Sonntag, 30. März 2014

[Schöne Welt!] Macht (keinen) Dreck ...

Schöne Dinge, die wir in der Welt unserer Heimatstadt gefunden haben. Diesmal:
Statement-Kunst - oder so ...

An der Hausecke eines Haushaltswaren-Geschäfts in der Fußgängerzone meiner Heimatstadt steht eine kleine Hunde-Skulptur. Sieht ganz niedlich aus, der kleine Kerl. Schaut man genauer hin, sieht man, dass er nicht so ganz unschuldig dasteht ...


... ähm, ja. 


Keine Ahnung, was uns der Künstler damit sagen will. Aber lustig ist es doch, was meint ihr? Wie oft wohl ein realer Hund sein Beinchen an diesem Kerlchen hebt?

[Heute keine 7 Sachen. Hat sich an diesem Wochenende irgendwie nicht ergeben, Fotos zu machen. Nächsten Sonntag wieder!]

Donnerstag, 27. März 2014

Gespielt: Escape

Escape (Queen Games)

Ein Spiel von Kristian Amundsen Østby.
Für 2-5 Spieler (mit der Illusions-Erweiterung 6) ab 8 Jahren, Dauer genau 10 Minuten.

Über "Escape" bin ich auf der Spielemesse 2012 gestolpert, und war gleich fasziniert: Ein Spiel mit Soundtrack (mag ich immer), in dem alle (!) ständig (!) würfeln! Hurra, keine Wartezeiten! Und für Würfel bin ich immer zu haben.

Die Grundidee: 

Die Spieler sind Forscher, die in einem alten Tempel festsitzen - und der fängt gerade an, einzustürzen. Es handelt sich um ein kooperatives Spiel - gewonnen haben die Spieler, wenn alle vor Ablauf der Zeit (10 Minuten) den Tempel verlassen haben. Ist auch nur ein Spieler noch drinnen, haben alle gemeinsam verloren.

Garstige Edelsteine!
Die Spieler müssen nun einerseits den Ausgang finden, andererseits die verfluchten Edelsteine loswerden, die auf einem separaten Vorrat angehäuft sind - die erschweren nämlich das Verlassen des Tempels oder verhindern es sogar.

So gehts:

 Jeder bekommt ein Figürchen und 5 Würfel mit 6 Seiten: Abenteurer (2x), Goldene Maske, Schwarze Maske, Fackel, Schlüssel. Der Startraum (Grau mit goldenem Kreis) wird in die Mitte gelegt und daran angeschlossen ein Raum an jeden der beiden Ausgänge. Die übrigen Räume werden verdeckt gestapelt, eine bestimmte Anzahl Edelsteine auf den Vorrat gelegt. Die CD mit dem Soundtrack wird gestartet (alternativ kann man eine Sanduhr nehmen, aber das ist deutlich weniger atmosphärisch) und los geht's!

Die Würfel - von ihnen hängt alles ab!

Alle würfeln gleichzeitig und benutzen ihre Ergebnisse, um Dinge zu tun.
Man muss die Symbole nicht auf einmal würfeln: Aus jedem Wurf darf man einzelne Würfel entnehmen, soviele man möchte (muss man aber nicht), und beiseite legen, um bestimmte Ergebnisse zu sammeln, ebenso darf man jederzeit wieder Würfel nehmen (auch ohne sie benutzt zu haben) und damit weiterwürfeln. Nur wenn man einen Wurf verwendet (z.B. um einen Raum zu betreten) müssen genau diese beiden Würfel wieder in den Wurf-Pool genommen werden.

 Und Folgendes kann man mit den Würfeln anstellen:

 - Räume wechseln: Neben jeder Tür ist eine Kombination von 2 Würfelseiten abgebildet, z.B. 2 Abenteurer oder Abenteurer+Schlüssel. Wenn man dieses Ergebnis gewürfelt hat (oder die passende Kombination vorher beiseite gelegt), darf man den Raum betreten.

- einen neuen Raum entdecken: Mit 2 Abenteurern darf man an den Raum, in dem man sich befindet, einen neuen Raum anlegen. Natürlich muss dazu noch ein Ausgang frei sein. Und die Ausgänge müssen zusammenpassen, immer eine braune Seite an eine "graue" (das ist eine Treppe).
Auf dem Bild seht ihr das: Vom grauen Feld ganz vorne kann man nach hinten geradeaus durchlaufen, aber nach rechts stoßen zwei braune Ausgänge aneinander, da geht's nicht durch.

Das grüne Figürchen hat's fast geschafft!
- die fiesen schwarzen Masken blockieren den Würfel, er darf nicht neu gewürfelt werden. Das heißt: Wer auf 5 schwarze Masken kommt, hat ein Problem ...

- die tollen goldenen Masken können 1-2 Würfel "entblocken" - bei sich selbst oder bei einem Mitspieler!

- Edelsteine loswerden: Auf manchen Räumen sind Edelsteine in 1-3 Kreisen abgebildet, daneben jeweils eine Angabe, welches Symbol (Schlüssel oder Fackel) und wieviele davon man würfeln muss, um so viele Edelsteine abzugeben wie abgebildet. Bei den Räumen mit 3 Kreisen kann man nur 1 benutzen, aber sich aussuchen, welchen. Diese Fackeln oder Schlüssel kann man immer mit mehreren Personen erwürfeln - klar, bei 7 oder 10 nötigen Symbolen gehts ja auch gar nicht anders.

