Donnerstag, 15. Dezember 2016

Meistgetragen und selbstgenäht 2016

Wir haben eine schöne Aktion bei mamimade entdeckt! Wir alle kennen das ja: Man begeistert sich für schöne Schnittmuster und tolle Stoffe, näht fröhlich vor sich hin und irgendwann stellt man fest, dass man eigentlich für den Schrank produziert hat und die Sachen gar nicht getragen werden.
Viel interessanter ist aber doch, was man wirklich angezogen hat.



Hier sind also unsere Favoriten der 2016 genähten Kleidung! In loser Reihenfolge, schließlich ist die Tragehäufigkeit auch jahreszeitabhängig.

Nrias Top 3:

1. Das Fuchsshirt. Erinnert ihr euch noch an das Schnittquelle-Bayreuth-Desaster? Nach all den Komplikationen ist ein recht annehmbares* Shirt herausgekommen, das mir im März noch zu eng war. Nachdem ich aber fleißig abgenommen habe, passt es mir mittlerweile prima und wird gerne getragen! Besonders mag ich die Naht unter der Brust, das sieht bei viel Oberweite einfach besser aus als ein normales Shirt.

*ich ärgere mich immer noch etwas darüber, dass die Ausschnitt-Abnäher nicht tief genug sind.

2. Das Ananas-Kleid. Sporty Shape von Ottobre ist ein enges und kurzes Kleid und trotzdem fühle ich mich unheimlich wohl darin. Überraschend. Meine Abnahme trägt sicher auch dazu bei, die Stoffe sind aber auch einfach voll mein Ding. Und ich war begeistert, wie gut der Schnitt auf Anhieb gepasst hat! Bei meiner Körpergröße und Statur ist das ungewöhnlich.

3. Die weiße Sweatjacke. Shirt+Sweatjacke trage ich sehr gerne, nur sind mir fast alle käuflichen Sweatjacken viel zu lang und wegen des Reißverschlusses kann ich sie nicht kürzen. Also wird selbergenäht. Die hier mag ich besonders - und sie lässt sich auch super mit dem Fuchsshirt kombinieren!

Man sollte die Top 3 nennen, aber mein heißgeliebtes Kaktusshirt und das Pfeil-Sweatshirt mit Schneckenkragen haben eine Erwähnung ehrenhalber verdient. Hm, man könnte meinen, ich vernähe nur elastische Stoffe ... dieses Jahr war wirklich überproportional viel Jersey dabei.



Hanas Top 3:

1. Das ATAT-Sweatshirt. Jeder braucht ein perfekt sitzendes Sweatshirt mit tollem Motiv, oder? Ich liebe das Endergebnis und die Steppstoff-Details, das Teil war das komplette Jahr über im Dauereinsatz und ich habe jede Menge Komplimente dafür bekommen ...

2. Die Wasch-Stirn-und Armbänder. Ich kann gar nicht glauben, dass ich meine praktischen kleinen Helferchen erst dieses Jahr genäht habe - wie konnte ich je ohne sie leben?! Vor allem, dass mir beim Gesichtwaschen keine Wassertropfen mehr in die Ärmel laufen, macht die Teile für mich unersetzlich - das konnte ich einfach nie ausstehen!

3. Der Kettenkragen. Ich mache fürs Larp ja vieles selber, aber Rüstungsteile doch eher selten. Gerade mit Kettengeflecht stehe ich auf Kriegsfuß, daher bin ich auf dieses Teil richtig stolz und habe es auf Larp-Veranstaltungen immer gern ausgeführt!

Was sind/waren eure selbstgemachten Lieblingsteile dieses Jahr?

Eine schöne Zeit wünschen
Hana und Nria

Dienstag, 13. Dezember 2016

In Hamburg gehüllt - Kissenswap 2013

Dieser Blog wird ja richtig retro - im Oktober habe ich eine Tasche von 2012 präsentiert, Anfang Dezember eine Wolljacke, die sogar noch früher entstanden ist, heute ein Kissen. Ich habe letztens Tags an alte Beiträge verteilt, nachdem ich festgestellt habe, dass unter "Kissen" nur ein einziger Post zu finden war, obwohl ich mich an deutlich mehr passende Beiträge erinnern konnte, und dabei fiel mir auf, dass ich die Kissenswap-Ergebnisse hier gar nicht gezeigt hatte, obwohl der Blog damals schon existierte (wenn auch noch nicht lange).
Ach ja, außerdem hab ich alte Foto-Ordner durchgeguckt.

