Sonntag, 21. November 2021

7 Sachen 45/2021

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


 Durch eine Saline spaziert. Man kann auch oben durchlaufen!


Adventskalender aufgestellt. Die Tüten sind so groß, dass das Klavier mit als Abstellfläche herhalten muss. Darf jetzt nicht zu fest in die Tasten hauen, sonst fällt alles runter ... übrigens, seht ihr den niedlichen kleinen Bürzel auf der Tütenrückseite?


Gestickt. Dabei wie immer ein heilloses Chaos verursacht, aber endlich das Kreuzstich-Bingofeld angekreuzt.
 

Längst überfällig: Eine Liste der bereits gedruckten/abgepausten/ausgeschnittenen, aber noch nicht verwendeten. Schnittmuster begonnen. 


Sofa geschält.

Nähzeitschriften aussortiert. 


Shadowrun gespielt (online, aber Bildschirmfotos sind nicht so schön).

Wir wünschen euch eine schöne neue Woche!
Hana & Nria   
  

Donnerstag, 18. November 2021

Herbstlaub mit Chevron - Shirt 2 aus der Fashion Style 08/2017

Dieses Shirt lag echt lange rum vorm Bloggen ... also ein Hinweis vorweg:
Das Teil stammt aus Vor-Pandemie-Zeiten und ist mir etwa 10 kg zu eng.

Als ich es genäht habe, hat es noch gepasst. Aber ich will es trotzdem endlich zeigen, weil dieser Beitrag schon jahrelang auf Halde lag!

Im Mai 2019 ging es bei der Aktion "12 aus dem Stoffregal" von Tweed&Greet ums Nähen mit Stoffen bis zu 0,5 m.
Nähen mit Thema motiviert mich und dieses Thema war wie für uns gemacht! Kleine Stoffe haben wir nämlich jede Menge zu bieten. Einerseits ist da die Verlockung, von diesem einen coolen Musterstoff doch mal nen halben Meter zu kaufen, andererseits bleiben auch gern mal so blöde kleine Stoffmengen von anderen Projekten übrig. Und was stellt man dann damit an?



Wenn man kleine Stücke Musterstoff kauft, hat man das Problem, dass man erstmal eine Idee und einen passenden Kombistoff dafür braucht. Muster-Reste dagegen liegen hier oft ewig herum, weil wir interessante Muster dann doch eigentlich nur einmal vernähen wollen und nicht gleich mehrere Teile daraus brauchen.
Aber erstmal wollen wir uns auf die erste Sorte Halbmeterstücke konzentrieren. Denn auch die füllen irgendwann den Stoffschrank aus, wenn man nur genug davon kauft und eigentlich sind sie ja zum Verwenden und nicht zum Sammeln gedacht.

Als Hana motiviert eins ihrer Stücke anschnitt (sie hat dafür ganz schmarotzerisch einen meiner bereits abgepausten Schnitte verwendet), habe ich mir auch mal einen "Problemstoff" aus dem Schrank gefischt: "Blätterrausch" von Astrokatze, ein weicher, aber schwerer Baumwolljersey mit Blättern in vielen Herbstfarben. Diesen Stoff hatte ich schon lange angehimmelt und dann tatsächlich nicht gekauft, sondern mal bei Tauschticket ertauscht. Erfreulich, weil kein Geld ausgegeben, aber knifflig, weil eben nur ein halber Meter.


Ein Hoch auf Stoffe ohne Musterrichtung!


Schließlich habe ich dann vier Fliegen mit einer Klappe geschlagen:
Erstens hatte ich schon vor einer ganzen Weile das Shirt Nr. 2 aus der Fashion Style 8/2017 abgepaust und aus irgendeinem Grund noch nie genäht. Dabei ist es ideal zum Aufbrauchen von Resten und Halbmeterstücken und sieht dabei noch schick aus!

Zweitens hatte ich von meinem Herbstshirt noch eine Menge rotmelierten Jersey übrig: Damals als Kombistoff zum tollen Musterstoff von Stick&Style gekauft, aber ich hatte nur Bündchen daraus genäht und dabei ist natürlich nicht viel Stoff draufgegangen. Gut, aufgebraucht ist der Stoff immer  noch nicht, aber zumindest musste ich keinen neuen Stoff kaufen.
Drittens habe ich für die Blende gelbe Jerseyreste von Hanas Star Trek-Sweatshirt verwendet. Davon gab es nur kleine Reste, aber viel brauchte ich ja auch nicht!
Und viertens natürlich der halbe Meter Blätterrausch-Jersey, von dem jetzt auch nicht mehr viel da ist.

