder sonntags ... 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Die erste Kerze angezündet.


Stoffbestellung ausgepackt. Und ein bisschen gestreichelt.


Ein Fotowand-Bild gemacht. Fotowände ziehen mich ja magisch an - je alberner, desto besser.
Diese stand im Kino, wo wir den entsprechenden Film geschaut haben - zu "Phantastische Tierwesen" habe ich ja sehr durchwachsene Meinungen gelesen, von "Super!" bis zu "Habe nach einer halben Stunde den Saal verlassen, schrecklicher Film". Ich persönlich fand ihn ja super.


Kirschglühwein getrunken.


Kekse gebacken: Rosmarin-Marzipan-Plätzchen, Gewürzplätzchen, Zimtkipferl, Haselnussmakronen, Pfeffernüsse.


"T.I.M.E Stories" aufgebaut - gleich kommt noch Besuch, mit dem wir eine Runde spielen.


Ein Wichtelgeschenk ausgepackt und wahnsinnig gefreut! Ordentlich zensiert, weil man nämlich erst nach Ablauf der Deadline seine Fotos zeigen darf ;) aber eine kleine Vorschau ist bestimmt erlaubt!

Eine Sammlung von 7-Sachen-Blogeinträgen von heute findet ihr bei Grinsestern!  

Freitag, 25. November 2016

Geschenk mit kleinem Stressfaktor - Tragetasche mit "Folk Art Horse"-Paperpiecing

 Ich habe mal gelesen, dass Menschen zu einer völligen Fehleinschätzung neigen, was Zeitplanung betrifft: Man geht unterbewusst davon aus, dass alles so gut wie möglich läuft und berechnet danach die Zeit, die man für eine Sache brauchen wird. Selbst dafür wäre meine Einschätzung für dieses Projekt völlig daneben gewesen ... aber das Ergebnis mag ich trotzdem!

Das fertige Pferdchen noch ohne Tasche!

In den 7 Sachen 41/2016 habe ich ein Paper Piecing-Projekt gezeigt. Für ein Geschenk wollte ich "schnell noch" eine Tasche mit Pferdemotiv nähen. Nach kurzer Suche habe ich ein wunderschönes Paper Piecing-Pferd gefunden und wollte dann kein anderes mehr. Die komplexeren Patchworkmotive sehen natürlich auch am schönsten aus und nicht so kindlich-naiv wie einfachere - leider dauern sie auch länger. Statt der veranschlagten "Och, so 2-3 Stunden" habe ich dann den kompletten Samstag gebraucht ...

Das Motiv ist aufgeteilt in 15 Stücke, die wiederum aus 6-24 Einzelteilen bestehen, im Schnitt ca. 12. Die muss man erstmal alle anmalen (ok, das ist optional, aber dringend zu empfehlen, wenn man sich nicht später schwarzärgern will, weil man irgendein Teil in der falschen Farbe angenäht hat) und am besten die Linien vorfalzen.

Ein Haufen Arbeit!

Und ausschneiden. Allein die Vorbereitung hat schon eine ganze Weile gebraucht. Dann ein paar Stunden Nähen der einzelnen Segmente, inklusive doofer Fehler (ein Stück Stoff verrutscht oder doch zur falschen Farbe gegriffen und man muss eine 1 mm-Stichlänge-Naht trennen).
Das Blöde ist, wenn man erstmal angefangen hat, will mans auch fertig machen, auch wenns länger dauert ...
Es zeigte sich übrigens wieder mal: Am besten ist es, nur Patchworkstoffe zu verwenden - dünne Baumwollwebstoffe. Der hellblaue Hintergrundstoff ist etwas dicker als Patchworkstoffe und ließ sich gleich deutlich schwieriger verarbeiten - außerdem werden manche Stellen dadurch relativ dick, besonders, wenn viele schmale Stücke aneinandergenäht werden und sich dadurch die Lagen der Nahtzugaben addieren.

Von hinten sieht man all die einzelnen Nähte und Papierreste!

Das Zusammennähen war eigentlich okay von der Zeit. Aber es ist nicht so einfach, alles exakt zusammenzunähen, sodass die Pferdeteile auch genau aneinanderpassen. Was ich vom Zeitfaktor her immer völlig vergesse, ist das Heraustrennen der Papierteile. Wenn man viele kleine Teile hat, dauert das ...
Übrigens habe ich festgestellt, dass es einfacher ist, erst die Papierteile abzulösen und danach die Segmente aneinanderzunähen. Der Stoff ist dann weicher und flexibler und man hat mehr Kontrolle. Es empfiehlt sich aber, die Segmente vorher von über die Vorlage hinaus herausragenden Stoffstücken zu befreien. Sobald die Vorlage weg ist, hat man ja keine Hilfslinien mehr.

Danach habe ich eine Tasche zugeschnitten samt Futter (die Rückseite des Motivs ist soo ansehnlich ja auch wieder nicht). Die Rückseite habe ich aus einem anderen Stoff genäht, weil ich für den Pferdehintergrund zuviel verbraucht habe. Hat dann ganz knapp nicht gereicht. Aber die Vorderseite ist hoffentlich hübsch genug.

Endlich (p)fertig!

Die Tasche ist noch rechtzeitig fertig geworden und die Empfängerin hat sich gefreut - dafür hat sich die Arbeit doch gelohnt.
Aber beim nächsten Mal fange ich wirklich früher an - oder suche mir gleich eine simplere Vorlage.

Lg
Nria