7 Schlüssel geschafft, dafür dürfen 2 Edelsteine hier abgelegt werden.

Bis hierhin klingt's einfach. Aber dreimal im Spiel (nach ungefähr je 1/3 der Zeit) ertönt ein Gong: Nach dem ersten und zweiten Gong haben die Spieler je 30 Sekunden Zeit, wieder in den Startraum zurückzuhetzen. Schafft man es nicht rechtzeitig (es ertönt das Geräusch einer zuschlagenden Tür), muss jeder, der draußen geblieben ist, einen Würfel aus dem Spiel nehmen. Und ja, wer zweimal zu langsam war, spielt nur noch mit 3 Würfeln ... Daher empfiehlt es sich, Erkundungsgänge in verschiedene Richtungen zu starten - wer nur eine einzige lange Raumreihe gebaut hat, schafft es vielleicht nicht mehr rechtzeitig zurück.
Beim dritten Gong haben die Spieler noch 30 Sekunden, um den Tempel zu verlassen, bis er einstürzt: Bis dahin sollte man den Ausgang aufgedeckt haben und sich möglichst nicht allzu weit von ihm entfernt aufhalten, sonst wird's richtig hektisch!

Der Ausgang - ein Licht am Ende des Tunnels!
Natürlich hat das Ganze noch einen kleinen Haken und hier kommen die Edelsteine ins Spiel: Für jeden Edelstein, der noch auf dem Vorrat liegt, müssen die Spieler 1 Schlüssel würfeln, außerdem einen zusätzlichen (selbst wenn kein Edelstein mehr da ist, muss also 1 Schlüssel gewürfelt werden), um den Tempel zu verlassen. Wenn jetzt noch 5 oder mehr Edelsteine auf dem Vorrat liegen, hat man ein richtiges Problem ...

Wenn alle Forscher am Ende des Soundtracks (man hört den Tempel einstürzen) draußen sind, haben alle gewonnen. Wenn auch nur ein einziger Forscher noch drinnen ist, haben alle verloren.

Fazit:

Ein Riesenspaß für Hektikfreunde und begeisterte Würfler! Also für mich ;)
Ich mag die spannende Atmosphäre (nach den Gongs wird die Musik schneller und der eigene Herzschlag auch ...), die leichte Panik, die aufkommt, wenns eng wird, das Design (das leider seinen Preis hat - die Qualität ist aber auch gut, die Pappelemente z.B. sehr dick und stabil), das Thema - und wenn man meint, den Dreh rauszuhaben, kann man gleich noch zusätzliche Elemente reinnehmen, nämlich Schätze und Flüche, die das Ganze noch fieser machen.
Einziger Nachteil: Man braucht stressresistente Mitspieler - einige weigern sich leider ...

Ein Spiel für:
Würfelfreunde
Spieler, die schnelle Spiele mögen
Teamplayer

Kein Spiel für:
Strategen
Menschen, die keine Hektik mögen
Einzelkämpfer

Sonntag, 23. März 2014

7 Sachen [77]

Immer wieder sonntags ... 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.
 

Toffees kleingeschnitten für Karamell-Walnuss-Kekse (mit grobem Salz bestreut).


 Nägel mit Water Decals dekoriert.


Millimeterpapiermöbel in einem Millimeterpapierraum hin- und hergeschoben.


Bettschubladen auf- und zugeschoben, um die Leichtgängigkeit zu testen. Dieses Bett ist es übrigens nicht geworben, weil jede Schublade nochmal soviel wie das halbe Bett gekostet hätte.


Polsterstoffproben begrabbelt. Geworden ist es der rechts unten.


Geschirr fotografiert, zum nochmal-überlegen-ob-wirs-wollen. Ich denke schon, was meint ihr?


Zum Abschluss Köttbullar mit Elchnudeln gegessen. Mit Elchnudeln sind sie viel besser als mit Kartoffeln oder Pommes!

Eine Sammlung von 7-Sachen-Blogeinträgen von heute findet ihr bei Grinsestern!      

Donnerstag, 20. März 2014

Die lange Wartezeit eines Schmüsekleids

Bei Natron&Soda gibt es unter den Klamotten-Anleitungen eine für ein Schmusekleid (Klick für Schmusekleid bei N&S), von dessen Sorte wir schon ein paar genäht haben. Ich weiß gar nicht, warum wir es Schmüsekleid nennen statt Schmusekleid - meine Vermutung ist, dass vom N&S-Titel "Dü blibst-Kleid" (nach einem Dürer-Gemälde) die ü-Pünktchen bei uns auf das Schmuse-u gerutscht sind. Kann ja schon mal passieren, sowas.
Von einer Bekannte bekamen wir jedenfalls vor einer Weile eine Stoffspende von aussortierten Stoffen, worunter sich auch ein camelfarbener Sweatshirtstoff befand. Camel steht uns ü-ber-haupt nicht, deshalb kam der Stoff mit einer Packung Stofffarbe in die Waschmaschine und dunkelgrün wieder heraus. Viel besser!
Der Stoff sollte besagtes Schmüsekleid werden, wurde zugeschnitten ... und von da an gings für ihn bergab.
Ich hatte einfach keine Gestaltungsideen, die mir zusagten. Auf dunkelgrün wirkte mir vieles, was mir allgemein gefiele, zu verträumt. Also lagen die zugeschnittenen Kleiderteile bestimmt 2 Jahre in der Ecke.