Hurra, lauter Reste und schon lange rumliegende Dinge verwendet! Und die Farbabstufung gefällt mir sehr gut.



Der Jersey von Astrokatze ließ sich wunderbar verarbeiten und noch besser bügeln; er rollt sich auch nicht ein beim Zuschnitt. Außerdem ist er sehr weich und dick, nicht so dünn und labberig wie so gut wie alle Jerseys, die man kaufen kann. Der Haken ist aber, dass es 100% Baumwolle ist, d.h. kein Elasthananteil vorhanden. Und meiner Erfahrung nach (ich schaue auf dich, Zitronenshirt!) neigt reiner Baumwolljersey zum Ausleiern. Aber das wird die Zukunft zeigen ...

Der Schnitt von Fashion Style gefällt mir wirklich gut. Die Zacken sind natürlich etwas schwierig zu nähen und es ist nicht ganz einfach, die eingesetzten Streifen an der Seitennaht aufeinandertreffen zu lassen - auf der einen Seite ist es mir perfekt gelungen, auf der anderen Seite habe ich 1 mm Versatz, aber mir fehlte dann doch die Lust, wegen der kleinen Ungenauigkeit den Nahttrenner zu schwingen.


Was ich von den in die Mitte verlegten Brustabnähern halten soll, weiß ich noch nicht. Leider funktionieren bei mir erfahrungsgemäß ausschließlich Abnäher gut, die ins Armloch führen (da meckern dann alle, dass das doch nicht geht und blöd aussieht und falsch ist, aber bei jeder anderen Abnäherstelle habe ich sonst trotzdem Falten im Armausschnitt). Aber na gut, bei Ärmeln fällt das weniger auf als bei einem ärmellosen Shirt.

Bei den Ärmeln musste ich stückeln, weil der Halbarm die Stoffmenge an ihre Grenzen brachte.
Blöd: Mit der Passform von Brustpartie, Schultern und Ärmeln bin ich echt unzufrieden, irgendwas liegt da im Argen. Aktuell finde ich sie ganz okay (dafür ist das Shirt natürlich am Bauch viel zu eng), aber als ich noch Gr. 38 trug, war alles oberhalb der Brust zu weit und wuchtig und saß schlecht. Vielleicht sollte ich 2 Größen kombinieren?


Diese Passformprobleme waren auch der Grund, warum das Shirt 2 Jahre in der Ufo-Kiste lag. Inzwischen ists mir aber wurscht. Wenn ich wieder reinpasse, wird das Teil gnadenlos getragen!
Ich finde es nämlich viel zu hübsch, um in der Ecke zu versauern.

Schnitt: Shirt 2 aus der Fashion Style 8/2017, Gr. 38
Material: Biobaumwoll-Interlock "Blätterrausch" von Astrokatze (100% Baumwolle ohne Elasthan), rotmelierter Baumwolljersey von Stick&Style, senfgelber Baumwolljersey
Änderungen: Schultern um je 1 cm verschmälert
Nachnähpotential: Ich habe noch so einige Stoffreste und könnte mir gut weitere Shirts vorstellen! Wenn ich die Passform besiege. Oder ich übertrage das Design auf ein passendes Shirt.

Verlinkt bei Du für dich am Donnerstag.

Lg
Nria

Dienstag, 16. November 2021

[Anleitung] Türmchen-Adventskalender - für das Ritter- oder Burgfräulein-Feeling

Für Hana habe ich dieses Jahr einen Adventskalender im Türmchendesign gebastelt. Aus Toilettenpapierrollen. Upcycling for the win! Mit einer kleinen Anleitung zum Nachbasteln.