Es begab sich also im damals noch Natron und Soda genannten Forum, dass ein Kissenswap gestartet wurde ... und ich war dabei!

Die zu Beswappende wünschte sich ein Sitzkissen mit Hamburg-Thema. Dazu fiel mir viel ein, also ist viel drauf auf dem Kissen ;)

Zunächst hatte ich da einen sandfarbenen Patchworkstoff mit einer Art Seekartenmuster (und Meeresgetier. Und englischen Namen, die nix mit Hamburg zu tun haben, aber wer will denn so kleinlich sein) - den hatte ich bereits für die Strandtasche (die übrigens viel zu klein für eine Strandtasche ist und auf Dauer wohl umgearbeitet wird) verwendet.

Dann war mir wohl irgendwie langweilig, jedenfalls habe ich mir in den Kopf gesetzt, ein Stencil der Hamburger Skyline zu machen. Die Grundlage ist rote Ditte und viel Geduld, das war nämlich ziemlich kleinteilig. Das Ergebnis gefiel mir aber super!

Zu guter Letzt habe ich - für mehr maritimen Look - ein Reststück Streifenstoff vom Rock Livorno genommen und in die Mitte gesetzt. War mir zu langweilig, also noch ein Banner drauf appliziert. Die Schrift ist mit dichtem Zickzackstich der Nähmaschine aufgestickt, das Wappen wieder gestencilt.

 Wie es von hinten aussieht, weiß ich nicht mehr; ich hab nur noch das eine Foto und das Kissen ist schließlich nicht mehr bei mir ... aber ich schätze: Schlicht und mit Reißverschluss. Gut möglich, dass ich den Streifenstoff dafür verwendet habe.

Und hier ist das gute Stück:

In ganzer Pracht!
Ein Versuch einer Nahaufnahme - viel bringts nicht; ich hab halt keine Detailsfotos gemacht.

Sowas ähnliches wie ein Detail.

Die Empfängerin hat sich sehr gefreut und verkündet, es sei viel zu schade, um sich draufzusetzen. Ich finde ja, "zu schade" gibts nicht, aber Hauptsache, ihr gefällts!

Ich habe natürlich auch ein Kissen bekommen - und das liebe ich sehr!

In ganzer Pracht! So wundervoll!

 Was genau ich auf dem Steckbrief angegeben hatte, weiß ich nicht mehr, aber meine Liebe zu den Tolkien-Verfilmungen habe ich sicher bekundet. Und dann bekam ich etwas, das ich mir insgeheim gewünscht, auf das ich aber gar nicht zu hoffen gewagt hatte - ein Kissen mit Thorins Karte (aus dem "Hobbit")!

Der kleine Smaug!


Die Grundlage ist dunkelgrüner Baumwollstoff, darauf appliziert eine Karte aus Ditte. Die Linien sind durchgepaust und teilweise nachgestickt - mit Schwarz, mit Rot und - für die Mondrunen - mit nachtleuchtendem Stickgarn! Ja, sowas gibts und das hat mich sehr begeistert. Jetzt nach 3 Jahren nachtleuchtet es übrigens immer noch. Ich liebe das Kissen und jeder Tolkienfan, der mich besucht, will sich damit auf- und davonmachen, aber ich passe gut drauf auf!
 
Nachtleuchtende Mondrunen!

Verlinkt bei Handmade on Tuesday.

Lg
Nria

Sonntag, 11. Dezember 2016

7 Sachen auf dem Hamburger Weihnachtsmarkt 46/2016

Immer wieder sonntags ... 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


 Den Weihnachtsmarkt "Weißer Zauber" betreten. War richtig schön und zumindest am Samstag Abend weitaus empfehlenswerter als der Weihnachtsmarkt am Rathaus, an dem nur pinguinmäßiges Fortbewegen Schulter an Schulter möglich war.


Einen Fahrtchip entgegengenommen. Hat meine Nichte in spe nicht eine großartige Farbverlaufs-Jacke?

 

Lauter Riesenrad-Fotos gemacht. An diesen Dingern sieht einfach alles toll aus! Ich könnte euch mit wundervollen Riesenradbildern zuballern ...