Vor wenigen Tagen entdeckte ich dann dieses Pinterest-Bild. Yeah! Das konnte ich mir auch in Grün vorstellen, also gings direkt los.

Ich hätte es vorm Foto vielleicht glattziehen sollen, damit es sich vorn nicht so knubbelt ...

Es gefällt mir. Ein perfektes Zu-Hause-Rumschlunz-Kleid. Ich bin noch nicht sicher, ob ich das Mondkunst-Schildchen im Nacken lasse oder dem Dreieck dort etwas mehr Raum gebe, aber sonst ist alles prima. Und ich bin so froh, dass die Einzelteile nicht mehr in der Ecke liegen und mich dort vorwurfsvoll anschauen!

Eine schöne Zeit wünscht
Hana

Dienstag, 18. März 2014

Stoffmarkt in Bochum

Eigentlich wollte ich auf dem Stoffmarkt Kleiderstoffe kaufen. Es gab leider kaum welche. Geld ausgegeben habe ich trotzdem ;)

Meine Ausbeute!

- 5 Halsausschnittschablonen aus Plastik. Ich erstelle häufig selbst Schnittmuster und diese Schablonen sind dafür ungemein hilfreich und werden mir sehr viel Arbeit ersparen :)
Sie sind aus diesem belgischen Shop.

- 1 m Möbelstoff mit Landkartendruck. Ich hatte vor vielen Jahren als Teenie eine billige Tasche mit so einem Druck, die ich heiß und innig geliebt habe. Leider war sie halt billig und hat deshalb nicht ewig gelebt und ich habe lange nach Ersatz gesucht. Jetzt kann ich eine neue nähen :)

- 1,60 m dünner Jeansstoff von einem Stand mit Jeans- und Leinencoupons. Daraus soll dieser Rock aus der aktuellen Meine Nähmode 02/2014 werden. Bin nur noch nicht ganz sicher, ob der Schnitt geeignet ist ...

- 50 cm Möbelstoff mit verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Für einen Wäscheklammerbeutel vielleicht.

- 50 cm blauer Jersey mit Papierschiffchen. Gesehen und verliebt - ich denke, es werden T-Shirt-Ärmel draus :)

Ich hätte noch viel mehr kaufen können, habe mich aber schön zurückgehalten. Besonders der Stand mit den Digitalprints lockte, leider sind diese Drucke überwiegend viel zu großflächig für mich :( aber ich find bestimmt noch einen, der zu mir passt!

Lg
Nria

Sonntag, 16. März 2014

7 Sachen [76]

Immer wieder sonntags ... 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Stoffmarkt-Stoff anprobiert. Nicht mitgenommen, da befürchtet, dass der Wellen-Print auf Kleidungsstücken nicht so gut rüberkommen wird wie am Stoffballen.


Stoffmarkt-Stoff hochgehalten, um den lateinischen Text drauf lesen zu können. Standen aber nur Einzelsätze ohne Zusammenhang drauf. Wird spätestens klar, wenn man sich fragt, was Lämmer und Wölfe mit Descartes zu tun haben ...


Viel gewürfelt, und diesmal gar nicht ständig Patzer geworfen. Eigentlich gar nicht, wenn ich mich recht erinnere. Mir schwant Böses fürs nächste Mal, wenn sich der Durchschnitt wieder ausgleicht.


Ein Foto vom Pen&Paper-Kulissenaufbau gemacht. Der runde Teller ist eine Satellitenschüssel und die silbernen Stränge sind dicke Kabelbünde. Und der kleine Fleck auf der Schüssel ist ein garstiger Roboter, der gerade auf uns schießt :D


Aufgebrezelt mit namentlich passendem Lidschatten.


Eintrittskarten zum Sternchen-Reinstanzen hingehalten. Ebenso niedliche wie namentlich passende Art des Karten-Entwertens, hach, ich mag ja solche Liebe zum Detail!


Schnittmuster auf Stoffmarkt-Stoff ausgebreitet. Im Gegensatz zu vielen Stoffen dort ist dieser ja langweilig, dafür aber vielseitig kombinierbar UND schon vorgewaschen.


Eine Sammlung von 7-Sachen-Blogeinträgen von heute findet ihr bei Grinsestern!     

Samstag, 15. März 2014

Nähzeitschriftenmanagement

Ich besitze einen Stapel Nähzeitschriften. Im Gegensatz zu anderen Hobbyschneider/inne/n sind es gar nicht so viele - letztens passten sie genau in 4 Zeitschriftenständer (bisher!). Ich hatte nie ein Abo und kaufe nur ab und zu mal ein Exemplar, wenn ein besonders schöner Schnitt drin ist.

Jetzt: Alle Zeitschriften in 3 Ordnern! Nur ein paar extragroße stehen extra.

 Aber: Benutzt wurden die Zeitschriften bisher eher selten. Nicht nur, dass das Abzeichnen der Schnitte etwas mühsam ist; es ist auch umständlich, erstmal alle Zeitschriften einzeln aus dem Ständer zu nehmen und die Schnittübersicht aufzuschlagen (falls denn überhaupt eine drin ist!), wenn man etwas Bestimmtes nähen will und einen geeigneten Schnitt sucht. Bis ich dann etwas Passendes gefunden hatte, hatte ich zum Abpausen schon gar keine Lust mehr ...

