Donnerstag, 28. Juni 2018

Problematisches Patchwork - Freestyle-Hoodie "Nelly"

Ich mag Kleidungsstücke aus verschiedenen Stoffen. Sehen interessant aus und man kann nach Belieben verschiedene Musterstoffe kombinieren, statt sich für einen einzigen zu entscheiden!

Klar kann man jeden Schnitt mit eigenen Teilungsnähten versehen, aber seien wir mal ehrlich: Dafür bin ich einfach zu faul. Da kam mir der Freestyle-Hoodie „Nelly“ von Pattydoo gerade recht. 

Die Tasche ist super, um mal schnell einen Schlüssel unterzubringen!

Vorweg ein Disclaimer: Achtung! Ich habe sehr viel am Schnitt verändert; das hier ist nicht die Original-Passform des Schnittmusters! Wer das Shirt auch nähen will und wissen will, wie es ausfällt, sollte sich andere Umsetzungen anschauen.

Der Schnitt ist in einem großen Größenspektrum erhältlich. Gut für die Leute mit entsprechenden Größen, aber es sorgt für ziemliche Papierverschwendung und unnötigen Klebeaufwand bei kleinen Größen - wenn ein Schnitt sehr viele Größen umfasst, finde ich es besser, wenn es zwei Versionen gibt, eine für kleinere und eine für größere Größen. Schließlich enthält dieser Schnitt sowieso schon eine Menge Einzelteile, die viel Platz einnehmen.
Bei "Nelly" finde ich daher die Papierversion sinnvoller, sonst druckt und klebt man sich dumm und dämlich. Gabs leider noch nicht, als ich ihn gekauft habe.

Die Rückseite hat die gleiche Teilung wie vorne. Gut aufpassen, damit die Farben am Ärmel passen!
  Vorm Start habe ich mir so einige Umsetzungen des Schnitts angeschaut. Schließlich gibt es jede Menge Möglichkeiten zur Aufteilung, da kann man sich ja schonmal bei anderen angucken, was am besten aussieht!

Besonders gefielen mir die maritimen Versionen. Schön sind z.B. die von Kunzfrau, heibchenweise und die (ok, nicht soo maritime) von Nora in HH.
Nach Betrachtung all der verschiedenen Shirts stand für mich fest: Ich will einen Kontrast in der schrägen Linie, die den Ärmel teilt und diagonal über der Brust verläuft, ich will den dreieckigen Brustkeil andersfarbig und ich will zwei verschiedenfarbige Ärmel. 

Die Stoffauswahl war dann gar nicht so einfach. Eigentlich wollte ich ja Dinge nutzen, die ich schon im Schrank habe ...

Der rote Ankerjersey stammt von Hana; sie hat ihn vor Jahren mal gekauft und dann doch nicht verwendet. Dazu wollte ich einen gestreiften Jersey und noch irgendwas anders - auf dem Stoffmarkt hat mich dann ein Halbmeterröllchen in mittlerem Graublau begeistert, mit ein paar Wellen und kleinen Ankern drauf; Streifenjersey habe ich außerdem gekauft. Bei näherer Betrachtung war mir das aber dann doch zuviel Muster und als mir beim nächsten Stoffladenbesuch ein Halbmeter-Reststück marineblauer Jersey in die Hände fiel, wurde er sofort mit eingeplant. Ganz optimal ist die Kombi nicht - der Ankerjersey ist aus Viskose und fällt etwas anders als Baumwolljersey. Aber er war nunmal da.
[Reden wir nicht drüber, dass trotz sorgfältigen Vergleichens und Tageslicht beim Kauf die Rottöne nicht perfekt zusammenpassen ...]

Danach habe ich einige Hoodies mit der Nelly-Teilung aufgemalt und mit Buntstiften verschiedene Varianten durchprobiert: Rot mal oben, mal unten, mal in der Mitte - mittig gefiel's mir am besten. War aber eine schwierige Entscheidung; all diese Möglichkeiten ...

Meine aufgemalten Versionen waren dann sehr hilfreich; dort habe ich die Nummern der Schnittteile aufgeschrieben. Sehr praktisch, um schnell nachzuschauen, welches Teil aus welchem Stoff zugeschnitten werden muss!
Besonders aufpassen muss man bei den Ärmeln, wenn man verschiedene Stoffe verwenden will. Dann am besten zwei Schnittteile machen, eins spiegelverkehrt, und auf beide ein Post-it mit Stoffangabe kleben.  

Der Schnitt eignet sich zwar je nach Aufteilung gut zur Resteverwertung, aber manchmal muss man doch sehr puzzeln, wenn man wenig Stoff zur Verfügung hat und einen Großteil des Shirts aus einem bestimmten Stoff haben will.

Passt so graaade drauf!

Bei einem Teil ist mir dann doch ein Fehler unterlaufen:


Hupsi!