Man braucht:

  • Toilettenpapierrollen (für längere Inhalte gehen auch Küchenpapierrollen)
  • dicker schwarzer Filzstift
  • Pappe
  • Flüssigkleber
  • Krepppapier
  • graues Buntpapier
  • Paketschnur
  • ggf. etwas transparentes Klebeband

Zunächst habe ich Schablonen hergestellt (dieser Adventskalender ist sehr schablonenlastig!):
Eine für die kleine Tür, die habe ich jeweils als erstes aufgemalt, dann eine für die Mauersteine. Ich habe einfach eine Toilettenpapierrolle längs aufgeschnitten und die Abstände für die Steinreihen markiert (6 Reihen waren für mich eine gute Größe - man kann natürlich auch viel feineres Mauerwerk aufmalen, wenn man Zeit und Muße hat). Dann habe ich die Vorlagenrolle um die anderen Rollen gelegt, die Abstände übertragen und anschließend die Vorlagenrolle so nach verschoben, dass ich die geraden Linien rund um die Rollen ziehen konnte. Ist nicht immer so parallel zur Kante geworden ... dem kann man Abhilfe schaffen, indem man die Abstände einfach auf zwei gegenüberliegenden Seiten einzeichnet.

Basismaterial und Schablone!

Kleine Wackler machen's authentisch, auch bei den senkrechten Unterteilungen. Wer richtig motiviert ist (ich war's nicht ...), kann die Steinecken abrunden und vielleicht mit einem feineren kleine Risse einzeichnen. Und Efeu, kleine Fenster, Balkone, Tierchen, was immer euch einfällt! Mehr Farben wären auch möglich, muss ja nicht immer alles schwarz-weiß sein.
Die Türen habe ich dann von 1-24 nummeriert. 

Man könnte auch einen grünen Boden nehmen.

Als nächstes brauchen die Türmchen einen Boden, damit nicht alles wieder rausfällt, was man reinfüllt. Ich habe dazu ein Stück Pappe (von einer Verpackung) genommen, Quadrate ausgeschnitten, die etwas größer als der Papprollendurchmesser sind, die Ecken abgeschrägt (jetzt sind's Achtecke) und die Rollen mit flüssigem Alleskleber aufgeklebt. Das geht ziemlich einfach; den Kleber auf die Unterkante der Rolle geben (bitte darauf achten, dass die Tür-Seite unten ist!), auf den Boden setzen, fertig.

Schön trocknen lassen und dann befüllen!

Das Krepppapier außen aufzukleben ist viel einfacher. Die Zinnen braucht man dann aber definitiv.


Anschließend habe ich rotes Krepppapier aufgeklebt, damit man das Ganze verschließen kann (und hübsch sieht's auch aus). Das Krepppapier habe ich mit ca. 15 cm Höhe und etwas mehr als Papprollenumfang ausgeschnitten und leicht überlappend aufgeklebt. Bei den ersten Rollen habe ich es innen eingeklebt - das ist hübsch, aber super friemelig! Denn durch die Höhe kann man das Papier nicht vernünftig andrücken und weil mein Kleber nicht SO schnell trocknet, hat es sich teilweise wieder gelöst. Nach wenigen Exemplaren bin ich daher dazu übergegangen, das Krepppapier außen anzukleben; dort werden sowieso noch die Zinnen drüber befestigt.
Nachdem der Kleber getrocknet war, habe ich schöne rustikale Schleifchen aus Paketschnur um das Papier gebunden. Die Höhe hängt etwas davon ab, ob der Inhalt über den Papprollenrand rausguckt :D

Die Zinnen lassen sich sehr platzsparend aufzeichnen!

Fehlen noch die Zinnen: Die habe ich aus Buntpapier ausgeschnitten und aufgeklebt. Für die Vorlage habe ich den Rollenumfang genommen, durch 8 geteilt und 1 cm hohe Zinnen aufgezeichnet. Man braucht auch ein Stück zum Überlappen; daran habe ich die Zinnen mit Klebeband fixiert, während der Kleber getrocknet ist.

Wer da wohl wohnt?

Variationsmöglichkeiten: Neben den zusätzlichen Details beim Aufmalen könnte man auch einen schönen Grasrand aus Krepp- oder Buntpapier ums untere Ende kleben (die Tür aussparen). Die Zinnen wären aus grauem Moosgummi dreidimensionaler - oder man klebt einen kleinen Abstandhalter (z.B. ebenfalls Moosgummi) zwischen Papprolle und Zinnen. Und die Türme würden sich auch schön in Burgform auf einer Papp-Basis aufkleben lassen. Vielleicht mit kleinen Kartons als Mauer dazwischen, für größere Teile.