Dieses Jahr habe ich mir deshalb mal die Mühe gemacht, die Schnittübersichten meiner burdas und Ottobres zu kopieren, mit Klarsichthüllen zu versehen und in einem separaten Ordner abzuheften - shame on you, Nähzeitschriften ohne Schnittübersicht!

Die Nummern der Zeitschriften sollte ich wohl noch etwas hervorheben ...

Und wo ich grad dabei war, habe ich die Zeitschriften nach Name und Datum sortiert (sie waren ein wenig durcheinandergeraten) und alle ohne Superschnittmuster, d.h. für meine Figur geeignet, sind rausgeflogen und inzwischen erfolgreich verscherbelt. Die übrigen passen jetzt in 3 Zeitschriftenständer. Vorne in den Übersichtsordner habe ich noch ein Zettelchen geheftet, auf dem der Inhalt der einzigen Ständer notiert ist.

Vielleicht ersetze ich den Zettel noch durch einen gedruckten.


Das alles kostet ein bisschen Arbeit - vor allem, wenn man sehr viele Zeitschriften besitzt. Ich habe jetzt nur noch etwa 20. Aber für mich hat sich das Ganze sehr gelohnt: Ich finde sehr viel schneller und bequemer ein Schnittmuster. Und dann kann ich auch gleich nachschauen, in welchem Ständer das gesuchte Exemplar steht.
Als nächstes müsste ich dann mal die technischen Zeichnungen der übrigen Zeitschriften abmalen - Meine Nähmode (Simplicity), Diana, Sabrina ... zum Glück habe ich nur eine Handvoll davon. Aber ich habe schon erfreut festgestellt: Die neue Meine Nähmode hat auch so eine tolle Übersicht! Hurra!

Und ganz optimal wäre es, auch noch die Einzelschnittmuster zu katalogisieren. Und auch hier gleich die auszusortieren, die eher ein Fehlgriff waren oder Einzelstücke bleiben sollen (wer braucht schon zwei gleiche Abendkleider?). Kommt alles noch, denke ich :)

Lg
Nria

Donnerstag, 13. März 2014

Gespielt: Jäger der Nacht

Jäger der Nacht (Kosmos)

Ein Spiel von Yatsuka Ikeda.
Für 4-8 Spieler ab 10 Jahren, Dauer ca. 30-50 Minuten.

Kennt ihr das Gruppenspiel "Werwölfe"? Von einem Verlag herausgebracht als "Die Werwölfe vom Düsterwald"? Dieses Spiel funktioniert ähnlich. Aber für weniger Leute und mit mehr Beeinflussungsmöglichkeiten - es ist kein ganz so wildes Herumgerate und man kann den Mitspielern dabei fröhlich auf die Mütze geben ;)

Der Spielplan hat variable Felder.

Das Spielprinzip

Es gibt Vampire, Werwölfe und Menschen. Alle Vampire spielen gemeinsam und gewinnen, wenn alle Werwölfe tot sind. Alle Werwölfe spielen gemeinsam und gewinnen, wenn alle Vampire tot sind. Die Menschen spielen alleine und haben ganz verschiedene Ziele - von "als letzter/erster sterben" bis "4 Gegenstände sammeln". Nur liegen die Charakterkarten verdeckt ...
Man würfelt, um an die Orte des Spielfelds zu gelangen - dort kann man Karten ziehen (Gegenstände, Ereignisse und Karten, durch die man Rasse oder Stärke eines Mitspielers erfährt) und, wenn jemand in der Nähe ist, denjenigen angreifen.
Wenn das Ziel von irgendjemandem erfüllt ist, endet das Spiel und er gewinnt. Manchmal gewinnen dabei noch andere mit.

Beispielcharaktere.

So geht's:


Jeder Spieler zieht einen Charakter, schaut ihn sich an und legt ihn verdeckt vor sich ab. Dabei Rasse und Ziel gut einprägen! Rechts neben der (Fantasy-)Rasse stehen die maximalen Schadenspunkte. Die sollte man sich auch merken - alternativ den Namen. Dessen Anfangsbuchstabe steht nämlich auf der Schadenspunktleiste an der entsprechenden Stelle. Unten steht noch die Fähigkeit des Charakters, die einmalig oder mehrfach verwendet werden kann.
 Außerdem bekommt jeder eine Spielfigur sowie farblich passend einen Zähler für die Schadenspunkte und eine Ablagekarte für die Charakterkarte. Letzteres hilft dabei, sich zu merken, wer mit welcher Farbe spielt. Bei bis zu 8 Leuten kann man schonmal die Übersicht verlieren!
Die Spielfiguren werden auf den Plan gestellt (erstmal in die Mitte) und die Zähler ganz oben auf die Schadenspunktleiste. Noch die Orte beliebig in die leeren Ovale verteilen - sie sind variabel, weil je zwei Orte durch ein Spinnennetz verbunden sind. Warum, erfahrt ihr später.

Verdeckte Charakterkarte.
Jemand fängt an und würfelt - es gibt zwei Würfel, einen sechsseitigen und einen vierseitigen, und die werden addiert. Man geht auf das entsprechende Feld - bei einer 7 darf man sich aussuchen, wohin man will, nur stehenbleiben darf man dann nicht.