Fällt auf den ersten Blick kaum auf - das Teil unten rechts ist verkehrtrum. Bei einem abstrakten Muster hätte ichs vielleicht so gelassen, aber man sieht eben doch, dass die Anker auf dem Kopf stehen.


Der Ursprung des Problems war schnell gefunden: Ich hatte das Schnittteil (das nunmal ohne Kontext sehr willkürlich geformt aussieht) zwar mit einem korrekten Fadenlaufspfeil versehen, aber auf dem Kopf stehend beschriftet und beim Zuschnitt mehr auf die Schriftrichtung als auf den Pfeil geachtet. Augen auf bei der Schnittmusterbeschriftung!

Die Tasche fällt gar nicht auf.

Weil nur noch kleine Stücke des Stoffs übrig waren (siehe Schnittmuster-Tetris-Bild), habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und das fehlende Teil aus mehreren kleineren zusammengesetzt. Ist ja sowieso ein Patchwork-Shirt, da passt das doch wunderbar!


Einer der Ärmel wird erst komplett zugeschnitten (weil eigentlich doppellagig zugeschnitten wird) und später an der Armkugel geteilt - ich empfehle: Wenn man kein Probeteil näht, sollte man den Ärmel erstmal ganz lassen, probehalber einsetzen, alle nötigen Änderungen vornehmen und dann gucken, ob die Teilung (kann man ja mit ner kleinen Heftnaht markieren) am richtigen Platz sitzt.
Wenn man nie Probleme mit der Passform an dieser Stelle hat, ists natürlich egal :)

Nachdem ich Vorder- und Rückenteil fertig und zusammengesetzt hatte, gefiel mir das Ganze schon sehr gut. Aber nur vom Design - bei der Passform merkte ich dann, dass es doch nicht so einfach ist, einen Schnitt für Sweat aus Jersey zu nähen. Bei Jersey sieht eine lässige Passform einfach nicht so gut aus.

Versuch mit Selbstauslöser. Sprechen wir nicht drüber.

Vom blöden Sitz des Ärmels war ich so enttäuscht, dass ich das Shirt erstmal für ein paar Monate in die Ecke gepfeffert habe (ja, das mache ich häufiger. Und zum Glück steht ein Ufo-Korb in der Ecke, um all die ungeliebten Ufos aufzufangen. Nett vom Korb.). Und da lag das Ding dann erstmal für fast ein halbes Jahr

Als ich dann im Januar das Dachsshirt genäht habe und endlich wieder ein Standard-Shirtschnitt vorhanden war, habe ich mich aufgerafft, den Ärmel wieder abzutrennen und Ärmel sowie Armloch/Schulterpartie nach dem Standardschnitt neu zuzuschneiden. Sowas geht ja fix und man muss sich nicht weiter mit dem ungeeigneten Schnitt rumärgern.

 
Huii, es sieht aus jeder Richtung anders aus!


Gut, ein bisschen Kompromissbereitschaft braucht man, denn enger machen ist einfach, aber ein zu weites Armloch ist schon kniffliger. Da die Brustpartie aber ebenfalls auf Sweat ausgelegt war und ich dort etwas Weite wegnehmen konnte, ging es schon halbwegs.

Weil ich für den geteilten Ärmel den Originalschnitt nicht mehr verwenden konnte, habe ich erst den unteren Teil des Ärmels bis knapp zur Teilungsnaht eingesetzt, dann auf der oberen Armkugelhälfte markiert, wo die Teilungsnaht beginnt, das entsprechende Stück auf Papier abgemalt und schon konnte ich mir eine neue Armkugelkappe zuschneiden und annähen. 
Sitzt nicht ganz perfekt, aber immerhin stoßen die Ansatzpunkte der Teilungsnähte aneinander.

Irgendwie gefällt mir der Kragen, obwohl ich sowas sonst gar nicht trage.

Für den Kragen habe ich wieder den Ankerstoff verwendet - mit dem dunkelblauen Jersey wärs ein bisschen weniger "bunt" gewesen, aber ich wollte den Jerseyrest aufbrauchen ... von der Kragenform bin ich tatsächlich ganz angetan. Schnell genäht und fällt hübsch :)

Ob mir das Gesamtergebnis gefällt, weiß ich allerdings noch nicht. Man sollte Ufos nicht so lange liegen lassen - irgendwann sieht man sich daran leid und wenn dann bei jedem Angucken noch negative Assoziationen hochkommen ...
Mal schauen, wie gut das Shirt und ich uns so verstehen werden.


Schnitt: Freestyle-Hoodie „Nelly“ von Pattydoo, Gr. 38 (der Schnitt enthält die Größen 32-54) kombiniert mit Warm n Cozy (Ottobre Woman 05/2009) für Schulterpartie und Ärmel 
Material: drei verschiedene Baumwolljerseys mit Elasthananteil 
Änderungen: Kragen weggelassen, Ausschnitt verkleinert, Schultern verschmälert, Brust- und Schulterpartie sowie Ärmel vom Ottobreshirt übernommen
Nachnähpotential: Aus Jersey? Nope. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es mit Sweat besser funktioniert. Auf jeden Fall finde ich die Methode, eine Tasche einzuarbeiten, super!

Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag, Sew-lala, Women on Fire.

Lg
Nria

Dienstag, 26. Juni 2018

Die Schlüssel zum (G)Lykka - asymmetrisches Sweatshirt

Also, ich hätte schwören können, dass ich dieses Shirt bereits gebloggt habe. Aber ich habe nichtmal einen Entwurfsbeitrag gefunden ...

Nun gut, da ich zeitnah zum Nähen offenbar nichts aufgeschrieben habe, muss ich jetzt aus dem Gedächtnis berichten!

Asymmetrie allerorten! Und Alliterationen gibts gratis dazu.

Ich habe eine Schwäche für Asymmetrie (vielleicht liegt es an Deanna Troi?) - das Dinokleid ist da ein prima Beispiel. Lebe ich beim Nähen aber selten aus; es gibt nicht so wahnsinnig viele Schnittmuster, die das aufgreifen, und zum Selbermachen bin ich meist zu faul (ich mache schon fürs Larp so viele Schnittmuster selbst).

Hier ist es fast ein Longshirt ... (und Falten trotz Abnäher gibts, aber der Stoff ist auch seeehr dehnbar und flutschig)

Deshalb war ich sofort begeistert von dem asymmetrischen Kelchkragen mit Einsatz von Mamili 1910 (immer noch kein Kommentar zum Designernamen ... mmpf). Eigentlich gehört noch ein ebenfalls asymmetrisches Rockteil dran, aber ich wollte ein Sweatshirt.

Nahansicht vom Kragen! Und Abnäher hat das Teil auch!


Der hellblaue Sommersweat ist ein Rest von der (ebenfalls asymmetrischen, zumindest optisch) McCalls-Jacke; den Schlüsselsweat hatte ich noch im Schrank. Der erinnerte mich an die Sabriel-Trilogie - ich besitze auch einen Schal mit so einem Muster ... 




Der Stoff ist etwas undankbar, aber vielleicht erkennt man die Wicklung ein bisschen ...

Beim Kragen muss man ein bisschen aufpassen, dass man alles richtig aufeinanderlegt. Normalerweise weiß ich, wenn ich ein Schnittteil sehe, sofort, wie rum das wohin gehört, aber hier musste ich ein Weilchen überlegen ...


... die andere Seite ist fast schon cropped!


Ansonsten war das Nähen aber nicht weiter schwierig. Gut, vor dem Rockteil habe ich mich ja auch gedrückt ...


Hinten ists eher schlicht

Ich hatte eigentlich überlegt, hinten noch die Namen der Abhorsen-Glocken untereinander draufzustenciln, aber das hätte nicht zur schrägen Saumlinie gepasst.
Wobei ich die vermutlich abschneiden werde. Ich finde die Asymmetrie hübsch, aber ich habe die ganze Zeit beim Tragen das Gefühl, das Shirt sei an einer Seite hochgerutscht. Also wird das Ganze wohl begradigt und mit Bündchen versehen. Dann können auch die Namen kommen.

Vielleicht gibt es doch noch andere Gründe, warum ich selten asymmetrische Dinge nähe ...

Schnitt: Kleid "Lykka" von Mamili 1910, Gr. 38
Material: Sommersweat
Änderungen: Zum Shirt gekürzt
Nachnähpotential: Den Kragen finde ich hübsch; beim nächsten Mal vielleicht als Kleid? Dann hat man auch nicht dieses "hochgerutscht"-Gefühl. 

Verlinkt bei: Handmade on Tuesday, Creadienstag, Dienstagsdinge.
Lg
Nria

Sonntag, 24. Juni 2018

7 Sachen (mit Tentakeln) 25/2018

Immer wieder sonntags. 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Ferdinand, den Fingertentakel anprobiert. Ich werde ihn in den Urlaub mitnehmen und allen damit auf den Keks gehen!


Im Mondhimmel geschwelgt.


Gasthände: Die Hana durch die Waschanlage gesteuert. Der Liebste nimmt mich immer mit, wenn er das Auto waschen fährt, weil ich Waschanlagen liebe und mich so an Waschanlagententakeln, lustig bunten Schaum und riesigen Bürsten erfreue.


Powergesaugt.


Use what you have! Hinten ein aussortierter Jeansrock (zu groß und nicht ohne Mordsaufwand verkleinerbar), vorne ein Fotoprintstoff von buttinette (geneigten Bloglesern schon von der Himmel und Hölle-Party bekannt). 


Beim Poetry-Slam geklatscht.


