Donnerstag, 23. Februar 2017

Blogparade "3 of a kind": Was ich lernen möchte

Meine geistige Liste, was ich gern lernen würde, ist ziemlich lang - mehr Instrumente, mehr Sprachen, es gibt so viele interessante Dinge auf der Welt!
Auf sasverse bin ich über eine 3 of a kind-Blogparade gestolpert, die sich diesen Monat mit diesem Thema beschäftigt.
Hier beschränke ich mich mal auf DIY-Dinge, die ich aktuell wirklich gern lernen möchte:

1. Nadelbinden
Nadelbinding ist eine frühe Form des Strickens, die schon die Wikinger kannten. Damit kann man ganz hervorragend Socken machen, aber auch Mützen, Beutelchen und mehr.
Ein Paar wunderbare genadelte Socken habe ich mal bei einer Tauschkette bekommen - und schon einige Jahre liegen hier eine Nadelbinding-Nadel und passende Wolle herum. Sogar ein Anleitungsbuch habe ich mir letztes Jahr zum Geburtstag gewünscht und auch bekommen ... ob ich es dieses Jahr endlich mal hinbekomme?
Nadelbinden (flinkhand.de)
Nadelbinden-Buch

Alles liegt bereit - nur anfangen muss ich noch ...


2. Handlettering
Wahrscheinlich schaue ich zu viele Bullet Journal-Bilder im Netz an ... in letzter Zeit bin ich fasziniert von schönen, teilweise richtig künstlerischen Schriften und möchte auch gern ein wenig davon lernen. Es gibt so viele Anwendungsmöglichkeiten, nicht nur fürs Bullet Journal und Filofax: Geburtstagskarten, Larp-Dokumente und -Bücher ... eine Reihe Seiten im Netz hab ich mir schon gespeichert, geeignete Stifte benötige ich aber noch.
Handletterin - ein Update (die-photographin.de)
piecescalligraphy.com

So wie auf der Karte wär doch schon schön?


3. Fotografie
Seit letztem Sommer bin ich stolze Besitzerin einer digitalen Spiegelreflexkamera - halbwegs taugliche Bilder bekomme ich inzwischen hin, bisher habe ich mich aber nur wenig aus dem Automatik-Modus herausgetraut. Jetzt möchte ich mich gern mehr mit Belichtung, Schärfe und all den anderen Einstellungen vertraut machen, um wirklich schöne Bilder schießen zu können.
foto-tipps.com
fotophobia.de

Große Herausforderung: Foto von der guten Kamera mit der ollen schlechten Kamera machen - bei schlechtem Licht ...


Wie sieht's bei euch aus - was möchtet ihr lernen? Habt ihr auch eine lange Liste mit Lernwünschen, oder seid ihr da eher bescheiden?

Eine schöne Zeit wünscht
Hana

Mittwoch, 22. Februar 2017

Mrs. Klassik mit Punkten und Vögeln - Sweatshirt mit Kragen

Ich mag Schalkrägen. Die sind schön rund, einfach zu nähen und wenn man will, kann man einen Kontraststoff verwenden.

Bisher befinden sich in meinem Schrank und werden sehr geschätzt: Das flauschige blaue Burda-Sweatshirt und das graue Pfeil-Sweatshirt mit schwarzem Kragen nach Farbenmix.

Beide werden gerne getragen, aber ich wollte auch gerne mal die ganz klassische Variante, ohne Wiener Nähte oder sonstiger Teilung, und als bei Makerist mal wieder die 2 €-Angebote lockten, habe ich den Schnitt Mrs. Klassik von Konfetti Patterns erworben.
 
Meliert und gepunktet!

Der kam mir auch gerade recht, als wir unserer Mutter zum Geburtstag ein selbstgenähtes Sweatshirt nach Wunsch geschenkt haben - sie durfte Stoff und Design aussuchen, wir haben genäht. Entschieden hat sie sich für die Mrs. Klassik, dunkelroten Sweat und einen Rest grauen Vogeljersey vom PARTY.kleid. Noch lieber hätte sie den Pfeilsweat gehabt, aber davon gabs keine ausreichend großen Reste mehr.