Es gibt folgende Orte:
- Oxanas Hütte: Hier darf man eine grüne Karte ziehen. Darauf steht z.B.: "Wenn du diese Karte vom aktiven Spieler erhalten bist und du bist ein Werwolf, wird dir 1 Schadenspunkt zugefügt." Das heißt: Wer diese Karte zieht, liest sie sich durch (nicht laut vorlesen!) und gibt sie einem beliebigen Mitspieler, der sie ebenfalls durchliest und die Anweisung ausführt. Ist er ein Werwolf, muss er seinen Zähler einen Punkt auf der Schadenspunktleiste nach unten verschieben und der aktive Spieler weiß über ihn Bescheid. Ist er kein Werwolf, weiß der aktive Spieler immerhin, dass derjenige Mensch oder Vampir ist. Andere Karten frage nach dem Anfangsbuchstaben, was Aufschlüsse über die Lebenspunktzahl des Charakters erlaubt.

-Kapelle/Friedhof: Hier darf man eine blaue bzw. rote Karte ziehen. Dahinter verbergen sich Gegenstände (z.B. Schutz vor Angriffen oder Angriffsverstärkung) und Ereignisse (z.B. darf man Schaden heilen oder zufügen). Die blauen Karten sind eher Schutzkarten, die roten Karten eher Angriffskarten.

- Quell der Weisheit: Man kann sich aussuchen, ob man eine grüne, blaue oder rote Karte zieht.

- Heldenbaum: Man darf einen eigenen Schadenspunkt heilen oder einem anderen Spieler zwei Schadenspunkte zufügen.

- Steinkreis: Man darf einen Gegenstand eines anderen Spielers klauen.

Nachdem man die entsprechende Aktion ausgeführt hat, darf man jemanden angreifen - aber nur, wenn er sich auf dem eigenen Feld oder dem per Spinnennetz damit verbundenen Feld befindet. Alle anderen sind außer Reichweite.
Zum Angreifen würfelt man mit beiden Würfeln und zieht das niedrigere Ergebnis vom höheren ab (gleichgültig, welcher Würfel die höhere Zahl zeigt) - das ist die Schadenspunktzahl, die zugefügt wird. Sind beide Zahlen gleich, ist der Angriff fehlgeschlagen.

Sobald der Schadenspunktezähler eines Spielers auf der Zahl, die auf der Charakterkarte angegeben ist, steht, ist der Charakter tot und der Spieler scheidet aus.
Je nach Ziel hat er damit aber noch nicht verloren!

Spielende


Das Spiel endet sofort, sobald ein Spieler sein Ziel erreicht hat. Gewonnen hat dann jeder, dessen Ziel erreicht ist - auch wenn er bereits ausgeschieden war oder er einer anderen Rasse angehört!

 

Fazit

Wer "Die Werwölfe vom Düsterwald" mag, wird wohl auch dieses Spiel mögen. Umgekehrt könnte es aber auch "Werwölfe"-Hassern gefallen! Denn es ist kein reines Kommunikations- und Ratespiel, sondern man kann Hinweise auf die Identität der Mitspieler finden und mit Karten und Angriffen das Spielgeschehen beeinflussen - sprich, man hat viel mehr Aktionsmöglichkeiten und es passiert einfach mehr.
Pluspunkt: Man braucht nicht so viele Leute dafür wie für "Werwölfe". Allerdings finde ich die angegebene Mindestzahl von 4 Leuten zu niedrig - man kann es damit spielen, aber richtig Spaß macht es erst mit 5, besser 6 Leuten.
Auch Wenigspieler können Spaß daran haben, wie ich festgestellt habe. Eine Affinität zu Fantasy und Rollenspielen ist aber hilfreich ;)
Ein bisschen Frustpotential gibt es, weil man ausscheiden kann, aber da man oft trotzdem noch gewinnen kann, hält sich das in Grenzen.

Ein Spiel für
- Freunde von Deduktionsspielen
- Liebhaber düsterer Fantasy
- alle, die "Werwölfe" mögen, aber dafür zuwenig Spieler haben - und alle, die "Werwölfe" aufgrund der geringen Beeinflussungsmöglichkeiten nicht mögen, das Spielprinzip aber schon.

Kein Spiel für
- Fantasyhasser
- Strategen
- Rollenspielgegner

Dienstag, 11. März 2014

Der weite Weg nach Winterfell

Das Sweatshirt naht!

Dieses Sweatshirt hatte einen mäßigen Start im Auenland. Jetzt ist es glücklich in den Norden ausgewandert!

 Im letzten September war ich als Hobbit unterwegs. Dafür habe ich nicht nur ein Hobbit-Outfit genäht, sondern auch einen Meter wollweißen Sweat in ein Shirt zum Drunterziehen verwandelt, das grob die Form der Bluse hatte: Dreiviertelärmel, weit, etwas formlos, ziemlich großer Halsausschnitt.
Im September kann es nachts schon kühl werden und ein dünnes Leinenblüschen ist da recht wenig wärmend.