Todesmutig Gurke-Basilikum-Limonade bestellt und den Schwiegereltern-in-spe damit zugeprostet. War gar nicht schlecht, mir aber etwas zu intensiv (an Aroma und Süße).

Verlinkt bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung.    

Donnerstag, 21. Juni 2018

Weder Kleid noch kuschelig: Cockpit-Shirt nach AnniNanni Kuschelkleid

Ich habe mit vorgenommen, meine Shirts mehr und mehr auf feminine Schnitte statt dem Standard-T-Schnitt zu nähen - der klassische sportliche T-Shirt-Schnitt steht sportlichen Figuren einfach besser. Außerdem möchte ich mehr in Richtung Retro-Mode gehen, und auch da passen "blusigere" Shirtschnitte besser zu.
In diesen Cockpit-Stoff habe ich mich auf den ersten Blick verliebt - und den Kauf dann solange vor mir her geschoben, bis er ausverkauft war. Was war ich unglücklich! Zum Glück habe ich Nria, die so lange nach dem Stoff gesucht hat, bis sie ihn woanders entdeckt hat. Nria ist eine Heldin! Ich bedauere euch alle, die ihr ohne eine Nria auskommen müsst, aber ich leihe sie euch gerne mal aus, wenn ihr nett fragt.

Große Stoffliebe!


Besonders vorteilhaft finde ich unter der Brust abgeteilte Schnitte, und Nrias Star Wars-Sweatkleid  mag ich besonders. Also habe ich ihren AnniNanni-Kuschelkleid-Schnitt verwendet #Schnittschmarotzer

Und große Schnittliebe.

Ich habe ein Probeteil genäht, um die Ausschnitttiefe festzulegen, weil ich davon ausging, sie wäre zu hochgeschlossen - und festgestellt: Der Ausschnitt ist mir bereits tief genug. Gelohnt hat sich das Probeteil trotzdem: Ohne Ärmel blitzt der BH seitlich aus den Armausschnitten; für die ärmellose AnniNanni-Version, die ich nähen wollte, musste ich die Armausschnitte daher vorn verkleinern.

Zusätzliche Teilung auf der Rückseite.

Das Rückenteil habe ich auf gleicher Höhe wie das Vorderteil geteilt, weil ich dort einen schmalen Streifen einsetzen wollte, und solche Details gefallen mir rundherum verlaufend besser als nur auf der Vorderseite (im Nachhinein hätte ich an der Naht auch gut eine Hohlkreuz-Kürzung vornehmen können ... beim nächsten Mal dann). Dadurch hatte ich nun noch fast einen halben Meter Stoff übrig - mit einem kleinen Stück, bei dem ich bis auf 30 cm geschnitten hatte. Zum Glück hat der Liebste auch Interesse am Stoff angemeldet und so wird der Rest hoffentlich bald aufgebraucht werden!

Der Schnitt schmiegt sich unter der Brust schön an die Körperform an.

Den Streifen habe ich rechts auf rechts auf das Shirtteil genäht, hochgeklappt und oben in der Nahtzugabe mitgefasst, so sind darauf keine Näht sichtbar.

Die Stecknadel markiert die Nahthöhe, damit der Streifen nachher nicht zu tief sitzt.


Armausschnitte und Halsausschnitt sind mit dem gleichen Stoff als schmale Bündchen verarbeitet - und das war's auch schon.

Stoffliebe + Schnittliebe = großes Shirtglück!

Schnitt: Kuschelkleid von AnniNanni, Gr. 38
Material: 0,70 m Jersey "Cockpit", ~ 6 cm Uni-Jersey
Änderungen:
Rücken auf Höhe der vorderen Teilung geteilt, Armausschnitte verkleinert, auf Shirtlänge gekürzt
Nachnäh-Potential:
Hat das Zeug zum Standard-Schnitt!
Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag, Sew-lala, Women on Fire.


Eine schöne Zeit wünscht
Hana

Dienstag, 19. Juni 2018

Eis(schirmchen)shirt - #naehdirwas

Mein Ergebnis für die #naehdirwas-Challenge im Mai/Juni!
Ich habe ein neues Lieblingsshirt und ohne die Challenge hätte ich es vermutlich nie genäht. Danke, liebe Challenge-Organisatorinnen!

Im Zwischenstands-Beitrag hatte ich mein schon ziemlich altes, aber so gut wie ungetragenes Eisschirmchenshirt gezeigt, das jetzt eine zweite Chance bekommt. Ein Vorher-Tragefoto habe ich leider vor lauter Begeisterung vergessen; das Teil hatte eine Art Wasserfallausschnitt mit Kragen und gerafftem Einsatz. Sah blöd aus.
Ich habe wieder ein Shirt draus genäht - nach dem Schnitt "Sporty Shape" aus der Ottobre Woman 2/2015. Eigentlich ist es ein Kleiderschnitt; ich habe mein blaugrünes Ananaskleid draus genäht und mag es sehr gerne.