Dem Schwiegervater in spe auch mal die Kamera in die Hand gedrückt
für ein Erinnerungsfoto.
Mit typischem breiten Hana-Fotogrinsen.


Bei einer Parade der Tanzschulen geklatscht. Die Lebkuchenmännchen und Zuckerstangen waren meine eindeutigen Favoriten.



Eigentlich sollte hier ein Foto von Schmalzgebäck, Poffertjes, gebrannten Mandeln oder Kinder Bueno-Crêpes stehen. War leider alles viel zu schnell aufgegessen, daher nur ein schlechtes Stellvertreterfoto.



Den echten Weihnachtsmann gesehen, der in seinem Schlitten an einem Stahlseil über den Weihnachtsmarkt (diesmal den viel zu vollen) flog. Keine Figur im Schlitten, da saß tatsächlich eine Person der Weihnachtsmann drin.

Eine Sammlung von 7-Sachen-Blogeinträgen von heute findet ihr bei Grinsestern!   

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Lira, die Löwin - rote Robe und Recycling-Gürtel

Letztes Jahr habe ich tatsächlich mal wieder einen neuen Charakter angefangen. Oder eher: Eine NSC-Figur von einem 2012er-Con als SC weitergespielt. Und zwar einen Magierlehrling.

Das ist Lira.

Lira gehört zur Magierakademie vom Weg des Roten Löwen. Deshalb sollte sie Rot tragen. Zum Glück hatte ich noch so einige Meter rotes Leinen im Schrank liegen, das ich für die Rotwehr-Wappenröcke gekauft hatte, bevor ich rote Wolle gefunden habe. Das habe ich dann gleich als Außenstoff und Futter verwendet. Wofür hat man's denn ...


Als Schnitt für die Robe habe ich einfach den meiner Oradin-Klamotte recycelt, etwas enger anliegend und die Ärmel noch mehr gekürzt. Ist ja nur ein Lehrling und soll nicht zu pompös aussehen.
Die Kanten habe ich mit Vorstich in Grau bestickt und dem Ganzen noch ein paar Knöpfe spendiert. In die hatte ich mich vor drei Jahren spontan auf dem Stoffmarkt verliebt und ohne bestimmten Verwendungszweck ein paar gekauft - sie sind kupferfarben, in der Mitte spitz nach oben gewölbt, fast wie ein leicht plattgedrückter kleiner Hexenhut.

Schöne Knöpfe, graue Stickerei und - hoppla! - schlampig angenähte Schlaufen.


Komplett in Rot hätte mir das Outfit nicht gefallen. Und meine Lieblings-Kombifarbe zu Rot ist Blau. Eine rauchblaue Wolltunika hing noch im Schrank, dazu habe ich spontan meinen hellgrauen Rock vom Pöpke-Outfit geklaut, der ist in Hellrot bestickt und ist daher das perfekte Gegenstück zur Robe.

Das I-Tüpfelchen ist ein kleiner Kragen, den ich aus dem Mittelaltertauschpaket im Nähkromantenforum entnommen hatte (er sah so winzig aus im Paket, und ich nahm ihn in die Hand und sagte: "Wem soll der denn passen??", und dann probierte ich ihn an ...). Der ist ebenfalls mit Vorstich umrandet und passt somit super zum Rest!
 Ich denke aber, ich werde den Knopf noch etwas nach innen versetzen und die Schlaufe kürzen. Aktuell verheddert sich die Kette etwas darin, die ebenfalls aus dem Paket stammt.

Und morgen die Weltherrschaft!


Der Gürtel gehörte schon auf dem 2012er Con (Danglar 1 – Erbauers vergessene Kinder) zum Kostüm. Der Con war eine danglarische Magierakademie, auf der sich als NSCs ein Haufen Magierlehrlinge mit verschiedenen "Fachgebieten" tummelte, und die sollten unterscheidbar sein. Wir haben dann verschiedenfarbige Roben gemacht (Grau für die Grauen Eulen, Rot für die Roten Löwen usw.) und für einen uniformierteren Look einheitliche Gürtel zum Umbinden, immer mit dem jeweiligen Wappen bemalt.

Das ganze Elend vorher!


Für die schnelle NSC-Klamotte war das auch ganz gut; für eine Spieler-Klamotte war der Gürtel aber ein bisschen zu quick 'n dirty. Deshalb wurde er im September überarbeitet. Ich habe den nur 1x umgeschlagenen Saum aufgetrennt, Vlieseline aufgebügelt, ein Futter und ordentliche (na ja ...) Nestellöcher hinzugefügt.