Rot mit Grau!


Anfang Januar habe ich dann in einem polnischen Shop Sweat bestellt, weil er so günstig war und es eine tolle Farb- und Druckauswahl gab  (als Nachteil stellte sich bei mir heraus: Die Flauschigkeit verschwand schon bei der ersten Wäsche, aber erstens passiert das mit jedem Sweat irgendwann und zweitens gibts ja auch Sommersweat). Leider war die blaumelierte Version eher petrolfarben und nicht ganz meinem Farbtyp entsprechend, aber wofür gibts denn Schnittmuster mit Kragen - durch einen andersfarbigen Einsatz kann man sowas ja korrigieren und mir als Wintertyp steht Schwarz super, das passt dann auch zu allem. Zu schwarzmelierten Stoffen natürlich perfekt!

Schwarzweiß eingefasst für Wintertypen.


Einen Kombistoff dazu hatte ich schnell: Der schwarzweiße Jersey "Dotted Boulevard" von Art Gallery stand schon lange auf meiner Wunschliste - Pünktchen mit Sprenkelmuster! Und gerade sehr teure Stoffe (25 €/m ist schon ne Menge für einen Jersey) bieten sich ja eher für Akzente an.

Kleiner Kragen ganz groß!

Apropos "schnell": Das ganze Teil geht ziemlich schnell. Der Schnitt ist schnell zusammengeklebt, weil man bei Vorder- und Rückenteil nur die Hälfte kleben muss (wird im Stoffbruch zugeschnitten und bei kleinen Größen spart man sich noch zwei Seiten), es sind nur 4 Schnittteile und die Verarbeitung geht auch super fix.
Allerdings scheinen die Ärmelkugeln keinerlei Mehrweite zu enthalten und es gibt auch keine Passzeichen - das wirkt auf mich nicht sehr professionell ...

Und schon wieder hat keiner die Falten glattgezogen ....


Weite und Länge finde ich perfekt für mich. Die Ärmel habe ich mit kleinen Bündchen aus dem Punktjersey versehen, um das Schwarzweiß nochmal aufzugreifen. Ein Bündchen hat aber mehr "Kritzel" in den Punkten, das andere hat fast nur perfekte Punkte, das stört mich ein bisschen. Mal sehen, ob mich noch die Lust überkommt, das Ding andersrum anzunähen (innen war mehr Gekrakel).

Der Ausschnitt ist mir mal wieder ein bisschen zu groß (kalt im Nacken!). Aber sonst bin ich sehr zufrieden!

Stoff: Wintersweat von dresowska, Jersey "Dotted Boulevard" von Art Gallery
Schnitt: Mrs. Klassik von Konfetti Patterns
Änderungen: Ärmelbündchen hinzugefügt
Verlinkt beim MeMadeMittwoch und AfterWorkSewing.

Lg
Nria

Sonntag, 19. Februar 2017

7 Sachen 8/2017

Immer wieder sonntags ... 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

 

Endlich meine Mrs. Klassik gesäumt (ich hatte den Bündchenstoff verlegt). Und dann die Nägel passend lackiert mit essence Intergalactic Adventure (was wiederum auch hervorragend zum SciFi-P&P passt!).


Einen Kartoffel-Hack-Kuchen gebacken. Ich habe letztes Jahr das Heft "Pikante Kuchen" gekauft, in dem von Quiches über Pizza zu Brot, Strudel und Kleingebäck eine Menge  leckerer Sachen drin sind.


Ein Trauerweiden-Abschiedsfoto gemacht. Die stand schon immer am Teich hinter unserm Elternhaus - war jetzt aber wirklich kaputt und schon zu großen Teilen zerbrochen und in den Teich gestürzt.


Ein Probeteil entsorgt. War ein Vollflop.