Ich mag es so gerne! Und mein Nagellack passt auch!

Hier habe ich nur das Oberteil verwendet und die Teile um 8 cm verlängert. Dafür habe ich den Teilungsnahtverlauf vom angesetzten Rockteil übernommen, aber nur teilweise, weil der geschwungene Verlauf seltsam aussieht, wenn man den Rock "abschneidet".

Das Türkis leuchtet so schön neben dem Schwarz!

Aus dem gemusterten Shirt habe ich nur die Seitenteile zugeschnitten, damit das Muster weniger nach Kinderstoff aussieht. In Kombination mit schwarzem Unijersey für das mittlere Vorder- und Rückenteil kommt der Stoff tatsächlich noch besser zur Geltung und das Türkis knallt richtig sommerlich!

Beim Anprobieren erwies sich der Schirmchenjersey leider immer noch als kratzig, obwohl kleinflächiger. Also habe ich getrickst und die Seitenteile mit dem Unijersey hinterlegt.
Sprich, nur partiell gefüttert. Eigentlich wäre es schlauer gewesen, das komplette Teil zu füttern (ich habe jetzt etwas arg dicke Nahtzugaben an den Seitenteilen), aber das ist mir erst hinterher aufgefallen.
Was mir auch erst hinterher aufgefallen ist: Ich bin immer noch meistens zu faul vergesslich, um Änderungen sofort aufs Schnittmuster zu übertragen. Deshalb musste ich auch diesmal die Wiener Nähte anpassen und das, nachdem ich das Teilfutter eingenäht hatte ... aber zum Glück waren die Armausschnitte noch offen, also war das Ganze zwar etwas fummelig, aber machbar. Beim nächsten Mal gerne vorher!



Der Eis-Aufnäher passt überraschend gut zum Rest.


Aufs schwarze Vorderteil habe ich dann meinen Eis-Aufnäher genäht, einfach mit Zickzack drumherum. Aufbügeln hält auf Jersey vermutlich nicht so gut - eigentlich traue ich reinem Aufbügeln auf keinem Untergrund dauerhafte Haltbarkeit zu und nähe aufbügelbaren Dinge trotzdem fest.

Beim Anprobieren stellte sich heraus: Der BH guckt an den Armausschnitten raus. Ich sollte mir wirklich mal einen Standardschnitt mit kleinerem Armausschnitt basteln ...
Ließ sich aber recht einfach mit einem Bündchen beheben; auch der Ausschnitt hat eins bekommen, weil er etwas weit war und ich ihn etwas raffen wollte. Unten habe ich hat Hana für mich das Shirt mit einem Beleg gesäumt, weil ich irgendwie die Saumzugabe unterschlagen hatte beim Zuschnitt - nein, es lag eher an Transusigkeit als an Stoffknappheit.


An der Seite sieht man ganz viele Eisschirmchen!

Und das Ergebnis? Ich bin begEIStert! Die Kombination aus nicht vollflächig eingesetztem Schirmchenstoff und dem Eis, das thematisch super passt, ohne das Motiv wirklich zu wiederholen, gefällt mir sehr und es trägt sich jetzt auch sehr schön und unkratzig.
Einziges Manko: Durchs Futter ist das Shirt eher dick, das ist für ein hochsommerliches Motiv und ein ärmelloses Top eigentlich nicht ideal. Aber mit Caprihose statt Shorts kann man es auch gut an nicht ganz so extrem heißen Tagen tragen.

Schnitt: Sporty Shape aus der Ottobre Woman 2/2015, Gr. 40
Material: ein aussortiertes Kik-Shirt und schwarzer Baumwoll-Singlejersey, Aufnäher vom Expo-Stoffmarkt
Änderungen: Oberteil um 8 cm verlängert, Seitennähte oben enger genäht
Nachnähpotential: Der Schnitt gefällt mir auch als Shirt gut. Aber vielleicht pause ich ihn dann doch mal in 38 ab. Und das nächste Mal bitte mit Saumzugabe ...

Verlinkt bei: #naehdirwas, Handmade on Tuesday, Creadienstag, Frau freut sich

Lg
Nria

Sonntag, 17. Juni 2018

7 Sachen 24/2018

Immer wieder sonntags. 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Taschen-Innenfutter gesteckt.


Naaa - was wird das wohl?


Schrägband gebügelt. Näh-Lieblingsbeschäftigung ... nicht.


Ein Geschenk minimalistisch "verpackt" - also eine Schleife drumgebunden.


Endlich ein Omnitool für meine Mass Effect-Quarianer-Miniatur gebastelt - transparenten Nagellack auf einen Chipsdosendeckel gepinselt, trocknen lassen, abgezogen, Formen ausgeschnitten und mit Nagellack an die Figur geklebt.


