Dienstag, 10. Juli 2018

Zwergenkostüm 2.0 - die Pluderhose (mit Tutorial) [WIP Teil 2]

Huch, da hat der zweite WIP-Beitrag jetzt aber wirklich lange auf sich warten lassen - entschuldigt bitte, ich habe diese umfangreiche Schreiberei ziemlich erfolgreich vor mir hergeschoben ... aber jetzt geht's weiter! Und zur Entschädigung gibts gleich ein Tutorial dazu :)

Nach der Zwergen-Tunika kommen wir als nächstes zur Pluderhose (ja, ich weiß ... jetzt habt ihr so lange gewartet und dann gibts nur eine langweilige Hose! Aber die detailreicheren Sachen kommen auch ganz bald :)).

So sieht die fertige Hose aus!

Die hat gleich mehrere tolle Vorteile: Die Oberschenkel wirken breiter, auch an der Hüfte wird Volumen addiert. Quer-Unterteilungen machen kleiner. Und diese Hosenart ist einfacher zu nähen, weil weniger passformsensibel, als andere Formen!
Ich mag Pluderhosen so gerne, dass quasi alle meine Larphosen Pluderhosen sind. Passt auch gut zum pseudorussischen Hintergrund von Danglar ...

Der Stoff liegt doppelt, sodass man hinterher 4 Teile bekommt.

Der Schnitt besteht aus Unterschenkelteil und oberem Hosenteil. Der Unterschenkelteil ist einfach ein Rechteck, so breit wie der Wadenumfang und so lang wie die Wade. Ich habe ein Probeteil gemacht und halbwegs auf Unterschenkelform abgesteckt – der Fuß muss aber noch durchpassen, deswegen geht es nicht knalleng. Man kann das Rechteck auch einfach rechteckig lassen, wenn man damit leben kann, dass es dann unten etwas weit sitzt.
Für das obere Hosenteil habe ich die Länge zwischen Schritt und Taille ausgemessen und eine entsprechende Kurve gezeichnet. Man kann auch die Schrittnaht einer vorhandenen Hose abmalen (keine elastische Hose, nehmt auf keinen Fall eine Skinny Jeans oder Leggings!).

Zu den Maßen:
Das untere Hosenteil reicht vom Fuß bis zum Knie (unterhalb) und sollte bequem um die Wade passen. Enger machen geht später immer noch.
Das obere Hosenteil reicht unter der Schrittkurve vom Knie (die Naht soll unterm Knie sitzen, messt also bis zum unteren Ende der Kniescheibe und gebt dann mindestens 5 cm extra Länge dazu, damit das Hosenbein weich fallen kann) und ab der Kurve bis zur Taille. Messt besonders vom Schritt bis zur Taille mit einem Maßband, damit der Hintern genug Platz hat! Und lieber oben erstmal reichlich lang lassen, bevor die Hose hinterher zu tief sitzt. Zur Not kann man hinterher aber noch einen breiten Bund ansetzen. Musste ich auch schonmal ...
Der Hosenbund oben muss natürlich weit genug sein, um über Hüfte und Hintern zu passen.

Fun Fact: Der Schnitt funktioniert sogar dann, wenn man den oberen Hosenteil um 180° gedreht verwendet! (dann sitzt sie oben weiter und dann den Oberschenkeln enger. Meine Version ist an der Hüfte etwas schmaler und dafür am Oberschenkel weiter.)

Ich habe hellbraunen Stretchsamt verwendet. Elastische Hosen halten mehr aus und sind bequemer; der Samt gibt dem Ganzen Struktur und trägt etwas auf.

Die Teile zusammengeklappt und passend angeordnet. Die Stecknadeln stecken schon drin für Schritt 1.
Und so wird genäht:

1. Die Seitennähte der unteren Hosenteile und der untere Teil (nicht die Schrittkurve, sondern die Innenbeinnaht) der oberen Hosenteile werden zusammengenäht.

2. Nach jeder Naht versäubern! Das mache ich hier bei jeder Nahtzugabe einzeln - mit Zickzack, sodass der linke Stich im Stoff und der rechte direkt neben dem Stoff "in der Luft" platziert ist. So wird der Stoff mit dem Faden eingefasst und kann nicht mehr ausfransen.

Links: So gehts. Rechts: So siehts hinterher aus.