Nicht mehr ganz so labberig!

Hinten kann man das Ganze schnüren. Ein richtiger Verschluss wäre mir noch lieber, aber so ists variabler mit der Unterkleidung je nach Jahreszeit und es sieht tausendmal besser aus als das einzelne Band in der Mitte bei der Vorher-Version.

Das Schnürband war mal in einem Hoodie. Wir mögen kein Bändergezuppel an unseren Kapuzen.

Kein Hut diesmal. Dafür gehören die Haare zum Kostüm. Auf dem Ursprungscon habe ich meine schwarze Lockenperücke verwendet, weil ich die mal ausprobieren wollte (hatte ich mal mit meiner Olena-Perücke zusammen gekauft). Die stellte sich aber als qualitativ eher wenig überzeugend heraus und sah auch nur mit Hut zusammen halbwegs gut aus. Diese hier ist dunkelbraun und eher wellig als lockig und ich hatte sie gekauft, als ich mal einen anderen Händler ausprobiert hatte, einfach, weil sie mir gut gefiel. Zu Lira passt sie gut, denn die Frisur hat ein bisschen was von einer Löwenmähne ...

Ich denke, sie sieht echt genug aus, dass ich auf einen Hut zum Ansatzkaschieren verzichten kann. Hüte, Helme etc. strapazieren die Perücke nunmal auch. Die Farbe hat außerdem den Vorteil, dass es nicht so schlimm ist, wenn mal eine Strähne von meinen Haaren hervorrutscht.

Komm ihr nicht in die Quere, sie ist eine Löwin!

Das ist Lira. Morgen gehen wir zusammen auf einen Con und werden da bestimmt viel Spaß haben. Hoffentlich wirds nicht zu kalt!

Verlinkt bei RundumsWeib.

Lg
Nria

Mittwoch, 7. Dezember 2016

The Magic of Upcycling - umgenähtes Shirt

Eine Sache gefällt mir besonders daran, nähen zu können: Ich bin nicht mehr abhängig von den Designern und muss nicht mehr nach perfekten Dingen suchen. Ich kann Dinge kaufen, an denen mir Details gefallen, die ich nicht nachmachen kann - und sie dann nach meinen Vorstellungen ändern. Freiheit! Woohoo!

Das ist doch mal ein Unterschied!


Bei C&A bin ich über ein Tanktop gestolpert, dessen Druck mir gefallen hat - das musste ich für die Anreise zum nächsten Harry Potter-Con haben! Hat auch nur 5 € gekostet, da tut das Rumbasteln nicht weh.

Der Schnitt war nämlich unmöglich: Unten sehr weit und schlabberig, dafür an den Ärmeln so weit ausgeschnitten, dass der BH sichtbar ist. Wer denkt sich sowas bloß aus?

Vorher: So ein beknackter Schnitt!

Das Material ist zwei Drittel Polyester, ein Drittel Viskose. Polyester vermeide ich möglichst, aber es fühlt sich eher wie reine Viskose an, deshalb geht das schon. Als Kombistoff habe ich einen schwarzen Viskosejersey genommen, damit die Seitenteile ähnlich weich fallen.

Den Halsausschnitt wollte ich unbedingt erhalten, den Druck natürlich auch und so viel wie möglich vom unteren Saum.
Also habe ich erstmal die Seiten aufgeschnitten, den Saum der Armlöcher aufgetrennt (war überraschenderweise innen mit Schrägband verstürzt, das ich noch gut gebrauchen konnte) und das Shirt ausgebreitet, um verschiedene Kombinationsmöglichkeiten mit dem schwarzen Jersey auszuprobieren.

So kann mans auch gut auf ein Schnittmuster legen, um zu gucken, wieviel an den Schultern fehlt.

Es gab verschiedene Möglichkeiten: Ein geschwungener oder eckiger Einsatz, um keinen Saum nähen zu müssen, oder einfach gerade durchgehende Seitenteile.
Die Skizze ist etwas ungenau; tatsächlich war das Ursprungsshirt wesentlich schmaler als meine Schultern.