Ich habe alles, was nicht in die Rollen gepasst hat, in grünes Geschenkpapier verpackt und Tannen draufgezeichnet - stattdessen wären auch Spitztüten oder andere baumförmigere Verpackungen denkbar, aber ich war faul. Ach ja, und es gibt ein dickeres Türmchen: Das basiert auf dem Inneren einer Paketbandrolle.

Füllungsideen benötigt? Wir haben Adventkalender-Ideen für Nerds und Normalos sowie Ideen für Larper und Mittelalterfreunde.

Basieren eure Adventskalender auch auf Klopapierrollen? :D

Verlinkt bei DvD.

Lg
Nria

Donnerstag, 11. November 2021

Die bretonische Tiefsee - LaBreton Dress von Pedilu

Ja, dieses Kleid passt nicht zum aktuellen Wetter. Aber erstens muss ich noch ein paar Sommersachen zeigen und zweitens ist meine Kamera kaputt. Also müsst ihr damit leben!
 
Dieses Jahr ist bei Rebecca ReckArt ein Jersey mit dem Namen "Deep Sea Trench" erschienen und ich war sofort begeistert. Wer ist nicht fasziniert von der Tiefsee? 
 
Ich denke, man sieht schon, wie sehr ich dieses Kleid liebe!

Im Mai gab es dann einen kleinen Sale und ich habe zugeschlagen. Der passende Schnitt fehlte aber noch ... 
Das Kleid "LaBreton Dress" von Pedilu habe ich schon ein Weilchen bewundert - es hat einen Gummizug in der Taille, einen nur leicht ausgestellten Rock, Hüftpassentaschen (yay!) und verschiedene Ärmellängen, u.a. Kappärmel. Dazu wahlweise Rundhals- oder U-Boot-Ausschnitt.
Ich habe aber gezögert, weil die Hertha von Konfetti Patterns (schon als türkisfarbene Blättchenversion und als Orangenkleid genäht) doch recht ähnlich ist. Aber selbige hat einen weiten Rock und Abnäher - letztere sind weniger toll für solche Musterstoffe, ersterer ist nicht immer so praktisch. Dass ich unbedingt mehr Kleider mit engerem Rock im Schrank haben wollte, hat dann den Ausschlag zum Kauf gegeben.
 
Tasche und Ärmel habe ich andersfarbig gemacht, damit sie besser zur Geltung kommen.

Als erstes habe ich vollständige Schnittteile (statt im Bruch liegende) hergestellt, um einlagig zuzuschneiden. Ich hatte nur 1 m Stoff, leider konnte ich das Muster daher nicht ganz so verwenden, wie ich es gern gehabt hätte (einige meiner "Lieblingsstellen" waren einfach genau auf mittiger Höhe, wo der Übergang zwischen Rock und Oberteil ist).
Das Tolle an diesem Stoff ist aber: Der Rapport ist ordentlich groß. Bei einem Kleid wiederholt sich das Muster natürlich trotzdem etwas, aber bei billigen Stoffen ist das Muster oft winzig und wiederholt sich so oft, dass sich eine "Kacheloptik" ergibt, die mir nicht gefällt. Das ist hier definitiv anders!
 
 
Der Fischschwarm (links auf Hüfthöhe) gefällt mir besonders.

Ich habe die Version mit kürzerem Rock (für andere Leute Minirock, für mich knapp knielang :D), Rundhalsausschnitt samt Beleg und Kappärmeln genäht - Ärmel und Taschenpassen in Marineblau, um einen kleinen Kontrast zu haben. So wird das Muster ein bisschen "beruhigt".

Die Anleitung ist für ein Ebook superkurz - 2 Seiten mit ein paar Skizzen. Dafür gibt es davor immerhin ein paar Seiten über die Varianten des Kleids, Schnittplan (wobei ich den unsinnig finde; man verbraucht deutlich weniger Stoff, wenn man die Rockteile nebeneinander statt untereinander legt!). Ich bin sehr locker mit 1 m statt 1,60 m ausgekommen.
Wer die superausführlichen Fotoanleitungen anderer Ebooks gewohnt ist, wird hier wohl etwas enttäuscht sein. 
 
Meine Lieblingskette passt auch gut dazu!
 
Ich nähe ja schon eine Weile und bin gut klargekommen.