Da ich nicht allzuviel Zeit hatte, habe ich diesen Sweat nicht vorgewaschen und das Shirt deshalb vorsichtshalber noch weiter zugeschnitten.
Schön und gut, seinen Zweck hat es auf dem Hobbitcon erfüllt, aber danach wusste ich nicht so recht, wohin mit dem Teil.
Zum Anziehen war die Passform zu miserabel, außerdem rutschte der weite Ausschnitt gern von meinen (sehr schmalen) Schultern, und zum Drunterziehen war es zu weit: Es ist unbequem, ein sehr weites Teil unter engeren Klamotten zu tragen, weil sich dann Falten bilden und die drücken dann unangenehm.

Zum Wegschmeißen aber zu schade; Sweat ist teuer!

Also habe ich mich nochmal drangesetzt und ein richtiges Sweatshirt draus genäht.
Das war wesentlich mehr Arbeit, als das Teil neu zu nähen (ich habe buchstäblich jede einzelne Naht aufgetrennt und neu genäht), aber ich wollte ja das Material retten :)

Ein Vorher-Foto habe ich blöderweise versäumt zu machen. Stellt euch einen viel zu weiten, formlosen Sweat-Sack mit Dreiviertelärmeln vor :D

Dafür gibts aber ein Nachher-Foto! Diesmal sogar von vorne:

Neues Sweatshirt und neue Frisur!


Der Weg dorthin war allerdings weit:

Erst habe ich den Ausschnitt bearbeitet. Abschneiden geht leicht, dranschneiden nicht so einfach. Ich habe den Ausschnitt abgemalt und auf dem Papier zu einem "normalen", kleinen Sweatshirtausschnitt ergänzt. Zum Glück hatte ich noch ein paar Stückchen Sweat übrig, daraus habe ich den neuen Ausschnitt zugeschnitten und drangenäht. Sobald er abgesteppt war, sah's auch gar nicht mehr nach Fremdkörper aus, sondern interessant.
Danach habe ich aus Jersey einen Besatz zugeschnitten und angenäht. Sah prima aus. Danach wollte ich ihn nach innen doppelt einschlagen und habe festgestellt, dass ein gerader Streifen eine bessere Idee gewesen wäre - ich hatte durch die Rundung nämlich viel zu viel Stoff zum Umklappen! Deshalb habe ich den Besatz schmaler geschnitten und knapp um die Nahtzugabe geklappt und festgenäht. Sieht nicht perfekt aus, aber ich kann damit leben.
Damit war der Ausschnitt fast das Aufwändigste.

Is' mir egal, ich lass das jetzt so!

Nächster Schritt: Seitennähte enger machen und taillieren. Das ging fix.
Die Abnäher habe ich frei Schnauze hinzugefügt und bin damit nicht so ganz zufrieden, aber hey, es ist ein Sweatshirt. Beim nächsten Mal suche ich mir lieber eine Vorlage, damit sie gleichmäßiger werden. Oder lasse die Abnäher gleich weg. Aber jetzt muss ich halt damit leben :D
Die Ärmel habe ich herausgetrennt, um sie weiter innen wieder annähen zu können, und dabei gleich enger gemacht.
Das alles wären normale Schritte, wenn ich ein zu großes Sweat- oder T-Shirt an meine Figur anpasse.

Zusätzlich musste ich aber noch Ärmel und Saum verlängern - das Shirt war ja auf ein kurzes und kurzärmeliges Blüschen ausgerichtet; für ein Alltagssweatshirt ist mir das zu kalt.
Damit es nicht so angestückelt aussieht, habe ich mir Textilfarbe besorgt und die Reststückchen vom Sweat - wirklich nicht mehr viel - Mittelgrau gefärbt. Eigentlich Verschwendung, dafür die Waschmaschine anzuschmeißen, aber wenn ich in der Schüssel färbe, wirds so oft fleckig.

Warum Grau? Weil mir spontan in den Sinn kam, ein Game of Thrones-Sweatshirt zu machen, und zu einem weißen Stoff fällt mir als erstes das Stark-Wappen in Weiß-Grau ein.

Der Stoffrest hat dann auch geraaade eben noch für die Ärmel und die Saumverlängerung gereicht, angenäht und gesäumt war das Ganze auch schnell. Die Ansatznähte habe ich mit einem Zierstich abgesteppt, damit der Übergang weicher wirkt.


Ja, im Liegen hat er nen kleinen Knick. Gibt sich aber beim Tragen.

Jetzt ist es ein Sweatshirt in Stark-Farben. Als Krönung wollte ich noch das Stark-Wappen und zwar als Stencil - das ist leider wirklich filigran, enthält außerdem lauter "Inseln", die ich in der Schablone mit ungefähr einer Million Stegen verbinden und später nachmalen musste.
Das Ausschneiden hat dementsprechend eine ganze Folge Germany's Next Topmodel gedauert ...

Endlich geschafft! Rechts: Meine Heldin, die Silhouettenschere.

Immerhin ging das Aufbügeln auf den Stoff schneller, hat gut gehalten und ließ sich auch gut wieder abziehen.
Aufbügeln? Ja, ich habe nämlich diese Anleitung für selbstgemachtes aufbügelbares Papier ausprobiert. Man bügelt einfach nach dem Ausdrucken Frischhaltefolie auf die Rückseite (bei mir hat Stufe 2 funktioniert, obwohl es die Wollstufe und nicht, wie in der Anleitung angegeben, die Polyesterstufe ist), schneidet das Motiv aus und bügelt das Papier auf den Stoff.