 Ein Gunship abgeschossen. Mittels Würfelwürfen, wie üblich.


Hingebungsvoll in der bestellten Fashion Style 10/2016 geblättert. Kleid nr. 8 hat es mir besonders angetan!


Gasthände: Ärmelaufschlag für eine Larp-Tunika zugeschnitten.

Eine Übersicht aller 7-Sachen-Beiträge findet ihr bei Grinsestern.  

Donnerstag, 16. Februar 2017

21 Dinge, die man aus Stoffresten fürs Larp machen kann

Wir outen uns: Wir haben Stoffrestekisten, nach Farben sortiert. Die füllen eine ganze Kommode und stapeln sich daneben.
Ab und zu platzen die Kisten aus allen Nähten und man muss reduzieren - aber lieber Vernähen als Wegwerfen (Verschenken geht auch, hab schon ne große Tüte den Pfadfindern gespendet). Da Larpstoffe oft nicht unbedingt dem Alltagsgeschmack entsprechen, haben wir ein paar Vorschläge für die Verwertung für Larp-Dinge - wenn man einfach genug Beutelchen hat (wobei wir finden, an Beutelchen kann man schon einen ganzen Haufen gebrauchen: eins für Münzen, eins für Nähzeug, eins für Würfel, eins mit bisschen Verbandzeug, eins mit nem kleinen Snack für zwischendurch ...).

1. Dolchscheiden
Hier kann man Stoff auf gleich zweierlei Weise verwenden: Unsichtbar für die Linothorax-Methode und sichtbar als äußeren "Bezug". Denn warum nur Leder als Außenstoff verwenden? Da man die Scheide aber nicht waschen kann, empfehle ich, einen wasser- und schmutzabweisenden Stoff wie gewalkte Wolle zu verwenden.


Dolchscheide in Linothorax-Bauweise mit Bezug aus schwarzem Wollstoff und hellem Leder

2. Besteckbeutel
Entweder simpel als Säckchen oder mit Fächern für die einzelnen Besteckteile.

Simpler Besteckbeutel aus Baumwollstoff

3. Applikationen
Der Klassiker. Perfekt eignet sich gewalkter Wollstoff, der hat eine schöne Struktur und franst wenig. Mit hintergebügelter Vlieseline eignet sich aber fast jeder Stoff - besonders interessant sind Kombinationen: Wolle auf Seide, Seide auf Leder, Leinen auf Wolle ...

Applikationen aus Leder und Seide

4. Geldkatzen
Funktionieren nicht nur aus Leder - und jeder sollte eine haben. Mindestens.

Geldkatzen aus Leder und Stoff

5. Halswärmer
Wenn die Gugel nicht eng genug ist und man noch am Hals friert ...
Anleitung für ein Wickel-Halstuch auf Die kreativen Adern
Kragen von Aureliacreative 
... oder mein Halswärmer zum Knöpfen (Anleitung folgt):

Geknöpfter Halswärmer aus Wollstoff mit Baumwoll-Futter

6. Kappen/ Mützen
Ein Stoffreste-Verbrauchs-Klassiker für uns - unser Mützen-Fundus wächst und wächst ... gerade, wer ab und zu als NSC auf Cons fährt oder selbst Cons veranstaltet, kann aber auch viele Hüte und Mützen gebrauchen - nichts verändert so schnell das Aussehen wie ein anderer auffälliger Hut!

Mützenvarianten und Bundhaube

7. Gürteltaschen
Warum immer nur aus Leder? Aus Stoff funktionieren Gürteltaschen genauso gut und lassen viel mehr Variationen in der Optik zu. Neben dem ohnehin meist aus Stoff genähten Almosenbeutel können sich auch Nierentaschen und sonstige Formen der Gürteltasche aus Stoff sehen lassen.