Das Kleid trägt sich sehr angenehm und die Optik gefällt mir sehr! In der Taille könnte es etwas weiter sein; ich hoffe auf etwas besseren Sitz nach der Pandemie ;)
Was soll ich sagen? Wird jetzt schon rauf- und runtergetragen!

Fantastisches Kleid!

Schnitt: LaBreton Dress von Pedilu, Version mit "Minirock", Rundhalsausschnitt+Beleg, Gummizug und Kappärmeln, Gr. 40
Material: Jersey "Deep Sea Trench" von Rebecca ReckArt
Änderungen: Tunnelbreite auf 2,4 cm verkürzt, dazu 1,2 cm breites Gummiband statt 2 cm
Nachnähpotential: Definitiv!
Lg
Nria

Montag, 8. November 2021

Was vom Oktober übrig blieb

Im Oktober gab es gar nicht so viele Beiträge - es war auch viel los! Wir haben unseren Geburtstag gefeiert sowie die Spielemesse besucht (dank Besucherbegrenzung war es immerhin deutlich weniger voll als sonst, wenn auch nicht gerade menschenleer), Nria ist durch die Wutachschlucht samt Lötenbachklamm gewandert und hat die Burg Hohenzollern besichtigt. Beides sehr zu empfehlen!

Link-Tipps im Oktober:

In der Wutachschlucht gilt es gefährliche Brücken über tiefe Abgründe zu erklimmen.

Für uns selbst genäht im Oktober:
Vogel-Faye von Pattydoo

Neue Schnittmuster, Anleitungshefte und Bücher:
Retro-Mantel Vogue 1669
Kleid Vogue 1675
Bikerjacke Vogue 1714
Shirt Vogue 1768
Blockstreifen-Pulli "Faye" von Pattydoo

Im Herbst sind Burgen besonders malerisch!

Stoff gekauft: Nria: 3,1 m; Hana: 3,35 m
Nria: 1,6 m Stretch-Jeans, 0,5 m Kringel-Popeline in Blau, 0,5 m braunes Kunstleder, 1,5 m Sweat "Fir Twigs II" von Rebecca ReckArt
Hana: 0,95 m Sommersweat "Winter Trees" von Rebecca ReckArt, 0,9 m Dinojersey, 1,5 m Sweat "Snowy Mountains" von Rebecca ReckArt
Stoff vernäht: Nria: 0,95 m
Nria: 0,5 m Vogelsweat von Dresowka, 0,3 m Sweat "Farbexplosion marine", 0,15 m hellgrauer Sommersweat

Wir freuen uns im November auf:
Nach 2 Jahren besuchen wir tatsächlich wieder eine Larp-Veranstaltung! Wir können es selbst noch nicht ganz glauben :D Und das Adventskalenderbasteln geht in die heiße Phase ...

Sonntag, 7. November 2021

7 Sachen 44/2021

Immer wieder sonntags: 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

Tische abgeräumt und Tischdecken gefaltet.

Neues Häubchen aufgesetzt und zugeknotet.


Jugendherbergszimmer gefegt.

Goodiebeutel ausgepackt. Beim Mohnfest (Larpveranstaltung) gabs natürlich Mohn-Merchandise!


 Übriggebliebenes Essen im Créme Fraíche-Töpfchen nach Hause getragen und aufgewärmt.

Ein tolles Schnittmuster aus dem Briefkasten gefischt (heieiei, 4 m Stoffverbrauch! Mal gucken, wieviel ich weniger brauche ...). Und schaut euch mal die Aufreißöffnung der Verpackung an!


Neuen Organspendeausweis als Plastikkarte ausgefüllt (bekommt man kostenlos hier). Ja, aus Papier ist nachhaltiger, aber mein alter ist im Portemonnaie inzwischen ganz zerfleddert ...
Und jetzt hoffe ich, dass das Teil unnötig ist :D

Wir wünschen euch eine schöne neue Woche!
Hana & Nria   
 

Mittwoch, 3. November 2021

Yasmijn Nr. 2 und das lange Warten auf Meer - Jacke 25 aus der Fashion Style 02/2018

2018 habe ich eine Jacke aus Sommersweat genäht, die ich seither rauf- und runtertrage. Die Jacke "Yasmijn" (die Fashion Style 02/2018 war aus der leider nur sehr kurzen Phase, in der die Schnittmuster Namen bekamen; damit kann man viel einfacher Erfahrungsberichte googeln!) hat genau die richtige Weite*, ist sehr bequem, ich mag die raffinierten gekreuzten Abnäher und der unaufdringlich gemusterte Stoff passt einfach zu allem.