Das Malen hat auch wieder eine halbe Ewigkeit gedauert, die Stege waren fix aufgefüllt und mit dem Ergebnis bin ich zufrieden:

Ich mag die nicht ganz perfekte Optik - passt zum Fellmotiv.


Hat sich die Plackerei wenigstens gelohnt!

Damit es vorne nicht so langweilig aussieht, habe ich passenderweise den Familienwahlspruch aufgemalt.

Der Winter war dieses Jahr zwar eher eine Lüge ...


Eigentlich geht der Winter ja gerade. Aber der nächste kommt bestimmt. Und dann kann ich sagen: "Hat mein Sweatshirt doch gesagt!"

Lg
Nria

Sonntag, 9. März 2014

7 Sachen [75]

Immer wieder sonntags ... 7 Bilder von Sachen, für die wir an diesem Tag diesem Wochenende unsere Hände gebraucht haben. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.


Kartoffeln mit einem Eierschneider massakriert.


Unterschrieben.


Verpackt.


Abgepaust, aus einer Bücherei-burda.


Die beste Umzugs-Investition ever angezogen, zum fleißigen Umzugshelferdasein.



Ein Regal aufgebaut und von vorne betrachtet. Hoppala.


Ein wohlverdientes Umzugshelferbrötchen belegt. Und gemampft.

Eine Sammlung von 7-Sachen-Blogeinträgen von heute findet ihr bei Grinsestern!     

Freitag, 7. März 2014

Bang Boom Bang - Weltraumknarren-Kuchen

Es begab sich - mal wieder - ein Geburtstag, diesmal aus meiner Mass Effect-P&P-Runde. Der letzte Mass Effect-Kuchen war ein Raumschiff, diesmal sollte es etwas weniger aufwändig werden und eine typische Knarre aus dem Spiel.

Bang!
Es begann mit einem leckeren Schoko-Blechkuchen. Und einem ausgedruckten Bild der Vorlage:
Mass Effect Avenger.


Daraus wurden die Umrisse des Kuchens geschnitten und zusammengesetzt.


Es folgt: Der Fondantüberzug. Ich empfehle, Kuchen vorher zu grundieren, entweder mit Ganach oder Zuckerguss, damit der Fondant gut kleben bleibt. Ich habe es hier weggelassen und bereut.


 Das Ergebnis mit aufgeklebten Fondant-Details und ein paar eingeritzten Linien:


Eine schöne Zeit wünscht
Hana

Donnerstag, 6. März 2014

Nähbilanz 2013 (Nria)

Ich will meine eigene Stoffstatistik und Nähbilanz haben :D (wenn auch leicht verspätet ...)

Das ist gar nicht so leicht - ich habe mal versucht, von der Gesamtstatistik auseinanderzudividieren, welche Stoffe Hana gekauft und/oder vernäht hat und welche ich.

Dabei komme ich auf:
Gekauft: knapp 30 m (eigentlich 29,75 oder so, aber da bin ich mal großzügig)
Verbraucht: etwa 29 m

Macht ein Plus von 1 m, damit kann ich leben. Zumal ich 2014 schon 5,25 m zugeschnitten und das Plus damit mehr als ausgeglichen habe.

Genäht habe ich 2013:

Larpkram:
- Wolltunika (Steht nicht in der Stoffstatistik. Warum auch immer.)
- Wollgugel (die auch nicht. Skandalös! Vielleicht bin ich doch im Stoff-Minus?)
- Seidenpelerine
- sehr aufwändige Piratentunika
- blaue Weste
- 2 Röcke (nur umgenäht, d.h. viele Abnäher hinzugefügt, aber das war mehr Arbeit, als die Röcke zu nähen ;))
- graues Wams
- noch eine Piratentunika
- Bloomers
- Strümpfe
- Hobbitmieder
- Hobbitbluse
- Hobbitunterrock
- Hobbitüberrock
- Shirt zum Drunterziehen (keine Gewandung, aber doch fürs Larp)
- Gürteltäschchen
- 2 Nähte an der Stiftstischdecke, die hauptsächlich bestickt und nicht genäht ist - aber die Enden müssen ja gesäumt werden ;)

Alltagsdinge:
- Sweatjacke
- Schneiderpuppentasche
- Schneiderpuppenschürze
- buntes T-Shirt
- Streifenjerseyjäckchen
- kleines Spiegeltäschchen
- blauweiß gestreifter Rock "Livorno"
- Skyline-Shirt
- flauschiges Frotteeshirt
- Tischdecke und Uhrenbox
- schwarzer Cordrock

Swap- und Wichteldinge:
- Kissenhülle
- Fischportemonnaie (Tauschpaket)
- Argonath-Tasche
- Gimli-und-Legolas-Nadelheftchen
- Quallendalek-Tasche
(plus eine Hobbittürschachtel, die ist aber nicht genäht. Aber eine Kordel ist dran. Also fast genäht.)

Macht 33 Dinge. Und dabei sind die Strümpfe nur als 1 gezählt!
Es ist zwar nicht für jede Woche ein Teil, aber ich habe auch sehr viel gestickt. Und möglicherweise habe ich auch ein paar Kleinteile unterschlagen. Aber insgesamt bin ich doch zufrieden!