Einen gewonnenen Schnitt ausgepackt. Hurra! Ich bin zwar nicht sicher, ob ich Jeggings trage, aber ich freu mich trotzdem!
(nur echt mit kreativem Chaos im Hintergrund; ich arbeite mal wieder an ungefähr 300 Projekten gleichzeitig ...)


... und wo wir grad bei "Chaos" sind: Den Larpschrank aufgeräumt. Die unteren Regale sind schön mit Kisten geordnet, in den oberen ist alles ganz furchtbar. Ich glaube, ich brauche mehr Kartons.

Verlinkt bei Cherry's World - 7 Sachen-Sammlung  

Donnerstag, 14. Juni 2018

Upcycling-Blusenshirt. Mit kleinem Knopfdrama.

Okay, eher Recycling als Upcycling.

Manchmal nähe ich Dinge, die ich dann doch nicht trage. Und irgendwann sortiere ich sie aus. Was passiert dann mit den Sachen? Man könnte sie wegwerfen, spenden oder verkaufen (nicht so einfach bei Selbstgenähtem). Aber am einfachsten ist: Etwas Neues draus zu nähen.
Hat nur Vorteile: Man spart sich Geld und Zeitaufwand, um neuen Stoff zu besorgen und muss sich nicht darum kümmern, die alten Dinge loszuwerden.

Dasselbe Material, als unterschiedliche Kleidungsstücke.

2011 habe ich mir ein Sommerkleid aus Spitzenprint-Jersey und Chiffon genäht. Vom dort beschriebenen Passformproblem abgesehen fehlte mir auch etwas der Anlass, ein Kleid dieser Art zu tragen - eine Strandparty vielleicht? Da findet man mich jetzt nicht so häufig ...
(Memo an mich: Vorm Nähen zukünftig überprüfen, zu welcher Gelegenheit man das entstehende Teil denn tragen könnte und ob es diese Gelegenheiten in meinem Leben überhaupt gibt!)

 Nachdem ich das Kleid vernünftigerweise aussortiert hatte, war eigentlich mein Plan, einen Rock draus zu nähen. Optimalerweise in Kombination mit dem Chiffon, weil mir die beiden Stoffe zusammen gut gefallen. Ich habe auch ein paar schöne Vorschläge dafür erhalten, mich aber letztendlich doch dafür entschieden, lieber ein Shirt zu nähen.

Ein schöner Ausschnitt und meine ersten Druckknöpfe!

Und zwar ... das Blusenshirt "Umeko_B" von B-Patterns. Die Schnittmuster der Marke tragen alle einen weiblichen Vornamen (dieser ist japanisch) und das B-Anhängsel.
Blusen trage ich überhaupt nicht. Ich verstehe gar nicht, für welches Wetter die geeignet sein sollen - meist langärmelig, aber hauchdünner Stoff? Mit einem Jerseyshirt, das nur eine optische Anlehnung an die klassische Blusenform besitzt, wollte ichs aber mal versuchen.
Außerdem gefiel mir der geschwungene Saum und die interessante Kombi aus angesetzter Knopfleiste und Stehkragen.

Die Ärmelaufschläge sind selbstgebastelt.

Vor den Zuschnitt hat der liebe Gott die Nria (ok, das war ich selbst - schließlich hab ich ja das Kleid genäht) aber das Auftrennen gesetzt. Alle Säume und Nähte mussten weichen, damit auch wirklich alles draufpasst (natürlich hatte ich Saum und Quernaht mit Dreifachgeradstich genäht, was denn sonst ...). Sonderlich eng wars aber nicht, weil ich den Schnitt um 5 cm gekürzt habe und unten dann noch ein gutes Stück Platz blieb. Und später habe ich noch ein Reststück von dem Stoff gefunden, das machte die Sache dann völlig entspannt.

Recyclingzuschnitt!

Die einzige etwas knifflige Stelle ist der Übergang zwischen Stehkragen und Knopfleiste. Da ist flutschiger Viskosejersey auch nicht unbedingt die einfachste Materialwahl, aber dafür macht es einem das anschmiegsame Material dann beim runden Saum leicht. Den habe ich schmal doppelt umgeschlagen; bei festem Baumwolljersey wäre das etwas schwieriger gewesen.

Ich mag den schönen kurvigen Saum!


Den Stehkragen habe ich mit elastischer Vlieseline (H609) verstärkt statt wie angegeben mit H180/H200 - stelle ich mir angenehmer vor, weil der Kragen anliegt und recht hoch reicht (yay, Sonnenschutz für den Nacken einer Kurzhaarträgerin!).
Was nicht so gut funktioniert hat: Die Vlieseline soll nur auf der Hälfte der Knopfleiste (längs) aufgebügelt werden, aber es ist schwierig, exakt die Mitte zu treffen. Da würde ich nächstes Mal doch eher etwas leichtere Vlieseline nehmen und den kompletten Streifen damit verstärken.