Rot: Originalshirt und Aufdruck; schwarz: Außenlinien vom Shirt; schraffiert: Schwarzer Jersey

Ich habe mich für Version 3 entschieden, das wirkte am besten bei dem Druck (und macht nicht so breite Hüften ...). Hinten musste ich eine geschwungene Linie ziehen, weil das Rücktenteil oben sehr schmal war und die Engstelle ziemlich weit nach unten reichte.

Dann habe ich zwei Schnittmuster gemixt: Mein Standard-Shirt Warm n Cozy aus der Ottobre und das Top 104 aus meiner allerersten burda (06/2004). Das hat nämlich Brustabnäher und die wollte ich schon ewig testen. Das Top hat allerdings keine Ärmel, also habe ich den Armausschnitt vom Ottobreshirt drangezeichnet, und das Top-Rückenteil saß beim Probeteil aus Billigjersey ziemlich schlecht, also habe ich das komplette Rückenteil vom Ottobreshirt verwendet.

Die Teilungsnähte habe ich dann auf extra abgemalte Schnittteile (ich wollte ja nicht meinen Standardschnitt opfern) übertragen und die zerschnitten - dadurch bekam ich eine schöne Schablone für die Seitenteile.

Nachher: Geschwungene Seitenpartie

Beim Auflegen musste ich feststellen, dass der schwarze Jersey (den ich schon fürs Rockteil vom geometrischen Kleid verwendet hatte) etwas knapp war - deshalb musste ich das Shirt kürzen. Hätte ich wohl sowieso machen müssen; es war einfach zu lang, aber ich hätte mir ja gerne den Saum erspart ... ihr wisst, die Faulheit.

Hier sieht man die geschwungene Rückenpartie gut.

Erspart hätte ich mir auch gern das Schulter-Theater: Erst habe ich vergessen zu berücksichtigen, dass die Schulternähte nach vorne gezogen sind - deshalb sind die Schulternähte der Seitenteile zwei Zentimeter weiter oben als die der Mittelteile. Das ist mir noch relativ egal. Blöd ist das, was man auf dem Zuschnittbild der Seitenteile erkennen kann und was mir erst nach dem Zuschnitt aufgefallen ist:

Finde den Fehler!

Genau: Die Schultern des Vorderteils (mit der geraden Teilungsnaht) sind viel schmaler (ungefähr halb so breit) wie die Schultern des Rückenteils. Gnaah!
Das liegt daran, dass ich beim Kombinieren der Schnittmuster nicht aufgepasst habe; die Schultern vom burda-Top sind schmal, weils ein Tanktop ist, die vom Ottobre-Shirt dagegen breit, weil Ärmel drankommen. Außerdem hat das burda-Top Abnäher, was das Anzeichnen eines neuen Ärmellochs etwas schwieriger macht. Es funktioniert generell, aber ich muss nochmal genau schauen, an welcher Stelle ich die Schulter beim Kombi-Schnitt verbreitern muss.

Diese Problemzone habe ich erstmal ignoriert, die Seitenteile an der Schulter so zusammengenäht, dass ich die Teilungsnähte nähen konnte und das habe ich dann auch erstmal gemacht. Und dann die Abnäher und Seitennähte genäht.
Ich habe übrigens herausgefunden, warum die Abnäher in Schnittmustern mit Teilungsnähten immer vor der Teilungsnaht enden: Es ist echt nicht einfach, über eine Naht hinweg einen Abnäher zu nähen! Meine haben jetzt Wellen drin. Habe aber keine Lust mehr, das zu ändern. In Zukunft werde ich an so einer Stelle aber meine Abnäher kürzen.

Viel besseres T-Shirt! Fällt sehr weich, aber das ließ sich nicht umgehen.

Erstaunlich schnell ließ sich das Problem mit der Schulternaht lösen: Ich habe die Schulternähte ein Stück aufgetrennt, eine Schablone gemacht und dann zwei Stücke eingesetzt. War in einer Viertelstunde erledigt und danach konnten auch die Ärmel eingesetzt werden. An die Ärmelsäume habe ich schließlich das von den Armausschnitten abgetrennte Schrägband genäht, für ein harmonischeres Gesamtbild und weil das Schrägband jetzt nunmal mühsam abgetrennt war und ich das nicht nutzlos gemacht haben wollte ...

Das Rückenteil ist etwas weit geraten.

Und das Ergebnis?