3. Jetzt wird der Schritt genäht: Die Innen-Oberschenkel-Naht der beiden oberen Hosenteile wird auf einandergelegt und das Ende dieser beiden Nähte aneinandergesteckt. Von dort aus kann man jetzt die Kurve stecken und nähen - wenn möglich, mit dem Dreifachgeradstich.

Die wichtigste Naht!

4. Jetzt erstmal kontrollieren, ob man richtig genäht hat. Müsste jetzt wie eine große, schlabberige Hose aussehen, die man schon anziehen kann.

Zwischenstand!

5. Die Unterschenkel werden an den Oberschenkel genäht! Dazu stülpt man die Unterschenkelteile auf rechts, die obere Hose muss weiterhin auf links gedreht sein. Dann wird der Unterschenkel mit dem Knie-Ende nach unten ins obere Hosenbein gelegt (zu Demozwecken liegt der Unterschenkel auf dem Foto auf statt in der Hose, sonst sieht man ihn ja nicht).
Mit Stecknadeln teilt man sowohl das untere als auch das obere Hosenbein in vier Viertel. Eine Stecknadel steckt in der Naht, dann eine auf der gegenüberliegenden Seite und jeweils auf der halben Strecke dazwischen.


6. An den stecknadelmarkierten Stellen werden die beiden Hosenbeinteile miteinander verbunden. Die Innenbeinnähte treffen aufeinander und an jeweils vier Stellen wird das Ganze zusammengesteckt.

Ungefähr so sollte das aussehen. Innen der Unterschenkel, außen der Oberschenkel.

7. Die überschüssige Weite wird entweder in Falten gelegt oder eingekräuselt.

Nicht mit Stecknadeln sparen!

8. Das geht jetzt rundherum, bis der ganze Stoff verteilt ist. Und dann wird ringsrum genäht - am besten geht das, wenn die Nähmaschine einen Freiarm hat.

Links: Halb fertig. Rechts: Ganz fertig.

9. Die Hose wird auf rechts gedreht - jetzt kann man sein Werk bewundern! Außerdem: Die Hose anprobieren und die Länge festlegen, sowohl oben am Bund als auch am unteren Ende der Hosenbeine.

Ein gepludertes Hosenbein.

10. Jetzt werden die Säume genäht! Die Hosenbeine unten doppelt umschlagen und festnähen.

Formschöner Saum - am einfachsten von innen genäht.

11. Oben am Bund passiert genau das gleiche - aber breit genug, um eine Kordel, ein Band o.ä. einzuziehen (auch ein Gummiband ist möglich). Man sollte sich vorher entscheiden, ob man die Löcher für die Kordelenden vorm oder nach dem Umklappen macht (ich schneide sie ganz einfach aus und nähe einmal per Hand drumherum, damit sie nicht ausfransen - man kann auch richtig professionelle Nestellöcher nähen).
Jetzt nur noch die Kordel mit einer Durchzugsnadel oder einer Sicherheitsnadel einfädeln - und fertig ist die Pluderhose!

Ja, sie sind schief. Schlechter können eure auch nicht werden ;)

Soviel zur Hose. Nach all den Bildern dann doch eher ein schlichtes Ergebnis - nächstes Mal gehts weiter mit den 3 G: Gamaschen, Gürtel, Gugel. Hoffentlich nach weniger langer Pause - aber dann mit Komplettfoto des Outfits!

Verlinkt bei Creadienstag, HandmadeonTuesday, Dienstagsdinge.

Weitere Teile:
Teil 1: Zwergenkostüm 2.0 - eine Tunika!
Teil 3: Zwergenkostüm 2.0 - Das ganze Outfit und der ganze Rest

Lg
Nria

Montag, 9. Juli 2018

7 dänische Sachen 27/2018

Immer wieder sonntags (heute leider verspätet): 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Minifras gefrühstückt.


Dänisches Brot mit dänischer Schokolade belegt.


Gelesen mit Aussicht.


Nägel lackiert, eigene und Gastnägel.


Das Zeit-Raum-Kontinuum gerettet.


Liegestütz-Challenge-Liegestütze gemacht.


Prospekte durchgeblättert.

Mehr 7 Sachen findet ihr bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.   