Bei den Ärmeln musste ich umdenken: Auf den Bildern wirkte es auf mich, als hätte die kurze Ärmelversion einen Aufschlag mit Riegel. Ist aber gar kein Aufschlag, ist ein Bündchen. Ich mag Bündchen, aber Riegel mag ich nur mit Ärmelaufschlag. Also habe ich mir dafür selbst einen Schnitt gebastelt, war auch nicht schwierig. Man muss nur gut aufpassen, wo man den Riegel mitfasst, damit das Ende verschwindet und nicht sichtbar ist.

Ich habe die Version ohne Quetschfalte im Rücken gewählt und wie so oft die Hohlkreuzanpassung vergessen.

Eine Premiere waren die Jerseydruckknöpfe: Damit hatte ich noch nie gearbeitet. Hab mir extra eine Variozange gekauft (na gut, ich war es außerdem leid, für Ösen & Co. immer einen Hammer suchen zu müssen) und eine Packung Jerseydruckknöpfe (mit Ring auf der Oberseite! Ich finde die Optik toll!). Zu Hause musste ich dann feststellen, dass der Stoffladen in den Sets mit Werkzeug (beim ersten Kauf braucht man das ja) nur die mattweißen Knöpfe verkauft, die silbernen gibts nur als Nachfüllpack. Weil ich noch nicht wusste, wie die Knöpfe funktionieren, dachte ich, die wären alle silbern ... Nunja, immerhin habe ich tatsächlich einen Stoff, zu dem weiße Knöpfe passen.
Das Reindrücken erwies sich aber als gar nicht so trivial. Am Teststück habe ich erstmal mehrere Exemplare versaut und konnte dann nur noch 8 von 10 Knopfpaaren verwenden (blöd, weil die gar nicht so billig sind, aber jetzt weiß ich ja, wie's geht). Bis auf einen habe ich auch alle halbwegs mittig reingekriegt - kann bitte jemand die Zangenaufsätze mal in durchsichtig herstellen?

Trägt sich wirklich schön!

An sich bin ich aber ziemlich zufrieden mit der Bluse. Der Stoff ist immer noch nicht so 100% mein Stil, aber der Stil der Bluse passt doch deutlich besser zu mir als das Kleid und sie trägt sich sehr angenehm. Wird sicher nicht das letzte Exemplar dieses Schnittes bleiben.

Schnitt: Blusenshirt "Umeko_B" von B-Patterns, Gr. 38
Material: Recycelter Viskosejersey
Änderungen: Ärmelaufschläge mit gekürztem Riegel statt Ärmelbündchen, 5 cm gekürzt. Nächstes Mal sollte ich noch die Schultern verschmälern, das habe ich vor lauter Nähfreude vergessen.
Nachnähpotential: Ich will meeehr!

Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag, Sew-lala, Women on Fire 

Lg
Nria

Dienstag, 12. Juni 2018

[Gelesen] Neal Shusterman: Scythe - Die Hüter des Todes

Eine Welt, von der nicht ganz klar ist, ob sie eine Utopie oder Dystopie darstellt:
Die Welt wird regiert von einem allwissenden Supercomputer, dem "Thunderhead", überall herrscht Frieden und Menschen arbeiten eigentlich nur noch Pro Forma, denn alle Fragen jeder Wissenschaft sind vom Thunderhead gelöst worden.
Auch der Tod ist besiegt: Alle Krankheiten und Verletzungen können geheilt werden und selbst, wer bei einem Unfall stirbt, wird wiederbelebt. Wer über einen bestimmten Punkt hinaus gealtert ist, kommt "über den Berg" und wird wieder verjüngt.


Nur ein Problem gibt es: Die Menschheit vermehrt sich weiterhin, und um Überbevölkerung zu verhindern, müssen Menschenleben beendet werden. Das übernehmen die Scythe - sie nennen es nicht "töten", sondern "nachlesen", wie bei der Traubenernte; jeder von ihnen hat eine bestimmte Zahl Menschen nachzulesen und abgesehen von einer gleichmäßigen Verteilung in allen sozialen Schichten und ethnischen Gruppen können sie frei entscheiden, wessen Leben sie beenden. Denn diese Macht über Leben und Tod möchte man dem Thunderhead doch nicht in die Hand geben ...
"[Rowan] war es gewesen, der den Begriff Salatblatt-Kid erfunden hatte, um sie zu beschreiben. Beide waren irgendwo in der Mitte einer Schar von Kindern geboren und weit davon entfernt, die Lieblinge ihrer Eltern zu sein. Ich habe ein paar Brüder, die sind das Fleisch, ein paar Schwestern, die sind Käse und Tomaten, also bin ich wohl das Salatblatt." S. 27
In dieser Welt wachsen Citra und Rowan auf - in ganz unterschiedlichen Verhältnissen, aber sie beide haben irgendwann eine Begegnung mit dem Scythe Faraday, die ihr Leben verändern wird.