Almosenbeutel aus Wollstoff und Gürteltasche mit Schrägbandeinfassung

Nierentasche aus gewalkter Wolle

8. Nadelhefte
Für den losen Knopf zwischendurch - oder für Heiler.

9. Armbänder zum Ticketband-Verstecken
Auf Großcons bekommt man ein Armbändchen zum Zeichen, dass man angemeldet ist. Auf Festivals okay, auf Larpveranstaltungen eher mäßig schick - also einfach ein IT-taugliches Armband drübertragen! Auf Verlangen kann man es ja immer noch abmachen, um das Con-Bändchen vorzuzeigen.

Manchmal passts zum Charakter - meine Priesterin trägt sowieso ein Namensband wie jeder in ihrem Orden; für Großcons  habe ich einfach ein breiteres gemacht:

Ticketband-Versteck-Bändchen für meinen Priestercharakter.


Geht aber auch neutral:

Versteckt ein Ticketband, hat Schnörkel.

10. genähte Strümpfe
Wer's drunter lieber historisch trägt statt Stricksocken ...

Strumpf in Overknee-Länge

11. Handschuhe
Fingerhandschuhe sind natürlich die Königsklasse - Fäustlinge oder 3-Finger-Handschuhe dagegen auch für weniger geübte Näher gut machbar.

12. Gamaschen oder Stulpen
Anleitung für Gamaschen

Stulpen gehen auch für die Arme! Einfach mit einer Gewandnadel am kurzen Ärmel festpinnen

13. Duftsäckchen
Für die Dame von Welt ... oder auch mit Riechsalz für den Heiler.

14. Spielpläne
Aufgestickt, aufgemalt, aufgenäht ...

"Glückshaus"-Spielplan

15. Büchereinbände
Ich weiß nicht, wie es euch geht - ich habe einen ganzen Haufen Bücher fürs Larp. Larp-Liederbücher, -Gebetsbücher, -Notizbücher, -Zauberbücher, -Geschichtsbücher ...

Gesangbuch mit Applikation und Bemalung

16. Flaschensäcke
Wem Feldflaschen aus gehärtetem Leder zu teuer oder zu wenig geschmacksneutral sind, der hat Bedarf für Flaschenhüllen. Gut eignen sich Metall-Feldflaschen aus dem Militärbedarf, aber auch Glas oder Plastik kann mit der passenden Hülle praktisch sein und schick aussehen. Ein Vorteil des Flaschensacks: Er kann sich mit Gürtelschlaufen oder Umhängeband den Aufbewahrungsvorlieben anpassen.

Einfache Flaschentasche zum Umhängen

17. IT-Spielzeug, Puppen, Tiere
Für Kinder oder für Erwachsene als Charakter-Accessoire, IT-Erinnerungsstück oder Plotutensil ...

Genähte Larp-Puppen

18. Stoffknöpfe
Anleitung mit Bildern

19. Kleine Umhängetaschen

Die klassische Pilgertasche - hier mit Knopf-Verschluss und Wellensaum

20.  Stoff-/Miedergürtel
Mal was anderes als der klassische Ledergürtel ...

... und schöne Motive kann man auch noch unterbringen.

21. Krugdeckchen

Wenn man nicht gerade Kreuzstich sticken will, braucht man auch keinen speziellen Stoff. Und wenn doch, braucht man ja immer noch einen Stoff für die Rückseite.

Krugdeckchen mit Stickerei und Tonperlen

Was macht ihr so aus Stoffresten?

Eine schöne Zeit wünschen
Hana und Nria

Dienstag, 14. Februar 2017

Die Schlafbrille, die einmal ein Star Wars-Schlüpfer war

Ich erwähnte bestimmt schon mehrfach, dass es die tollsten Star Wars-Fanartikel nur in Kindergröße gibt.
Zum Beispiel gab es da Anfang letzten Jahres diese fabelhaften Slips mit "Das Erwachen der Macht"-Motiven - für kleine Jungs. Ich hätte schmollen und weitergehen können, aber da sie ziemlich günstig reduziert waren, kamen sie erstmal mit.