Samstag, 7. Juli 2018

Was vom Juni übrig blieb

Endlich wurde mit einer Freundin das im letzten August angefangene Daenerys-Kleid vollendet! Manche Projekte dauern ein bisschen ...
Ansonsten: Jede Menge Urlaubs-Vorbereitungs-Näherei, boykottiert durch ein kurz vorm Urlaub kaputtes Auto. Pen&Paper (natürlich!). Und jede Menge Eisessen.

Die Kirschen konnte man dieses Jahr schon Anfang Juni ernten, da war es noch fast Mai!

Link-Tipps im Juni:

Für uns selbst genäht im Juni:
Häkchen-Irene
Sternbilder-Pyjamahose
Eisschirmchenshirt aus einem alten T-Shirt
Space-Sweatshirt
schwarz-grüne Irene (auch mal eine für Hana!)
Eis-Raglanshirt
Knopfkleid (Upcycling)
Möwen-Slingbag
Gelbe Shorts "Summer" 
Notenlinienkleid
Oktopus-Maxikleid
Graues Schnörkel-Poloshirt
Schwarzes Poloshirt

Für andere genäht im Juni:
Flamingo-Schlafbrille
Kaffee-Untersetzer
Frottee-Pulli

Angefangene Projekte:
Fashion Style-Baukastenkleid
Wassermelonen-Rock (Mist, doch etwas zu wenig Stoff gekauft ...)
Wollwappenrock
Tuva-Kleid mit Fledermäusen

Neue Schnittmuster, Anleitungshefte und Bücher:
Nähtrends 5/18
Fashion Style 6/18
Repro-Vintage-Bluse von La Prairie Lady
Kleid "Tuva" (Kreativlabor Berlin)
Shirt/Kleid Fräulein Edna (mathila)
Shorts "Summer" (Pattydoo)

Stoff gekauft: Hana 3 m , Nria 3,8 m
Hana: 0,2 m Gummibaumblätterjersey, 1,5 m weißes Leinen, 1,3 m blaues Leinen
Nria: 1,8 m cremefarbenes Leinen, 2 m Oktopusjersey
Stoff vernäht: Hana 6,2 m, Nria 5,35 m
Hana: 1 m Wassermelonen-Webstoff, 1,1 m blauer Romanitjersey (vernäht von Nria), 1 m Notenliniensweat (vernäht von Nria), 2 m schwarze strukturierte BW, 0,5 m grüne BW, 0,1 m roter Romanit, 0,5 m Eis-Jersey
Nria: 0,7 m Space-Sweat, 0,1 m schwarzer Sweat, 0,6 m schwarzer Pikeejersey, 0,7 m weißer Feincord, 0,75 m buttinette-Fledermaus-Digitalprintstoff, 1,35 m Oktopusjersey, 0,35 m grauer Stenzo-Schnörkeljersey, 0,3 m Lillestoff-Jeansjersey, 0,5 m weißer Wollstoff

Da haben wir uns richtig rangehalten mit Stoffvernähen! Nria überlegt allerdings langsam, sich die Stoffe von Hana, die sie vernäht, selbst aufzuschreiben, weil sie ständig welche von Hana vernäht und Hana nie welche von ihr ...

Knöpfe vernäht: 28 (fast alle aus dem Vorrat! Wir haben uns richtig rangehalten!)

Wir freuen uns im Juli auf: 
Dänemark - Ostseeküste, wir kommen!

Donnerstag, 5. Juli 2018

[Fünf Fragen am Fünften] Juli-Edition


Luzia Pimpinella stellt dieses Jahr jeden Monat fünf Fragen. Die wir beantworten - wie bisher mit in keinster Weise mit den Fragen zusammenhängenden netten Fotos!


1. Was magst du am Sommer am liebsten?
Nria: Dass er vorbeigeht! Ok, ganz so schlimm ist es nicht. Bei Hitze werde ich zwar lethargisch und will nur noch, dass es endlich Herbst wird, aber im Sommer kann man einfach die schönste Kleidung tragen - ärmellose Kleider! Außerdem: Eisessen. Und lange Tage, an denen man am späten Abend noch nähen kann, weil es immer noch hell ist! Im Winter wird das ja schon am späten Nachmittag schwierig.
Hana: Dass alle Eisdielen geöffnet haben! Und Fledermäuse gucken in der Dämmerung, die flattern hier ganz possierlich über den Garten. Kleider tragen ohne doofe Strumpfhose drunter. Wie für Nria auch ist der Sommer meine am wenigsten geliebte Jahreszeit, aber ein paar positive Aspekte können wir ihm doch abgewinnen.