Vorher-Nachher


Ich liebe es! Bin super zufrieden, hätte ich im Vorhinein gar nicht gedacht, weil ich doch sehr unbegeistert war vom Schnitt. Die nächsten Cons als Magier (sei es generische Fantasy, sei es Harry Potter) können kommen!

Verlinkt beim Me Made Mittwoch.

Lg
Nria

Montag, 5. Dezember 2016

Was vom November übrig blieb

Mitte November waren wir auf einem Con, der war schön, wenn auch saukalt. Ende November haben wir endlich mal den ersten Fall von T.I.M.E Stories durchgespielt (ein ganz besonderes Brettspiel) und Fantastische Tierwesen angeschaut. Ein toller Film! Und besonders schön war das jährliche Nähkromantenwichteln.

Winter ist coming!


Für uns selbst genäht im November:
Upcycling-Kleid mit grauer Passe

Für andere gemacht im November:
Pferde-Patchworktasche  
Wichtelgeschenk 1 von Nria - Kleine Stofffledermaus
Wichtelgeschenk 2 von Nria: Kleiner Stoffdrache
Lauter Adventskalender! 

Was man halt so macht Ende November ...


Angefangene Projekte: -

Gescheiterte Projekte: -

Neue Schnittmuster, Anleitungshefte und Bücher:
burda 5/2012, bei eBay erbeutet

Stoff gekauft: 5,2 m: 1 m Pinguinstoff, 1,2 m grauer Zopf-Strickstoff, 1,5 gemusterter Romanitjersey, 1,5 m gemusterter Jacquardsweat
Stoff vernäht: 1,1 m: ungefähr 30 cm Sweatreste, ca. 30 cm Patchworkstoffe, 50 cm grauer Zopf-Strickstoff
Knöpfe vernäht: -

Wir freuen uns im Dezember auf: Adventskalender! Noch ein Con für Nria. Und das Jahresende hat natürlich auch immer viel zu bieten!

Sonntag, 4. Dezember 2016

7 Sachen 45/2016

Immer wieder sonntags ... 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Die zweite Kerze angezündet.


Neue Stoffe gestreichelt. Sind sie nicht fantastisch? Und ja, ich kaufe in letzter Zeit öfter Stoffe - mein Stoffschrank quillt über, aber es sind quasi nur Stoffe für Mittelalterzeug drin, fast gar keine für den Alltag. Da habe ich tatsächlich "einen Schrank voll nix anzuziehn" ...


Ein Schnittmuster zusammengepuzzelt. Wenn ihr den Hoodie "Nelly" von Pattydoo auch so toll findet (er hat ganz viele Teilungsnähte!), empfehle ich euch, auf die Printversion des Schnitts zu warten. 70 Seiten ausdrucken und zusammenkleben macht wenig Spaß ... (und das für ein Sweatshirt!! Liegt an den vielen Teilen wegen Teilungsnähten und daran, dass der Schnitt von Gr. 32-54 geht und deshalb Einzelteile 5-6 Blätter brauchen, für die in den kleineren Größen 2 reichen würden. Ein-Größen-Schnittmuster haben durchaus Vorzüge ...)


Endlich die neuen Larpmünzen ins Larp-Geld-Döschen umgefüllt. Das Tütchen lag seit dem Kauf auf dem Wohnzimmertisch rum, weil irgendjemand zu faul zum Aufräumen war. Ist die Dose nicht die passendste Münzenaufbewahrung der Welt? :D


Murks gemacht. Warum steht denn da was über? Her mit dem Nahttrenner ...


Zum Nähen Weihnachtsmusik rausgesucht (das Hörbuch war alle). Ist schließlich schon der zweite Advent!


Gelesen. Sabriel ist eins meiner absoluten Lieblingsbücher - ich sollte mal eine Rezension dazu schreiben, damit ihr es auch alle lest. Die Zeitschrift habe ich mir am Essener Bahnhof gekauft, um 20 Minuten Zugverspätung zu überbrücken (für 5 Minuten Zugfahrt hätte ichs nicht gebraucht) - war aber echt uninteressant. Ich hätte mir was anderes gekauft, aber der Zeitschriftenladen war winzig und ich hatte nicht mehr viel Geld (alles auf dem Weihnachtsmarkt in leckere Dinge investiert - ich kann die Lebkuchenwaffeln empfehlen!).

Eine Sammlung von 7-Sachen-Blogeinträgen von heute findet ihr bei Grinsestern!