Als erstes habe ich den Gummibund abgetrennt ("Gummiband mit Star Wars-Schriftzug kann man bestimmt immer brauchen!") und die Nähte aufgeschnitten. Dann kam beides in die Stoffreste-Kiste. Vom einen Schlüpfer habe ich die aufgedruckten Motive für mein Gesichtswasch-Set ausgeschnitten, der Rest durfte erstmal ein paar Monate reifen.

Zu Weihnachten wollte ich dem Liebsten dann eine Schlafbrille machen, damit er sich beim Sofanickerchen nicht immer ein Kissen aufs Gesicht legen muss. Großer Auftritt Kinderschlüpfer-Material!

Star Wars-Schlafbrille - "Das Erwachen der Macht" ist mein liebster Star Wars-Film


Da ich zu faul war, selbst einen Schnitt zu erstellen (ja, ich hatte einen sehr faulen Tag), habe ich gegoogelt und eine hervorragende Schlafbrillen-Vorlage von Brigitte.de gefunden. Dafür war der Stoffrest groß genug - ich habe auf die linke Seite Vlieseline aufgebügelt, denn die Elastizität des Jerseys konnte ich für die Schlafbrille nicht brauchen. Für die Rückseite durfte ein Rest grauer Sweatstoff herhalten, zwischen den beiden Lagen ist noch eine Schicht Fleece für die ultimative Blickdichtigkeit.
Nahtzugaben musste ich dem Schnitt keine hinzufügen, denn ich wollte ein wenig Kontrast und habe die Maske mit schwarzem Satin-Schrägband eingefasst (das ist weicher als normales Baumwoll-Schrägband). Jetzt war ich froh, das Gummiband aufgehoben zu haben, denn das passt natürlich perfekt zum Stoff!

Hinten extra-weich!


Verwendet ihr Schlafbrillen? Und kauft ihr auch manchmal Kindersachen wegen tollem Stoff oder Motiven, um sie anderweitig zu verarbeiten?

Verlinkt bei HandmadeonTuesday und Creadienstag.

Eine schöne Zeit wünscht
Hana

Sonntag, 12. Februar 2017

7 Sachen 7/2017 mit jeder Menge Spielen

Immer wieder sonntags ... 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Pöppelchen in den Vulkan geworfen beim Pompeji-Spielen.


Ein Nutella-Glas ins Wasser gestellt, um den Gutscheincode vom Deckel abzulösen.


Das Saxophon poliert.


Beim Kniffel den schlechtesten Obere-Hälfte-Wert ever zusammengewürfelt.


Hefekranz mit Nutella und Kirschen gebacken. Und gegessen. Yummie!


Fotos gemacht.


Zugwaggons aufgereiht beim Zug um Zug-Spielen.

Eine Übersicht aller 7-Sachen-Beiträge findet ihr bei Grinsestern

Freitag, 10. Februar 2017

Art&Stil Blogserie - "Stilprägung"

Auf Art&Stil hat Nico eine spannende Blogserie gestartet - basierend auf einem Buch über Frauen und Stil gibt es aktuell jede Woche Fragen zum eigenen Stil.

  • Welchen kulturellen Hintergrund hast du, und wie beeinflusst er deinen Kleidungsstil?
Da unsere Großeltern fast alle aus Schlesien stammten, mussten sie nach der Vertreibung zu Kindheitszeiten unserer Eltern aufs Geld schauen. Unsere Großeltern und Eltern haben sich viel aufgebaut, waren aber immer auch sparsam. "Von nichts kommt nichts", haben wir oft gehört, "Wer den Pfennig nicht ehrt ..." und auch "Von den Reichen kann man sparen lernen".
Wir stammen aus einer Kleinstadt in Westfalen - wenig Platz für Glamour, Extravaganz und modische Experimente. Schon das eine Mädel in der Schule, das knallrote Haare trug, stach heraus wie ein bunter Hund.

Hier sitzen wir begeistert im Schuhschrank. Gleiche Kleidung hatten wir nur über eine sehr kurze Zeit, aber das sind natürlich besonders niedliche Bilder. Na, wer errät, wer Hana und wer Nria ist?