Hat wirklich irgendjemand eine andere Antwort von uns erwartet?

2. Was an Dir ist typisch deutsch?
Nria: Hmm. Ich bleibe auch nachts an einer roten Ampel stehen, wenn nirgendwo ein Auto in Sicht ist. Ich stehe freiwillig jeden Tag früh auf (damit meine ich 6 Uhr, nicht 9, ihr Möchtegernfrühaufsteher!). Ich habs gern ordentlich und effizient und ich halte mich gern an Regeln. Allerdings mag ich weder Spargel noch Kaffee, bin weder groß noch blond noch blauäugig. Ansonsten aber wirklich sehr deutsch, glaube ich ...
Hana: Ich mag Effizienz und Regeln. Ich wäre gern auch sehr pünktlich, komme aber leider öfter mal etwas zu spät. Ich bin gern auf alles vorbereitet (meine Handtasche ist sehr voll und schwer und mit allem Möglichen für alle Eventualitäten ausgestattet!) Natürlich könnte ich auch keinesfalls über eine rote Ampel gehen. Unmöglich! Da muss ich zwanzig Meter zur Seite laufen und da die Straße überqueren ...


3. An welchem Kurs oder Workshop würdest du gern teilnehmen bzw. was würdest du gern mal lernen?
Nria: Oh, wo soll ich anfangen! Es gibt wahnsinnig Dinge, die ich gerne lernen würde: Diverse Sprachen (zum Beispiel - in loser Reihenfolge - Russisch, Dänisch, eine afrikanische Sprache, Mongolisch, Niederländisch, Italienisch, Polnisch). Diverse Handwerke und Handarbeiten (ich fände es toll, wenn ich als Kind stricken gelernt hätte und jetzt ganz toll stricken könnte!), diverse Musikinstrumente ... ich interessiere mich für zuviele Dinge, um mich mit allen zu beschäftigen. Kann ich bitte ein Zweitleben haben?
Hana: Ich hatte schonmal einen Beitrag geschrieben mit den Top 3 DIY-Dingen, die ich lernen möchte - natürlich bei Weitem nicht vollständig. Ich würde am liebsten alles können, was man selbermachen kann. Am meisten lockt mich momentan aber etwas anderes: Ich würde gern die Deutsche Gebärdensprache lernen. Ich habe mich sogar schon nach Kursen umgeschaut, hatte in diesem Jahr aber bisher keine Kapazitäten dafür frei - vielleicht im Herbst? Ich möchte auch gern einen Tanzkurs machen ... das habe ich schonmal als Teenager, aber in dem Kurs war ein solcher Mädchenüberschuss, dass es wenig Spaß gemacht hat, weil man die meiste Zeit gesessen und auf einen freien Partner gewartet hat.
Liebend gern würde ich seit Langem auch Balalaika-Unterricht nehmen, aber im westlichen Deutschland ist es da sehr schwierig, Lehrer zu finden. Sollte jemand Balalaika-Lehrer im Raum Heidelberg/Mannheim kennen, sagt mir gern Bescheid! Als Autodidakt ohne Unterrichts-Druck bin ich dafür zu undiszipliniert ...


4. Wo bist du deinem Partner zuerst aufgefallen oder er natürlich auch dir?
Hana: Auf einer Larp-Veranstaltung, dem Epic Empire. Liverollenspiel hat einfach den Vorteil, dass selbst schüchterne Menschen fast zwangsläufig neue Leute kennen lernen. Vorher haben wir uns mal in einem Internet-Forum zum gemeinsamen Spiel verabredet, und er hat auch schonmal in einem Flohmarkt-Thread eine Larp-Schlafmütze von mir gekauft. Außerdem sind wir uns nicht ganz sicher, ob wir nicht als Teenager im gleichen Sat1-Star Trek-Chat abgehangen haben ...

5. Welcher Cocktail beschreibt dich am besten?
Nria: Ich kenne zuwenige Cocktails, um das sinnvoll beantworten zu können. Eigentlich trinke ich fast immer nur den einen - Coconut Kiss. Manchmal heißt er auch Cocoloco oder so. Hauptsache, Kokos, pappsüß, ohne Alkohol und mit Sahne drin :D
Hana: Ein schöner bunter, im Glas mehrfarbiger. Vielleicht ein Tequila Sunrise, mit den rot-orange-gelben Farbschattierungen kann ich mich gut identifizieren. Da ist auch nur wenig Eis drin, schließlich ist mir meist eher zu warm als zu kalt.