Pläne für 2014:
- weiter Ufos vollenden oder als TfTs (Teile für die Tonne - wahlweise Müll- oder Probestofftonne) deklarieren. Da war ich 2013 schon sehr fleißig (im Gegensatz zu Hana :-P)
- mehr Sweatjacken nähen. Ich habe es aufgegeben, welche kaufen zu wollen - alle erhältlichen Jacken sind entweder aus Fleece oder mit Kapuze und Kängurutasche versehen (beides kann ich nicht leiden).
- endlich die Kleiderschnittmuster umsetzen, die ich letztes Jahr gekauft habe! Das Problem dabei ist nur immer die Schnittanpassung - ich bin viel kleiner und etwas kurviger als die Durchschnittsfrau.
- vielleicht, vielleicht nähe ich ein neues Zwergenoutfit fürs Larp ...

Lg
Nria

Mittwoch, 5. März 2014

Entkitschter Schlüsselkasten

Der beste Freund (seit Kindergartentagen! Über sowas staun ich immer) des Liebsten hat Geburtstag und wünscht sich zwecks baldigen Auszugs einen Möbelgutschein vom Schweden. Ich schenke gern Gutscheine, wenn sich jemand einen wünscht (besser als unerwünschten Nippes!), aber dann nach Möglichkeit noch eine Kleinigkeit dazu. Beim Überlegen schaute der Liebste mich an und sagte "Ein Schlüsselkasten?", just in dem Moment, in dem es mir auch durch den Kopf schoss, und damit war es dann beschlossen.
Da mit auch mitgeteilt wurde, dass besagter Kumpel immer neidisch auf all den Mass-Effect-Kram ist, den mein Umfeld so bekommt, wollte ich den Kasten gern etwas aufnerden.
Als Basis gekauft habe ich dieses kitschige Ungetüm bei Xenos:


Anscheinend ist Weiß und Kitsch gerade echt im Trend, was Einrichtung angeht. Brrr. Ich hatte die Hoffnung, dass die Buchstaben nur locker angeklebt sind und leicht abgehen, hatte als Notfallplan aber im Kopf, noch ein dünnes Brettchen drüberzukleben.
Immerhin von innen war das Kästchen schön schlicht:


Als erstes habe ich die Häkchen abgeschraubt und alles auseinandergenommen. Erfreulicherweise gingen die Buchstaben tatsächlich sehr leicht abzuhebeln und haben keine Klebereste hinterlassen. Das Brettchen im Frontklappen-Rahmen war zu den Schraubklemmen noch festgeklebt, ließ sich aber mit sanfter Gewalt herausbrechen.


Übrig blieb dieser Haufen Schräubchen und Scharniere und wurde brav in ein verschließbares Döschen gepackt. Und 4 Holzbuchstaben. Äh, die kommen erstmal in die Bastelkiste.


Probehalber habe ich das Brettchen vorn mal umgedreht - hervorragend, so habe ich außen eine ordentliche, glatte Fläche und eine einheitliche Farbe zum Bemalen. Auf der Innenseite muss es nicht ganz so perfekt sein, das geht in Ordnung. 


Ich möchte das Kästchen außen recht dezent lassen, nur mit dem Mass-Effect-N7-Logo  und dem typischen weiß-rot-weißen Streifen. Innen gibts dann Sternenhimmel mit Raumschiff und Planeten - so fügt es sich auch in eine nicht vollkommen nerdige Wohnung ein.
Damit ich hinterher nicht mit Weiß über Schwarz malen muss, habe ich den Streifen, das N7 und das Raumschiff mit Klebefolie abgeklebt.


Nun gings ans Sprühen Einkaufen, denn im Keller waren unerfreulicherweise nur schwarze Glanzlacke.
Nach einem kurzen Abstecher zum Baumarkt wurde dann aber gesprüht. Und mit einer Pinzette vorsichtig die Klebefolie abgezogen.


Nachdem vorne, hinten, oben, unten alles besprüht und ordentlich getrocknet war, habe ich die Innenseiten auf gewohnte Weise verspaced. Weiß besprenkelt, bunt betupft für ein paar Nebel und ordentlich dicke weiße Punkte für größere Sterne. Die Innenklappe bekam noch zwei Planeten spendiert. Wie man sieht, schimmern einige Spuren des entfernten Klebers noch durch, aber das Muster lenkt ordentlich ab. Auf der Außenseite hätte es mich wohl gestört, aber auf der Türinnenseite geht das in Ordnung.


Wie man sieht, ist das Raumschiffchen noch traurig weiß. Das wurde als nächstes geändert, außerdem vorn der rote Streifen ergänzt und dann konnte der Kasten auch schon wieder zusammengeschraubt werden:


Das kann man sich doch in den Flur hängen, auch ohne dass Nicht-Nerds komisch gucken, nicht wahr?
Und innen gibts dann die volle Space-Dröhnung:


Und fürs Amüsement nochmal der Vorher-Nachher-Vergleich:


Ich bin zufrieden. Innen könnte ich mir, je nach Geschmack, auch eine Menge anderer Dinge vorstellen, einen Text oder Liedtext, eine Skyline (oder außen Skyline und innen Motive aus der Stadt), einen Dschungel oder Blumenwiese ... oder auf andere Weise dezentes Rumgenerde!

Eine schöne Zeit wünscht
Hana