In der Zeitungs-Schublade unserer Eltern liegen immer die aktuellen Angebots-Prospekte der Discounter, und solange ich mich erinnern kann, wurde dort auch immer gern Kleidung gekauft - ansonsten gabs die üblichen Kaufhäuser. Markenkleidung gab es bei uns nicht, das war nie wichtig, und wir sind froh, dass auch in unsererm Kleinstadt-Gymnasium Markenkleidung nie ein Thema war.
Auch wir zwei sind Schnäppchenjäger - unser Lieblingsladen ist das Outlet TK-Maxx, und auch den Discounter verschmähen wir nicht: Hanas aktuelle Lieblingshose ist vom Lidl.
Selbstgemachtes kennen wir übrigens auch aus unserer Kindheit: Wir wurden fleißig von der Großmutter bestrickt; alle unsere Karnevalskostüme waren von der Mutter selbst genäht.

Selbstgestrickte Pullis von der Omi. So gut würden wir auch gern stricken lernen!

  • Hast du von deinen Eltern etwas über Kleider, Anziehen oder Stil gelernt? Woran erinnerst du dich konkret? Haben sie dir diese Dinge beigebracht oder hast du sie dir abgeschaut?
Von unserer Mutter haben wir gelernt, bei einem Kleidungsstück als erstes aufs Materialschild zu schauen - 100%-Polyester-Teile landen sofort wieder im Regal.

Die Rüschenkleider mochten wir wohl - war aber nicht unsere typische Kinderkleidung.
Sehr lange war Hanas Farbe rosa, Nrias Farbe hellblau. Da hatten wir oft das gleiche Teil, nur jeder in "seiner" Farbe. Nicht nur bei Kleidung, auch unsere Fotoalben sind in diesen Farben. Nicht selbst ausgesucht - einfach zur Unterscheidung, was welchem Zwilling gehört. Meistens haben wir aber einfach bunt getragen.

  • Zeig uns ein Foto von deiner Mutter aus der Zeit, bevor sie Kinder hatte, und beschreibe, was du siehst.
Mond-Mutter bei der Arbeit im Kindergarten
Unsere Mutter hat sich meist eher sportlich gekleidet, es gibt mehr Bilder von ihr in Jeans als im Kleid. Ganz typisch: Bluse oder Polohemd unterm Pulli. Oder, wie hier, unter der Strickjacke (die wir uns sofort mopsen würden).
Interessanterweise hatte unsere Mutter nie lange Haare, sondern immer unterschiedliche Varianten von Kurzhaarschnitt und Bob. Wir hatten entsprechend auch als Kinder immer kurze Haare - bis wir mit 14, 15 mal "wachsen lassen" ausprobiert haben.


  • Kannst Du etwas dazu sagen, inwiefern deine Figur und Dein Stil mit deiner Mutter zu tun haben, oder auch nicht?
Unsere Figur ist 1:1 von unserer Mutter geerbt: Sanduhr mit etwas schmaleren Schultern als Hüfte und überschüssige Kalorien wandern sofort ans Bäuchlein.
Unsere Grund-Garderobe gleicht ebenfalls der unserer Mutter - wir sind etwas farbenfroher (allerdings auch Wintertypen, während unsere Mutter ein Sommertyp ist) und tragen deutlich mehr Kleider und Röcke, aber grundsätzlich gehören wir wie unsere Mutter zum Jeans-plus-Shirt/Pulli-Typ und tragen fast nur flache Absätze ...
Was ganz klar von unserer Großmutter väterlicherseits kommt, ist unsere Vorliebe für Hüte und Kappen - sie hat Modistin gelernt und ging nie ohne Hut aus dem Haus. Auch uns zwei sieht man selten "oben ohne".

Ohne Hut geht nix!

Und ihr so? Welche modischen Vorlieben habt ihr von euren Eltern mitbekommen?

Eine schöne Zeit wünschen
Hana und Nria