Mittwoch, 4. Juli 2018

Waldtier-T-Shirt (Kuschelkleidshirt, die Erste)

Dieses T-Shirt war eigentlich nur ein Experiment. Nachdem ich mit dem AnniNanni-Kuschelkleid-Schnitt mein Spacekleid genäht habe und das ziemlich eng saß, wollte ich mal ausprobieren, wie der Schnitt aus Jersey sitzt. Natürlich wollte ich dafür keins meiner Stoffschätzchen aus dem Schrank anschneiden (wo kämen wir denn da hin, wenn mal was Vorhandenes verbraucht wird!), also habe ich im Stoffladen einen günstigen Stoffrest gekauft und den verwendet.

Fun Fact: Dieses Shirt war das erste, bei dem ich den Kuschelkleid-Schnitt als Shirt ausprobiert habe - danach folgten das Silvestershirt und das Cockpitshirt, aber die habe ich beide bereits gebloggt!



Es war ein grüner Waldtierjersey (klingt irgendwie nach Geschmacksrichtung, wie Waldfruchteis ...) - wenns kein Stoffrest gewesen wäre, hätte ich ihn vermutlich nicht gekauft, obwohl das Muster ganz hübsch ist. Nur keine Wintertypfarbe. Mit Bündchen gehts aber.


Um aus dem Kleid ein Shirt zu machen, habe ich den Schnitt etwas abgewandelt: Das Rückenteil ist jetzt einteilig, um Stoff zu sparen (so habe ich die ca. 65 cm Jersey exakt ausgenutzt und kaum Reste übrig). Die Rockteile habe ich gekürzt und enger gezeichnet- der Rock ist ja stark ausgestellt, ein Shirt eher nicht.


Eingedenk all der nervig eingerollten Jerseysäume habe ich den Saum erst einfach umgeschlagen, festgesteppt und dann ein zweites Mal umgeschlagen und endgültig gesäumt (die erste Naht liegt jetzt innen und ist von außen unsichtbar). Da rollt nix mehr!

Gegen Einrollen gesichert!

Wegen der Wintertypproblematik habe ich oben ein schwarzes Bündchen angenäht. Die Ärmel sind normal gesäumt.

Ein schnelles Projekt und ich bin relativ zufrieden.
Ja, es sitzt ganz gut in Jersey. Aber das Brustteil ist eigentlich etwas zu kurz und die Abnäher enden zu weit oben, sie gehen über meinen Brustpunkt hinaus. Bei meiner Lust am Schnittmusterändern passiert das wohl frühestens nächstes Jahr ...

Verlinkt beim MeMadeMittwoch und AfterWorkSewing.

Schnitt: Kuschelkleid von AnniNanni, Version mit tiefem Ausschnitt ohne Kragen 
Material: mittelfester bedruckter Jersey 
Änderungen: Rückenteile zusammengefügt, gekürzt (Rockteile und Ärmel), unten verschmälert
Nachnähpotential: Bereits geschehen - und es wird weitere Versionen geben!

Lg
Nria

Dienstag, 3. Juli 2018

Leuchtend gelber Sommer-Po - "Summer Shorts" von Pattydoo

Eigentlich war diese Shorts gar nicht geplant. Ich hatte Stoff gekauft für Kelch-Applikationen auf Larp-Wappenröcken, gabs aber nur noch als 1,60 m-Reststück - ungefähr ein Meter mehr, als ich brauchte; und als ich zu Nria kam, weil ich mir ihr Auto leihen musste, präsentierte sie mir eine Probe-Shorts, die sie genäht hatte. Und mir perfekt passte. Und ich so: Hmmm ...

Gelb und Meer - auch eine super Kombi!

Ich stehe unheimlich auf warme, goldige oder senfige Gelbtöne, leider stehen diese Töne mir nicht besonders. Auf goldgelbe Shirts verzichte ich daher lieber, aber in Hosenform geht die Farbe gut. Lässt meine Beine etwas rosa wirken, aber damit komm ich gut klar ...