(* wenn man sich die Pandemiekilos wegdenkt; aktuell müsste sie eine Nummer größer sein)

Ich trage sie ständig. Da lag es doch nahe, noch eine zweite Version zu nähen! Mir schwebte eine schlichte mit zwei kleinen Stencils vor, eins vorne und eins unter dem Nacken.

Ein super Kombiteil!

Diesmal wollte ich eine unifarbene Version, damit man die raffinierten Abnäher in Form eines liegenden T auch sieht (der Haken: Dann muss man sauberer nähen ...). In einem schönen kühlen Grauton, weil das zu allem passt und ich die abgetragenen grauen Sweatjacken vermisse, die ich ausgemustert habe.

Hier kann man die T-förmigen Abnäher erahnen.

Wie immer ging die Arbeit beim zweiten Mal einfacher von der Hand - man weiß ja schon, wie's geht. Die Abnäher sind trotzdem sowohl beim Aufzeichnen als auch beim Nähen etwas Arbeit. Wiener Nähte sind da echt dankbarer!

Geschlossen ein bisschen eng, weil auf meine Figur von vor der Pandemie ausgelegt.

Und dann ... kam die Krux an der Sache: Ich wollte ja Stencil-Motive auf der Jacke und hatte auch schon eine ziemlich genaue Vorstellung davon. Bei Buttinette hatte ich mal eine Schablone mit maritimen Motiven bestellt: Auf der Brust wollte ich das Explore-Motiv mit Fernglas, oben auf dem Rücken eine Kompassrose. Auf einem Reststück habe ich die Schablone mit einem Pinsel ausprobiert - und mir ist jede Menge Farbe druntergelaufen. 

Ich war frustriert. Die Jacke lag daraufhin geschlagene zwei Jahre in der Ufokiste.

Ist das nicht beknackt? Ich hätte die Jacke ohne Weiteres ohne Verzierung tragen können (sie war ja komplett fertig inkl. fixiertem Beleg und allem), aber ich wollte nicht ...

Ich liebe das Rückenmotiv!

Jedenfalls kam dann das Herbst-Handarbeitsbingo 2021 und dort gab es das Feld "ein UFO fertigstellen". Ich weiß zwar nicht genau, ob "Verzierung fehlt" ein Projekt wirklich unfertig macht, aber da es für mich offenbar nicht fertig war, habe ich mich jetzt endlich rangesetzt. Wenns hässlich wird, kann man diese Farbe immerhin auswaschen, solange sie nicht fixiert ist ...

Mäßig scharfes Detailfoto.

Ich hätte mir Sprühzeitkleber besorgen können, um auf Nummer sicher zu gehen mit der Schablone, aber nachdem ich zwei Jahre lang keine Lust dazu hatte, ließ ich's jetzt drauf ankommen und habe (diesmal mit Schwämmchen statt Pinsel) die Motive aufgetupft und dabei die Schablone mit den Fingern festgedrückt.

Zufriedene Trägerin!

Hat relativ gut funktioniert! An einer Stelle ist mir bei der Seilumrandung des Fernglas-Motivs Farbe unter die Schablone gelaufen, aber ich behaupte jetzt einfach, das wär ein Knoten im Seil ... und sowieso ist schon von den Motiven her der Stil auf "unregelmäßig aufgemalt" ausgelegt, sprich, es ist von Haus aus unperfekt (z.B. ist bei der Kompassrose auch bei der Vorlage eine Seite der Umrandung dicker als die andere und die "Durchbrüche" sind ebenfalls vorgesehen). 

Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit der Jacke und zuversichtlich, dass sie viel getragen wird!

Schnitt: Jerseyjacke Yasmijn, Modell 25 aus der Fashion Style 02/2018, Gr. 38
Material: Sommersweat von dresowka.pl, Stencilschablone von buttinette, schwarze Stoffmalfarbe
Änderungen: Schultern verschmälert, Futter weggelassen 
Nachnähpotential: Ob ich noch ne dritte nähe? Nicht ausgeschlossen.

Verlinkt beim MeMadeMittwoch. und Sew your Wardrobe Basics (bei Sea of Teal).

Lg
Nria