Ein interessantes Setting, oder? Man fragt sich: Wonach suchen die Scythe die Unglücklichen aus, denen keine Unsterblichkeit beschieden ist? Zwischen den Kapiteln mit der eigentlichen Handlung um Citra und Rowan sind immer kurze Tagebuchtexte verschiedener Scythe zu lesen, die mal philosophisch, mal ganz nüchtern die Welt und ihre Arbeit reflektieren. Diese geben ganz unterschiedliche Antworten auf die o.g Frage - und zeugen von unterschiedliche Philosophien, die sich verschiedene Scythe zu eigen gemacht haben.
"Ohne bestimmte Reihenfolge kamen die Scythe einer nach dem anderen nach vorne, um Namen von Personen vorzutragen, die sie in den vergangenen drei Monaten nachgelesen hatten.
'Wir können nicht alle nennen', erklärte Scythe Faraday ihnen. 'Das wären bei mehr als dreihundert Scythe über sechsundzwanzigtausend Namen. Wir müssen zehn auswählen. Diejenigen, die uns am stärksten im Gedächtnis geblieben, die am tapfersten gestorben sind und deren Leben am bemerkenswertesten waren.'"
S. 163
Im Roman geht es um Tod, Unsterblichkeit und den Umgang mit beiden - von Jugendlichen, die von Hochhäusern springen ("platschen" nennt es Rowans bester Freund"), weil das Leben langweilig ist und man so immerhin kurz mal die Aufmerksamkeit der Eltern erlangt, deren x-tes Kind, das sie irgendwann im langen Leben gezeugt haben, wenig interessant wird, über Reiche, die einfach alles haben, bis zur selbstgewählten Askese mancher Scythe. Die Geschichte ist spannend und unterhaltsam und manchmal nachdenklich und im Grunde durchaus zu empfehlen ...
"Zur Zeit ist der älteste lebende Mensch ungefähr dreihundert, doch das liegt daran, dass die Ära der Sterblichkeit noch nicht lange zurückliegt. Ich frage mich, wie das Leben in einem Jahrtausend sein wird, wenn das Durchschnittsalter näher bei tausend liegt. Werden wir alle Kinder der Renaissance sein, gebildet in allen Künsten und Wissenschaften, weil wir die Zeit hatten, sie zu beherrschen? Oder wird Langeweile und sklavische Routine uns noch mehr plagen als heute und uns noch weniger Grund geben, ein endloses Leben zu führen? Ich träume von Ersterem, befürchte jedoch Letzteres."
S. 176
... wenn da nicht ein "aber" wäre:
Die Logik des Settings lässt an manchen Stellen zu wünschen übrig und manche Fragen muss man wohl oder übel mit "Ist eben so" beantworten und sich auf das Setting einlassen, ohne weiter zu hinterfragen, um den Roman genießen zu können.
So wird nicht beantwortet, warum der geniale Supercomputer nicht auf die Idee kommt, das Bevölkerungswachstum durch Geburtenzahlbegrenzung einzudämmen, warum niemand es für moralisch fragwürdig hält, dass auch Kinder nachgelesen werden, während Dreihunderjährige munter weiter der ewigen Unsterblichkeit entgegenstreben ... und auf eine Begründung der Scythe-Richtlinie, dass sie keine Suizidwilligen, egal welchen Alters, nachlesen dürfen (Selbstmörder werden natürlich auch wiederbelebt), hofft der Leser ebenfalls vergeblich.

Dieses Buch ist allerdings nur der erste Band - nicht auszuschließen, dass es für diese Fragen später eine Begründung geben wird.

"'Es überrascht mich, dass Sie bis zu meiner Haustür gekommen sind, ohne dass die Wachleute am Tor mich alarmiert haben', sagte der Manager so nonchalant wie möglich.
 'Sie hätten Sie alarmiert, aber wir haben sie nachgelesen', sagte einer der anderen Scythe, eine Frau in Grün mit panasiatischen Zügen.
Auch von dieser Information wollte der Manager sich nicht erschrecken lassen. 'Ah, und nun soll ich Ihnen ihre persönlichen Daten geben, damit Sie die Familien benachrichtigen können.'
'Nicht ganz', sagte der Anführer. 'Dürfen wir hereinkommen?'"
S. 199
Wenn man sich darauf einlässt und das Setting ohne zuviel Hinterfragen akzeptiert, bekommt man aber ein interessantes, spannendes Buch mit glaubwürdigen und vielfältigen Charakteren. Für alle Dystopie-Freunde eine Empfehlung von mir!

Autor: Neal Shusterman
Titel: Scythe - Die Hüter des Todes (Band 1)
Verlag: S. Fischer
Seiten: ca. 516
Original: Scythe - Arc of a Scythe
Erscheinungsjahr: 2017
Deutsche Übersetzung aus dem Amerikanischen von Pauline Kurbasik und Kristian Lutze

Eine schöne Zeit wünscht
Hana