Die "Summer-Shorts" von Pattydoo ist eine Schlupfhose mit Gummizug - vorn am Bauch liegt sie aber glatt, was für bauchlastige Figurtypen sehr vorteilhaft ist, weil sie an der Problemstelle nicht aufträgt - hurra! Mir passt bei diesem Schnitt eine Nummer kleiner als gewöhnlich und die Shorts sitzt immer noch locker, schaut also genau nach den Maßen des Schnitts.

Ich bin Verfechter von Shirt-über-Hose - für's Foto aber mal in den Bund gesteckt.

Es gibt eine kurze und eine lange Version des Schnitts - meine Version liegt genau in der Mitte der beiden Längenvarianten. Die lange Version des Probeteils sah an mir ziemlich unvorteilhaft aus, da hätte ich entweder noch Länge zugeben müssen oder eben - wie hier - etwas kürzen. Wenn ihr auch klein seid und diese Hose nähen möchtet, behaltet das im Hinterkopf vor der Längenentscheidung.

Vorn schön glatt, seitlich gerafft.

Die aufgesetzten Po-Taschen fand ich etwas nackt, und habe darum Zierknöpfe aufgesetzt. So gefällt mir die Hinterteil-Ansicht der Hose viel besser! Und so passt die Hose auch prima zum aktuellen Farbthema von Maikäfers Two-Colours-Jahreschallenge  "Gelb-Silber oder Gelb-Gold". Als Stoffkombi gefällt mir die Farbkombination nur mäßig, aber Metallteile gehen gut zu Gelb, finde ich.

Funktionslose Knöpfe auf dem Hinterteil

Ursprünglich wollte ich den inneren Bund und die inneren Taschenbeutel aus gemustertem Kontraststoff machen, habe mich aber - der besseren Kombinierbarkeit wegen - doch dagegen entschieden. Auch so gefällt mir mein leuchtendes Basic-Teil jetzt super, und wird im Sommerurlaub noch reichlich getragen werden.

Saubequem, und so schön leuchtend!

Schnitt: "Summer-Shorts" von Pattydoo
Material: Mercantisierte Baumwoll-Webware mit Elastan-Anteil
Änderungen: Länge genau zwischen der langen und kurzen Version gewählt
Nachnäh-Potential: Unbedingt! Vielleicht noch eine kurze Version ...?
Verlinkt bei: Handmade on Tuesday, Creadienstag, Dienstagsdinge.

Eine schöne Sommerzeit wünscht
Hana

Sonntag, 1. Juli 2018

7 Sachen 26/2018

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Einen Knopftest durchgeführt: Stoffknöpfe nähen funktioniert super nach dieser Anleitung!  Allerdings muss der Stoff dünn genug sein - der mittelschwere Wollstoff links ergibt nur einen Knubbel (große Knöpfe könnten besser werden als kleine), der dünne rechts wird hübsch. Bisher habe ich 39 weitere produziert und es werden noch einige folgen. Spätmittelalterliche Mode ist für Masochisten!
(von all den dazugehörigen Knopflöchern fang ich gar nicht erst an)


Eis gefrühstückt: Pürierte gefrorene Beeren mit Joghurt und Haferflocken. Super im Sommer!


Eine Shorts zugeschnitten ("Summer" von Pattydoo). Schon die dritte! Offenbar mögen wir diesen Schnitt.
Das da oben links ist übrigens ein Schlafbrillenloch. Und nein, die Hosenbeine stehen nicht über; ich nehme die Variante mit angesetztem Aufschlag, dafür ist der Schnitt etwas kürzer.


Eis mit Gesicht gegessen. Etwas verschmiert, aber Hauptsache, das Eis lächelt zufrieden!


Eine Menge Handnähte genäht, damit die Stoffknöpfchen auch irgendwo draufgenäht werden können.
Eine Menge weiterer Handnähte werden folgen.


Ein Dreamteam in der Aussortierte-Klamotten-Kiste gefunden. Für meine wildgemusterte grünweiße Leinenhose suche ich schon länger ein passendes grünes Shirt und dieses Werbe-Poloshirt scheint mir ein geeigneter Kandidat zu sein (als Grundmaterial, es ist in Männergröße XXL und ich trage Damengröße S/M). Leider ist der Kragen auch ziemlich groß - dabei würde ich den Ausschnitt gern übernehmen. Mal sehen, ob man das irgendwie verkleinern kann ...


Große Ereignisse werfen ihre Schatten Nackenkissendinosaurier, Möwentaschen, Wörterbücher und Umrechnungstabellen voraus!

Verlinkt bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.